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Jahr  S. E. 
 2001 *  1
 2002 *  1
 2003 *  1
 2004 *  3
 2005 *  2
 2006 *  2
2007 2
2008 2
2009 0  
2010 56
2011 80
2012 150
2013 80
2014 230
2015 239
2016 141
 
S.
1
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3
6
8
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12
14
14
70
150
300
380
610
849
990
 
P. Z.
 
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25%
20%
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400%
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60,53%
39,18%
16,61%
 
S.E. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
0,0048
0,0049
0,0050
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0,0384
0,0702
0,0819
0,1219
0,1581
0,1726
 
K.  
1
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2
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0  
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1949
 
S.
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8
10
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16
16
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271
517
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3880
5829
 
P. Z.
 
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50%
100%
33,33%
25%
20%
33,33%
 
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55,75%
90,77%
32,69%
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  K.  
S. E.
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1,21
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6,61
13,82
 
  K.  
T.
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0,0027
0,0027
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0,0055
0,0055
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0,2658
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4,4219
4,3288
5,3251
 
 K. (S.) 
S.E. (S.)
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1
1
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1
1,143
1,143
2,486
1,807
1,723
1,805
3,770
4,570
5,888
 
K. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
0,0048
0,0049
0,0057
0,0050
0,0491
0,0693
0,1210
0,1479
0,4596
0,7227
1,0116
* Von 2001 bis 2006 nur Gästebuch, erst ab 2007 auch Webforen und Weblogs.

NACH OBEN 111) Herr Schütze, 17.11.2011 (21:10) ** ** ** ** ** ** (238)

238

Feminismus, Genderismus (**|**|**|**|**|**|**).

Guten Tag, Herr Lentze!

Danke für Ihre Antwort. Ich glaube nicht, daß wir eigentlich „ein neues Thema“ hätten „eröffnen müssen“, wie Sie meinen (**), weil wir dann wahrscheinlich den Feminismus nur isoliert betrachtet hätten, wie ich schon am 14.11.2011 um 15:43 Uhr (**|**) mitgeteilt habe. Das ist - jedenfalls für die Erkenntnis - wenig oder nur dann sogar sehr hilfreich, wenn man ihn in allen seinen Zusammenhängen bereits kennt.

Meinen Sie denn wirklich, daß der Feminismus isoliert existiere, aus sich selbst heraus und in einer Nicht-Umwelt entstanden sei? Das meinen Sie nicht wirklich, oder?

Sie meinen, daß Sie „einen Zusammenhang zwischen dem sexistischen Feminismus und der Synthese der Schwesterlichkeit“ (**) nicht sehen, und ich meine, daß Sexistischer Feminimsmus und „Schwesterlichkeit“ und Feministische Synthesis (**|**) fast Synonyme sind, weil nur die Betonungen und die sich aus Text und Kontext ergebenden Zusammenhänge noch andere Bedeutungen zulassen - ansonsten aber sind die drei echte Synonyme. Sie werden jetzt wahrscheinlich fragen: Warum? Meine Antwort lautet: Weil sie
(1.)dem Struktur-Ast“ Differenz-Feminismus des „Struktur-Baumes“ Feminismus angehören (**);
(2.) nicht dem Struktur-Zweig“ Opportunistischer Feminismus zuzuordnen sind (**);
(3.)ihre erhöhte Form der „Freiheit“ vom Mann - nämlich die Männerlose Gesellschaft - umißverständlich fordern und deshalb dem Struktur-Zweig“ Sexistischer Feminismus (**) zuzuordnen sind;
(4.) historisch - insbesondere kulturhistorisch - gewachsene Phänomene sind, die auffälligerweise Hegels Dialektik (**) folgen und innerhalb dieser den letzten von drei Schritten bzw. die letzte von drei Phasen bedeuten - dieser dritte Schritt bzw. diese dritte Phase ist die Synthesis und heißt bezüglich des Feminismus: Feministische Synthesis oder „Schwesterlichkeit“ - mit dem Motto: Wir Frauen halten zusammen, weniger weil wir gleich sind, sondern viel mehr weil wir dasselbe Ziel haben: die Männerlose Gesellschaft.
Der Feminismus ist - so wie andere Phänomene auch - nicht ohne seine Herkunft, nicht ohne sein Eingebettet- oder Enthalten-Sein, nicht ohne die Bedingungen seiner Umwelt, nicht ohne seine Umwelt-Zusammenhänge zu verstehen. Wahrscheinlich sehen Sie das deswegen anders, weil sie ein Steinerianer sind. Gut, ich bin in gewisser Hinsicht ein Hegelianer und Nietzscheaner (also: ein Hegel-Nietzscheaner oder eher noch ein Nietzsche-Hegelianer). Ich weiß nicht, wie gut Sie Hegel und Nietzsche kennen. Ich entnehme Ihren mir bekannten Äußerungen, daß Sie Nietzsche gelesen haben, weiß aber nicht, ob Sie auch Hegel gelesen haben. Viele „68er“ behaupteten ja, Marx und Freud gelesen zu haben und wurden deshalb auch Freudomarxisten genannt; doch viele von ihnen wußten wahrscheinlich noch nicht einmal, daß Marx Hegelianer und Freud Nietzscheaner war; Marx hatte alles von Hegel kopiert und dazu sein eigenes Süpplein gekocht, Freud hatte alles von Nietzsche kopiert und dazu sein eigenes Süpplein gekocht; beide waren schlechte Kopierer (Freud dazu noch so narzißtisch, daß er es bis an sein Lebensende nötig hatte zu leugnen, daß er seine Theorie Nietzsche verdankte). Nun - ich habe auch Marx und Freud gelesen und festgestellt: der Schüler Marx versuchte seinen Lehrer Hegel auf den Kopf zu stellen, ohne ihn zu verletzen; der Schüler Freud versuchte, ohne sich selbst zu verletzen, seinen Lehrer Nietzsche zu verleugnen (wahrscheinlich mußte Freud seine „Schulzeit“ nur „verdrängen“!).

„In den Analysen von Hubert Brune, so aufklärend sie auch sind, vermisse ich eines: den Aspekt der göttlichen Welt. Er geht vor wie etwa Freud mit seiner Psychoanalyse. Dieser »entlarvte« den Menschen in seiner dämonischen, perversen Abgründigkeit. Nur - damit hatte er nicht den ganzen Menschen beschrieben, sondern sozusagen nur die Hölle in ihm, nicht auch den Himmel. Sieht man den Menschen dermaßen reduziert (wobei ich keinesfalls behaupte, daß die Ergebnisse an sich falsch seien), so sieht man keine Zukunft mehr und verdammt sich selbst zum »Unbehagen an der Kultur«. Man wird dann auch nichts ändern können.“ (Thomas R. E. Lentze, Mittelschicht - Dreierschritte, 14.11.2011; 19:03 **).

Hubert Brune kommt von der Wissenschaft her, und die Wissenschaft - besonders die Naturwissenschaft - entwickelt sich, so sehr sie auch selektiv vorgeht, mit Hilfe der Falsifikation, also aufgrund des Zweifels bzw. der Skepsis. Ich habe mich mit Brunes WWW-Seiten sehr intensiv beschäftigt, wie Sie bereits wissen (**|**|**|**), und festgestellt, daß er den Skeptizismus, wie er z.B. auch von der abendländischen Lebensphilosophie (**) vertreten wird, mitunter deshalb schätzt, weil dieser befruchtend auf die Wissenschaft wirkt. Die Wissenschaft ist nun aber, wie Sie als Anhänger der Anthroposophie wahrscheinlich auch wissen, nicht dazu da, „den Aspekt der göttlichen Welt“ (**), sondern die wirkliche („erscheindende“ [Arthur Schopenhauer]) Welt zu beschreiben,. Mit dem Aspekt der göttlichen Welt hat sich Hubert Brune jedoch auch intensiv beschäftigt (vgl. ders., Glaube, 2001; vgl. ders., Verzeichnis Glaube, 2001-2010 **). Ich weiß nicht, ob er damit den „Himmel“ im Menschen auch so beschreibt, wie Sie es fordern (**|**), aber ich weiß, daß er ihn beschreibt.

Recht haben Sie, wenn Sie fordern, auch den „Himmel im Menschen“ zu beschreiben. Und in Brunes Texten findet man ihn auch - anders als in Freuds Texten, in denen man ihn nicht findet. Brunes Textpassagen über großzügige Gesten, die dem Stolz des Menschen innewohnen, sind Beispiele für den „Himmel“ im Menschen (**|**) und als anthropologische Konstanten (!) zu verstehen. Dazu gehören auch ehrlich gemeinte Aufrufe wie dieser: „Wir wollen andere Völker an unserem Reichtum teilhaben lassen!“ (**). Wenn aber eine solche, aus dem Stolz des Menschen herrührende Geste - ein „Himmel“ im Menschen - nicht auf Dank stoße und immer mehr nur in Richtung auf die Gier umgedeutet werde, dann könne das nicht ewig akzeptiert werden, so Brune. Solche Profitmacher sollten „sich gefälligst bei uns bedanken. Das haben sie noch nie getan. Auch wir haben einen Stolz! Der wird ständig mit Füßen getreten. Auch von unseren eigenen Herrschenden. Das muß sich endlich ändern.“ (**). Mit Texten verhält es sich oft so wie mit Nachrichten: als seien nur negative gute. Aber manchmal findet man Texte, die auch das Gegenteil dazu aufzeigen. Brunes Webseiten beinhalten auch solche Texte. Über das „anthroposophisch vertiefte Christentum“ (**|**) findet man allerdings auch bei ihm nicht viel - aber: ist das denn so wichtig? Wohl kaum, oder? Ihre diesbezüglichen Textstellen, lieber Herr Lentze, verstehen doch wahrscheinlich die meisten Leser nicht - weil sie keine Steinerianer bzw. anthroposophisch vertiefte Christen sind wie Sie - und überfliegen diese Textstellen, um zur nächsten verständlichen Textstelle zu gelangen. Und das ist bestimmt auch nicht gerade in Ihrem Sinne, oder? Trotzdem stimme ich Ihrer Forderung zu: „man soll eine wünschenswerte Zukunft beschreiben“ (**). „Gut, das tue ich auch“ (**), könnte Hubert Brune hier mit großem Selbstbewußtsein antworten - und doch haben Sie es geschrieben (**).

„Das ist auch, was ich an der gegenwärtigen Männerbewegung ganz allgemein zu beklagen habe: sie »entlarven« den Feminismus und beschreiben seine Gestalten. Damit sind sie täglich beschäftigt. Gut, das tue ich auch. Aber wenn man den Mist einmal konstatiert hat, dann soll man auch sagen, welchen Stellenwert der Gegner hat, und was er fürchtet, m.a.W. man soll eine wünschenswerte Zukunft beschreiben. Das aber kann gegenwärtig, soweit ich sehe, nur das anthroposophisch vertiefte Christentum.“ (Thomas R. E. Lentze, Mittelschicht - Dreierschritte, 14.11.2011; 19:03 **).

