WWW.HUBERT-BRUNE.DE
www.Hubert-Brune.de

Prägnant und möglichst knapp formulierte Gedanken

von

Rüdiger Safranski (*1945)

<== |**==>

 

„Man beneidet die Tiere, weil sie ganz Natur, ohne störendes Bewußtsein. Man beneidet Gott, weil er vielleicht reines Bewußtsein ist, ohne störende Natur. Und man beneidet das Kind, dieses göttliche Tier. Man beneidet damit sich selbst um seine verlorene Kindheit, seine Spontaneität und Unmittelbarkeit. Unsere Erinnerung läßt uns glauben, daß wir alle die Austreibung aus dem Paradies schon einmal erlebt haben - als unsere Kindheit zu Ende ging.“
Rüdiger Safranski, Das Böse oder: Das Drama der Freiheit, 1997, S. 25

„Der Mensch mußte also, als er die Freiheit der Wahl bekam, die Unschuld des Werdens und Seins verlieren. Die richtige Wahl konnte ihm keiner abnehmen, auch nicht Gott. Gott mußte dem Menschen das zumuten, da er seine Freiheit respektierte. Aber diese Freiheit konnte nicht vollkommen sein, denn Vollkommenheit ist nur bei Gott.“
Rüdiger Safranski, Das Böse oder: Das Drama der Freiheit, 1997, S. 25

„Was heißt vollkommene Freiheit ?  Das ist eine Freiheit, der das Leben gelingt. So aber verhält es sich beim Menschen nicht. Freiheit ist bei ihm nur eine Chance, keine Garantie des Gelingens. Das Leben kann ihm auch mißlingen - aus Freiheit. Der Preis der menschlichen Freiheit ist genau dfiese Möglichkkeit des Mißlingens. Natürlich hätte der Mensch lieber eine Freiheit ohne dieses Risiko.“
Rüdiger Safranski, Das Böse oder: Das Drama der Freiheit, 1997, S. 25

„Man zitierte gern Lenin: Dieser hatte gesagt, während man Musik von Beethoven hört, möchte man den Menschen, allen Menschen, über den Kopf streichen. So aber seien die Zeiten nicht, einige Köpfe müsse man abschlagen.“
Rüdiger Safranski, Das Böse oder: Das Drama der Freiheit, 1997, S. 235

„Ich habe ein Buch über die Freiheit geschrieben. Das Böse ist der Preis der Freiheit.“
Rüdiger Safranski, im Gespräch mit der NZZ, 1997

„Gerade weil Schopenhauer sich das Gegenteil so lebhaft vorstellen konnte, wurden ihm die Spielregeln des Urvertrauens sinnfällig: ein Wesen, das sich in die monströse Einsamkeit hinausdenken kann, verlangt nach dem Gefühl, bedacht zu sein. Die Formel des Weltvertrauens lautet: »cogitor ergo sum«, (ich werde bedacht, also bin ich). Die Lehre Schopenhauers aber lautet: Wir werden lernen müssen, ohne Weltvertrauen zu leben, wir sind alleine, es gibt keinen übergreifenden Sinn. Schopenhauers Welt ist eine, der man den Kredit entzogen hat.“
Rüdiger Safranski, Schopenhauer und Nietzsche, 1998

„In Schopenhauers Philosophie drängt alles auf ein gewandeltes Leben. Die große Wandlung wäre die heilige Erleuchtung. Auf sie kann Schopenhauer nur hinweisen. Er selbst bringt es »nur« bis zur Philosophie oder zur Kunst, das gesteht er sich ein. Philosophie und Kunst liegt auf dem halben Weg. Eine befristete Heiligkeit, ein Vorgeschmack, prosaisch gesprochen: ästhetischer oder kontemplativer Weltabstand.“
Rüdiger Safranski, Schopenhauer und Nietzsche, 1998

