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Jahr  S. E. 
 2001 *  1
 2002 *  1
 2003 *  1
 2004 *  3
 2005 *  2
 2006 *  2
2007 2
2008 2
2009 0  
2010 56
2011 80
2012 150
2013 80
2014 230
2015 239
2016 141
 
S.
1
2
3
6
8
10
12
14
14
70
150
300
380
610
849
990
 
P. Z.
 
100%
50%
100%
33,33%
25%
20%
16,67%
 
400%
114,29%
100%
26,67%
60,53%
39,18%
16,61%
 
S.E. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
0,0048
0,0049
0,0050
0,0044
0,0198
0,0384
0,0702
0,0819
0,1219
0,1581
0,1726
 
K.  
1
1
1
3
2
2
2
4
0  
158
97
246
169
1614
1580
1949
 
S.
1
2
3
6
8
10
12
16
16
174
271
517
686
2300
3880
5829
 
P. Z.
 
100%
50%
100%
33,33%
25%
20%
33,33%
 
987,50%
55,75%
90,77%
32,69%
235,28%
60,70%
50,23%
 
  K.  
S. E.
1
1
1
1
1
1
1
2
0
2,82
1,21
1,64
2,11
7,02
6,61
13,82
 
  K.  
T.
0,0039
0,0027
0,0027
0,0082
0,0055
0,0055
0,0055
0,0109
0
0,4328
0,2658
0,6721
0,4630
4,4219
4,3288
5,3251
 
 K. (S.) 
S.E. (S.)
1
1
1
1
1
1
1
1,143
1,143
2,486
1,807
1,723
1,805
3,770
4,570
5,888
 
K. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
0,0048
0,0049
0,0057
0,0050
0,0491
0,0693
0,1210
0,1479
0,4596
0,7227
1,0116
* Von 2001 bis 2006 nur Gästebuch, erst ab 2007 auch Webforen und Weblogs.

NACH OBEN 221) D. J. Fellerocker, 18.08.2012 (01:32) ** (411)

411

Kann man sagen, daß das, was in Europa die Macht der Rothschilds ausmacht, das ist, was in Amerika die Macht der Rockefellers ausmacht? **

 

NACH OBEN 222) Mayer Ampel Rotwild, 18.08.2012 (02:09) ** (412)

412

In den US waren beispielsweise während der 20 Jahre von 1913 bis 1933 die Morgans der größte Finanzclan, seit 1933 sind es die Rockefellers. **

 

NACH OBEN 223) D. J. Fellerocker, 18.08.2012 (02:13) ** (413)

413

Wir Fellerockers sind es jedenfalls nicht!

 

NACH OBEN 224) Teutoburger, 21.08.2012 (13:18, 22:31, 23:26) ** (413-415)

414

Hegels Dialektik als Mittel Rothschilds

Sehr interessante Dinge, die Sie da erzählt haben, Herr Laursen. Besonders interessant finde ich das, was Sie über die Hegelsche Dialektik als Mittel Rothschilds erzählt haben (**). Aber ab wann genau konnten Rothschild und Weishaupt Hegels Dialektik überhaupt kennen? Mir scheint nämlich die 1789 losgetretene französische Revolution nachträglich in das Schema gepreßt worden zu sein. 1789 war Hegel 19 Jahre alt und seine Dialektik noch keinem bekannt - vielleicht sogar ihm selbst noch nicht. Trotzdem ist es natürlich möglich, daß Rothschild und Weishaupt die französische Revolution wie eine These verstanden, sie aber später erst als eine solche auch erkannten. Napoleon und Hitler jeweils als Antithese - das leuchtet ein. Bei der Behauptung, daß auch die arabische Welt eine Antithese - die dritte, also: die heutige - sein soll, werde ich jedoch etwas vorsichtig, weil man m.E. abwarten muß, ob die Geschichte diesen Schluß zuläßt. Logisch ist dieser Schluß jedenfalls. Die Synthesen gehen offenbar immer dann, wenn sie scheitern, in Thesen auf. Noch vorsichtiger werde ich bei der Behauptung, daß die dritte Synthese der luziferische Weltstaat sein soll, obwohl mir selbstverständlich bewußt ist, daß damit das Ziel der Globalisten, also die „Eine Welt“ als die „Neue Weltordnung“ gemeint ist und deshalb dieser Schluß ebenfalls rein logisch richtig ist. Wie sind nun aber Sie selbst darauf gekommen, dieser Idee so sehr zuzustimmen?

Ihre Meinung zu den US-Schulden: „Die US-Schulden sind so immens, daß das Land sich nie davon wird befreien können und die Einkommensteuern reichen nicht, um die Zinsen zu zahlen.“ (**). Die US-Heinzis könnten doch aber auch sich von diesen Schulden befreien, indem sie sich von ihren Gläubigern befreien, sie also enteignen. Ein anderer politischer Weg scheint da nicht mehr möglich zu sein.

Was meinenn Sie dazu?

Liebe Grüße!

415

Sie meinen also, Hegels Dialektik sei „von den talmudischen Illuminaten mißbraucht worden“ (**). Und was meinen Sie zu den Enteignungen?

416

Ich meine, daß niemand wirklich behaupten kann, jemand sei für immer dazu verdammt, Zinsen zu bezahlen, um Schulden bezahlen zu können, die nie zu bezahlen sind. Man soll bekanntlich nie „nie“ sagen. Aber man könnte Ihre Aussage, „daß das Land sich nie davon wird befreien können und die Einkommensteuern reichen nicht, um die Zinsen zu zahlen“ (**), doch auch so umformulieren, daß das Land sich sehr wohl davon wird befreien können, obwohl die Einkommensteuern nicht ausreichen, um die Zinsen zu zahlen. Es muß es nur wollen. Aber es will nicht! Das ist das Problem! Wir haben keine echten Persönlichkeiten mit Verantwortungs- und Pflichtbewußtsein mehr. Wir haben nur noch solche Kleinmenschen, die nur noch an ihren eigenen Vorteil denken (sollen).

