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<= [361][362][363][364][365][366][367][368][369][370] =>

Jahr  S. E. 
 2001 *  1
 2002 *  1
 2003 *  1
 2004 *  3
 2005 *  2
 2006 *  2
2007 2
2008 2
2009 0  
2010 56
2011 80
2012 150
2013 80
2014 230
2015 239
2016 141
 
S.
1
2
3
6
8
10
12
14
14
70
150
300
380
610
849
990
 
P. Z.
 
100%
50%
100%
33,33%
25%
20%
16,67%
 
400%
114,29%
100%
26,67%
60,53%
39,18%
16,61%
 
S.E. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
0,0048
0,0049
0,0050
0,0044
0,0198
0,0384
0,0702
0,0819
0,1219
0,1581
0,1726
 
K.  
1
1
1
3
2
2
2
4
0  
158
97
246
169
1614
1580
1949
 
S.
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2
3
6
8
10
12
16
16
174
271
517
686
2300
3880
5829
 
P. Z.
 
100%
50%
100%
33,33%
25%
20%
33,33%
 
987,50%
55,75%
90,77%
32,69%
235,28%
60,70%
50,23%
 
  K.  
S. E.
1
1
1
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1
1
1
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2,82
1,21
1,64
2,11
7,02
6,61
13,82
 
  K.  
T.
0,0039
0,0027
0,0027
0,0082
0,0055
0,0055
0,0055
0,0109
0
0,4328
0,2658
0,6721
0,4630
4,4219
4,3288
5,3251
 
 K. (S.) 
S.E. (S.)
1
1
1
1
1
1
1
1,143
1,143
2,486
1,807
1,723
1,805
3,770
4,570
5,888
 
K. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
0,0048
0,0049
0,0057
0,0050
0,0491
0,0693
0,1210
0,1479
0,4596
0,7227
1,0116
* Von 2001 bis 2006 nur Gästebuch, erst ab 2007 auch Webforen und Weblogs.

NACH OBEN 361) Mark Pfennig, 30.10.2013 (17:52, 18:12) ** ** (623-624)

623

@ Xentor

Das Problem ist kein nationales. Versteht das doch endlich einmal! Die EU bestimmt 80% oder mittlerweile sogar 90% aller Gesetze, die die nationalen Parlamente nur noch umsetzen müssen. Das wird von denen auch gar nicht geleugnet, wenn man sie sehr eingehend danach fragt. Diese 80-90% aller Entscheidungen durch die EU sind also ein Faktum, eine Tatsache!

Wenn Wahlen etwas verändern würden, würden sie verboten sein!

Die Nichtwähler sind in anderen europäischen Ländern genauso stark vertreten wie in Deutschland. In den sogenannten „Vereinigten Staaten“ (VSA oder USA) sind sie sogar noch stärker vertreten. Die Parlamente würden nicht „zerstückelt sein“ (Xentor), wenn ... u.s.w. u.s.f. ... blabla .... Nein! Den Parlamenten ist das relativ egal. Die meisten Parlamentarier kommen eh nicht über die Wahl, sondern über ihre Listen ins Parlament. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, daß Wahlen gefälscht werden, sehr hoch. Was sollen also diese alten Denkschablonen, die eher ins 19. Jahrhundert gehören, und dieser „Wähler“-Appell, der eh ins Leere führt, Xentor? Das bringt doch nichts. Wir leben mittlerweile im Zeitalter des Globalismus, und deswegen werden Nationen, alles Nationale (also auch die nationalen Parlamente - die wollen die Globalisten abschaffen!) und jede Kritik an global(istisch)en Institutionen bekämpft - immer mehr und immer energischer mit immer terroristischeren Mitteln.

Xentor meint es gut, aber schreibt so, als wäre er ein Globalist.

Keine Chance den Glozis!

624

Ja, die „Spitze des Eisberges“: das sind die Globalisten (Glozis). In deren „Welt lohnt es sich nicht zu leben“ - oder doch (?): allein schon die Generationengerechtigkeit sollte uns zum Kampf veranlassen, denn die nachfolgenden Generationen haben auch ein Recht auf Leben, auf das nämlich, was wir bisher relativ sorgenfrei genießen konnten. Seid ehrlich! Nicht nur, daß die Kinderarmut in dieser global(istisch)en „Welt“ immer mehr zunimmt, sondern auch die Wahrscheinlichkeit für Kinder, überhaupt noch in einer wenigstens relativ friedlichen und relativ sicheren und relativ freien Welt zu leben, wird immer geringer, strebt gegen NULL. Das ist wirklich zum Kotzen!

 

NACH OBEN 362) Mesch ut Mesket, 30.10.2013 (17:00, 18:22, 18:26, 18:39, 18:54, 19:00 19:26, 20:23, 20:41, 21:12) ** ** ** ** ** ** ** ** (625-634)

625

@ Lena (Peter Mersch)

„Ein wenig wundern mich bei einigen Kommentaren Ausdrücke wie »braune Jauche« etc.. Wenn überhaupt, dann ist Mersch meiner Meinung nach eher dem linken Lager zuzurechnen.“ **

Die Nationalsozialisten standen zu mindestens 50% im linken Lager.

626

@ Lena (Peter Mersch)

„Auch finde ich, daß die Herangehensweise im Zusammenhang mit der Systemischen Evolutionstheorie einige interessante Konsequenzen hat. Beispielsweise ließ Mersch einmal den folgenden Spruch in einem Amazon-Forum ab: »Wenn man Märkte frei und unreguliert läßt, laufen dort nach einiger Zeit Raubtiere herum.« FDP? Ist jedenfalls eine hübsche Allegorie auf den Raubtierkapitalismus. Und sehr treffend.“ **

Sie scheinen gar nicht zu wissen, wie sehr egalitaristisch die FDP spätestens seit Beginn der „sozialliberalen“ Koalition (1969) ist. Schauen Sie sich einmal das Programm der FDP an, insbesondere aus der Zeit der „sozialliberalen“ Koalition (1969-1982).

627

@ Lena (Peter Mersch)

„Ferner läßt sich - wie ich finde - recht überzeugend begründen, daß die aktuelle Wirtschaftskrise nicht einfach nur durch verbrecherische Manager hervorgebracht wurde. Es spricht alles viel mehr für Systemfehler, die genau den Managertyp begünstigt haben, der schließlich den Schaden verursachte. In der Frage hätte Mersch definitiv die volle Zustimmung von Niklas Luhmann gefunden, der auch der Meinung war, daß man die Rahmenbedingungen ändern muß, will man für dauerhafte Änderungen sorgen.“ **

Zustimmung!

628

@ Anonymer

Das rassistische „Argumentieren“ trifft ja wohl viel eher auf Sie selbst zu - nur eben unter umgekehrten Vorzeichen, denn Sie wollen unter scheinheiligen Begründungen Leuten helfen, obwohl die mit riesiger Lobby im Rücken ausgestattet sind, und diejenigen bestrafen, die keine Lobby haben: die Leistungsträger der Mittelschicht. Rassistischer geht es nicht.

Die Leistungsträger waren schon immer eine Minderheit, und sie werden weiterhin immer schneller noch weniger, weil immer mehr von ihnen immer schneller durch immer mehr und immer wirksamer werdende Ausbeutung in das Prekariat abrutschen. Heute wird also nicht das Proletariat ausgebeutet, sondern die Leistungsträgerschaft, die Mittelschicht, und die hat keine Lobby, schon gar nicht eine Partei, die sie wirklich vertritt.

Die Euthanasie ist auch nicht von den Nationalsozialisten erfunden worden und war beispielsweise in den USA und England viel verbreiteter und allgemein akzeptierter als in Deutschland.

Wir sollten von der Generationengerechtigkeit ausgehen und sie immer mehr einfordern, weil die Globalisten sie immer mehr mit Füßen treten und nicht nur die Kinderarmut, sondern auch die Gefahr für Kinder, nur noch mit Krieg und Terror aufzuwachsen, auf ebenso schreckliche Weise zunimmt. Dafür zu kämpfen, müßte mittelerweile die selbstverständliche Pflicht eines jeden Erwachsenen sein, doch leider sind es nur sehr wenige Menschen - und zu ihnen gehört auch Peter Mersch -, die wirklich für die Generaionengerechtigkeit kämpfen.

629

@ Lena (Peter Mersch)

„Zum Sozialdarwinismus: Im letzten Jahr war Darwin-Jahr. Da wurde dieser Herr als einer der bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten gefeiert. Darwin hat sich aber selbst in bezug auf menschliche Gesellschaften in einer Weise geäußert, die wir heute als in höchstem Maße problematisch finden würden. Das Thema Sozialdarwinismus blieb im gesamten Darwin-Jahr fast völlig außen vor. Liest man die Erläuterungen auf Wikipedia zum Thema, dann wird nicht wirklich klar, was der eigentliche Denkfehler des Sozialdarwinismus war. Es wird nicht klar, warum die Darwinsche Evolutionstheorie angeblich eine der größten wissenschaftlichen Leistungen aller Zeiten ist, der Sozialdarwinismus aber eine verbrecherische Ideologie.“ **

Der Sozialdarwinismus war von Anfang an im Darwinismus enthalten, weshalb es nichts als Propaganda ist, wenn behauptet wird, man müsse Darwinismus und Sozialdarwinismus streng voneinander getrennt halten und bewerten - eine solche Trennung sagt lediglich etwas über die diesbezüglichen Trenner aus.

630

@ Lena (Peter Mersch)

„Der eine ist meiner Meinung nach ein klassischer Linker.  –  Mersch ist ein Querdenker, weil er vollständig unabhängig ist.“ **

Warumn erwähnen Sie denn immer wieder, daß „der eine“ (oder der andere?) „ein klassischer Linker“ (**) ist? Das ist doch unwichtig. Sie wollen sich dadurch beliebt machen - anders gesagt: Sie sind kein Freidenker, kein Querdenker, sondern ein an Kompetenzverlustängsten leidender Mensch. Sie wollen sich mit dem „Linkssein“ anbiedern, um nicht herauszufallen aus dem Mainstream, aber so werden Sie Ihrem tieferen, bedeutenderen Anliegen eigentlichen nicht gerecht.

Überhaupt: Ich habe hier noch keinen Text gelesen, der vemuten lassen darf, sein Autor sei ein Quer- oder sogar Freidenker! Freidenker gibt es hier nicht. Hier wollen alle immer nur auf „Nummer SICHER“ gehen, weshalb sie sich dem Mainstream anpassen. Sich möglichst links, möglichst liberal geben - das soll der Eindruck sein, den man immer wieder bestätigen muß. Das „Man“ (Heidegger) läßt grüßen!

Was ist denn „links“? Wohl doch ein Begriff der Propaganda und ansonsten der Gesäßgeographie! Und ein „klassischer Linker“ (**), wie Sie sagen, ist heute sowieso eher ein Rechter, denn der klassische Rechte ist heute ein Linker.

631

Das, was hier über Metaphysiker und Pseudowissenschaftler gesagt wird (**), ist nicht ernst zu nehmen, denn die Wissenschaftler sind ja heute viel mehr in Nöten und verteidigen ihren „Besitz“ bis aufs Blut. Ich habe mich schon gewundert, wieso ich bisher noch nicht das Wort „Verschwörungstheorie“ oder andere Abwehrwörter gelesen habe. Jeder Theoretiker muß, wenn er erfolgreich sein will, von Verschwörungen gegen ihn ausgehen - ob mit oder ohne Recht. Er sollte sich dafür auch gar nicht schämen. Doch das Gegenteil ist heute Realität: Alle schämen sich, sobald sie sich getraut haben, der Wissenschaft etwas Neues, etwas Gewinnbringendes zu liefern, und dafür bestraft worden sind. Der Sinn hinter diesen ganzen Abwehrmechanismen seitens der Wissenschaftler und ihren Nachplapperern liegt darin begründet, ihr Wissen wie Besitz zu verteidigen, d.h. die Wissenschaft in ihrer Dynamik zu bremsen. So werden sie zu Dogmatikern (Ähnlichkeiten mit den Theologen sind nicht zufällig!). Das ist durchaus auch charakteristisch für Wissenschaftler. Genauso verhält sich auch ein Unternehmer, der eigenlich keine Konnkurrenten will und sie deshalb bekämpft, denn er will ja das Monopol, die Macht - wie eigentlich jeder Mensch.

Den wenigen und immer weniger werdenden mutigen Menschen, die es wagen, etwas Neues in die Wissenschaft zu bringen, gebürt Dank. Wieviele, die das schon getan haben, sind gegen die Wand geschmettert worden - auch mit solchen Vorwürfen, die hier im Blog hin und wieder auftauchen! Leute, seid doch froh über Menschen, die etwas wagen - wagen im Sinne aller Menschen! Wenn alle immer nur alles nachplappern, dann haben alle - früher oder später - ein Problem, ein riesges, ein globales, nämlich den Globalismus mit seiner Diktatur, der nichts mehr neben sich duldet, keine Kritik, kein freies Denken, das es sowieso schon kaum noch gibt (hier ist ja eh kein Freidenker!). Ausgerechnet ein Blog ohne Freidenker, aber mit dem Wort „Freidenker“ im Namen („Oeffinger Freidenker“) plappert dem Mainstream alles nach, was es nachzuplappern gibt, ist also alles andere als freidenkerisch, ist eher sogar GEGEN das Freidenken!

Leute, wacht endlich auf!