Wie gesagt: Hubert Brune beschreibt sehr wohl auch „eine wünschenswerte Zukunft“ (**), nur eben auf eine andere Art als Sie. Deshalb meine Forderung: Wir müssen Arbeitsteilung betreiben und dabei solidarisch bleiben, wenn wir Erfolg haben wollen! Mir war nämlich schon beim Verfassen des von Ihnen kommentierten Textes (**|**) klar, daß Sie sehr wahrscheinlich mit einer anthroposophisch und/oder christlich motivierten Kritik kommen werden, und wollte den Vorschlag zur Arbeitsteilung auch ans Ende des Textes setzen - nur wie gesagt: ich bin nicht der Meinung, daß diejenigen, die „das anthroposophisch vertiefte Christentum“ (**|**) nicht so sehr kennen oder vielleicht sogar nicht gutheißen, auch „eine wünschenswerte Zukunft“(**|**) nicht so sehr kennen oder vielleicht sogar nicht gutheißen; und deshalb verwarf ich auch die Idee, den Vorschlag zur Arbeitsteilung ans Ende des Textes zu setzen. Aber jetzt sage ich noch einmal: Wir müssen Arbeitsteilung betreiben!

Derzeit ist keine andere Bewegung „individualistischer“ und zerstreuter als die der „Mitte“ („Freiheits“-Apostel) und die der „Rechten“ („Brüderlichkeits“-Apostel) . Das zeigt, wer hier trotz der Entwicklungen seit 1989 immer noch das Sagen hat: es sind die „Linken“ („Gleichheits“-Apostel), die aber mehr und mehr die Position der „Rechten“ übernommen haben, weil der „Zeitgeist“ und die politisch-wirtschaftlichen Verhältnisse die der „Rechten“ geworden sind, während ebenfalls dadurch die Vertreter der „Mitte“ und besonders die der „Rechten“ in die Position der ehemaligen „Linken“ gedrängt worden sind (vgl. meine Ausführungen zum Dreierschritt bzw. zu Hegels Dialektik **). Mit anderen Worten: Die jetzigen „Rechten“ sind die ehemaligen „Linken“. Die ehemaligen „Linken“ haben sich scheinbar selbst bekämpft, um an der Macht bleiben zu können. Jetzt sind also die ehemaligen „Linken“ die, von denen sie ehemals sagten, sie seien ihre Feinde. Daher auch die seit 1989 immer mehr um sich greifende Verwirrtheit bezüglich der Benennungen, denn einerseits will man die „Linken“ noch nicht so recht die „Rechten“ nennen, andererseits kann man die „Linken“ nicht mehr die „Linken“ nennen, weil
(a)sie zu denen geworden sind, die sie einst bekämpften,
(b) das Arbeitreproletariat, das ihre einzige Klientel war, nicht mehr existiert (an deren Stelle ist ein Einwanderungsproletariat gerückt, doch dessen Interessen sind keine Arbeiterinteressen, sondern Interessen der ausländischen „Rechten“ - noch ein Grund mehr für die inländischen „Linken“ zu „Rechten“ zu werden).
Wer den jetzigen „Rechten“ - also den ehemaligen „Linken“ - etwas entgegensetzen will, muß solidarisch mit denen bleiben, die das auch wollen - und das heißt: Zugeständnisse, Abstriche machen und dabei eisern am Ziel festhalten. Das ist sehr schwierig, besonders für die, die heute immer noch die „Rechten“ genannt werden, aber schon seit 1989 in die Position der ehemaligen „Linken“ gedrängt worden sind - denn: die jetzigen Ausgebeuteten sind Mittelschichtler, und die werden nicht verteidigt von den ehemaligen „Linken“ (den jetzigen „Rechten“), sondern von den ehemaligen „Rechten“ (den jetzigen „Linken“). Wir müssen Arbeitsteilung betreiben und dabei solidarisch bleiben, wenn wir Erfolg haben wollen!

Ich möchte an einen meiner Kommentare erinnern, in dem u.a. zu lesen ist: „Vielleicht verteidigt jeder das Gebiet, das er am besten verteidigen kann, dann am konsequentesten, wenn er sich dabei auch seines Verbündeten sicher sein kann, der ebenfalls auf diese Weise das Gebiet, das er am besten verteidigen kann, am konsequentesten verteidigt. Ich meine, daß es nun mal viele verschiedene Feinde und Fronten gibt - gerade in modernen Zeiten, wo es überall gleichzeitig knallt -, und daß es deswegen am sinnvollsten ist, sich die Verbündeten nicht so auszusuchen, wie es in der Vergangenheit oft geschehen ist - vor allem (leider!) auf der sogenannten „rechten“ Seite.“ (Herr Schütze, 21.03.2011, 19:56 [**|**]). Diese „rechte“ Seite ist im Sinne des immer noch üblichen Sprachgebrauchs mittlerweile längst die „linke“ Seite geworden - wir müssen dies auch insbesondere dann berücksichtigen, wenn wir noch die alten Bezeichnungen benutzen (ich benutze die alten und nur dann die neuen Bezeichnungen, wenn ich dabei explizit auf ihre Neurartigkeit hinweise).


Noch einmal: Zusammenhang von Mittelschichtausbeutung und „Revolutionen“ (einschließlich Feminismus). ** ** ** ** ** ** ** **

Alle „Revolutionäre“ (auch die feministischen „Revolutionärinnen“) brauchten, brauchen und werden immer brauchen für ihre „Revolutionen“ Geld und Vermögen in einer Höhe, die ausreicht, um Gewinne erbeuten zu können. Dieses Geld und dieses Vermögen sind heutzutage - in der Phase des Globalismus (**) - nicht mehr aus der Oberschicht zu holen, weil diese nicht mehr zu fassen ist, sich und ihr Geld und Vermögen überall auf dem Globus verstecken kann, reicher und mächtiger ist als alle Oberschichten der Vergangenheit zusammen. Nur noch echte „Weltrevolutionäre“ können die Globalisten entmachten. Und solange dies nicht geschieht - die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es nicht geschieht, ist hoch -, müssen die unechten „Revolutionäre“ dieses Geld und dieses Vermögen woanders rauben. Und so wie die unechten „Revolutionäre“ nur aus der Oberschicht oder Unterschicht oder aus einem Bündnis zwischen Ober-und-Unterschicht kommen können, so kann die Beute als das Geld und das Vermögen nur noch aus der Mittelschicht kommen, denn aus der Unterschicht ist ebenfalls nichts zu holen, weil sie heutzutage nicht mehr u.a. auch aus Lohnarbeitern besteht, sondern nur noch aus Transferempfängern - das sind solche, die ihr vom einkommenslosen Staat versprochenes Einkommen von den Steuerzahlern (und wer zahlt [noch] Steuern?) bekommen. Dieses Geld und dieses Vermögen kommen also aus der Mittelschicht, d.h. - global gesehen - vor allem aus der Mittelschicht Deutschlands (die Summen, die hier zusammenkommen, sind so gigantisch, wie sie es jeweils vor den beiden letzten Weltkriegen auch waren, so daß damit gerechnet werden muß, daß wieder aus Habgier, Neid und Eifersucht ein Weltkrieg gegen Deutschland herbeigeführt wird). Keine bundesrepublikanische Partei vertritt die Interessen der Mittelschicht! Glaubt man jedoch den Lügen dieser Parteien, dann vertritt jede von ihnen die Interessen der Mittelschicht. Keine bundesrepublikanische Partei vertritt die Interessen der Mittelschicht, aber jede bundesrepublikanische Partei vertritt die Interessen von Ober- und Unterschicht - global! Historisch gesprochen: Moderne Räuber („Revolutionäre“) und Kleptokraten (Parteipolitiker und Lobbygruppen) kommen heutzutage - in der Phase des Globalismus - aus der Ober- und aus der Unterschicht, und zwar weltweit! Es lohnt sich für sie, so vorzugehen, und es wird sich noch lange lohnen; die Steuern, die der kleptokratische Staat den Deutschen aberpreßt, sind seit langem schon in exponentiell zunehmendem Ausmaß gestiegen (allein schon die Zuwächse sind gigantische, „astronomische“ Beträge!); die Ersparnisse der Deutschen betragen mehr als 2 Billionen Euro; für die Kleptokraten ist es das einfachste auf der Welt (!), immer wieder und immer mehr ertragsreiche Lügen zu erfinden und zu verbreiten (wie z.B. die Eurolügen [**], Kriegslügen [**], Klimalügen [**] u.v.a. Lügen - als „Rohstoffe“ werden sie in der „Lügenindustrie“ zu ersten tauglichen „Produkten“ verarbeitet, die anschließend in der „Gewissensindustrie“ weiterverarbeitet werden), um den das Geld und das Vermögen der Deutschen rauben zu können.

Auch für den Feminismus gilt also: Jemand muß dafür, daß der Feminismus lügt und betrügt, bezahlen und bluten! Um sich bei der Machtausübung nicht ständig in die Quere zu kommen, müssen Kleptokraten, die ja Deutschlands Mittelschicht ausbeuten, und die Feministinnen, die ja die deutsche Mittelschicht ausbeuten, und die Feministinnen, die ja die Männer ausbeuten, ein gemeinsames Objekt - eine Schnitt- oder Durchschnittsmenge, wie es in der Mathematik heißt - als Opfer ihrer Ausbeutung haben: Männer der deutschen Mittelschicht. Viele Männer fallen auf die Lügen des Feminismus genauso herein wie viele Mittelschichtler auf die Lügen der Kleptokraten, z.B. auf deren Lüge, die Reichen unterstützten die Armen zu wenig und müßten sie deshalb mehr unterstützen - es ist eine zweifache Lüge, denn:
(a)die Reichen, wenn man damit nur die Oberschicht meint, unterstützen die Armen gar nicht (außer im Labern und beim Lügen), sondern beuten die Mittelschicht immer mehr aus;
(b) die Mittelschicht unterstützt die Armen seit langem schon immer mehr, und das, obwohl sie gleichzeitg immer mehr von der Oberschicht ausgebeutet wird.
Mit den „Reichen“ sind also alle Mittelschichtler gemeint, von denen viele - mit der „Gewissensindustrie“ im Nacken - der Ausbeutung und Vernichtung der Mittelschicht immer häufiger auch noch kopfnickend zustimmen. Analog dazu funktionieren die Lügen des Feminismus, der, um Erfolg zu haben, den Männern immer nur genügend Gewissensbisse und Schuldgefühle beibringen und die bekanntlich nie endende monetäre „Wiedergutmachung“ lediglich beim kleptokratischen Staat einfordern muß, wobei nicht wenige Männer der Ausbeutung und Vernichtung aller Männer immer häufiger auch noch kopfnickend zustimmen.  –  Ich biete also eine Antwort auf drei Fragen:
(1.)warum besonders die Mittelschicht das Ausbeutungsopfer ist;
(2.) warum besonders Deutschland (und also: dessen Mittelschicht) das Ausbeutungsopfer ist;
(3.)warum besonders die Männer das Ausbeutungsopfer sind.
Männliche Mittelschicht Deutschlands (MMD) - so heißt die Schnittmenge, das gemeinsame Objekt als das Opfer von Ober- und Unterschicht und Feminismus.

