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Prägnant und möglichst knapp formulierte Gedanken

von

Hans-Peter Raddatz (*1941)

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„Das Sittengesetz ... ist ein Prinzip, das im Transzendenten wurzelt, aber sich in der Welt aktiv ausdrückt - daher auch diese 2-Welten-Lehre, die ja Luther - sozusagen schon in halbsäkularisierter Form - dadurch, daß er sich den Fürsten unterworfen hat, weiterentwickelt hat .... Die Säkularisierung, die fälschlicherweise immer als Leistung der Aufklärer bezeichnet wird, hatte ja schon viel früher ... angefangen, nämlich schon in der Renaissance fing, langsam, aber sicher das wissenschaftliche Denken an, die Tendenz, sich als Mensch gegen die Kirche, gegen das Herdendenken der Kirche durchzusetzen und sich als autonomes »Individuum«, aber immer ... innerhalb dieses Sittengesetzes, zu bewegen, also nicht daran zu zweifeln, daß der Mensch sich bewußt sein muß, irgendwoher zu kommen und irgendwohin wieder zu gehen, und das ist ja eines der Hauptthemen der Religionen, und ... daß ... diese Säkularisierung überhaupt erst den Staat, so wie wir ihn kennen, ermöglicht hat.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Die Globalisierung ist nichts anderes als die Erzeugung eines Imperiums. Und wenn Sie ein Imperium erzeugen wollen, müssen Sie Einzelstaaten beseitigen, weil die Einzelstaaten eben einem solchen Welttrend offensichtlich entgegenstehen. Und der zweite Punkt, den Sie beseitigen müssen ..., das ist die Kirche, aber die Kirche sackt immer mehr in den Hintergrund.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Wir haben heute als dominante Ideologie den Konstruktivismus. Der Konstruktivismus ist eine Lehre, die eine Gesellschaft anstrebt, die als Selbtsläufer, sich selbst kontrollierend, permanent produzierend so vor sich hin läuft, und zwar nicht nur eine Gesellschaft in einem Staat - nein -, sondern die gesamte Menschheit wird in diese Überlegungen mit einbezogen. Und so agieren auch die Euro-Kraten, die UNO-Kraten, die OIC-Kraten (das sind diejenigen, die die Organization of Islamic Conference leiten [diese Organisation für Islamische Zusammenarbeit wurde gegründet in Rabat am 25.09.1969; HB]). Und diese Dreiheit hat es inzwischen fertiggebracht, den gesamten »Dialog« in Europa zu vereinheitlichen. Deshalb brauchen Sie sich auch nicht zu wundern, daß wir überall dieselben Floskeln und dieselben Themen u.s.w. hören.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Narzißmus ... in der übertriebenen Form bedeutet, daß der Mensch nicht mehr in der Lage ist, Grenzen zu erkennen, daß er innerhalb der Gemeinschaft ausufert, daß er Macht für sich in Anspruch nimmt, Vollkommenheiten der Tat, der »Action«, die ihm nicht zustehen. Warum nicht? Weil alle die gleiche Freiheit haben sollen, weil alle sich an dem Sittengesetz orientieren sollen - dergestalt, daß sie nicht hingehen und sich ausdehnen auf andere und ihnen etwas oktroyieren, was ihnen vom Freiheitsbegriff her überhaupt nicht zusteht. Aber genau das findet statt, genau das findet statt: die Entgrenzung der Politik, die Entgrenzung der Wirtschaft, die Entgrenuzung der Wissenschaft, zwar sich einerseits permanent zersplitternd, aber anderereits einen ungeheuren Geltungsanspruch für ihre immer kleine werdende Sphäre erhebend, der seinerseits dann zu einem gewaltigen Konkurrenzkampf bei den Parteien, bei der Regierung führt, und Sie können sich überhaupt nicht vorstellen, wer sich da alles permanent die Klinke in die Hand gibt, um einen Auftrag für ein Gutachten - oder was weiß ich - an Land zu ziehen, weil bekanntermaßen die Regierung für Gutachten besonders gut zahlt!“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Diese narzißtische Entgrenzung hat also nicht nur den sexuellen Aspekt ..., sondern sie hat ... auch diese narzißtisch-politische Komponente, und die ist eigentlich auch die wichtigere, weil selbstverständlich im Rahmen dieser Entgrenzungsprozesse im Grunde überhaupt kein Halten mehr ist und immer wieder dann auch die Tötungsdiskussion aufkommt.