 

NACH OBEN 225) Kreuzritter, 22.08.2012 (13:57) ** (417)

417

Tommy (siehe Beitrag 6 [**] - die Weihnachtsganz! Who) ist ein bezahlter Schreiberling! Er ist so etwas ähnliches wie früher ein schreibender Agent des KGB, der Gestapo, der Stasi u.v.a.. Das ganze heutige BRD-, EU- und NWO-System wimmelt nur so von Agenten und anderen Gekauften!

Die Kreuzritter waren ein Segen für das Abendland und eine Gefahr für das Morgenland auch nur für eine relativ kurze Zeit. Hätte es die Kreuzritter nicht gegeben, wäre das Abendland damals wohl nicht gleich morgenländisch geworden, aber: ... wer weiß .... Eines ist jedenfalls sicher, nämlich „etwas“, was viel älter ist als die Kreuzzüge: Hätte es Karl Martell nicht gegeben, dann wäre das Abendland gar nicht erst „geboren“!

Der Morgenländer ist, seit er islamisch geworden ist, dem, was der bezahlte Schreiberling Tommy den Kreuzrittern unterstellt, schon durch seinen Glauben ergeben (Islam = „Ergebung“!); er ist also immer (immer!) ein Krieger!

Und jetzt will der bezahlte Schreiberling Tommy Anglizismus seinen eigenen Verwandten, den Abendländern, vorwerfen, daß sie auch einmal (einmal!) vor langer Zeit (vor langer Zeit!) - nämlich als Kreuzritter (wieviel Prozent der Abendländer waren das eigentlich? 0,01% oder 0,001%?) - „böse, böse“ Krieger waren.

Tommys sind schon durchschaut, bevor sie sich gezeigt haben!

 

NACH OBEN 226) Wald Teutoburger, 22.08.2012 (14:40) ** (418)

418

Guten Tag, Herr Laursen!

Ich hätte da eine Idee, habe aber erst einmal einen interessanten Text dazu (nämlich zu Laursens Frage: „Wie wollen Sie die Illuminaten enteignen?“ [Anders Bruun Laursen, 22.08.2012, 00:42 **]; HB) gefunden:

„Beispielsweise gehorcht ein bestimmtes »Geheimes Team« dem »Führungsmuster aller Geheimbünde. Der Aufbau der Organisation ist in Kreise innerhalb von Kreisen strukturiert, wobei der äußere Kreis (das Geheime Team) immer den einfußreicheren inneren Kreis (die Sondergruppe), der die psychopolitischen Operationen koordiniert, zu schützen hat. Indem sie die Ziele, die Identitäten und die Rollen, die die Mitglieder des ›Geheimen Teams‹ spielen, gegenüber anderen Mitgliedern der Gruppe geheimhält, schützt sich die ›Sondergruppe‹ ... vor möglicher Verfolgung und streitet ab, etwas mit den Operationen zu tun zu haben.« (Daniel Estulin, Die wahre Geschichte der Bilderberger, 2007, S. 175 **). Um gegen mögliche Verfolgung zusätzlich geschützt zu sein, wird nur sehr wenigen Mitgliedern enthüllt, »welche psychopolitischen Operationen geplant sind oder welche genaue Rolle sie in der Operation spielen« (ebd.). Ähnlich den Nukleonen im Atomkern (**) werden die Mitglieder im Innenkreis auf zweifache Weise zusammengehalten, geschützt: einerseits durch die stärkste aller Kräfte, die »starke Kernkraft« (**), andererseits durch die zweitstärkste aller Kräfte, die »elektromagnetische Kraft« (**), auf die auch die gesamte »Chemie« zurückgeht. Ähnlich den Elektronen in der Atomhülle (**) werden die Mitglieder im Außenkreis auf einfache Weise zusammengehalten, geschützt: durch die »elektromagnetische Kraft«, die auch - wie gesagt - die Mitglieder im Innenkreis schützt. Bei der Gefährdung bzw. der Existenzdauer verhält es sich quasi umgekehrt. Auf einfache Weise in ihrer Existenz bedroht sind die Mitglieder im Innenkreis wie die Nukleonen im Atomkern durch die »schwache Kernkraft« (**), die u.a. für den »radioaktiven Zerfall« zuständig ist. Auf zweifache Weise in ihrer Existenz bedroht sind Innen- und Außenkreis, also der gesamte Kreis wie das Atom (**) von außerhalb, von der Wirkung anderer Kreise bzw. Atome bzw. von der eigenen Wirkung auf andere Kreise bzw. Atome ausgehend: durch die »elektromagnetische Kraft« und durch die »gravitative Kraft« (**), weil beide mit ihrer jeweiligen Anziehungskraft eine »unendliche Reichweite« haben und also alles erreichen und verändern können. Um das Thema Verschwörungskreise wieder direkter anzugehen: Der Innenkreis der Verschwörung zerfällt nach gewisser Zeit von selbst, oder der gesamte Kreis (also mitsamt Außen- und Innenkreis) wird von außerhalb - also z.B. von anderen Verschwörungskreisen oder irgendwelchen anderen Kreisen - verändert, umgewandelt (in Analogie zum Atom) oder zerstört, vernichtet.“ (Hubert Brune, Verschwörer und Verschwörungen - Verschwörungstheoriker und Verschwörungstheorien, 2001 ff. **).