Sie werden wahrscheinlich sagen: „Jetzt bietet er schon wieder keine Lösungsvorschläge.“ Ich sage: Doch! Das habe ich auch schon immer getan! Sie haben sie nur nicht gelesen! Deshalb hier noch einmal in aller Deutlichkeit und mit Bezug auf die eben erwähnten drei Fragen meine Lösungsvorschläge:
(1.)wir müssen die Mittelschicht vor der Ausbeutung retten und uns deshalb alle unter- und übernationale Institutionen und deren Kriege verbieten;
(2.) wir müssen den krankgemachten Nationalstaat gesundmachen, denn nur durch unter- und übernationale Institutionen und deren Kriege ist Deutschland ausbeutbar;
(3.)wir müssen das krankgemachte Patriarchat gesundmachen, weil nur mit ihm das Überleben der Menschheit gewährleistet ist.
Ob solche Lösungvorschläge derzeit fälschlicherweise als utopisch abgetan werden und wie lächerlich die verlogenen Begündungen sind, spielt für uns zunächst einmal eine untergeordnete Rolle. Meine Lösungsvorschläge sind nicht reine Theorie, sondern auch (noch!) in die Praxis umsetzbar!

Wenn Sie einen anderen, einen besseren oder besser einen komplementären Lösungsvorschlag haben, teilen Sie ihn mir - bitte - mit.

Über ein nur in erster Näherung harmlos erscheinendes Beispiel - eine Groteske zum Ehegattensplitting - informiert Andreas K., ein guter Bekannter von mir, im Forum Männerrechte bei MANNdat.de:

„Das gewerkschaftsnahe Deutsche Institut für Wirtschaftsförderung (DIW) fordert Steuererhöhungen in Form der Abschaffung des Ehegattensplittings. Das würde dem Staat nicht nur mehr Steuereinnahmen bringen, sondern auch die Ehefrauen in Ehen mit traditioneller Erwerbsverteilung in den Arbeitsmarkt zwingen. Das verminderte Nettoeinkommen ließe den Haushalten keine andere Wahl mehr, so frohlocken die Gewerkschaftsforscher:
»Die gemeinsame Besteuerung von Ehepartnern im Rahmen des Ehegattensplittings ist nach wie vor ein großes Hemmniss der Erwerbsbeteiligung von verheirateten Frauen am Arbeitsmarkt in Deutschland. In ihrem aktuellen Finanzkonzept fordert die SPD, das Ehegattensplitting durch eine Individualbesteuerung mit Unterhaltsabzug zu ersetzen, entsprechend den bereits geltenden Regelungenfür geschiedene Eheleute. Simulationsrechnungen des DIW Berlin zeigen, daß eine solche Reform nur geringe Verteilungs- und Arbeitsangebotseffekte hätte. Eine reine Individualbesteuerungdagegen würde nicht nur zu erheblichen Steuermehreinnahmen führen, sondern auch die Erwerbsbeteiligung von verheirateten Frauen deutlich erhöhen. Nimmt man das Ziel einer stärkeren Integration verheirateter Frauen in den Arbeitsmarkt ernst, müßte die Politik das derzeitige Ehegattensplitting durch eine reine Individualbesteuerung ersetzen.«
Unter Individualbesteuerung ist schlichtweg die getrennte steuerliche Veranlagung der Ehepartner zu verstehen. Gäbe es kein Ehegattensplitting mehr, würden traditionelle Ehen viel stärker von der Steuerprogression erfaßt als Ehen mit zwar gleichem Gesamteinkommen, aber Aufteilung des Einkommens unter den Ehepartnern. Eine Abschaffung des Ehegattensplitting käme als einer Steuererhöhung für traditionelle Ehen gegenüber Ehen, bei denen beide Partner wesentlich Einkommen erzielen, gleich. Die Abschaffung des Ehegattensplittings würde aber traditionelle Ehen gegenüber geschiedenen Paaren benachteiligen – und damit verfassungswidrig sein. .... (=> MEHR ...) ....“ (Andreas K., Groteske zum Ehegattensplitting vom DIW, in: Forum Männerrechte, 13.10.2011, 19:49 [**|**).

Interpretieren Sie das - bitte - selbst, Herr Lentze!

Es ist jetzt das (hier Zahl mit Punkt einsetzen) Mal: Wir müssen Arbeitsteilung betreiben und dabei solidarisch bleiben, wenn wir Erfolg haben wollen!

Freundliche Grüße!

Herr Schütze

 

NACH OBEN 112) Hubert Brune, 17.11.2011 (21:11) ** (239)

239

Kernkraftwerke - die weltweit sichersten gegen die weltweit unsichersten getauscht (**|**|**|**|**|**|**).

„Deutschland hat die sichersten Kernkraftwerke, darin waren sich bisher alle einig, und diese Tatsache wurde auch von der IAEA in Wien (International Atomic Energy Agency) bestätigt. Diese Kernkraftwerke werden abgeschaltet, und Deutschland bezieht den Ersatzstrom aus nicht ganz so sicheren Kernkraftwerken jenseits seiner Grenzen – das ist ein nicht zu übertreffender Schildbürgerstreich, genau das Gegenteil von intelligenter Energiepolitik.“ (Lutz Niemann, Wann wird es schwarz über Deutschland?, 15.11.2011, 12:09 **).

Daß es zu diesem ungleichen Tausch und zu diesen ungleichen Verträgen kommen würde, war mir schon klar, als die Ökohysterie sich in Deutschland endlich auch parlamentarisch etablierte, denn die Ökohysteriker waren und sind „Gleichheits“-Phantasten (grün lackierte Rote), die „Gleichheit“ predigen und dabei immer nur noch mehr „Ungleichheit“ produzieren!

 

NACH OBEN 113) Hubert Brune, 18.11.2011 (16:11) ** (240)

240

Kernkraftwerke - die weltweit sichersten gegen die weltweit unsichersten getauscht (**|**|**|**|**|**|**).

@ S. Hader (#43).

„Ich bin schon auf die ersten Postings gespannt ....“ (S. Hader, 18.11.2011, 10:42 **)

Sie wollen also auf die „ersten Postings ...“ warten und haben anscheinend gar nicht bemerkt, daß im Text von Lutz Niemann die richtige These schon enthalten ist: „Deutschland hat die sichersten Kernkraftwerke, darin waren sich bisher alle einig, und diese Tatsache wurde auch von der IAEA in Wien (International Atomic Energy Agency) bestätigt. Diese Kernkraftwerke werden abgeschaltet, und Deutschland bezieht den Ersatzstrom aus nicht ganz so sicheren Kernkraftwerken jenseits seiner Grenzen – das ist ein nicht zu übertreffender Schildbürgerstreich, genau das Gegenteil von intelligenter Energiepolitik.“ (Lutz Niemann, Wann wird es schwarz über Deutschland?, 15.11.2011, 12:09 **). Ein Posting dazu ist gar nicht nötig. Deutschland hatte und hat die sichersten Kernkraftwerke der Welt. Daß es sich nun auf unsichere, teilweise sogar auf die unichersten Kernkraftwerke verlassen soll, ist seitens der Politik, wie Dr. Lutz Niemann schon richtig festgestellt hat, das „Gegenteil von intelligenter Energiepolitik“ (ebd. **), also Dummheit, zumindest aber Michelei!

Sie selbst, S. Hader, haben doch nur zwölf Minuten vorher an Heinz Eng geschrieben: „Haben Sie sich mal informiert, wie stabil und verfügar das deutsche Stromnetz im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn ist?“ (S. Hader, 18.11.2011, 10:30 **). Das deutsche Stromnetz ist das sicherste der Welt!

Wenn Sie auch zu sachlich und fachlich richtigen Auusagen fähig sind, wieso unterlaufen Ihnen dann immer wieder so auffällige Fehler? Weil Sie hier das „Schwarze Schaf“ sind oder sein wollen? Vielleicht ist es ja so, wie D. Glatting sagt: „so ein einfach gestrickter Mensch wie Sie, der nicht mal eine Turbine von einem Dampferzeuger unterscheiden kann, mischt sich in eine hochtechnische Diskussion ein. Ich fasse es nicht.“ (D. Glatting, 16.11.2011, 09:52 **). Wenn Sie Ihr vorschnelles Urteilen endlich einmal drosseln würden, „dann würde ich vielleicht mit Ihnen diskutieren.“ (D. Glatting, 16.11.2011, 09:52 **).

 

NACH OBEN 114) Herr Schütze, 18.11.2011 (20:09) ** ** ** ** ** ** (241)

241

Feminismus, Genderismus (**|**|**|**|**|**|**).

Ich grüße Sie, Herr Lentze!

Danke für Ihre Antwort.

„Da ist zunächst mein Desinteresse an Themen, die mit Geld zusammenhängen. Ich lebe seit meiner Ehescheidung von der Grundsicherung, kann auch gar nicht anders, denn in der Folge des ganz legalen Kindesraubs wurde ich unterhaltsverpflichtet, sitze also auf Unterhaltsschulden. Einnahmen würden mir gepfändet. Ich würde mich auch nicht zur fruchtlosen Erwerbstätigkeit zwingen lassen, notfalls ins Gefängnis gehen. Ohnehin führe ich ein anspruchsloses und kontemplatives Leben. Natürlich würde das die Stäätin, eigentlich: den Mittelstand, mit weiteren 90 Euro täglich belasten.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011; 16:57 **).

Es wird Sie vielleicht wundern, aber: ich bin einerseits nicht so ganz besonders interessiert an dem Geld, das „nur mir und sonst keinem“ gehören soll, andererseits interessiert mich das Geld aus einem erkenntnistheoretischem Interesse heraus, also in wissenschaftlich-philosophischer Hinsicht.

„Warum war Jesus so dumm, daß er sich hat ans Kreuz schlagen lassen?“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011; 16:57 **).

Genau! Oder: Warum war das „Arbeiterproletariat“ so dumm, daß es sich von den Kapitalisten (Oberschichtler) ausbeuten und von den Kommunisten (Oberschichtler, die angeblich die Unterschicht „vertreten“) belügen und ebenfalls, wenn auch in geringerem Umfang, ausbeuten ließen. Und: Seit ungefähr 1989/'90 ist die Mittelschicht an der Reihe. Warum läßt sie sich ausbeuten, und obendrein in so einem gigantischen Umfang? Sie wird mehr ausgebeutet als alle jemals in der Menschheitsgeschichte Ausgebeuteten zusammen!

„Vielleicht sind die Mittelständler ... opferbereit.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011; 16:57 **).

Das sind sie garantiert! Und bei uns - im Abendland - wird das Gegenteil behauptet, weil man der Mittelschicht das Geld rauben will, wovon die Oberschicht und die Unterschicht (letztere in geringerem Ausmaß natürlich) profitieren. Die Mittelschicht wird mit halbwegs raffinierten rhetorischen Mitteln als das hingestellt, was in Wirklichkeit mehr auf die Ober- und Unterschicht zutrifft, so daß der Kenner sofort weiß, wer hier warum diese rhetorischen Mittel verwendet. Aber sogar auch viele Mittelschichtler selbst glauben die Lügen der Unter- und insbesondere der Oberschichtler (letztere kann man seit ungefähr 1989/'90 auch als Globalisten oder Cäsaristen bezeichnen **). Die deutsche Mittelschicht bezahlt mittlerweile alles - denken Sie nur an die vielen Lügen, z.B. die über den Euro, den die Mehrheit der Deutschen nicht wollte und nicht will, oder z.B. über die Kriege, die die Mehrheit der Deutschen nicht wollte und nicht will, oder z.B. über das Klima, dessen angeblich „vom Menschen verursachter“ Wandel überhaupt nicht nachweisbar ist! Das alles und noch viel mehr wird nur deshalb behauptet, weil mit Hilfe dieser Lügen der Raub des Geldes und Vermögens der deutschen Mittelschicht „legalisiert“ wurde und wird.