„Wollte man Schopenhauers Philosophie insgesamt charakterisieren, müßte man sie als eine Metaphysik des ästhetischen Abstandnehmens bezeichnen, wobei »ästhetisch« heißt: auf die Welt hinblicken und dabei schlechterdings nicht tätig darin verflochten sein. Dieses ästhetische Abstandnehmen eröffnet einen Ort der Transzendenz, der leer bleiben muß. Kein Wollen, kein Sollen, nur noch ein Sein, das ganz zurn Sehen geworden ist, zum Weltauge. Solches gelassene Sehen ist jene Art der Verneinung, welche die Philosophie als Akt selbst noch vollziehen kann, mehr kann sie nicht. Aber wenn sie so weit kommt, dann wird das auch die Wirkung haben können, die Schopenhauer der beseligenden Kunst zuschreibt ....“
Rüdiger Safranski, Schopenhauer und Nietzsche, 1998

„Es ist zu Genüge bekannt, wie Nietzsche sich von Schopenhauer hat inspirieren lassen, wie die erste Lektüre der »Welt als Wille und Vorstellung« geradezu als Bekehrungserlebnis gewirkt hat. Später entfernte er sich von ihm, aber blieb ihm antithetisch verbunden: der Schopenhauerschen Entsagung setzt er den Willen zur Macht entgegen.“
Rüdiger Safranski, Schopenhauer und Nietzsche, 1998

„Nietzsche hat der Schopenhauerschen Verneinung auf den Grund gesehen und dort jenes Verlangen nach einem anderen Sein entdeckt, wovon schon die Rede war. Verschafft sich Schopenhauer, so fragt Nietzsche, nicht mit seiner ganzen Verneinungsphilosophie die die besten Bedingungen für die »schönste Fruchtbarkeit«, bedeutet die Askese nicht eine Intensivierung und raffinierte Ausgestaltung des Lebenswillens? Nietzsche entdeckt das uneingestandene »Ja« in Schopenhauers »Nein«. Und zwar deshalb, weil er nach seinem Zarathustra-Erlebnis die ganze Welt im Lichte einer ekstatischen Lebensbejahung sehen will und sehen kann und darum ein so feines Gespür entwickelt für die heimlichen und unheimlichen Lebensaffirmationen im Werk Schopenhauers.“
Rüdiger Safranski, Schopenhauer und Nietzsche, 1998

„Auch sonst ist Schopenhauers Philosophie in Nietzsches Konzeption der dionysischen und apollinischen Lebensmächte gegenwärtig. Dionysos ist die Welt des »Willens«, Apoll ist für die »Vorstellung« zuständig. Nietzsche nimmt eine ganze Reihe von Identifikationen vor. Aus dem Kunstprinzip Dionysos (worin sich auch die Kunst Wagners spiegelt) wird ein Weltprinzip und daraus schließlich ein Prinzip seiner innersten Erfahrung, wie Nietzsche sagt. Schopenhauer strebt mit seinem »bessren Bewußtsein« und seiner Ekstase der Verneinung ins Überindividuelle, Nietzsche dagegen will mit seinem Prinzip Dionysos Fühlung halten zu den vitalen, gewissermaßen unterindividuellen Lebensmächten, diesem Gemisch aus Glück, Qual und Entsetzen. Sein Ideal ist ein Glück, das in den Abgrund geblickt hat; ein Glück, das stark genug ist, um einverstanden zu sein mit Schmerz, Verzweiflung, Grausamkeit.“
Rüdiger Safranski, Schopenhauer und Nietzsche, 1998

„Eine Generation vor Sigmund Freud diagnostiziert Nietzsche die Krankheit der Kultur: ihr Fundament sei die Angst, die sich an vermeintliche Sicherheiten klammert. Über lange Zeit hin war das Christentum eine solche Sicherheit. Das Christentum hat inzwischen, das sieht auch Nietzsche, seine Rückversicherungskraft eingebüßt; deshalb hat man sich nun daran gemacht, Ersatzgötter zu finden: im Nationalismus und Sozialismus, im bienenfließigen Arbeitsleben, im Glauben an den technischen Fortschritt. Das alles bewegt sich für Nietzsche im Milieu eines faden Optimismus, der darauf angelegt ist, das Leben vor den großen Problemen sicherzustellen: Tod, Schmerz, Gewalt, Sinnlosigkeit werden verdrängt. Die Kultur errichtet einen Sicherheitskordon. Eine Kultur, die Nietzsche mit der zweiflerischen Frage belästigt: dieses Leben, das sich hier schützen will, - lebt es eigentlich noch? Im Zarathustra läßt Nietzsche den »letzten Menschen«, also uns, auftreten.“
Rüdiger Safranski, Schopenhauer und Nietzsche, 1998