„Unser heutiger Globalisten-Verschwörungskreis wird sich also irgendwann von innen her, d.h. von seinem Innenkreis her, selbst auflösen bzw. (in Analogie zum Atom) umwandeln, oder aber er wird von außerhalb seiner selbst aufgelöst bzw. (in Analogie zum Atom) umgewandelt werden. Wenn wir auf die Selbstauflösung bzw. - umwandlung des Globalisten-Verschwörungskreises warten wollen, so werden wir wohl noch einige Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrunderte oder Jahrtausende warten müssen. Das kann niemand vorhersagen - wir kennen ja noch nicht einmal seine »Halbwertzeit«. Wenn überhaupt, dann ist der Globalisten-Verschwörungskreis wohl am ehesten zu bekämpfen, indem z.B. Mitglieder eines gegenerischen Verschwörungskreises ihn wie Spione unterwandern und so auf ihn einwirken, daß sie den eigenen Verschwörungskreis niemals verraten (das ist nicht nur essentiell, sondern auch existentiell von größter Bedeutung). Der Globalisten-Verschwörungskreis besteht ja - wie fast alle Verschwörungskreise - aus vielen kleineren Kreisen -, und wahrscheinlich sind nicht wenige darunter, die ihn anfangs bekämpft hatten und später eingegliedert wurden. So sollte es nicht geschehen, aber so geschieht es fast immer. Schon längst gehören auch Mafia, Drogenkartelle und andere Verbrecherorganisationen als kleinere Verschwörungskreise zum Globalisten-Verschwörungskreis als dem größten Verschwörungskreis. Unser Globalisten-Verschwörungskreis hat um sich herum weitere Verschwörungskreise aufgebaut - er scheint sich also wie das chemische Element Kohlenstoff (**) zu verhalten, denn Kohlenstoff besitzt als einziges Element (mit geringerer Qualität auch Silicium) die Fähigkeit, durch Ein- und Mehrfachbindungen mit sich selbst Ketten und Ringe von fast beliebiger Länge und Anordnung zu bilden. Kohlenstoff-Verbindungen sind also die zentralen Moleküle für das Leben. So wie Kohlenstoff die Grundlage der organischen Chemie bildet, so scheint unser Globalisten-Verschwörungskreis die Grundlage der Menschheit zu bilden oder zumindest bilden zu wollen. Das Eindringen in den Innenkreis eines Verschwörungskreises ist wie das Eindringen in den Kern eines Atoms schon schwierig genug, noch sehr viel schwieriger ist somit das Eindringen in den Innenkreis jenes Verschwörungskreises, der durch Ein- oder Mehrfachbindungen in einem Riesenverschwörungskreis angeordnet ist, wie das Eindringen in den Kern eines Atoms, das durch Ein- oder Mehrfachbindungen in einem Molekül angeordnet ist.“ (Hubert Brune, Verschwörer und Verschwörungen - Verschwörungstheoriker und Verschwörungstheorien, 2001 ff. **).

„So wie ein Atomkern durch Druck, den z.B. die Masse eines Sterns ausübt, und dadurch entstehende Erhöhung der Temperatur zum Verschmelzen gebracht wird (**|**), so kann auch der Innenkreis einer Verschwörung zum »Verschmelzen« gebracht werden. Und so wie ein Atomkern durch Beschießen, z.B. mittels Neutronen, Deuteronen, Alphateilchen oder Gamamstrahlen, zum Spalten gebracht wird, so kann auch der Innenkreis einer Verschwörung zum »Spalten« gebracht werden. Aber:
Wer ist fähig, in den beiden Fällen der Verschwörung die jeweilige »Gegner-Rolle« zu spielen wie die des natürlichen bzw. kultürlichen (künstlichen) »Reaktors«?
Welche Masse kann einen Verschwörungskreis bis in dessen Innenkreis genauso unter Druck setzen wie das Universum oder ein Stern auf ein Atom bis in dessen Atomkern?
Welcher Schütze kann den Innenkreis eines Verschwörungskreises genauso erfolgreich beschießen wie die Schießanlage in einem Atomkernkraftwerk den Kern eines Atoms?
Da sind z.B. die anderen Verschwörungskreise zu nennen und eben auch die Masse an Menschen, an homogenen Menschen (Völker, Nationen), deren jeweilige Bevölkerungszahl, aber auch deren Qualität (z.B. Kulturqualität, Intelligenz), so daß ein Verschwörungskreis unbedingt die Menschen, v.a. die homogenen Menschen und deren Kulturqualität und Intelligenz unter Kontrolle bringen muß - z.B. durch Reduktion der Bevölkerungszahl, Zerstörung der Nationen (durch Überfremdungs-, Migrationspolitik **) und folglich auch der letzten Reste an Demokratie (Volksherrschaft **), Zerstörung aller Kuturqualitäten und also auch der Intelligenz ([Um-]Erziehungspolitik mit dem Ziel der totalen Verblödung der Bevölkerung **). Eine große Gefahr für jeden Verschwörungskreis bedeuten selbstverständlich auch das Militär, die Medien und die Wirtschaft, insbesondere das Geld, so daß ein Verschwörungskreis unbedingt auch sie unter seine Kontrolle bekommen muß. Und unser Globalisten-Verschwörungskreis wäre kein Verschwörungskreis, wenn er sie nicht längst unter seine Kontrolle gebracht hätte. Ich könnte hier jetzt weitere Wichtigkeiten ansprechen, doch weil sie der heutige Globalisten-Verschwörungskreis schon längst integriert hat, kann ich mir das wohl ersparen.“ (Hubert Brune, Verschwörer und Verschwörungen - Verschwörungstheoriker und Verschwörungstheorien, 2001 ff. **).