„Und damit kommen wir zur zweiten Schwierigkeit, die sich mir stellt. (Ich spreche nicht von unüberwindlichen Hindernissen, wohlgemerkt!) Sie argumentieren als Atheist, ich als Gottgläubiger, ja sogar als Christ.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011; 16:57 **).

Ich bin kein Atheist, sondern muß hin und wieder deswegen „atheistisch“ argumentieren, weil ich mich der Wissenschaft, der Logik, der Philosophie verpflichtet fühle! Ein Gläubiger kann das nicht, soll das auch nicht, denn wenn er in Hinsicht auf seinen Glauben „argumentiert“ oder - noch schlimmer - „diskutiert“, ist er schon kein Gläubiger mehr. Das ist mir völlig klar. Mich würde ich eher vielleicht als Agnostiker bezeichnen. Ich wurde - besonders von meiner Großmutter - christlich im katholischen Sinne erzogen und habe, glaube ich, das, was man mir damals neben vielen anderen Geboten und Tugenden z.B. auch über die von „Ehrlichkeit“ und „Wahrheit“ erzählt hat, tief verinnerlicht und doch immer mehr nur den weltlichen Aspekt dabei verfolgt, denn „Ehrlichkeit“ und „Wahrheit“ lagen in der damaligen religiösen Erziehung immer sehr eng beieinander, weshalb ich sie zu der Zeit, als ich die Religion oder sie mich verließ, immer mehr in meinen ohnehin starken Drang zu Wissenschaft und Philosophie integrierte. (So oder so ähnlich muß das wohl gelaufen sein.) Ich säkularisierte immer mehr - so wie Säkularisierung ja auch das Merkmal der Moderne i.e.S. oder der Zivilisation i.e.S. oder sagar der Neuzeit (Moderne i.w.S.) ist (**). Ich bin ein Moderner. Aber ich bin auch kein Moderner. Ich war ein Christ oder bin es vielleicht irgendwie (z.B. historisch!) immer noch, oder ich bin ein Agnostiker oder ein Pantheist oder ein Deist, aber kein Atheist (jedenfalls würde ich mich selbst so nicht bezeichnen). Und so wie ich manchmal gegen das Christentum argumentiere, obwohl ich selbst ein registrierter Christ bin, so argumentiere ich gegen die Moderne, obwohl ich selbst ein registrierter Moderner bin. Eine solche Konstellation kann einen - zumindest in philosophischer Hinsicht - nur z.B. zu Goethe, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, Spengler, Heidegger und Sloterdijk führen.

„Auch wenn es arrogant klingen könnte: Die Verständnis-Ebene des Christen liegt höher. Ein Christ versteht grundsätzlich den Nichtchristen, aber dieser kann jenen nicht verstehen.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011; 16:57 **).

Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit richtig!

„Vieles von dem z.B., was Brune schreibt, ist neu und interessant für mich, gerade auch auf dem Gebiet der Lebensphilosophie (**).“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011; 16:57 **).

Das sehe ich genauso. Für mich sind Brunes Texte immer wieder befruchtend.

„Nur komme ich zwangsläufig zu teilweise anderen Bewertungen. Was etwa Nietzsche betrifft, so war er mir immer schon und bleibt er mir weiterhin hoch interessant - allerdings in dem Sinne interessant, wie für einen Arzt eine Krankheit interessant sein kann. Denn Nietzsche ist äußerst erhellend in seinem eskalierenden Haß auf das Christentum, in seinem Zusteuern auf den Wahnsinn.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011; 16:57 **).

Es interessiert mich, was sie unter Nietzsches „eskalierenden Haß auf das Christentum, in seinem Zusteuern auf den Wahnsinn“ genauer verstehen. Vielleicht können Sie darauf einmal näher eingehen.

„Nietzsche war in seiner Jugendzeit gläubiger Christ!“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011; 16:57 **).

Ich weiß nicht, ob dies sogar der eigentliche Grund ist für meine schon sehr früh zu empfinden begonnene Nähe zu Nietzsche, oder ob beide eher gar nichts miteinander zu tun haben. Jedenfalls ist in der chronologisch geordneten Reihe, die ich eben erwähnt habe - Goethe, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, Spengler, Heidegger und Sloterdijk - auch Nietzsche nicht zufällig erwähnt.

„Ich finde Ihre Beiträge anregend.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011; 16:57 **).

Ich die Ihrigen auch! Besonders hinsichtlich Ihrer konsequenten Argumentation, die Sie an den Tag legen, wenn es um den Feminismus geht.

Freundliche Grüße!

Herr Schütze

 

NACH OBEN 115) Hubert Brune, 19.11.2011 (18:14) ** (242)

242

Märchen des „Sozialliberalismus“, des „Ökosozialliberalismus“ und des „Ökoliberalismus“.

Das Wort „Sozialliberalismus“ ist im Grunde ein aufs schärfste widersprüchliches Wort, so daß man sofort wissen kann, daß es der Rhetorik dienen soll und zumeist auch dient, um die Machtverhältnisse zu ändern. Dieses Wort wurde im Zuge der von der Frankfurter Schule am Gängelband geführten „»68er« Bewegung“ zur „Mode“; und sogar im Text der Freiburger Thesen der FDP von 1971 ist nachzulesen, daß unter „Sozialliberalismus“ „»Demokratisierung« der Wirtschaft und der Bildungsanstalten (namentlich Universitäten)“ zu verstehen sei, „überbetriebliche Vermögensbildung (über Zwang), die Kommunalisierung des Bodenrechts“ zu fordern seien, „in marxistischer Manier vom »Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit«“ gesprochen werden müsse und „bürgerliche Freiheit als »bloß formal«“ abzutun sei. „Sie verstanden unter Freiheit vor allem die Versorgung durch den Staat (»Freiheit von Not«), die sich auch mit Knechtschaft vereinbaren läßt.“ (**). Das ist kein Liberalismus, das ist auch kein „Sozialliberalismus“, wahrscheinlich noch nicht einmal ein „Liberalsozialimus“, aber ganz sicher ist das ein Sozialismus! Spätestens seit »1968« gibt es bei uns so gut wie keine echten Liberalen mehr (**). Das ist mir völlig klar.

Liberalismus und Sozialismus sind einfach nicht in Einklang zu bringen. „Schon die Jakobiner haben die Freiheit auf dem Altar der Gleichheit geopfert. Und man kann die berühmte Parole der französischen Revolution - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - eben so verstehen, daß man das Phantom der Brüderlichkeit braucht, um den Widerspruch zwischen Freiheit und Gleichheit zu verdecken.“ (Norbert Bolz, Diskurs über die Ungleichheit, 2009, S. 25 **). Gerade „Freiheit“ und „Gleichheit“ sind so widersprüchlich, daß, wenn es zwischen ihnen wie »1968« und danach zu einer „Brüderlichkeit“ kommt, einer von beiden früher oder später auf der Strecke bleibt. Nur der Liberalismus kann ohne Diktatur auskommen. Dagegen ist der Egalitarismus quasi sein Gegenspieler, der nur mit Diktatur auskommen kann. Der Fraternitarismus ist die Synthese aus beiden, bei dem der Liberalismus auf erhöhter Ebene zwar „aufgehoben“ (**), also bewahrt wird - aber eben „nur“ auf erhöhter Ebene (!), nämlich nur auf der erhöhten Ebene namens Oberschicht (!) -, während der Egalitarismus derart „aufgehoben“ (**), also negiert wird, nämlich seitens der Oberschicht, während er für die Unterschicht „religiös“ bleiben darf (ja gewissermaßen soll, weil die Oberschicht sich auf diese Weise nämlich immer mehr von ihr Abhängige schafft). Der Fraternitarismus ist also die Synthesis aus Liberalismus als Thesis und Egalitarismus als Antithesis. Während der Synthetisierung wird die Mittelschicht zwischen Ober- und Unterschicht immer mehr zerrieben. Die Mittelschicht ist hierbei also das Opfer. Wenn die Mittelschicht geopfert wird, wird auch der Mittelschicht-Liberalismus geopfert. Letztendlich profitiert nur die Oberschicht - das zeigt die Geschichte ganz deutlich.

Besonders dankbar bin ich Ihnen für die zwei folgenden Sätze, die sich ebenfalls auf die Freiburger Thesen der FDP von 1971 beziehen: „Sie verstanden unter Freiheit vor allem die Versorgung durch den Staat (»Freiheit von Not«), die sich auch mit Knechtschaft vereinbaren läßt. Der angekettete Hofhund des Bauern in seiner schützenden Hütte ist dann ebenfalls »frei«, der selbstständig um seinen Lebensunterhalt bemühte Fuchs in den Wäldern dagegen »unfrei«. Der Hund ist gewiß geborgen, aber er muß eben gehorchen. Wenn das »sozial« ist: Liberal ist es jedenfalls nicht. Die Bilanz der »sozialliberalen« Koalition (1969-1982) war wirtschaftlich miserabel. Mit ihr begann die Staatsschuldenkrise, sie praktizierte Inflationsraten bis acht Prozent, und der Wohlfahrtsstaat expandierte.“ (**). Dieser Prozeß begann - abgesehen von einigen Vorläufern (besonders in Deutschland, wo er sich das erste Mal schon unter Bismarck zeigte) - auf völlig virulente und abgedrehte Weise in den 196ern und wird wohl erst dann enden, wenn die bis dahin völlig ausgebeutete Mittelschicht nicht mehr existieren wird.

„Sozialliberalismus“, „Ökosozialliberalismus“, „Ökoliberalismus“ oder andere mit dem Liberalen zu verquicken gewünschte „Ismen“ sind nicht in der Lage, überhaupt auch nur annähernd etwas auf die Beine zu stellen, was auf hohe Leistung durch hohe Intelligenz und also auf Zukunft und Zukunftssicherung baut. Das, was wir seit langem schon erleben, ist genau das Gegenteil davon. Alles wird abgebaut. Die Dekadenz kann man schon seit langem riechen.

Der Liberalismus bleibt zuletzt, weil auf erhöhter Ebene „aufgehoben“ (**), allein der Oberschicht - als deren „Liberalismus“. Erreicht wird das dadurch, daß der Egalitarismus (der Negierer des Liberalismus) durch den Fraternitarismus (der Negierer des Negierers des Liberalismus) als jenes paradoxe Bündnis zwischen der Ober- und der Unterschicht vernichtet wird, wobei - nicht zufällig - auch die Mittelschicht vernichtet wird. Anders formuliert: der Egalitarismus wird vernichtet, indem er gepredigt und an ihn geglaubt wird, wobei wieder die Schuldigen davonkommen, weil die Unschuldigen geopfert werden. Und was das angesprochene Beispiel FDP angeht, so läßt sich sagen, daß ihre Mitglieder größtenteils der Oberschicht angehören und davonkommen wollen, also lieber den Egalitarismus predigen, um ihn mit Hilfe des Fraternitarismus besiegen, d.h. sich als Teil der Oberschicht und deren „Liberalismus“ zum Sieg verhelfen zu können.

