WWW.HUBERT-BRUNE.DE
Daniel Estulin (*1966)
La verdadera historia del Club Bilderberg (2005) -
- The True Story of the Bilderberg Group (2007) -
- Die wahre Geschichte der Bilderberger (2007) -
- Schattenmeister (2010) -
Estulin-Zitate. Da ich Daniel Estulin für einen recht mutigen Journalisten halte, möchte ich ihm eine
        separate Seite widmen und aus folgenden seiner Werke zitieren: 

- Die wahre Geschichte der Bilderberger (2007) -
- Schattenmeister (2010) -

NACH OBEN Die wahre Geschichte der Bilderberger (2007)

Teil 1)Der Bilderberg-Club: Die Herren der Welt
Teil 2)Der Rat für Auswärtige Beziehungen (RAB bzw. CFR)
Teil 3)Die Rockefeller-Verschwörung und die Trilaterale Kommission (TK bzw. TC)

 


„Die Bilderberger sind nicht einfach ein Zentrum mit einem starken Einfluß, sie sind eine geheime Welregierung. Bei ihren jährlichen Treffen entscheiden sie unter strenger Geheimhaltung, welche ihrer Pläne wie umgesetzt und ausgeführt werden sollen. Die wahre Geschichte der Bilderberger blickt hinter die Kulissen dieser geheimen Treffen und beleuchtet auch die gleichgesinnten Prallelorganisationen Rat für Auswärtige Beziehungen (RAB bzw. CFR [Council on Foreign Relations]) und Trilaterale Kommission (TK bzw. TC [Trilateral Commission]).“
(Ebd., Klappentext).

 

Die wahre Geschichte der Bilderberger Teil 1) Der Bilderberg-Club: Die Herren der Welt

„Am meisten befürchtet der Bilderberg-Club einen organisierten Widerstand.“ (Ebd., S. 51).

„Wie die Bilderberger ihre Vision der Einen Welt zu erreichen beabsichtigen, zeigt die folgende »Wunsch-Liste«:
Eine Internationale Identität.Während sie internationale Körperschaften ermächtigen, jede Nationalität durch Subversion im Inneren vollkommen zu untergraben, beabsichtigen sie, ein System universeller Werte einzuführen. Neben diesem soll in Zukunft kein anderes hochkommen dürfen.
Zentralisierte Bevölkerungskontrolle. Sie planen, die gesamte Menschheit mit Hilfe der Bewußtseinskontrolle zu leiten, damit sie ihren Befehlen gehorcht. Der Entwurf ihres Vorhabens ist in Zbigniew Brzezinskis (Buchstabensalat auch genannt) Technotrnic Era (Technotronisches Zeitalter) eiskkalt dargelegt. Brzezinski (Buchtabensalat) ... ist einer der Gründer der von Rockefeller beherrschten Trilateralen Kommission (**). .... Er gehört auch Henry Kissingers Firma Kissinger Associates an und ist wegen seiner zahlreichen Vorträge auf Bilderberg-Konferenzen dort wohlbekannt. In der Neuen Weltordnung erkennt er keine bürgerliche Mittelklasse mehr an, sondern nur noch Herrschende und Personal (»Personal« = Sklaven! HB).
Eine Nul-Wachstums-Gesellschaft. In einem postindustriellen Zeitalter ist Nullwachstum erforderlich, um alle Spuren von Wohlstand zu zerstören. Wo es Wohlstand gibt, da ist auch Fortschritt. Wohlstand und Fortschritt machen die Unterdrückung unmöglich. Doch die Bilderberger brauchen Unterdrückung, wenn sie hoffen, die Gesellschaft nur in Besitzende und Sklaven einteilen zu können. Das Ende des Wohlstands geht mit dem Ende der Industrialisierung und dem Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie einher (elektrischen Strom gibt es dann nur noch für Computer und den Dienstleistungssektor **). Die verbliebenen Industrien in Kanada und USA werden in arme Länder wie Bolivien, Peru, Ecuador und Nicaragua ausgelagert. in denen billiuge Sklavenarbeit zur Verfügung steht. Damit wird eines der Hauptziele von NAFTA (**) erreicht.
Ein Zustand immerwährender Unruhen. Indem man künstliche Krisen erzeugt, sollen die Menschen einem ständigen Druck - und zwar einem körperlichen, geistigen und emotionalen - ausgesetzt und in einem immerwährenden Zustand von Unausgeglichenheit gehalten werden. Sie werden dann zu müde und abgespannt sein, um ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Auf diese Weise verirren und demoralisieren die Herrschenden die Bevölkerung zu einem Grad, bei dem sich, »wenn man mit zu vielen Optionen konfrontiert ist, in hohem Maße Apathie einstellen wird« (John Coleman, Komitee der 300, 1992).
Zentrale Kontrolle aller Unruhen. Einer der Gründe, weshalb die Europäische Gemeinschaft, die Amerikanische Union und die künftige Asiatische Union im allgemeinen eine größere Kontrolle über das Erziehungswesen anstreben, ist die Absicht, den Eine-Welt-Globalisten zu erlauben, die wirkliche Vergangenheit der Welt festzuschreiben. Ihre Bemühungen tragen bereits »phantastische« Früchte. Die heutige Jugend hat überhaupt keine Ahnung mehr von den Lehren der Geschichte, den individuellen Freiheiten und von der Bedeutung der Freiheit. Vom Standpunkt der Globalisten vereinfacht dies den Kampf gegen einen prinzipienlosen Gegner.
Zentrale Kontrolle über alle Innen- und Außenpolitik. Was die Vereinigten Staaten unternehmen, beeinflußt die gesamte Welt. Zur Zeit üben die Bilderberger die Kontrolle über US-Präsident Bush und seine Politik aus. Kanada tanzt, während es zum Schein seine Souveränität beibehält, nach der Pfeife der USA. Europa wird jetzt vom Konsens der Europäischen Gemeinschaft regiert.
Machtübertragung an die Vereinten Nationen. Indem sie die Vereinten Nationen handhaben, die dafür schon bereitstehen, planen sie diese zu einer zunächst noch zurückhaltenden, später aber faktischen Weltregierung auszubauen und von den »Welt-Bürgern« eine direkte UN-Steuer einzutreiben.
Ein westlicher Handelsblock. Durch die Ausweitung von NAFTA auf die westliche Hemisphäre bis nach Südamerika soll sich schließlich eine der EU ähnliche »Amerikanische Union« bilden.
Die Expansion der NATO.In dem Maße, in dem die Vereinten Nationen weltweit, wie jetzt in Afghanistan, in immer mehr Unruheherde intervenieren, wird die NATO zur UN-Weltarmee.
Ein einheitliches Rechtssystem. Der Internationale Gerichtshof soll zur einzigen und höchsten Rechtsinstanz der Welt werden.
Ein einziger sozialistischer Sozialstaat.Die Bilderberger haben die Vision eines sozialistischen Wohlfahrtsstaats, in dem gehorsame Sklaven belohnt und Unangepaßte ins Visier genommen werden, um sie auszumerzen.“ (Ebd., S. 51-54).

„Der Bilderberg-Club hat die Macht und den Einfluß, seine Politik in jeder Nation der Welt durchzusetzen. Wir haben schon gesehen, wie weit seine Tentakeln reichen - von der Kontrolle über den US-Präsidenten, den Premierminister Kanadas, über alle wichtigsten Nachrichtenmedien der freien Welt, über alle entscheidenden Politiker, Finanziers und Medien bis hin zu allen Zentralbankchefs aller größeren Länder der Welt, zur Federal Reserve Bank der USA und damit zur Geldversorgung, zum Internationalen Währungsfonds, zur Weltbank und zur UNO. Mit solchen Verbindungen sind sie in der Lage, jedermann, ob groß und klein, zu vernichten, wenn er ihnen bei ihren Plänen, die Eine-Welt-Ordnung zu schaffen, in die Quere kommt.“ (Ebd., S. 54).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„Wenn wir das hier Gesagte anerkennen, dann gibt es in der Tat eine Macht, die weit größer ist als das Amt des gewählten Präsidenten, eine »moralische« Autorität, die weit mächtiger als der christliche Papst ist, sogar allmächtiger noch als Gott, eine unsichtbare Macht, die den Militär- und Geheimdienstapparat der Welt beherrscht, das internationale Banksystem kontrolliert und das wirksamste Propagandasystem der Geschichte in Händen hält. Dies könnte uns zu dem Schluß zwingen, daß Demokratie im besten Fall eine Täuschung ist und im schlimmsten Fall der Auftakt zu einer Diktatur, die man als NEUE WELTORDNUNG kennenlernen wird.“ (Ebd., S. 77).

„Michael Thomas, Investmentbanker an der Wall Street ... hat einmal gesagt: »Wenn die Bilderberger heute öffentlichkeitsscheuer als je zuvor erscheinen, dann unter anderen Gründen deshalb, weil ihre Vorschläge, die von willfährigen Agenturen wie dem IWF und der Weltbank umgesetzt worden sind, in den letzten Jahren einer größere Massenverwüstung angerichtet haben, als es der 2. Weltkrieg jemals geschaftt hat.«“ (Ebd., S. 77).

„»Das unglücklichste Ergebnis«, berichtet der ehemalige BBC-Journalist Tony Gosling, »zeigt das Bild einer unterhöhlten westlichen Demokratie, in der die Entscheidungsträger nicht aus Gründen übereinkommen, die für die einfachen Leute wichtig sind, nämlich um der ... Gerechtigkeit, des Gemeinwohls und der Lebensqualität willen, sondern um die wirtschaftliche Verknappung zu verstärken, um dadurch der politischen und wirtschaftlichen Weltelite noch mehr private Gewinne zu verschaffen.«“ (Ebd., S. 77).

„Mit allen Beweisen in der Hand glaubt die Mehrheit noch immer, mit allen Problemen, denen sie tagaus, tagein ausgesetzt ist, sich nicht noch darum kümmern kann, Verschwörungstheorien ernstzunehmen. Das ist genau das, was die Gehirnwäschepraktiken des Tavistock-Instituts (**) uns angetan hat. Angesichts des Chaos reagieren wir wie Nixon, als er von den globalen Planern zuerst isoliert, verwirrt und dann gestürzt wurde.“ (Ebd., S. 77-78).

„Entmutigt und verwirrt, ohne Selbstachtung, im Hinblick auf ihre Zukunft verunsichert, sind die Menschen weit eher bereit, einen plötzlich in Erscheinung tretenden »Messias«, eine Neue Weltordnung (**), willkommen zu heißen, wenn der ihnen verspricht, Drogen, Pornographie, Kinderprostitution, ausufernde Kriminalität, Kriege, Hungersnot und Not zu beseitigen und eine wohlgeordnete Gesellschaft zu garantieren, in der die Menschen in Eintracht leben können. Aber diese neu angestrebte »Harmonie« wird in unsere Freiheiten, Menschenrechte, Gedanken und unsere bloße Existenz eingreifen. »Harmonie« wird Fürsorgegesellschaft bedeuten; wir werden zur bloßen Nummer in dem riesigen, bürokratischen System der Neuen Weltordnung. Nichtangepaßte, wie ich, werden in Konzentrationslager interniert werden, die Guantanamo ähnlich sind. Dies wird geschehen, wenn nicht wir, das Volk der freien Welt (oder was davon noch übrig ist) uns erheben, um unsere nationalen Ideale zu verteidigen, statt sie in der Hand von Regierungen, von EU-Kommissaren, der UN-Vertreter und von Königtümern zu belassen, die uns betrogen haben. Diese netten und ordentlichen Mitglieder der europäischen Königshäuser, jene süßlich daherredenden, älteren Damen und flotten Herren sind in Wirklichkeit ausgesprochen rücksichtslos. Sie werden die Not einer jeden Nation und deren Reichtum einsetzen, um ihre privilegierte Lebensweise zu schützen. Die Vermögen der »Aristokratie« (Anführungsstriche von mir; HB) sind »unübersehbar mit Drogenhandel, dem Gold-, Diamanten- und Waffengeschäft, dem Bankwesen, Kommerz, der Industrie, dem Öl, den Nachrichtenmedien und der Unterhaltungsindustrie verwoben und verknüpft« (John Coleman, Komitee der 300, 1992). Wie lassen sich diese Tatbestände überprüfen, wo es eigentlich unmöglich ist, in die Bilderberg-Gruppe einzudringen? Einiges davon kann man nicht nachlesen, weil die Informationen unmittelbar aus Geheimakten stammen, die nur eine privilegierte Minderheit jemals zu sehen bekommt. Erwarten Sie also nicht, daß die Nachrichtenmedien das Komplott jemals in den Spätnachrichten erwähnen werden. Die Presse ist völlig unter Kontrolle der netten Damen und Herren, die so viel ihrer Zeit für wohltätige Zwecke aufbringen. Die meisten werden das, was ich beschrieben habe, für eine Verschwörungstheorie halten, weil sie dafür keine BEGRÜNDUNG erkennen können oder weil es nicht in den TV- oder Rundfunknachrichten gebracht wird oder weil es nicht in ihrer Zeitung steht. Daher müsse es ignoriert oder verlacht oder auf die eine oder andere Weise zurückgewiesen werden. Sie wollen, daß man ihnen unwiderlegbare Beweise vorlegt. Doch die sind schwer zu bekommen. Genau dazu hat die psychologische Beeinflussung aus dem Tavistock-Institut (**) die Bevölkerung gebracht. Der Neuen Weltordnung ist es mit großen Anstrengungen gelungen, die einzig wirkliche Bedrohung zu neutralisieren, eine Bedrohung, die wir, die Bevölkerung, für ihre Pläne darstellen können..“ (Ebd., S. 78-79).


Die wahre Geschichte der Bilderberger Teil 2) Der Rat für Auswärtige Beziehungen (RAB bzw. CFR)

„Am Ende der Regierungszeit Wilsons, 1921, gründete House mit gleichgesinnten Sympathisanten den Rat für Auswärtige Beziehungen. Ihr Engagement, eine Eine-Welt-Regierung zu errichten, gründete sich von Anfang an auf ein zentralisiertes, weltweites Finanzsystem, die eigenartigste Mischung aus kapitalistischen, sozialistischen, opportunistischen und idealistischen Vorstellungen. Dem Potpourri der us-amerikanischen Elite gehörten bei dem ersten Ratstreffen die Reichen und die Berühmten an.“ (Ebd., S. 94).

„Obwohl der CFR einen großen Einfluß auf die Regierung hat, bleibt er ganz außerhalb des Blickfeldes des Durchschnitts-US-Amerikaners. Nur einer von 5000 (also: nur 0,02%! HB) weiß etwas über diese Organisation, während sogar noch weniger sich seiner wirklichen Zwecke bewußt sind.“ (Ebd., S. 94-95).

„Am 23. Februar 1954 warnte Senator William Jenner in einer Rede »Heute kann der Weg zur totalen Diktatur in den Vereinigten Staaten mit völlig legalen Mitteln ausgebaut werden, ohne daß es der Kongreß, der Präsident oder das Volk bemerkt und wahrnimmt.«“ (Ebd., S. 95-96).

„Die Journalistin Edith Kermit Roosevelt, eine Enkelin von US-Präsident Theodore Roosevelt ...: »Die meisten Leute kennen die Existenz dieser legitimierten Mafia nicht. .... Sie beeinflußt die Politik ... auf fast jedem Gebiet.«“ (Ebd., S. 100).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„Eines der am besten gehüteten Geheimnisse ist das Ausmaß, zu dem eine Handvoll riesiger Unternehmenskonglomerate, die alle der geheimen Bilderberg- Gruppe, dem Council on Foreign Relations, der NATO, dem Club of Rome und der Trilateralen Kommission angehören, den Informationsfluß der Welt beherrschen. Sie bestimmen, was wir im Fernsehen zu sehen, im Rundfunk zu hören und in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern oder im Internet zu lesen bekommen.“ (Ebd., S. 108).

„»Nach Ball muß als erstes und wichtigstes die archaische politische Struktur des Nationalstaates beseitigt werden.« (Pierre Beaudry, a.a.O.). Mit anderen Worten verlangt Ball die Rückkehr zum alten System des Kolonialismus. Dieser soll dieses Mal nach dem Konzept eines Weltunternehmens eingerichtet werden. Aus Balls rede zieht Beaudry den Schluß: »Für Ball ergibt sich schon aus der Struktur des Nationalstaats und der Idee des Gemeinwohls oder aus dem allgemein verbreiteten Wohlstand der Bevölkerung das Haupthindernis gegen jeden Versuch, den Planeten ... ungehindert plündern zu können. Der Nationalstaat stellt das wichtigste Hindernis für die Schaffung eines neokolonialen Weltreiches dar.«“ (Ebd., S. 114).

„Ist es nicht seltsam, daß dasselbe Personal von Rockefeller, Rothschild und Morgan im Aufsichtsrat des Senders ABC sitzt, von dem es heißt, er sei unabhängig von NBC, und der offensichtlich auch den Mitbewerber vertritt.“ (Ebd., S. 120).

„Die Rothschilds und die Rockefellers sind also die führenden Familien hinter den Kulissen des straff geführten Informationswesens und unmittelbar für die Bilderberger verantwortlich.“ (Ebd., S. 121).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„Walter Rostow, John F. Kennedys Berater ..., schrieb in seinem Buch The United States in the World Arena (Die Vereinigten Staaten auf der Weltbühhne), daß »es ein legitimes amerikanisches nationales Ziel ist, dauf zu achten, daß allen Nationen - auch den Vereinigten Staaten - das Recht auf wesentliche militärische Kräfte zur Verfolgung ihrer eigenen Interessen genommen wird. Da in diesem Recht die nationale Souveränität wurzelt, ist es daher im amerikanischen Interesse, das Ende der nationalen Souveränität, wie sie historisch definiert worden ist, zu erleben.«“ (Ebd., S. 122).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„»Global Governance (Weltregierung) ist ein Verfahren mit dem erklärten Ziel, eine Vielfalt von Methoden einzusetzen, von denen keine den Regierten die Gelegenheit gibt, mit ›ja‹ oder ›nein‹ über das Ergebnis abzustimmen. .... Die Grundlage der Weltregierung bildet der Glaube, daß die Welt jetzt reif dafür ist, eine globale Bürgerethik anzunehmen. die auf einer Gruppe von Grundwerten basiert und die Menschen mit jedem kulturellen. politischen, religiösen oder philosophischen Hintergrund zusammenführen kann.« (Commission on Global Governance, Our Global Neighbourhood [Unsere globale Nachbarschaft], 1995, S. 432 WWW).“ (Ebd., S. 130).

„Bemerkenswerterweise gibt die Kommission für Global Governance Glaubenssätze wieder, die der Rat für Auswärtige Beziehungen ... bereits 1973 ausgegeben hatte.“ (Ebd., S. 130-131).

„In der UNO-Sprache wird so etwas globale Bürgerethik genannt, die sich auf eine Gruppe von Kennwerten stützt, die Leute mit unterschiedlichem kulturellen, politischen, religiösen oder philosophischen Hintergrund zusammenbriingen können.“ (Ebd., S. 131).

„In einem Klima bürgerlicher Brüderlichkeit stehen individuelle Leistung und Eigenverantwortlichkeit im Gegensatz zum Wert gegenseitiger Rücksichtnahme, wie er im UN’s World Core Curriculum (Kern-Lehrplan der UNO für die Welt) vorgeschlagen worden ist. Dieser Lehrplan war von Robert Muller, dem Kanzler der UNO-Universität für Frieden und früherem Stellvertretenden Generalsekretär, für drei Generalsekretäre der UNO geschrieben und 1986 veröffentlicht worden. Die Universität für Frieden ist sowohl mit der UNO als auch mit dem Lucis Trust verbunden (dieser war früher als Lucifer Trust bekannt, er vertritt eine heidnische Form der theosophischebn Religion und war in den frühen 1920er Jahren von Alice Bailey gegründet worden, einer Musterschülerin der russischen Theosophin und Satanistin Helena Blavatsky).“ (Ebd., S. 131-132).

„Die »Erziehungreform« der UNO zielt genauer gesagt auf die »Verblödung« der Bevölkerung, die unter den Decknamen »Outcome-Based Education« (vom Ergebnis her begründete Erziehung) angepriesen wird. Dieses Programm beabsichtigt, im Grunde alle kognitiven Fähigkeiten der Vernunft zu ersticken, »die für den Menschen charakteristischen, geistigen Fähigkeiten, die typischerweise in der Form gültiger wissenschaftlicher Entdeckungen, welche die bisher als axiomatisch hingenommenen Erkenntnis revolutionieren, zum Ausdruck kommen.“ (Ebd., S. 132).

„Robert Muller stellte das erste Prinzip seines geplanten Lehrplans 1998 auf der World Conference on Global Governance (Weltkonferenz übder das Die-Welt-Regieren) vor. Dabei warb er für die Zunahme der Gruppenidee, so daß das »Gute für die Gruppe, das Gruppenverständnis, die Gruppenbeziehungen und das Gruppenbwohlwollen alle die beschränkten egozentrischen Zielvortsellungen ersetzen und zu einem Gruppenbewußtsein führen sollen.«“ (Ebd., S. 132).

„Seine Formulierungen lassen mich bis ins Mark und Bein erstarren und erinnern mich an George Orwells Roman 1984 aus dem Jahr 1948. Darin stellt Orwell die Struktur seiner Neuen Weltordnung als einePyramide dar. An der Spitze steht der Große Bruder, auf der nächsten Ebene befindet sich der innere Kern der Partei, deren Ziel es ist, jede Form von unabhängigem Denken auszulöschen und sich alle Lebewesen auf dem Planeten Erde zu unterwerfen. Auf ähnliche Weise schlägt Muller im ersten Prinzip seines Handbuches vor, daß es in der künftigen globalen Nachbarschaft keinen Platz für Individuen, die nicht Gruppenidealen anhängen, geben solle. Ist das nicht eben das gleiche Ziel, wie alles unabhängige Denken zu beseitigen und die Denker, die sich getrauen, ihre eigenen Ideen zu haben, gleich mit zu »entsorgen«? Das erinnert mich an Denksklaven und nicht an freie Menschen!“ (Ebd., S. 133).

„Die Absicht von Muller und seinesgleichen ist der Versuch, den Begriff des Erkenntnisvermögen als eine menschliche Eigenschaft der Wahrhaftigkeit umzukehren, um die Stellung des Menschen auf die eines jeden anderen niederen Tieres hinunterzudrücken, wie es der frühere US-Vizepräsident Al Gore in seinem Buch Earth in the Balance, Ecology and the Human Spirit (Erde im Gleichgewicht, Ökologie und der menschliche Geist), 1992, gefordert hatte. »Auf diese Weise hat der Anstoß ... den Fortschritt der modernen Zivilisation umgekehrt, um die Gesellschaft wieder dem Bild einer Gesellschaft von armen Geschöpfen anzugleichen, deren Götter, wie das mit den mesopotamischen und ägyptischen Göttern der Fall war, vertierte, heidnische, schwammige Götter sind, wie die Gestal'ten, die man in dem Film Krieg der Sterne antrifft.«“ (Ebd., S. 133).

„Der britischer Schriftsteller D. H. Lawrence forderte, daß »alle Schulen sofort geschlossen werden müßten. Die große Masse der Menschen sollte niemals Lesen und Schreiben lernen.« Das Establishment ist derselben Meinung.“ (Ebd., S. 133).

„»Die Gespenster von Hungersnot, Pest und Krieg«, schrieb George Moore von der Cambridge-Universität 1888, »sind im Vergleich zu der bedrohlichen Erscheinung ›Der Allgemeinen Bildung‹, mit der man uns schreckt, harmlose und gnädige Gestalten.« Um einst zivilisierte Menschen in geistlose Gruppendenker ohne jeden unabhängigen eigenen Gedanken umzuwandeln, haben die Vereinten Nationen in den US-Schulen die sogenannte »Outcome-Based Education« (ergebnisbegründete Erziehung) eingeführt. Dieses Bildungsprogramm schneidet die Lehren des europäischen Klassischen Humanismus an der Wurzel ab, und zwar als Voraussetzung, um sich die individuellen Freiheiten zu erhalten. Zu welchem Zweck? Die Väter der us-amerikanischen Republik wußten, daß eine »allgemeine Erziehung die Grundlage zur Sicherung und Erhaltung der politischer Freiheit ist. Umgekehrt verstanden die OIligarchischen damals wie heute, daß, wenn man irgendwo ein oligarchisches System wiedereinführen oder auch erhalten will, die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung wieder in einen Zustand der dumpfen Unwissenheit und des Aberglaubens zurückversetzt werden muß«. (Nancy Spannmaus, Lord Rees-Mogg: British Lord Repeats the Policy - Only Educate the Top 5 Percent« (Lord Rees-Mogg: »Britsicher Lord wiederholt die Politik - Erziehung nur für die % Prozent an der Spitze«), in: The New Federalist, 1995.“ (Ebd., S. 133-134).

„Zu den anderen Empfehlungen der Kommission, deren Umsetzung noch vor dem Jahr 2010 geplant ist, gehören bestimmte Aufträge. Einige von ihnen sind bereits eingeführt worden:
Globale Besteuerung (in Spanien mit der 0,7-Prozent-Initiative bereits realisiert);
ein stehendes Heer der UNO (wie wir es bereits in Gegenden wie Kosovo, Nigeria oder bei den Missionen in Westafrika und jetzt im Libanon sehen);
einen Economic Security Council (Rat für Wirtschaftliche Sicherheit);
UN-Verantwortung für das gemeine Volk weltweit;
Beendigung des Vetorechts für ständige Mitglieder des Sicherheitsrats (das war einer der wichtigen Diskussionsgegenstände auf der Tagesordnung der UNO 2006);
ein neues parlamentarisches Gremium für Vertreter der »Zivilgesellschaft« (sogenannte NGOs);
ein neuer Petitionsrat mit der Aufgabe, die Beteiligung der NGOs zu verstärken;
ein neuer Kriminalgerichtshof als Gremium, um Streitigkeiten zwischen Staaten zu schlichten (er wurde im Juli 1998 in Rom eingerichtet);
ein Internationaler Strafgerichtshof als ständiger Untersuchungsausschuß, um Individuen wegen Verbrechen des Genozids, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen anzuklagen und zu verurteilen (er besteht seit 2002 in Den Haag);
verbindliche Urteile des Internationalen Gerichtshofes;
erweiterte Vollmacht für den Generalsekretär.
(WWW - Die gewaltige Propaganda für die UNO hat viele US-Amerikaner [und andere] überzeugt, daß die Wörter »Friede« und »Vereinte Nationen« im Grunde austauschbar sind.)
„In diesen Vorschlägen spiegelt sich die jahrelange Arbeit von Dutzenden verschiedener Agenturen und Kommissionen wider. Doch werden sie jetzt besonders stark durch den Plan der Commission on Global Governance (Kommission für die Weltregierung), wonach die UNO künftig die Rolle einer globalen Superregierung übernehmen soll, angeschoben. Dieser Plan ist in der Schrift Our Global Neighborhood (Unsere globale Nachbarschaft) ausgeführt, aus der wir wegen ihres revolutionären Inhaltes in diesem Kapitel wiederholt zitiert haben. Da heißt es zum Beispiel:
»Die Souveränität und territoriale Integrität von Nationalstaaten waren bisher die Grundpfeiler des Weltsystems gewesen. Die Staaten hatten sie als grundlegend für den Schutz ihrer Unabhängigkeit und Legitimität geschätzt. Vor allem kleine und weniger starke Staaten haben in diesen Prinzipien ihren Hauptschutz gegenüber mächtigeren, raubgierigen Ländern gesehen, und sie haben von der Weltgemeinschaft erhofft, diese Normen aufrechtzuerhalten.«
»In einer zunehmend wechselseitig voneinander abhängigen Welt, in der die alten Begriffe wie Territorialität, Unabhängigkeit und Intervention einen Teil ihrer Bedeutung eingebüßt haben, müssen diese überkommenen Prinzipien neu angepaßt werden. Nationen müssen akzeptieren, daß auf einigen Gebieten die Souveränität kollektiv ausgeübt werden muß, besonders in bezug auf das einfache Volk weltweit. Das Prinzip der Souveränität muß in einer solchen Weise angepaßt werden, daß dadurch die Rechte der Staaten mit den Rechten der Bevölkerungen und die Interessen der Nationen mit denen der globalen Nachbarschaft in ein Gleichgewicht gebracht werden.«
Sobald man hinter die diplomatische Redeweise schaut und sie in das übersetzt, was wirklich in diesem Auszug aus dem Bericht gesagt wird, ist die Bedeutung sehr einfach zu erfassen: Jeder wird Teil eines globalen Staates und hat sich gegenüber einer einzigen Macht, den Vereinten Nationen, zu verantworten. Die einzelnen Regierungen werden über nichts Wesentliches mehr zu verfügen haben, wenn ihnen nicht die UNO das Recht dazu als Anteil an ihrer Regierungsgewalt abtritt. Zuvor konnte man, wenn jemand in das Land einfiel, erwarten, daß die Weltgemeinschaft dem Land zu Hilfe kam, doch eines künftigen Tages wird die Weltgemeinschaft, wenn sich ein Staat aus dem von der Weltgemeinschaft auferlegten System zurückziehen will, dies ablehnen und selbst die Regierung in diesem Land Übernehmen, Das ist es, was kollektivausgeübte Souveränität eigentlich bedeutet! Es handelt sich um die Verwirklichung von Orwells pyramidenartiger Ordnung des »Großen Bruders«. So sieht deren globale Nachbarschaft in Zukunft aus. “ (Ebd., S. 134-136).