 

NACH OBEN 227) Hubert Brune, 24.08.2012 (02:01) ** (419)

419

Menschliche Leistungsfähigkeit (**|**).

Es gibt keinen politischen bzw. gesellschaftlichen Bereich mehr, der noch frei wäre von der dekadenten, nihlistischen Zerstörung der gesamten abendländischen Kultur, der Leistungsfähigkeit abendländischer Menschen und folglich auch der Leistungsfähigkeit aller Menschen. Dieser exponentiell beschleunigte Rückgang der Leistungsfähigkeit ist gewollt.

Wie sehr der Rückgang der Leistungsfähigkeit besonders auch im Bereich der Bildung, die man die einzig wirklich große und bislang genügend ergiebige Rohstoffquelle des Abendlandes nennen mag, bereits fortgeschritten ist und die Verdummung wie ein Krebsgeschwür immer mehr wuchert, möchte ich verdeutlichen, indem ich aus einem Brief, den ich am 24.05.2012 (**) schrieb, zitiere:

Zu Deiner Aussage über Lehrer und Sozialpädagogen.

Was die Lehrer angeht, so sehe ich sie - gerade weil sie so wichtig sind (die Bildung ist Deutschlands [Europas] wichtigste, weil nahezu einzige Ressource!) - mittlerweile im tiefsten dekadenten Sumpf versinken, soweit sie beim Staat angestellt sind, denn im bürgerlichen Privatbereich ist das noch (noch!) anders! Die Sozialpädagogen halte ich für im Grunde überflüssig, weil sie das „soziale Feld“, wie es - ohne sie - geworden ist, nur noch bedienen und fortentwickeln können. Anders formuliert: Die Pädagogen werden unwichtig gemacht, obwohl sie wichtig sind; die Sozialpädagogen werden wichtig gemacht, obwohl sie unwichtig sind. Ausnahmen bestätigen diese - mittlerweile fest etablierte - Regel! Nimm es bitte nicht zu persönlich, lieber R.! Ich will die Berufsstände auch nicht „diskreditieren“, wie Du geschrieben hast, sondern ich stelle nur fest, was sich eines Tages auf sehr fatale Weise für uns Abendländer rächen wird. Die Intelligenz soll verschwinden, die Leistung soll verschwinden, das Bürgertum, ja überhaupt jeder Unterschied soll verschwinden - wenn heute einer sagt, er sei Leistungsträger, wird er doch bereits schief angeguckt, und bald wird er sich damit strafbar machen! Das ist doch Wahnsinn! Ich will hier niemanden „diskreditieren“. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Mein Vater war Zimmermann und Tischler. Ich habe ihm früher doch nicht zu häufig zugeschaut, oder? Spaß beiseite! Die Pädagogen sind zu wichtig, als daß man auf sie verzichten könnte - aber genau das geschieht: Vernichtung durch falschen Verzicht, indem die Bildungsqualität permanent gesenkt wird bis zu dem (Zeit-)Punkt, an dem alle gleich dumm sind! Irgendwann sind dann alle auch gleich arm, denn wie gesagt: die Bildung ist unsere wichtigste Ressource! Die Lage der Sozialpädagogen ist genau umgekehrt zu der der Pädagogen. Die vor allem in England und Frankreich bereits abgeschlossenen Stadtviertel, sprich Slums, Gang(ster)viertel, die von Polizei, Feuerwehr u.s.w. aus Angst gemieden werden, können auch von Sozialpädagogen, Sozialarbeitern u.s.w. nicht gerettet werden - im Gegenteil: von denen gerade nicht!

Das sage ich NICHT, weil ich etwas gegen Sozialpädagogen hätte - ich habe selbst einmal in einer sozialpädagogischen Einrichtung gearbeitet, wenn auch „nur“ als Lehrer (**). Ich habe früher auch die Deutsche Bundesbahn, obwohl ich ein Teil von ihr war und von ihr verbeamtet wurde (**), kritisiert. Auch war in meinem letzten Brief Selbstkritik enthalten. Wo also ist Dein Problem dabei? Darf man - Deiner Meinung nach - nicht nur nicht kritisch, sondern auch nicht selbstkritisch sein? In vielen meiner Texte ist auch Ironie und Selbstironie. Übrigens war das auch ganz besonders bei den Romantikern so. Die meisten Menschen denken zu häufig, daß Kritiker nie selbstkritisch und Ironiker nie selbstironisch seien. Doch das stimmt oft gar nicht. Bei den Romantikern war das Ironie-Selbstironie-Paar sogar eines ihrer Erkennungsmerkmale. Ich habe auch Kommentare von Sozialwissenschaftlern, Sozialpädagogen und Sozialarbeitern in Foren und/oder Blogs gelesen, die eindeutig knallharte Kritik an ihrem Beruf erkennen lassen. Diese Kommentatoren beklagen sich nicht, sondern stellen - auch dank ihrer Kritik - fest, daß ihr Berufsfeld völlig versagt. Trotzdem machen sie weiter. Meiner Meinung nach ist aber mehr noch als jede dieser Institutionen das politisch-gesellschaftliche System falsch, weil es dafür verantwortlich (schuldig!) ist, daß solche Berufsfelder überhaupt erst entstehen konnten. Irgendwann werden sie zu Selbstläufern. Kennst Du Niklas Luhmann? Der hat sich damit sehr intensiv beschäftigt.