 

NACH OBEN 116) Hubert Brune, 19.11.2011 (18:17) ** (243)

243

Kernkraftwerke - die weltweit sichersten gegen die weltweit unsichersten getauscht (**|**|**|**|**|**|**).

@ J. Müller (#41).

„Die jetzigen Politiker gehören eingesperrt, wenn sie die Sicherheit Deutschlands so massiv gefährden. Ich will nicht daran denken, was alles abläuft, sobald man länger im Dunkeln sitzt. Da heißt es, wohl oder übel, sich selber versorgen und Waffen im Haus haben. So manche Leute werden die Zeit nutzen um zu plündern. Was ist bloß aus dem blühenden Deutschland geworden unter den grünlackierten Faschisten? Würde mich nicht wundern, wenn in den nächsten Jahren noch mehr Ingenieure und Naturwissenschaftler das Land verlassen. Unter solchen katastrophalen Bedingungen kann man weder frei forschen noch überhaupt produzieren, was der Markt will.“ (J. Müller, 18.11.2011, 10:09 **).

Genauso ist es! Und das alles geht zu Lasten der deutschen Mittelschicht, die alles und jeden bezahlt und rettet und als „Dank“ dafür noch akzeptieren soll und leider oft auch wirklich akzeptiert, daß ihre Ausbeuter aus Ober- und Unterschicht ihr auch noch das „Verbrechen“ unterstellen, durch Arbeit und Leistung sich und seinen Nachkommen eine Zukunft zu bieten, ohne an der Rest der Welt zu denken - an die Unterschicht und ganz besonders an die Oberschicht mit ihren Globalisten, die in Wirklichkeit die Verbrecher sind. Ich warte schon sehnsüchtig auf die ersten Massendemonstrationen, meinetwegen auch „Revolutionen“! Ich habe die Schnauze voll von diesem Weltadel, von diesen Globalisten, die ihr Imperium aufbauen wollen (ohne Mittelschicht, aber mit Sklaven, die im Dunkeln ihr Dasein fristen!) und uns allein deshalb schon betrügen und belügen, wo es nur geht - einige Beispiele des unzähligen Betrügens und Lügens: Euro, Kriege, Klima und eben auch die hier besprochene Kernkraft, die zudem noch mit unüberbietbarem Zynismus in die Lügen über das Klima integriert wird! Pfui!

Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?

 

NACH OBEN 117) Selbstdenkender Europaverweigerer, 19.11.2011 (21:05) ** (244)

244

Geldwährung als Tötungspille (**).

Daß der Euro scheitern wird, habe ich schon vorhergesagt, als er noch gar nicht eingeführt worden war. Jeder selbstdenkende Mensch mit Wohnsitz in diesem Wahnsinnsprojekt namens „EU“ wußte spätestens seit dem Maastricht-Vertrag (**), daß eine solche gemeinsame Währung - noch dazu ohne vorher vollzogene politische Einheit - zum Scheitern verurteilt ist.

 

NACH OBEN 118) Selbstdenkender Europaverweigerer, 20.11.2011 (15:43, 15:51, 16:25, 17:29) ** (245-248)

245

Geldwährung als Tötungspille (**).

@ Thomas Körner, #60 **

„Nur wenn das Volk aussteht und sich wehrt, wird eine Änderung erreicht werden. Deutschland wäre auch nicht von Napoleon befreit worden, wenn das Volk die Hände in den Schoß geleg hätte.“ (Thomas Körner, #60, 19.11.2011, 21:28 **).

Um einen solchen Aufstand zu verhindern, gib es bei uns:
(1.)das Militär der Allierten - kurz: die Besatzung (trotz anderer Behauptungen) -, der UNO („Blauhelme“), der EU (ja, die EU hat auch schon polizeiliche und militärische Truppen!), der NATO (die ändert ja ständig ihre Bündniszwecke und Kriegsziele);
(2.) die Überfremdung durch Immigration (möglichst kulturfremd!) bei gleichzeitig verstärkter Reduktion der einheimischen Bevölkerung durch Arbeit, Abtreibung bzw. Feminismus und Ausbeutung der Mittelschicht (diese ist nur noch mit Leistung und Arbeit beschäftigt, hat keinen Nachwuchs mehr, und ihr droht schon beim politisch inkorrekten Wort das Arbeits- und Berufsverbot: da denkt keiner mehr an Aufstand!);
(3.) die Reduktion der Wirtschaftskraft durch die von den Globalisten praktizierte und immer mehr zunehmende Ausbeutung trotz einkalkulierter Konsumsteigerung (Gier!) bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, an dem das System kollabiert;
(4.)die „Umerziehung“ (besonders der Jugend!).
Ich könnte noch mehr Aspekte anführen - allerdings nur als Subaspekte -, doch die hier angeführten Aspekte reichen aus, um zu sagen: Wer militärische, demographische, wirtschaftliche und politische Hindernisse wegschaffen will, muß zuvor sehr zornig geworden sein. Ich appellliere an Euch: Werdet zornig, werdet stolz, laßt die thymotischen Regungen in Euch zu und vergeßt die mittlerweile völlig überdimensionierte Gier! „Es geht um die Wiederherstellung der Akzeptanz des Stolzes, ja überhaupt der thymotischen Regungen; die völlig wahnsinnige Übermacht der Gier bzw. des »Eros« über den Stolz bzw. den »Thymos« muß endlich eingedämmt werden (**|**|**|**|**|**).“ (Hubert Brune, Globale Finanzkrise, 14.11.2011, 12:39 [**|**]).

246

@ Nationalwährungen, #62 **

„Wenn die Gemeinschaftswährung bereits von verschiedenen Hedgefonds und anderen »Markrtteilnehmern« massiv angegriffen werden kann, würde dies bei gleicher Finanz-Rechtslage mit nationalen Währungen ungleich leichter erfolgen können.“ (Nationalwährungen, #62, 19.11.2011, 22:19 **).

Lieber Herr Nationalwährungen! Das ist wohl richtig, aber (!): Die dagegen sich wehrenden Nationen - sie sind ja bei einer Nationalwährung wieder Nationen - werden dann aber wirklich gemeinsam erfolgreicher sein als jetzt, wo sie über den zwar vereint zu sein scheinen (scheinen, denn sie sind nicht vereint!), aber in Wirklichkeit wegen ihrer abgrundtiefen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Unterschiede immer zerstrittener sind (und so auch nach außen wirken!), und das ist fatal!

Sie sind ja überzeugt, daß „wir in den nächsten Wochen und Monaten noch »tektonische Plattenverschiebungen« ungeahnten Ausmaßes erleben werden, vielleicht sogar einen großen Krieg.“ (Nationalwährungen, #62, 19.11.2011, 22:19 **). Aber haben wir den nicht schon lange?

247

@ Ansichtssache, #70 **

„Der Euro wird überhaupt nicht scheitern. Er erfüllt seine Funktion zwecks Systemzusammenbruchs hervorragend. Dann kommen die »Guten« und werden erklären, daß es das Beste für die ganze Welt sei, wenn sie, die Guten, selbige jetzt zentral regieren.“ (Ansichtssache, #70, 20.11.2011, 12:58 **). Hervorhebungen von mir.

So kann man das auch sehen! Ansichtssache! Sie machen Ihrem Namen alle Ehre, Herr Ansichtssache!

Aus Sicht der global Herrschenden, der Globalisten also, sieht das genauso aus, wie Herr Anischtssache gesagt hat. Wenn überhaupt irgendetwas zum Scheitern gebracht werden kann, dann ist dazu der Wille und eben der Zorn, der Stolz der Gegner der Globalisten notwendig, wie ich eben schon erwähnt habe (**). Ohne ihn kann man jeden Aufstand, jede Wende, jede „Revolution“ vergessen oder als ehemalige im Fernsehen ansehen. Angenehme Unterhaltung!

248

Ich will, daß der Euro scheitert, ich wünsche es mir ganz sehnsüchtig. Selbstverständlich weiß ich aber auch, daß die Mächtigen dieser Erde sich durchsetzen wollen (aber hoffentlich nicht werden!).

Die Mächtigen dieser Erde, dieses Globus, sind die Globalisten. Sie wohnen in der globalen „Chefetage“ - sie sind der „Weltadel“ (vgl. „Neue Weltordnung“) - ihrer „Globalbehausung“, in deren erster „Unteretage“ die EU und andere nichtnationale Institutionen, in deren zweiter „Unteretage“ die noch-nationalen Regierungen, in deren „Keller“ das Volk wohnt. Ein dreistöckiges Haus mit einem großen Keller - das ist den unter dem Dach Hausenden zu eng und zu unbequem. Sie beschließen, die „Unteretagen“ zu beschlagnahmen. Es sollen abgeschafft, also vernichtet werden: Nationen, Mittelschicht u.v.m., so daß nur noch die „Chefetage“ und ein kleiner „Kellerraum“ voller Sklaven (Unterschicht) übrigbleibt; die Zahl der globalen Bevölkerung soll drastisch reduziert werden (auch die der Männer - man sollte die Macht des Feminismus nicht unterschätzen!).

Die Umsetzung ihres Ziels wird die superreichen Globalisten um soviel supersuperreicher machen, wie es sich heute kaum jemand vorstellen kann, denn die Globalsiten sind jetzt schon reich als alle Oberschichten der gesamten Menschheitsgeschichte zusammen. Damit die Umsetzung ihres Ziels möglichst reibungslos vonstatten gehen kann, benötigen sie unendlich viele Lügen. Herr Schütze schrieb dazu: „Die deutsche Mittelschicht bezahlt mittlerweile alles - denken Sie nur an die vielen Lügen, z.B. die über den Euro, den die Mehrheit der Deutschen nicht wollte und nicht will, oder z.B. über die Kriege, die die Mehrheit der Deutschen nicht wollte und nicht will, oder z.B. über das Klima, dessen angeblich »vom Menschen verursachter« Wandel überhaupt nicht nachweisbar ist! Das alles und noch viel mehr wird nur deshalb behauptet, weil mit Hilfe dieser Lügen der Raub des Geldes und Vermögens der deutschen Mittelschicht »legalisiert« wurde und wird.“ (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 18.11.2011, 20:09 [**|**]). Die Lüge über die Kernkraft gehört selbstverständlich auch dazu, „die zudem noch mit unüberbietbarem Zynismus in die Lügen über das Klima integriert wird! Pfui!“ (Hubert Brune, Kernkraftwerke - die weltweit sichersten gegen die weltweit unsichersten getauscht, 19.11.2011, 18:17 [**|**]).

 

NACH OBEN 119) Herr Schütze, 22.11.2011 (16:05) ** ** ** ** ** ** (249)

249

Feminismus, Genderismus (**|**|**|**|**|**|**).

Guten Tag, Herr Lentze!