„In Verbindung mit den Empfehlungen zur globalen Abrüstung - ausgenommen ist nur die UNO, die sich eine beeindruckende, treu ergebene und schwerbewaffnete »Schnelle Eingreiftruppe« (das heißt eine Neue-Welt-Armee) halten wird, welche die Staaten angesichts internationaler Aggression unter dem Vorwand polizeilicher Oberaufsicht militärisch hilflos zurückläßt - finden wir folgende bestätigende Empfehlung in dem Bericht Unsere globale Nachbarschaft:

»Wir müssen uns bemühen sicherzustellen, daß die globale Nachbarschaft der Zukunft durch Gesetze und nicht durch Gesetzwidrigkeit charakterisiert wird, durch Regelungen, an die sich alle halten müssen ..., daß niemand, auch nicht der Mächtigste, über dem Gesetz steht. Das Fehlen eines internationalen Strafgerichtshofs setzt das Gesetz herab ..., wir erkennen in der Einrichtung eines internationalen Strafgerichtshofs eine Angelegenheit höchster Wichtigkeit. Die Kräfte, die das internationale Rechtssystem durchsetzen, müssen gestärkt werden. Daß eine wirksame Einrichtung zur Überwachung und Einhaltung der Gesetze nötig ist, hat sich über die Jahre offen gezeigt. Ein weiterer Schritt wäre, das Völkerrecht in den Gerichten der Länder einklagbar zu machen. In unserer globalen Nachbarschaft müssen wir mit einer neuen Ethik leben, die von einer Kultur der Gesetzlichkeit untermauert wird. Werden die Gesetze nicht freiwillig eingehalten, sollte so verfahren werden, daß der Sicherheitsrat die Entscheidungen des Weltgerichtshofs und andere internationale rechtliche Verpflichtungen durchsetzt.«
Und, werter Leser, es wird dabei keine Möglichkeit geben, sich auszuklinken, denn »in einer idealen Welt sollte die Annahme der verbindlichen Rechtsprechung des Weltgerichtshofs eine Voraussetzung für die UNO-Mitgliedschaft sein«.
Und wenn Sie ein Dissident oder ein Widerständler irgendeiner Art sein sollten - ein »Gesetzloser« in unserer neuen globalen Nachbarschaft -, so denken Sie daran: »Sie können laufen, aber Sie können sich nicht verstecken.« Im kommenden Vierten Reich wird die UNO damit beschäftigt sein, überall die Einhaltung der Gesetze zu überwachen und zu erzwingen! Und wer wird für diese friedliche Reformation aufkommen? Warum nicht wir; die Menschen natürlich - denn in dieser globalen Nachbarschaft gibt es nichts umsonst, außer die unerbittlich erzwungenen neuen Verpflichtungen im Austausch für eine Handvoll dürftiger Rechte. Auch hierauf bietet die Schrift Unsere globale Nachbarschaft eine Vorschau:
»Den Anfang muß der Aufbau eines Systems für die globale Finanzierung globaler Aufgaben machen, dazu gehören Gebühren für die Verwendung globaler Hilfsmittel wie Flugwege, Schifffahrtsstraßen und Fischfanggebiete im Ozean und das Eintreiben globaler Steuern, auf die man sich weltweit geeinigt hat und die durch Verträge eingeführt worden sind. Eine internationale Steuer auf Devisentransaktionen sollte als eine Möglichkeit untersucht werden, wie auch die Einführung einer internationalen Körperschaftsteuer für multinationale Unternehmen. Es ist an der Zeit, einen Konsens bezüglich der Vorstellungen über eine globale Besteuerung herbeizuführen, um den Bedürfnissen der globalen Nachbarschaft zu entsprechen.«“ (Ebd., S. 134-137).

„In der Tat war die Einführung einer Weltsteuer eines der Hauptdiskussionsthemen auf dem mit dem C FR verbundenen Jahrestreffen der Bilderberger 2004 in Stresa, Italien.“ (Ebd., S. 137-138).

„Gerade wenn man glaubt, endlich genug gelesen zu haben, erwartet einen eine weitere Überraschung. Der Begriff Privateigentum ist für die Neue Weltordnung nach Angaben in dem Bericht Unsere globale Nachbarschaft ein Fremdwort. Reichtum muß mit dem Rest des Planeten geteilt werden. Was meinen Sie wohl, wessen Reichtum die Herren Rockefeller und Genossen teilen wollen? Sicherlich nicht ihren eigenen! Was ihnen gehört, gehört ihnen, was aber Ihnen gehört, gehört allen!“ (Ebd., S. 138).

„Und um ganz sicherzugehen, daß Eigentum aufhört, privat zu sein, leitete der damalige Aufsichtsratsvorsitzende der Federal Reserve Bank, Paul Volcker, die Politik »der kontrollierten Desintegration der »Wirtschaft« des CFR ein.“ (Ebd., S. 138).

„Dies war nur ein weiteres Vermächtnis des 1980’s Projects des Rates für Auswärtige Beziehungen. Mit Leitzinssätzen bis zu 20,5 Prozent im Dezember 1980 zerschlug Volckers Politik die industriellen und landwirtschaftlichen Grundlagen und pumpte eine gewaltige Spekulationsblase auf. Er zermalmte ebenfalls die Spar- und Darlehensvereinigungen (S & L’s), die denRückhalt für die Wohnungsbauindustrie bildeten. »Sie mußten damals Zinssätze zwischen 15 und 18 Prozent zahlen, um Einlagen der Sparer anzulocken oder zu halten, aber sie verdienten nur etwas über fünf Prozent aus früher gewährten Hypothekendarlehen. Die negative Schere von zehn bis 13 Prozent hinterließ bei den S & ’Ls riesige Verluste.«“ (Ebd., S. 138).

„Der Bericht Unsere globale Nachbarschaft ist zur Magna Char,ta der Neuen Weltordnung geworden. Er definiert die absolute Autorität über die einfache Weltbevölkerung, indem er die strategie umreißt, wie die Weltregierung auf den Weg zu bringen sei. Die Commission on Global Govemance (Kommission für die Weltregierung) zieht es vor, qualifizierte Mitglieder aus der Zivilgesellschaft aufzunehmen. Die Vertreter akkreditierter Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) sollen die designierten Mitglieder der neuen Zivilgesellschaft werden. Die Idee dabei ist, nicht gewählte und selbsternannte Umweltaktivisten in »den Verwaltungsrat der Agentur und damit in Positionen mit Regierungsautorität zu bringen, von wo aus sie die Verwendung der Atmosphäre, des Weltraums, der Ozeane und der biologischen Artenvielfalt für alle praktischen Zwecke lenken«.“ (Ebd., S. 138-139).

„Die Kommission rechtfertigt diese neue Rechtstellung unter der Weltregierung, denn »der wichtigste Schritt, der getan werden muß, ist ein konzeptueller, nämlich zu begreifen, daß es an der Zeit ist, anzuerkennen, daß der Schutz des Planeten ein universelles Bedürfnis ist, dem das System der Vereinten Nationen gerecht werden muß«“ (Ebd., S. 139).

„Eines der wichtigsten Nebenprodukte des 1980’s Projects des CFR ist ein Dokument von Stephen Green mit dem Titel International Disaster Relief (Internationaler Katastrophenschutz). Herr Green forderte »die Schaffung einer zentralen globalen Agentur im Rahmen der Vereinten Nationen mit dem Auftrag, in Katastrophensituationen auch gegen den Widerstand der Regierungen vor Ort zu intervenieren. Eine solche Umverlagerung«, schrieb er, »würde die zunehmend weitverbreitete Unzufriedenheit mit den Beschränkungen berücksichtigen, welche die Anerkennung der souveränen nationalen Rechtsprechungen« und der »abstrakte Begriff der nationalen Souveränität erzeugt«.“ (Ebd., S. 139).

„Ein Beispiel für dieses Punkt ist das Eindringen der NGO’s in die Strukturen der brasilianischen Regierung. Die NGOs drohten praktisch, ein paralleles Regierungssystem zu bilden, das sich daran machte, die Institutionen der legal gewählten Regierung zu ersetzen. Während Präsident Cardosos erster Regierungsperiode ab 1999 wurden mehrere wichtige Geschäftsführer von Nichtregierungsorganisationen in Regierungsstellen geschleust. Der damalige Justizminister, Jose Carlos Diaz, ernannte Elizabeth Susekind von der Rios-Vivos-NGO zur Geschäftsführenden Sekretärin seines Ministeriums mit dem Auftrag, die öffentliche Sicherheitspolitik des Landes von Grund auf umzustrukturieren.“ (Ebd., S. 139).

„Zusätzlich erhielt Federico Mares vom privaten Sozio-Umweltschutz-lnstitut die Verantwortung über die Nationale Indianer-Stiftung. Ebenso wurde Mary Alegreti Sekretärin für das Gebiet »Legal Amazon« (Sammelname für die weniger dicht besiedelten nordwestlichen Provinzen Brasiliens) im Umweltministerium.“ (Ebd., S. 139).

„In diesem Umfeld war der WWF (von Bilderbergern gegründet! HB) »entschlossen, eine Entwicklung auszuschalten, die aus der bedeutenden Region mit der Bezeichnung Cerrado im Herzen Lateinamerikas der reichsten Brotkorb der Welt machen würde. .... Die Entwicklung des Paraguay-Paraná-Wasserweges ... würde in den Anstrengungen einen gewaltigen Sprung nach vorne bedeuten und einen Verbindungsweg zwischen den Flußbecken des La Plata und des Amazonas herstellen. Er würde die Möglichkeit eröffnen, das Herzland Südamerikas zu netwickeln und dadurch der Bevölkerung des Kontinents die enormen natürlichen Ressourcen des Kontinents, nach der die angloamerikanische Oligarchie trachtet, zugänglich machen. Aus genau diesem Grunde ist die Oligarchie entschlossen, um jeden Preis das Vorhaben zu verhindern, daß diese enorme Wasserverbindung zustande kommt. Dies entspricht derselben Logik, nach der die britische Geopolitik zwei Weltkriege benutzt hat, um die eurasische Integration zu verhindern.« (Lorenzo Carrasco, a.a.O.).“ (Ebd., S. 143-144).

„Die Weltregierung wird, wenn sie erfolgreich ist, all das tun, wovon Hitler geträumt hat und was ihm mißlungen ist. Wir brauchen nur die extremen Ziele der Weltregierung in unserer Vorstellung zu durchdenken, um ihre gefährliche Bedrohung zu verstehen. Wasser und Luft sind »globale Hilfsmittel«, ebenso der Lebensraum. In diesem Augenblick bekommen wir dies alles noch umsonst oder fast umsonst. Doch was würde geschehen, wenn die Weltregierung einmal unseren Planeten übernommen hat und wir dann Tomaten im Garrten hinter unserem Haus züchten wollen? Das Erdreich in unserem Garten ist ein »globales Hifsmittel«. Es gehört zum Globus, nicht uns! Können Sie sich vorstellen, nur dafür Steuern zu zahlen, daß Sie Tomaten in Ihrem Garten anbauen? Es gehört zur Natur von Steuern, zu wachsen und sich auszubreiten, auch wenn sie dabei alles einebnen und verarmen lassen. Wenn Sie glauben, Ihr Lebensstandard sei jetzt schon gefallen, warten Sie ab, bis diese neuen Steuern in Ihren Geldbeutel greifen. Wir werden auf dem Umweg über eine Fülle globaler Steuern, die auf alles zugreifen, schon dafür Miete bezahlen, daß wir nur auf der Erdopberfläche leben.“ (Ebd., S. 144).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„»Psychopolitische Operationen sind Propagandafeldzüge, die dazu entworfen wurden, für andauernde Spannungen zu sorgen und verschiedene Personengruppen dahingehend zu manipulieren, daß sie das ebsondere Meinungsklima akzeptieren, das der CFR in der Welt errichen will.« (Hadley Cantril, a.a.O.).“ (Ebd., S. 171).

„Die geheime Operation MK-ULTRA ... war der Deckname für ein Forschungsprogramm über Möglichkeiten der Bewußtseinskontrolle .... Den »Doktoren« stand der Psychiater und frühere Nazi-Wissenschaftler Dr. Cameron vor, der einige der benutzten Verfahren bereits in Konzentrationslagern angewandt hatte, dazu gehörten Elektroschocks, Schlafentzug, das Einpflanzen und Löschen von Erinnerungen, sensorische Modifikationen und Versuche mit psychoaktiven Drogen. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, daß Dr. Cameron dann auch im Untersuchungsausschuß der Nürnberger Prozesse gesessen hatte, der die Verfahren gegen die Nazi-Ärzte führte.“ (Ebd., S. 173).

„Das »Geheime Team« des Rats für Auswärtige Beziehungen gehorcht dem Führungsmuster aller Geheimbünde. Der Aufbau der Organistation ist in Kreise innerhalb von Kreisen strukturiert, wobei der äußere Kreis (das Geheime Team) immer den einfußreicheren inneren Kreis (die Sondergruppe), der die psychopolitischen Operationen koordiniert, zu schützen hat. Indem sie die Ziele, die Identitäten und die Rollen, die die Mitglieder des »Geheimen Teams« spielen, gegenüber anderen Mitgliedern der Gruppe geheimhält, schützt sich die »Sondergruppe« des CFR vor möglicher Verfolgung und streitet ab, etwas mit den Operationen zu tun zu haben. Um sich zusätzlich gegen mögliche Verfolgung zu schützen, enthüllt der CFR nicht jedem Ratsmitglied, welche psychopolitischen Operationen geplant sind oder welche genaue Rolle sie in der Operation spielen. Die exklusive Bilderberg-Gruppe arbeitet nach denselben Kriterien.“ (Ebd., S. 175).

„Die Association for Supervision and Curriculum Development (Vereinigung für Oberaufsicht ud Lehrplan-Entwicklung) der liberalen National Education Association (Nationale Erziehungs-Vereinigung) verweist auf die Wirksamkeit der heutigen, hochentwickelten Form des alten Hegelianischen, dialektischen Prozesses, das Zentrum des sowjetischen Gehirnwäschesystems. Es gibt darin drei Grundregeln der Verhaltensbeeinflussung:
1.)Die sorgsam vorbereitete Täuschung muß einen Schimmer von Wahrheit enthalten:
2.)sie muß verzwickt genug sein, um ein einfaches Herausfinden der Tatsachen unmöglich zu machen;
3.)die Anwendung von Täuschung darf keine Quelle diskreditieren, die in Zukunft noch wertvoll sein könnte.
Der Rat für Auswärtige Beziehungen plant und führt psychopolitische Operationen durch, in denen der Realitätssinn der Menschen durch die »Taktik der Täuschung« manipuliert wird. Dabei nehmen Ratsmitglieder in einer Kontroverse beide Seiten ein. Die Täuschung ist gelungen, wenn man die Öffentlichkeit veranlaßt zu glauben, daß etwas in ihrem eigenen, besten Interesse geschehe, während tatsächlich die Politik des CFR umgesetzt wird.“ (Ebd., S. 175-176).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„Michio Kaku und Daniel Axelrod erklären ...: »Die Mitschruften der Geheimtreffen zwischen dem Außenministerium und dem CFR Anfang 1939 legen ausdrücklich im Detail die Rolle der USA als eine Kraft dar, die Machtmißbrauch und die Ablösumg des Britsichen Imperiums betreibt.« (Ebd., S. 63f.).“ (Ebd., S. 186).

„Die Bewegung für ein Vereinigtes Europa war Teil eines größeren Planes zur Bildung einer Weltregierung. (Ebd., S. 187).

Karte

„Robert Schuman hatte vorgeschlagen, die gesamte Kohleförderung und Stahlproduktion sowohl Frankreichs (mit seinem viel kleineren Anteil; HB) als auch Deutschlands (mit seinem viel größeren [dem mit Abstand größten!] Anteil; HB) einem übernationalen Gremium zu unterstellen.« (Dennis Behreandt in: The New American, 06.09.2004.). Dies wiederum führte zur Montanunion, dann zu Euratom und danach zum Gemeinsamen Markt (**|**|**|**|**|**). Professor Quigley bemerkte dazu: » Dies war eine wahrlich revolutionäre Organisation, da sie souveräne Macht besaß, unter anderem die Vollmacht, unabhängig von der bestehenden Staatsmacht Gelder zu beschaffen, Preise zu kontrollieren, Investitionen zu lenken, Fonds anzulegen, Kohle und Stahl bei Knappheit zuzuteilen und in Zeiten eines Überangebots die Produktion zu drosseln.« Kurz gesagt, »die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion, EGKS) bildete in Ansätzen eine eigene Regierung«. 1951 gegründet, faßte das Abkommen die Rohstoffe Kohle und Stahl von sechs Nationen (Frankreich, West-Deutschland, Italien, Belgien, Luxemburg und der Niederlande) unter einer einzigen Behörde zusammen. Diese hob die Einfuhr- und Ausfuhrbeschränkungen auf, schuf einen einheitlichen Arbeitsmarkt, einigte sich auf eine gemeinsame Wirtschaftspolitik, glich die Lebensbedingungen in den Mitgliedstaaten einander an und verhinderte so einen weiteren Krieg. General Marshall und die CFR-Bande hielten natürlich die Tatsache zurück, daß die EGKS der erste konkrete Schritt auf eine politische Vereinigung hin war und den ersten Block in dem zu schaffenden Imperium bildete, wobei das Imperium die Eine-Welt-Regierung sein sollte. Mit der Unterzeichnung der römischen Verträge wurde der Weg für die Europäische WirtschaftsGemeinschaft im Jahr 1957 geebnet. Das war der nächste Schritt in Richtung künftige Weltregierung. Die römischen Verträge traten am 1. Januar 1958 in Kraft.“ (Ebd., S. 187-188).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„»Regionale Organisationen zwischen den Regierungen und den weltübergreifenden Gremien sind das Erzeugnis langfristiger Planungen einer engagierten Gruppe von Internationalisten ....« (Dennis Behreandt, in: The New American, 06.09.2004).
».... Sie waren wild entschlossen, auf täuschende Art die nationale Souveränität zu untergraben, wobei ein Großteil der Finanzierung und Unterstützung der Bewegung für die Europäische Einheit aus Quellen der US-Nachrichtendienste stammte.« (Ambrose Evans-Pritchard, in: Telegraph, September 2000).“ (Ebd., S. 189).

„Europa ist in eine Staatengemeinschaft gezwungen worden - und zwar nicht so, wie es sich Napoleon erträumt hatte, unter der französischen Fahne, und nicht, wie es Hitler vorhatte, unter dem Hakenkreuz (unter der deutschen Fahne; HB). Doch mit einem Schuß Ironie hatten Napoleon und Hitler Europa unter dem Zeichen des Adlers vereinigen wollen, doch der Adler symbolisierte die Vereinigten Staaten, und es waren sehr mächtige US-Amerikaner. die im Geheimen und in der Öffentlichkeit daran gearbeitet haben, die unabhängige Souveränität der Staaten abzubauen, um die heuitige Europäische Union zu schaffen.“ (Ebd., S. 189-190).

„Wenn man sich zum Beispiel die Mitgliederliste des CFR genau ansieht, entdeckt man, daß 90 Prozent von ihnen entweder in der Trilateralen Kommission (**) oder dem Bilderberg-Club (**) angehören, und bei einer noch genaueren Untersuchung des CFR-Jahresberichtes von 1972 entdeckt man, - als ein Beispiel für alle anderen -, daß der Rat an 20 verschiedenen Stellen, mit unterschiedlichen Formulierungen und starker Betonung die Mitgleder warnt, Außenseitern lieber nicht zu sagen, »was wir tun oder sagen« (ebd.; es folgen ähnliche Zitate aus dem Jahresbericht von 1972, vgl. ebd., S.22, 122, 169, 174, 175, 176; HB). Wenn dies keine Geheimorganisation wäre, warum sollte dann der CFR auf der völligen Diskretion seiner Mitglieder bestehen?“ (Ebd., S. 191-192).

„Ich halte den Rat für Auswärtige Beziehungen in bezug auf alle Anklagen des Landesverrates für schuldig.“ (Ebd., S. 193).


Die wahre Geschichte der Bilderberger Teil 3) Die Rockefeller-Verschwörung und die Trilaterale Kommission (TK bzw. TC)

„Als David Rockefeller das Buch Between Two Ages ... las, das ... Brzezinski ... 1970 veröffentlicht hatte, teilte er mit dem marxistischen Gründer des CFR, Edward Mandell House, schon die Ansicht, daß »das Volk, die Regierung und die Wirtschaft aller Nationen den Bedürfnissen der multinationalem Banken und Unternehmen zu dienen haben.«“ (Ebd., S. 225).

„Rockefellers Vorschlag ... zufolge sollte man ein internationales Bündnis schaffen, das Strategien und politische Konzepte entwickeln würde, um die vier Pfeiler - Politik, Geld, Geist und Religion - unter einer zentralen Weltregierung zusammenzufassen.“ (Ebd., S. 226).

„Allerdings haben die Gründer und Vorstandsmitglieder für Nordamerika, Zbigniew Brzezinski und David Rockefeller, die Trilaterale Kommission zu einer wirklich globalistischen Organisation ausgebaut“ (Ebd., S. 228).

„Mit Ausnahme des afrikanischen Kontinents hat sich die Trilaterale Kommission zu einem wirklich globalen Machtzentrum erweitert.“ (Ebd., S. 228-229).

„Sollten wir es der Trilateralen Kommission abnehmen, wenn sie sich als ein harmloser Debattierclub privater Bürger, die die öffentliche Politik nicht beeinflussen, darstellt? Warum sollten Mitglieder der Kommission so viel von ihrer Zeit für eine rein akademische Veranstaltung aufwenden, wenn dieser so wenig Bedeutung zukäme?“ (Ebd., S. 229).

„Könnten nicht die eigentlichen Absichten der Kommission darin bestehen, zusammen mit den Bilderbergern und em Rat für Auswärtige Beziehungen »Ziele der allgemeinen Politik aufzustellen, die dann weltweit von den Regierungen umgesetzt werden sollen?« (Antony Sutton, Trilaterals over America, 1995).“ (Ebd., S. 230).

„Rockefeller ..., Brzezinski ..., Edward Mandell House: Sie glaubten alle drei, nur im Gefolge des Marxismus ließe sich ein Weg finden, um eine wirkliche Eine-Welt-Ordnung zu schaffen.“ (Ebd., S. 231).

„Nixon hatte versucht, durch Lohn- und Preiskontrollen und durch höhere Zölle Regierungsgewalt über die wichtigsten Grundmechanismen des Marktes auszuüben. 90 Tage lang war es Nixon gelungen, Löhne und Preise einzufrieren und dadurch die Inflation zu bremsen. Nixons Position geriet in Widerspruch zu der Rockefellers.“ (Ebd., S. 231).

„Rockefeller verfolgte mit der Errichtung der Trilateralen Kommission auch den Plan, »die Einheit der Industriemächte als vorübergehende Alternative zu den Vereinten Nationen zu fördern, die zunehmend von den radikalisierten Nationen der Dritten Welt dominiert wurden, damit sie auf diese Weise gemeinsam sein Ziel, nämlich eine weitergehende, global integrierte, politische und wirtschaftliche Struktur, durchsetzen konnten« (Will Banyon, Rockefeller Internationalism, in: Nexus Magazine, 11, 2, Februar/März 2004).“ (Ebd., S. 232).

„Der größte Teil des NEP-Systems war bis April 1974 wieder abgeschafft worden, das war 17 Monate, nachdem sich Nixon seine zweite Amtszeit gesichert hatte (7. November 1972; HB), und vier Monate, bevor Nixons als Präsident zurückgetreten war (9. August 1974; HB).“ (Ebd., S. 232).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

Trilaterale Kommission

„»Jedes Mitglied der Triade hat sich eine Handvoll armer Länder als sein Arbeitshaus, seine Planungen und Bergwerke unterstellt: die USA (mit Kananda; HB) Lateinamerika, die EU Ost- und Südeuropa sowie Afrika, und Japan Südostasien. In eineigen Fällen teilen sich zwei der Triade-Mitglieder ein Land - Taiwan und Singapur teilen sich Japan und die USA, Argentinien die USA und die EU, Malaysia die EU und Japan, und Indien wird von allen drei gemeoinsam genutzt.« (Doug Henwood, in: Left Business Observer, 1991).“ (Ebd., S. 233).

„US-Senator Barry Goldwater ... nannte ... die Trilaterale Kommission »David Rockefellers neueste internationale Kabale« und erklärte weiter: »Sie soll dadurch zum Werkzeug der internationalen Konsolidierung der Wirtschafts- und Bankinteressen werden, daß sie die Kontrolle über die politischen Regierung der Vereinigten Staaten gewinnt.« (Barry Goldwater, a.a.o.).“ (Ebd., S. 234).

„Senator Jesse Helms ging in einer Rede vor dem US-Senat am 15. Dezember 1987 noch weiter in seiner Einschätzung der miteinander verflochtenen, privaten Gesellschaften, indem er ausführte:“ (Ebd., S. 234).

„»Diese Kampagne gegen das ... Volk - gegen die ... Kultur und ihre Werte - ist systematische, psychologische Kriegführung. Sie wird von einer langen Reihe daran interessierter Leute in Szene gesetzt. Zu diesen zählen nicht nur Leute des Ostküsten-Establishments, sondern auch Leute aus der radikalen Linken. In dieser Gruppe stoßen wir auf Leute aus dem Außenministerium, dem Wirtschaftsministerium, den zentralen Geldinstituten und aus internationalen Unternehmen, den Medien, aus den Erziehungseinrichtungen, der Unterhaltungsindustrie und aus den großen gemeinnützigen Stiftungen.«“ (Ebd., S. 234).

„»Herr Präsident, eine sorgfältige Untersuchung all dessen, was hinter den Kulissen gechieht, zeigt, daß alle diese Interessen an etwas arbeiten, was einige eine Neue Weltordnung nennen. Private Organisationen wie der Rat für Auswärtige Beziehungen, das Königliche Institut für Internationale Angelegenheiten, die Trilaterale Kommission, die Dartmouth-Konferenz, das Aspen-Institut für Humanistische Studien, das Atlantische Institut und die Bilderberg-Gruppe dienen dazu, die Pläne für diese sogenannte Neue Weltordnung in den mächtigen geschäftlichen, akademischen, Finanz- und Regierungskreisen auszustreuen und sie zu koordinieren. ....«“ (Ebd., S. 234).

„»Der Einfluß von ›Insidern‹ des Establishments auf unsere Außenpolitik ist heutzutage einfach eine Tatsache. Diese unterschwelligen Einflüsse laufen den wirklichen langfristigen Sicherheitsinteressen unserer Nation zuwider. Es handelt sich um Einflüsse, die, wenn sie nicht gebremst werden, letztlich unsere verfassungsmäßige Ordnung untergraben könnten.« (Jesse Helms, a.a.O.).“ (Ebd., S. 234-235).

