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Aphorismen
zum Thema:
Wissenschaft

KantGoetheNovalis (von Hardenberg)
NietzscheShawPius XI.PlanckLeithEinsteinBornHeideggerOberth
Kaye
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„Jedes Wissen ist immer nur Stückwerk. Man darf dabei nur nicht vergessen, daß diese Stücke verschieden groß sind.“
Immanuel Kant

„Habe nun, ach! Philosophie, // Juristerei und Medizin, // Und leider auch Theologie! // Durchaus studiert, mit heißem Bemühn. // Da steh ich nun, ich armer Tor! // Und bin so klug als wie zuvor.
Johann Wolfgang von Goethe, Faust (I), 1790 bzw. 1808, S. 27

„Heiße Magister, heiße Doktor gar // Und ziehe schon an die zehen Jahr // Herauf, herab und quer und krumm // Meine Schüler an der Nase herum - // Uns sehe, daß wir nichts wissen können! // Das will mir schier das Herz verbrennen. // Zwar bin ich gescheiter als all die Laffen, // Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen; // Mich plagen weder Skrupel noch Zweifel, // Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel - // Dafür ist mir auch alle Freud entrissen, // Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen, // Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren, // Die Menschen zu bessern und zu bekehren. Auch hab ich weder Gut noch Geld, // Noch Ehr und Herrlichkeit der Welt; // Es möcht kein Hund so länger leben! // Drum hab ich mich der Magie ergeben, // Ob mir durch Geistes Kraft und Mund // Nicht manch Geheimnis würde kund, // Daß ich nicht mehr mit saurem Schweiß // Zu sagen brauche, was ich nicht weiß, // Daß ich erkenne, was die Welt // Im Innersten zusammenhält.
Johann Wolfgang von Goethe, Faust (I), 1790 bzw. 1808, S. 27

„Was ist den die Wissenschaft? Sie ist nur des Lebens Kraft.“
Johann Wolfgang von Goethe, Xenien, 1796

Daß ich erkenne, was die Welt // Im Innersten zusammenhält.
Johann Wolfgang von Goethe, Faust (I), 1790 bzw. 1808, S. 27

Mit Eifer hab ich mich der Studien beflissen; // Zwar weiß ich viel, doch möcht ich alles wissen.
Johann Wolfgang von Goethe, Faust (I), 1790 bzw. 1808, S. 34

„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie // Und grün des Lebens gold’ner Baum.“
Johann Wolfgang von Goethe, Faust (I), 1790 bzw. 1808, S. 90

„Eines nur sei hier ausgesprochen: daß wir sogar anerkannte Irrtümer aus der Wissenschaft nicht loswerden.“
Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meistes Wanderjahre, 1821-1829

„Die Erfahrung nutzt erst der Wissenschaft, sodann schadet sie, weil die Erfahrung Gesetz und Ausnahme gewahr werden läßt. der Durchschnitt von beiden gibt keineswegs das Wahre.“
Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meistes Wanderjahre, 1821-1829

MEPHISTOPHELES :  Was gibt es denn? // WAGNER (leiser) :  Es wird ein Mensch gemacht.“
Johann Wolfgang von Goethe, Faust (II), 1832, S. 114

WAGNER (betrübt) :  Am Ende hängen wir doch ab // Von Kreaturen, die wir machten.“
Johann Wolfgang von Goethe, Faust (II), 1832, S. 122

„Denken ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen. Das Wissen beruht auf der Kenntnis des zu Unterscheidenden, die Wissenschaft auf der Anerkennung des nicht zu Unterscheidenden. Das Wissen wird durch das Gewahrwerden seiner Lücken, durch das Gefühl seiner Mängel zur Wissenschaft geführt, welche vor, mit und nach allem Wissen besteht. Im Wissen und Nachsinnen ist Falsches und Wahres. Wie das sich nun das Ansehn der Wissenschaft gibt, so wird's ein wahr-lügenhaftes Wesen. Wir würden unser Wissen nicht für Stückwerk erklären, wenn wir nicht einen Begriff von einem Ganzen hätten. Die Wissenschaften so gut als die Künste bestehen in einem überlieferbaren (realen), erlernbaren Teil und in einem unüberlieferbaren (idealen), unlernbaren Teil. In der Geschichte der Wissenschaften hat der ideale Teil ein ander Verhältnis zum realen als in der übrigen Weltgeschichte. Geschichte der Wissenschaften: der reale Teil sind die Phänomene, der ideale die Ansichten der Phänomene. Vier Epochen der Wissenschaften: (1) kindliche, poetische, abergläubische; (2) empirische, forschende, neugierige; (3) dogmatische, didaktische, pedantische; (4) ideelle, methodische, mystische. »Nur die gegenwärtige Wissenschaft gehört uns an, nicht die vergangne noch die zukünftige.« Im sechzehnten Jahrhundert gehören die Wissenschaften nicht diesem oder jenem Menschen, sondern der Welt. Diese hat sie, besitzt sie pp., der Mensch ergreift nur den Reichtum. Die Wissenschaften zerstören sich auf doppelte Weise selbst: durch die Breite, in die sie gehen, und durch die Tiefe, in die sie sich versenken.“
Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, postum, 643-644

