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Luhmanns Zettelkasten

Niklas Luhmann
(1927-1998)
Soziale Systeme ** innerhalb der Systemtheorie **
Niklas Luhmann

Niklas Luhmann wurde am 8. Dezember 1927 als Sohn eines Brauereibesitzers in Lüneburg geboren. Später besuchte er das altsprachliche Gymnasium „Johanneum“ in Lüneburg. Zur Luftwaffe des Deutschen Reiches kam er 1943. Gegen Ende des 2. Weltkrieges kam Luhmann in us-amerikanische Kriegsgefangenschaft, wo er „– gelinde gesagt – nicht nach den Regeln der internationalen Konventionen“ behandelt worden war. (Vgl. Detlef Horster, Niklas Luhmann, 1997, S. 28.) Von 1946 bis 1949 studierte Luhmann Rechtswissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Dann folgte eine Referendarausbildung in Lüneburg bis 1953 (schon 1951 hatte er mit dem Aufbau seiner Zettelkästen begonnen). Von 1954 bis 1962 war er Verwaltungsbeamter (Jurist) in Lüneburg, von 1954 bis 1955 am Oberverwaltungsgericht Lüneburg Assistent des Präsidenten; 1955 wurde ins niedersächsische Kultusministerium abgeordnet; 1960 erhielt er ein Stipendium für eine Fortbildung an der Harvard-Universität in den USA, die er nach seiner Beurlaubung realisierte und dabei in Kontakt mit Talcott Parsons und dessen strukturfunktionaler Systemtheorie kam. Luhmann war von 1962 bis 1965 Referent an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, von 1965 bis 1968 Abteilungsleiter an der Sozialforschungsstelle an der Universität Münster, und seit 1968 der erste Professor an der gerade gegründeten Universität Bielefeld, wo er bis zu seiner Emeritierung 1993 lehrte. Niklas Luhmann starb am 6. November 1998 in Oerlinghausen.


‹—  Niklas Luhmann  —›
1. Stadium („Winter“) 2. Stadium („Frühling“) 3. Stadium („Sommer“) 4. Stadium („Herbst“)
Vor-/Urdenken: Luhmanns
„Vor-/Urphilosophie“
Frühdenken: Lumanns
„Frühphilosophie“
Hochdenken: Luhmanns
„Hochphilosophie“
Spätdenken: Luhmanns
„Spätphilosophie“
(Dauer: 19 Jahre) (Dauer: 22 Jahre) (Dauer: 16 Jahre) (Dauer: 14 Jahre)
1927 bis 1946 1946 bis 1968 1968 bis 1984 1984 bis 1998
Geburt
(08.12.)
Berufung an die
Universität Bielefeld
Tod  
(06.11.
Übergang
    Schule, Kriegsdienst, Gefangenschaft / Studium                                                  
| „Soziale
Systeme“
Frühe
Kindheit
Grund-
Schule
Gymnasium,
Kriegsdienst,
Gefangenschaft
1946
- 1949
1949
- 1960
1960
- 1968
1968
- 1973
1973
- 1979
1979
- 1984
1984
- 1988
1988
- 1993
1993
- 1998
Erläuterung Erläuterung


 

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Anmerkungen:

Erläuterung der Luhmann-Tabelle (**) - Denk-Biographie von Niklas Luhmann (1927-1998):
1. „Stadium“ („Winter“ - 1927-1946) und seine 3 „Stufen“: Luhmanns frühe Kindheit (1. Stufe); Grund-Schulzeit (2. Stufe); Gymnasial-, Kriegsdienst- und Gefangenschaftszeit (3. Stufe), also bis zum Beginn seines Studiums (1946).
2. „Stadium“ („Frühling“ - 1946-1968) und seine 3 „Stufen“: Luhmanns Studienzeit von 1946 bis 1949 (4. Stufe); die Zeit als Referendar und Jurist im Verwaltungsbereich und im niedersächsischen Kultusministerium bis zu seinem Stipendium in den USA 1960 (5. Stufe); von seinem Stipendium in den USA bis zu seiner Berufung an die Universität Bielefeld 1968 (6. Stufe).
3. „Stadium“ („Sommer“ - 1968-1984) und seine 3 „Stufen“: die Zeit von 1968 bis 1973 (7. Stufe); die Zeit von 1973 bis 1979 (8. Stufe); und die Zeit von 1979 bis 1984, als sein Werk „Soziale Systeme“, das als sein erstes Hauptwerk gilt, erschien (9. Stufe).
4. „Stadium“ („Herbst“ - 1984-1998) und seine 3 „Stufen“: von 1984, als Luhmanns Werk „Soziale Systeme erschien, bis 1988, als Luhmann der Hegel-Preis verliehen wurde (10. Stufe); von der Verleihung des Hegel-Preises 1988 bis zur Emeritierung 1993 (11. Stufe); von der Emeritierung 1993 biszu seinem Tode 1998 (12. Stufe).


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