„Ist das nicht interessant? Zu genau demselben Schluß kam auch Dr. Antony Sutton im Trilateral Observer. »Die Trilateralisten haben die US-Verfassung und die demokratische politische Vorgehensweise abgelehnt.«“ (Ebd., S. 235).

„Goldwater kam in seinem Buch Ohne Entschuldigung zu folgender Schlußfolgerung: »Was die Trilateralen eigentlich beabsichtigen, ist die Schaffung einer weltweiten Wirtschaftsmacht, die allen politischen Regierungen der beteiligten Nationalstaaten überlegen ist. .... Sie wollen die Zukunft als Manager und Schöpfer des Systems bestimmen.« (Barry Goldwater, a.a.o.).“ (Ebd., S. 235).

„Wovor diese Kritiker warnen, war das, was in den 1970er und 1980er Jahren auf uns zukam und was übrigens auch die empirisch gut belegbare Politik eines George Ball widerspiegelte, des US-Unterstaatssekretärs für Wirtschaftliche Angelegenheiten im US-Außenministerium unter J. F. Kennedy und Lyndon Johnson. Diese Politik war 1968 auf dem Bilderberg-Treffen in Mont Tremblant, Kanada, vorgeschlagen worden.“ (Ebd., S. 235).

„In seinem Vortrag »Internationalisierung der Wirtschaft« umriß Ball damals, was die neue Bilderberg-Politik der Globalisierung sein sollte, nämlich ein Kolonialismus auf der Grundlage eines »Weltunternehmens«, und wie diese die Arbeitsweise des Clubs prägen würde. Er trat dafür ein, daß als erstes und wichtigstes »die archaische politische Struktur des Nationalstaates« beseitigt werden müsse. Er meinte damit auch die Demokratie. Das ist sehr interessant! Es klang genau wie das, was David Rockefeiler, Zbig Brzezinski und Samuel Huntington öffentlich gefordert haben.“ (Ebd., S. 235).

„»Um produktiv zu sein«, sagte Ball in seiner Rede, »müssen wir unsere Untersuchung damit beginnen, daß wir ausdrücklich die fehlende Synchronisation zwischen der Entwicklung eines Weltunternehmens - ein Konzept, das modernen Bedürfnissen gerecht wird - und dem Fortbestand der archaischen, politischen Struktur des Nationalstaats erkennen. Nationalstaaten sind zumeist nur klein oder mittelgroß und bewegen sich hinsichtlich des Ausmaßes und der Reichweite ihrer Reaktionen auf die neuen Herausforderungen der Welt nur im Tempo eines fließenden Gletschers zu.«“ (Ebd., S. 235-236).

„Dr. Antony Sutton deckte bei seiner Analyse der globalen Bestrebungen Balls als dessen eigentliches Ziel den Wunsch auf, den gesamten Planeten auszubeuten. Ball will die Struktur des Nationalstaats und die Idee des Gemeinwohls, die dem Volk wirklichen Wohlstand verschaffen will, aus dem Grund beseitigt sehen, weil Nationalstaat und Gemeinwohlorientierung eine verfassungsmäßige Bedrohung für die Großunternehmen darstellen, wenn sie schwache und arme Nationen der Welt ausbeuten, und weil sie dem konsolidiertem Machtgefüge, das ein neokoloniales Weltreich errichten will, im Weg stehen. »Wenn die Betonung auf die Errichtung eines ›Weltunternehmens‹ gelegt wird, dann zielt das offensichtlich auf einen uneingeschränkten internationalen Freihandel«, schrieb er in Kapitel 21 des Buches Wall Street and the Bolshevik Revolution (Wall Street und die bolschewistische Revolution, 1974). Das bedeutet »einen Handel, der sich nach den britischen Profitvorstellungen des Billig-Kaufens und Teuer-Verkaufens richtet. Das Problem ist, daß nationale Regierungen andere Prioritäten setzen, und zwar solche, die sich von denen einer ausbeutenden Gesellschaft unterscheiden und zu ihnen in Gegensatz stehen.«“ (Ebd., S. 236).

„Laut Seite 39 einer Nachschrift des Bilderberg-Treffens von 1968 in Mont Tremblant fragte Ball die Anwesenden: »Wo findet man eine Grundlage, die das Management von Unternehmen berechtigt, Entscheidungen zu treffen, die tief in das wirtschaftliche Leben von Nationen eingreifen können und für die deren Regierungen nur eine beschränkte Verantwortung tragen?«“ (Ebd., S. 236).

Die einzige Antwort, die einem dazu einfällt, lautet: eine inszenierte Krise, eine, die die »freien« Nationen zu dem Zweck aneinander bindet, um gemeinsam gegen die Bedrohung der Welt vorzugehen, sei sie nun wirtschaftlicher, politischer oder terroristischer Natur. Und diese Richtung schlagen die Trilateralisten öffentlich ein. Wie sie das zu realisieren beabsichtigen, haben sie in einem freimütigen Bericht aus dem Jahre 1974 mit dem Titel The Crisis of Democracy (Die Krise der Demokratie) umrissen. Er wurde von dem in Harvard tätigen Politikwissenschaftler Samuel Huntington zusammen mit Michel Crozier, einem französischen Soziologen und Mitglied der Akademie der Moral- und Politikwissenschaften, und dem japanischen Trilateralisten Joji Watanuki verfaßt. Huntington schlägt »die Notwendigkeit eines dialektischen Zusammenspiels zwischen Außenministerium und multinationalen Unternehmen vor; ersteres muß Druck auf Entwicklungsländer ausüben, damit sie eine liberalere Gesetzgebung übernehmen und den Nationalismus aufgeben, während die multinationalen Unternehmen dem Außenministerium ihr Wissen über die Länder, in denen sie arbeiten, übertragen sollten«.“ (Ebd., S. 236-237).

„Ihr Bericht behauptet weiter, die (us-)amerikanische Republik sei »nur ein Weg, um Autorität auszuüben, und sie ist notwendigerweise nicht überall hin übertragbar. .... Es gibt möglicherweise wünschenswerte Grenzen der uneingeschränkten Übertragung der politischen Demokratie .... Eine (demokratische) Regierung hat, abgesehen von dem Moment kurz vor Eintreten einer sintflutartigen Katastrophe, kaum die Fähigkeit, dem Volk die Opfer abzuverlangen, die nötig werden dürften. .... In vielen Situationen kann die Forderung nach Sachkenntnissen, höherem Dienstalter, Erfahrungen und besonderen Begabungen die Ansprüche der Demokratie als Weg zur Begründung von Autorität übertreffen .... Der Bereich, in dem demokratische Verfahren angemessen sind, ist - kurz gesagt - begrenzt.«“ (Ebd., S. 237).

„Das klingt nach Unterdrückung, oder nicht?“ (Ebd., S. 237).

„Ihr Bericht drückte auch Besorgtheit darüber aus, »daß die Bevölkerung zunehmend an den bestehenden gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Institutionen beteiligt wird und über sie Kontrolle ausübt. Diese Besorgnis ist insbesondere eine Reaktion auf die Machtkonzentration beim Kongreß und bei der Staats- und Gemeindeverwaltung.«“ (Ebd., S. 237).

„Mit anderen Worten, die Trilateralen sind darüber beunruhigt, daß die Menschen in einer demokratischen Gesellschaft gegen die Art und Weise rebellieren könnten, wie sie das Ganze betreiben wollen. Um einen solchen Widerstand nicht aufkommen zu lassen, empfehlen die Trilateralen, wieder die Entscheidungsgewalt von oben einzuführen, um »eine ausgeglichenere Beziehung zwischen Regierungsautorität und Volkskontrolle« durch »zentralisierte, wirtschaftliche und gesellschaftliche Planung« ..., durch »die Zentralisierung der Macht innerhalb des Kongresses« ...und durch »Programme herzustellen, mit denen sich die Erwartungen von Leuten mit Hochschulausbildung an einen Arbeitsplatz dämpfen lassen«.“ (Ebd., S. 237-238).

Natürlich kann keine dieser Initiativen wirklich umgesetzt werden, ohne daß zuerst die Presse unterjocht und dann an der kurzen Leine gehalten wird. Deswegen schlägt die Trilaterale Kommission in ihrem unrühmlichen Bericht Die Krise der Demokratie Einschränkungen der Pressefreiheit vor und die »vorläufige Festlegung dessen, was Zeitungen unter nicht eigens ausgewiesenen, ungewöhnlichen Umständen veröffentlichen dürfen, so wie die Zusicherung des Rechtes und der Möglichkeit, daß Regierungen Informationen an der Quelle zurückhalten dürfen, ... und die Wiedereinführung eines Verleumdungsrechts als notwendiges und angemessenes Mittel, um den Machtmißbrauch der Presse einzudämmen, dazu noch Presseräte, die ›Standards der Professionalität‹ festlegen. Eine Alternative dazu könnte wohl auch die unmittelbare Reglementierung durch die Regierung sein.« (Ebd.).“ (Ebd., S. 238).

„Damit hier kein Mißverständnis aufkommt: Die vorweg zitierten Sätze stammen nicht von Kritikern der Trilateralen Kommission. Im Gegenteil: Alle Formulierungen wurden unmittelbar den offiziellen Vorschlägen der Trilateralen Kommission entnommen.“ (Ebd., S. 238).

„Die Vorstellungen einer »Medienkontrolle« und »eines Medienmonopols« (**), um dadurch die Wahrheit zu vernebeln, dürfte jemandem aus dem Westen absurd erscheinen. Ihnen zum Trotz deckt das Buch von Ben Bagdikian, des früheren Redakteurs bei der Saturday Evening Post, aus dem Jahr 1983 mit dem Titel The Medien Monopoly (Das Medienmonopol), die Verflechtungen der Vorstände zwischen den 50 Unternehmen auf, die festlegen, was die Amerikaner zu sehen, zu hören und zu lesen bekommen.“ (Ebd., S. 238-239).

„Nehmen Sie zum Beispiel die Corporation for Public Broadcasting (Öffentliche Rundfunkanstalt, PBS). Die PBS ist angeblich eine öffentliche Einrichtung. Nach ihrer Internetseite handelt es sich bei der PBS »um ein gemeinnütziges Medienunternehmen, das die 348 öffentlichen Fernsehstationen der Nation gemeinsam besitzen und betreiben. Als vertrauenswürdige Gemeinschaftseinrichtung benutzt die PBS die Möglichkeiten des nichtkommerziellen Fernsehens, das Internet und andere Medien, um das Leben aller Amerikaner durch qualitativ hochstehende und belehrende Pogramme und Dienstleistungen zu bereichern, zu informieren, zu inspirieren und zu erfreuen. PBS erreicht 99 Prozent aller amerikanischen Wohnungen mit Femsehanschluß und eine wachsende Anzahl von Haushalten mit digitalem Multimedienanschluß. Die PBS bedient jede Woche nahezu 90 Millionen Menschen.«“ (Ebd., S. 239).

„Grundstein der Programme der PBS ist das Fernsehnachrichtenprogramm am Abend, die News Hour (Nachrichtenstunde) mit ]im Lehrer. Lehrer ist allerdings Mitglied des Rates für Auswärtige Beziehungen. Die längste Zeit in der Geschichte von PBS stammte die Finanzierung von AT & T (einem CFR-Unternehmen), Archer Daniels Midland, dessen Vorsitzender Dwayne Andreas ein Mitglied der Trilateralen Kommission war; Pepsi Cola (ein CFR-Unternehmen), dessen neu aufgestiegener Vorstandsvorsitzende Indra Krishnamurthy Nooyi Bilderberger und Vorstandsmitglied bei der Trilateralen Kommission ist, und Smith Barney, eine der führenden Finanzinstitutionen der Welt. Zufällig ist auch Smith Barney ein CFR-Unternehmen. Überdies ist Smith Barney mit der Citigroup Inc. verflochten, einem globalen Finanzdienstleistungsunternehmen mit Mitgliedern bei der Bilderberg-Gruppe, dem CFR und der Trilateralen Kommission.“ (Ebd., S. 239).

„Journalisten, die mit der News Hour mit ]im Lehrer zusammenarbeiten, gehören zu den bekanntesten politischen Experten in den Vereinigten Staaten; darunter sind Paul Gigot, David Gergen, William Kristol und William Safire. Und jeder von ihnengehört dem Bilderberg-Club, dem CFR oder der Trilateralen Kommission an.“ (Ebd., S. 239-240).

„Können wir vernünftigerweise davon ausgehen, daß die PBS nicht so ganz unparteiisch sein dürfte, wenn es um gewisse Fragen von öffentlichem Interesse geht, etwa die Krise der US-Verfassung, wie sie Brzezinski vorschwebt, die Zukunft des Nationalstaats und die nationale Souveränität?“ (Ebd., S. 240).

„Drei Jahre nach Erscheinen des Berichts Die Krise der Demokratie (**) wurde Huntington, Mitglied beim CFR und bei der TC (TK), unter Carter auf die Stelle des Koordinators der Planungen für Nationale Sicherheit beim Nationalen Sicherheitsrat befördert. Als Planungskoordinator des Sicherheitsrates entwarf Huntington das Presidential Review Memorandum 32 [PRM 32], das Carter zu der Weisung des Präsidenten anregte, aufgrund derer am 19. Juni 1979 die FEMA geschaffen wurde. Die FEMA (Bundesbehörde für Krisenmanagement), das Befehlszentrum im Krisenfall, arbeitet nicht unter Weisung des Präsidenten, sondern des National Sicherheitsrats, dessen Mitglieder der wechselseitig verflochtenen Führung von Bilderberg-Club, CFR und TC angehören. Einer der ehemaligen Direktoren der FEMA war der allgegenwärtige Zbigniew Brzezinski, der Vorherwisser und Prophet des Eine-Welt-Idealismus.“ (Ebd., S. 240).

„Ist es nicht seltsam, wie die oben erwähnten Beobachtungen Robert Eringers lückenlos eintreffen? Er hatte gesagt: »Viele der ursprünglichen Mitglieder der Trilateralen Kommission haben jetzt Machtpositionen inne, in denen sie die politischen Empfehlungen der Kommission umsetzen können; Empfehlungen, die sie im Namen der Kommission ausgearbeitet hatten.«“ (Ebd., S. 240).

„Craig S. Karpel schrieb den Artikel »Cartergate: The Death of Democracy« (»Cartergate: Der Tod der Demokratie«), der in der 1977er November-Ausgabe der Zeitschrift Penthouse erschien. Dort ließ er folgendes wissen: »Das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten und entscheidende Schlüsselposten im Kabinett der Bundesregierung wurden von einer privaten Organisation übernommen. Diese ist entschlossen, die innenpolitischen Interessen der Vereinigten Staaten den internationalen Interessen multinationaler Banken und Unternehmen unterzuordnen. Es wäre unredlich zu behaupten, die Trilaterale Kommission würde die Regierung Carter dominieren; die Trilaterale Kommission ist die Regierung Carter.«“ (Ebd., S. 240-241).

„Karpels Worte könnten solange als Übertreibung erscheinen, bis man Henry Kissingers Erklärung gegenüber dem Staatsoberhaupt eines Nachbarlands und eines treuen Verbündeten der Vereinigten Staaten (Kanada) gelesen hat: »Jimmy Carter ist nicht der Präsident der Vereinigten Staaten«, sagte Kissinger, »die Trilaterale Kommission ist der Präsident der Vereinigten Staaten, und ich repräsentiere die Trilaterale Kommission.«“ (Ebd., S. 241).

„Sind Sie noch immer nicht überzeugt, daß wir vor einer schwerwiegenden Gefahr für unsere individuellen Freiheiten und demokratische Lebensweise stehen? Hier sind einige weitere Beispiele. Richard Cooper erhielt die Maurits-C.-Boas-Professur für Weltwirtschaft und leitet die Projektgruppe der Trilateralen Kommission für Finanzpolitik. Diese empfahl, die offiziellen Goldreserven auf den privaten Märkten zu verkaufen. Als Cooper zum Unterstaatssekretär für wirtschaftliche Angelegenheiten im US-Außenministerium ernannt wurde, verkaufte der Internationale Währungsfonds einen Teil seines Goldes.“ (Ebd., S. 241).

„Der Trilaterale John C. Sawhill hatte zusammen mit Keichi Oshima und Hanns W. Maull den Projektgruppenbericht der Kommission Nr. 17 aus dem Jahr 1978 geschrieben: Energy: Managing the n-ansition (Energie: Den Übergang verwalten). Der Bericht enthielt Empfehlungen, wie man eine Bewegung für höhere Energiekosten zustandebringen könnte. Am 12. September 1979 ernannte Carter John Sawhill zum Stellvertretenden Energieminister. 1976 hatte C. Fred Bergsten zusammen mit Georges Berthoin und Kinhide Mushakoji den Projektgruppenbericht Nr. II der Kommission mit dem Titel The Reform of International Institutions (Die Reform der internationalen Institutionen) vorbereitet. Bergsten hat es zwischen 1977 und 1981 bis zum Beigeordneten Sekretär für Internationale Angelegenheiten im US-Schatzamt gebracht.22“ (Ebd., S. 241).

„Mit dem, was wir bisher gesehen haben, ist es nicht zu schwierig zu erkennen, daß die Trilaterale Kommission streng wirtschaftlich vorgeht. »Miteinanderverflochtene Vorstände und Weltmarktanteile sorgen für die größte politische Machtkonzentration. An dieser nehmen die einzelnen transnationalen Unternehmen nicht als individuelle oder autonome Unternehmen teil, sondern als Bestandteile eines umfassenden Systems vernetzter oder integrierter Unternehmen. Die Trilaterale Kommission ist der verlängerte Arm dieses Netzwerks.« (Triangle-Paper-Nr. 11.... »Zur Reform der internationalen Institutionen« wird, um das »übergreifende Ziel« zu erreichen und »die Welt für die wechselseitige Abhängigkeit sicher« zu machen, empfohlen, »zu verhindern, daß nationale Regierungen in den interantionalen Austausch wirtschaftlicher wie nichtwirtschaftlicher Güter eingreifen.« [Trilaterale Kommission, Arbeitsberichte 9-14, S. 90]). “ (Ebd., S. 241-242).

„Politische Bedingungen, wie Nationalstaatsideal, allgemeines Recht und soziale Fürsorge, sind für die materialistischen Pläne der multinationalen Unternehmen ein Fluch. Auf die Freiheit - die geistige, politische und wirtschaftliche - blicken sie mit Widerwillen, und ihre Notwendigkeit verliert in den Augen der Trilateralen hinsichtlich der globalen finanziellen Partnerschaft und wechselseitigen Abhängigkeit jede Bedeutung. All diese Kennzeichen werden in der Ausgabe Juli 1974 der Zeitschrift des CFR, Foreign Affairs, in den üblen Worten von Richard Gardner, einem der Ratgeber Carters, sehr gut zusammengefaßt. In dem Artikel fordert Gardner »das Auslaufen der nationalen Souveränität, indem man sie Stück für Stück abträgt«.“ (Ebd., S. 242).

„»Zum Modell der Trilateralen, der Bilderberger, des CFR gehören die obersten Finanzmanager und ›Insider‹ des Establishments. Der Schlüssel zur Zentralisation der Macht, nach der die TC (TK) trachtet, ist, einen Weg zu finden, um uns dazu zu bekommen, ihnen unsere Freiheiten um einiger allgemeiner Bedrohungen oder Krisen willen freiwillig auszuliefern. Die Stiftungen, pädagogischen Einrichtungen und Denkfabriken, die von den Mitgliedern der Trilateralen Kommission und dem Rat für Auswärtige Beziehungen unterstützt werden, verpflichten sich, um finanziert zu werden, sogenannte ›Studien‹ auszuarbeiten. Diese halten dann dafür her, jede Übertreibung der Kommission zu rechtfertigen. Die Vorwände ändern sich, aber das Angriffsziel ist immer die individuelle Freiheit, unsere Freiheit.« Und je mehr unsere persönlichen Freiheiten gefährdet werden, desto mehr politische Kontrolle bekommt die Trilaterale Kommission über das US-Präsidentenamt?“ (Ebd., 242).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„Angesichts der bisher zusammengetragenen Beweise bildet die Triade der wirtschaftlichen Kräfte, die die Trilaterale Kommission beherrschen, »eine auf Politik ausgerichtete Gruppe mit der Macht, Politik in Aktion umzusetzen«, schreibt Gary Allen in Kapitel 9 seines Buches Die Rockefeller-Papiere. »Nirgends stoßen wir bei ihnen auf eine politische Bestimmung zugunsten einzelner freier Unternehmen oder individueller Freiheiten.«“ (Ebd., 251).

„Die tiefgreifende Ablehnung des freien Unternehmertums und der individuellen Freiheiten ist verwirrend. Wie konnten der Marxismus und das daraus abgeleitete System gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Gleichheit einen David Rockefeiler oder die Trilaterale Kommission faszinieren? Rockefeiler ist nicht nur reich; er ist auch hochgebildet. Er wußte, wie der Marxismus in der Form des Kommunismus unter rücksichtslosen Diktatoren wie Stalin im 20. Jahrhundert versagt hatte. Unter kommunistischen Regimes waren schätzungsweise 100 Millionen Menschen abgeschlachtet und über einer Milliarde Menschen versklavt worden [sehr wahrscheinlich sogar waren es MEHR Ermordete und MEHR Versklavte als hier angegeben; HB]). Und wie John McManus im ersten Teil seiner Arbeit The Insiders (Die Insider) bemerkte, war sich Rockefeiler mit Sicherheit »der Not, Entbehrungen und Verzweiflung« bewußt, die die Verbrechen der Kriminellen, die die von Kommunisten beherrschten Nationen regierten, verursacht haben.“ (Ebd., S. 251).

„Wie läßt sich vereinbaren, daß ein Kapitalist in seiner geistigen Vorstellung einen Marxisten oder einen Sozialisten oder Kommunisten umarmt? Wenn die beiden Begriffe zusammen im selben Satz benutzt werden, ergibt sich ein Oxymoron, eine rhetorische Figur, in der laut Wörterbuch zwei einander widersprechende und unvereinbare Vorstellungen zu einer Aussage verknüpft werden.“ (Ebd., S. 251).

„Warum sollte a... jemand ernsthaft den scheinbaren Widerspruch glauben, Bankiers vom Zuschnitt eines Rockefellers, Morgans und Rothschilds, die Säulen unseres »freien« (Anführungszeichen von mir; HB) Unternehmertums also, würden freiwillig eine »antikapitalistische, gottlose« Revolution für den Kommunismus unterstützen und finanzieren? Wie könnte der Westen, der Inbegriff des Kapitalismus und der Freiheit, von einem solchen Zusammengehen profitieren?“ (Ebd., S. 252-253).

„Das magische Wort heißt Monopol, »ein allumfassendes Monopol«, das nicht nur die Regierung, das Geldwesen und alles Eigentum beherrscht, sondern auch ein »Monopol darstellt, das, wie ein Unternehmen, das es nachahmt, fortbestehen und sich verewigen will«. Diese Erklärung stammt aus der Zeugenaussage Dr. Antony Suttons vor dem Republikanischen Unterausschuß in Miami-Beach im Jahre 1972.“ (Ebd., S. 253).

„Wir konnten die Macht des Monopols unter Staatskontrolle zuvor schon in der Sowjetunion und in China erleben. Statt daß man ein Wirtschaftssystem mit gleicher Verteilung schuf, wurden unter ihren kommunistischen Regimes einige gleicher als die anderen behandelt, je nach ihrem Rang und ihrer Stellung in der staatlichen Hierarchie. Diejenigen mit den meisten Vergünstigungen stehen an der Spitze des Staates. Nachdem Michail Gorbatschov »Glasnost« den Staatsapparat für Untersuchungen freigegeben hatte, löste sich das kommunistische System der Sowjetunion auf.“ (Ebd., S. 253).

„Ironischerweise hat sich weder die ungleiche Verteilung des wirtschaftlichen Reichtums mit dem Übergang Rußlands zur freien Marktwirtschaft verbessert, noch haben die Provinzen einen besseren Lebensstandard erfahren, nachdem sie ihre unabhängige Souveränität wiedererlangt hatten. Statt dessen hat die russische Mafia den neu eingeführten Kapitalismus ausgenutzt, um durch Korruption Macht über das weiterhin schikanierte Land auszuüben. Dagegen hat die Verbindung von Kommunismus und Kapitalismus in China phänomenale Erfolge und ein enormes Wirtschaftswachstum erlebt. In der Tat entwickelt sich China vor allem deshalb zur nächsten Supermacht, weil das Land bereits erfolgreich das praktiziert, was die Finanzelite des Westens und die Bilderberger für ihre Eine-Welt-Ordnung in Zukunft einzuführen gedenken: einen staatlich geplanten Kapitalismus.“ (Ebd., S. 253).

„Tatsache ist: Die Mitglieder des Establishments operieren durch »private« Organisationen wie die Bilderberger, das CFR und die Trilaterale Kommission. Sie verstehen unter Sozialismus das ultimative Machtsystem zur Kontrolle und begreifen seine Psychologie besser, als es die Marxisten taten. Aus diesem Grund drücken ihre Mitglieder derartige antikapitalistische Programme durch den Kongreß, wie die Reformen des Fürsorgesystems und andere Regulierungsprogramme. Sozialismus bedeutet für sie, noch einmal gesagt, nicht ein System, um Reichtum von den Reichen an die Armen umzuverteilen. Sie sehen darin eher einen Mechanismus, um immer größere Macht und Kontrolle auf sich zu vereinen.“ (Ebd., S. 253-254).

„Zum Beispiel machen die Nationalbanken, indem sie großzügige Darlehen an die Länder der Dritte Welt vergeben, um deren Wirtschaft zu entwickeln, eigentlich mehr Profit und lassen international noch größere Macht spielen. Wie gelingt ihnen das? Gehen wir ins Jahr 1976 zurück. Damals haben die fünf GroßIbanken New Yorks (die alle in der Hand von Mitgliedern der Trilateralen Kommission und des Rates für Auswärtige Beziehungen sind) 52 Milliarden US-Dollar an einige kommunistische und Entwicklungsländer ausgeliehen. »Von denen fiel es vielen Ländern schon schwer, nur die Zinsen aufzubringen, ganz zu schweigen von der Tilgung. Daher forderten die Trilateralen, daß der Internationale Währungsfonds von Grund auf überholt wird - und setzten das auch durch. Die Umorganisation wurde weitgehend vom us-amerikanischen Steuerzahler subventioniert. Er verlieh den Bankrotteuren in den Ländern der Dritten Welt Geld, damit sie wenigstens ihren Verpflichtungen gegenüber den Großbanken nachkommen konnten. Und natürlich wird das Geld, das dafür in den Internationalen Währungsfonds fließt, aus einer wachsenden Inflation im Inland bezahlt«, erklärte Gary Allen in dem Buch Die Rockefeller-Papiere.“ (Ebd., S. 254).

„In seinen Bekenntnissen eines Monopolisten, die 1906 erschienen, sprach Frederick C. Howe darüber, wie diese Strategie in der Praxis funktioniert: » Regeln für das ganz große Geschäft: Bilden Sie ein Monopol, lassen Sie die Gesellschaft für sich arbeiten. Solange wir in den internationalen Revolutionären und den internationalen Kapitalisten einander unerbittlich widerstreitende Feinde sehen, übersehen wir den entscheidenden Punkt ..., die Partnerschaft zwischen dem internationalen Monopolkapitalismus und dem internationalen revolutionären Sozialismus ist für beide Seiten von Nutzen.“ (Ebd., S. 254-255).

„Gary Allen beschreibt in seinem Bestseller der Untergrundliteratur None Dare Call it Conspiracy (Niemand wage, es Verschwörung zu nennen), wie die Reichen durch absolute Kontrolle ein Monopol schaffen und dann auf Dauer erhalten können. »Kontrolle führt mit Notwendigkeit zu einer stationären Gesellschaft. Eine wachsende, konkurrierende und freie Gesellschaft bietet neuen Leuten Gelegenheit, ihr Glück zu machen und einige von denen zu ersetzen, die es an die Spitze geschafft hatten. Daher wird eine Gesetzgebung angeregt, die unternehmerische Anstrengung beschränkt und eine Kapitalakkumulation, die nicht in den gemeinnützigen Stiftungen des Establishments dagegen geschützt ist, durch Steuern abschöpft. Jede Anstrengung wird unternommen, um ein mittleres Unternehmen an die Wand zu drücken und zu ermöglichen, daß es von den Riesen des Establishments übernommen wird.«“ (Ebd., S. 255).