„Der Fehler schwacher Geister ist, daß sie im Reflektieren sogleich vom Einzelnen ins Allgemeine gehen, anstatt daß man nur in der Gesamtheit das Allgemeine suchen kann.“
Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, postum, 645

„In der Geschichte der Naturforschung bemerkt man durchaus, daß die Beobachter von der Erscheinung zu schnell zur Theorie hineilen und dadurch unzulänglich, hypothetisch werden.“
Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, postum, 645

„Nachdem man in der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts dem Mikroskop so unendlich viel schuldig geworden war, so suchte man zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts dasselbe geringschätzig zu behandeln. Nachdem man in der neuern Zeit die meteorologischen Beobachtungen auf den höchsten Grad der Genauigkeit getrieben hatte, so will man sie nunmehr aus den nördlichen Gegenden verbannen und will sie nur dem Beobachter unter den Tropen zugestehen.“
Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, postum, 646

„Der gemeine Wissenschäftler hält alles für überlieferbar und fühlt nicht, daß die Niedrigkeit seiner Ansichten ihm sogar das eigentlich Überlieferbare nicht fassen läßt.“
Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, postum, 646

„Wenn in Wissenschaften alte Leute retardieren, so retrogradieren junge. Alte leugnen die Vorschritte, wenn sie nicht mit ihren früheren Ideen zusammenhängen; junge, wenn sie der Idee nicht gewachsen sind und doch auch etwas Außerordentliches leisten möchten.“
Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, postum, 647

„Die Phänomene sind nichts wert, als wenn sie uns eine tiefere, reichere Einsicht in die Natur gewähren oder wenn sie uns zum Nutzen anzuwenden sind. Die Konstanz der Phänomene ist allein bedeutend; was wir dabei denken, ist ganz einerlei. Kein Phänomen erklärt sich an und aus sich selbst; nur viele, zusammen überschaut, methodisch geordnet, geben zuletzt etwas, das für Theorie gelten könnte. Theorie und Erfahrung/Phänomen stehen gegeneinander in beständigem Konflikt. Alle Vereinigung in der Reflexion ist eine Täuschung; nur durch Handeln können sie vereinigt werden. Etwas Theoretisches populär zu machen, muß man es absurd darstellen. Man muß es erst selbst ins Praktische einführen, dann gilt's für alle Welt. Man sagt gar gehörig: das Phänomen ist eine Folge ohne Grund, eine Wirkung ohne Ursache. Es fällt dem Menschen so schwer, Grund und Ursache zu finden, weil sie so einfach sind, daß sie sich dem Blick verbergen. Der denkende Mensch irrt besonders, wenn er sich nach Ursach und Wirkung erkundigt: sie beide zusammen machen das unteilbare Phänomen. Wer das zu erkennen weiß, ist auf dem rechten Wege zum Tun, zur Tat. Das genetische Verfahren leitet uns schon auf bessere Wege, ob man gleich damit auch nicht ausreicht. Der eingeborenste Begriff, der notwendigste, von Ursach und Wirkung wird in der Anwendung die Veranlassung zu unzähligen, sich immer wiederholenden Irrtümern. Ein großer Fehler, den wir begehen, ist, die Ursache der Wirkung immer nahe zu denken wie die Sehne dem Pfeil, den sie fortschnellt, und doch können wir ihn nicht vermeiden, weil Ursache und Wirkung immer zusammengedacht und also im Geiste angenähert werden. Die nächsten faßlichen Ursachen sind greiflich und eben deshalb am begreiflichsten; weswegen wir uns gern als mechanisch denken, was höherer Art ist.“
Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, postum, 652-654