Je mehr Sozialpädagogik, desto weniger Pädagogik! Der Sozialpädagoge tritt stets dann auf, wenn der Pädagoge durch ihn ersetzt werden soll. Was soll man dazu sagen? Wenn man nichts daran ändern kann (wer will es ändern? Hände hoch!), dann soll man - selbstverständlich - auch den Sozialpädagogen unterstützen. Man kann aber auch verhindern, daß der Pädagoge zu schnell verschwindet, d.h. zu schnell zum Sozialpädagogen wird. Ironischerweise, aber eben nicht zufälligerweise, wird seit einiger Zeit im sogenannten Westen der Pädagoge möglichst schnell zum Verschwinden gebracht, d.h. möglichst schnell zum Sozialpädagogen und zuletzt zum Sozialarbeiter gemacht. Das Wort „Pädagoge“ wäre also zuletzt aus jeder Wortkomposition und in der Folge auch aus dem Denken verschwunden. Zuletzt ist folglich auch das Wort „Bildung“ ein Fremdwort, die Bildung ein Fremdgut und der gesamte Kulturkreis am Ende, tot!

Ich könnte sehr viele Beweise und/oder Indizien für die bewußt geplante und praktizierte Verdummung, Verarmung und Verkleinerung von Menschen anführen!

Beispielsweise ist die letzte „Rechtschreibreform“ auch ein Indiz oder sogar Beweis dafür, daß die Verdummung geplant ist. Frühere Rechtschreibreformen hatten immer den Sinn, daß sie das Lernen und folglich die Intelligenz förderten, die letzte aber hat wirklich den umgekehrten Sinn. Deshalb beachte ich sie nur dann, wenn ich sie als Unterrichtsstoff vermitteln muß.

Seit 1984 gebe ich Unterricht - vor allem in Schulfächern der Gymnasien, seltener auch in Schulfächern anderer Schulformen, zu meinen Großstadtzeiten hin und wieder auch in Studienfächern der Universität. Das nachgefragteste Schulfach ist Mathematik, gefolgt von Englisch und Physik, dann Wirtschaftsmathematik (Rechnungswesen, Buchführung u.s.w.), Deutsch und Französisch, seltener auch Chemie, Biologie, Betriebs-/Volkswirtschaftslehre (BWL/VWL) und Latein. Seit 1984 erteile ich in allen genannten Fächern Unterricht - vor allem Intensiv- bzw. Nachhilfeunterricht: nur jeweils eine Person wird von mir - intensiv (!) - unterrichtet, und die Eltern bezahlen, d.h. ich kann mich nicht herumdrücken vor der Masse der Schüler wie in einer Schulklasse, sondern muß echte Leistung bringen! Seit 1984 also kann ich auch feststellen, wie sehr sich die Leistungen der Schülerinnen und Schüler geändert haben. Und ich kann nur sagen: die Ergebnisse der PISA-Studien sind schon einigermaßen korrekt, eher unter- als übertrieben. Beispielsweise waren im Vergleich zu dem genannten Jahr 1984 nur 20 Jahre später die Leistungen in all den genannten Schulfächern schon drastisch abgesunken. Warum? Weil die biologischen, die demographischen und die politischen Voraussetzungen auf das Kulturelle, die Bildung (Pädagogik) immer negativer einwirkten und einwirken. Das Kinderkriegen wurde und wird durch die Einwanderung immer mehr verlagert in die Unterschicht, die größtenteils mit Intelligenz nichts am Hut hat (also größtenteils dumm ist - doch das darf man aus dazu passenden Gründen nicht sagen), und synchron dazu wurde durch die Politik das Leistungsniveau an allen Schulen ständig abgesenkt. Verdummung und - in der Folge - Verarmung sind also Programm! Ähnliches hat ja sogar auch Thilo Sarrazin von der SPD gesagt. Dieser Verlust von Intelligenz und folglich von Reichtum ist kein zufälliges Ereignis! Er ist gewollt!

Wenn ein kompetenter Sozialpädagoge eine gleich hohe Effizienz erzielen sollte wie ein kompetenter Pädagoge - vorausgesetzt natürlich, daß beide noch nicht zu sehr zu Opfern der Dekadenz geworden sind (deswegen habe ich das Wort „kompetent“ verwendet!) -, dann müßte er nicht alle, aber viele Großstädte von den mittlerweile bis zum Himmel stinkenden Slums (Problem-, nein: Herausforderungsviertel?) befreien können. Das kann er aber nicht! Warum nicht? Weil unter anderem der Pädagoge und die Bildung unwichtig gemacht worden sind (siehe oben), was zu immer mehr Dummheit und in der Folge zu immer mehr Armut führt! Ein kompetenter Pädagoge kann grundsätzlich zu immer mehr Intelligenz verhelfen - wenn er es darf. Intelligenz ist aber bei uns nicht mehr gewollt! Die Rockefeller-„Gang“ will das nicht! Sie will eine dumme, arme, kleine Masse. Bildung (z.B. intelligent vs. dumm), Ökonomie (z.B. reich vs. arm) und Demographie/Bevölkerung (z.B. groß vs. klein) werden der Politik der Herrschenden geopfert, so daß nur noch eine dumme, arme, kleine Masse übrigbleibt. Wer (a) dumm, (b) arm, (c) klein ist, leistet keinen Widerstand mehr! Das gilt ja schon bei nur einer dieser Kategorien (siehe: a, b, c). Freiwillig sollen und werden sie sich dann opfern - so wie es z.B. G. Orwell in seinem Romam 1984 und in seiner Fabel Farm der Tiere (Animal Farm) beschrieben hat, oder - fast noch besser - H. G. Wells in seinem Roman Zeitmaschine, in dem die „Eloi“ sich freiwillig den „Morlocks“ opfern. Das entspricht ziemlich exakt dem Willen der heutigen Globalisten. Sie umfassen derzeit höchstens 0,01-1% der globalen Bevölkerung, aber mindestens 80-99% der globalen Macht - je nach Definition (!). Gewiß, vielleicht wird ihnen ein Strich durch ihre Rechnung gemacht werden, wie es nicht selten in der Geschichte der Fall ist, aber von innen heraus wird wohl kaum jemand dagegen noch etwas unternehmen (können) - das zeigt sich immer mehr.