„Die Bemühungen der »Insider«, den Wettbewerb auszuschalten, unterscheiden sich nicht von der Art und Weise, nach der die Besitzer der us-amerikanischen Eisenbahn zwischen 1877 und 1916 die Interstate Commerce Commission (Zwischenstaatliche Handelskontrolle) benutzten, um die staatliche Kontrolle des Eisenbahnwesens durchzusetzen, die ihnen tatsächlich Monopolmacht verlieh. (Vgl. Gabriel Kolko, Railroads and Regulation 1877-1916 [Eisenbahen und ihre Regulierung 1877-1916]. In seiner Doktor-Dissertation zeigte Kolko, daß es die Eisenbahnbesitzer und nicht die Farmer waren, die voll und ganz hinter der Bemühung standen, mittels der Interstate Commerce Commission staatliche Kontrollen für die Eisenbahnen zu errichten und damit ihr Monopol zu erhalten und den Wettbewerb zu unterbinden.)“ (Ebd., S. 255).

„In seiner ... recht berühmten Arbeit, Die RockefellerPapiere, stellt Allen fest, auf welch subversive Art die Monopole eingeführt worden sind: »Ende des 19. Jahrhunderts verstand der innerste Kreis der Wall Street, daß es der wirksamste Weg zu einem unangefochtenen Monopol war, wenn man sagte, daß dies im Sinne des ›Gemeinwohls‹ und im ›öffentlichen‹ Interesse‹ sei.«“ (Ebd., S. 255).

„Brzezinski erkannte den Wert eines Monopols im Rahmen des Marxismus ebenso wie David Rockefeiler. David lernte es in den Fußstapfen seines Vaters, John D. Sein Vater haßte den Wettbewerb. John D. lehrte seine Kinder, daß der einzige Wettbewerb, den es zu haben lohnt, derjenige ist, bei dem man beide Seiten der Gleichung beherrscht.“ (Ebd., S. 255).

„»Für die Rockefellers«, berichtet Gary Allen, »ist der Sozialismus kein System der Umverteilung von Reichtum - insbesondere nicht ihres Reichtums -, sondern ein System, um Menschen und Konkurrenten zu kontrollieren. Der Sozialismus legt die Macht in die Hände der Regierung. Und da die Rockefellers die Regierung beherrschen, bedeutet Regierungskontrolle auch Rockefeller-Kontrolle. Sie haben das vielleicht nicht gewußt, aber Sie können sicher sein, daß es die anderen wissen!«“ (Ebd., S. 256).

„Diese Realität ist von optimalem Nutzen für die Monopolmacht. Wir sollten daher nicht überrascht sein, daß die internationalen Finanziers mit der Bildung eines »Weltunternehmens« aus Kartellen nur ihre Fähigkeit fördern, die Finanzen, Märkte, Rohstoffe und letztlich die Menschen dieser Welt zu beherrschen.“ (Ebd., S. 256).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„Warum waren Rockefeller und seine Bankiersbande so bestrebt, die russische Monarchie zu stürzen? Gab es noch andere, wichtigere Gründ, die russische Revolution voranzutreiben? In einem Wort: Ja. Die Antwort ist heute so aktuell wie vor 100 Jahren: Öl! Noch vor der bolschewistischen Revolution hatte Rußland die USA als Nummer eins der Ölproduzenten der Welt überrundet. Im Jahre 1900 lieferten die reichen Ölfelder Bakus in Rußlands mehr Rohöl als diejenigen der Vereinigten Staaten und erbrachten schon 1902 mehr als die Hälfte der gesamten Olförderung der Welt.“ (Ebd., S. 259-260).

„Das Chaos und die Zerstörungen der Revolution vernichteten die russische Erdölindustrie. In Wall Street und die bolschewistische Revolution schreibt Dr. Sutton: »Um 1922 lief die Hälfte der Ölquellen leer«, und die andere Hälfte lieferte kaum noch, weil die Technologie fehlte, um sie in Betrieb halten zu können. In Die Rockefeller-Papiere bemerkt Gary Allen noch, die Revolution habe US-Amerikas Wettbewerber vernichtet. »Die Revolution beseitigte einige Jahre lang tatsächlich den Wettbewerber für Standard Oil in Rußland, bis schließlich Standard Oil dort eindringen und sich ein Stück des russischen Ölgeschäfts aneignen konnte.«“ (Ebd., S. 260).

„Um ihren Wettbewerber auszuschalten und das russische Volk auf Jahrzehnte zu Armut und Korruption zu verurteilen, brauchten die Wall-Street-Bankiers Führer, die eine erfolgreiche Revolution durchführen konnten. Das waren Vladimir Ulyanov Lenin und Leo Trotzki (Braunstein).“ (Ebd., S. 260).

„Wie Brzezinski über 50 Jahre später, schrieb Lenin seine Ideen in Die drohende Katastrophe im September 1917 nieder. Er bekannte darin:
„»Die Verstaatlichung der Banken. Der Kapitalbesitz, der von den Banken manipuliert wird, geht nicht dadurch verloren oder wird dadurch geändert, daß die Banken verstaatlicht und zu einer Staatsbank verschmolzen werden, so daß ein Zustand erreicht wird, daß der Staat weiß, wohin und wie, woher und zu welcher Zeit die Millionen und Milliarden fließen. Nur die Kontrolle über die Bankoperationen erlaubt, vorausgesetzt, daß diese zu einer Staatsbank verbunden sind, in Verbindung mit anderen Maßnahmen, die leicht durchgesetzt werden können, die eigentliche Erhebung von Einkommensteuer, ohne daß Eigentum und Einkommen verheimlicht werden können. Der Staat wird damit zum ersten Mal in die Lage versetzt, alle finanziellen Operationen zu überprüfen, zu steuern und dann das wirtschaftliche Leben entsprechend zu regeln; und schließlich Millionen und Milliarden für große staatliche Operationen einzubehalten, ohne die Herren Kapitalisten mit himmelschreienden Provisionen für ihre Dienstleistungen zu entschädigen. Dies würde die Verstaatlichung der Syndikate, die Abschaffung der Wirtschaftsgeheimnisse und die Verstaatlichung des Versicherungswesens erleichtern; es würde die Kontrolle und die verbindliche Organisation der Arbeiter in Gewerkschaften ermöglichen, so wie die Regelung des Konsums. Die Verstaatlichung von Banken würde für alle Reichen den Geldumlauf in Form von Schecks von Gesetzes wegen vorschreiben und die Beschlagnahmung des Eigentums aus heimlichen Einkommen einführen. Die vier Punkte des erwünschten Programms lauten demnach: Verstaatlichung der Banken, Verstaatlichung der Syndikate, Abschaffung der Wirtschaftsgeheimnisse und obligatorische Organisation des Volkes in Verbrauchervereinigungen.«
Das Programm Lenins ist, wenn man die populären Märchen beiseite läßt, genau das gleiche Programm der sagenhaft Reichen für ihre »Weltrevolution und Weltdiktatur«, und zwar genau aus dem Grund, weil es den Privatbesitz und jede nicht zentralisierte Machtentfaltung abschafft und das Eigentum der Kontrolle des Staates unterstellt, den die Superreichen dann steuern.“ (Ebd., S. 260-261).

„Es ist kein Zufall, daß eine der ersten Anordnungen, die das neue bolschewistische Regime verfügte, besagte: »Bankgeschäfte werden zum Staatmonopol erklärt.« Einer der Namen unter dieser Anordnung war der Lenins.“ (Ebd., S. 261).

„Auch Trotzki (Braunstein) hatte 1918 ein Buch veröffentlicht: Die Bolschewiken und der Weltfrieden. Darin plapperte Trotzki Lenin nach, feierte sich selbst aber als einen »Internationalisten« - also keinen Russen -, der für Weltrevolution und für Weltdiktatur eintritt. Man erkennt sofort, was die us-amerikanischen Bankiers mit diesen zwei bolschewistischen Führern verbindet: Deren Konzept des »Internationalismus« entspricht ihrem eigenen.“ (Ebd., S. 262).

„Glaubt irgend jemand noch, daß die bolschewistische Revolution ein spontaner Aufstand war? War er das, was uns John Reed in seiner weltbekannten Schrift Zehn Tage, die die Welt erschütterten weismachen wollte? Reed starb 1920 in Rußland an Fleckfieber. Er war in der Zeit des Ersten Weltkriegs nicht nur ein weltbekannter Autor, er schrieb auch für das von J. P. Morgan kontrollierte Journal Metropolitan. Ist dies bloßer Zufall oder eine weitere Tatsache, die in der Absicht verheimlicht wurde, die Öffentlichkeit im Dunkeln stehen zu lassen?“ (Ebd., S. 262).

„Auch wenn die Kanäle, die Rockefeller und die Sowjets verbinden, weitgehend wegzensiert wurden, belegt Dr. Sutton in Wall Street und die bolschewistische Revolution im Detail, wie John D. Rockefeller und us-amerikanische Superkapitalisten die bolschewistische Revolution in Rußland finanziert haben. Zu Beginn seiner Untersuchung fand er »im Grunde nichts Schriftliches über die engen Beziehungen, die die Rockefellers während des vorherigen Jahrhunderts zu ihren angeblichen Erzfeinden, den Kommunisten, unterhalten haben. Trotzdem gab es ein ununterbrochenes, wenn auch geheimes Bündnis zwischen den internationalen politischen Kapitalisten und den internationalen revolutionären Sozialisten zu ihrem gegenseitigen Vorteil.« Zum Beispiel stand Simpson, Thacher & Bartlett, die führende Anwaltskanzlei der Wall Street, die sich auf Umorganisationen und Fusionen spezialisiert hatte, fest hinter dem bolschewistischen Regime in Rußland. »Einen Hinweis auf deren Unterstützung gibt die Tatsache«, schrieb Dr. Antony Sutton, »daß der Bericht ihres Partners Thomas D. Thacher entscheidend dazu beigetragen hat, daß die Bolschewiken die Unterstützung der britischen Regierung bekommen haben. .... Dieses Memorandum machte nicht nur ausgearbeitete Vorschläge zur Rußland-Politik, die die pro-bolschewistische Position eines William Boyce Thompson, des damaligen Direktors der Chase, der jetzigen Chase Manhattan Bank, vertrat, sondern sie empfahl auch, man solle der sowjetischen Regierung ›die vollste Unterstützung bei ihren Bemühungen, eine revolutionäre Freiwilligenarmee aufzustellen‹, gewähren.«“ (Ebd., S. 262-263).

„Es ist bemerkenswert, daß der junge Cyrus Vance Auszubildender bei Simpson, Thacher & Bartlet war. Er wurde später Präsident Carters Außenminister und danach einer der leitenden Direktoren der Rockefeller-Stiftung. Eine kleine Welt, in der Tat!“ (Ebd., S. 263).

„Eine der Wall-Street-Firmen, die sich mit den Bolschewiken einließ, war J. P. Morgan, wie Harold Nicholson in seiner Biographie Dwight Morrows, des Schwiegervaters von Charles Lindbergh d.J.., nachweisen konnte:
»Sein (Morrows) Interesse an Rußland reicht bis zum März 1917 zurück. Damals war Thomas D. Thacher, sein Kanzleipartner, während der Revolution Mitglied des us-amerikanischen Roten Kreuzes. Das Interesse wurde durch seine Freundschaft zu Alex Gumberg verstärkt, der als Vertreter des gesamtrussischen Textil-Syndikats nach New York gekommen war. ›Ich habe gefühlt‹, schrieb er im Mai 1927, ›daß die Zeit kommen würde, in der etwas für Rußland getan werden sollte.‹ Er förderte aktiv die offiziellen Beziehungen zwischen den sowjetischen Gesandten und dem Außenministerium und besorgte für M. Litvinov ein herzliches Empfehlungsschreiben an Sir Arthur Salter in Genf. Das war noch nicht alles. Als er in Paris eine Abendgesellschaft bei Foyot gab, lud er dazu M. Rakowsky und andere sowjetische Vertreter ein.«
Eine weitere Grogorganisation, die die bolschewistische Sache unterstützte, war die Federal Reserve Bank von New York, die von den fünf Hauptbanken New Yorks kontrolliert wird. In dem Buch The Unknown War with Russia (Der unbekannte Krieg mit Rußland), das 1977 erschien, bemerkt Robert J. Maddox: »William Laurence Sanders, Vorsitzender der Firma Ingersoll Rand und Stellvertretender Vorsitzender der Federal Reserve Bank in New York, schrieb am 17. Oktober 1918 an Präsident Wilson: ›Ich habe Sympathie für die sowjetische Regierungsform als eine, die am besten zum russischen Volk paßt.‹ George Foster Peabody, seit 1914 ebenfalls Stellvertretender Vorsitzender bei der Federal Reserve Bank in New York und bekannter »Philanthrop« (Anführungszeichen von mir; HB) der für die Rockefellers den General Education Board (Allgemeiner Erziehungsausschuß) organisiert hatte, erklärte, daß er die bolschewistische Form des Staatmonopols unterstütze.«“ (Ebd., S. 263-264).

„Es sollte den Geist aufrütteln, wenn wir bedenken, daß drei der Spitzenbeamten der Federal Reserve Bank von New York öffentlich den Bolschewismus unterstützten: Sanders, Peabody und William Boyce Thompson.“ (Ebd., S. 264).

„Nach dem, was wir heute wissen, schickten die wall-Street-Bankiers bereits früh, schon 1905, Hilfe, als der anfängliche Aufruhr von Lenin und Trotzki (Braunstein) mißglückte. Sie ermöglichten es Lenin, sicher in die Schweiz gelangen zu können, wo er bis 1907, ohne Not leiden zu müssen, lebte. Und dann wurde nach Angaben von Gyeorgos C. Hatonn auch »Trotzki in die USA gebracht, wo er mietfrei auf dem Besitz der Standard Oil bei Bayonne, New Jersey, nahe ihres dortigen Ölfelds lebte«, während er als Reporter für die russische Zeitung Novy Mir im Osten der Stadt arbeitete.“ (Ebd., S. 264).

„Doch kam Leo Trotzki (Braunstein) nicht vor dem 13. Januar 1917 nach New York. Während der Jahre zwischen 1905 und 1917 lebte Trotzki im Exil, bemerkte Dr. Antony Sutton in Wall Street und die bolschewistische Revolution. Zuerst lebte er in Frankreich, aber nachdem er im September 1916 für eine russischsprachige Zeitung in Paris aufrührerische Artikel geschrieben hatte, geleitete ihn die französische Polizei über die Grenze nach Spanien. »Schon wenige Tage später verhaftete ihn die Madrider Polizei und verwahrte ihn für einen Tagessatz von eineinhalb Peseten in einer ›Gefängniszelle erster Klasse‹. Danach brachte man Trotzki nach Cadiz und dann nach Barcelona und schließlich an Bord des Dampfers Montserrat, der der Spanischen Transatlantischen Gesellschaft gehörte. Trotzki überquerte mit Familie den Atlantischen Ozean und landete am 13. Januar 1917 in New York.«“ (Ebd., S. 264-265).

„1915 war in New York City die Amerikanische Internationale Gesellschaft gegründet worden. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, die Finanzhilfe für die Bolschewiken zu koordinieren. J. P. Morgan, die Rockefellers und die National City Bank beschafften die Finanzen. Aufsichtsratsvorsitzender der neuen Gesellschaft wurde Frank Vanderlip, der frühere Präsident der National City Bank und Mitglied der Jekyll-Island-Gruppe, die 1910 das Federal-Reserve-Gesetz verfaßt hatte.“ (Ebd., S. 265).

„Laut Unterlagen der Kongreßanhörungen wegen russischer Wertpapiere (HJ 8714.U5) schickte US-Präsident Woodrow Wilson den Rechtsanwalt von Kuhn Loeb und früheren Außenminister Elihu Root mit 20 Millionen Dollar aus seinem Sonderkriegs-Fonds nach Rußland, um dieses Geld den Bolschewiken zu geben. Den Beleg lieferte die Ausgabenrechnung Woodrow Wilsons für die 100 Millionen, die ihm der Kongreß als Sonderkriegs- Fonds bewilligt hatte. Der Aufwand von 20 Millionen Dollar für Elihu Roots »besondere Kriegsmission« nach Rußland findet sich auch in den Aufzeichnungen des Kongresses vom 2. September 1919.“ (Ebd., S. 265).

„Wilsons Hilfe war nur die Spitze des Eisberges. In Oberst Raymond Robins. dem Chef der Rote-Kreuz-Mission in Rußland, hatte J. P. Morgan & Co. dort einen eigenen Botschafter. Außerdem schickte Morgan durch Henry P. Davison, seine rechte Hand, einige Millionen in bar an die Russen.“ (Ebd., S. 265).

„Bei seiner Suche nach dem richtigen Faden der Geschichte grub Dr. Sutton Kongreßdokumente als Belege der Zusammenarbeit aus. Aus den Unterlagen geht hervor, daß Jakob Schiff schon im Frühjahr 1917 Trotzkis Finanzhilfen zur Reorganisation des Aufstandes angeboten hatte. Bei diesen Dokumenten handelt es sich um solche aus dem sogenannten Dezimal-Ordner (861.00/ 5339) des US-Außenministeriums. Das wichtigste Dokument trägt das Datum des 13. November 1918.“ (Ebd., S. 265).

„Als er noch weiter bohrte, fand Dr. Sutton zusätzliche Dokumente, die zeigten, daß Schiff privat gegen eine Unterstützung des bolschewistischen Regimes eingestellt war. Dokument Nr. 3 berichtete auch, daß Jakob Schiff von Kuhn, Loeb & Company auch insgeheim den Japanern in ihrem Krieg von 1904/05 gegen Rußland finanziell beigestanden hatte.“ (Ebd., S. 265-266).

„Damit bekommen die finanziellen Manipulationen der Wall Street eine weiterreichende Bedeutung. Obwohl es scheint, daß die Japaner das meiste zum inneren Aufruhr in Rußland beigetragen haben, war es US-Präsident Theodore Roosevelt, der den Friedensvertrag vermittelte. Mit ihm zwang er Rußland, seine östliche und seine baltische Flotte aufzugeben und die südliche Hälfte der Insel Sachalin zusammen mit seinem Flottenstützpunkt und einem 25jährigen Pachtvertrag für den Hafen Port Arthur an Japan abzutreten. Die russische Monarchie mußte sich weiterhin bereiterklären, Japan die Mandschurei zu übergeben und die Schutzgarantie für Korea aufzuheben. Und so konnte Japan 1910 Korea ohne große internationale Einwände annektieren.“ (Ebd., S. 266).

„Was die us-amerikanische Bankiers mit der einen Hand unterstützten, rissen sie mit der anderen ein. Offensichtlich wollten sie Rußlands Seemacht und Absatzmöglichkeiten vermindern. Sie beeinflußten Roosevelts Eingreifen in die Schlichtungsverhandlungen zwischen Japan und Rußland. Ihr Ergebnis war schließlich atemberaubend. Durch die Unterschrift unter diesen Vertrag schwächte die russische Monarchie die spätere Seemacht der Sowjets im Fernen Osten ....“ (Ebd., S. 266).

„Sobald die Beweise für die Finanzierungshilfe an die Bolschewiken und Japaner ans Tageslicht kamen, deuteten weitere Entdeckungen geheime Finanzierungen auf übernationaler Ebene an. Einer der wichtigsten Beteiligten war Dr. Parvus Helphand. In seinem Buch Das Leben Lenins schreibt Professor George Vernadsky, daß »der deutsch-russische Sozialdemokrat Parvus Helphand, der zuvor aktiv an der Revolution von 1905 beteiligt gewesen war, im Herbst 1915 in der von ihm in Berlin verlegten Zeitschrift Die Glocke seine Mission ›als intellektuelles Band zwischen dem bewaffneten Deutschen und dem revolutionären russischen Proletariat zu wirken‹ angekündigt hat. .... Während des Krieges hatte sich Helphand engagiert, in riesigen Mengen Versorgungsgüter für die deutsche Armee zu beschaffen. Dabei sind beträchtliche Geldbeträge durch seine Hände geflossen. Die Aufzeichnung des Telegramms Nr. 952 D 2615, Außenminister an Gesandten in Kopenhagen, lautete: ›Ihre Botschaft wird ermächtigt, Helphand eine Million Rubel auszuzahlen. Die entsprechende Summe ist dem Guthaben der Botschaft zu entnehmen.‹«“ (Ebd., S. 266-267).

„Umgekehrt ging ein Telegramm vom Gesandten in Kopenhagen am 23. Januar 1916 an Dr. Helphand: »Die Summe von einer Million Rubeln hat Petersburg bereits erreicht und ist für die beabsichtigten Zwecke bestimmt.«“ (Ebd., S. 267).

„Am 8. Mai 1916 beantragte Berlin 130000 Mark für russische Propaganda. Telegramm Nr. 348 vom Unterstaatssekretär an den Gesandten in Bern stellt fest: » Es wurde für Deutschland für vorteilhaft gehalten, Mitglieder der Partei Lenins, der Bolschewiken, etwa 40 an der Zahl, hinüberzubringen. Der Sonderzug wird unter militärischem Geleitschutz stehen.«“ (Ebd., S. 267).

„Am 8. April 1917 wurde »ein Eisenbahnwagon mit Lenin, Martov (Zederbaum) und anderen Exilrussen an den Zug von der Schweiz nach Deutschland angehängt«. Der Zug brauchte vier Tage, um Deutschland zu durchqueren, bevor »Lenin am 13. April auf dem Dampfer an Bord ging, der von Saßnitz nach Schweden fuhr«.“ (Ebd., S. 267).

„Inzwischen erhielt Trotzki in New York die Nachricht, sofort nach Rußland zurückzukehren, die Bedingungen für die Revolution seien nun reif. Er verließ am 26. März 1917 New York mit 10000 Dollar Reisegeld, die er von den Rockefellers erhalten hatte, an Bord der S. S. Kristianiafjord zusammen mit 275 kommunistischen Revolutionären. Das ereignete sich unter den wachsamen Augen eines Lincoln Steffens, eines us-amerikanischen Kommunisten und Rockefeller-Beauftragten, »der sich vergewissem sollte, daß Trotzki sicher nach Rußland zurückgebracht wurde«4s.“ (Ebd., S. 267).

„Von wem bekam Trotzki (Braunstein) seinen Paß? Wer kam dafür auf? Wie wurde das Ganze arrangiert und zu welchem Zweck? Tatsächlich war es John D. Rockefeiler persönlich, der bei Woodrow Wilson, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, einen besonderen Paß für Trotzki besorgte. Mir stellt sich nun die Frage, die mich zu noch größerer Sorge veranlaßt: Warum beschafft der Präsident der Vereinigten Staaten einen Paß für einen bekannten Revolutionär, und das auf die Bitte eines wohlhabenden, aber privaten Bürgers hin?“ (Ebd., S. 267-268).

„Auf der Basis von Unterlagen, die sich in dem inzwischen freigegebenen kanadischen Regierungsarchiv befinden, gingen am 13. April 1917, als die Kristianiafjord in Halifax anlegte, kanadische Sicherheitsbeamte und britisches Marinepersonal an Bord, um Trotzki vom Schiff zu holen (aufgrund einer amtlichen Anweisung, die sie per Kabeltelegramm vom 29. März 1917 aus London erhalten hatten). Sie internierten Trotzki in Amherst, Nova Scotia, um ihn zu verhören. In dem Kabeltelegramm wurde Trotzki als deutscher Kriegsgefangener aufgeführt und gewarnt, daß er »auf dem Wege sei, Rußland aus dem Krieg herauszunehmen, um dadurch mehr deutsche Armeen freizusetzen, die dann die kanadischen Truppen an der Westfront angreifen würden«, erklärt Eustace Mullin in The World Order. In dem Telegramm heißt es ferner, Trotzki soll »10000 Dollar mit sich führen, die von Sozialisten gezeichnet worden waren«.“ (Ebd., S. 268).

„Sofort danach kabelte Ministerpräsident Lloyd George dem kanadischen Geheimdienst den Befehl aus London durch, Trotzki wieder freizulassen. Seine Anordnung wurde ignoriert. Schließlich intervenierte Mackenzie King, der damals auf seiner Karriereleiter noch John D. Rockefellers d.J. Spezialist für Arbeiterfragen war. Er bewirkte die Freilassung Trotzkis. Sobald Trotzki freigelassen war, schickte ihn King weiter auf die Reise nach Rußland, um sich mit Lenin die Führung der bolschewistischen Revolution zu teilen.“ (Ebd., S. 268).

„Für seine Bemühungen wurde King mit einem Jahresgehalt von 30000 Dollar als Chef der Abteilung Industrieforschung der Rockefeller-Stiftung belohnt. Das geschah in einer Zeit, als der Durchschnittslohn in den Vereinigten Staaten bei 500 Dollar pro Jahr lag. Die Agenten, die Trotzki (Braunstein) verhaftet hatten, wurden hingegen aus dem Dienst entlassen.“ (Ebd., S. ).

„King, der dazu ersehen war, Kanadas Premierminister zu werden, ist den Kanadiern immer ein Rätsel geblieben. War er ein Narr, ein Genie oder ein selbstbezogener Opportunist? Seine Bewunderung für Rockefeiler war offenkundig, wenn auch naiv. So befindet sich in einem Schreiben von damals an seine Freundin Violet Markharn die Bemerkung: »John D. Rockefeiler jun. ist der wahrhaftigste Nachfolger Christi, er kennt nur einen Zweck - seinen Mitmenschen zu dienen.«“ (Ebd., S. 268-269).

„Während die Historiker J. L. Granatstein und Norman Hillmer 1999 King unter die größten Premierminister Kanadas einreihten, war dies derselbe Mann, der als Hauptschuldiger in dem 30-Millionen-Dollar-Betrugsfall der Beauharnais Power Co. im Zusammenhang mit dem Bau des St.-Lawrence-Kanals aufgeflogen war. Er hatte von Beauharnais 700000 Dollar für die Liberale Partei angenommen und unter anderen Verlockungen eine Reise nach den Bermudas erhalten.“ (Ebd., S. 269).

„Sobald Lenin und Trotzki (Braunstein) zurück in Rußland waren und ihrer Revolutionsbewegung 1917 der Sturz der Monarchie gelungen war, richtete die Wall Street im Gebäude Nr. 120 Broadway das Welthauptquartier zur Beschaffung von Hilfsmitteln für die Bolschewisten ein. »Während der frühen 1920er Jahre waren in Nr. 120 Broadway nicht nur die Versicherungsgesellschaft Equitable Lire, sondern auch die Federal Reserve Bank von New York untergebracht, deren Direktoren die Bolschewiken begeistert unterstützten; dazu noch die American International Corporation, die gegründet worden war, um der Sowjetunion zu helfen; die Firma Weinberg & Posner, »die von der Sowjetunion 1919 einen Drei-Millionen-Dollar-Auftrag über die Lieferung von Maschinentechnik bekommen hatte und deren Vizepräsident Ludwig Martens war, der erste sowjetische Botschafter in den USA; des weiteren John McGregor Grant, dessen Operationen von Olaf Aschberg bei der Nya Banken in Stockholm finanziert wurden und der große Summen von den Warburgs an die bolschewistische Revolution weitergeben hatte. Ferner die British Bank or North Commerce, die Londoner Vertretung der Nya Banken, deren Vorsitzender Graf Grey ein enger Mitarbeiter der Cecil-Rhodes-Stiftung war - er war zuvor von der US-Regierung wegen seiner Unterstützung für Deutschland während des Ersten Weltkrieges auf die schwarze Liste gesetzt worden; und im obersten Stockwerk von Nr. 120 Broadway war der exklusive Bankiers-Club zuhause. Ihm gehörten die Organisatoren der Neuen Weltordnung an.“ (Ebd., S. 269-270).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„Seit den 1920er Jahren spielten Morgans und Rockefellers Interessen eine führende Rolle in zahlreichen prosowjetischen Handelsabkommen. Sie kontrollierten die vier wichtigsten Firmen, die damals hauptsächlich mit Sowjetrußland Geschäfte machten, nämlich Vacuum Oil, International Harvester, Guaranty Trust und New York Life. 1926 schloß die Vacuum Oil Company im Besitz der Rockefellers ein Abkommen mit dem sowjetischen Naphtha-Syndikat, um sowjetisches Öl über die Chase National Bank (ebenfalls im Besitz Rockefellers) in den europäischen Ländern zu vermarkten.“ (Ebd., S. 271).