„Alle Männer vom Fach sind darin sehr übel dran, daß ihnen nicht erlaubt ist, das Unnütze zu ignorieren. »Wir gestehen lieber unsre moralischen Irrtümer, Fehler und Gebrechen als unsre wissenschaftlichen.« Das kommt daher, weil das Gewissen demütig ist und sich sogar in der Beschämung gefällt; der Verstand aber ist hochmütig, und ein abgenötigter Widerruf bringt ihn in Verzweiflung. Daher kommt, daß offenbarte Wahrheiten erst im stillen zugestanden werden, sich nach und nach verbreiten, bis dasjenige, was man hartnäckig geleugnet hat, endlich als etwas ganz Natürliches erscheinen mag.“
Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, postum, 658

„Der Newtonische Irrtum steht so nett im Konversationslexikon, daß man die Oktavseite nur auswendig lernen darf, um die Farbe fürs ganze Leben los zu sein.“
Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, postum, 646

Das exakt Wissenschaftliche ist das absolut Poetische.“
Novalis (Friedrich von Hardenberg)

In unsrer Wissenschaft, wo der Begriff Ursache und Wirkung reduziert ist auf das Gleichungs-Verhältnis, mit dem Ehrgeiz, zu beweisen, daß auf jeder Seite dasselbe Quantum von Kraft ist, fehlt die treibende Kraft: wir betrachten nur Resultate, wir setzen sie als gleich in Hinsicht auf Inhalt an Kraft ....
Friedrich W. Nietzsche, Der Wille zur Macht, S. 465

„Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, daß man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht.“
Gerge Bernard Shaw

„Jene, die von der Unverträglichkeit von Wissenschaft und Religion sprechen, lassen entweder die Wissenschaft etwas sagen, was sie nie gesagt hat, oder sie lassen die Religion etwas sagen, was sie nie gelehrt hat.“
Papst Pius XI.

„Wirklich ist nur das, was meßbar ist.“
Max Planck

„Wenn eine neue Erkenntnis sich nicht durchsetzt, und das ist fast immer der Fall, dann muß man 40 Jahre warten, bis die Gegner der Neuerung alle gestorben sind, und dann ist auf einmal alles richtig.“
Max Planck

„Die Findung der Wahrheit ist nur noch durch den Sprung in das Reich der Metaphysik gesichert.“
Max Planck

„Die Evolution ist unbewiesen und unbeweisbar. Wir glauben daran, weil die einzige Alternative dazu der Schöpfungsakt eines Gottes ist, und das ist undenkbar.“
Arthur Leith

„Zu den elementaren Gesetzen führt kein logischer Weg, sondern nur die auf Einfühlung in die Erfahrung sich stützende Intuition.“
Albert Einstein

„Es scheint mir, daß der Versuch der Natur, auf dieser Erde ein denkendes Wesen hervorzubringen, gescheitert ist.“
Max Born

„Die Wissenschaft denkt nicht.“
Martin Heidegger

„Die Wissenschaft bewegt sich nicht in der Dimension der Philosophie, sie ist aber, ohne daß sie es weiß, auf diese Dimension angewiesen. Zum Beispiel: Die Physik bewegt sich im Bereich von Raum, Zeit und Bewegung; was Bewegung, was Raum, was Zeit ist, kann die Wissenschaft als Wissenschaft nicht entscheiden. Man kann nicht mit physikalischen Methoden sagen, was die Physik ist. Das kann man nur philosophierend sagen.“
Martin Heidegger

„Es ist auf der Welt nichts unmöglich, man muss nur die Mittel entdecken, mit denen es sich durchführen läßt.“
Hermann Oberth

„Spezialisten sind Leute, die immer mehr über immer weniger wissen, bis sie zuletzt alles über nichts und nichts über alles wissen.“
Danny Kaye

„Die Wissenschaft ist weniger ein Mittel zur neutralen Aufhellung der Wirklichkeit geworden, sondern stellt vielmehr ein Wettrüsten in Interpretationen dar.“
Peter Sloterdijk

„Wir haben soviel Ungeklärtes auf dieser Welt, und damit dieses so bleibt, haben wir die Wissenschaft.“
Otto Waalkes

Wissenschaft ist größtenteils Sprache, wenn auch in sehr elaborierter Form. Der Kampf in der Wissenschaft ist folglich größtenteils ein Sprachkampf, Sprachkrieg. Es geht in der Wissenschaft - wie auch in der Philosophie und auch in allen Glaubenssystemen - also fast nur um Sprache (einschließlich Denken u.s.w.) und die Macht über und durch sie und ihre Semantik als Mittel zum Zweck: der Macht allgemein. Zum System der Sprache gehört auch ein (Sub-)System des Glaubens (Für-wahr-Haltens). Die wissenschaftlichen als die sprachlichen Herrscher können wegen ihres Sieges über ihre Vorgänger des alten Glaubenssystems ein neues Glaubenssystem erzeugen, denn sie »wissen«, daß Glaubenssysteme das wohl effizienteste Mittel gegen den stets drohenden Machtverlust sind. Und: Je größer die Population wird, desto effizienter müssen solche Mittel werden.“
Hubert Brune