„Auf die Heiligung des Diesseits kommt es an. Das unterscheidet Nietzsches Atheismus vom modernen Nihilismus. Der moderne Nihilismus, so wie er ihn sieht, ist nur noch Ernüchterung. Man hatte dem Leben einen transzendenten Sinn und Wert beigelegt. Wenn dieser Jenseitssinn schwindet, bleibt das Leben zurück: sinnlos, man hat ein Jenseits geheiligt und das Diesseits profaniert. Verschwindet das heilige Jenseits, bleibt das profanierte Diesseits zurück. Deshalb hat der Nihilismus eigentlich schon mit Platon und dem Christentum, dem Platonismus fürs Volk, begonnen, als nämlich im Zeichen einer höheren Idee das immanente Leben entwertet wurde. Damals begann das Zerwürfnis mit dem Leben. Und deshalb verliert am Ende dieser langen Geschichte der platonisch-christlichen Entwertung des Lebens der moderne Nihilismus sein überschwengliches Jenseits, ohne das Diesseits als Wert zurückzugewinnen. Nietzsche Zarathustra aber will in der Kunst unterweisen, wie man gewinnt, wenn man verliert. Alle Ekstase, alle Beseligung, die ganzen Himmelfahrten des Gefühls, dieser Hunger nach Intensität, der vormals ins Jenseits ausgriff, sollen sich nun ans unmittelbare, diesseitige Leben halten. Nietzsche will die Kräfte des Transzendierens für die Immanenz bewahren. Überschreiten und doch der Erde treu bleiben - das ist es, was Nietzsche seinem Übermenschen aufträgt. Der Übermensch , wie ihn Nietzsche entwirft, ist frei von Religion: er hat sie nicht verloren, er hat sie in sich zurückgenommen. Der gewöhnliche Nihilist hingegen, der letzte Mensch, hat sie nur verloren und das profanierte Leben zurückbehalten. Nietzsche will die heiligenden Kräfte fürs Diesseits retten - gegen die nihilistische Tendenz ihrer Profanierung.“
Rüdiger Safranski, Schopenhauer und Nietzsche, 1998

„Nietzsche und Schopenhauer sind Beispiele dafür, wie große Philosophie aus inspirierenden Augenblicken erwächst und - mit nur wenig Übertreibung gesagt - nur noch eine Ausfaltung dessen ist, was in diesen Augenblicken als Erlebnis und Erfahrung gelegen hat. An diesem Paar zeigen sich - zweitens - zwei Grundmöglichkeiten der Ekstase. Die Ekstase des »Nein« zur Welt, wie sie ist. Und eine Ekstase des »Ja«. Schopenhauer will aus der Welt transzendieren, Nietzsche in die Welt transzendieren. Beide aber bleiben natürlich »in der Welt«. Und so bleiben sie sich nahe, weil sich zuletzt doch alles abspielt in einer Dimension, die man die »ästhetische« nennt. Eine Umwandlung, die sich zwar ohne Gott vollzieht, aber wohl genauso fundamental ist, wie als wäre dieser Gott, der alles neu macht, im Spiel. Zwei atheistische Philosophien, in denen Gott verschwunden, aber ein Gotteseffekt geblieben ist: der ästhetische. Eine gewandelte Wahrnehmung - als ob einem ein Gott neue Augen eingesetzt hätte.“
Rüdiger Safranski, Schopenhauer und Nietzsche, 1998