„Damals hieß es, John D. Rockefeller habe zugestimmt, den Bolschewiken ein Darlehen von 75000000 Dollar zu gewähren, und zwar als »Teil des Preises für dieses Abkommen«. Als Ergebnis dieses Handels baute Rockefeller 1927 für die Standard Oil eine Erdölraffinerie in Rußland, nachdem ihm 50 Prozent der Ölförderung im Kaukasus zugesagt worden waren.“ (Ebd., S. 271).

„Doch schon 1911 hatte John Moody der Standard Oil Corp. den Spitznamen Standard Oil Bank gegeben. Er hatte beobachtet, daß »die Standard Oil Corp tatsächlich eine Bank allergrößten Zuschnitts war - eine Bank innerhalb einer Industrie ..., die bedürftigen Kreditnehmern riesige Geldbeträge genau so, wie es die anderen großen Banken taten, auslieh.«“ (Ebd., S. ).

„Auch bei der Gründung der us-amerikanisch-sowjetischen Handelskammer im Jahr 1922 spielten die Rockefellers eine Schlüsselrolle. Die Bank sollte den Handel mit der Sowjetunion unter der Leitung ihres Vorsitzenden Reeve Schley fördern. Dieser war zugleich Vizepräsident der Chase National Bank.“ (Ebd., S. 271).

„Als Voraussetzung dafüriden russischen Markt für das Establishment zu öffnen, verstärkte John D. RockefeIler 1925 mit einer privaten Kampagne seines Presseagenten Ivy Lee den Druck der Interessenvertretung der Kammer auf die US-Regierung, ihre Außenpolitik zu ändern. RockefeIler wollte »eine Public-Relation-Kampagne zünden« und den Kommunismus in den USA fördern. Dieses Zusammenwirken gipfelte 1933 in der Anerkennung Sowjetrußlands durch die US-Regierung.“ (Ebd., S. 271-272).

„1935 zahlte Stalin an Rockefeller insgeheim Entschädigungen, als er einen ansehnlichen Batzen des Vermögens ausländischer Firmen, die in Rußland investiert hatten, beschlagnahmte. Nur das Eigentum von Standard Oil rührte er nicht an.“ (Ebd., S. 272).

„Während der 1920er und 1930er Jahre ging der US-Kongreßabgeordnete Louis McFadden als einziger den geheimen Finanzmanipulationen des Federal Reserve Systems mit der Sowjetunion nach. Am 10. Juni 1932 erklärte er über die absichtlichen Kanalisationen von US-Vermögen nach Rußland wütend vor dem Kongreß: »Legen Sie einmal die Bücher von Amtorg, der Absatzorganisation der sowjetischen Regierung in New York, und von Gostorg, der Generalvertretung der sowjetischen Handelsorganisation und der Staatsbank der Vereinigung der Sozialistischen Sowjetrepubliken, offen, und Sie werden verwundert sehen, wie viel amerikanisches Geld aus dem Schatzamt der Vereinigten Staaten zugunsten Rußlands geflossen ist. Finden Sie heraus, welche Geschäfte für die Staatsbank Sowjetrußlands von ihrem Korrespondenten, der Chase Bank von New York, abgewickelt worden sind.«“ (Ebd., S. 272).

„Jahre später, während des Zweiten Weltkriegs, fiel die Entscheidung der Amtorg bei der Suche nach einer Bank, die für Sowjetrußland die Transaktionen der Milliarden Dollar aus dem Leih- und Pachtabkommen abwickeln sollte, natürlich auf die Chase National Bank.“ (Ebd., S. 272).

„Leider war die Geldwäsche für die Zahlungen der US-Steuerzahler an die Sowjetunion kein Geschäft, das für die Profiteure der Wall-Street-Bande genug Gewinn abwarf. Sie betrieben schließlich um des Profits willen Hochverrat, als sie 1943 begannen, um ihren unermeßlichen Reichtum zu vervielfachen, heimlich die ausgefeilteste und teuerste Technologie an die Sowjets weiterzugeben. Damals verlangte die sowjetische Einkaufskommission von der US-Regierung für ihre Kriegsanstrengungen 200 Pfund Uranoxid, 220 Pfund Urannitrat und 25 Pfund Uranmetall. Es handelte sich dabei eigentlich um damals völlig unübliche Wirtschaftsgüter. Am 29. April 1943 bewilligte der Ausschuß für Wirtschaftskriegsführung der sowjetischen Firma Chematar Corp. in New York eine Sonderlizenz für diese Bestellung. Damit erhielten die Sowjets die Hilfsmittel, um ihre eigene Atombombe zu bauen (soweit sie die Formeln dazu hatten). Dagegen hatte zur gleichen Zeit Winston Churchill von Präsident Roosevelt verlangt, Stalin den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen zu verwehren, die zum Bau von Atomwaffen führen können, bevor Großbritannien oder die USA eine Atombombe hergestellt hatten. Es war schon genug, daß sich die Verbündeten in einem Wettrennen mit Hitler befanden, um ihn bei der Entwicklung atomarer Möglichkeiten zuvorzukommen. Sie sollten sich nicht noch um einen anderen » Verrückten« kümmern müssen, der eine nukleare Bedrohung für die Welt darstellen könnte. Ironischerweise führte dieser anfängliche sowjetische Einkauf von Uranerzeugnissen aus den USA zu jener Redewendung, die als »gegenseitig zugesicherte Zerstörung« bekannt geworden ist. Diese gelangte in den kommenden Jahren in unser Lexikon der geheimen Machenschaften, durch die wir den »Feind« aufgebaut haben.“ (Ebd., S. 272-273).

„Während die Reichen immer reicher wurden, erzählte man den US-Amerikanern, Entspannung sei notwendig, weil uns der Feind ohne solche wechselseitigen Abkommen angreifen würde. Damit die Illusion von der Partnerschaft unter Gleichgestellten zur Realität werden konnte, mußte es zumindest den »Anschein einer Parität unter den wichtigeren Mitgliedstaaten geben, bevor man ihre Verschmelzung rechtfertigen konnte«.“ (Ebd., S. 273 ).

„Wurden um dieser Parität willen die sowjetischen industriellen und militärischen Produktionsstätten für Lastwagen, Flugzeuge, Öl, Stahl, petrochemische Produkte, Aluminium und Computer auf Kosten der US-Steuerzahler in der Sowjetunion errichtet? Dafür gibt es Hunderte von Belegen in den Dokumenten des US-Außenministeriums.“ (Ebd., S. 273).

„Dr. Sutton verweist in diesem Zusammenhang auf die folgende Tatsache: »Es hatte so etwas wie eine sowjetische Technologie nicht gegeben.«“ (Ebd., S. 273-274).

„Von der Technologie, die es gab, stammten fast 90 bis 95 Prozent direkt oder indirekt aus den Vereinigten Staaten und von ihren Verbündeten. »Noch seltsamer«, bemerkte Dr. Sutton in seiner Zeugenaussage vor dem Unterausschuß der Programmkommission der Republikanischen Partei 1972, »die USA wollten offensichtlich sicherstellen, daß dieser Feind in dem Geschäft blieb, ein Feind zu sein.«“ (Ebd., S. 274).

„Die Handelsmarine der Sowjets war zum Beispiel mit nahezu 6000 Schiffen die größte der Welt. Aber, erklärte Sutton weiter in seiner Zeugenaussage, »ungefähr zwei Drittel der Schiffe waren außerhalb der Sowjetunion gebaut, und über vier Fünftel der Motoren dieser Schiffe waren außerhalb der Sowjetunion hergestellt worden«.“ (Ebd., S. 274).

„»Die gesamte Technologie für den Bau sowjetischer Autos, Lastwagen (Kanonen, Panzer und Flugzeuge) sowie die Motorentechnologie stammte aus dem Westen. Die Gorki-Organisation, die von den Firmen Ford und Austin errichtet worden war, produzierte die meisten Lastwagen, die dann sowjetische Militärausrüstung über den Ho-Chi-Minh-Pfad [im Vietnam-Krieg] hinunterschafften. Autofabriken können auch dazu benutzt werden, Panzer zu bauen. Die gleiche Gorki-Organisation produzierte unter dem Deckmantel des ›friedlichen Handels‹ 1964 das erste sowjetische drahtgelenkte Anti-Panzer-System. Die Sowjets haben das größte Eisen- und Stahlwerk der Welt. Es wurde von der McKee Corporation gebaut und ist eine Kopie des US-Stahlwerks in Indiana.«“ (Ebd., S. 274).

„Wie viele Milliarden haben die Vereinigten Staaten zum Schutz vor einem Phantomfeind ausgegeben, den sie sich zuvor geschaffen, den sie gehegt, unterstützt und aufgebaut haben? Haben die Kosten die Mittel gerechtfertigt? Natürlich tun sie das! Erinnern Sie sich! Die »Große Fusion« wird von der gleichen Bilderberg/CFR/I'C-Kombination beherrscht werden, die hinter den Kulissen regionale Blöcke und »vorübergehende« Währungszusammenschlüsse inszeniert hat.“ (Ebd., S. 274).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

„Während viele Biographien, einschließlich der offiziellen Autobiographie Rockefellers Memoiren, die grenzenlose wirtschaftliche und politische Macht und den fabelhaften Reichtum der Rockefeller-Familie beschreiben, von dem viel darauf verwendet wird, Verhungernde in den Ländern der Dritten Welt zu nähren, Arme durch unzählige Wohlfahrtsstiftungen und Gesellschaften zu erziehen und die Infrastruktur in den unterentwickelten und vom Krieg zerrütteten Nationen wiederaufzubauen, haben nur wenige sich mit dem wichtigsten Aspekt der Familie befaßt - ihre zielstrebige Absicht, die Vereinigten Staaten als eine unabhängige Nation zu zerstören, um für das größere Wohl aller eine Neue Weltordnung zu errichten.“ (Ebd., S. 275).

„Ohne Rechtfertigung durch einen sichtbaren Feind gibt keine Nation, wie sehr sie auch immer getäuscht werden mag, freiwillig ihre individuellen Rechte und Freiheiten auf, um ihn zu bekämpfen. Die Bilderberger, der CFR und die trilateralen Brüder wissen, daß sie dem Volk einen Grund liefern müssen, damit es ihnen ihren Plan von der Einen Welt abkauft. Jeden Tag werden ihre Phrasen lauter.“ (Ebd., S. 275).

„Die Internetseiten der Trilateralen Kommission sprechen zum Beispiel mutig davon, »die Führungsverantwortung teilen« zu wollen, und empfehlen »eine engere Zusammenarbeit« und »gegenseitiges Verständnis«. Was sie allerdings damit meinen, weicht stark von dem ab, was die Mehrheit der Bevölkerung unter diesen Begriffen versteht.“ (Ebd., S. 275).

„Zu der Zeit, als sich Brzezinski, Cyrus Vance, Verteidigungsminister Harold Brown und Schatzamts-Unterstaatssekretär Anthony Solomon zusammentaten, um mitzuhelfen, die Trilaterale Kommission zu gründen, waren sie bereits aktiv an einer parallelen Initiative beteiligt. Es war dies das vom CFR geförderte Projekt 80. Es war - wie schon in Teil 2 erwähnt - die größte Einzelunternehmung in der Geschichte des CFR. Ziel dieses Projekts war herauszufinden, »wie sich Welttrends auf ein besonderes, erwünschtes, künftiges Ergebnis hin steuern lassen«.“ (Ebd., S. 275-276 ).

„Dieses wünschenswerte künftige Ergebnis solle, wie in Fred Hirschs Buch Alternatives to Monetary Disorder (Alternativen zum Finanzchaos) beschrieben, etwas mit dem vorherigen, vollständigen Auseinanderfallen der Wirtschaft zu tun haben. Hirsch war damals Redakteur des London Economist; er erklärt, wie dies vor sich gehen solle:
»Ein gewisser Grad an kontrollierter Desintegration der Weltwirtschaft ist für die 1980er Jahre ein berechtigtes Ziel und könnte für eine moderate internationale Wirtschaftsordnung höchst realistisch sein. Ein zentrales, normatives Problem für die internationale Wirtschaftsordnung in den kommenden Jahren ist, sicherzustellen, daß die Entkoppelung auf kontrollierte Weise vor sich geht und sich nicht sogar noch zu einem schädlichen Schrumpfungsprozeß auswächst. Das Problem ist daher nicht, die Politisierung im Sinne politischer Eingriffe in das Marktgeschehen an sich zu mindern. Es gilt vielmehr, einen Rahmen zu schaffen, um das wachsende Niveau einer solchen Politisierung, die sich ganz von alleine aus den sich ändernden Verhältnissen sowohl in der heimischen Wirtschaft als auch im internationalen System ergibt, einzudämmen.«
Das heißt zu Deutsch: Die politische Hauptaufgabe besteht darin, um jeden Preis das Wiederauftauchen eines wirtschaftlichen Nationalismus in all seinen Erscheinungsformen, den industriellen, technologischen und wissenschaftlichen, zu verhindern.“ (Ebd., S. 276).

„Warum sollten Rockefeller und andere Trilaterale, Bilderberger und CFR-Mitglieder aus den USA die industrielle Vormachtstellung der Vereinigten Staaten demontieren wollen? Um die Gründe zu verstehen, müssen wir kurz einen prüfenden Blick in die Wirtschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts werfen.“ (Ebd., S. 276).

„Das Britische Empire verlor in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts ... seine industrielle Vormachtstellung. Indem die Macht der Briten zu schwinden begann, wurden sie von Deutschland und den Vereinigten Staaten in bezug auf die Industrieproduktion überholt. Wie kam es, daß sich eine Nation wie Frankreich, die unter der Herrschaft von Napoleon III. fast zugrunde gegangen war, in so kurzer Frist wieder erholen konnte? Die Antwort ist einfach. Ihre Wirtschaftspolitik gründete sich auf eine »entschieden antiliberale Wirtschaftstheorie, die Theorie des Dirigismus, die auf die theoretischen Arbeiten eines Alexander Hamilton (1755 oder 1757 -1 804) und auch auf die Arbeiten der bedeutenden amerikanischen Ökonomen Henry und Mathew Carey zurückging«.“ (Ebd., S. 276-277).

„Deutschland wurde zu einer führenden Industriemacht der Welt, weil es der Politik Friedrich Lists (1789-1846) folgte, jenes großen deutschen Ökonomen des frühen 19. Jahrhunderts. List war weitgehend von Hamiltons Wirtschaftsprinzipien und der us-amerikanischen Schule der Volkswirtschaftslehre beeinflußt worden und trat entschieden gegen das britische Modell des Freihandels, des Billig-Kaufens und Teuer-Verkaufens, auf.“ (Ebd., S. 277).

„Japans Wirtschaftswunder verdankte sich seinem Festhalten an den Prinzipien der Meiji-Revolution vom 3. Januar 1868, die mit bedeutenden Reformen der japanischen Gesellschaft in bezug auf eine obligatorische allgemeine Erziehung, umfassende Modernisierungen und die Stärkung des Kapitalismus und der Märkte in der Tradition der Ökonomen des amerikanischen Systems einherging. Die Reformen der Meiji-Revolution bildeten die Grundlage für die Modernisierung der japanischen Industrialisierung vor dem Zweiten Weltkrieg und auch für die Entstehung und die Erfahrungen des japanischen Wirtschaftswunders nach dem Krieg.“ (Ebd., S. 277).

„Die britische Oligarchie war sich sehr wohl bewußt, daß sie um ihres Überlebens willen das »amerikanische System« Hamiltons, den Nationalismus wirtschaftlicher Entwicklung, zerstören mußte. Dieser hatte darauf abgezielt, den Vereinigten Staaten zu ermöglichen, wirtschaftlich unabhängig und national autark zu werden, indem sie ihre Industrie schützten durch:
a) hohe Zölle, die britische Industriewaren fernhielten,
b) Investitionen der Regierung in die Infrastruktur, um gezielt bessere Voraussetzungen im Landesinneren zu schaffen,
c) eine Nationalbank, die eine Wachstumsförderungspolitik für produktive Unternehmen verfolgte.“ (Ebd., S. 277).

„Anfang der 1950er Jahre erlebte die anglo-amerikanische Führung ihre erste wirkliche Herausforderung seitens ihrer westlichen Bündnispartner dadurch, daß das liberale Wirtschaftssystem der Nachkriegszeit erkennbar zerfiel. Die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und nationale Kräfte in den USA schlugen eine neue Orientierung zugunsten eines Engagements für eine neue weltweite industrielle Entwicklung vor. »Eine solche Politik hätte die Industrialisierung von Schlüsselbereichen der Dritten Welt bedeutet und damit vielleicht das Auftauchen neuer gesunder und starker Nationen - eine Wiederholung des britischen Alptraums zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese Politik hätte auch geheißen, daß die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und Japan mit ihren besonderen Beziehungen zu Nationen der Dritten Welt einen weiteren industriellen Aufschwung erlebt hätten, weil sie ihre Volkswirtschaften dadurch in Schwung gebracht hätten, daß sie den neuen Nationen die benötigten Investitionsgüter lieferten. Anfang 1973 hatte die westdeutsche D-Mark schon das britische Pfund beiseite gedrückt und war im Zeitraum Juli/August dabei, über den kränkelnden US-Dollar die Oberhand zu gewinnen.«“ (Ebd., S. 278).

„Die Wirtschaftsentwicklung hätte auch den künftigen Wettbewerb mit den aufstrebenden Nationen bedeutet, einen Wettbewerb, der - was nicht erwähnt werden muß - im Ansatz abgewürgt werden sollte. Aus Sicht des Establishments ergibt sich ein klarer Vorteil, auf diese Weise geschäftlich vorzugehen.
»Erstens kann der wirtschaftliche Austausch (mit schwächeren Nationen) immer als Mittel der politischen Machtausübung durch Boykotte, Bestechung und die Manipulation von Handelsinitiativen benutzt werden.
Zweitens können sich wirtschaftliche Beziehungen auch auf einer grundsätzlicheren Ebene auswirken. Sie prägen die wirtschaftlichen Grundgegebenheiten einer schwächeren, weniger entwickelten Wirtschaft durch günstige Handels- und Finanzierungsangebote. Die schwächeren Länder in der wirtschaftlichen Beziehung werden dann wie eine schwächere Klasse nicht nur zu einer Gruppe verschieden ausgerichteter Individuen, sondern zu vereinzelten, isolierten und abhängigen Teilnehmern an der Weltwirtschaft.«“ (Ebd., S. 278-279).

„Als Stellvertreter der Briten bei ihrem Versuch, Hamiltons »amerikanisches System« des wirtschaftliches Nationalismus zu zerstören, wurden in den Vereinigten Staaten die Ditchley Foundation und das Aspen-Institut für Humanistische Studien in Colorado errichtet. Das Institut wurde von Lord Bullock vom Royal Institute of International Affairs (RIIA) gestiftet. An seiner Stelle stand Robert Anderson an der Spitze der Organisation. Das RIIA ist eine Filiale der Organisation Runder Tisch (Round Table; HB), deren us-amerikanischer Zweig der Rat für Auswärtige Beziehungen (CFR) ist. Das Aspen-Institut spielte - wie in Teil 1 erwähnt - eine führende Rolle im Malwinen-Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien. Lateinamerika ist für die Vereinigten Staaten wichtig, weil es potentiell einen riesigen Markt für den Export us-amerikanischer Technologie und schwerer Industrieausrüstungen bietet. Ein solcher Export würde viele wackelige Firmen in US-Amerika wieder auf Trab bringen und Tausende neuer Arbeitsplätze schaffen. Um des »nachindustriellen Zeitalters« der Bilderberg/CFR/TC-Gruppe willen mußte das um jeden Preis verhindert werden.“ (Ebd., S. 279).

„Einer der seltsameren Vorschläge der Ditchley Foundation war ihr öffentliches Eintreten für die doppelte Staatsangehörigkeit von Engländern und Bürgern der Vereinigten Staaten. Das war ein Schock für US-Verfassungsspezialisten, da es in England nicht den gesetzliche Status des »Bürgers«, sondern nur den des » Untertanen« gibt.“ (Ebd., S. 279).

„Aspen und Ditchley stehen nicht auf eigenen Beinen, sondern bilden zusammen mit den Bilderbergern, dem CFR und den Trilateralen eher Teile einer umfassenden und übergreifenden Organisation eines Systems. Sie alle spielen unterschiedliche Rollen in dem langfristigen Vorhaben, eine Vereinigung der entwickelten Nationen zu bilden. Wie schon David Rockefeller in seinen Memoiren sagte: »Einige meinen sogar, wir seien Teil einer geheimen Kabale, die gegen die besten Interessen der Vereinigten Staaten arbeitet. Sie charakterisieren meine Familie und mich als ›Internationalisten‹ und daß wir uns zusammen mit anderen ringsum in der Welt verschworen hätten, eine mehr global integrierte, politische und wirtschaftliche Struktur - wenn Sie so wollen -, eine Eine Welt aufzubauen. Wenn das die Vorwürfe sind, bekenne ich mich schuldig und bin stolz darauf.«“ (Ebd., S. 279-280).

„Was diese »Kabale« vorhat, zeigt sich uns als allmählicher Verfall der US-Wirtschaft, der in den 1980er Jahren einsetzte.“ (Ebd., S. 280).

„»Unternehmens-Gangster kaufen mit dem schmutzigen Geld der Ramschanleihen-Netzwerke bedeutende Brocken der produzierenden Firmen der USA auf und terrorisieren die Übrigen. Die Opfer der Gangster und diejenigen, die fürchten, demnächst ihr Opfer zu werden, wenden sich an die Investmentbanken und Anwaltskanzleien der Wall Street, um sich zu ›schützen‹. Als solche arbeitet die Operation der unfreiwilligen Übernahmen über Ramschanleihen wie eine riesige Schutzgelderpressung. Sie zerstören dabei einige als Voraussetzung, um von anderen Tributzahlungen einzutreiben. Gleichzeitig fließt vor allem durch die riesigen kanadischen Entwicklungsgesellschaften Olympia & York und Cadillac Fairview Geld in den Immobilienmarkt. Diese Firmen bauten die Wolkenkratzer, die sich dann mit Dienstleistungsunternehmen, Bankiers, Rechtsanwälten, Steuerberatern, Verwaltern und anderen Schreibtisch-Typen füllten. Der Zufluß von heißem Geld in die Immobilienmärkte trieb dort die Immobilienpreise in die Höhe. Der ›Reichtum‹, der sich aus den dadurch hochgetriebenen Werten ergab, erzeugte neues Geld, um es in die Blase zu pumpen. Der Spekulant verwandelte sich aus einem Feind der Wirtschaft in ihr Vorbild. Die produktive Industrie alten Stils wurde zum Bereich der ›Verlierer‹ und durch die neuen, heißen ›Industrien‹ der Finanz- und Informationswirtschaft ersetzt.«“ (Ebd., S. 280).

„»Die Auswirkung all dieser Deregulation und Spekulation war das Schrumpfen der physikalischen Wirtschaft in den Vereinigten Staaten. In den letzten drei Jahrzehnten wurde die Produktionskapazität der US-Wirtschaft gemessen an den Gütern im Warenkorb pro Kopf, pro Haushalt und pro Quadratkilometer Grundfläche auf die Hälfte zurückgefahren. Gleichzeitig haben die finanziellen Ansprüche an die schrumpfende Produktion in einer hyperbolischen Kurve zugenommen.“ (Ebd., S. 280-281).

„Als Ergebnis dieser Entwicklung wurden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer, während der Mittelstand immer weiter zusammenschrumpfte. Dies ist der Preis, den die untereinander verflochtenen Organisationen der »internationalen Insider hinter unserem Rücken zwangsweise durchgesetzt haben. Sie haben unsere Träume, unsere Unabhängigkeit und unsere Selbstständigkeit auf dem Altar ihrer Neuen Weltordnung geopfert.“ (Ebd., S. 281).

„Richard N. Cooper, ein Trilateraler und einer der Verfasser des Projektgruppenberichtes von 1977 mit dem Titel Toward a Renovated International System (In Richtung eines erneuerten internationalen Systems), umreißt die Zielsetzungen der Kommission in bezug auf die Weltherrschaft: »Die Unterstützung der Menschenrechte muß gegen unsere anderen wichtigen Ziele der Weltordnung abgewogen werden. Einige trilaterale Vorstellungen von der Entspannung mit der Sowjetunion und anderen kommunistischen Staaten neigen dazu, in einen Konflikt mit der Politik der Ausbreitung der Menschenrechte zu geraten.((“ (Ebd., S. 281).

„Klingt das wie eine Nicht-Zustimmung? Wenn ein Mitglied mehr Ausgewogenheit in den Zielen der Trilateralen Kommission einfordert, bedeutet das nur, daß es eine gewisse Unausgewogenheit bei der derzeitigen Durchsetzung der Pläne der Kommission gibt.“ (Ebd., S. 281).

„Wenn wir uns auch noch so sehr abweichende Meinungen in Rockefellers Trilateraler Kommission wünschen, wir werden es niemals erleben, daß sie implodiert und auf ihre eigenen Grundlagen zurückfällt. Wie Eustace Mullins in seiner Schrift Murder by Injection: The Medical Conspiracy against America (Mord durch die Spritze: Das medizinische Komplott gegen Amerika) erklärt: »Die Rockefellers arbeiten innerhalb klar umrissener Einflußbereiche. Die ›Wohlfahrtsorganisationen‹, die Geschäftsunternehmen und die politischen Gruppen verschmelzen immer zu einem Arbeitsvorgang. Keine Abteilung der Gruppe kann auf sich gestellt losschlagen oder eine unabhängige Politik verfolgen, welche Rechtfertigung sie dafür auch vorbringen mag, denn sie arbeitet unter der Kontrolle der Weltfinanzstruktur. Das heißt: Eines schönen Tages könnten alle Ihre Vermögenswerte aufgrund geeigneter Finanzmanipulationen nahezu wertlos werden. Hierin besteht die endgültige Kontrolle, die sicherstellt, daß niemand die Organisation verlassen kann. Er würde nicht nur sein ganzes Vermögen verlieren, sondern würde unmittelbar unter Vertrag stehen, demnächst ermordet zu werden.«“ (Ebd., S. 281-282).

„Wie also kann sich irgendeine Person gegen eine derart kolossale Maschinerie erheben, eine Maschinerie, die wie eine Krake immer größer, mutiger und mächtiger wird, wenn ihre Tentakeln jeden und alles, was ihr in den Weg kommt, ergreifen und abwürgen? Doch wir dürfen niemals die Hoffnung aufgeben, nur weil eine Situation unmöglich erscheint.“ (Ebd., S. 282).

„Unsere politischen, militärischen und finanziellen Führer sind noch immer für ihre Handlungen rechenschaftspflichtig. Beginnen Sie auf kommunaler Ebene, und wählen Sie nur diejenigen, die Ihre Interessen im Stadt- oder Kreisrat wirklich vertreten. Achten Sie auf die Amtsinhaber. Blicken Sie hinter die Wörter, die Sie gerne hören, auf die wirklichen Verflechtungen der Kandidaten, und messen Sie ihre Wörter an ihren Taten. Üben Sie die gleiche Sorgfalt bei der Wahl Ihrer Vertreter auf Landes- und Bundesebene. Sorgen Sie dafür, daß Ihre Stimme zählt. Beleben Sie wieder Abraham Lincolns ursprüngliche Vorstellung der Demokratie: eine Regierung des Volkes, für das Volk und durch das Volk. Das, was die selbsternannte »Kabale« der Finanzaristokraten am meisten fürchtet, ist eine öffentliche Revolte, weil sie selbst die Köpfe hinter einer der verheerendsten Revolutionen der Geschichte sind. Aber nicht alle Revolutionen müssen gewaltsam sein. Es steckt eine gewaltige Macht darin, wenn jeder »NEIN« sagt, und das mit ruhiger, aber fester, gemeinsamer Stimme.“ (Ebd., S. 292).