632

@ Lena (Peter Mersch)

„Evolution ist eben gerade nicht Veränderung. Verändern tut sich in der Natur ständig etwas. Die Erde verändert z.B. ständig ihre Position in Relation zur Sonne. Das hat aber nichts mit Evolution zu tun. In meinem Link zitiere ich Mersch wie folgt: »Der unterschiedliche Erfolg der Evolutionsakteure bei der Reproduktion ihrer Kompetenzen (Informationen) bewirkt schließlich Evolution.« Das ist ein Satz wie in Stein gemeißelt, über den man wochenlang nachdenken könnte. Vereinfacht ausgedrückt besagt dieser: Evolution wird durch das Bestreben bewirkt, sich nicht zu verschlechtern (bzw. sich nicht zu verändern). Das Interessante ist nun: Genau hierdurch entsteht eine ständige Veränderung, ein eigendynamischer Prozeß sozusagen, der ausgesprochen wachstumsorientiert ist. Wenn ein Vogelmännchen eine neue Melodie erfindet, die bei den Weibchen Anklang findet, müssen alle anderen mit dem Üben anfangen, sonst fallen sie zurück. Das wollen sie natürlich verhindern. Wenn ein Mobiltelefonhersteller einen Rundfunkempfänger in seine Geräte einbaut, werden die anderen das Gleiche tun müssen und möglichst noch mit etwas anderem (z.B. einer Videokamera) kontern müssen. Das sind eigendynamische Prozesse, die einzig aus dem Bestreben resultieren, die eigenen Kompetenzen nicht zu verlieren, weswegen sie pausenlos reproduziert werden müssen.“ **

Gratualtion! Sie haben Peter Merschs Systemische Evolutionstheorie wirklich verstanden!

633

@ Lena (Peter Mersch)

„Zu niedrige Fertilitätsraten verletzen gewissermaßen die Generationengerechtigkeit.“ **

Zu hohe aber auch, aber am schlimmsten ist es, wenn die Fertilitätsraten zu sehr divergieren, z.B. zwischen mehreren Gesellschaften oder innerhalb einer Gesellschaftstsruktur (zwischen den Schichten).

634

@ Lena (Peter Mersch)

„Die Familienmanagerin würde also ein katastrophales Schrumpfen verhindern können. Durch Festlegung der Zahl der offenen Stellen könnte man die Geburtenzahlen pro Land genau festlegen. Nobelpreisträger Manfred Eigen hat die Beherrschung der Geburtenentwicklung einmal als das wichtigste globale Problem der Menschheit bezeichnet. Mersch hat es meiner Meinung nach gelöst, und zwar ohne Zwangsmaßnahmen. Die Menschheit muß das Problem lösen, wenn sie auf längere Zeit in Frieden auf diesem Planeten verweilen möchte.“ **

Es ist das wichtigste Thema der Gegenwart und der Zukunft und heißt: Generationengerechtigkeit.

 

NACH OBEN 363) Gebildeter, 31.10.2013 (01:18, 01:22, 01:25, 01:28, 01:30, 01:32, 14:53, 15:54, 17:13, 17:51) ** ** ** ** ** ** ** ** ** (635-644)

635

@ Lena (Peter Mersch)

Zu Ihrer Hypothese über den Zusammenhang von „Youth Bulges“ und Kriegen u.ä. (**):

Für diese Hypothese wird meistens eine bestimmte Person genannt: Gunnar Heinsohn (**|**). M.E. ist Heinsohns Behauptung jedoch falsch oder zumindest zu einem nicht unerheblichen Teil falsch.

Die Geburtenraten des Deutschen Reiches sanken schon Ende des 19. Jahrhunderts, der „Youth Bulge“ war 1910 bereits verschwunden, zumindest eingeebnet, weil gerade 1910 die Bevölkerungspyramide exakt einer Pyramide glich, also keine Ausstülpung enthielt und somit auch kein Jugendüberschuß existierte.

Bevölkerungspyramiden-Beispiele aus Deutschland: 1875, 1910, 1925, 1939, 1950, 2000, 2050 (Vorausberechnung).
Demographie

„Wenn Heinsohns Thesen zuträfen, hätten der 1. und der 2. Weltkrieg im 19. Jahrhundert stattfinden müssen!“ (Hubert Brune, Vom Nutzen und Nachteil der Ökonomie für die Bevölkerungsgeschichte, 2007 **). Wenn Heinsohns Thesen zuträfen, hätte „1968“ nicht 1968, sondern 1988 stattfinden müssen, so Brune, doch um 1988 herum (genauer: 1989) „ereignete sich aber ausgerechnet eine besonders friedliche »Revolution« bzw. Revolte, die 1989 ihren Gipfelpunkt mit dem Fall der Mauer (09.11.1989) erreichen sollte. Gemäß Heinsohns Jungmännerüberschuß-Theorie gibt es Kriege, Bürgerkriege, »Revolutionen«, Revolten, Gewalt, Mord, ja Völkermord nur mit überflüssigen Jungmännern (mindestens 20% der Männer sind 15-bis-29-Jährige - einen solch hohen Anteil hat es übrigens in Deutschland seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr gegeben! [Vgl. auch die Abbildungen {**|**|**|**}].). Dazu kommt noch, daß ausgerechnet die »68er« eine sehr geburtenschwache Generation sind (so verzeichnete z.B. das Jahr 1945 eine Geburtenrate von 1,43 [vgl. Meinhard Miegel, Das Ende des Individualismus, 1993, S. 89 {**}]). Heinsohns Jungmännerüberschuß-Theorie ist zwar plausibel und deswegen auch brauchbar, aber sie entbehrt andere Aspekte, die ebenfalls plausibel sind und sie eher widerlegen als belegen, weswegen Heinsohn sie einfach ignoriert. Er täte besser daran, sie zu berücksichtigen, denn er müßte seine Theorie dabei nicht aufgeben, sondern nur abschwächen. Sonst läuft er Gefahr, selbst von vielen ignoriert zu werden. Und das wäre doch schade, oder?“ (Ebd. **). „Die größten Probleme bei Bevölkerungsentwicklungen gibt es dann, wenn unterschiedliche Gemeinschafts- bzw. Gesellschaftsformen eine große Differenz hinsichtlich ihrer Geburtenraten und noch jungen Menschen aufweisen - und das ist heute der Fall zwischen dem Abendland (niedrige Geburtenrate, wenige Jungmenschen) und dem Morgenland (hohe Geburtenrate, viele Jungmenschen) und noch mehr gegenüber Schwarzafrika (sehr hohe Geburtenrate, sehr viele Jungmenschen). Deshalb muß die Forderung genau gesagt lauten: Demographische Abrüstung für diejenigen, deren Geburtenrate 2,1 und mehr beträgt; demographische Aufrüstung für diejenigen, deren Geburtenarte 2 und weniger beträgt.“ (Ebd. **).

636

@ Anonymer

Du mußt auch die Adjektive dabei lesen. Es kann doch hoffentlich für Dich nicht so schwer sein, den Unterschied zwischen einer geordneten Schrumpfung und einer katastrophalen Schrumpfung zu verstehen. Oder etwa doch? Wenn Du NICHT VOR 1960 geboren bist, dann bist Du entschuldigt, weil Du als Opfer der „Bidlungsreform“ durch die „68er“ das Lesen und Schreiben sowie das Rechnen nicht lernen durftest. Viele dieser durch die „68er“ Geschädigten sind ja heute sogar stolz darauf, von Deutsch und Mathematik keine Ahnung zu haben.

Ja, Lena bzw. Peter Mersch, es war wohl alles umsonst, alles vergeudete Energie!

Schade. Aber das war’s dann wohl!

637

@ Lena (Peter Mersch)

„Beim Familienmanager-Konzept müßte man Unterhalt zahlen, wenn man kein Kind großzieht, weil man eine bestimmte »Leistung« nicht erbringt. Mersch meint, daß sich allein dadurch recht viele Berufstätige für ein oder 2 Kinder entscheiden werden, weil Kinderlosigkeit nun nicht mehr so extrem vorteilhaft ist.“ **

Quod esset demonstrandum.

638

@ Lena (Peter Mersch)

„Familienquote (statt Frauenquote).“ **

Unterstütze ich! Sofort!

@ Lena (Peter Mersch)

„Herwig Birg hat unlängst sogar die Bevorzugung von Eltern auf dem Arbeitsmarkt vorgeschlagen.“ **

Sehr gut, Herr Birg!

639

@ Lena (Peter Mersch)

„Entweder man zieht selbst ein Kind auf, oder man zahlt Unterhalt, damit größere - ausreichend qualifizierte - Familien ihre eigenen Kinder in Würde aufziehen können.“ **

Das ist gerecht, vor allem generationengerecht!

640

@ Lena (Peter Mersch)

„FDP-Gerede .... Dafür steht mir momentan nicht der Sinn.“ **

Gut angeschmeichelt an die vielen hier kommentierenden Jung- oder Linksliberalen, die alles tolerieren (ach, wie liberal!), sogar das Intolerante, aber niemals einen Freidenker!

641

@ Anonymer

Du hast überhaupt nichts kapiert, und mit Deiner scheinheilgen Dekadenzmoral bist Du zwar in für Dich angenehmer Umgebung der Mehrheit (wer hilft erstmalig und endlich einmal einer Minderheit?) - das gab es schon häufig, z.B. auch in der Spätantike bzw. dem frühesten Frühmittelalter, als das Christentum mit seiner Dekadenzmoral seinen Eroberungsfeldzug führte.

Man muß vorurteilsfrei an jede Thematik herangehen können. Wer das nicht kann, wer nicht neutral, wer nicht vorurteilsfrei reden und denken kann, soll von wissenschaftlichen Themen schweigen (frei nach Wittgenstein).

642

@ Lena (Peter Mersch)

„Simone de Beauvoir ... behauptete also, man dürfte Frauen nicht für Familienarbeit bezahlen, weil sonst zu viele nur noch Familienarbeit machen wollten.“ **

Genau! Die Familienarbeit wollte sie und wollten und wollen vor allem ihre Nachfolgerinnen verhindern! Aber warum? Warum maßen sich diese „Frauen“, die sich fast ausnahmslos als im falschen Körper steckend empfinden, an, über Frauen so diskriminierend, sexistisch (also: sexualrassistisch!) zu äußern? Warum? Wenn Frauen Frauen sein wollen, dann soll man sie dabei in Ruhe lassen. Aber diese Rassistinnen wollen, daß alle Frauen so sein sollen wie sie, nämlich: keine Frauen, sondern halbe Männer oder „Gender“. Und wer jetzt noch sagt, diese „Feministinnen“ hätten recht, der outet sich damit selbst als Rassist.

643

@ Lena (Peter Mersch)

„Ein kleiner Tipp: Einige kennen vielleicht noch den Tiefseetaucher Prof. Hans Hass, von dem sehr viele interessante Fernsehsendungen stammen. Auf seiner Homepage www.Hans-Hass.de (Hans-Hass.de) hat er einen Brief an die Frauen in allen Teilen der Welt gerichtet, in der er sie zur Geburtenplanung aufruft (ich weiß zwar nicht, warum er sich nur an die Frauen richtet, denn in vielen Ländern sind es die Männer, die dafür sorgen, daß zu viele Kinder geboren werden). Dort schlägt er etwas sehr ähnliches wie Mersch vor. Mersch will allerdings im Gegensatz dazu keine Verbote aussprechen ....“ **

Aber Simone de Beauvoir darf es; sie darf Frauen verbieten, Frauen zu sein, Frauen sein zu wollen u.s.w..

Komisch, aber hier sind doch nur die Rollen vertauscht, wenn nicht mehr ein Teil der Männer, sondern nur noch ein Teil der Frauen Frauen alles verbieten darf - mit den Folgen, die dramatisch enden werden, vielleicht sogar mit dem Ende der Menschheit!

644

Ein ebenfalls sehr beliebtes Spiel der Mächtigen ist die Junge-gegen-Alte-Hetzjagd. Wenn die Jungen sich von den Alten nichts mehr sagen lassen, dann können die Mächtigen - z.B die heutigen Mächtigen dieser Erde - die Jungen für sich gewinnen und demagogisch verführen. Warum lernen die meisten Menschen nicht aus der Geschichte? Weil:
(a) ihnen das Wissen fehlt;
(b) sie in ihren noch jungen Jahren verführt worden sind;
(c)sie in älteren Jahren gelassener geworden sind und sich nicht mehr zur Wehr setzen;
(d)es die Politik der Mächtigen ist, aus diesen Daten und Fakten Gewinn zu machen, Macht zu erhalten und zu vergrößern!
Früher ließen sich die Jungen viel mehr von den Älteren sagen, und das war eine gute Strategie, weil die Jungen, obgleich ein Teil von ihnen sehr intelligent sein kann, von den Alten gelernt haben, weil die über mehr Erfahrung verfügen. Erfahrungswissen ist ein Wert, den man gar nicht hoch genug einschätzen kann, weshalb er von denjenigen, die ihn als störend deuten, bekämpft wird.

 

NACH OBEN 364) Mesch ut Mesket, 31.10.2013 (22:17, 22:50, 23:16, 23:57) ** (645-648)

645

@ Ingo Bading

„»Die Arbeitslosigkeit ist eine Folge der hohen Erwerbsbeteiligung von Frauen im Zusammenwirken mit den niedrigen Geburtenraten. Das geht aus den Zahlen des statistischen Bundesamtes klar hervor.« (Lena Waider, a.a.O. **).“ **

Neben der hohen Erwerbsbeteiligung von Frauen im Zusammenwirken mit den niedrigen Geburtenraten gehören auch die Einwanderung von Gastarbeitern, wie sie früher hießen und heute nur noch Einwanderer genannt werden, und die Einführung der „Subunternehmen“, die ebenfalls als Gastarbeiterunternehmen zu deuten sind, zu den Folgen der Arbeitslosigkeit!