„Man glaubt, das bloße Vorhandensein von etwas sei die einfachste Sache der Welt. Aber, genau betrachtet, ist es das Rätselhafte schlechthin.“
Rüdiger Safranski, Nietzsche - Biographie seines Denkens, 2000, S. 174

„Die Kunst des Wohnens, da hat Heidegger vollkommen recht, ist vielleicht das Wichtigste.“
Rüdiger Safranski, im Gespräch mit dem Marbuger Forum, 2001

„Ohne Glauben könnten wir gar nicht leben. In der modernen Wissens- und Informationsgesellschaft lebt jeder, was das Wissen betrifft, aus zweiter oder dritter Hand. Bei den meisten Dingen, die unseren unmittelbaren Lebens- und Kompetenzbereich überschreiten, bleibt uns nichts anderes übrig, als an das Wissen der anderen – zu glauben. In den meisten Angelegenheiten sind alle dazu verurteilt, gläubige Mitwisser zu sein. Da jeder nur Spezialist für Bestimmtes ist und Laie in Bezug auf den riesigen Rest, wächst mit der spezialisierten Wissensgesellschaft auch die Glaubensgemeinschaft. Je mehr Wissen, desto mehr Glauben an das Wissen der anderen. Diese Art des Glaubens hat also auf jeden Fall eine große Zukunfte.“
Rüdiger Safranski, in: Cicero, 5, 2004

„Es gibt in der Wissensgesellschaft Felder, wo in diesem Sinne besonders intensiv geglaubt wird. Wenn die Wirtschaftsweisen im Fernsehen wie Schamanen aus den Kulissen treten und ihre Orakelsprüche verkünden, dann sollen wir an die verkündeten Konjunkturprognosen glauben. Aber so glauben wir auch an die Psychoanalyse, an den Urknall, an das Chaos in der Natur, an die künftige Klimakatastrophe, an die Entropie samt kosmischem Wärmetod, an die egoistischen Gene und an vieles andere mehr. Zwar könnte man sagen, das seien nur Formen des Für-wahrscheinlich-Haltens, die deshalb wenig mit dem religiösen Glauben zu tun hätten. Und doch nähern wir uns dabei dem religiösen Feld, weil es hier um Zuversicht oder Angst in bezug auf Themen geht, die lange Zeit genuin religiöse Themen waren. Wer an den Urknall glaubt, hält nicht nur eine wissenschaftliche Hypothese für wahrscheinlich, sondern glaubt daran wie an die göttliche Weltschöpfung. Und an die Entropie-Hypothese mit dem schließlichen Wärmetod kann man auch glauben wie an die Apokalypse.“
Rüdiger Safranski, in: Cicero, 5, 2004

„Noch in einem anderen Sinne leben wir alltäglich aus dem Glauben. Der Mensch ist das Tier, das versprechen kann, hat Nietzsche einmal gesagt. Der eine verspricht, der andere glaubt ihm. Glauben ist auf beiden Seiten im Spiel, denn auch der Versprechende muß an sich selbst glauben, genauer: an sein künftiges Selbst, das ein gegebenes Versprechen einhalten soll. Ich verspreche, weil ich an mich glaube und du glaubst mir, weil ich verspreche. Diese Art des Glaubens zirkuliert zwischen den Menschen und ist so lebensnotwendig wie die Luft zum Atmen. Es ist ein Glaube, dem wir im Interesse unserer Lebensfähigkeit eine Zukunft wünschen müssen. Der Mensch lebt, anthropologisch gesehen, auf Kredit.“
Rüdiger Safranski, in: Cicero, 5, 2004

„Die Philosophen jedenfalls haben dann auf einmal bemerkt, daß in der Finanzwirtschaft ... offenbar Leute in mächtigen Positionen agieren, deren Wirklichkeitskontakt noch viel beschädigter ist als der beschädigte Wirklichkeitskontakt der Philosophen.“
Rüdiger Safranski, in der TV-Sendung: Das Philosophische Quartett, Oktober 2009