„Was Edwin H. Chapin ... gesagt hatte, gilt heute noch: »Nicht Armeen, nicht Nationen haben die Menschheit vorangebracht; sondern hier und dort ist im Lauf der Zeitalter ein Individuum aufgestanden und hat seinen Schatten über der Welt geworfen.«“ (Ebd., S. 282-283).

„Und noch ein Schlußgedanke: Unsere Geschichtskenntnis verleiht dieser Erzählung etwas Pikantes, das sich erst erschließt, wenn man sieht, wie die Menschen auf eine Tragödie zumarschieren, die sie vermeiden könnten, wenn sie sich nur an eine Zeit erinnern würden, als die Menschheit so etwas schon einmal durchgemacht hat. “ (Ebd., S. 283).

Die wahre Geschichte der Bilderberger

Schattenmeister. Wie Regierungen und deren Geheimdienste mit internationalen Drogendealern und Terroristen zusammenarbeiten (2010)
 Prolog
Kapitel 1)Verschwörer
Kapitel 2)Die wirtschaftliche Plünderung Rußlands
Kapitel 3)Der Bilderberg-Krieg im Kosovo
Kapitel 4)Die Schattenmeister des Business-as-usual
Kapitel 5)Händler des Todes?
Kapitel 6)Das atomare Spiel
 Epiolog

 


„Es ist traurig, aber wahr: Das Volk ist nicht mehr der Souverän. Die us-amerikanische Republik hat sich in ein die Völker zerstörendes Imperium verwandelt. Den heimlichen Herrschern dieses Imperiums ist jedes Mittel recht, um ihre Macht, ihren Profit und ihr Prestige zu mehren.
Für den Versuch, uns von unserer Geschichte, unseren Werten, unseren Familien und unserem Glauben zu trennen, werden ausgeklügelte Methoden der Propaganda und der psychologischen Kriegführung eingesetzt. Selbst vor faustdicken Lügen wird nicht zurückgeschreckt.
Eine der Strukturen, die der Oligarchie zur Durchsetzung ihrer Interessen dient, sind die Bilderberger. Sie sind ein entscheidender und typischer Teil eines Netzwerks, das eine geheime Weltregierung bildet. Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf die Bemühungen, unter dem Deckmantel der Globalisierung eine Neue Weltordnung zu etablieren.
Um dieses Ziel zu erreichen, setzen sich die geheime Machtelite und ihre Handlanger heute über jegliches Recht hinweg. Um die Pläne für eine Eine-Welt-Regierung durchzusetzen, wurden Staaten ruiniert, Kriege inszeniert und schließlich eine Zusammenarbeit mit den Vertretern des internationalen Terrorismus organisiert. Fakt ist: Es geht um die Zerstörung der Nationalstaaten, um die Übernahme ihrer Ressourcen und die Entwurzelung der Menschen, die für das Establishment ohne Bedeutung sind.“
(Ebd., Klappentext).

 

 

Schattenmeister Prolog

„Die Bilderberg-Gruppe ... ist ein entscheidender und typischer Teil eines Netzwerks, dessen Geldgeberinteressen sich mit den Interessen jenen Kreises der Synarchistischen Internationalen überlappen, die in der Zeit zwischen 1922 und 1945 hinter der Einsetzung der faschistischen Regime in Europa steckten. Ihre Aktivitäten konzentrierten sich auf Bemühungen, mit welchen versucht wurde, unter dem Deckmantel der Globalisierung ein Weltsystem des interantionalen Faschismus zu etablieren.“ (Ebd., S. 16).

„ »Wie würden Sie die Nachfrage zerstören?« .... »Sie zerstören die Nachfrage, indem Sie die Weltwirtschaft zerstören.«“ (Ebd., S. 23).

„»Es handelt sich um einen simplen Transfer von Vermögen, genau wie bei der Weltwirtschaftskrise 1929. Die Leute werden ihre Häuser verlieren, ihre Aktien, ihre Rücklagen und ihr Erspartes. Nach ihnen wird ein anderer daherkommen und heimlich alles für Pfennigbeträge aufkaufen.« “ (Ebd., S. 23).

„Aus einem bestimmten Blickwinkel gesehen, ergaben die Pläne der Bilderberger zur Zerstörung der Nachfrage und die ökonomischen Umwälzung einen Sinn. Ohne diese Art von Intervention, mit der die Schattenmeister die wirtschaftlichen Wachstumsraten bremsen wollten, wären jene Nationalstaaten, die sich für wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt einsetzten, dominant geworden. Das hätte den Untergang der Oligarchie eingeläutet. Es hätte das Ende der Schattenmeister bedeutet. Nationen, die die kreative geistige Entwicklung ihrer Bevölkerung fördern, bringen ein Volk hervor, das oligarchische Herrschaftsformen nicht ewig toleriert. Ungebildete, technisch und intellektuell rückständige Völker dagegen schon.“ (Ebd., S. 23).

 

Schattenmeister Verschwörer

„Zufällig wurde diesem Buch zur Zeit des 20. Jahrestages des Berliner Mauerfalls vom November 1989 der letzte Schliff gegeben. Eigentlich fiel die Mauer nicht, vielmehr verkündeten die ostdeutschen Machthaber am 9. November, die Grenze nach West-Berlin sei offen, und jubelnde Berliner zerlegten im Lauf der folgenden Tage und Wochen einen großen Teil der Mauer. Das ist inzwischen zum Symbol für das Ende des Kalten Krieges und den Beginn der »Nach-Geschichte« geworden, der »unipolaren« Welt, wie die amerikanischen Neokonservativen sie anpreisen. Die Vorteile, die sich aus der Einsparung der Kosten für das Wettrüsten und durch die Ausdehnung des westlichen Kapitalismus und der Finanzwelt ergaben - die »Friedensdividende« -, sollten unweigerlich zu einem neuen Goldenen Zeitalter führen, einem Neuen Amerikanischen Jahrhundert. Aber es hatte nicht sein sollen.“ (Ebd., S. 35).

„Neben den wichtigen Einzelheiten lautet die grundlegende Botschaft dieses Buches, daß auf der Weltbühne »die Dinge selten tatsächlich so sind, wie sie scheinen«. Die Regierungschefs treffen sich zu G-20-Gipfeln, nationale Gesetze werden erlassen, UN-Resolutionen beschlossen, NATO-Einsatzkräfte entsandt und nur selten entsprechen die wahren Gründe dieser Maßnahmen auch nur annähernd den vorgetragenen Rechtfertigungen. So groß ist die Reichweite der Schattenmeister.“ (Ebd., S. 35).

„Ihre Welt der Täuschung basiert auf Konflikten, sowohl realen als auch eingebildeten. Sie spielen ständig die beiden Enden gegen die Mitte aus und umgekehrt. Sie erfreuen sich deshalb an einem Krieg in Afghanistan, weil er der Öffentlichkeit unter dem Begriff »Koalition der Willigen« als Verteidigung der westlichen Zivilisation gegen die Kräfte des islamischen Faschismus, was auch immer das sein mag, verkauft werden kann. In Wahrheit handelt es sich um eine Besatzung, um den lukrativsten Drogenhandel der Welt zu schützen und zu kontrollieren, indem starke Militärkräfte in der Gebirgsregion zwischen den möglichen Rivalen US-Amerikas, Rußland und China, stationiert werden. Das hat den zusätzlichen »Nutzen«, daß dies den indischen Subkontinent weiter destabilisiert und allem Anschein nach den Iran bedroht.“ (Ebd., S. 36).

Trilaterale Kommission
Die Shanghaier Organisation für
Zusammenarbeit (**) gegen die
Trilaterale Kommission (**|**|**).

„Nur wenige US-Amerikaner haben im Juni 2001 der Bildung der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) große Beachtung geschenkt, einer bilateralen Sicherheitsvereinbarung zwischen Rußland, China, Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan. Die Schattenmeister jedoch sehr wohl. Die Invasion in Afghanistan fand keine sechs Monate später statt. Ein Blick auf den Globus zeigt, welch großen Teil von Eurasien diese sechs Staaten einnehmen. Im Bemühen um größeren Einfluß hat die SOZ der Mongolei, Indien, Pakistan und Iran, das sich im März 2008 um Vollmitgliedschaft bewarb, Beobachterstatus eingeräumt. Diese zehn Nationen nehmen zusammen über fünfundzwanzig Prozent der gesamten Landmasse ein und stellen über fünfundvierzig Prozent der Weltbevölkerung (China allein schon rd. 20 Prozent, Indien rd. 18% [Stand 2010]; HB). Neben anderen Maßnahmen, zu denen auch Militärübungen zählten, erklärte die SOZ ihre Absicht, den Drogenhandel zu unterbinden. Die Vorherrschaft des Westens in Afghanistan gilt als entscheidender Faktor für die Begrenzung der Macht der SOZ.“ (Ebd., S. 36-37).

„Doch die aktuelle globale Finanzkrise - auch wenn sie im großen Stil arrangiert wurde - bietet die Gelegenheit, daß mehr und mehr Menschen die Täuschung durchschauen. Das ist vor allem außerhalb der USA der Fall, ein Phänomen, das von F. William Engdahl mittels eines uralten chinesischen Konzepts diskutiert wurde:
»Das Problem der us-amerikanischen Machteliten rund um die Wall Street und in Washington ist die Tatsache, daß sie nun in der größten Finanzkrise ihrer Geschichte stecken. Diese Krise wird von der ganzen Welt wahrgenommen, und die Welt reagiert nach den Prinzipien des Selbsterhalts. Die US- Eliten haben das verloren, was in der chinesischen Geschichte der Kaiser als das ›Mandat des Himmels‹ bekannt ist. Dieses Mandat wird einem Regenten oder einer herrschenden Elite verliehen, vorausgesetzt, sie regieren das Volk gerecht und fair. Installieren sie eine Tyrannen- oder Despotenherrschaft, unterdrücken und missbrauchen sie ihr Volk, dann verlieren sie dieses Mandat des Himmels.
Falls die mächtigen wohlhabenden privaten Eliten, die fast das ganze vergangene Jahrhundert hindurch oder noch länger die Finanz- und Außenpolitik der USA maßgeblich bestimmt haben, je ein Mandat des Himmels besaßen, dann haben sie es nun eindeutig verloren. Folgende Entwicklungen bestätigen dies beispielhaft und für alle Welt sichtbar: Die USA verändern sich zu einem umfassenden Polizeistaat. In der Verfassung verbürgte Grundrechte werden entzogen. Nicht gewählte Fjnanzminister wie früher Henry Paulson und jetzt Tim Geithner haben den Stellerzahlern ohne deren Einverständnis Milliardensummen gestohlen, nur um die bankrotten Großbanken der Wall Street zu retten, weil diese angeblich ›systemisch‹, also so groß seien, daß das Wirtschaftssystem zusammenbrechen würde, wenn sie pleite gingen.
In dieser Situation bemühen sich die amerikanischen Machteliten immer verzweifelter, die Kontrolle über ein parasitäres globales Imperium zu erhalten, welches von ihren Medienapparaten irreführend ›Globalisierung‹ genannt wird. Um ihre Dominanz zu wahren, müssen sie unbedingt die sich abzeichnende Kooperation der beiden wichtigsten eurasischen Mächte auf den Gebieten von Wirtschaft, Energieversorgung und Militär verhindern, die die amerikanische Supermachtkontrolle zukünftig infrage stellen könnten - China in Verbindung mit Rußland.« (Ebd. WWW).
Die Welt hat herausgefunden, daß das Risiko weit stärker globalisiert wurde als Demokratie oder Wohlstand. Die amerikanischen Immobilien-, Banken- und Versicherungsblasen haben selbst Amerikas traditionelle Freunde wie Irland und Island in den wirtschaftlichen Ruin getrieben. Deren Bevölkerung wurde durch eine andere Art von »Schocktherapie» wachgerüttelt, angewandt von denselben Schuldigen, die diese als Rechtfertigung für die zur Zerschlagung der russischen Wirtschaft nötigen »Reformen« nutzten.“ (Ebd., S. 37-38).

„Wer tötete Litwinenko? – .... Wem nuttze sein dramatischer Tod am meisten?“ (Ebd., S. 42-43).

„Große westliche Ölfirmen, denen der ungehinderte Zugang zu Rußlands Ölvorkommen verwehrt war; ehemalige oder inzwischen ausgewiesene oder inhaftierte Oligarchen, die die russische Wirtschaft ausplünderten und die gestohlenen Milliarden ins Ausland brachten, Männer wie Boris Beresovski, Michail Chordorkovski und Leonid Nevslin, tschetschenische »Freiheitskämpfer« und ihre Unterstützer im us-amerikanischen Komitee für Frieden in Tschetschenien (ACPC). .... Zu den Unterstützern des ACPC gehören Zbigniew Brzezinski, der »Archtiekt« (Anführungsstriche von mir; HB) der »Großen Strategie« gegen Rußlands Interessen in Zentralasien; Alexander Haig, ehemals US-Außenminister und enger Vertrauter des UCK-Terroristen Hashim Thaçi, des heutigen Premierministers des Kosovo; Richard Perle, US-Vertreter einer pro-israelischen Lobby; Kenneth Adelman, der ehemalige US-Botschafter bei der UN, der sich vehement für den Einmarsch in den Irak einsetzte: Michael Ledeen vom ... American Enterprise Institute, früherer Bewunderer des italienischen Faschismus; James Woolsey, ehemaliger Dierektor der CIA und maßgeblicher Befürworter einer Umgestaltung der muslimischen Weltg nach us-amerikanischen Vorstellungen.“ (Ebd., S. 43-44).

„Ein unabhängiges Tschetschenien könnte auch ein Vorspiel für die langfristige Auflösung Rußlands selbst sein; schließlich hat die CIA in ihrem Bericht »Global Trend 2015« vorausgesagt, daß das ölreiche Sibirien sich der Kontrolle Moskaus entziehen könnte.“ (Ebd., S. 44).

„Für die Vereinigten Staaten ist billiges Öl eine Frage von Leben und Tod.“ (Ebd., S. 44).

 

Schattenmeister Die wirtschaftliche Plünderung Rußlands

„»Offene Grenzen, weniger Handelsrestriktionen und die wirklich globalen Finanz- und Telekommunikationssysteme bieten kriminellen Organisationen große Möglichkeiten, Operationen über nationale Grenzen hinaus auszudehnen.« (Internationaler Gerichtshof [IGH], 1996)“ (Ebd., S. 61).

„Im Laufe der Zeit können das Maß des groß angelegten Diebstahls, die Ungeherlichkeit der Grausamkeiten und die Absurdität der Lügen, die uns täglich als »Nachrichten« (Anführungsstriche von mir; HB) vorgesetzt werden, nur weiter zunehmen, während die finanziellen Ressourcen schwinden.“ (Ebd., S. 61).

„Der ausgearbeitete Plan, den Zbigniew Brzezinski in seinem 1997 erschienenen Buch The Grand Chessboard verriet, wurde Teil des spektakulärsten jemals durchgeführten Verbrechenscoups.“ (Ebd., S. 62).

„In einer finsteren Nacht- und Nebelaktion arbeiteten die westlichen Geheimdienste mit Schwarzmarktprofiteuren, fürhrenden Bankhäusern, der italiensischen Cosa Nostra, der us-amerikanischen Mafia und der russischen Unterwelt, ehgemaligen KGB-Offizieren, Veteranen des Afghanistankriegs und arbeitslosen Militäroffizieren zusammen, um im ganz großen Stil illegale Allianzen zu schmieden, die dazu dienen sollten, die UdSSR zu destabilisieren und am Ende zu zerstören.“ (Ebd., S. 63).

„»Russische Vermögenswerte, wie beispielsweise Öl, werden von Unterweltgestalten oder korrupten Fabrikmanagern gestohlen und in Rotterdam an der Börse verkauft. Die Gewinne werden durch Deckfirmen auf dem europäischen »Kontinent« (Anführungsstriche von mir; HB) auf Banken in London überwiesen. Gangster geben über eine Bank in Moskau eine Bestellung, sagen wir in Höhe von vierzig Millionen US-Dollar auf. Die Bank kontaktiert ihre bevorzugte Partnerbank und gibt eine Kauforder über den Betrag. Die Partnerbank kauft die Summe von der Zentralbank in New York. Gleichzeitig erhält die Partnerbank eine Überweisungsgutschrift auf dasselbe Konto von der Londoner Bank. Die Partnerbank streicht eine Provision ein und transportiert das Bargeld von New York nach Moskau. Anschließend wird es von Gangstern genutzt, um Drogen oder Villen zu kaufen oder um Wahlkämpfe zu organisieren.« (Robert Friedman, The Money Plane, in: New Yorker, 22.01.1996)“ (Ebd., S. 63-64).

„Das Systsem hatte sich nicht verändert, nur die Nutznießer waren andere.“ (Ebd., S. 66).

„Die russische Mafia, unter dem Namen Vorovskoi Mir bzw. »Welt der Diebe« bekannt, ein ... Zusammenschluß von sowjetischen Gangstern, begriff sofort, daß der »Rückzug« des Kommunismus für sie eine phantastische neue kriminelle Weltordnung einläutete.“ (Ebd., S. 67).

„Innerhalb eines Jahres nach Michail Gorbatschovs Entmachtung hatten sich über 2600 »Verbrecherclnas« gebildet - bei denen mehr als 3 Millionen Kriminelle »beschäftigt« (Anführungszeichen von mir; HB) waren - und sich wie ein Lauffeuer auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion verbreitetet ... 40 dieser Clans sind mindestens ebenso groß wie die sizilianische oder die us-amerikanische Mafia.“ (Ebd., S. 67).

„Die Geschichte ... hat immer wieder gezeigt, daß die Kontrolle über das Zentrum Eurasiens der Schlüssel zur Kontrolle über den ganzen Globus ist (**|**) (bis fast Ende des 20. Jahrhunderts glaubte man übrigens, daß Berlin bzw. Deutschland dieser »Schlüssel« sei; HB).“ (Ebd., S. 68).

„Einer der Begriffe, die ich mit Bezug auf Rußland immer wieder gehört habe, ist »Weimar-Rußland«. Das bezieht sich auf Deutschland nach dm 1. Weltkrieg, als die Reparationen und die Ausplünderung durch die Alliierten die wirtschaftlichen Grundlagen Deutschlands vernichteteb, was zur Hyperinflation führte und das Sozialgefüge zerstörfte. Einige Experten haben den wirtshaftlichen Dschihad gegen Rußland als bewußten Versuch beschrieben, die taumelnde Supermacht auf Dritte-Welt-Status zurechtzustutzen.“ (Ebd., S. 69).

„Nach dem Niedergang des osmanischen Reiches im 19. Jahrhundert stand Rußland an einer seiner Südflanken - getrennt vom britischen Indien durch das wilde Afghanistan - eine andere Kolonialmacht gegenüber. Ihr Kampf um die Vorherrschaft in Asien wurde als »Great Game« bekannt, und sie spielten es ... nicht nur, um die Kontrolle über wichtige Ressourcen für sich zu gewinnen, sondern auch, um anderen den Zugang zu verwehren. Die heutige Dominanz der USA basiert größtenteils auf ihrer Beinahe-Hegemonie in der weltweiten Ölwirtschaft. Die offizielle US-Politik in Zentralasien bestand ... darin, »Rußlands Monopol über den Transport von Öl und Gas aus dieser Region zu brechen und, ganz offen gesagt, um die westliche Energieversorgung durch Diversifikation des Angebots zu fördern.« (Ahmed Rashid. a.a.O.)“ (Ebd., S. 71).

„Die Akzeptanz Boris Jelzins in der westlichen Presse war der entscheidende Faktor ....“ (Ebd., S. 72).

„Die Clinton-Administration, zutiefst besorgt, daß Jelzin, mit einer Zustimmungsrate von 3 Prozent vielelicht der unpopulärste Politiker der Geschichte, 1996 nicht wiedergewählt würde, drückte im März jenes Jahres einen Kredit des IWF über 10,2 Milliarden Dollar durch, der nicht nur die russische Zentralregierung liquide machte, sondern auch für Jelzins Wahlkampf genutzt wurde.“ (Ebd., S. 75-76).

„Der Zusammenbruch der russischen Wirtschaft (was ist denn eine »russische Wirtschaft«? HB) war schlimmer als das, was US-Amerika während der Weltwirtschaftskrise 1929 erlebte.“ (Ebd., S. 79).

„Der IWF stritt ... jegliche Verantwortung dafür ab, was mit den Riesensummen passiert war, mit denenn er Rußland so schnell überschwemmt hatte und die ebenso schnell von Regierungsgaunern auf ihrfe ausländischen Bankkonten abgesaugt worden waren.“ (Ebd., S. 80).

„Einemn Monat, nachdem er (der IWF-Kredit; HB) überwiesen war, verschwand das Geld, und das Konto wurde aufgelöst. Punkt, aus. .... Ein Teil des an die Bank of Sydney (sie existiert in Wirklichkeit gar nicht; HB) überwiesenen Geldes gelangte auf das Konto einer Firma, die sich zu 25 Prozent im Besitz von Tatjana Djatschenko, der jüngsten Tochter des ... Präsideten Boris Jelzin, befand. Djatschenko und eine kleine Gruppe von Opportunisten, wie z.B. Boris Beresovski, der damals reichste russische Oligarch. Walentin Jumaschev, Leiter der russischen Präsidialverwaltung, und Roman Abramowitsch, Prinzipal und aggressivster Ideologe der »Familie«, regierten das Land im Namen des Präsidenten, während Jelzin aufgrund seines sich rapide verschlechternden Gesundheitszustands von der politischen Bühne verschwand. .. Die Ermittler kamen zu dem Schluß, daß das Geld des IWF sofort auf das Konto der schweizerischen Firma RUNICOM überwiesen wurde. Mithilfe meines Interpol-Kontakts fand ich heraus, daß RUNICOM in Freiburg in der Schweiz gemeldet war. Der Besitzer der Gesellschaft? Der Präsident des FC Chelsea, Roman Abramowitsch. .... Edmond Safra ... starb im Dezember 1999 unter - gelinde gesagt - »verdächtigen Umständen« .... Zur Zeit seines Todes war Safra gerade dabei, den Verkauf seines gesamten Bankenimperiums (!) an ein englisches Bankenkonglomerat abzuschließen. Was über Safra weniger bekannt ist, ist die Tatsache, daß er wahrscheinlich der erste heimliche Goldhändler der Welt war, der verdeckte Operationen für Geheimdienste wie den israelischen Mossad finanzierte. Darüber hinaus war Safra offenbar die Schlüsselfigur im Gold-für-Opium-Handel, indem er den Markt von Hongkong über die Trade Development Bank mit sehr großen Mengen Gold belieferte. Die Quellen dieser sensatuionellen Informationen werden, so leid es mir tut, in diesem Fall anonym bleiben müssen. Der Milliardär war äußerst besorgt, als ihm klar wurde, daß er angeklagt werden könnte, Milliarden des russischen IWF-Kredits gewaschen zu haben, und daß sein Leben bedroht war, entweder durch diejenigen, die das Geld gestohlen hatten, oder durch russische Sicherheitskräfte. Safra begriff, daß die Verflüchtigung der Gelder die Finanzkrise in Rußland ausgelöst hatte.“ (Ebd., S. 84-86).

„Einer Untersuchung des US-Kongresse zufolge, die 2001 durchgeführt wurde, »waschen amerikanische und europäische Banken jährlich zwischen 500 Milliarden und 1 Billion Dollar der internationalem Verbrechensgewinne; die Hälfte davon wird allein von us-amerikanischen Banken gewaschen. Es wird geschätzt, daß die Hälfte des Geldes in die Vereinigten Staaten fließt«, behauptet der Senator von Michigan, Carl Levin. MIt anderen Worten: In den 1990ern waren zwischen 2,5 und 5 Milliarden Dollar (kriminelles und korruptes Geld) von US-Banken gewaschen worden und zirkulierten auf dem US-Finanzmarkt.  –  Was hat das alles zu bedeuten?  –  Ohne dieses illegale Geld würde die US-Wirtschaft zusammenbrechen.“ (Ebd., S. 87).

„Allerdings könnten Gesetze zur Bankentransparenz diesem Multi-Milliarden-Dollar-Fluß praktisch über Nacht ein Ende setzen.“ (Ebd., S. 87).

„Maßgeblich beteiligt an diesem Geldwäschegeschäft sind die wichtigsten Baken der USA, die deren globale Macht durch Geldwäsche und das Management illegal erzielter Vermögen im Ausland stützen. .... »Washington und die Massenmedien haben die USA als Vorreiter im Kampf gegen Drogenhandel, Geldwäsche und politische Korruption dargestellt und das Bild sauberer weißer Hände, die schmutziges Geld bekämpfen, entworfen. In Wahrheit ist es genau umgekehrt. US-Banken haben ein ausgefeiltes Maßnahmenpaket enttwickelt, um illegale Gelder in die USA zu holen, die sie dann in rechtmäßige Geschäfte oder US-Staatsanleihen investieren und damit legitimmieren« (James Petras, a.a.O.).“ (Ebd., S. 88).

„Es gibt zwei Methoden, die große Bankeninstitutionen zur Geldwäsche einsetzen: über Privatbanekn und Korrespondenzbanken.“ (Ebd., S. 88).

„Es ist überflüssig zu erwähnen, daß zu diesen Kunden Drogendealer und andere in kriminelle Aktivitäten verwickelte Leute zählen.“ (Ebd., S. 88).

„Die Russische Föderation der Post-Perestroika - die Post-Jelzin-Zeit, die in Sachen Korruption nicht gerade ungeschult war - verstand es rasch, sich das neue System zunutze zu machen; nennen Sie es Glasnost, Offenheit Opportunismus oder Geldwäsche. Dank der Politik Clintons und des IWF wurde Rußland über Nacht von schmutzigem Geld, schmutziger Politik und schmutzigen politischen Fehden überzogen. Es dauerte nicht lange, bis die Regierungsbürokraten, die Politiker, die vom KGB kontrollierte Mafia und eine neureiche Clique von Oligarchen sich die Pläne der Schattenmeister zu eigen machten, Rußland von einer Supermacht in eine Kleptokrartie zu verwandeln. Wundert es da, daß das russische Volk die strenge Autokratie eines Nationalisten wie Wladimir Putin als Wendung zum Besseren betrachtet?“ (Ebd., S. 90).

 

Schattenmeister Der Bilderberg-Krieg im Kosovo

„Im Jahre 1996 beschlossen die Bilderberger, sich des damaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic zu entledigen. Ihr Masterplan wurde während ihres Treffens 1996 in King City, einem kleinen Ort etwa 35 Kilometer nördlich von Toronto in Ontario, Kanada, ausgeheckt. Zum Kosovo-Krieg und dem darauf folgenden Sturz des serbischen Präsidenten kam es aufgrund der politischen Strategien, die bei der Konferenz der Bilderberger heimlich entwickelt wurden. Ihre Absichten waren klar. Sobald die Zeit reif war, wollten sie ihren Plan umsetzen und das »politische Problem« lösen, das in Milosevics politischem Überleben und der Fortsetzung seiner sozialistischen (nationalsozialistischen oder sozialnationalistischen muß es genauer heißen! HB) Politik mit der Ablehnung ihrer kapitalistischen Ziele bestand, nämlich ganz Europa in einen »freien Markt« zu verwandeln.“ (Ebd., S. 97).

„Die UÇK ist eine terroristische Organisation, die ... »Drogen schmuggelte, mit Prostitution Geschäfte machte und Zivilisten ermordete.« (Tim Marshall, a.a.O.).“ (Ebd., S. 98).

„Expansion als »Grüne Schellstraße, eine etnische/geopolitische Autobahn mit zwei Spuren und zwei Zielen«: einerseits die »westliche NATO mit der östlichen NATO (Türkei) zu verbinden«, und andererseits »den islamischen Einfluß auf den westlichen Unterbau des christlichen Europas zu prognostizieren«. Sowohl die albanische als auch die bosnische Bevölkerung besteht aus Serben, die gezwungenermaßen oder »freiwillig« (Anführungsstriche von mir; HB) zum Islam konvertierten, um der Verfolgung durch die Türken zu entgehen.“ (Ebd., S. 100).