Das Hauptproblem der Wissenschaft: ihr fehlen mindestens 6 Bindeglieder.“
Hubert Brune

„Der Wissenschaftstheorie fehlen zur Fruchtbarkeit nicht Fragen, sondern adäquate Antworten.“
Hubert Brune

„Eine Wissenschaft, wie sie das Abendland kennt, spielte in der Antike noch kaum eine Rolle. Eine Philosophie, wie sie die Antike kannte, spielt im Abendland kaum noch eine Rolle.“
Hubert Brune

„Mit der Ausdehnung der neuen Wissenschaften wurde eine immer weitergehende Gliederung in Spezial-Wissenschaften nötig, wodurch vielfach der Blick für das Ganze der Wirklichkeit und den eigentlichen Zweck der Wissenschaft als „Weltwissenschaft“ verloren ging. Der Rationalismus wurde damals zur allein herrschenden Form auch für Bildung und Erziehung. Die dadurch erzeugte Übersteigerung der intellektualistischen Bildung wirkte wieder auf die Wissenschaft zurück und bewirkte, daß der Wissenschaftler mehr und mehr zum Spezialisten und die wissenschaftlichen Hochschulen mehr und mehr zu Ausbildungsstätten für Spezialisten wurden.“
Hubert Brune

„Die Suche nach der „Weltformel“ ist typisch faustisch (abendländisch) ....
Hubert Brune

Nur abendländische Menschen konnten mit ihrem »faustischen« Wissens- und Forschungswillen auf die Idee kommen zu behaupten, daß der »Unendliche Raum« das biete, mit dem ein »Faust« alles erklären können müsse: Der Unendlichkeitsraum begann unendlich klein und wird unendlich groß und unendlich alt werden. Das »anthropische Prinzip« bestätigt diesen Glauben und verleiht ihm noch mehr Subjektivität: Es muß mindestens einen Beobachter (Menschen) geben, um mit den Mitteln der Wissenschaft zu beweisen, daß es einen Beobachter (Menschen) überhaupt geben kann.“
Hubert Brune

„Gott ist während der abendländischen Geschichte mehr und mehr dem Subjekt namens Faust gewichen. Für Menschen der magischen Kultur mit ihrem strengen Monotheismus ist so etwas Gotteslästerung. Für sie zählt nur der eine Gott, und es ist ihnen egal, ob der wissenschaftlich erforschbar und erklärbar ist oder nicht. Für Morgenländer ist nämlich das, was die Abendländer den „Unendlichen Raum“ nennen, Gottes Gesetz und nicht ein Naturgesetz, hinter dem ja doch nur wieder das Gesetz eines Menschen steht oder eine wie auch immer von ihm naturwissenschaftlich konstruierte Selbstorganisation. Aber alle Menschen scheinen einverstanden zu sein mit der These, daß es so etwas wie ein Baumeister (ob Natur, Gott, Selbst oder einfach nur ein Prinzip u.s.w.) gewesen sein muß, der als Haupt-Techniker nicht nur alle Schrauben, sondern die Technik überhaupt und alle anderen Techniken so eingestellt hat, daß es das Universum, das Leben und uns Menschen überhaupt geben kann.
Hubert Brune

„Wenn es richtig ist, daß in der unbelebten Welt die natürliche Tendenz herrscht, sich hin auf einen Zustand immer größerer Unordnung (z.B. gleichmäßige Durchmischung zweier Gase) zu bewegen, dann bedeutet doch aber Gleichgewicht Unordnung (Chaos) und Ungleichgewicht Ordnung, oder?“
Hubert Brune

„Wissenschaftler haben nach wie vor die größten Probleme mit der seelischen Funktion! Interessant ist, daß gerade auch die Psychologen diese Probleme noch größer gemacht haben. Sie wissen immer noch nicht (sogar noch weniger als früher!), was die Seele - die »Psyche« - überhaupt ist, wer oder was sie wie bewegt, ja ob es sie überhaupt gibt, d.h. ob sie überhaupt »existiert«. Die Wissenschaft hat bezüglich der Psyche weniger Fort- als Rückschritte gemacht, ist also nicht weiter gekommen, nicht klüger, sondern dümmer geworden, und bezüglich der Semiotik als der seelischen Funktion - also: der Funktion der Seele (Psyche) - gilt dies eben sogar noch mehr. Umgekehrt hat die Wissenschaft bezüglich der Physik bei weitem mehr Fort- als Rückschritte gemacht, ist also sehr viel weiter gekommen, nicht dümmer, sondern sehr viel klüger geworden.“
Hubert Brune