Mit der Absicht, das Thema in diesem „Thread“ (**) zum Abschluß zu bringen, will ich meinen Text dazu auf eine möglichst kurze Formel bringen, weil ich Ihr „Desinteresse an Themen, die mit Geld zusammenhängen (**|**), nicht länger auf die Folter spannen will:
Auch der Feminismus hat seine historischen Ursachen; primär sind da die kulturhistorischen Ursachen zu nennen;
ich habe die wirtschaftshistorischen Ursachen und die - fast wie Konstanten wirkenden - wirtschaftlichen
Motive und Gründe verdeutlicht, weil sie auch dazugehören und in Ihren Kommentaren fehlen.
Mehr eigentlich nicht.


Zu Ihrer 1. Hauptaussage bezüglich Wissenschaft und Christentum:

„Um aber von der Wissenschaft zur Philosophie und weiter zum Christentum zu gelangen, muß man die Kreuzigung üben, eigentlich eine Passionsstufe, hier als methodischer Schritt.“ (Thomas R. E. Lentze, Wissenschaft und Christentum, 20.11.2011; 23:30 **).

Methodischer Schritt? Ja! Da bin ich eigentlich immer gleich dabei! Was aber, wenn man nicht zum Christentum gelangen will? Weil man vielleicht nicht unglücklich darüber ist, es seit 1970 mehr oder weniger hinter sich zu haben? Oder weil man vielleicht den Glauben als das Für-wahr-Halten fast nur noch wissenschaftlich und philosophisch, nicht aber mehr religiös gebraucht? Weil man nichts gegen Religiös-Gläubige hat, selbst aber nur Wissenschafts-und-Weisheits-Gläubiger ist, vielleicht sogar Angst oder Furcht hat, von den Religiös-Gläubigen wieder unterdrückt zu werden (denn das ist in der Geschichte ja immer wieder passiert!) und sie deshalb möglichst meidet?

Zu Ihrer 2. Hauptaussage bezüglich Wissenschaft und Christentum:

„Nietzsche war ein Mensch mit den höchsten Möglichkeiten geistiger Entwicklung; dies aufgrund seiner früheren Leben als fortgeschrittener Christ. Er kam in die Situation der Prüfung, so wie Jesus sie in der Wüste erfuhr. Er erlebte tiefste Einsamkeit. Als Luzifer nun herantrat mit dem Angebot seines Reiches, das von dieser Welt ist, da bejahte er es. Es war der Ring der Ewigen Wiederkunft - nicht die Wiederverkörperung als Entwicklung, sondern die mechanische, unablässige Wiederholung Desselben, illusionär lustvoll bejaht. Das Ich gottgleich vergrößert, gespiegelt als Welt im eigenen Besitz.“ (Thomas R. E. Lentze, Wissenschaft und Christentum, 20.11.2011; 23:30 **).

Nietzsche war bis zu seinem Bruch mit dem Christentum ein protestantischer, also evangelischer, nämlich lutherischer Christ. Wahrscheinlich ist er auch in einer von Ihnen erwähnten „Situation der Prüfung“ (**|**) gewesen. Mit sogar an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erlebte er die von Ihnen ebenfalls erwähnte „tiefste Einsamkeit“ (**|**). Man kann Nietzsche aber auch, wenn man kurz formulieren will, so beschreiben: Nietzsche war ein Experimentalphilosoph oder Experimentaldenker, der alle nur denkbaren „Immunkrankheiten“ an sich ausprobierte und zum größten „Immunologen“ wurde.

Ich komme in diesem Zusammenhang noch einmal kurz auf eine ältere Aussage von Ihnen zurück:

„Sieht man den Menschen dermaßen reduziert (wobei ich keinesfalls behaupte, daß die Ergebnisse an sich falsch seien), so sieht man keine Zukunft mehr und verdammt sich selbst zum »Unbehagen an der Kultur«. Man wird dann auch nichts ändern können. - Das ist auch, was ich an der gegenwärtigen Männerbewegung ganz allgemein zu beklagen habe: sie »entlarven« den Feminismus und beschrieben seine Gestalten. Damit sind sie täglich beschäftigt. Gut, das tue ich auch. Aber wenn man den Mist einmal konstatiert hat, dann soll man auch sagen, welchen Stellenwert der Gegner hat, und was er fürchtet, m.a.W. man soll eine wünschenswerte Zukunft beschreiben. Das aber kann gegenwärtig, soweit ich sehe, nur das anthroposophisch vertiefte Christentum.“ (Thomas R. E. Lentze, Mittelschicht - Dreierschritte, 14.11.2011; 19:03 **).

Nietzsche z.B. - er gehört zu den modernen Genies, von denen ich hier viele auch hätte nennen können - hat trotz allem, was ihn selbst zur Verzweiflung und fast zur völligen Resignation gebracht hat, in eine Zukunft gewiesen, die zwar zunächst nicht wünschenswert ist, die aber wünschenswert erscheinen und auch werden kann. Ich will nicht sagen, daß ich diesbezüglich ein fanatischer Anhänger Nietzsches wäre - denn: mit einer Liebe-zum-Schicksal z.B. wird man tatsächlich nur wenig oder wahrscheinlich sogar „nichts ändern können“(**|**). Aber immerhin: „wenn man den Mist einmal konstatiert hat, dann soll man auch sagen, welchen Stellenwert der Gegner hat, und was er fürchtet, m.a.W. man soll eine wünschenswerte Zukunft beschreiben.“ (**|**). Und das hat - auf seine Art selbstverständlich - auch Nietzsche getan. Nietzsche und die nicht wenigen anderen modernen Abendländer vor und nach ihm haben das in dem kleinen Rahmen, der ihnen nur noch geblieben war, getan, was gegenwärtig gemäß Ihrer Aussage „nur das anthroposophisch vertiefte Christentum“ (**|**) noch kann. Glauben Sie das wirklich? Und, falls ja, warum?

Können die die Faustischen, die Abendländer, nicht versuchen, ihren Untergang so angenehm wie möglich zu gestalten - das Wort „angenehm“ darf wegen bestimmter Konnotationen nicht mißverstanden werden, denn ich meine damit nicht die Gemütlichkeit beim Fernsehen u.s.w. -, d.h. die zunehmenden Gefahren so zu lenken, daß sie selbst wenigstens nicht ihr Gesicht verlieren? Müssen sie sich nicht wenigstens auf diese Weise verteidigen? Oder sollten sie sich etwa gar nicht verteidigen? Kann da wirklich nur Religion helfen? Und, falls ja, ist es dafür nicht noch zu früh? Muß nicht erst noch die Neu-Religion mehr und intensiver, ja besser vorbereitet werden?

Ich glaube, uns könnten sehr wohl auch die Ideen, die Warnungen und Vorhersagen weniger religiös motivierter Menschen - ich nenne hier noch einmal die bekanntesten meiner Favoriten: Goethe, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, Spengler, Heidegger und Sloterdijk (**|**) - dazu bringen, weniger Angst vor der Zukunft zu haben. Dabei wird wahrscheinlich eine Neu-Religion entstehen, oder aber eben doch die alte Religion wieder bemüht werden müssen, oder es werden viele verschiedene, schon längst in anderen Kulturkriesen existierende Religionen in die unsrige, falls sie dann noch existieren wird, integriert werden, so wie schon längst in Indien (vgl.: Hinduismus), während man ansonsten eher haust wie schon heute in Brasilien (vgl. Brasilianisierung) oder wie die ehemaligen Fellachen (**|**|**|**) im ehemaligen Ägypten.

Niedergang
Wenn Sie auf die Abbildung klicken, können Sie die jetzige [2000] Position des Abendlandes in der „Jahreszeit-Uhrzeit-Beziehung“ sehen [22:02 „Uhr“ bzw. 1° f {„Schütze“}], ebenfalls in der Abbildung a.a.O. [**]: 241° [= 1° f {„Schütze“}]). **

Mir tut das alles auch in der Seele weh, aber man muß doch damit leben. Jetzt werden Sie wieder sagen: „Unbehagen an der Kultur“ (**|**|**); aber das Unbehagen an der Kultur ist, wenn man die Kulturangehörigen als einen Körper versteht, nur eines von vielen Symptomen der Vergreisung der Kultur, aber nicht unbedingt als Resignation interpretierbar. Wenn der Winter beginnt, sagt ja auch nur eine klitzekleine Minderheit (ca. 0,000000001%) aller Menschen: „Ich gehe unter, ich resigniere, ich gebe auf, ich hänge mich auf.“ Man muß sich den Untergang des Abendlandes (vgl. Oswald Spengler) nicht vorstellen wie den Untergang eines Schiffes (**), sondern jahreszeitlich, nämlich „kultur-jahreszeitlich“. Schon der „Sommer“ (**|**) als die „Jugend“ einer Kultur gehört mit zu ihrem Untergang. Und wir befinden uns derzeit in der letzten Phase ihres „Herbstes“ (**|**).

Ich erinnere an einen Text von mir, in dem ich Ihnen u.a. die Kulturtheorie von Hubert Brune vorgestellt habe (**). Ich zitiere Hubert Brune: „Ein Kulturquartal ist eine Jahreszeit in dem Sinne, daß an ihr erkennbar wird, was sie ist, wenn sie gewissermaßen innehält. Winter, Frühling, Sommer und Herbst sind wie unterirdisches Wachstum, zarte Blüten, Hochblüte und Verfall, wie die pflanzliche Welt immer wieder bezeugt, aber nicht nur sie: die 4 Jahreszeiten sind wie uterines, kindliches, jugendliches und erwachsenes Leben, z.B. auch vergleichbar mit dem der Säugetiere. Das erwachsene Leben kann mehrere Quartale umfassen; in dem Falle teilen die Älteren (Elter[e]n) ihr Leben mit den Kindern, Enkelkindern oder gar Urenkelkindern. In Kulturen war und ist dies auch möglich: China, Indien und die magische Kultur existieren als Zivilisationen („Erwachsene“) schon länger als das Abendland.“ (Hubert Brune, Acht Kulturen, 2001 **).

Mit freundlichen Grüßen!

 

NACH OBEN 120) Herr Schütze, 23.11.2011 (00:30) (250)

250

Zum Zwiegespräch über „Homosexualität, Christentum, Feminismus und Scharia“.

Hallo, Herr Lentze!

Ich habe ein bißchen recherchiert und bin dabei auf Kommentare auf den Internetseiten der Zeitung „Junge Freiheit“ gestoßen. Auch Sie kommentieren dort, und ich will es gleich sagen: mich hat zwar inhaltlich nicht alles, dafür aber formell fast alles gefallen, was Sie dort geschrieben haben. Was mir gefällt, daß auch Sie sich offenbar der Logik verpflichtet fühlen - wie ich (**|**)! Ihre Argumentation ist logisch schlüssig, stringent, konsequent, kurz: so wie sie sein muß. Mit anderen Worten: ich muß nicht unbedingt derselben Meinung sein wie Sie, aber ich habe mit Ihnen wenigstens gesprächsmäßig eine gemeinsame wichtige Basis: die Logik. Das habe ich früher schon gedacht, aber noch nicht so sicher gewußt. Hätte ich das nicht schon früher gedacht, hätte ich hier in diesem, Ihrem Forum nicht kommentiert. Jedenfalls freut es mich, daß ich mich damals diesbezüglich nicht geirrt habe. Um miteienander auf konstruktiver Basis zu sprechen und zu denken, braucht man formale Regeln, nämlich die der Grammatik, der Logik und der Mathematik.