Das von der Citigroup kontrollierte Vermögen,
das von der Geldwäsche „erwirtschaftete“ Vermögen
und die BIPs der 10 größten Volkswirtschaften (2008)
VolkswirtschaftBIP in US-$UnternehmenVermögen in US-$
USA13,840 Bio.  
Japan  4,384 Bio.  
Deutschland  3,667 Bio.  
China  3,251 Bio.  
Großbritannien  2,474 Bio.  
Frankreich  2,395 Bio.  
  Citigroup  2,200 Bio.
Italien   2,105 Bio.  
  Geldwäsche  2,000 Bio.
Kanada  1,432 Bio.  
Brasilien  1,314 Bio.  

Allein schon die Citigroup kontrollierte 2008 ein Vermögen im Wert von 2,2 Billionen US-Dollar! Nur zum Vergleich: das ist ein Wert, der 2008 zwischen dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Italien (2,105 Billionen US-Dollar) und dem von Frankreich (2,395 Billionen US-Dollar) und damit weltweit auf Platz 7 stand - und übrigens auch heute noch steht. Die „Geldwäscherei“ „erwirtschaftete“ im selben Jahr ungefähr 2 Billionen US-Dollar und lag damit hinter dem BIP von Italien, aber weit vor dem BIP von Kanada (1,432  Billionen US-Dollar), das normalerweise hinter dem BIP von Italien lag. Die „Geldwäsche“ (durch Drogenhandel u.s.w.) ist so gewinnbringend, daß sie mittlerweile das BIP von Italien erreicht haben könnte. (**|**). Ist das nicht wahnsinnig? Und ich habe ja noch gar nicht die anderen Hyperreichen aufgezählt, die ja mit diesen beiden erwähnten zusammen ein geheimes Globalkartell bilden - noch!

Vergiß es! Da ist von innen heraus nichts mehr zu machen! Da hilft nur noch ein Unglück (umgangssprachlich gesprochen), ein Wunder (religiös gesprochen), ein Zufall (wissenschaftlich gesprochen), ein Unfall (versicherungstechnisch gesprochen), eine gigantische, alle bisherigen Maße übertreffende Weltwirtschaftskrise oder eine Naturkatastrophe!

Aber sogar alles das ist ja auch schon in ihrer Kalkulation enthalten, weil sie sogar daraus auch noch Gewinne machen wollen. Bleibt zu hoffen, daß sie bald einen riesigen Fehler begehen! Wenn der Zufall da ist, dann bildet er auch meistens mit anderen Zufällen so etwas wie eine Bande. Anders, nämlich aus dem Volksmund heraus gesagt: Ein Unglück kommt selten allein. Und was für das Unglück gilt, das gilt auf sehr ähnliche Weise auch für den Unfall bzw. Zufall.

Der Zeitpunkt dafür, daß sich die Globalisten verkalkulieren, wird kommen. Aber wann genau? Werden wir, wirst Du oder keiner von uns beiden es erleben? Das ist die Frage, um die man sich - berechtigterweise - kümmern soll! Alles andere ist dagegen ziemlich unwichtig!

Um den „Wind aus den Segeln“ zu nehmen: Wenn man sich die Tatsachen anschaut und diese - leider - negativ zu interpretieren sind, dann ist nicht immer der Interpret als ein Pessimist zu verunglimpfen, sondern fast immer die Macht, die diese Tatsachen geschaffen hat!“ (Hubert Brune, Brief an R., 24.05.2012 **).

 

NACH OBEN 228) Veltroose und Illchurch, 27.08.2012 (16:48) ** (420)

420

Der Staat ist ein Monstrum - da hat Thomas Hops in seinem Kommentar vom 29.02.2012, 21:29 (**|**) recht, der hier an Thomas Hobbes (**) erinnern will und ansonsten ironsich und selbstironisch zu verstehen ist. Hops meinte - wie Hobbes - damit selbstverständlich auch, „daß der Mensch im Naturzustand, also ohne Regierung nur nach eigener Macht strebt ..., daß vernünftige Menschen ihre Selbstbestimmung an den Staat abtreten, um die gesellschaftliche Existenz zu sichern.“ (Devern, 25.06.2012, 23:26 **). Denn das soll ja die vernünftige Übereinkunft zwischen Volk und Regierung sein. Nichtsdestotrotz zeigt der Staat immer wieder seine Monstrosität - heute bloß in Abhängigkeit von den Globalisten, denn heute regiert nicht mehr der Staat absolut, sondern die Globalmafia. Die Tatsache, daß sich die Globalisten hinter Esoterik, Verschwörung und Maskerade verstecken, ändert nichts daran, daß sie absolut herrschen. Wir leben zwar nicht mehr in der Zeit des Absolutismus, aber auch das ändert nichts daran, daß absolut geherrscht wird.

Schauen Sie sich doch nur die den Globalisten völlig ausgelieferten Staaten an, z.B. den der USA, der meiner Einschätzung nach schon gar keiner mehr ist! Genauso wie staatlich kann das Monstrum nichtstaatlich daherkommen, wie der Globalismus zeigt - trotz seiner esoterischen und verschworenen Geheimnistuerei, Lügnerei und Betrügerei! Wenn jemand den Globalisten einen Vorwurf machen will, können sie alles leugnen - auch die Tatsache, daß sie mit den von ihnen völlig abhängigen „Staats“-Politikern etwas zu tun haben.