„Vergessen wir nicht, daß auch die Wissenschaft im Grunde lediglich ein »Für-wahr-Halten«, also ein Glaube ist.“
Hubert Brune

Was die soziologistischen bzw. sozialistischen Ideologen an Märchen erzählen, ist an Dummheit und Größenwahn kaum noch zu überbieten: Der Mensch sei kein biologisches Wesen mehr, sondern nur noch ein soziologisches bzw. soziales (Wahnsinn!) - wer glaubt denn so etwas? Der Mensch als außerirdisches, wahrscheinlich sogar außeruniverselles bzw. außerkosmisches Wesen? Wahnsinn! Wer glaubt so einen Unsinn? Menschen sind Lebewesen - und man muß noch nicht einmal Darwinist sein, um das zu wissen. Die Lehre vom Leben heißt Biologie (von: bioV, bios, „Leben“ und logoV, lógos, „Lehre“), und da alle Menschen Lebewesen sind, sind sie - wissenschaftlich gesprochen - Teil der Biologie.“
Hubert Brune

„Merschs Gegnern zufolge soll es für Menschen keine Biologie und demzufolge auch keine Chemie sowie keine Physik geben, denn Merschs Gegner behaupten ja, daß Menschen keine biologischen Wesen, keine Lebewesen seien. Wer sagt, daß Menschen keine biologischen Wesen, keine Lebewesen seien, sagt nicht nur, daß in Menschen keine biologischen Prozesse stattfänden, sondern implizit auch, daß in Menschen keine chemischen und keine physikalischen Prozesse stattfänden. Man muß sich das einmal vorstellen: Merschs Gegner sind streng systemkonform, politkorrekt, vertreten also eine „Meinung“, die nicht zufällig auch die der Herrschenden ist. Was folgt daraus? Folgt daraus, daß zukünftig Wissenschaftsbereiche wie Physik, Chemie und Biologie verboten werden? Wahrscheinlich, oder? Wird man sich bald wieder - wie vor langer und für lange Zeit schon einmal - dafür schämen müssen, einen Körper zu haben? Wahrscheinlich, oder? Ähnlich wie die Psychologisten versuchen die Soziologisten, alle Wissenschaftbereiche zu unterwandern und zu erobern, weil sie selbst keine eigenständigen Wissenschaftsbereiche sind, aber so tun, als wäre es andersherum, also falsch! Sie können damit aber letztlich nur Erfolg haben, wenn es ihnen gelingt, alle Wissenschaftsbereiche - insbesondere die, von denen sie als Unterbereiche bzw. Unterdisziplinen am meisten abhängig sind - zu verleugnen, zu diskreditieren, kurz: ihnen die Kompetenz zu stehlen! Wundern Sie sich also nicht über einen Soziologismus und/oder einen Psychologismus als eine in Zukunft fest installierte Neureligion mit dem Verbot aller Wissenschaftsbereiche!“
Hubert Brune

„Wer wirklich für die freie Meinungsäußerung, für die freie Wissenschaft, für den Rechtsstaat und für die Demokratie ist, kann nicht wirklich für das Verbot aller Wissenschaftsbereiche - also: das Verbot der Wissenschaft überhaupt -, das die Soziologisten und Psychologisten als die kommenden Neu-Religiösen fordern und am liebsten schon heute umgesetzt haben wollen. Wer wirklich für die freie Meinungsäußerung, für die freie Wissenschaft, für den Rechtsstaat und für die Demokratie ist, kann auch nicht wirklich für den § 130 des Strafgesetzbuches sein, der die freie Meinungsäußerung, die freie Wissenschaft, den Rechtsstaat und die Demokratie und alles andere seit langem schon einschränkt bzw. verbietet. Dieser Volksverhetzungsparagraph ist verfassungswidrig - er verstößt gegen das Grundgesetz und die Menschenrechte. Es ist das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung, das der Volksverhetzungsparagraph einschränkt bzw. verbietet. Er verstößt gegen das Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz, bevorteilt Minderheiten auf Kosten der Mehrheit (des Volkes!), die verhetzt (volksverhetzt !), diskriminiert, also unterdrückt wird! Er ist antihumanitär, weil er gegen die Menschenrechte verstößt.
Hubert Brune

 

 

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- Literaturverzeichnis -