646

„»Heute besitzen Frauen in den Büros die Mehrheit, in den Medien sowieso. Das statistische Bundesamt zeigt auf: Ab 1970 brachen die Geburtenraten von vorher ca. 2,3 auf dann 1,3-1,4 ein. .... Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote kontinuierlich an, obwohl die Wirtschaft immer mehr Erwerbsarbeitsplätze anbot (es gibt also heute mehr Arbeit). Der Anstieg bei der Arbeit war aber klein im Vergleich zum Anstieg bei den Erwerbspersonen, der in erster Linie durch zusätzliche Frauen bewirkt wurde.« (Lena Waider, a.a.O.).“ **

Sie fallen über alle Positionen her wie die Heuschrecken! Wie soll man das Problem lösen?

„»In modernen, hochtechnisierten Ländern wie Deutschland, Japan, Taiwan, Süd-Korea, Singapur u.sw.. läßt sich das Nachwuchsproblem meiner Meinung nach nur durch
(a) massive Zuwanderung,
(b) Rückkehr zum Patriarchat,
(c)einen zusätzlichen Beruf für Familienarbeit
lösen.« (Lena Waider, a.a.O.).“ **

Kreuzen Sie den richtigen Buchstaben an!

„»Geringe Geburtenraten in Wohlstandsländern, die durch Migranten aufgefüllt werden müssen (!), sind Kolonialismus und nichts anderes.« (Lena Waider, a.a.O.).“ **

Es ist vor allem eine Kalkulation einer in ihren riesigen Ausmaßen noch nie zuvor dagewesenen Unmenschlichkeit.

647

„»Alice Schwarzer ... ist doch eine Hauptverantwortliche für den Mist, den wir aktuell erleben. Die hat doch diesen Sozialdarwinismus in die Familienfrage eingeführt: starke Frauen gehen arbeiten und lassen arme Kinder zurück. Die Emanzipation wurde auf dem Rücken der Schwächsten in unserer Gesellschaft ausgetragen: den Kindern. Außerdem fordere ich endlich Gleichberechtigung für Frauen. Alice Schwarzer hat genau die nicht gebracht. Sie hat Frauen gleiche Rechte gebracht, wenn sie einen männlichen Lebensentwurf anstreben. Sie hat Frauen, die gerne mehrere eigene Kinder großziehen möchten, die Armut gebracht.« (Lena Waider, a.a.O.).“ **

„Nicht nur, daß die Kinderarmut (und auch die Elternarmut, also in summa: die Familienarmut) in dieser global(istisch)en „Welt“ immer mehr zunimmt, sondern auch die Wahrscheinlichkeit für Kinder, überhaupt noch in einer wenigstens relativ friedlichen und relativ sicheren und relativ freien Welt zu leben, wird immer geringer, strebt gegen NULL. Das ist wirklich zum Kotzen!“ (Mark Pfennig, 30.10.2013, 18:12 **).

648

„»Der Pförtner am Firmentor wird bezahlt, die auf die Kinder wachende Mutter auf dem Spielplatz nicht. Ein gleicher Anspruch auf Bezahlung besteht für die Mutter nicht, da sich der Anspruch des Pförtners aus dem Arbeitsvertrag ableitet, und den hat die Mutter nicht. Das ist das Problem.« (Lena Waider, a.a.O.).“ **

Und dann wird dabei ständig die Lüge hochgehalten, solche Zustände seien „gerecht“, beruhten auf „Gleichberechtigung“ u.ä.. Es gab von diesen gigantischen Ausmaßen her gesehen noch nie eine größerer Ungerechtigkeit und nie weniger Gleichberchtigung als heute!

 

NACH OBEN 365) Niegeboren Niegestorben, 31.10.2013 (23:58) ** (649)

649

@ Bornposthumously

Hier sieht alles sehr chaotisch, sehr anarchistisch aus; denn ich kann beispielsweise nicht erkennen, wer der Autor welcher Texte ist, wer mit welchem Text zitiert wird, wer hier der Anbieter bzw. der Blogwart ist. Kann mir das einmal jemand sagen, bevor ich hier ernsthaft kommentiere?

Mann, Mann, Mann!

 

NACH OBEN 366) Herr X., 31.10.2013 (23:59:01, 23:59:59) ** (650-651)

650

@ Bornposthumously

„Hallo Herr X!  –  Ich möchte Ihnen eine kurze Einführung zu meinem Blog bieten der nur ein klitzekleines Wissen von den Antiken untergegangenen Kulturen bietet. Es sind immer die Altertumswissenschaftler des 19. Jahrhunderts gewesen die all dieses Wissen ans Tageslicht gebracht haben. Heute ist so ein Wissen entweder verboten, oder auf der Margine der Gesellschaft, wie auch so vieles Gutes. Die Autoren, die diesen Stoff sehr gut behandelt haben, sind: Karl Friedrich Vollgraff, Ernst von Lasaulx, Jakob Burckhardt, Friedrich Wilehelm Nietzsche, auch Karl Gottlob Zumpt ist interessant für eine tiefere Einsicht. Die ganze Geschichte heißt Kulturpessimismus ....“ **

Genau.

Wie können wir nur den Nihilismus überwinden?

651

@ Bornposthumously

Wie genau hat Nietzsche denn den Nihilismus überwunden?

 

 

NACH OBEN 367) Mesch ut Mesket, 01.11.2013 (00:24, 02:55, 16:44, 17:23, 17:38, 17:57, 18:35, 18:43, 19:01, 19:33) ** ** ** ** ** ** ** ** ** (652-661)

652

@ Tobias Maier

Ja, Tobias, wohl leider noch zuviel Gedankengut der „68er“ und deren Nachfolger (noch schlimmer!) berücksichtigt.

Lena Waider hat recht. Der Übersetzungsfehler ist eine üble Ausrede derjenigen, die nicht wissen, wem sie die Schuld geben dürfen.

653

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Was wäre denn, wenn
1. die Gleichberechtigung der Geschlechter weltweit umgesetzt wäre,
2. es genügend Krippenplätze gäbe,
3. es überall leistungsfähige Verhütungsmittel gäbe,
4.Familien weiterhin ihre Kinder im wesentlichen selbst finanzieren müßten (Wirtschaftsfunktion),
5.es aber überall Sozialstaaten gäbe, die einspringen, wenn Eltern ihre Kinder nicht ernähren können,
6.die medizinische Versorgung überall so gut ist, daß ca. 2 Kinder pro Frau für eine »Bestandserhaltung« der Bevölkerung reichen.
Mit anderen Worten: Was wäre, wenn sich weltweit die Gesellschaft realisiert hätte, die wir die ganze Zeit anstreben? .... Dann ist die Wirtschaftsfunktion der Familie nicht länger haltbar. Es muß dann einen echten Beruf für Familienarbeit geben, bei dem Frauen (eventuell Männer) für das Aufziehen ihrer eigenen Kinder bezahlt werden.“ **

Und wenn es Familienmanager//innnen oder andere Lösungen (Zuwanderung [zu kolonialistisch, zu gefährlich, zu teuer und auf Anarchie hinauslaufend!], reines Patriarchat [ist gegenwärtig nicht machbar - das kann man allerdings auch vom Familienmanagerkonzept sagen]) nicht bald geben wird, dann können wir hier in Europa, wahrscheinlich auch in Nordamerika, vielleicht sogar auf der ganzen Erde nicht Luftschlösser, sondern nur noch primitive Erdbunker bauen!

654

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„»Mein Ideal wäre weniger Arbeit für alle. Wenn jeder nur halbtags arbeiten würde, könnte man seine Kinder selber aufziehen und es gäbe kaum mehr Arbeitslose.« (Mona, 16.03.2010, 19:03 **). Die Arbeitslosigkeit ist eine Folge der hohen Erwerbsbeteiligung von Frauen im Zusammenwirken mit den niedrigen Geburtenraten. Das geht aus den Zahlen des statistischen Bundesamtes klar hervor. Außerdem kann man bei vielen Berufen nicht auf halbtags heruntergehen. Ein/e Wissenschaftler/in, der/die nur halbtags forscht, ist bald keine/r mehr.“ **

Wenn die lohnabhängige Halbtagsarbeit in der sogenannten „1. Welt“ oder sogar weltweit gelten würde, würde es schon funktionieren. Die z.B. in der Wissenschaft lohn-/gehaltsabhängig Arbeitenden würden dann ja unter dieselbe Regelung fallen.

655

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Die Probleme würden auch bei niedrigeren Zahlen entstehen. Sie wären dann nicht so gravierend, aber sehr wohl vorhanden.“ **

Das beurteile ich allerdings auch so! Ganz genauso!

„Auch das BGE gehört mal wieder zu den Maßnahmen, bei denen nicht über die Rückwirkungen auf Geburten und Familie nachgedacht wird. Das ist mittlerweile fast chronisch so. Es wird alles stets nur durch die Brille der Singles gesehen. Auch das ist ein Ausdruck der Ichling-Kultur.“ **

Wenn man also den unwiderstehlichen Eindruck hat, daß es daraus vorerst keinen Ausweg gibt, dann ist dieser Eindruck garantiert nicht falsch. Dennoch sollten die Ideen oder Theoreme, mit denen zumindest versucht wird, diese unheilvolle Entwicklung zu bremsen oder gar umzudrehen oder in andere, angenehmere Bahnen zu lenken, über alle Maße gelobt werden. Denn von den anderen Ideen und Theoremen - nämlich denen, die alles nur noch verschlimmern und immer schneller verschlimmern - haben wir ja wohl genug.

656

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Ab 1970 brachen die Geburtenraten von vorher ca. 2,3 auf dann 1,3-1,4 ein (Pillenknick). Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote kontinuierlich an, obwohl die Wirtschaft immer mehr Erwerbsarbeitsplätze anbot (es gibt also heute mehr Arbeit). Der Anstieg bei der Arbeit war aber klein im Vergleich zum Anstieg bei den Erwerbspersonen, der in erster Linie durch zusätzliche Frauen bewirkt wurde. Hier ist zu berücksichtigen, daß vor allem qualifizierte, gut ausgebildete Frauen nachgerückt sind. Die bekommen nun besonders wenige Kinder, weil sie besonders viel arbeiten. Die Auswirkungen davon sind so gut wie irreparabel ....“ **

Das gilt überall! Und es kommt dabei überhaupt nicht auf irgendwelche nationalen Unterschiede bezüglich „Mentalität“ oder ähnlicher Ausreden an, sondern auf diese Dynamik, die Peter Mersch und andere Genies an Beispielen immer wieder beschreiben.

657

@ Klapperstorch

„In modernen, hochtechnisierten Ländern wie Deutschland, Japan, Taiwan, Süd-Korea, Singapur u.sw.. läßt sich das Nachwuchsproblem meiner Meinung nach nur durch
(a) massive Zuwanderung,
(b) Rückkehr zum Patriarchat,
(c)einen zusätzlichen Beruf für Familienarbeit.
lösen. Eine weitere Lösung, um das Nachwuchsproblem zu lösen:
(d) Kürzung der Sozialleistungen.
Und wenn man sich die Anzahl der Teenagerschwangerschaften in den USA anschaut, kann man auch noch über:
(e) Abschaffung des Sexualkundeunterrichts
nachdenken.“ **

Sind die ersten drei Vorschläge nicht bereits von Peter Mersch bzw. Lena Waider angesprochen worden? ** **

658

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Wenn die (in der 3. Welt; HB) erfahren, daß Europa ganz viele Menschen braucht, werden die Menschen statt Bananen produzieren. Wir würden dann die Überbevölkerung der Erde weiter anheizen.“ **

Die produzieren ja schon seit langen „für uns“ ganz viele Menschen, und es werden immer mehr .... Unser globales Hauptproblem liegt in der Demographie - genauer: in der Reproduktion - begründet!

„Wenn wir endlich die Wichtigkeit der Demographie mit demselben Faktor heraufsetzen würden, mit dem wir die Wichtigkeit des Klimas heraufgesetzt haben, und gleichzeitig endlich die Wichtigkeit des Klimas mit demselben Faktor herabsetzen würden, wie wir die Wichtigkeit der Demographie herabgesetzt haben, dann würden wir endlich eine nachhaltige, mittel- bis langfristig positiv sich auswirkende Politik betreiben können. Und sonst nicht.“ (Hubert Brune, Aphorismen, 2001 ff. **).

659

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Es werden kaum Kinder in die Welt gesetzt, weswegen nun beide Geschlechter einen Vollzeitarbeitsplatz für sich beanspruchen.“ **

NEIN, hier haben Sie Ursache und Wirkung verwechselt, denn: Es beanspruchen beide Geschlechter einen Vollzeitarbeitsplatz für sich, weswegen kaum Kinder in die Welt gesetzt werden!

660

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Tatsächlich ist es so, daß heute viele Menschen keine Arbeit bekommen, weil so wenige Kinder in die Welt gesetzt werden.“ **

Das wiederum ist richtig, Nur hätten Sie es der Verständlichkeit wegen etwas anders sagen sollen, z.B. so: Tatsächlich ist es so, daß heute viele Menschen keine Arbeit bekommen, weil zu viele der beiden erwachsenen Geschlechter für sich Vollzeitarbeitspkätze beanspruchen und deswegen zu wenige Kinder in die Welt gesetzt werden.