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Einige werden vielleicht ... vergessen haben, daß in der EU-Charta die Todesstrafe verankert ist. .... Alle westeuropäischen Staaten einzeln haben die Todesstrafe nicht mehr; die EU hat sie! Warum hat die EU sie? Weil sie bereits längst, schon immer (!) nicht gewählt war - die EU-Kommission war noch nie gewählt (!) -, weil sie seit langer Zeit“ mit der Organization of Islamic Conference (OIC) zusammenarbeitet ....“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Wer ... die Illusion hegt, daß sich in irgendeiner Form in der breiten Masse unserer Zeit der Sinn für Widerstand gen das, was sich hier abspielt, entstehen könnte, den muß ich enttäuschen. Dieser Sinn kann nicht entstehen, weil die kognitiven - die »hirntechnischen« sozusagen - Voraussetzungen schlicht und einfach fehlen.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Die Moderne erzeugt das größte Problem, das wir glauben hier im interkulturellen Bereich erkennen zu können, selbst.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Die Beanspruchung von Macht, die Verdrängung mehrheitlicher Interessen vermitteln natürlich wiederum den sogennanten »Eliten« vermehrte Handlungsfreiheit.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Rosa Luxemburg ... hat ja mal gesagt: »Freiheit ist die Freiheit der Andersdenkenden« - das war auch so ein typischer Euphemismus eines Menschen, der Macht beanspruchte, denn sie dachte anders als die damals Herrschenden -, also hat sie für sich diese Freiheit beansprucht! Und genauso ist es jetzt auch in unserer Zeit, wenn die »Dialogisten« ... sagen: »Leute, wer hier allgemeine, analytische Bemerkungen über den Islam in den Raum stellt, .. ist islamophob, ... ist rassistisch, ... ist im Grunde gar nicht satisfaktionsfähig, ... hat sich selbst schon aus der Gesellschaft verabschiedet.«“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Artikel 20 der Verfassung formuliert ganz klar, unter welchen Vorausetzungen Widerstand legal ausgeübt werden kann. Aber auch hier gibt es inzwischen Einschränkungen .... Was sich konkret auswirkt, ist die Tatsache, daß es keinen Paragraphen gibt - weder in Deutschland noch in anderen (ebenfalls westlichen!) Ländern, insbesondere den USA -, der öfter geändert worden wäre als der, der die »Volksverhetzung« regelt. Und Sie dürfen dreimal raten, in welche Richtung diese Veränderungen stattgefunden haben. Selbstverständlich sind sie so formuliert worden, daß die Möglichkeiten Widerstand zu leisten immer mehr eingeschränkt werden. Das heißt also: Das Verfassungsrecht des Widerstands wird durch das positive Recht, also das Strafrecht, eingeengt.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Hier haben wir das negative Beispiel von Schranken, das Macht produzierende, am Sittengesetz vorbeimarschierende Prinzip.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Vergessen Sie nicht, daß jeder Verfassungsrichter von Parteien ernannt wird, vom Kartell der Parteien. Der Verfassungsrechtler von Arnim, der einigen von Ihnen auch bekannt sein wird, weil er einige mutige Bücher geschrieben hat, sagt sinngemäß, daß das Parteienkartell in Deutschland sich inzwischen so weit verselbständigt hat, daß man noch nicht mal mehr nur sagen kann, daß es nicht mehr auf dem Boden der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung (FDGO) steht, sondern, daß es auch - wörtlich - mafiose Konturen angenommen hat.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Was wir seit Beginn der Finanzkrise erleben, ist ein in der Geschichte ... einmalig ausgeprägter Vorgang der Kleptokratie.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Der Generationenvertrag ist ... eine ganz wichtige Grundlage ... der Gegenseitigkeit. .... Das alles ist selbstverständlich im Rahmen der Moderne auch im Schwinden begriffen.