Die Demokratie, von der Sie sprechen, Devern (**), gibt es nur zu einem sehr geringen Prozentsatz, an der Oberfläche, zum Schein, also eigentlich gar nicht!

(* Dieser Beitrag wurde noch am selben Tag gelöscht! Er enthält wohl zuviel Richtiges!)

 

NACH OBEN 229) Sir Karl Raimund Punker, 27.08.2012 (17:24) ** (421)

421

„Verschuldet sich der Staat, dann verschuldet er de facto seine Bürger.
Und auf dieses Reinvermögen der Privaten könnte der Staat immer zurückgreifen.“
(Popper, 30.03.2011, 16:58 **).

So ist es leider, und deshalb stecken wir ja so tief im Dreck. .... - Ey, has’se ‘mal ‘ne Mark?

 

NACH OBEN 230) Alles-mach-Hose, 27.08.2012 (21:48) ** (422)

422

Popstar, Teufel, Luzifer, Antichrist und Katechon **

Deswegen (**) folgendes Zitat:

„Prägnanter kann man die Vulgär-Gnosis unserer Zeit nicht charakterisieren: den Kult des Bösen in der Pop-Kultur. Indem er das Sakrament durch das Sakrileg ersetzt, erweist sich dieser Kult des Bösen als eine inverse Religion. Und damit wird auch die Janusköpfigkeit des Teufels als Gutmensch und Dandy verständlich. Denn gerade in einer Gesellschaft der »Gutmenschen«, die die »Menschheit« vergöttlicht, kann der Dandy als Antichrist auftreten. Mick Jagger war Oscar Wildes Luzifer: »his lips were like a proud red flower«. Wie kein zweiter verkörperte er den Teufel als Dandy, präsentierte »Luzifer als infernalisches Mannequin« (Ernst Osterkamp, Darstellungsformen des Bösen, in: Sprachkunst, Jg. V, 1974, S. 193), das man auf dem Laufsteg des Open-Air-Konzerts feierte - »at her satanic majesty's request«. Und die »Gutmenschen« feierten ihren Pop-Gottesdienst dann im Namen von »Jesus Christ, Superstar« - der Teufel selbst hätte es nicht besser formulieren können.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 70 **).

„Wie wird der Kampf mit dem Teufel enden? Bekanntlich glauben die Christen daran, daß Jesus wiederkehren wird, um den Widersacher zu vernichten. Doch nun sind schon zweitausend Jahre verstrichen, ohne daß der Endkampf stattgefunden hätte - und das muß man den Gläubigen erklären. Paulus hat es im Zweiten Brief an die Thessaloniker (2,4-9) mit der Geschichte vom Katechon versucht. Der Widersacher (ho antikeimenos) wird einmal den Tempel besetzen und vorgeben, Gott zu sein. Der Antichrist wird erscheinen wie Christus und Wunder tun - er ist, mit Erik Petersons großartiger Formel, »der Automat Satans.« (Erik Peterson, Satan und die Mächte der Finsternis, in: Der erste Brief an die Korinther und Paulus-Studien, in: Ausgewählte Schriften, Band VII, S. 445). In den Worten des Paulus nach der Einheitsübersetzung: »Der Gesetzwidrige aber wird, wenn er kommt, die Kraft des Satans haben. Er wird mit großer Macht auftreten und trügerische Zeichen und Wunder tun.« (Paulus, Zweiter Brief an die Thessaloniker, 2,9).“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 70 **).

„Daß der Gesetzwidrige (ho anomos) bis heute nicht offenbar geworden ist, liegt daran, daß es einen gibt, der ihn jetzt noch aufhält (ho katechon). Der Katechon ist der Aufhalter des Antichrist, und so wie der Antichrist nimmt auch der Katechon in der Geschichte immer wieder konkrete Gestalt an. Das ist das christliche Geschichtsbild, das der katholische Staatsrechtler Carl Schmitt gezeichnet hat. Um die Geschichte post Christum natum sinnvoll zu finden, muß es demnach möglich sein, für jede Epoche den Katechon zu benennen, dessen Leistung je und je darin besteht, das Erscheinen des Antichrist und das Ende des Weltalters aufzuhalten. Schmitt nennt hier ganz konkret die christlichen Kaiser und das »Reich«, aber auch die großen Aufhalter des Islam und des Anarchismus.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 70 **).

„Das Geschichtsbild des Katechon kennt die Beschleuniger und Verzögerer des Endes - aber auch jene Zögerlichen, die die Aufgabe des Katechon verfehlen und dadurch zu »Beschleunigern wider Willen« werden. (Vgl. Carl Schmitt, Staat, Großraum, Nomos, S. 436). Die Katechontik verleiht der christlichen Geschichtsbetrachtung einen heilsgeschichtlichen Halt, der es Carl Schmitt ermöglicht, der mythischen Selbstverklärung der neuzeitlichen Selbstbehauptung in der Figur des Prometheus eine Gegenfigur christlichen Handelns entgegenzustellen: den christlichen Epimetheus. In scharfer Antithese zur prometheische Technik des Fortschritts ist christliches Handeln Aufhalten und Vorgebot.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 71 **).