„Das ist Verlagerung von Arbeit in Niedriglohngebiete, genau das, was unsere Wirtschaft mitunter auch tut, aber nicht so radikal, wie es die Bevölkerung getan hat.“ **

Hier würde ich statt von „Bevölkerung“ zutreffender von „Staat, Wirtschaft und Lobby“ sprechen, weil es nrigendwo auf dem Globus wirklich die jeweiligen Bevölkerungen waren und sind, die diese Entscheidung(en) trafen und treffen, sondern Staat, Wirtschaft und Lobby aus Profit- und also letztlich Machtgründen ihnen dieses Angebot machten und machen und die Bevölkerungen darauf nur entsprechend als Nachfrager reagierten und reagieren.

661

@ Mona

Ja, es stimmt: Sie haben Peter Mersch wirklich nicht verstanden (**). Das geht auch aus Ihren anderen Stellungnahmen hervor. Statt aber einfach nachzufragen, sind sie wie auf Knopfdruck dabei, Peter Mersch Totalitarismus zu unterstellen, ihm den „Schwarzen Peter“ (Peter [sic]) zuzuschieben. Das ist immer schön einfach und vor allem so bequem, weil dadurch die eigenen Totalitarismen schön verdeckt bleiben können - der Vorwurf des Totalitarismus lastet dann ja auf einem anderen Menschen.

Versuchen Sie es doch erst einmal mit Verstehen, mit Logik, mit Vernunft.

 

NACH OBEN 368) Mark Pfennig, 01.11.2013 (20:10, 20:30, 20:58, 21:24, 22:03, 22:54, 23:02) ** ** ** ** ** ** ** (662-668)

662

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Unter totalitär verstehe ich das: »No woman should be authorized to stay at home to raise her children. Society should be totally different. Women should not have that choice, precisely because if there is such a choice, too many women will make that one.« (Aus: Sex, Society and the Female Dilemma: A Dialog between Simone de Beauvoir and Betty Friedan, in: Saturday Review, 14.06.1975, 13, S. 16-20, 56) Unter totalitär verstehe ich, wenn Kindern schon die Milchzähne wegfaulen und sie kaum richtige Bildung bekommen, wenn Frauen arbeiten gehen müssen (!), um ihre Kinder ernähren zu können, wenn Kinderlose (wie hier anzutreffen) meinen, sie hätten ein Recht darauf, daß sie sich ihre Rente von den Kindern anderen finanzieren lassen, wenn Frauen mittlerweile meinen, Kinder ließen sich nur in staatlichen Kindergärten ordentlich erziehen, wenn Menschen meinen, ein BGE (bedingungsloses Grundeinkommen; HB) ließe sich bezahlen und sei sinnvoll, eine ordentliche Bezahlung für die Erziehungsleistung von Müttern (die auch im wesentlichen gar nicht vom Staat, sondern von Kinderlosen käme) sei unfinanzierbar, wenn Frauen wie immer mehr nach Arbeitsplätzen rufen, obwohl sie den Mangel an Arbeitsplätzen genau mit dieser Rufe erst hervorrufen. Das ist totalitär, diese die ganze Gesellschaft durchziehende fast pathologisch zu bezeichnende alleinige Orientierung hin auf eine Erwerbstätigkeit in der Wirtschaft.“ **

Zustimmung! Es ist noch sehr viel Aufklärungsarbeit nötig, um die Masse - als das „Man“ (Heidegger) - wirklich überzeugen zu können, denn das größte Problem hierbei ist doch der Widerstand seitens der Herrschenden, die also auch keine Aufklärung der Masse wollen und dabei Erfolg haben, denn die Masse folgt ihnen ja - egal wo und egal wohin! Die Massenmedien beweisen es ja auch!

663

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„In einem Punkt scheint Herr Mersch wirklich recht zu haben. Von dem stammt nämlich der Spruch: Wir haben heute deshalb so viele arme, kranke und in Bildungsferne aufwachsende Kinder, weil Familienpolitik in den letzten 25 Jahren ausschließlich von Frauen bestimmt wurde. Die scheinen nämlich in der Frage nicht in der Lage zu sein, zu teilen. Und das scheint mir genau der Punkt zu sein. Es ist Teil unserer arbeitsteiligen Welt (das »Teilen«), daß jemand für eine Tätigkeit aufgrund eines Vertrages bezahlt werden kann. Konkret: Der Pförtner am Firmentor wird bezahlt, die auf die Kinder wachende Mutter auf dem Spielplatz nicht. Ein gleicher Anspruch auf Bezahlung besteht für die Mutter nicht, da sich der Anspruch des Pförtners aus dem Arbeitsvertrag ableitet, und den hat die Mutter nicht. Das ist das Problem.“ **

Und weil sie nicht fähig sind, zu teilen, und „die da oben“ daran auch gar nichts ändern wollen, weil ihnen dadurch Macht zuwächst: deshalb wird sich dies Situation auch nicht oder jedenfalls nicht so bald ändern; dazu kommt die Unfähigkeit, die Arroganz und das Nichtverstehenwollen der Mehrheit, das mittels Medien gelenkt wird. Es ist ein Teufelskreis.

664

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Unternehmen rechnen so: Der Forscher für unsere Medikamente kostet uns 25 Jahre lang nur Geld. Viel Geld. Gewinne wirft er erst ab, wenn die Medikamente der nächsten Generation (!) auf den Markt kommen, an deren Entwicklung er beteiligt war. Das ist aber erst in 25 Jahren. Kein Mitarbeiter bei der Herstellung der Pillen würde auf die Idee kommen zu behaupten, daß er mit seinem Job (der aktuell gewinnbringend ist) den Forscher bezahlt und der doch bitte deshalb eine eine Bezahlung verzichten solle. Alle wissen: Wir können nur deshalb Geld verdienen, weil die Forscher der vorherigen Generation so gute Medikamente entwickelt haben. Und deshalb bezahlen wir die heutigen Forscher, damit die Arbeitnehmer in 25 Jahren noch immer in diesem Unternehmen gutes Geld verdienen können. So denken Unternehmen, so denken Mitarbeiter in Unternehmen. Die rechnen nämlich immer in 2 Generationen, und nicht in einer, wie der moderne Ichling, der kein Morgen kennt. Wer ist der größte Steuerzahler in einem Sozialstaat? Derjenige mit dem Hochschulabschluß und dem gut bezahlten Job? Nein, es ist die Mutter mit den 4 Kindern, die vorher ggf. sogar noch etwas studiert hat, diesen Beruf dann aber nicht ausgeübt hat. Warum? Weil man in einer Gesamtkostenrechnung auch ihren »Output« mitberücksichtigen muß, nämlich die 4 guten Steuerzahler, die sie auf den Weg gebracht hat. Die zahlen aber erst in der nächsten Generation. So einfach sieht die Welt aus, wenn man rechnen kann.“ **

Das richtige Rechnen beherrschte immer schon nur eine Minderheit. Passen Sie also auf, Herr Mersch, denn Ihnen und mir könnte der von Soziologen (von wem sonst?) aus dem Nichts dahergezauberte „IQ-Rassismus“ unterstellt werden, wenn sie und ich von den zum Teil dramatischen Unterschieden im Rechnen, Schreiben, Lesen sprechen. Dabei sind die Unterscheide in vielen anderen Bereichen ebenfalls gravierend.

Wilhelm Busch (1832-1908)„Also lautet ein Beschluß:
Daß der Mensch was lernen muß.
Nicht allein das ABC
bringt den Menschen in die Höh.
Nicht allein im Schreiben, Lesen
übt sich ein vernünftig Wesen.
Nicht allein in Rechnungssachen
soll der Mensch sich Mühe machen.
Sondern auch der Weisheit Lehren
muß man mit Vergnügen hören.“
 
(Wilhelm Busch, Max und Moritz [4. Streich]).

665

@ Lena Waider (Peter Mersch)

Die Leistungen der Mütter wurden früher sehr wohl von der überwältigenden Mehrheit der Männer geschätzt und als wertvoll anerkannt, ja respektiert, wenn nicht sogar geheiligt. Bitte keine Geschichtsklitterung oder -fälschung! Denn so war es wirklich - und so ist es ja auch sogar heute noch. Das Problem liegt beim vom Feminismus beeinflußten und größenwahnsinnig gemachten weiblichen Geschlecht, das die Leistungen der Mütter durch den Dreck zieht, Ehe-, Hausfrauen und Mütter als minderwertig diskriminiert und als seinen größten Feind ansieht, noch vor dem Mann (der also „nur“ dessen zweitgrößter Feind ist). Das war früher nicht so, und es ist auch heute in den nichwestlichen Kulturen immer noch nicht so. Gehen Sie z.B. nach Asien und Afrika: sie werden es dort erleben; und dort ist das Leben auch viel unkomplizierter, unproblematischer und viel weniger kriegsähnlich als bei uns - ganz zu schweigen von „Geschlechterkampf“ oder „Gender“ und ähnliche Dekadenzphänomene.

666

@ Lena Waider (Peter Mersch)

Der von Ihnen angesprochene „Ichling und seine Ursachen“ (**) werden von mir etwas anders gedeutet, weil ich den Ichling als ein Produkt der westlichen Kultur deute.

667

@ Lena Waider (Peter Mersch)

Gut gerechnet, Lena Waider (Peter Mersch) ! ** **

Ich glaube, morgen gibt es Hühnersuppe!

667

Kopie.

 

NACH OBEN 369) Mesch ut Mesket, 02.11.2013 (01:16, 01:41, 02:23, 02:41, 02:58, 03:19, 03:35, 15:31, 16:59, 18:20, 18:37, 18:56, 22:36, 22:43) ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** (669-682)

669

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Familie eine »Wirtschaftsfunktion«, wie Mersch in seinen Arbeiten sehr genau herausstellt. Diese Wirtschaftsfunktion (die Familie ernährt ihre Kinder im Grunde selbst) mag zwar mal mit dem Patriarchat vereinbar gewesen sein (Mersch behauptet, sie definiere letztlich das Patriarchat - aus diesem Grunde wären wir auch noch immer darin), ist es scheinbar aber nicht mehr unter der Gleichberechtigung.“ **

Das ganze läuft auch unter dem zynischen Slogan: Kosten/Leistungen werden privatisiert, Gewinne jedoch verstaatlicht. Denn:
(1.) Familien stellen Menschen (als Humanressourcen) zur Verfügung,
(2.) Familien tragen Kosten und Leistungen sowie die Verantwortung für das Aufwachsen dieser Menschen (als Humanressourcen),
(3.)Familien bekommen später dafür kaum etwas zurück,
(4.)Staaten kassieren von allen an der Nachwuchsarbeit beteiligten Menschen ab, z.B. durch Steuern und andere Abgaben.
Was also die Reproduktion angeht, sind die Staaten die Gewinner und die Familien die Verlierer. Hier liegt außerdem eine permanente Verletzung der Generationengerechtigkeit vor. Der ursprüngliche Gedanke - das Drei-Generationen-Modell - des von Gerhard Mackenroth und seinen Mitstreitern Wilfried Schreiber und Oswald von Nell-Breuning entworfenen Generationenvertrages wurde 1957 von den Politikern so geändert, daß die ursprünglich vorgesehene Absicherung der Nachkommen und damit das Wichtigste an dem Drei-Generationen-Modell gestrichen, das Drei-Generationen-Modell also wieder in ein Zwei-Generationen-Modell verwandelt und noch 1957 zum Gesetz wurde.

Hier setzte der Staat seine Interessen durch (z.B. wegen der Bundestagswahl am 15.09.1957), und es wird wohl kaum noch möglich sein, diesen Versuch von damals noch einmal zu starten - nicht deswegen, weil mitterlweile viel Zeit seitdem vergangen ist, sondern deswegen, weil Politiker gewählt werden wollen, ihre Macht halten und möglichst noch ausdehnen wollen.

„Alice Schwarzer ... ist doch eine Hauptverantwortliche für den Mist, den wir aktuell erleben. Die hat doch diesen Sozialdarwinismus in die Familienfrage eingeführt: starke Frauen gehen arbeiten und lassen arme Kinder zurück. Die Emanzipation wurde auf dem Rücken der Schwächsten in unserer Gesellschaft ausgetragen: den Kindern. Außerdem fordere ich endlich Gleichberechtigung für Frauen. Alice Schwarzer hat genau die nicht gebracht. Sie hat Frauen gleiche Rechte gebracht, wenn sie einen männlichen Lebensentwurf anstreben. Sie hat Frauen, die gerne mehrere eigene Kinder großziehen möchten, die Armut gebracht.“ **

Alice Schwarzer war nicht die erste dieser Sozialdarwinistinnen. Feministinnen sind nicht für Frauen, sondern nur für eine prviligierte Gruppe von Frauen; die rieisge Mehrheit der Frauen ist sogar ihre größte Feindin. Daß Feministinnen Kinderfeinde sind, ist eh klar, obwohl die Propaganda auch das möglichst verschweigt und/oder bis ins Gegenteil verfälscht.

„Sie (**) glauben an einen großen Aufschwung? Also so etwas! Seit 1970 geht der Arbeitsmarkt mit kleineren Schwankungen nur in eine Richtung: Mehr Arbeitslosigkeit.“ **

Und diese Arbeitslosigkeit will in Wirklichkeit seit langem schon überhaupt niemand der westlichen Politiker mehr bekämpfen. Sie müßten fast alle erwerbstätigen Frauen wieder zurück an den Herd und alle Einwanderer wieder zurück in deren Herkunftsland schicken. Wenn sie das täten, wäre die Antwort: Krieg! Wenn solche Vorschläge, wie sie z.B. von Gunnar Heinsohn und Hans-Werner Sinn, um einmal bekannte Namen zu nennen, aber vor allem von Peter Mersch und anderen noch unbekannteren Menschen nicht ernst genommen werden, die Gefahr des Krieges jedoch auf exponentielle Weise steigt, dann sehe ich nur noch einen und einen halben Ausweg, um wenigstens den Krieg zu verhindern:
(1.) eine Naturkatastrophe (sie wird ja seit gewisser Zeit sowieso immer öfter heraufbeschworen),
(2.) eine gigantische Weltwirtschaftskatastrophe (vielleicht sogar als Folge einer Naturkatastrophe).
Was ist Ihnen „lieber“?