„Die NATO hatte eine unheilsame Zweckehe mit der Mafia geschlossen.“ (Ebd., S. 100).

„Als es nicht gelang, durch illegale Entführungen einen Krieg auf dem Balkan zu entfachen ..., waren die Bilderberger bereit, den Kosovo zu benutzen, um dieses Ziel zu erreichen.“ (Ebd., S. 101).

„Im Februar 1999 waren die Serben gezwungen, an Verhandlungen in Rambouillet (warum nicht gleich Versailles? HB) nahe Paris, teilzunehemen, wollten sie nicht von den weit überlegenen allierten NATO-Kräften in Schutt und Asche gebombt werden. Die US-Außenministerin Madeleine Albright (Bilderberg- und CFR-Mitglied [obwohl ohne Glied! HB]) leitete die Verhandlungen.“ (Ebd., S. 106).

„Die finanziell gut ausgestattete Befreiungsarmee des Kosovo, die buchstäblich aus dem Nichts aufgetaucht war, hatte sich ins Rampenlicht gedrängt, und wieder einmal stand den Balkanländern ein Krieg bevor, der ein großes Gemetzel mit sich bringen sollte. Kurz nach dem Bilderberg-Treffen in King City hatte ich das vorausgesagt. Darüber hinaus haben eine Reihe von angesehenen Medienquellen in den USA und Europa belegt, daß die Befreiungsarmee des Kosovo und ihre albanischen Sponsoren durch Heroin finanzierte organisierte Verbrechergruppen waren, die die Kontrolle über den Transport von Heroin aus dem Nahen Osten nach Europa und in die USA gewinnen wollten.“ (Ebd., S. 107-108).

„Der Rahmen für UÇK-Operationen wurde bei der Bilderberg-Konferenz 1996 abgesteckt.“ (Ebd., S. 109).

„Geheimagent Michael Levine, früher in der us-amerikanischen Drogenbehörde (Drug Enforcement Administration, DEA) tätig, machte am 24. Mai 1999 irn New American folgende niederschmetternde Feststellung: » Vor zehn Jahren haben wir die schlimmsten Elemente unter den Mudschaheddinin in Afghanistan - Drogendealer, Waffenschmuggler und anti-amerikanische Terroristen - bewaffnet und ausgerüstet .... Heute tun wir das Gleiche mit der UÇK, die mit jedem der bekannten Drogenkartelle im Nahen und Fernen Osten in Verbindung steht Interpol, Europol und nahezu jeder europäische Geheimdienst und jede Drogenbehörde hat aktuell Ermittlungen gegen Drogensyndikate laufen, die direkt zur UÇK und direkt zu albanischen Banden in diesem Land (den USA) führen.« (**). Die Bilderberger brauchten ihren Krieg, und sie waren nicht bereit, lange auf den Ausbruch zu warten. Der MI6, die SAS-Sondereinsatzkräfte und die us-amerikanische DIA waren zusammen mit drei privaten britischen und us-amerikanischen Sicherheitsfirmen irn Norden Albaniens eifrig damit beschäftigt, die UÇK-Terroristen auszubilden. Darüber hinaus berichtete Chris Stephen im November 1998 in der britischen Sunday Times, daß vom »islamischen Dschihad« finanzierte Militärausbilder aus der Türkei und Afghanistan die UÇK in Guerrilla- und Ablenkungstaktiken unterrichteten: »Bin Laden war persönlich in Albanien gewesen. Eine der verschiedenen Fundamentalistengruppen, die Einheiten in den Kosovo geschickt hatten, gehörte zu seinem Netzwerk .... Es wird vermutet, daß bin Laden 1994 in Albanien eine Operationszelle eingerichtet hat .... Albanische Quellen behaupten, daß Sali Berisha, der damalige Präsident, Verbindungen zu einigen Gruppen unterhielt, die sich später als extreme Fundamentalisten entpuppten.«“ (Ebd., S. 111).


„Wie mächtig ist die albanische Mafia? Im Jahre 1985 gelang es der albanischen Mafia, den damaligen US-Staatsanwalt für New York, Rudy Guilliani, einzuschüchtern, der laut einem Artikel im Wall Street Journal vom 09.09.1985 »unter Personenschutz stand, nachdem er in New York City einen mit einem mächtigen Ring albanischer Heroinhändler in Verbindung stehenden Fall strafrechtlich verfolgte.«“ (Ebd., Anmerkung 25).

Obwohl sich Präsident Clinton und seine Außenministerin Madeleine Albright heftig ins Zeug legten, um eine politische Legitimierung der UÇK-Terroristen zu liefern, wurden die Verbindungen der Gruppe zum internationalen Terrorismus und zum organisierten Verbrechen vom US-Kongreß ausführlich dokumentiert. Die Bilderberger brauchten die UÇK jedoch, um den lange gewünschten Krieg gegen die Serben auszulösen. Deshalb wurden die von Al-Qaida geförderten paramilitärischen Mörder und Drogenschieber im Kosovo buchstäblich über Nacht zu »Freiheitskämpfern« auserkoren (und in »Kosovo-Schutzkorps« umbenannt), direkt unterstützt von der NATO und der UN.“ (Ebd., S. 111-112).

„Mehr noch, der NATO-Oberbefehlshaber von 1997 bis 2000, General Wesley Clark (ebenfalls Bilderberg- und CFR-Mitglied) stand direkt im Zentrum des ganzen Schlamassels. Die Beweise gegen ihn, und folglich auch gegen die Clinton-Administration, in den Kongreßprotokollen, in Nachrichten und Geheimdienstdokumenten, waren erdrückend. Als der Präsidentschaftskandidat Clark 2004 während der Vorwahlen zum US-Präsidentschaftswahlkampf zu einigen der Anschuldigungen befragt wurde, konnte er nur mit den Achseln zucken, ohne ein einziges Mal Stellung zu beziehen. Clark, ein nützlicher Bilderberg-Strohmann, hatte seine Aufträge buchstabengetreu erfüllt.“ (Ebd., S. 112).

„Einem Ermittlungsbericht aus dem Jahr 2003 zufolge (nachzulesen unter www.globalresearch.ca) hatte Clark »enge persönliche Verbindungen zum Generalstabschef der UÇK, Brigadegeneral Agim Çeku, und dem UÇK-Führer Hashim Thaçi entwickelt«, der während des Kosovo-Kriegs 1999 direkt mit der NATO kollaborierte. Agence France-Presse berichtete am 13. Oktober 1999, daß Thaçi vom Den Haager Kriegsverbrechertribunal »angeblicher Kriegsverbrechen gegen die ethnischen Serben in Kroatien zwischen 1993 und 1995« beschuldigt wurde. Es gibt ein berühmtes Foto des gut aussehenden vierunddreißig Jahre alten UÇK-Führers Hashim Thaçi, wie er der us-amerikanischen Außenministerin und CFR-Mitglied (ohne Glied) Madeleine Albright einen Kuß gab, während ihr loyaler Handlanger General Wesley Clark zuschaute: ein Bild, das mehr sagt als tausend Worte.“ (Ebd., S. 112).

„In einem Artikel von Alex Todorovic und Charles A. Radin im Boston Globe vom 2. August 1999 hieß es: »Terroristen mit Verbindung zu Osama bin Laden, die mit Kalaschnikovs und Panzerfäusten herumlaufen, sind schon schlimm genug. Noch schlimmer ist die Tatsache, daß Hashim Thaçis Männer nicht nur Killer und Kleptomanen sind, sondern Mafiosi, die tief im Drogenhandel stecken.« Während des Krieges zitierte die Washington Times, ein Organ mit engen Kontakten zum Pentagon, einen namentlich nicht genannten Beamten der us-amerikanischen Drogenbehörde, der über die UÇK sagte: »Das waren 1998 Drogenhändler, und jetzt sind sie aus politischen Gründen auf einmal Freiheitskämpfer.«“ (Ebd., S. 112).

„1999 bekam Bill Clintons Administration Auftrieb von Senator Joe Lieberman, einem inoffiziellen Repräsentanten der israelischen Regierung in US-Amerika und baldigem Vizepräsidentschaftskandidaten des Demokraten Al Gore in dessen Wahlkampfteam von 2000, der mit Bestimmtheit feststellte: »Für die UÇK zu kämpfen bedeutet für die Menschenrechte und die us-amerikanischen Werte zu kämpfen.« Saß er Fehlinformationen auf oder war das vielleicht ein Freudscher Versprecher?“ (Ebd., S. 112).

„Kurz nach der US- Präsidentschaftswahl sagte Ralf Mutschke von der Aufklärungsabteilung von Interpol vor dem Justizausschuß des US-Repräsentantenhauses zur Beziehung zwischen der UÇK und Osama bin Laden aus: »Das US-Außenministerium stufte die UÇK als terroristische Organisation ein und wies darauf hin, daß sie ihre Operationen mit Geldern finanzierte, die aus dem internationalen Heroinhandel, Krediten aus islamischen Ländern und von Einzelpersonen, darunter angeblich auch Osama bin Laden, stammten. Eine weitere Verbindung zu bin Laden ist die Tatsache, daß der Bruder eines Anführers bei einer ägyptischen Dschihad-Organisation und Militärkommandant von Osama bin Laden während des Kosovo-Konflikts eine Eliteeinheit der UÇK anführte.«“ (Ebd., S. 112-113).

„Warum sollte Osama bin Laden sich für die UÇK interessieren und umgekehrt? Und das in einem Kampf, bei dem offenbar serbische Nationalisten gegen eine von den USA gestützte Terrororganisation, die UÇK, ins Rennen geschickt wurden? Ben Works, Analyst für militärische Angelegenheiten und Direktor des Strategic Research Institute of the United States (SIRIUS), sagte: »Die UÇK ist nicht streng ideologisch. Die Ideologie Maos ist ein wichtiges Element, aber für die Rekrutierungen ist der militant albanische Nationalismus das Entscheidende .... Es geht in erster Linie um die ethnische albanisch-muslimische Bevölkerung, deshalb wird der Nationalismus in islamische Begriffe gefaßt.«“ (Ebd., S. 113).

„Da gibt es also einen internationalen Terroristen (Osama bin Laden), ausgebildet und finanziert von der CIA, eine internationale Terroristenorganisation (die UÇK, Verzeihung, das Kosovo-Schutzkorps), ausgebildet und finanziert von britischen, us-amerikanischen und deutschen Geheimdiensten und Spezialkräften, sowie ein us-amerikanisches Establishment (Clinton, Gore, Clark, Albright, Holbrooke und Lieberman - allesamt Mitglieder von Bilderberg und CFR, die die Interessen der Neuen Weltordnung repräsentieren), die sich dafür einsetzen, einem seit langem leidenden und unterdrückten Volk »Demokratie« und Gerechtigkeit zu bringen. Die Wahrheit ist, wenn sie ans Licht kommt, manchmal wirklich seltsamer als das Fiktive.“ (Ebd., S. 113).

„»Was der Öffentlichkeit weitgehend verborgen blieb war die Tatsache, daß die UÇK einen Teil ihrer Gelder aus dem Verkauf von Drogen erzielte. Albanien und der Kosovo liegen im Zentrum der »Balkanroute«, die den »Goldenen Halbmond« von Afghanistan und Pakistan mit den Drogenmärkten Buropas verbindet. Diese Route bringt pro Jahr geschätzt vierhundert Milliarden Dollar ein, und über sie werden 80 Prozent des Heroins mit Ziel Europa transportiert.« (Frank Ciluffo vom Globalized Organized Crime Program, Justizausschuß des US-Repräsentantenhauses, 13. Dezember 2000).“ (Ebd., S. 113).

„Die UÇK, international als Terrorgruppe eingestuft, wird zu einem großen Teil durch das organisierte Verbrechen in Albanien finanziert - insbesondere durch den Drogenhandel - und sie steht auch mit einem großen Drogenschmugglerring in Verbindung, der von der Türkei über den Balkan nach Europa reicht.“ (Ebd., S. 114).

„Man erinnere sich, daß Michael Levine, ein hoch dekorierter ehemaliger Undercoveragent der us-amerikanischen Drogenbehörde (DEA) und Autor der Bücher Deep Cover und The Big White Lie, feststellte: »Interpol, Europol und nahezu jeder europäische Geheimdienst und jede Drogenbehörde hat aktuell Ermittlungen gegen Drogensyndikate laufen, die unmittelbar zur UÇK und direkt zu albanischen Banden in diesem Land (den USA) führen.« (**).“ (Ebd., S. 114).

„Was Michael Levine höchstwahrscheinlich nicht wußte, ist die Tatsache, daß der albanische UÇK-Drogenhandel »von oben nach unten« kontrolliert wird, und zwar von derselben Gruppe, die versuchte, die Spaltung Kanadas zu organisieren, und die Kriege in Afghanistan und dem Kosovo ausgelöst hat. Um das Engagement der NATO und infolgedessen der Bilderberger im Kosovo zu verstehen, müssen wir die Prinzipien des Drogenhandels verstehen.“ (Ebd., S. 114).

„Wahrscheinlich zählt der durch den Drogenhandel jährlich erzielte Gewinn zu einem der am besten gehüteten Geheimnisse der Welt. Doch ein hochrangiger Experte für Geldwäsche in der mit der Überwachung der globalen Geldflüsse beauftragten US-Behörde sagte mir einmal: »Die Gesamtsumme liegt irgendwo bei siebenhundert Milliarden Dollar in steuerfreiem Bargeld pro Jahr.« In Wahrheit wurde das Drogengeld »ein wesentlicher Teil des Banken- und Finanzsystems, weil es das flüssige Bargeld liefert, das notwendig ist, um die »monatlichen Mindestgeldflüsse« im Zusammenhang mit riesigen Aktien-, Derivate- und Investmentblasen in den USA und Großbritannien zu gewährleisten«, erklärte Michael C. Ruppert, ehemaliger Beamter des Los Angeles Police Department, in seinem Bestseller Crossing the Rubicon.“ (Ebd., S. 114).

„Unternehmen, deren Aktien an der Wall Street gehandelt werden, haben Börsenwerte, die auf den jährlichen Nettogewinnen basieren. Dieser Multiplikatoreffekt im Aktienkapital, der als Börsenwert im Verhältnis zum Gewinn bekannt ist, kann einen Faktor von bis zu 30 erreichen. So können große Firmen wie, sagen wir, die Chase Manhattan Bank, General Electric oder Brown Brothers Harriman , zusätzliche zehn Millionen Dollar Gewinn aus dem Drogenhandel einstreichen, doch der Nettozuwachs des Firmenkapitals kann sich auf bis zu 300 Millionen Dollar belaufen. Diese und andere große Firmen halten Aktienbestände der drei größten us-amerikanischen Nachrichtennetzwerke mit vielen tausend angeschlossenen Stationen im ganzen Land. Warum berichten diese Netzwerke nicht korrekt über den Drogenhandel und die Verwicklung der CIA? Könnten sie Bestandteil des Unternehmens sein?“ (Ebd., S. 114-115).

„Was bei dem lukrativen Rauschgifthandel außerdem häufig übersehen wird, ist die phantastische Geldsumme, die Firmen verdienen können, wenn sie sich von Drogendealern oder mit Drogen handelnden Nationen illegales Geld zu niedrigeren Zinsen leihen und es mit astronomischen Gewinnen waschen. Werden 100 Milliarden Dollar nutzlosen illegalen Geldes zu 5 Prozent einem Riesenunternehmen geliehen, so wird das Geld im Gegenzug legal und flüssig: »Der Drogenhandel ist heute deshalb so mächtig, weil er die Investitionen der größten Unternehmen der Welt versichert. Er versichert Politiker. Er hat die Gringos von der Wall Street am Haken, deren eigene Kinder manchmal an diesen Drogen sterben. Die Wall Street kann es sich nicht leisten, die Drogenbarone fallen zu lassen. Der Kongreß kann es sich nicht leisten, die Drogenbarone fallen zu lassen. Präsidenten und ihre Wahlkampffinanziers können es sich nicht leisten, die Drogenbarone fallen zu lassen. Warum? Weil unsere gesamte Wirtschaft, von nur 1 Prozent der Bevölkerung (Hervorhebung von mir; HB) kontrolliert, das Risiko nicht eingehen kann, daß die Konkurrenz (geschäftlich oder politisch), den Vorteil hat, Drogengeld zu nutzen. Und für jede Million Dollar zusätzlicher Verkäufe und zusätzlicher Gewinne durch eine Übernahme steigt das Aktienkapital des 1 Prozents, das die Wall Street kontrolliert, um das 20- bis 30fache.« (Michael C. Ruppert, a.a.O.).“ (Ebd., S. 115).

„Und so war das Hindernis für eine direktere, profitablere und effizientere Route von Afghanistan und Pakistan über die Türkei nach Europa »eine stabile jugoslawisch-serbische Regierung, die den Balkan kontrolliert«, erklärt Ruppert in Crossing the Rubicon weiter. Mit der Zerstörung des Kosovo und Serbiens sowie der Installation der UÇK als regionale Macht eröffnete die Clinton-Administration einen direkten Weg von Afghanistan nach Westeuropa.“ (Ebd., S. 115).

„Christian de Brie und Jean de Maillard beschrieben in einem Enthüllungsartikel mit dem Titel »Crime, The World's Biggest Free Enterprise« für die Aprilausgabe 2000 von Le Monde Diplomatique ein konkretes »Betriebsystem« des internationalen Drogenkapitalflusses, wobei der Gewinn des Drogenhandels auf jährlich 500 Milliarden Dollar geschätzt wird.“ (Ebd., S. 115).

„Dadurch, daß es dem Kapital ermöglicht wird, ungehindert von einem Ende der Welt zum anderen zu fließen, haben die Globalisierung und die Aufgabe der Souveränität gemeinsam das explosionsartige Wachstum eines illegalen Finanzmarkts gefördert. Es handelt sich um ein geschlossenes System, das in engem Zusammenhang zur Expansion des modernen Kapitalismus steht und auf einem Zusammenschluß dreier Partner basiert: (1) Regierungen, (2) transnationale Unternehmen und (3) verschiedene Mafia-Organisationen. Geschäft ist Geschäft: Finanzkriminalität ist vor allem ein florierender und strukturierter Markt, der nach Angebot und Nachfrage funktioniert. »Big-Business«-Komplizenschaft und politisches Laisser-faire sind die Grundvoraussetzungen, daß das groß angelegte organisierte Verbrechen die sagenhaften Gewinne seiner Aktivitäten waschen und recyceln kann. Und die transnationalen Konzerne brauchen die Unterstützung der Regierungen sowie die Neutralität der regulierenden Behörden, um ihre Stellung zu behaupten, ihre Gewinne zu erhöhen, dem Konkurrenzdruck standzuhalten, »den Deal des Jahrhunderts« abzuschließen und die verbotenen Operationen zu finanzieren. Politiker sind direkt verwickelt, und ihre Fähigkeit, einzugreifen, hängt von dem Rückhalt und den Spenden ab, die sie an der Macht halten. Dieser Interessenkonflikt stellt einen entscheidenden Aspekt der Weltwirtschaft dar, er ist das Öl, das die Räder des Kapitalismus am Laufen hält.“ (Ebd., S. 115-116).

„Nach dem Bilderberg-Treffen in King City, Kanada, 1996 haben wir dank der Informationen, die wir von unserer sehr kundigen Quelle aus der Bilderberg-Gruppe erhielten, gewarnt, daß »bereits, um die tödliche und schnelle Ausbreitung des Konflikts sicherzustellen, Diskussionen über eine Stationierung einer kleinen und glücklosen Gruppe von NATO-Soldaten an der Grenze zwischen der Jugoslawischen Föderation und Albanien stattfinden, vorgeblich, um zu verhindern, daß von Albanien Waffen und Drogen in den Kosovo gelangen. Das wird wohl kaum den steten Strom von Waffen eindämmen, die über dieses zerklüftete Gebiet hereinkommen. Aber es wird die Drogentransporte erfolgreich schützen, die von der UÇK genutzt werden, um die notwendigen Gelder für einen lang andauernden bewaffneten Kampf und Feindseligkeiten gegen die Serben anzutreiben, die Grundvoraussetzungen für einen ausgewachsenen Krieg auf dem Balkan sind.«“ (Ebd., S. 116).

„Wir können eine verblüffende Parallele zwischen dem heutigen Kosovo und einem anderen fernen Land feststellen, das die damaligen Weltherrscher beschäftigte - nämlich die britische Krone. Jedes englische Kind wächst mit Ehrfurcht vor dem unsterblichen Namen Chaiber- Paß auf. Mehrere hunderttausend Seiten sind über die Abenteuer der britischen Armee in diesem Niemandsland geschrieben worden, die gegen lokale Stämme kämpfte, um ein unbedeutendes Stück Erde zu sichern, für das niemand, der bei Verstand ist, je sein Leben opfern würde ..., es sei denn, daß es einen eher düsteren Grund gab, junge Soldaten in diesem fernen Land in den Tod zu schicken.“ (Ebd., S. 116).

„Warum war die britische Armee am Chaiber-Paß stationiert? Wegen des widerlichen Opiumhandels, der sogenannten »Beute des Empires«, über die die gebildeten, eleganten und gut situierten Kreise der englischen Gesellschaft natürlich leichtfertig plauderten. Was Rudyard Kipling uns zu erzählen unterließ, war die Tatsache, daß Märchengeschichten über den Heldenmut am Chaiber-Paß in Wahrheit den groß angelegten Opiumhandel kaschierten. Genau wie bei den NATO-Soldaten, die an der Grenze zwischen der Jugoslawischen Föderation und Albanien zum Schutz des Drogentransports stationiert wurden, so wurde die britische Armee am Chaiber-Paß stationiert, um die Karawanen, die das Rohopium transportierten, vor Überfällen durch die lokalen Stämme zu schützen.“ (Ebd., S. 116-117).

„Wußte Clinton (Mitglied von Bilderberg und CFR), der US-Präsident, der die Informationen der CIA hatte, was sich da abspielte? Wußte Außenministerin Albright (Mitglied [obwohl ohne Glied] von Bilderberg und CFR), daß die UÇK aus Drogendealern und Mördern bestand? War Richard Holbrooke (Mitglied von Bilderberg und CFR), der »Vater« des Friedensplans von Dayton, nicht über die Verbindungen zwischen den mit Drogen dealenden Terroristen und Mördern und Hashim Thaçi informiert? Wußte der damalige NATO-Generalsekretär, »der Stolz Spaniens«, Javier Solana (Bilderberg-Mitglied) nicht, was los war?“ (Ebd., S. 117).

„Wußte das englische Königshaus, warum Soldaten in einer der feindseligsten Regionen der Erde stationiert wurden? Schließlich waren die Kosten für den Schatzkanzler unerschwinglich. Der lukrative Opiumhandel war damals praktisch das einzig Wertvolle in dieser Region. Die Mutmaßung, daß die höchsten Ebenen der Regierung Ihrer Majestät, falls nicht Ihre Majestät selbst, nicht wußten, wofür die Rotröcke geopfert wurden, strapaziert die Glaubwürdigkeit sehr. Leider hat sich die Menschheit kein bißchen verändert, und das, was sie zum Töten antrieb, tötet noch immer Millionen Menschen in fernen Ländern - zum Nutzen einer kleinen privilegierten Gruppe von Weltherrschern.“ (Ebd., S. 117).

„Ein weiterer Kriegsgrund: der Erzreichtum der Trepca-Mine im Kosovo.“ (Ebd., S. 117).

 

Schattenmeister Die Schattenmeister des Business-as-usual

„»(Professor Alfred) McGoy stellte fest, daß es aufgrund ihres Interesses an den »geheimen Künsten« eine »natürliche Affinität« zwischen Kriminellen und Spionen gebe. Kriminelle böten Spionen ein verdecktes Netzwerk für politische Morde, Schmuggel und Einschüchterung, während Kriminelle von diesen Imächtigen Verbündeten Schutz für ihre unsauberen Geschäfte erhielten, was sie in die Lage versetze, ganz offen gegen Gesetze zu verstoßen.« (John Jiggens, The Sydney Connection).“ (Ebd., S. 131).

„Wie zuvor dargestellt, stand der Kosovo-Krieg in direkter Verbindung zum Drogenhandel, vor allem zum Heroinhandel. Roger Boyes und Eske Wright stellten in einem Artikel für die Londoner Times, der am 24. März 1999 unter der Überschrift »Drogengeld führt zu den Kosovo-Rebellen« veröffentlicht wurde, fest, daß »Albanien - das für die Weiterleitung von Geld an die Kosovaren eine Schlüsselrolle spielt - Dreh- und Angelpunkt des europäischen Drogenhandels ist«; Im Jahr 2004 wurden weltweit zwischen 400 und 500 Tonnen Heroin konsumiert. Laut Berichten der US-Drogenbehörde (DEA) und des Department of Justice Intelligence gelangen etwa 80 Prozent der Drogen über den Kosovo nach Europa. Ein anderer Geheimdienstbericht, der vom deutschen Bundesnachrichtendienst stammte, kam zu dem Schluß, daß »Albaner inzwischen die größte Gruppe beim Vertrieb von Heroin in westliche Länder bilden«.“ (Ebd., S. 131).

„Jane's Intelligence Review, das unbestritten beste Geheimdienstmagazin der Welt, brauchte noch drei Jahre, bis es (in der Ausgabe vom 3. Januar 1999) zur selben Schlußfolgerung gelangte, über die wir schon nach dem Bilderberg-Treffen 1996 berichteten: »Westliche Geheimdienste gehen davon aus, daß die UÇK mit Hilfe von Geldern des Drogenschmuggels durch Albanien sowie mit Hilfe von ›Spenden‹ der albanischen Diaspora in Westeuropa und Nordamerika wiederbewaffnet wurde .... Albanien hat sich zum Zentrum des Verbrechens in Europa entwickelt. Die mächtigsten Gruppen im Land sind organisierte Kriminelle, die Albanien nutzen, um einen großen Teil der für Westeuropa bestimmten Drogen zu verarbeiten und zu lagern .... Die albanischen Verbrecherbanden fördern aktiv den Krieg im Kosovo. Viele von ihnen haben familiäre Beziehungen zu albanischen Gruppen im Kosovo und unterstützen sie mit Waffen und anderen Ausrüstungsgegenständen, entweder aus Familiensolidarität oder nur des Profits wegen. Diese Verbindungen bedeuten, daß die UÇK-Kämpfer eine sichere Basisregion und recht gute Kommunikationsmöglichkeiten mit der Außenwelt haben. Serbische Soldaten versuchten, die Grenze abzuriegeln, allerdings mit geringem Erfolg.«“ (Ebd., S. 131-132).

„Falls es der UÇK »gestattet« war, Drogen zu verkaufen und von den Gewinnen zu profitieren, ist daraus logischerweise zu folgern, daß die gesamte Operation von ganz oben bewilligt wurde, das heißt von den Bilderbergern selbst (durch die übliche Gruppe von Vermittlern wie der US-Regierung, der Geheimdienste Großbritanniens, Deutschlands und der USA, den UN-Bürokraten, den relevanten NGOs, der Europäischen Kommission und der NATO, die sie kontrollieren). Mindestens seit den 1950er-Jahren und den Stellvertreterkriegen zwischen Ost ~ und West in Südostasien ist das Engagement von Regierungs-»Spionen« im Dro- ~ genhandel notorisch geworden, obwohl das natürlich von den Regierungen selbst vehement bestritten wurde.“ (Ebd., S. 132).