Was mir besonders an den Texten im Internet immer wieder exemplarisch auffällt, ist, daß die meisten Menschen sich kaum noch an Regeln halten - das gilt umso mehr, je jünger die Menschen sind (eine Folge der qualitativ gesunkenen Schulbildung seit bzw. durch „1968“). Auch auf den Internetseiten der JF habe ich viele Beispiele dafür gefunden. Eines von diesen vielen Beispielen ist ein gewisser Dr. Schlawa aus Anderswo, mit dem Sie sich sehr ausgiebig auseinandergesetzt haben. Herr Dr. Schlawa ist ganz bestimmt nicht dumm, aber man bemerkt an seinen sprachlichen Äußerungen immer wieder, daß er nicht viel oder - was wahrscheinlicher ist - nicht logisch konsequent gedacht hat, bevor er etwas sagt. Ich will diesem Menschen nicht zu nahe treten; ich kenne ihn gar nicht, auch nicht virtuell (internetmäßig); aber vieles von dem, was er Ihnen entgegenzuhalten versucht, ist dann, wenn man sich auf das Gespräch - den „Diskurs“ - zwischen Ihnen und ihm bezieht, schon rein logisch problematisch. Diese Fehler sind also nicht so sehr in seinen Äußerungen selbst zu begründen (obschon an ihnen erkennbar!), sondern in den Verbindungen zwischen seinen und Ihren Äußerungen. Und eben dies läßt den Schluß zu, daß er offenbar diese nicht richtig berücksichtigt und also nicht logisch konsequent gedacht hat, bevor er etwas sagt. Er hat ein Verständigungproblem rein logischer Art - er hat häufig nicht verstanden, was es bedeutet, wenn er Ihnen etwas sagt, aber vorher das, worüber Sie sprechen, für sich selbst gar nicht logisch durchgespielt hat. Pädagogen und Psychologen würden sagen, er leide an einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS), könne nicht die Position des Anderen einnehmen, sei nicht empathiefähig u.s.w., doch das alles ist nicht richtig: Dr. Schlawa aus Anderswo kann einfach auf das Thema des Anderen nicht rein logisch reagieren, weil er sich zuvor nicht die Mühe gemacht hat, es wirklich zu verstehen. Wie gesagt: Es ist nicht Dummheit im allgemeinen, sondern Unfähigkeit, auf das Thema des Anderen rein logisch zu reagieren, also eher: Dummheit im speziellen. Das ist ein modernes Symptom, also eines, das z.B. im Abendland seit Beginn der Moderne immer häufiger auftritt und den bisher letzten kräftigen Schub seit bzw. durch „1968“ bekommen hat!

Schon in Ihren ersten Sätzen zu Beginn der „Diskussion“ zwischen Ihnen und Herrn Dr. Schlawa machen Sie ihn darauf indirekt, aber wahrscheinlich ungewollt, aufmerksam:

„Warum wollen Sie festlegen, wer Christ ist und wer nicht? Und warum setzen Sie eine theologische Meinung gleich mit einem persönlichen Ressentiment? Sie könnten sich doch auf sachliche Argumente beschränken (**).“ (Thomas R. E. Lentze, 09.11.2011, 11:17 **).

„Homosexuelle werden, genauso wie andere Behinderte, in jeder Kirche akzeptiert. Niemand macht ihnen Vorwürfe für ihr Sosein, auch nicht für das Ausleben ihres Soseins. Das Ausleben ist Sünde, aber darüber hat nur Gott zu richten. Jeder von uns begeht irgendwelche Sünden. Die Institutionalisierung der Homosexualität ist hingegen etwas völlig anderes. Das ist m.E. eine Sünde wider den Heiligen Geist, also eine Todsünde, die als solche nicht vergeben werden kann. Denn diese Entscheidung wurde ohne Triebzwang, ja überhaupt ohne Notwendigkeit getroffen. Sie ist eine ganz bewußte Entscheidung.“ (Thomas R. E. Lentze, 09.11.2011, 11:53 **).

„Für Christen gilt, die Ebenbildlichkeit Gottes wieder zu erlangen, so wie sie uns durch Jesus Christus vorgelebt wurde. Das kann natürlich nur in einem sehr langen Prozeß geschehen, der meiner Auffassung nach viele Wiederverkörperungen erfordert. Doch abseits der Frage der Wiederverkörperung: Notwendig ist das Bemühen! Wer die Notwendigkeit des Bemühens nicht einsieht, wie kann der sich Christ nennen? Ja, hier kann und sollte man die Frage wirklich stellen. Nicht, daß einer über den Anderen festlegt, ob er Christ sei. Aber sich selber sollte man immer wieder fragen, wie weit man es mit der Nachfolge Christi ernstnimmt. Im Falle der Homosexualität heißt das, daß man diesen Teil der Erbsünde zumindest nicht noch politisch aufwertet.“ (Thomas R. E. Lentze, 09.11.2011, 12:02 **).

Herr Dr. Schlawa antwortet, indem er bestimmt, „worum es (ihm!) geht“:

„Lieber Thomas Lentze. Es geht eben nicht um die Instutionalisierung der Homosexualität. Ganz im Gegenteil. Es geht darum, Homosexualität als etwas vollkommen Normales anzusehen und Menschen, die im Rahmen einer homosexuellen Partnerschaft genau die gleichen Pflichten wahrnehmen wie Heterosexuelle auch die gleichen Rechte zukommen zu lassen. Nicht mehr, und nicht weniger.“ (Dr. Schlawa, 09.11.2011, 12:39 **).

„Nehmen wir einmal an, Homosexualität sei eine Behinderung, hieße das dann, behinderte Geistliche dürften nicht im Pfarrhaus wohnen?!? Ihre Argumentation wird immer brüchiger ....“ (Dr. Schlawa, 09.11.2011, 13:25 **).

„Es geht hier nicht darum, sich zu bemühen, zu einem besseren Christen zu werden. Es geht darum, anzuerkennen, daß Homosexualität keine Sünde ist, nur weil sie an einigen Bibelstellen abgelehnt wird - was, wie gesagt, auf vieles zutrifft, was wir heute wie selbstverständlich praktizieren ohne das Bewußtsein, eine Sünde zu begehen - und das aus gutem Grund: Weil es keine Sünde ist nach Jesus Christus. Wenn zwei Menschen einander lieben, egal welchen Geschlechts, in Treue füreinander da sind und füreinander sorgen, in guten wie in schlechten Zeiten, dann ist das gelebtes Christsein, mehr vielleicht als das Christsein jener, die sich über andere erhöhen, weil diese nicht so sind, fühlen und leben, wie man selbst.“ (Dr. Schlawa, 09.11.2011, 13:49 **).

Man bemerkt hier, daß Dr. Schlawa, bevor er seinen Text abschickte, nicht etwa den Gedanken hatte: Mein Gesprächspartner ist ein Christ, also muß ich das, nämlich sein Thema verstehen, muß ich darauf achten, was er mir sagt, muß ich Wissensvoraussetzungen mitbringen - z.B. muß ich das Christentum auch als solches berücksichtigen, muß ich mit christlichen Argumenten rechnen, muß ich die Bibel kennen oder zugeben, daß ich sie nicht kenne. Wahrscheinlich deshalb Ihre folgende Reaktion:

„Lieber Dr. Schlawa. Sie schreiben: »Es geht darum, Homosexualität als etwas vollkommen Normales anzusehen« (**|**). Genau das kann ein wahrer Christ nicht tun. Ja, er kann nicht einmal den völlig »normalen« Menschen als normal ansehen. Denn wenn nicht jeder (!) Mensch durch die Erbsünde total (!) korrumpiert wäre, hätte Gott sich auch nicht inkarnieren müssen, um uns durch seine Schuldübernahme zu erlösen. Das bloße Normalsprechen auch des »gesunden« Menschen ist bereits antichristlich! Der Staat ist der Kirche zunächst entgegengekommen mit seinem § 6 GG, der die Ehe schützt. Der wird aber durch Aufweichung zuletzt überflüssig. Ebenso macht sich die Ev. Kirche überflüssig, wenn sie bekennende Antichristen Pfarrer werden läßt.“ (Thomas R. E. Lentze, 09.11.2011, 13:53 **).

„@ Dr. Schlawa aus Anderswo: »Nehmen wir einmal an, Homosexualität sei eine Behinderung, hieße das dann, behinderte Geistliche dürften nicht im Pfarrhaus wohnen?!?« (**|**)  –  Natürlich dürfen sie das. Aber nur, solange sie ihre Behinderung als einen Modus der Erbsünde anerkennen, als ein Übel, von dem sie durch den lebenden Christus geheilt werden möchten. Das muß glaubhaft gelebt werden. Christlich beurteilt, sind wir, wie schon gesagt, alle behindert - nämlich behindert, die Gottesebenbildlichkeit zurückzuerlangen. Wir bedürfen der Hilfe, die uns durch Christus zuteil werden kann. Auf ihn allein dürfen wir hoffen. Wer das für unnötig befindet, weil er sich für normal hält, der glaubt eben nicht an Christus, kann also kein Christ sein.“ (Thomas R. E. Lentze, 10.11.2011, 10:11 **).

Genau das ist es doch, denn: das ist logisch! Dr. Schlawa will eigentlich gar nicht so gerne diskutieren, sondern lieber befehlen. Sie dagegen dikutieren bzw. argumentieren, obwohl Christen eigentlich gar nicht diskutieren. Der Christenglaube steht nicht zur Disposition, wie Sie selber mehrfach angedeutet haben und auch ich schon öfter geschrieben habe - z.B. in meinem Reserveforum-Kommentar vom 18.11.2011 um 18:09 Uhr (**|**). Eigentlich müßte es also umgekehrt sein: Sie als Christ müßten dogmatiseren, und Dr. Schlawa als Säkularist müßte argumentieren. Es ist aber genau andersherum: Sie verhalten sich weltlich bzw. säkularistisch (also wie ein Moderner) und argumentieren, Dr. Schlawa verhält sich kirchlich bzw. klerikalistisch (also wie ein Unmoderner) und dogmatisiert. Komisch, nicht wahr?

Vielleicht haben Sie bereits gemerkt, worauf meine Argumentation hinauslaufen soll: auf die historische Tatsache, daß seit der Säkularisation, genauer seit der zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne (**|**) die Kirche immer mehr verdrängt worden ist und die sogenannte „Gesellschaft“ (v.a. der Staat!) immer „kirchlicher“ geworden ist. Die Kirche muß seitdem, um sich zu verteidigen, immer mehr auf Diskussionen eingehen und argumentieren, obwohl das von ihrem Glauben her ja ein Tabu ist, während die „Gesellschaft“ (v.a. der Staat!) aufgrund der scheinbar nicht mehr existierenden Notwendigkeit der Verteidigung immer dogmatischer werden kann und auch wird (insbesondere der Staat und noch mehr die überstaatlichen Institutionen [siehe: Globalismus {**|**}]). Die im Abendland früher übliche Aufspaltung der Macht in eine weltlich-staatliche und eine geistig-kirchliche Sphäre war sehr sinnvoll - das erkennt man erst heute in vollem Umfang.