„Wenn man liest, daß es sogar bei den Mosuo (ein in China lebendes Volk mit matrilinearer Gesellschaftsstruktur; HB) Sextourismus gibt, dann kann man erahnen, was los sein wird, wenn sich in der männlichen Welt herumspricht, daß man von einer Familienmanagerin ein Kind ohne jegliche Folgen haben könnte. Also ich sehe eher ein staatliches Steuerungsproblem, welches in genau die andere Richtung geht.“ **

Darüber wüßte ich gerne mehr von Ihnen.

670

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Frauen werden seit Jahrzehnten von Gleichheitsfeministinnen gegängelt. Die wollen ihnen vorschreiben, wie sie zu leben haben. Und wenn dann Vorschläge für die Frauen kommen, die nicht den ganzen Tag in einem Büro herumsitzen möchten, sondern die gerne dazu beitragen möchten, wie wir ... unser Nachwuchsproblem gelöst bekommen, dann fahren diese Gleichheitsfeministinnen plötzlich ihren ganzen Neid aus. Sie können nämlich nicht teilen und neiden anderen ihr Lebensglück. Angeblich wollen die doch das gar nicht, was vorgeschlagen wird. Angeblich wollen die die ganze Zeit in einem Büro arbeiten. Sollen sie doch. Aber dann sollen sie bitte die anderen Frauen endlich in Ruhe lassen. ....“ **

Sie haben es schon sehr schwer mit diesen verblendeten Ideologen, aber meine volle Unterstützung. Ich hoffe, Sie halten noch etwas durch!

671

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Es ist allgemein bekannt, daß Individualisierung und Arbeitsteilung Hand in Hand gehen. Der Trend geht seit Jahrzehnten dahin, alle Gemeinschaftsaufgaben vom Individuum zu trennen und zu institutionalisieren, damit das Individuum immer freier wird und sich auf »sein Ding« konzentrieren kann (z.B. Konzertpianist zu werden). Wenn er z.B. Müll produziert, dann muß er den nur vor seinem Haus in eine Tonne werfen, und wenige Tage später hat den jemand abgeholt. Er muß sich nicht selbst darum kümmern. Hierdurch kann er den ganzen Tag Klavier üben. Das nennt man Individualisierung. Was aber hat den Feminismus dabei geritten, bei der Nachwuchsfrage genau den umgekehrten Weg einzuschlagen? Es gab eine sexuelle Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern. Die mag Frauen benachteiligt haben, aber sie war effizient und über die Geschichte der Menschheit hin betrachtet sogar sehr sehr erfolgreich. Wieso ist man auf die Idee gekommen, man könne diese Arbeitsteilung aufheben? Die heutige Devise lautet doch: Frauen und Männer gehen beide arbeiten und teilen sich eine eventuelle Familienarbeit paritätisch. Das ist die ineffizienteste Lösung, die man sich überhaupt vorstellen kann. Das ist so, als wenn in einem Restaurant nicht sie die Kellnerin und er der Koch ist, sondern beide machen beide Jobs 50-50. So etwas ist von der Effizienz her bescheuert, das kann dir jeder Organisationsexperte bestätigen. Die Lösung kann doch jetzt nur lauten: Arbeitsteilung unter den Frauen: Die einen machen das Aufziehen von Kindern professionell (im Sinne einer Institutionalisierung, wie oben bei der Müllentsorgung beschrieben), und die anderen haben 0 oder wenige (1-2) Kinder. Was mich an der Sache wurmt ist, daß von den Feministinnen um Schwarzer u.a. die ganze Zeit etwas propagiert wird, was überhaupt nicht funktionieren kann, und zwar weder heute noch morgen noch übermorgen. Hier wird versucht, aus ideologischen Gründen etwas durchzusetzen, was der Gesellschaft nicht hilft (höchstens den Wortführerinnen), sondern diese systematisch zerstört. Jeder, der die Augen aufmacht, und die aktuelle Familiensituation ganz wertfrei betrachtet, wird das unschwer erkennen können. Wir haben seit 25 Jahren ausschließlich Bundesfamilienministerinnen. Wenn in irgendeinem anderen Ressort die Ergebnisse in der Zeit so katastrophal gewesen wären, wie sie im Familienbereich sind (es wird im Grunde seit 25 Jahren immer schlimmer), hätte sich die Presse längst mit aller Macht darauf gestürzt. Doch hier passiert nichts, da die Presse fest in der Hand der Ideologinnen ist. Meine Befürchtung ist die folgende: Das läuft noch ein paar Jahre so weiter, und dann kommt der Staatsbankrott. Und dann nehmen wieder die Männer alles in die Hand, weil das mit uns Frauen nicht funktioniert hat. Dann kommt ein neues finsteres Mittelalter. Frauen, die dann den Mund aufmachen, werden gleich als Hexen verbrannt.

Früher mögen Frauen benachteiligt gewesen sein, aber heute sind sie es zumindest in der überwältigenden Mehrheit auch, und zwar nicht trotz, sondern wegen des Feminismus. Unter’m Strich also geht es Frauen nicht besser, sondern schlechter, weshalb auch immer mehr Unzufriedenheit unter ihnen aufkommt, worauf die Politik dann wieder scheinheilig reagiert, indem sie lediglich weiterhin den Privilegierten unter die Arme greift und dadurch alles nur noch um so mehr verschlimmert.

672

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Große Kulturleistungen sind alle über eine enorme Fokussierung, verbunden mit ganz viel Arbeit, entstanden. Einen nur halbtags arbeitenden Charles Darwin oder auch Johann Sebastian Bach, der sich die restliche Zeit um seine 10 Kinder kümmert, hätte es unter diesen Umständen nicht geben können.“ **

Nur so funktioniert es! Alles andere läuft auf das Aussterben hinaus - mit oder ohne Gewalt, aktiv oder passiv ....

673

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Wenn Frauen und Männer in der Regel 50% der »Elterninvestments« (so heißt es in der Soziobiologie) erbringen, fällt der Vorteil der Geschlechtertrennung weg. Dann wäre die getrenntgeschlechtliche Spezies Mensch sogar Hermaphroditenpopulationen unterlegen, denn dort können beide Seiten Nachkommen in die Welt setzen. Alice Schwarzer visioniert in »Die Antwort« einen neuen Menschen (S. 168): »Ja, es stimmt, die schlimmsten Albträume der Fundamentalisten und Biologisten müssten wahr werden: Das werden nicht mehr die gewohnten ›Frauen und Männer‹ sein ..., sondern herauskommen wird ein ›neuer Mensch‹. Ein Mensch, bei dem die individuellen Unterschiede größer sein werden als der Geschlechtsunterschied.« Das ist der sog. egoistische Fehlschluß: »Ich will, daß es so ist, also soll es auch so sein.« Sie strebt hier an, den Menschen gewissermaßen zum Hermaphroditen zu mutieren, da (S. 41) »die vorherrschende Heterosexualität ein Resultat der kulturellen Priorität ist.« Die Sache hat allerdings einen Haken: Die höchstentwickelste hermaphroditische biologische Art in der Natur ist nach meiner Kenntnis der Regenwurm. Und der hat noch den Vorteil, daß beide Elternteile Nachkommen produzieren können. Will sie uns zum Wurm machen?“ **

Ja, will sie - und macht sie ja auch schon. Und wieder einmal soll der „neue Mensch“ erschaffen werden. Und wieder einmal wird es scheitern. Diesmal sogar so kläglich wie nie zuvor, weil gerade der Feminismus die Garantie für dieses Scheitern ist.

674

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Ich wies darauf hin, daß es in unserer Gesellschaft immer mehr in Richtung Individualisierung, Spezialisierung und einer damit verbundenen Zunahme der Arbeitsteilung geht, während der Gleichheitsfeminismus aus ideologischen Gründen gleichzeitig die älteste vorhandene menschliche Arbeitsteilung (einige Biologen behaupten, der Neandertaler sei in der Hinsicht weniger strikt gewesen und habe deshalb gegenüber dem Menschen verloren), die wesentlicher Grund für den Erfolg des Menschen war, wieder aufheben möchte. .... Wir sind ... keine Laborratten durchgeknallter Forscher (siehe Reimer-Experiment). Wer ist denn auf das kranke Genderkonzept gekommen? .... All das hat uns der Gleichheitsfeminismus gebracht. Immer mehr Kinder sind arm und krank, und alle Welt schaut zu. Doch kaum wird vorgeschlagen, diesen Zustand endlich zu ändern, und einen Beruf für Familienarbeit zu schaffen, wird so getan, als würde dabei etwas Unsoziales vorgeschlagen. Dabei hat der Gleichheitsfeminismus eine abartige, nicht dem Leben entsprechende, egoistische und kranke Welt geschaffen. Er argumentiert mit Konzepten (z.B. Gender) für die es außer kranken Experimenten von durchgeknallten Wissenschaftlern keine Basis gibt. Die entscheidenden Konzepte basieren ausschließlich auf Wunschvorstellungen und nicht auf gesichertem Wissen. .... Frauen sind erst dann gleichberechtigt, wenn wir die Möglichkeit eröffnet bekommen, auch dann gleichberechtigt zu sein, wenn wir uns für das entscheiden, wofür uns die Natur geschaffen hat, nämlich Kinder entstehen zu lassen. Mit dieser absurden paritätischen Aufteilung von Familienarbeit unter den Geschlechtern, einer Ideologie, die an den Reißbrettern irgendwelcher Theoretiker/innen entstanden ist, geht das leider nicht.“ **

Sie wiesen darauf hin, ja, und die Ideologiegang hat wieder nichts verstanden!

675

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Ich finde, dieses gescheiterte Experiment sollte nun ein Ende haben. Dass es einige privilegierte Menschen - zu denen ich Sie (Michael Blume) auch zähle - noch immer nicht mitzubekommen scheinen, was draußen wirklich los ist, wie die Familiensituation in unserem Lande wirklich aussieht, sollte kein Grund dafür sein, diesen Horror weiter zu betreiben.“ **

Michael Blume möchte es eben viel, viel lieber verordnet haben, von oben herab, wie er selber ja auch sagt (**).

676

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Nun kamen mir die Männer noch immer vergleichsweise höflich vor. Eine Valerie Solanas ist mir darunter nicht bekannt. Und Sprüche wie, wir brauchen keine Erziehung zu mehr Männlichkeit, sondern zu mehr Menschlichkeit (Schwarzer), hat auch kein Mann abgelassen. Mir fällt unter Männern der zunehmende Frust über den ihnen begegnenden Sexismus (speziell in den Medien, in der Werbung etc.) auf.“ **

Im Parteiprogramm der angeblichen „Volkspartei“ SPD finden wir u.a. folgende sexistische Forderung: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muß die männliche überwinden.“

„Und Sprüche wie »wer 2x mit der gleichen pennt ...«. Ja du liebe Güte, wissen Sie, was unter meinen »Schwestern« so alles gesprochen wird?“ **

Richtig muß es heißen. „Wer zweimal mit DERSELBEN pennt ...“; denn die „68er“ kannten trotz ihrer Ideologieverblendung immerhin noch den semantischen Unterschied zwischen „derselben“ und „der gleichen“, weil sie noch von echten Pädagogen ausgebildet worden waren, während diejenigen, die unter den „68ern“ das Lernen verlernen sollten, immer mehr in allen Unterrichtsfächern versagten und versagen (man konnte schon zu Zeiten der „68er“ sich auch z.B. von einem Arzt per Attest nachweisen lassen, daß man Analphabet war und brauchte dann keine Klassenarbeit mehr mitzuschreiben - super, nicht wahr?). Anfangs fiel das nur denjenigen auf, die noch etwas von Bildung verstanden und nicht politisch tätig waren, doch seit der nächsten „Revolution“ (09.11.1989), genauer gesagt seit der „Deutschen Einheit“ (1990) kann es wohl niemandem mehr entgehen, wie sehr die Bildung in den Abgrund gestoßen wurde und wird.

677

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Das klingt fast wie Hohn.“ **

Richtig! Und Hohn und Spott ist genau das, was den jungen Untertanen seit längerem schon eingebleut wird.

„»Aber ich will in keinem Staat leben, der mir vorschreibt, ob und wie meine Frau und ich unser Familienleben gestalten.« (Michael Blume **). Das tut er aber die ganze Zeit. Die gesellschaftliche Norm ist die Doppelverdiener-Ehe. An der richtet sich die Familienpolitik aus. Haben Sie mal etwas von einem staatlichen Familienmanager-Modell als Zusatz gehört? Ich nicht. Warum? Weil dies gegen die gesellschaftliche Norm der Doppelverdiener-Ehe verstößt. Frauen sollen nicht mehrere Kinder in Vollzeit aufziehen, sondern den Unternehmen zur Verfügung stehen. Alles was von dieser Norm abweicht, wird erst gar nicht diskutiert. Sie meinen der Staat würde nicht normativ eingreifen? Nun, das tut er doch die ganze Zeit, indem er bestimmte Dinge begünstigt und andere Optionen austrocknen lässt.“ **

Blume, Würfel & Co. würden wahrscheinlich noch nicht einmal mitbekommen, wenn der Staat ihnen echte Handschellen anlegen und behaupten würde, diese seien gut für die „Durchblutung“, weil von „Experten“ geprüft.