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Und ... die defekte Sexualentwicklung .... Die Deutungsmacht der Homosexualität und der anders gearteten Sexualformen nimmt ja exponentiell zu. Sie steht in keinem Verhältnis zu der Zahl der Menschen, aber auch hier wirken sich wieder die Feindbilder aus: Der Homosexuelle in der Kirche ist ein viel schlimmerer Homosexueller als einer, der nicht in der Kirche lebt.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Einer der Gründe für diese Entwicklung - die Globalisierung ist nicht vom Himmel gefallen - ist die Forderung an den einzelnen Arbeitnehmer, sich als Netzbürger zu verstehen, d.h. als ein »Funktionsmodul«, das eben ähnlich wie der Muslim von seiner Scharia gesteuert wird, vom Arbeitsnetz sozusagen, von den Andorderungen der Codierungen (heißt es ja auch; der Konstruktivismus arbeitet mit sehr technischen, kybernetischen Ausdrücken).“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Einen »schonenden Ausgleich« - daran können Sie schon erkennen, daß das asymmetrisch ablaufen soll. .... Dann weiß ich schon, wer hier geschont und wer hier nicht geschont werden soll. .... Man kommt sehr schnell dahinter, daß im Fall des Islam ... (bei uns) die Mehrheitsgesellschaft nicht geschont wird, sondern bekanntermaßen ihre »Besitzstände« aufzulösen hat und den anderen Kulturen, vorneweg den Muslimen, zur Verfügung zu stellen hat, in Toleranz gegenüber dem Moschebau, in Toleranz gegenüber der abgeschotteten Siedlungspraxis, in Toleranz gegenüber muslimisch bedingten Straftaten, die man aus der Verfaßtheit dieser Menschen, die ja aus einer anderen Kultur kommen, zu verstehen hat.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Wir sehen einen Weltbildwandel, der durch das Zurückweichen, durch das Auflösen dieser eigenen sittengesetzlich fundierten Demokratie in Gang gehalten wird und natürlich irgendwann einmal auf Widerstand stoßen wird; aber der wird nicht durch »prophylaktische ›Information‹« hervorgerufen, der wird nicht durch eine »mündige ›Diskussion‹«, die ja sowieso nicht möglich ist, ausgetragen, sondern der kommt dann in reflexhaften Gewaltreaktionen zum Tragen.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Die Entgrenzung ist, wenn sie nicht deutlich gemacht wird, wenn sie nicht öffentlich diskutiert und bewußt gemacht wird, ein Vorgang, der selbstverstärkend ist. Es ist ein dynamisches System. Und die Randbedingungen sind so gestellt, daß wir in eine gewaltorientierte Tendenz hineinlaufen, daß wir in eine Elitenherrschaft hineinlaufen - von Führungsebenen, die immer anonymer werden, denn die Vermögensumschichtung ermöglicht ja gerade diesen Führungsebenen, aus einer Sphäre heraus zu agieren, die gar nicht kontrollierbar ist. Das hat ja mit Demokratie und mit Wählen u.s.w. nichts mehr zu tun.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Wir kommen nicht aus der Problematik heraus, daß die Entgrenzung in das Totalitäre hineinweist.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Und wir haben höchst renommierte Teilnehmer am »Dialog« bzw. auch Vorläufer dieses »Dialogs«, die heute noch höchstes Ansehen genießen, die aber sich nicht gescheut haben, das Tötungsgebot auszusprechen gegen solche, die den Machtinteressen auf Dauer entgegenstehen.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

„Die »Biomaschine«, die die Globalisierung erzeugen soll mit der Weltgesellschaft, dem Weltadel, das sind die Top-Eliten; darunter angesiedelt ist der Staatsadel - denn Staaten soll es weiterhin bis auf einige Zeit noch geben -; und darunter angesiedelt ist der von mir so genannte »Dressuradel«, mit dem wir es hier ständig zu tun haben, auch Frau Merkel gehört dazu. Frau Merkel gehört keineswegs zum Staatsadel, denn der Staatsadel ist derjenige, der die Staaten lenkt. Und darüber haben wir dann die Top-Shareholder, die darüber wachen, daß die Transferbewegungen und die Börsenpraktiken in ihrem Sinne laufen und daß es vor allen Dingen keine Besteuerungen der Finanztransaktionen geben wird, weil die Deutungsmacht nicht bei der Politik, sondern bei der Wirtschaft und den Banken liegt.“
Hans Peter Raddatz, Expansion des Islam, Vortrag in Mainz, Mai 2010

 

 

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- Literaturverzeichnis -