Also ist eigentlich das, worauf wir Abendländer stolz sein sollten, nicht die zivilisierte (d.h. bürgerliche) Moderne als das Ergebnis der Politik des 1. und 2. Standes, sondern diese selbst. Zwar existiert auch in unserer zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne die „Trennung von Staat und Kirche“, allerdings als Laizismus, in dem die Macht nicht mehr einigermaßen gleichberechtigt auf beide verteilt ist, sondern sich immer mehr zugunsten des Staates verschoben hat - wie fast alles in der zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne. Und das ist fatal. Dazu kommt, daß die Herkunft der weltlichen Machthaber in der zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne schon zu Beginn in einigen Ländern, dann in zunehmendem Maße und schließlich überall der 3. und also nicht mehr der 1. oder 2. Stand ist.

Dr. Schlawa ist ein typischer Vertreter des 3. Standes, der aber lieber dem 1. oder 2. Stand angehören möchte. Also „argumentiert“ er auch nicht standesgemäß. Er möchte bestimmen und bestimmt auch durch seine Wortwahl, wer Christ sein darf und wer nicht. Dem 3. Stand gemäß wäre es jedoch, eine solche Bestimmung gerade zu vermeiden, zu verhindern, ja zu bekämpfen. Dagegen haben Sie als Christ die Möglichkeit zu einer solchen Bestimmung, nutzen sie aber gar nicht, weil Sie Dr. Schlawa als Gesprächspartner ernst nehmen und demtsprechend, d.h. auf zivilisierte (d.h. bürgerliche) Weise Achtung vor ihm ausdrücken, also ebenfalls nicht standesgemäß argumentieren, denn Sie sind nicht ein typischer Vertreter des 3. Standes, sondern als Christ eher ein typischer Vertreter des 1. oder 2. Standes (jedenfalls haben Sie einen Anspruch darauf, einen dieser beiden Stände zu verteidigen, und zwar aufgrund Ihres Christenglaubens). Wieder sind also die Rollen vertauscht: Ihre Rolle und die Rolle des Dr. Schlawa.

Dr. Schlawa will auch bestimmen, ob man „Homosexualität als etwas vollkommen Normales anzusehen“ hat oder nicht (**|**). Auf Ihre Reaktion - nämlich: „Genau das kann ein wahrer Christ nicht tun“ (**|**) - geht er überhaupt nicht ein. Auch auf Ihre weiteren Ausführungen nicht: „Wir bedürfen der Hilfe, die uns durch Christus zuteil werden kann. Auf ihn allein dürfen wir hoffen. Wer das für unnötig befindet, weil er sich für normal hält, der glaubt eben nicht an Christus, kann also kein Christ sein.“ (**|**). Herr Dr. Schlawa zeigt sich hier nicht gerade von seiner feinen zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Seite, oder aber - ich will nicht unfair sein - es handelt sich hierbei gerade eben um die Seite, die nur zeigen kann, wer gemäß der zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne des Abendlandes agiert und reagiert: nihilistisch, eben dekadent und deswegen alles Hierarchische, Aristokratische und dem Abbau-der-Kultur-sich-in-den-Weg-Stellende hassend.

Ich will Dr. Schlawa das alles nicht direkt, wohl aber indirekt unterstellen, weil ich glaube, daß er die Folgen dessen, was er sagt, gar nicht kennt. Wie gesagt: Ich kenne ihn gar nicht - auch nicht virtuell (internetmäßig). Aber ich schließe das aus seinen Texten. Ich habe ihn also nur durch seine Texte und meine textlinguistische Untersuchung kennengelernt. Er hat seine Kommentare, die dort auf den Internetseiten der JF zu lesen sind, selbst geschrieben und muß dann auch zu den sich daraus ergebenden Konsequenzen stehen. Aber ich glaube eben auch, daß er gerade dazu nicht in der Lage ist, weil auch das einen zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne des Abendlandes typsicherweise kennzeichnet. Oder hätte ich „auszeichnet“ schreiben sollen?

Dr. Schlawa könnte mir jetzt entgegenhalten, daß er gar nicht auf Sie habe eingehen wollen und Sie sogar - mehr oder weniger - ignoriert habe; doch das (1.) ist in diesem Zusammenhang unwichtig und beweist eher sogar noch seine Dummheit im speziellen (das moderne Symptom - Sie wissen es schon **) und (2.) würde ich ihm das nicht glauben, weil er - sein Textbeitrag beweist es - auf Ihre Textbeiträge eingegangen ist (und nur auf bestimmte Sätze daraus nicht) und Sie zumindest in dem Fall nicht ignoriert hat.

„Ich habe nichts gegen eine klassische Rollenverteilung, genauso, wie ich nichts gegen eine nicht-klassische Rollenverteilung habe - wohl im Gegensatz zu Frau Mursula, denn anders ist Ihre Lobpreisung des Hausbuchs für die deutsche Familie kaum zu verstehen, das scheinbar vornehmlich Ratschläge für die Frau, nicht aber für den Mann enthält.“ (Dr. Schlawa, 14.11.2011, 10:32 **).

„Weiterhin ist aber auch die Gleichsetzung Extremist (oder: Radikaler) = Gewalttäter falsch. Ich z.B. verstehe mich als einen radikalen Maskulisten. Für mich ist die Frage, ob oder inwieweit Frauen Menschen seien, durchaus diskutabel, und sie ist ja auch von Theologen diskutiert worden. Aber selbst wenn man zum Schluß kommt, daß Frauen keine Menschen seien, so folgt daraus keineswegs Gewalttätigkeit gegen sie. Im Gegenteil, man kann sie gerade dann als besonders schützenswert einstufen. Tierschützer müssen ja auch nicht in Tieren höhere Wesen sehen. Folglich muß auch ein radikaler Rechter nicht gewalttätig sein.“ (Thomas R. E. Lentze, 16.11.2011, 13:18 **).

„@ Thomas Lentze: Wenn Frauen keine Menschen sind, was sind sie dann? Und was für rechtliche Konsequenzen leiten sich für Sie daraus ab? Und wie würden Sie darauf reagieren, wenn radikale Feministinnen in Frage stellten, daß Männer Menschen seien? P.S.: Mit dieser Frage stellen Sie selbst die radikalsten Feministinnen in den Schatten.“ (Dr. Schlawa, 16.11.2011, 14:18 **).

„@ Dr. Schlawa aus Anderswo: »wie würden Sie darauf reagieren, wenn radikale Feministinnen in Frage stellten, daß Männer Menschen seien?« (**|**). Die gibt es. Im Sexistinnen-Pranger habe ich etliche ausführlich behandelt. »Wenn Frauen keine Menschen sind, was sind sie dann?« (**|**). So wie Säue Schweine und Stuten Pferde sind, sind Frauen Menschen. Das ist der biologistische Standpunkt, der Menschen auf Hominiden reduziert. Doch dieser Standpunkt ist relativ neu. Der ursprüngliche, nicht-biologistische, ist aus dem Sprachgebrauch zu ersehen, der »Mensch« mit »Mann« gleichsetzt. Frauen bilden daraus eine »echte Teilmenge« im Sinne der Mengenlehre, d.h. sie repräsentieren die Gesamtmenge nicht.“ (Thomas R. E. Lentze, 16.11.2011, 17:28 **).

„@ Dr. Schlawa aus Anderswo: Meinerseits nur noch einen Schlußsatz zur Frage, wer wen hier toppt. Die Feministin Solanas schrieb: »Den Mann ein Tier zu nennen, heißt, ihm zu schmeicheln.« Das Buch, worin das und vieles Ähnliche steht, können Sie übrigens billig kaufen. Es handelt sich um das SCUM-Manifest, einem Aufruf zum Massenmord (SCUM = Society for Cutting Up Men (deustch: Gesellschaft zur Zerstückelung von Männern; HB).“ (Thomas R. E. Lentze, 16.11.2011, 22:04 **).

„Der Satz der Feminismus-Kritikerin Bettina Röhl zeigt das Dilemma auf, in dem wir stehen. Offen gesagt, ich würde notfalls eine muslimisch überfremdete Gesellschaft vorziehen. Im Moment jedenfalls. Vielleicht täte es mir hinterher leid. Ich weiß es nicht. Aber herrscht in der Öffentlichkeit überhaupt ein Bewußtsein darüber, was mit einem schrankenlosen Genderismus auf uns zukäme? (**) Der Kriminologe Prof. Michael Bock hat es kurz und schlüssig dargelegt in seinem Essay »Gender Mainstreaming als totalitäre Steigerung von Frauenpolitik« (erreichbar über Googlesuche [**|**|**|**]).“ (Thomas R. E. Lentze, 16.11.2011, 22:17 **).

„Bei den Autobrandanschlägen in Berlin wird hier an gleicher Stelle wie selbstverständlich von Linksextremismus gesprochen, weil vorwiegend teurere Autos in Flammen aufgingen. Wenn aber einer eindeutig rechtsextremen Terrorzelle mit hoher Wahrscheinlichkeit 10 Morde an Ausländern und einer deutschen Polizistin sowie mehrere Raubüberfälle nachgewiesen werden kann, dann sind das Serientäter ohne ideologische Gesinnung. Und da wundert Ihr Euch, daß man seriöse Rechte in die gleiche Ecke stellt wie Rechtsextreme? Wem es wirklich um konservative Werte geht, der sollte akzeptieren, dass es rechte Gewalt gibt, die mindestens genauso, wenn nicht gar gefährlicher ist als die von links und von der man sich deutlich distanzieren muß.“ (Dr. Schlawa, 17.11.2011, 09:35 **).

„Herr Dr. Schlawa, ich sehe mich politisch extrem rechts und ich verbitte mir gleichwohl, in die Nähe von Gewalttätern gerückt zu werden. Die gibt es überall, auch in der Mitte.“ (Thomas R. E. Lentze, 17.11.2011, 10:56 **).

„@ Thomas Lentze: Wenn Ihnen soviel an der Scharia liegt, empfehle ich das Auswandern z.B. in den Iran. Mit Ihrem Frauenbild müßten Sie sich da doch pudelwohl fühlen. Und streng gläubig sind die Herren dort auch.“ (Dr. Schlawa, 17.11.2011, 17:41 **).

„@ Dr. Schlawa aus Anderswo: Nun bleiben Sie doch bitte sachlich (**). Ich bin Deutscher und bekenne mich zu meinem Vaterland, dem ich meine Sprache und Bildung verdanke. Und als Christ gehöre ich nicht unter Muslime, nicht einmal unter Schiiten. Und homosexuell bin ich auch nicht. Und Sie? Vielleicht gehören Sie einer Minderheit an, die inbezug auf das deutsche Ehe-, Familien- und Scheidungsrecht ohnehin nichts zu befürchten hat. Sie sollten aber auch an die Probleme der Mehrheit denken.“ (Thomas R. E. Lentze, 17.11.2011, 18:04 **).

Bezahlte Schreiberlinge, Undercover-Kommentatoren, Blog-Agenten, Forums-Spitzel, Internet-IM’s u.s.w. - die gibt es ja. Könnten auch Sie sich vorstellen, daß der Herr Dr. Schlawa (ungewollt) einer von denen ist?

Jedenfalls ist Herr Schlawa aus „Anderswo“, kommt vielleicht auch von „Anderswoher“, hat vielleicht bei den „Andersdenkenden“ seine Arbeit gefunden und gehört also vielleicht zu den „Anderen“.

Grüße!

 

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