„Frankreich ist im Vergleich zu Deutschland eine zutiefst patriarchalische Gesellschaft. Im Global Gender Gap Report landete Frankreich stets weit hinter Deutschland.“ **

Frankreich ist eine zutiefst patriarchalisch und (wohl: weil) zutiefst agrarisch gebliebene Nation. Aber auch das kriegen Sie nicht in die Köpfe von Untertanen, weil die lieber dem Wunschbild treu bleiben, das ihnen permanent verordnet wird, von oben herab, wie es Blume selber ja auch möchte und auch unmißverständlich sagt (**).

Nicht die Franzosen, sondern die nach Frankreich eingewanderten Afrikaner (vor allem die Schwarzafrikaner) sorgen für die hohe Geburtenrate in dem Land. Deren Anteil steigt sehr schnell - und darum ist das Thema auch ein Tabu.

„Patriarchalische Gesellschaften benötigen keine bezahlten Familienarbeiterinnen. Unter der Gleichberechtigung der Geschlechter werden sie dagegen zwingend erforderlich (selbst in tierischen Sozialstaaten).“

Ideologen verstehen das aber nicht, weil sie es (a) nicht verstehen können oder (b) nicht verstehen dürfen (das verwechseln sie dann auch noch mit „wollen“), und das sollen sie auch gar nicht, denn sie sollen ja nur weitersagen, was ihnen permanent verordnet wird, von oben herab, wie es Blume selber ja auch möchte und auch unmißverständlich sagt (**).

678

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Wir haben ... das Problem, daß die eigentlichen Kulturträger ... deutlich weniger Kinder bekommen als diejenigen, die über solche kulturellen Eigenschaften nicht verfügen. Und da liegt einfach der Verdacht nahe, daß dies langfristig nicht in Richtung mehr Kultur, sondern weniger Kultur führt.“ **

Und das schon seit Ende des 18. Jahrhunderts! Dieser kulturelle Untergang vollzieht sich auf exponentielle Weise!

„Vor wenigen Jahrhunderten mußte ein Mann ein Handwerk nachweisen können, um überhaupt heiraten zu können. Das war einerseits eine soziale Maßnahme (um zu verhindern, daß Kinder einfach verhungern), andererseits eine Maßnahme im Sinne der Evolutionstheorie.“ **

Das waren keine Zwänge gemäß „moderm“ Verständnis, sondern der Norm der Gemeinschaft und den Regeln (Gesetzen) der Natur entsprechende Maßnahmen.

„Es gibt evolutionär betrachtet keine absoluten Maßnahmen, die für alle Gesellschaftsformen aus der Evolutionstheorie folgen. Irgendwie scheinen Sie da etwas zu verwechseln. Ich rate Ihnen dringend, sich einmal Merschs Familienmanager-Artikel auf Knol durchzulesen (**), um ein Gefühl dafür zu bekommen, was evolutionstheoretisch überhaupt alles zu beachten ist, und was z. B. die Männer in diesem Zusammenhang für eine Rolle spielen. Deren Bedeutung für die Fortpflanzung wird nämlich üblicherweise sträflich unterschätzt. Mittlerweile liegt der durchschnittliche Kinderwunsch der Männer unter dem der Frauen: das ist etwas, was evolutionstheoretisch überhaupt nicht sein dürfte. Allein das stellt eine Katastrophe dar. Mersch schließt daraus: Dies ist so, weil deren Fortpflanzungsinteressen seitens der offiziellen Familienpolitik restlos ignoriert werden.“

Sie werden seitens der Familienpolitik nicht nur ignoriert, Lena, sondern auch und vor allem bestraft.

„Männer haben sich natürlich vor allem Frauen gesucht, die ihnen entsprachen. Konkret: Intelligente Männer paarten sich mit intelligenten Frauen und bekamen dann besonders viele Kinder. Auf diese Weise fand eine schleichende Kompetenzerhöhung der gesamten Gesellschaft statt. So entstand unsere europäische Kultur.  –  Bis dann der demographische Übergang einsetzte und die Gleichberechtigung der Geschlechter kam.“

Spätestens beim Lesen solcher Zeilen wie dieser machen die ideologisch Verblendeten alle ihre Sinne zu und stellen ihr ohnehin bescheidenes Denken ein. Was für sie dann nur noch zählt, ist das, was ihnen von oben eingehämmert wurde.  –  Das ist so traurig, aber wahr.

„Bis dann der demographische Übergang einsetzte und die Gleichberechtigung der Geschlechter kam. Nun ist die Devise: Alle Männer und Frauen sollen möglichst arbeiten gehen. Auch jetzt paaren sich gleiche Bildungsschichten miteinander, wie die Soziologen nachgewiesen haben. Intelligente Männer sind weiterhin mit intelligenten Frauen zusammen, bekommen jetzt aber besonders wenige Kinder, da das Paar (beide sind beruflich engagiert) nur wenig Zeit für Kinder hat. Es hat auch die höchsten Opportunitätskosten für Kinder. Sozialhilfeempfänger haben dagegen niedrige Opportunitätskosten für Kinder. Und so läßt sich nachweisen, daß mit der Kinderzahl der Anteil der Eltern steigt, bei denen beide Elternteile arbeitslos sind: eine im Grunde katastrophale Entwicklung. Wir haben die sexuelle Arbeitsteilung (Männer gehen arbeiten, Frauen ziehen die Kinder groß) im Grunde gegen eine soziale Arbeitsteilung getauscht: qualifizierte Frauen und Männer gehen arbeiten, weniger qualifizierte ziehen die Kinder groß. Das mag sehr gut für die Unternehmen sein, ist aber schlecht für die Kinder. Und es ist schlecht für die nächste Generation. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine Verletztung der Generationengerechtigkeit. ** ** ** **

So, und auf der Basis kommt nun die Evolutionstheorie zur Anwendung. Es wird einfach davon ausgegangen: Aktuell sind Frauen und Männer gleichberechtigt und können jeden Beruf der Welt ergreifen. Und: Sie müssen ihre Kinder weiterhin selbst ernähren. Mersch untersucht in dem genannten Artikel, ob das eine evolutionär stabile Strategie (= kompetenzbewahrend) ist, oder ob etwas anderes getan werden muß. Und das Ergebnis lautet: Eine solche gleichberechtigte Gesellschaft wird auf lange Sicht nur überlebensfähig bleiben, wenn sie einen Beruf für Familienarbeit einführt. Im anderen Fall dequalifiziert und verarmt sie. Wie gesagt: Man hat einen solchen Beruf vorher nie gebraucht. Unter den aktuellen aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wird er jedoch zwingend erforderlich, ansonsten geht der Sozialstaat kaputt. Und: In der Natur ist es nicht anders. Selbst die Honigbienen haben aus genau den gleichen Gründen etwas sehr ähnliches tun müssen. Würde es bei den Honigbienen keine Königinnen, sondern nur Arbeiterinnen geben, die so viele Eier legen dürften, wie sie lustig sind, dann würde der Honigbienensozialstaat (Sozialstaat = die Bienen beschaffen die Nahrung gemeinschaftlich und nicht nur für sich selbst) daran zugrunde gehen.

Ich persönlich halte Merschs Systemische Evolutionstheorie für einen absoluten Durchbruch. Mir ist seitdem erst so richtig klar geworden, was das hier auf der Erde eigentlich für ein Spiel ist und was dessen Regeln sind. Es gibt bestimmte Grundregeln, die sind wie Naturgesetze einzuhalten, sonst sind die Langzeitfolgen verheerend. Man merkt das anfangs gar nicht und wundert sich, warum die Arbeitslosigkeit zunimmt und die Armut, warum es Bildungsdefizite gibt, die Kinder kränker werden etc. Dahinter steckt ein zentraler Mechanismus, den man verstehen muß.“ **

Sie sind Peter Mersch - geben Sie es zu!

679

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Hinter dem Evolutionsprinzip steckt - heimlich still und leise - verborgen das Prinzip der Generationengerechtigkeit. Wenn eine Gesellschaft aus 1.000 Menschen nur 10 Nachkommen in die Welt setzt, weil sie lieber Urlaub macht, dann verletzt sie die Generationengerechtigkeit: Den Nachkommen wird es deutlich schlechter gehen. Es geht nicht um Höherentwicklung, sondern um den Erhalt von vorhandenen Lebensraumkompetenzen und damit verbunden ist das Prinzip der Generationengerechtigkeit: Unseren Kindern soll es mal nicht schlechter gehen, als uns. Wie oft darf ich das hier eigentlich noch wiederholen, bis es halbwegs verstanden wird?“

Die verstehen das nie, wie gesagt, weil sie es (a) nicht verstehen können oder (b) nicht verstehen dürfen (das verwechseln sie dann auch noch mit „wollen“), und das sollen sie auch gar nicht, denn sie sollen ja nur weitersagen, was ihnen permanent verordnet wird, von oben herab, wie es Blume selber ja auch möchte und auch unmißverständlich sagt (**). **

680

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„Mersch hat in seinen Arbeiten dargelegt, daß es sich beim Sozialdarwinismus um keine Mißinterpretation der Darwinschen Theorie handelt, sondern daß diese vom Kern her sozialdarwinistisch ist.“ **

Der Darwinsimus war von seinem Anfang an auch sozialdarwinistisch! Das Wort „Sozialdarwinismus“ brachten einst machthungrige Ideologen in die Welt, um ihre eigenen, zumeist sozialdarwinistischen Ziele zu verfolgen.

„Aber das ist ja längst bekannt: Diejenigen, die am häufigsten Sozialdarwinismus schreien, sind meist selbst die schlimmsten.

Eben.

681

@ Lena Waider (Peter Mersch)

„In dem Moment, in dem das Klonen von Menschen auf sichere Weise gelingt, werden sich die globalen Konzerne von den Humankapitallieferanten »Gesellschaft« abkoppeln und in ihre eigene Menschenrproduktion einsteigen. Die werden dann nicht nur eigene Kindergärten haben, sondern Menschenfarmen. Dort wird es heißen: »Wir verdanken Prof. Dr. Heribert Müller einen Teil unserer aktuellen marktführenden Produkte. Ihn wollen wir in Zukunft öfter in unserem Unternehmen sehen.« Das, was wir aktuell erleben: »Alle Frauen und Männer mit Qualifikationen gehören in die Wirtschaft, der Rest in die Sozialhilfe«, ist doch nur der Vorbote von dem, was da erst noch kommen dürfte. Die Unternehmen sind viel ressourcenreicher als Menschen. Sie haben auf dieser Welt längst das Sagen. Wenn die erkennen, daß sie für die Beschaffung ihrer Humanressourcen, deren Qualität einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz darstellt, weswegen sie längst schon die besten Kräfte weltweit zusammensuchen, gar nicht mehr auf die Gesellschaften angewiesen sind, werden sie in die Eigenproduktion von Menschen einsteigen. Und die, die dann immer noch Mensch sein wollen, werden das Treiben irritiert und verständnislos betrachten. Ich werde das hoffentlich nicht mehr erleben. Aber bestimmt werden dann einige später einmal nachvollziehen können, wie es dazu kommen konnte, was die einzelnen Schritte (z. B. der Gleichheitsfeminismus) dahin waren.“ **

„Die einzige politische Aussage, die aus der Systemischen Evolutionstheorie folgt, ist die: In Sozialstaaten gibt es keine natürliche Selektion mehr, sondern nur noch eine soziale. Ein Sozialstaat muß sich folglich entsprechend organisieren, wenn er langfristig vorhandene Kompetenzen bewahren und ausbauen möchte. Er kann sich auf verschiedene Weisen organisieren. Nicht jede Organisationsweise ist jedoch eine evolutionär stabile Strategie (= kompetenzbewahrend). Das ist eine vergleichsweise sehr wissenschaftliche Vorgehensweise. Die Alternativen erleben wir heute: den sog. egoistischen Fehlschluß. Da kommen Leute her und verlangen bestimmte politische Maßnahmen, weil sie für sie jetzt von Vorteil sind. Die interessieren sich nicht für die nächsten Generationen, für die Zukunft. Die interessieren sich nur für sich. Und das ... macht unsere Gesellschaft kaputt, wie wir es gerade erleben.“ **

„Mehrkindfamilien fehlt es heute in aller Regel an einem Einkommen (nur einer kann arbeiten gehen), während sie gleichzeitig die höchsten Kosten haben. Dieses Problem sollte meines Erachtens vorrangig angegangen werden.