„Ich denke, wenn es die katholische Kirche nicht gäbe, müßte man sie erfinden. Gerade als antimodernistisches Gegenlager gegenüber den unglaublich gefährlichen Potenzen, die in der Moderne ... liegen. Mir ist ... wirklich am wohlsten, also ich fühle mich am sichersten, wenn wir diesen »Elefanten« der katholischen Kirche da stehen haben und die Modernitätshysteriker können sich daran abarbeiten. Dadurch entsteht eine Entschleunigung in diesen Prozessen der Modernität. Und auf die setze ich. Der Charme der katholischen Kirche ist für mich der, daß sie genau an allen Punkten, die wir so bisher genannt haben, auf der Bremse steht. Die steht auf der Bremse. Und die brauchen wir. “
Rüdiger Safranski, in der TV-Sendung: Das Philosophische Quartett, November 2009

„So wie ich das bei Benedikt XVI. höre, ist mir das insofern sympathisch, als ich z.B. im Moment das Gefühl habe, daß wir in unserer Gesellschaft eine inbrünstige quasi-religiöse Gläubigkeit an die Naturwissenschaften z.B. haben. .... Die größte Gefahr - für mich - im geistigen Leben ist der pseudo-naturwissenschaftlich begründete Naturalismus. .... Einen ... Standpunkt in dem allgemeinen Meinungskampf, wie ihn Benedikt XVI. vertritt, empfinde ich als eine Befreiung von Flachköpfen wie Dawkins u.s.w..“
Rüdiger Safranski, in der TV-Sendung: Das Philosophische Quartett, November 2009

„Die Finanzwirtschaft ... ersetzt die alte antibürgerliche Arbeiterbewegung von der ganz anderen Seite. Das sind die Chaoten am anderen Ende der Skala, die ungleich gefährlicher sind als alles, was wir bisher hatten.“
Rüdiger Safranski, in der TV-Sendung: Das Philosophische Quartett, Mai 2010

„Bürgerlich ist die Beschreibung des Teils der Gesellschaft, der die Werte schafft, die dann verteilt werden können. Wir bekommen das vielleicht sogar im internationalen Maßstab .... Jetzt schälen sich ja Staaten heraus wie Griechenland u.a., die selber wiederum Transferempfänger sind von den Kernländern Europas, die Werte schaffen und dort ausleihen - weil wir auch dorthin exportieren -, ... will sagen: Ist ... das Bürgerliche ... nicht auch eine Beschreibung eines neuen Dualismus in der Gesellschaft, eben zwischen Transferempfängern ... und dem Leistungskern einer Gesellschaft.“
Rüdiger Safranski, in der TV-Sendung: Das Philosophische Quartett, Mai 2010

„Der Mensch lebt immer in einem Wahrnehmungs- und in einem Handlungskreis. Heute leben wir in einer Situation, in der wir unendlich mehr wahrnehmen, als wir im Handlungskreis abführen können, was zur Dauererregung führt.“
Rüdiger Safranski, „Vielleicht waren wir zu früh“, in: Zeit-Online, 11. Mai 2012

„Künstlerische Werke sind heute so etwas wie Schrottpapiere. Völlig entwertet oder in anderen Fällen zum Spekulationswert hochgesteigert. Es gibt, wie wir wissen, kein vernünftiges Verhältnis mehr zwischen Real- und Finanzwirtschaft. Zirkulation rangiert vor Produktion. Dass Werte, die zirkulieren, zuvor irgendwie geschaffen werden müssen, macht man sich kaum mehr klar. Man muss nur zugreifen, es ist doch alles schon da, denkt der Konsument in uns. Der Konsument aber ist bekanntlich, nach Nietzsche, der letzte Mensch. Der Endverbraucher eben.“
Rüdiger Safranski, „Vielleicht waren wir zu früh“, in: Zeit-Online, 11. Mai 2012

 

 

<== |**==>

 

WWW.HUBERT-BRUNE.DE Heimseite

 

WWW.HUBERT-BRUNE.DE
- Literaturverzeichnis -