„Indem Carl Schmitt die Figur des Katechon, von der Paulus ja noch eindeutig sagt, daß sie »weggetan« (Luther), beseitigt werden muß, historisch positiviert, verändert er die Vorzeichen: Die Katechontik ersetzt die Apokalyptik. Wenn das Ende naht, wird Selbstbehauptung sinnlos. Der Katechon überwindet ja die »eschatologische Lähmung«; er ist die »Geschichtskraft«, die das Böse niederhält. (Vgl. Carl Schmitt, Der Nomos der Erde, 1950, S. 29 und ders., Briefwechsel, S. 164). Geschichtsbewußtsein wird erst möglich, wenn die Eschatologie ausgeschlossen ist; das leistet die Idee des Katechon.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 71 **).

„Immer wieder verkörpert sich der Teufel, und immer wieder tritt ein Katechon auf, der ihn niederhält. Es ist also das Ärgernis für den Glauben, die Parusieverzögerung, die dem Katechon seinen Platz gibt. Und das erweist die Kirche als legitime Geschichtskraft. Schopenhauer hat erkannt, daß gerade die unendliche Parusieverzögerung, die Enttäuschung der eschatologischen Erwartung als Beweis für die Echtheit des Evangeliums verstanden werden kann. Wäre die frohe Botschaft erst hundert Jahre nach Christus und ohne Fundierung in gleichzeitigen Dokumenten verfaßt worden, so hätten sich die Autoren die Peinlichkeit einer unerfüllten Prophezeiung gewiß erspart. Die Antwort an die zweifelnden Gläubigen lautet: Das Ende ist noch nicht gekommen, weil es je und je aufgehalten worden ist. Und hier zeichnet sich schließlich der konservative Grenzwert jeder Katechontik ab: Der Gnadenschatz der Kirche macht die Eschatologie überflüssig.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 71 **).

Laut Bolz gibt es „eine katechontische Fassung des Begriffs Dekadenz: Niedergang ist der Preis, den wir für das Aufhalten des Untergangs zahlen müssen.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 55 **).

„Wenn man sich nun fragt, wie die Kirche gegen die Gefahr des Zerfalls in Sekten noch am Anspruch auf absolute Autorisierung festhalten kann, bieten sich zwei Instanzen als Antwort an: das Buch der Bücher und der Papst. Die christliche Kirche versteht sich als Subjekt der Bibel. Indem sie kanonisiert und auf den Index setzt, verteilt sie souverän Thema und Anathema. Die kanonische Exegese liest ja die Bibel als Ganzes, konstruien damit das Gedächtnis der Kirche und konstituien Tradition als Aggregation des heiligen Wissens, das über die Zeit verstreut ist.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 116).

„Der zweite Extremwert der Orientierung liegt in der Unfehlbarkeit des Papstes. Der Papst verkörpert ja traditionell den Katholizismus durch persönliche Repräsentation - das gibt es bei Juden, Moslems und Protestanten nicht. Und als Katechon steht er gegen die Entchristlichung der Welt. Das ist heute nur noch zu verstehen, wenn man sehr hoch abstrahiert. Wie schon Carl Schmitt gesehen hat, ist der Vatikan in einem ganz radikalen Sinne die letzte Repräsentation. Das wird gerade durch die neue Sichtbarkeit der Kirche qua Medienpräsenz deutlich. Im Medium der Medienpräsenz kann der Papst tatsächlich aber nur noch die Idee der Repräsentation repräsentieren.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 116 **).

„Es ist nicht besonders originell, an zahlreichen Beispielen zu belegen, wie weit sich der Papst vom Zeitgeist entfernt hat. Das gilt gerade auch für den Zeitgeist des Christentums selbst - man erinnere sich nur an den Streit mit Hans Küng, dem ebenfalls sehr medienwirksamen Exponenten der »Theological Correctness« (Zur »Theologischen Korrektheit« vgl. auch: »Politische Korrektheit« (**|**|**|**|**|**|**|**|**). Die Betrachtungen, die Johannes Paul II. über das moderne Leben, insbesondere dessen Sexualmoral anstellte, waren natürlich völlig unzeitgemäß. Doch gerade radikal gegen den Strich des Zeitgeistes zu sprechen, ist ein probates Mittel im Kampf um die knappe Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit. Der Papst setzte den Anachronismus selbstbewußt als Technik der Aufmerksamkeitsallokation ein. Man könnte auch sagen: er verkörperte die Vorteile mangelnder Lernbereitschaft.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 118).

„Biblisch ist diese Haltung vorgeprägt in der Figur des Katechon, des Aufhalters. Die Physiognomie des Leidens, die den von Attentat und Selbstüberforderung gezeichneten Papst so eindringlich charakterisierte, paßt präzise zu dieser Selbststilisierung als Katechont gegen die Entchristlichung der Welt. Und damit sind wir wohl dem Rätsel seiner Faszinationskraft auf der Spur: Seine Positionen waren oft unzeitgemäß, aber mit allen Wassern der neuen Medienwelt gewaschen. Mehr denn je lautet das Zauberwort der katholischen Kirche »complexio oppositorum« (**), das Bündnis der Gegensätze. So praktizierte der Papst etwa gegenüber dem Islam, den Juden und der orthodoxen Kirche eine fortschrittliche Außenpolitik - um doch zugleich mit »heiliger Starrsinnigkeit« an einer fundamentalistischen Innenpolitik festzuhalten. Das Rätsel der Faszinationskraft des Papstes liegt in der Einheit von Modernität und Antimodernität.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 118).

Auch bei Luhmann findet sich die Katechontik, nämlich als die Antithese zum sogenannten „Fortschritt“. „Evolutionsbewußte Politik entspricht nämlich der Katechontik als Aufschub der Zerstörung des Systems, als »Hinausschieben der Destruktion« (Niklas Luhmann, Soziologische Aufklärung, 1970, Band 4, s. 109).“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 145 **).

 

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