Mersch ... behauptet, daß man bestimmte Vorschläge und Optionen von vornherein als nicht evolutionsfähig ausschließen kann, weil sie nicht kompetenzerhaltend sind. Dazu zählt für ihn unser aktuelles gesellschaftliches Paradigma: »Frauen und Männer gehen beide arbeiten. Wenn sie Kinder haben, teilen sie sich die Familienarbeit paritätisch.« Da kann er zeigen, daß es sich hierbei um keine evolutionär stabile Strategie handelt. Und wenn man das quasi schon allein durch Überlegung herausfinden kann (da damit praktisch Naturgesetze verletzt würden), muß man den Versuch erst gar nicht weiterverfolgen, denn die Langzeitfolgen würden sein: Arbeitslosigkeit, Armut, Kulturverluste usw., also ziemlich genau das, was wir aktuell beobachten können.“ **

„Es war genau dieser John Money, der für einen der größten Wissenschaftsskandale überhaupt sorgte. Mit dem Fall Reimer wollte er seine These untermauern, daß die sozialen Geschlechterrollen ausschließlich anerzogen seien. Die Geschichte endete bekanntlich mit einem doppelten Selbstmord. Alice Schwarzer hat nach meiner Kenntnis ihr Buch »Der kleine Unterschied«, welches sich u. a. auf den Fall Reimer stützt, bis heute nicht korrigiert. Wenn Sie (Ralph Würfel) zitieren: »Gender richtet den Blick auf die gesellschaftlich so geprägten Rollen, aus denen unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse, Kompetenzen und Lebenserfahrungen von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen resultieren«, dann kann man dazu leider nur sagen: Wir wissen doch gar nicht, welche Rolle eines Jungen oder Mädchens tatsächlich nur gesellschaftlich geprägt sind und was davon bei vielen eben doch auch einen starken biologischen Hintergrund hat. Hier wird mit Annahmen hantiert, die sich im Fall Reimer als regelrecht desaströs erwiesen haben. Auch finde ich, daß sich der Staat hier tunlichst heraushalten sollte, zumal das Thema offenkundig sehr einseitig angegangen wird. Junge Männer reklamieren mir gegenüber beispielsweise immer wieder, daß nur sie zum Wehr- und Ersatzdienst eingezogen werden könnten. Wie läßt sich das heute gemäß Gender noch rechtfertigen? Zu wenig wird im Rahmen des Genderkonzeptes auch auf andere biologische Unterschiede eingegangen, die für viele soziale Unterschiede zwischen Männern und Frauen maßgeblich verantwortlich zu sein scheinen, z.B. die viel größere Intelligenzvarianz bei den Männern. Der Umgang damit erreicht in der Öffentlichkeit mitunter groteske Züge. Beispielsweise versuchte der SPIEGEL bei dem unlängst durchgeführten Studenten-PISA-Test geradezu verzweifelt zu kaschieren, daß sich unter den nur 26 von ingesamt 600.000 Teilnehmern, die alle Fragen richtig beantwortet hatten, keine einzige Frau befand. Für Kenner der Materie war aber genau dieses Ergebnis alles andere als überraschend. Im Gegenteil: Mich persönlich hätte es (z. B. nach der Lektüre von Susan Pinker) überrascht, wenn es anders gewesen wäre.“ **

„@ Ingo Bading.  –  Vielen Dank für Ihren Kommentar. Es ist leider ein riesengroßes Trauerspiel, was sich seit Jahrzehnten im Familienbereich abspielt. Mersch selbst hat sich mir gegenüber ein paar Mal völlig resigniert geäußert. Der glaubt nicht mehr daran, daß man das Thema - seiner Bedeutung entsprechend - in absehbarer Zeit ernst nehmen und offen diskutieren wird.“ **

„@ Ralph Würfel ....  –  Das wirklich Schlimme (und Komische) an Leuten wie Ihnen ist, daß Sie über sich den Eindruck vermitteln möchten, Sie gehörten zu den aufgeschlossenen Menschen, die die moderne Sicht verträten, während ihre Kontrahenten reaktionäre Biologismen verwendeten, Sozialdarwinisten seien oder gar zurück zum Heimchen am Herd wollten. Die schlimme Folgewirkung Ihrer Auffassung ist nämlich, daß Sie genau das bewirken, wogegen Sie sich angeblich wenden.

Über bestimmte muslimische Einstellungen, die sich gleichfalls positiv in der Geburtenrate niederschlagen, will ich hier gar nicht reden. Das wird zur Folge haben, daß sich gerade die Einstellungen, die Sie angeblich als wünschenswert und modern betrachten, von selbst eliminieren werden. Wenn wir wollen, daß es auch in Zukunft ganz selbstverständlich ist, daß eine Frau gleichberechtigt ist, und sie jeden Beruf der Welt ergreifen kann, dann müssen wir auch dafür sorgen, daß sich solche Frauen in ausreichendem Maße reproduzieren können, so daß sie ihre Lebenseinstellung an ihre Kinder weitergeben können. Und das werden sie nur tun, wenn wir ihnen ausreichende Alternativen zur rein beruflichen Verwirklichung in der Wirtschaft, wo sie tatsächlich heute Anerkennung via Bezahlung finden, bieten. Da Sie aber zu den Leuten gehören, die diese zwingend notwendige Diskussion nicht führen wollen, sondern sie frühzeitig durch Füllwörter wie Biologismen, Sozialdarwinismus etc. abzuwürgen versuchen, gehören Sie für mich zu denen, die dieses Land in genau die Richtung bringen wird, die Ihnen angeblich eigentlich zuwider ist .... Sie tragen mit dazu bei, daß wir eine Gesellschaft bekommen, in der Frauen nicht gleichberechtigt sind. Vielleicht wollen Sie das ja heimlich ....“ **

„@ Ralph Würfel ....  –  Und was mich an Ihrer Einstellung auch noch stört, ist die Arroganz, mit der Sie über andere herziehen, obwohl Sie selbst im Glashaus sitzen. Der Genderbegriff wurde von Money eingeführt, der durch den Fall Reimer berühmt werden wollte. Noch im Jahr 2007 schrieb Alice Schwarzer in »Die Antwort« (S. 168): »Ja, es stimmt, die schlimmsten Albträume der Fundamentalisten und Biologisten müssten wahr werden: Das werden nicht mehr die gewohnten ›Frauen und Männer‹ sein ..., sondern herauskommen wird ein ›neuer Mensch‹. Ein Mensch, bei dem die individuellen Unterschiede größer sein werden als der Geschlechtsunterschied.« Und das, obwohl sich David Reimer und sein Bruder längst umgebracht hatten. Und wo berichtet wird, dass David Reimer im Erwachsenenalter beim Betrachten eines Films über CIA-Foltermethoden einen Weinkrampf bekam, weil ihn das an die Zeit mit Money erinnerte? Im Namen des Antibiologismus sind schlimmste Menschenrechtsverletzungen begangen worden. Man hat auf Menschen unmittelbaren Zwang ausgeübt, im Dienste einer Idee, die obwohl absurd, noch immer nicht vom Tisch ist. Immer mehr Menschen wollen das nicht mehr. Sie wollen auch keinen Sozialdarwinismus-, Lebensborn- und Biologismus-Vorwurf von Leuten um die Ohren geknallt bekommen, deren zum Teil extreme Auffassungen wissenschaftlich nicht belegt sind. Sie wollen sich auch nicht mehr anhören müssen, das Erziehungsgehalt-Verbot des Feminismus habe etwas mit Freiheit, ein zusätzlicher Beruf für Familienarbeit dagegen etwas mit Zwang zu tun. Sie wollen diese Müll-Argumentationen nicht mehr.“ **

Ich habe alle Ihre Kommentare gelesen und erkläre mich damit völlig einverstanden. Außerdem bedanke ich mich bei Ihnen für Ihren Mut, gegen die exponentiell zunehmende Dummheit anzukämpfen.

682

@ Ingo Bading

„So weit ich sehe, hat Lena Waider - durchaus mit Verve, viel Engagement, und, ja - schlimm, schlimm, schlimm! - sogar mit viel »Emotion« - einen in sich stimmigen, durch und durch logischen Standpunkt verteidigt. Daß dieser Standpunkt schon deshalb verdächtig sein soll, weil er sehr vieles auf einmal beansprucht, erklären und durchschauen zu können - warum soll gerade DAS gegen ihn sprechen? Wie oft wird das Theoriedefizit in den modernen anthropologischen und Sozial-Wissenschaften beklagt. Kommt einmal jemand, der den Anspruch erhebt, auch theoretisch eine ganze Menge voranzubringen, um eine Fülle von empirischen Phänomenen auf den Punkt zu bringen, KANN das gar nicht sein, denn man möchte ja - offenbar - noch viele Jahrzehnte weiter dieses Theoriedefizit zu beklagen und zu bejammern in der Lage sein. Oder wie? Der Hauptvorwurf gegen Lena Waider / Peter Mersch war hier der des Totalitarismus, der schlicht lächerlich ist, wenn man nur einen Lebensbereich ebenso »beruflich« fassen will, der hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung hat, dessen In-Rechnung-Stellung schon der 5. Familienbericht der Bundesrepublik Deutschland von 1994 gefordert hat und um dessentwillen der langandauerndste und nachhaltigste Streik in der Geschichte moderner Industriegesellschaften geführt wird, nämlich: der Geburtenstreik. Daß man - mit Mersch / Waider - nach Jahrzehnten des Streiks endlich auch mal Tarifverhandlungen fordert - wer kann das wem denn eigentlich verübeln? Bei jedem anderen Streik setzten sich die »Tarifpartner« früher gemeinsam an den Tisch .... Die Piloten, die Zugführer, alle, alle, alle streiken, fordern Lohnerhöhung und bekommen sie. Aber bei Eltern, da geht es ja »nur« um »ideelle« Werte, nicht »materielle« Werte. Natürlich!

Die Menschen in Deutschland wünschen sich Millionen mehr Kinder, als dann tatsächlich auch geboren werden, wie gerade auch das »Berlin-Institut« in Zusammenarbeit mit Noelle-Neumann's Allensbach vor einigen Jahren ganz hervorragend herausgearbeitet hat. Der fehlende Lebenspartner ist ein Hauptgrund, weshalb Kinderwünsche nicht erfüllt werden. Aber materielle Dinge stehen gleich an zweiter und dritter Stelle. VIEL Ansatzmöglichkeiten für Reformen. Da der familiäre Bereich der ZENTRALE JEDER Gesellschaft ist, da schlichtweg die Gestaltung der »Kinderstube« einer Gesellschaft im Tiefsten den Charakter einer solchen Gesellschaft insgesamt kennzeichnet, ist es klar, daß es »große Würfe« sein müssen, die hier zu einschneidenden Veränderungen führen können, daß mit isolierten Einzelmaßnahmen gar nichts erreicht werden kann. Auch in der Evolution selbst kennen wir Mikroevolution und Makroevolution. Und manchmal wird eben auch ein Schritt in der Makroevolution »notwendig«. Wer hätte sich jemals schon mit der Frage befaßt, warum Kinderwünsche nicht erfüllt werden, weil der geeignete Lebenspartner nicht vorhanden ist? Was für ein Zeugnis stellt sich unsere Gesellschaft gerade auch mit diesem Umfrageergebnis aus? Meiner Meinung nach jedenfalls müßte eine »Gewerkschaft der Kinderlosen und Eltern« gegründet werden, die die berechtigen Ansprüche dieser Tarifpartei gegenüber Staat und Familienministerium mit aller Vehemenz und Verve durchsetzt, so wie alle Ansprüche in unserer Gesellschaft durchgesetzt werden. Statt der US-, Israel-, Rußland- und sonstigen Lobby in unserem Land einfach auch mal nur die Deutschland-Lobby ins Spiel bringen und stärken. Leider hat unsere »Familienpartei« hier in Berlin bislang nur drei bis sechs Mitglieder, soweit ich übersehe. Und leider hat auch die Partei »Die Linke« noch lange nicht begriffen, was die Uhr geschlagen hat. Da bleibt überall noch viel Handlungsspielraum. Von der CDU ist überhaupt nichts zu erwarten, die steckt seit Adenauer im tiefsten Sumpf der monotheistischen Interessenwirtschaft, wie man auch in einem der letzten »Spiegel«-Hefte wieder nachlesen kann. Welches Interesse kann der Papst an dem Kinderreichtum derartiger papst-kritischer Bevölkerungen wie der deutschen haben? GAR keines. Die CDU ist für eine ganze Fülle von Mißbrauchsfällen fast ebenso verantwortlich wie der Papst, weil sie das Treibhausklima für die Kungelei von Staat und Kirche aufrechterhalten hat und deshalb eine kritische Schulaufsicht - und auch Medienaufsicht - nie zustande kam. Einige der namhaftesten Volksverblöder und Witzbolde: Harald Schmidt, Stefan Raab, Johannes B. Kerner, Thomas Gottschalk etc. pp. sind überzeugte Katholiken, ja, gar nicht so wenige sogar Jesuitenschüler - und niemand wundert sich, daß diese Einpeitscher des zynischsten, atheistischsten (oder monoetheistischsten?) Zeitgeistes, den es jemals gegeben hat, von ihren »Seelensorgern« öffentlich oder im vertrauten Gespräch zur Ordnung gerufen wurde. Warum wirft die katholische Kirche einen Harald Schmidt nicht einfach aus der Kirche? An welchem Sumpf ist diese Kirche eigentlich nicht beteiligt? Nein, man muß ganz weiten Abstand von allem Christlichen nehmen, um echte Reformen voran zu bringen.“ **

„Eine mitgliederstarke Gewerkschaft der Kinderlosen und Eltern muß her.“ **

„Der STREIK findet statt: in Form des Geburtenstreiks. Nur werden Streikbrecher, »Billiglohnkräfte« ins Land geholt, bzw. die eigentlich zu bezahlende »Arbeit« wird ins Ausland verlagert (ungünstigstenfalls auf die Müllhalden von Bangladesh etc.). Und es wird nicht ausreichend Aufklärung betrieben über die langfristigen FOLGEN dieses Geburtenstreiks in den Industrieländern der Nordhalbkugel). Wenn ich mir Kinder wünsche, sie aber nicht bekomme, weil der geeignete Ehepartner fehlt, bzw. ich fürchte, in Armut zu geraten WEGEN der Kinder (siehe meine angegebenen Artikel zu »Berlin Institut«), dann habe ich die gleichen Interessen wie Eltern, die dadurch streiken, daß sie keine WEITEREN Kinder bekommen. Ein dickes Erziehungsgehalt, was erst die volle Gleichberechtigung der Frau in unserem Land bedeuten würde, wäre schon längst eingeführt, wenn es nicht einen so grundlegenden Umbau unseres Sozialstaates erfordern würde. Er würde eine Änderung im Denken mit sich bringen bzw. erfordern, ebenso wie in den Mentalitäten. Ja, in der Lebensweise: Die Mütter wären die Königinnen, mit denen verheiratet zu sein auch für Männer rein wirtschaftlich attraktiv sein könnte .... Da gibt es wie gesagt - für den, der gesellschaftspolitische Phantasie hat und sie nutzen will - viel Spielraum, die Dinge zu durchdenken. In der Agrarwirtschaft ist ALLES Arbeiten um die Tatsache herum gruppiert, daß Menschen Kinder haben. Deshalb erscheint uns ein traditionelles Bauerndorf so »kinderfreundlich«. In unserer Gesellschaft begleiten Kinder nicht unseren Arbeitsalltag, haben wir sie an den Rand unserer Lebenswelt geschoben, in Teilzeit-Waisenhäuser, genannt Kinderkrippen, ebenso die Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen. Ich bin nicht Atheist und nicht Theist, weil ich beides für veraltete Einstellungen halte. Ich bin religiös im Sinne Albert Einsteins. Nimmt man aber diese Religiosität ernst, dann könnte sie sich auch auf die Liebesbeziehungen in unserer Gesellschaft auswirken, sie wieder tiefer mit Liebe erfüllen, als das in unserer heutigen atheistisch oder monotheistisch gefühlsmäßig abgestumpften Gesellschaft üblich geworden ist.“ **

„@ Herr Würfel  –  .... Schauen Sie sich mal Kinderfotos auf dem Land aus den 1950er Jahren an. Wir empfinden das als »Idylle«. Wir haben das Gefühl, daß diese Kinder glücklich sind. Gemischtaltrige Spielgruppen, bei denen man nicht ständig Angst haben muß, daß sie von rasenden Autos irgendwo überfahren werden. Gelassen. .... Wenn ich damit eine Kindheit in Berlin-Kreuzberg vergleiche, die ich täglich besichtigen kann, dann graust es mir.  - - -  Aber Herr Wüfel, wenn wir uns schon über so schlichte Tatbestände nicht mit einem Wort einig werden, mag es sowieso schwierig werden, uns auf anderen Gebieten einig zu werden, auch noch mit tausend Worten nicht. So ganz sehe ich auch nicht, warum Sie so gereizt sind. Sie vertreten auch ein Erziehungsgehalt? Dann müßten wir uns doch weitgehend einig sein. Ich habe wohl Ihre Kommentar nicht gründlich genug gelesen.“ **

Auch Ihnen, Ingo Bading, möchte ich danken für ihre Kommentare. Ob es die von Ihnen geforderte „mitgliederstarke Gewerkschaft der Kinderlosen und Eltern“ (**) wirklich geben wird, bezweifle ich jedoch.

 

NACH OBEN 370) Mesch ut Mesket, 03.11.2013 (00:45, 14:02, 14:42, 16:00) ** ** ** ** ** ** (683-686)

683

@ Ingo Bading

„Sehe ich völlig genauso (bezieht sich auf die Aussagen von Mesch ut Mesket vom 31.10.2013 [22:17, 22:50, 23:16, 23:57] **). Und das alles, obwohl die hier erörterten vernünftigen Vorschläge der Sache nach schon in den 1950er Jahren gemacht wurden von Sozialreformern wie Gerhard Mackenroth (auf die Adenauer damals mit seinem berühmten »Kinder kriegen die Leute von alleine«) reagierte. Die Welt steht absolut Kopf. Ich sage mir inzwischen: Familienpolitik wird von Satanisten gemacht. Genauso jedenfalls sieht sie aus. Und Heinz Buschkowski braucht noch nicht mal einer sein, um neuerdings Kindergartenpflicht ab dem 1. Lebensjahr zu fordern. Eine gerade auf diesem Gebiet vollkommen orientierungslos gewordene Gesellschaft und Politik. Viel haben wir diesbezüglich dem Eva-Rausschmeißer Kerner zu verdanken (mit Eva ist Eva Herman gemeint). Dieser symbolische Akt hat ein ganzes breites familienpolitisches Themengebiet mit einem Schlag vollständig tabuisiert. Aber um das überhaupt zu können, muß man zuvor eine Gesellschaft Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte lang gehirngewaschen, verblödet, instinkt- und urteilslos gemacht haben.“ **

Die Frage ist auch, ob die Politiker nicht wollen oder nicht können - nicht können aus einem der folgenden drei Gründe:
(1.) Unfähigkeit (mangelnde Kompetenz oder aufgrund ihrer Kompetenzverlustängste),
(2.) Abhängigkeit (nämlich von den ihnen übergeordneten Globalisten),
(3.)Kombination aus Unfähigkeit und Abhängigkeit (siehe 1. und 2.).
Die dringend erforderlichen Änderungen kommen, wenn sie nicht aktiv herbeigeführt werden, per Zwang, per Gewalt - z.B. als Krieg - und werden dann eben von den Abendländern völlig passiv erfahren.

Haben Johann Wolfgang von Goethe, Karl Friedrich Vollgraff, Ernst von Lasaulx, Friedrich Wilhelm Nietzsche, Oswald Spengler, um die im Bezug auf kulturelle Untergänge bedeutendsten Geistesgrößen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts zu nennen, mit ihren Prognosen recht behalten?  –  Abgesehen davon, daß uns noch einige Zeit bevorsteht, die in ihren Prognosen bereits mitberücksichtigt sind, ist es schon seit sehr langer Zeit auch sichtbar, daß die Frage mit JA beantwortet werden muß.

684

@ Ingo Bading

„Oswald Spengler gehört ja, wie andernorts auf diesem Blog behandelt, selbst zu den elitären Netzwerken, die den Untergang von Völkern beschleunigen. Ich begreife seine Bücher inzwischen als Selbstmordprogramm. Es gibt viele Ideologien, die von elitären Netzwerken verbreitet werden, die sich wie programmierter Selbstmord auswirken, ganz so, wie Mind-Control-Opfer in dieser Weise programmiert werden können. Den »Untergangspropheten« zu geben, ist im übrigen nicht besonders schwierig. Schwer ist es, Gegenstrategien zu entwickeln und zu leben.“ **

Dann haben Sie aber Oswald Spengler falsch verstanden! Es wundert mich nicht, daß sie aus der Reihe derer, die ich genannt habe, ausgerechnet ihn gewählt haben.

Es geht nicht um die Prognosen („Prophezeiungen“ heißen sie nur für Propagandisten und Ängstige) an sich, sondern darum, wie man das, was man schicksalhaft erlebte, erlebt und erleben wird, möglichst angenehm und vor allem mit möglichst wenig Stolzverlust (Mersch würde sagen: Kompetenzverlust) gestaltet - dabei immer auch die Möglichkeit des Anderskommens bedenkend.

Die von mir genannten Geistesgrößen im Bezug auf Kulturuntergänge waren ja nicht wirklich „Kulturpessimisten“, aber so wurden einige von ihnen unrechtmäßigerweise genannt. Sie alle waren auch Befürworter der Familie, der Generationengerechtigkeit, der angemessenen Anzahl an Kindern u.s.w.! Kommt Ihnen das nicht entgegen, Herr Bading?

685

@ Ingo Bading

„Schwer ist es, Gegenstrategien zu entwickeln und zu leben.“ **

Welche Gegenstrategie haben Sie denn?

Kommen Sie mir jetzt - bitte (!) - nicht mit der Forderung, daß Volk müsse diese und jenes machen - denn das ist es, was nicht schwierig ist: zu fordern, daß andere die Kohlen für einen aus dem Feuer holen. Daß es z.B. keine neue Gauck-Behörde geben wird, wird schon allein Gauck selbst verhindern - haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? (Sie fordern ja: „Stasi-Zentralen stürmen!  –  Selbst hochrangige Politiker fordern inzwischen die Abschaffung des Verfassungsschutzes und des MAD's, weil sie eine Gefahr für die Demokratie, einen blinden Fleck der Demokratie darstellen. Wo bleibt die breite Basisbewegung? Das, was Geheimdienste machen, ist schlimmer als »Stuttgart 21«. Warum besetzen wir nicht die Großbaustelle des BND in Berlin und fordern die Beendigung der Umzugspläne und die Umwandlung der Behörde in eine »Gauck-Behörde«? Warum fordern wir nicht nur »NIE WIEDER KRIEG!«, sondern dann konsequenterweise auch: »NIE WIEDER VERFASSUNGSSCHUTZ!« - ?  Dieser Aufruf wurde im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden der NSU-Morde und ihrer Hintergründe formuliert. Durch die NSA-Affären erhält er neue Aktualität. Liebe Leute: Wir können sie auch jetzt noch stürmen. Es wurde der Bau von AKW's verhindert. Warum soll nicht die Abschaffung von Geheimdiensten durchsetzbar sein? Warum? Ihre Macht beruht allein auf der Passivität derjenigen, die alles mit sich machen lassen.“ **)  Oder ein anderes, oft genanntes und immer wieder in seiner Grausamkeit verkanntes Beispiel: Was bringen denn sogenannte „Revolutionen“? Antwort: Gewinn und Macht denjenigen, die sie „bewirtschaften“, finanzieren, spekulieren und anschließend abzocken!

686

@ Ingo Bading

„Ich bin der Meinung, daß es Völker in der Weltgeschichte gibt, die genetisch-kulturelle Kontinuität seit vielen tausenden von Jahren aufweisen, auch wenn es heftige Umbruchszeiten gegeben hat. Ich nenne das chinesische Volk. Und ich nenne die Buschleute in Südafrika.“ **

Warum nennen sie denn nicht gleich die Deutschen oder sogar alle Europäer, sofern sie der abendländischen Kultur angehören? Wegen der Politkorrektheit, also der Zensur?

„Wenn es ... um jene Völker handelt, die den geringsten Anteil aufweisen einer genetischen Variante, die mit ADHS zu tun hat, also mit Veränderungsfreudigkeit, dann zeigt das, daß (angeborenermaßen) veränderungsfreudigere Völker in der Weltgeschichte LEICHTER dem Untergang anheim fallen können.“ **

Die Beurteilung darüber, wer den geringsten Anteil daran hat, ist doch aber nicht rein genetisch absicherbar. Wie z.B. der Unterschied zwischen Merschs Systemischer Evolutionstheorie und Darwins Evolutionstheorie zu beachten ist, so auch der zwischen den Voraussetzunegn für die von Ihnen genannte Veränderungsfreudigkeit. Merschs Theorie ist eine verallgemeinerte und kann darum Darwins Theorie integrieren. Mersch spricht von Reproduktionsinteressen, Darwin sprach von natürlicher Selektion. Mersch bringt die Kultur ins Spiel, Darwin brachte sie hinaus, weil er die Natur allein regieren lassen wollte - das ist typisch englisch. Die Veränderungsfreudigkeit ist sowohl natürlich als auch kulturell bedingt. Die Interessen der Herrschenden sind es, die auch bei nicht veränderungsfreudigen Völkern die Veränderung durchsetzen können und zumeist auch durchsetzen. Die Genetik spielt dabei zwar eine Rolle, kann aber dann vernachlässigt werden, wenn die Kultur das Machtwort spricht.

Pessimismus und Aufklärung sind keine Widerlinge, wie Sie zu meinen scheinen (**). Der Pessimismus ist anders zu verstehen, als es die heutige Propaganda über die Medien lang und schmutzig verbreitet, und das gilt umgekehrt auch für die Aufklärung.

Ob ein „vorzeitiges Ende ... unerträglich“ (**) ist oder nicht, entscheiden doch nicht immer nur die, die „Optimismus“ verordnen (was übrigens in allen Diktaturen der Fall war, ist und sein wird), sondern umgekehrt wird ein Schuh daraus: es ist erträglich oder unerträglich, weil man der Wahrheit, den Tatsachen ins Gesicht schauen kann und deswegen auch kreative und erfolgreiche Oppositionsarbeit leisten kann. „Optimismus“ ist Feigheit - und wird stets von Diktatoren verordnet und ausgebeutet.

Gegen Goethe und Nietzsche haben Sie nichts gesagt (**) - gut. Aber suchen sie sich hier nicht wieder die Rosinen heraus, weil sie ja von den ständig „Optimismus“ einfordernden Diktatoren auch „erlaubt“ sind? Warum eigentlich? Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht?

Zum Stolz (**):

Sie wollen lieber den Eros - ist klar. Sie wollen Veränderungen, aber bewirken sollen sie andere, denn Sie müssen sich ja dem Eros - der Gier (!) - widmen. Wissen Sie gar nicht, daß der Stolz bei uns bereits auf fast NULL heruntergefahren worden ist und daß das ebenfalls ein Grund für den mittlerweile gallopierenden Untergang ist? Außerdem steht das, was Sie zum Stolz gesagt haben, im krassen Widerspruch zu dem, was Sie über Chinesen und Buschleute gesagt haben - und zwar genauso, wie es die Zensur von Ihnen erwartet. Ja, toll! Dann sollen sich also die Abendländer einen fremdgesteuerten Untergang wünschen! Und das soll ein positiver, ein optimistischer Beitrag sein? Nur dann, wenn man beide in Anführungsstriche setzt: „positiv“ und „optimistisch“ - wie eben verordnet, von oben! .... Gute Nacht!

 

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