„Michael Ruppert legte 1997 den Select Intelligence Committees beider Häuser des US-Kongresses ein ausführliches Statement vor. Es erschien nicht im Kongreßprotokoll und durfte nicht als Zeugenaussage verwendet werden. Es begann folgendermaßen:
»Herr Vorsitzender,
am 15. November 1996 war ich bei einer Stadtratsversammlung in der Locke Highschool in Los Angeles und sagte dem Direktor der CIA, John Deutch: ›Ich war Drogenermittler der Polizei von Los Angeles. Ich habe im südlichen Zentrum von Los Angeles gearbeitet und kann Ihnen, Direktor Deutch, klipp und klar sagen, daß die CIA seit langem in diesem Land mit Drogen handelt.‹ Dann berichtete ich Direktor Deutch von drei Operationen der CIA, genannt Amadeus, Pegasus und Watchtower.
Den meisten Amerikanern wird weisgemacht, der Zweck dieser Anhörungen bestehe darin festzustellen, ob es irgendwelche Beweise gibt, daß die CIA während der Iran-Contra-Ära mit Drogen gedealt hat oder nicht. Wenn es in diesen , Anhörungen um Beweise ginge, dann habe ich die patriotische Pflicht, Jack Blum zu zitieren, der vor 10 Jahren Chefermittler des Kerry Subcommittees für Drogen und Terrorismus war. Er machte im vergangenen Jahr vor diesem Komitee seine Aussage und stellte fest: ›Wir brauchen nicht zu ermitteln. Wir wissen bereits Bescheid.‹ Wir hätten viele Steuergelder einsparen können, hätten wir einfach die Akten der Kerry-Anhörungen noch einmal gelesen. Darin finden sich mehr Beweise, als jedes Gericht der Welt braucht, um Anklage zu erheben.
Am besten zitiere ich Ihnen einen Eintrag aus Oliver Norths Tagebuch vom 2. Juli 1985, in dem es heißt, daß 14 Millionen Dollar, die für Waffenkäufe für die Contras bereitgestellt wurden, ›von Drogen kamen‹. Ich brauche nicht auf die 250 weiteren seiner Tagebucheinträge hinweisen, die sich auf Drogen beziehen. Oder ich könnte Dennis Dayle zitieren, einen hochrangigen Agenten der Drogenbehörde, der sagte: ›In den 30 Jahren meiner Arbeit bei der DEA hat sich fast ausnahmslos gezeigt, daß die wichtigsten Zielobjekte meiner Ermittlungen für die CIA arbeiteten.‹
Aber in diesen Anhörungen geht es nicht um Beweise. Es geht um Korruption und Vertuschung. Die CIA hat nicht nur während der Iran-Contra-Zeit mit Drogen gehandelt; das hat sie in den gesamten 50 Jahren ihres Bestehens getan (also: seit 1947, denn die CIA existiert seit 1947; HB). Ich liefere Ihnen Beweise, die belegen, daß die CIA und viele Personen, die während der Iran-Contra-Ära bekannt wurden, wie zum Beispiel Richard Secord, Ted Shackley, rom Clines, Felix Rodriguez und George Herbert Walker Bush - der Direktor der CIA war, als ich zum ersten Mal mit dem Drogenhandel der CIA zu tun bekam - seit der Zeit des Vietnamkriegs Drogen an Amerikaner verkaufen. Ich habe sehr darauf geachtet, sicherzustellen, daß das, was ich Ihnen heute sage, vor Gericht als Beweis zugelassen wird.«
Der Einsatz des Drogenhandels zur Sicherung ökonomischer Vorteile reicht zur englischen Ostindien-Kompanie zurück, die die erste war, die Ende des 17. Jahrhunderts Opium von Indien nach China schmuggelte. Das hat sie 300 Jahre lang getan. Warum zimperlich sein, wenn dieser Handel den regierenden Eliten unzählige Milliarden einbringt? Auch für die reichsten Bankiersfamilien, die mit der Bilderberg-Gruppe in Verbindung stehen, welche auf unterschiedliche Weise eine direkte Nachfahrin sowohl der niederländischen als auch der englischen Ostindien-Kompanie ist, waren Drogengewinne die Haupteinnahmequelle.“ (Ebd., S. 133).

„Im 20. Jahrhundert wurde der Drogenhandel für illegal erklärt. Inzwischen muß das Geld, bevor es für legitime Geschäfte eingesetzt werden kann, versteckt und dann gewaschen werden. 700 Milliarden Dollar pro Jahr ist zu viel Geld, als daß man es in einer Socke verstecken könnte. Man braucht viel Erfahrung und Kenntnisse, um solche Summen heimlich zu bewegen. Summen, die häufig über verschlungene Pfade elektronisch überwiesen werden, werden so schnell bewegt, daß sie nur von jenen aufgespürt werden können, die die Computer und die Software beherrschen.“ (Ebd., S. 133).

Das von der Geldwäsche „erwirtschaftete“ Vermögen,
das von der Citigroup kontrollierte Vermögen und
die BIPs der 10 größten Volkswirtschaften (2008)
VolkswirtschaftBIP in US-$UnternehmenVermögen in US-$
USA13,840 Bio.  
Japan  4,384 Bio.  
Deutschland  3,667 Bio.  
China  3,251 Bio.  
Großbritannien  2,474 Bio.  
Frankreich  2,395 Bio.  
  Citigroup  2,200 Bio.
Italien   2,105 Bio.  
  Geldwäsche  2,000 Bio.
Kanada  1,432 Bio.  
Brasilien  1,314 Bio.  

„Im Bericht des IWF von 2001 heißt es: »Die Gewinnung und Wäsche von Drogengeld ist entscheidend, weil dies Kanäle für den Fluß anderer krimineller Profite eröffnet.« Das britische Außenministerium berichtete, daß »die Geldwäsche 1,5 Billionen Dollar beziehungsweise 2 bis 5 Prozent der weltweiten Summe aller Bruttoinlandsprodukte erwirtschaftet«, eine Zahl, die die Bruttoinlandsprodukte sämtlicher Länder der Welt, bis auf die fünf größten Ökonomien, übersteigt. (Vgl. die Abbildung, die sich allerdings nicht auf 2001, sondern auf 2008 bezieht; HB).“ (Ebd., S. 134).

„Ein Bericht des Public Policy Committee des US-Senats vom März 1999 bringt den Krieg mit ins Spiel: »Die festgestellte Verbindung von Drogenhandel und Waffenkäufen für die anti-serbischen albanischen Kräfte im Kosovo reicht vor die Zeit der Bildung der UÇK zurück und kann als Haupteinnahmequelle betrachtet werden, die es der UÇK überhaupt erst ermöglichte, sich als Streitmacht zu etablieren.«“ (Ebd., S. 134).

„Ein 1994 im San Francisco Chronicle veröffentlichter Artikel beschrieb den größeren Kontext: »Drogenschmuggel hat sich zur Hauptquelle für die Finanzierung der sich bereits im Gange befindenden - oder rasch heraufziehenden - Bürgerkriege in Südeuropa und dem östlichen Mittelmeerraum entwickelt. Der Bericht des in Paris ansässigen Observatoire Geopolitique des Drogues macht die Kriegsteilnehmer in den ehemaligen jugoslawischen Republiken und die Türkei als Hauptakteure im schnell wachsenden Handel von Drogen-gegen-Waffen in der Region aus. Albanische Nationalisten im ethnisch angespannten Mazedonien und der serbischen Provinz Kosovo haben ein riesiges Heroinnetzwerk aufgebaut, das von den Opiumfeldern Pakistans zu den Schwarzmarktwaffenhändlern in der Schweiz reicht und durch das, wie es im Bericht heißt, jährlich Drogen im Wert von 2 Milliarden Dollar nach Mitteleuropa gelangen. Mehr als 500 mazedonische oder Kosovo-Albaner sitzen wegen Drogen- oder Waffenhandels in Schweizer Gefängnissen ein und mehr als 1000 weitere stehen unter Anklage. Die Waffen werden angeblich im Kosovo für den möglichen Einsatz gegen die serbische Regierung in Belgrad gehortet, die den albanischen Autonomiebefürwortern vor 5 Jahren einen kräftigen Dämpfer versetzt hat.«“ (Ebd., S. 134).

Die von den Regierungen in Europa und Nordamerika gestarteten öffentlichen Kampagnen, die lautstark versprechen, »den Drogenhändlern den Kampf anzusagen«, sind blanker Unsinn. Wollten die Regierungen den Rauschgifthandel wirklich unterbinden, bräuchten sie nur Gesetze zu erlassen, die die Hersteller von Acetanhydrid, der wichtigsten Chemikalie für die Heroinproduktion, verpflichteten, akribisch zu dokumentieren, wer die Chemikalie zu welchem Zweck kauft und wohin sie geliefert wird. Doch eine solch einseitige Aktion aufseiten jeder eigenwilligen Regierung würde den Oligarchenfamilien Europas und der Vereinigten Staaten sehr mißfallen, weil diese Leute, wie ich gezeigt habe, jedes Jahr Hunderte Milliarden Dollar aus dem Drogenhandel einstreichen.“ (Ebd., S. 136).

„Überflüssig zu erwähnen ist, daß der Regierungschef, der es tatsächlich wagt, »den Drogendealern den Kampf anzusagen«, sofort Zielobjekt eines Mordanschlags würde. Warum sind die Namen der »wahren Schuldigen«, der noblen Familien der britischen und us-amerikanischen Eliten, so lange unbekannt geblieben? Weil Banken von dem illegalen Handel über unzählige Mittelsmänner und Scheinfirmen profitierten, die ihre kriminelle Verstrickung vor dem prüfenden Blick der Öffentlichkeit gut verbargen.“ (Ebd., S. 136).

„Deshalb war die »albanische Frage« im Kosovo - Geldwäsche, Drogen, Waffenhandel, Terrorismus - ein Pulverfaß, das nur darauf wartete zu explodieren. Und die Bilderberger waren bereit, die ganze Region mit in die Luft fliegen zu lassen. Wieder kann der Zusammenhang erweitert werden: »Es kam der Türkei, dem Iran und der muslimischen Welt sehr zupaß, sich bei diesem Konflikt auf die Seite der Kosovaren, der UÇK und damit Albaniens zu schlagen, und bot der Türkei die Gelegenheit, gemeinsam mit den Europäern zu kämpfen und damit den Erzrivalen Griechenland ein wenig zur Nebensache zu machen. Das bringt die Türkei mehr in Richtung Europa, als daß es weiter nach Osten abdriftet, was zudem den westlichen Ölinteressen im Kaukasus und in Zentralasien dient, weil es Rußland umgeht. Das scheint, was den Kosovo anbelangt, der entscheidende Punkt zu sein, aber auch den langfristigen geostrategischen Absichten zu entsprechen.« (Grattan Healy, a.a.O.).“ (Ebd., S. 136).

„Sie können sich bei einigen Dingen jedenfalls sicher sein. Erstens: Die Bilderberger sind nicht direkt und persönlich für den Drogenhandel und die Geldwäsche der Drogenprofite verantwortlich. Damit ist die CIA beauftragt. (**). Gewöhnlich gehen CIA-Aktionen mit einem explosionsartigen Anstieg des Heroinkonsums in der Region einher. (Der Irak, der allem Anschein nach nie ein Drogenproblem hatte, ist heute laut Bericht des einflußreichen Internationalen Suchtstoffkontrollrats, Narcotics Control Board, der am 12. Mai 2005 in der BBC zitiert wurdeeiner der größten Märkte für Heroin aus Afghanistan.) Zweitens: Der Cashflow und die Gewinne durch den Schmuggel werden inzwischen über US- Banken abgewickelt und an der Wall Street in Aktiendepots eingelagert. »Das ist es, was die CIA tut«, war die klare Schlußfolgerung des ehemaligen Drogenermittlers Michael C. Ruppert in einem Artikel mit der Überschrift »Die Lügen über das Heroin der Taliban«.“ (Ebd., S. 136-137).


„Eine Aktion, die als mit Drogenhandeloperationen der CIA in - Verbindung stehend eingestuft wird, erhielt den Kodenamen Amadeus und war ein von der CIA verwendeter Überbegriff für das Waschen von Drogengeldern über eine Vielzahl von Banken auf der ganzen Welt. Einige Bankverbindungen und Kontonummern auf den Bahamas und der Jersey-Insel bestehen noch heute. Michael C. Ruppert, ein ehemaliger Polizist aus Los Angeles, stellte bei seinen einleitenden Bemerkungen vor dem Sonderausschuß des US-Senats zu Erkenntnissen über mit der CIA in Verbindung stehende Drogengeschäfte und Operationen mit den Contras fest: »Wir haben inzwischen auf Band gespeicherte Aussagen von James Robert Strauss, daß Amadeus kein anderer war als George Herbert Walker Bush. Dieses Tonband ist sicher aufbewahrt und wartet auf die Gelegenheit, dem us-amerikanischen Volk von Albert V. Carones Tochter, Dee Ferdinand, direkt vorgestellt zu werden, damit es sich ein eigenes Urteil bilden kann.« Carone war Kriminalbeamter des New York Police Department und Schutzgeldeintreiber für die genuesische Mafia, der Lieferungen von CIA-Drogen an verschiedene Mafia-Clans schützte. Außerdem war er Oberst der US-Armee und CIA-Agent. Er starb 1990 an einer chemischen Vergiftung unbekannter Ursache. (Mit anderen Worten: Er wurde ermordet.)“ (Ebd., Anmerkung 4).

„Die Bewegung dieser gewaltigen Bargeldmengen dient zwei Zwecken: Rußland zu schwächen und die gesamte Balkanregion, von der Türkei über Osteuropa nach Rußland, durch diesen Geldfluß zu destabilisieren. Die Destabilisierung der Region kann zur Balkanisierung Rußlands führen. Darüber hinaus wird die zunehmende us-amerikanische Militärpräsenz und die von den Bilderbergern beherrschte wirtschaftliche Präsenz die Kontrolle ihrer Neuen Weltordnung über die letzten verbliebenen Öl- und Gasvorkommen in der Region verstärken. Das wird eine weitere Verringerung des russischen Einflusses in der Region und eine stark steigende globale Instabilität nach sich ziehen. Globale Instabilität bietet den Bilderbergern die phantastische Gelegenheit, an beide Seiten Waffen und Butter zu verkaufen.“ (Ebd., S. 137).

„Profitieren die Drogenbarone in geächteten Staaten vom üblen Geschäft mit dem Rauschgift? Die größten und mächtigsten Unternehmen der Welt sowie einige unserer führenden Bürger haben von dem Geschäft profitiert, lange bevor die Pablo Escobars und Manuel Noriegas daherkamen. Was haben der internationale Terrorismus, die Finanzmärkte, der Aufbau von Imperien und der Kapitalismus gemein? Ihre vollkommene Abhängigkeit von Drogengewinnen, um überhaupt existieren zu können.“ (Ebd., S. 137).

„Der Kampf gegen Drogen ist eine Farce. Er war schon immer eine Farce und wird es auch weiterhin sein, solange damit Geld verdient werden kann, während unsere Politiker Lippenbekenntnisse über die Gefahren des Drogenmißbrauchs mit eingängigen Slogans wie »Keine Macht den Drogen« in die Welt posaunen. Dafür gibt es historische Gründe.“ (Ebd., S. 137).

„In seinem akkurat recherchierten Buch Opium, Empire and the Global Political Economy stellt Professor Carl Trocki dar, daß ein organisierter Drogenhandel historisch mit der Entwicklung des Kapitalismus in Verbindung gebracht werden kann. Eine der entscheidenden Begleiterscheinungen des Drogenhandels, so der Autor, sei die Schaffung einer rudimentären Form von Monopol gewesen. »Die Existenz eines Monopols führte zur Konzentration riesiger Reichtümer in den Händen einer relativ kleinen Gruppe von Menschen. Reichtum führte zur Anhäufung von Macht. Die Anhäufung von Reichtum und Macht, die auf einer Reihe historischer Drogengeschäfte basierte, zählten zu den wichtigsten Grundlagen des globalen Kapitalismus und des modernen Nationalstaats an sich.« (Carl Trocki, a.a.O.).“ (Ebd., S. 137).

Als Ergebnis dieses Prozesses, postuliert Trocki, hat eine Vielzahl fundamentaler Veränderungen im menschlichen Leben stattgefunden, in deren Verlauf sich sowohl die sozialen als auch die ökonomischen Verhältnisse dramatisch gewandelt haben. »Die zwei Haupteffekte sind die Schaffung von Massenmärkten und die Entstehung eines beispiellosen Geldflusses. Im Laufe der Zeit wurden Drogen zu einem wesentlichen Element der Finanzierung sämtlicher krimineller Strukturen - von den europäischen Imperien des 16. Jahrhunderts bis heute. Alle hingen und hängen von den enormen Profiten ab, die von der Monopolisierung des lukrativsten Geschäfts der Welt stammen.« (Carl Trocki, a.a.O.).“ (Ebd., S. 138).

„In Wahrheit stand der ganze Aufstieg des Westens von 1500 bis 1900 mit einer Reihe von Drogengeschäften in Verbindung. Mit der Zeit wurden die Europäer die wichtigsten Produzenten und Lieferanten. Opium war die erste suchterzeugende Droge, die einer Bevölkerung gewaltsam aufgezwungen wurde. Es wurde des Profits wegen verkauft. Und diese Profite flossen zunächst in die Institutionen, die den Handel förderten und schützten. »Darunter vor allem die englischen und niederländischen Ostindien-Kompanien, ihre Nachfolger, die britische Kolonialregierung in Indien und die Vereinigung niederländischer und später auch englischer Kaufleute, die das wirtschaftliche Fundament der imperialen Ökonomie legten. Der Opiumhandel war nicht einfach ein Auswuchs des Britischen Empires. Es war seine entscheidende Komponente. Das Britische Empire, der Opiumhandel und der Aufstieg des Kapitalismus hingen zeitlich zusammen.« (Carl Trocki, a.a.O.). Als dem Opiumhandel Anfang des 20. Jahrhunderts ein Ende gemacht wurde, begann das Britische Empire zu bröckeln.“ (Ebd., S. 138).

„Das Opium war entscheidend für die Expansion des Britischen Empires im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, und ohne Opium hätte es das Empire womöglich gar nicht gegeben. »Mit Gewinnen aus dem Drogenhandel wurden die Rechnungen bezahlt und sie lieferten eine regelmäßige Quelle hoher Einkommen, die es erst ermöglichten, daß sich das Empire in Indien halten konnte. Die Drogen waren nicht nur Haupteinnahmequelle, sondern in den ersten siebzig Jahren des 19. Jahrhunderts auch diejenige Ware, die am meisten exportiert wurde.« (Carl Trocki, a.a.O.). Das Drogengeschäft führte darüber hinaus zu einer Konzentration von Kapitalisten und einer weltweiten kapitalistischen Struktur, ohne die nichts von dem, was später kam, möglich gewesen wäre. Diese Entwicklungen fanden zunächst in London und später in Boston und New York statt.“ (Ebd., S. 138).

„Die großen Kaufmannshäuser, die Banken und Versicherungsgesellschaften, deren Wurzeln der Asienhandel gewesen war, hatten alle mit Opium ihren Anfang gemacht. Durch diesen Handel wurden Unsummen generiert, aber auch ein Massenmarkt geschaffen und die vielen entstehenden Banken-, Versicherungsund Transportinstitutionen ernährt.“ (Ebd., S. 138).

„Letztlich war der Kapitalismus schon immer eng mit Drogengeschäften verknüpft, weil er verfügbares Schwarzgeld brauchte, um die Ausbeutung und »Verteidigung« zu finanzieren - und das alles unter dem Banner des »freien Handels«. »Die Vereinigung von Banken-, Transport- und Versicherungswesen rund um den Opiumhandel war eines der außergewöhnlichsten Merkmale der Ära. Sie dienten nicht nur dem Opiumhandel, sondern wurden Grundlage einer kommerziellen Infrastruktur, die letztlich eine breite Handelspalette ermöglichte.«(Carl Trocki, a.a.O.).“ (Ebd., S. 138-139).

„Mit der Zeit wurden die Drogen zu einer Ware, die den Bedarf weiterer Waren hervorrief. Vom 15. bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wurden Land, Arbeit, fiskalische Beziehungen und sogar der Staat selbst vom Opiumhandel getragen. Das alles wurde auf einer Ware aufgebaut, die zuvor Jahrtausende lang fast ausschließlich medizinischen Zwecken diente und von der die Briten wußten, daß sie ein suchterzeugendes Gift ist. Wenn wir heute von »Drogenstaaten« wie beispielsweise Kolumbien und Afghanistan sprechen, sollten wir vielleicht bedenken, daß der erste echte »Drogenstaat« von London aus regiert und geleitet wurde.“ (Ebd., S. 139).

„Wie paßt das alles in den größeren Rahmen?“ (Ebd., S. 139).

„Lassen Sie uns mit der Feststellung beginnen, daß Drogengeld ein inhärenter Teil der Wirtschaft US-Amerikas und der ganzen Welt ist. Wenn man die globalen Geldströme verfolgt, stellt man erstaunlicherweise fest, daß der jährlich durch den Drogenhandel generierte Gewinn etwa 700 Milliarden Dollar beträgt. Diese Zahl umfaßt Heroin, Opium, Morphium, Marihuana, Kokain, Crack und Halluzinogene. Wie bereits erwähnt, stellt Drogengeld inzwischen einen »wesentlichen Bestandteil des Banken- und Finanzsystems der Welt dar, weil es das flüssige Bargeld liefert, um die ›monatlichen Mindestgeldflüsse‹ im Zusammenhang mit riesigen Aktien-, Derivate- und Investmentblasen in den USA und Großbritannien zu gewährleisten.« (Michael C. Ruppert, a.a.O.).“ (Ebd., S. 139).

„Wie können 700 Milliarden Dollar illegaler Profite Landesgrenzen in jede Richtung überwinden und das internationale Bankensystem durchlaufen, ohne von den Gesetzeshütern entdeckt zu werden? Die Antwort führt uns über die Vorstandsetagen und Edelmetallbörsen hinaus ins innere Heiligtum einiger der reichsten Menschen der Welt: 8 bis 10 Generationen von Familien, die ihre Imperien rund um den Drogenhandel aufgebaut haben. Das mag mehr nach Fiktion als nach Fakten klingen. Aber es ist eine Tatsache. Eine historische Tatsache, für die Nachwelt in Stein gemeißelt, aufgeschrieben in den zugänglichen Dokumenten in der Nationalbibliothek von Singapur, dem Nationalarchiv von Indien, der Universität von London, der British Library, den Jardine Mathesan Archives der Universitätsbibliothek von Cambridge und in den Archiven der britischen Ostindien-Kompanie sowie den Regierungsakten in Hongkong und Macao.“ (Ebd., S. 139).

„Es begann im 17. Jahrhundert und setzte sich über eine ganze Reihe von Imperiumsbegründern fort. Dazu gehörten im 18. Jahrhundert Robert Clive und Warren Hastings sowie im 19. Jahrhundert unter einer Vielzahl anderer auch Alexander Matheson, David Sasoon, die Perkins und die Codmans, die Russells und die Appletons, die Boylestons und die Cunninghams. Opium bedeutete Geld, phantastische Summen, mehr Geld, als sich irgendjemand in seinen wildesten Träumen vorstellen könnte. Keiner brauchte die Imperienbegründer an den Satz »Money makes the world go round« zu erinnern. Sie waren Imperienbegründer in den Korridoren der Macht - und in den Geschichtsannalen erscheinen sie als schmutzige Drogendealer.“ (Ebd., S. 139-140).

„Was vielleicht erstaunt, ist die Tatsache, wie schamlos und unverhohlen die Drogendealer operierten. »Der Opiumhandel war für die Briten kein schmutziges Hinterhofgeschäft, sondern ein ehrbares Instrument der Staatspolitik, das Hauptstandbein des Schatzkanzlers und Gegenstand des Lobes der führenden britischen Unterstützer des ›freien Handels‹, wie Adam Smith, Thomas Malthus sowie James und Stuart Mill. Das Vergiften der Welt führte nicht ins Gefängnis, sondern in den Adelsstand und in gehobene Regierungsämter.« So ist es bis heute.“ (Ebd., S. 140).

„Wir sprechen über die am besten durchorganisierte und ausgeklügelte Regierungsmaschinerie der Welt, die die logistische Unterstützung durch das internationale Kartell mit 700 Milliarden Dollar pro Jahr genießt und den Schutz jeder politischen Einheit, die Großbritannien und die USA dank dieser riesigen verdeckten Einnahmen geschaffen haben. Dieser Schutz gilt nicht nur für Anbau und Vertrieb, sondern umfaßt auch politische, geheimdienstliche und ideologische Unterstützung. Es ist wie beim internationalen Terrorismus: Wo auch immer er im Rückzug ist, er kann nie ganz ausgemerzt werden, was darauf hinweist, daß einige der größten Namen in königlichen Kreisen und die internationale Oligarchie/Plutokratie die Drahtzieher sind, selbst wenn das Geschäft durch Deckfirmen und Mittelsmänner abgewickelt wird, die die Identität der Drahtzieher verschleiern.“ (Ebd., S. 140).

„Außerdem sollten wir die gigantischen unterstützenden Einrichtungen der offiziellen Kreditmärkte bei diesen Operationen nicht vergessen, des Gold- und Diamantenhandels sowie des »zupackenden« Managements des Kleinhandelsvertriebs und des organisierten Verbrechens. Sie sind alle Abteilungen der Drogenkapitalgesellschaft. Ein Zweck des Drogenhandels besteht darin, unsichtbares flüssiges Kapital zu generieren und es jenen zur Verfügung zu stellen, die sich einen unfairen Vorteil auf dem Markt sichern wollen. Dieses Bargeld muß durch nominell legitime Kanäle fließen, und zwar in so unfaßbaren Mengen, daß die nominell legitimen Kanäle - Banken und andere Finanzinstitute - sich der Herkunft des Geldes einfach bewußt sein müssen. Die Tatsache, daß der größte Teil dieser Geldströme saisonal erfolgt und in den beiden Monaten nach der Schlafmohnernte im März abgeschlossen wird, kann unsere Fassungslosigkeit nur noch verstärken. Daß Banken auf Unwissenheit plädieren - »Wir hatten keine Ahnung« -, ist einfach unmöglich.“ (Ebd., S. 140).

„Wenn 700 Milliarden Dollar illegalen Drogengeldes pro Jahr bewegt und von der us-amerikanischen und der globalen Wirtschaft gewaschen werden, nutzt dieses Geld wiederum den Finanzmärkten und insbesondere der Wall Street. Das ist der Grund für die Aufrechterhaltung des Rauschgifthandels.“ (Ebd., S. 141).

„Catherine Austin Fitts, George H. W. Bushs stellvertretende Wohnungsbauministerin und ehemalige Direktorin von Dillon Read mit reichlich Erfahrung als Investmentbankerin an der Wall Street, hat in ihrem Beitrag für From the Wilderness in dem Bemühen, die Schattenseiten dieses Systems aufzuzeigen, einen Kreuzzug geführt. Sie und ihre neue Investmentfirma wurden schnell zur Zielscheibe von Ermittlungen sowohl des Justiz- als auch des Wohnungsbauministeriums. Diese Erfahrung wird in ihrem dreizehnteiligen Internetartikel »Narco-Dollars For Beginners: How The Money Works In The Illicit Drug Trade« ausführlich beschrieben. Die folgenden Ausschnitte stammen von diesem empfehlenswerten Artikel, der das Problem sowohl von unten als auch von oben beleuchtet:
»Unweit unseres Hauses in Philadelphia dealen jeden Tag zwei oder drei Teenager an der Straßenecke mit Drogen. Wir haben ausgerechnet, daß ihr Lieferant, wenn sie mit ihm einen Deal von 50 Prozent Gewinn abgemacht haben und beide jeweils 300 Dollar am Tag einnehmen sowie an 250 Tagen im Jahr arbeiten, einen Nettogewinn von ungefähr 100 000 Dollar einstreicht und diesen durch ein örtliches Fastfood-Restaurant waschen kann, das einem börsennotierten Unternehmen gehört.
Angenommen, dieses Unternehmen hat einen Börsenwert in Höhe von 20 bis 30 Jahresgewinnen, dann könnten ein paar ungebildete Teenager für einen Großkonzern ungefähr 2 bis 3 Millionen Dollar an Börsenwert generieren, ganz zu schweigen von einem netten Einlagenfluß und Geschäften für die Banken und Versicherungsgesellschaften von Philadelphia ....
Wenn ich also eine Firma habe, die 100 000 Dollar Ertrag erzielt und einen Börsenwert besitzt, der 20mal höher ist als die Einnahmen, und wenn ich dann eine Möglichkeit finde, 100 000 Dollar der Drogenverkäufe durch ein paar Teenager in West-Philadelphia über meine Ertragsrechnung laufen zu lassen, kann ich meinen Aktienwert von 2 Millionen Dollar auf 4 Millionen Dollar erhöhen. Ich kann meinen ›Zaster‹ also verdoppeln. Das sind schnell verdiente 2 Millionen Dollar, bloß dadurch, daß man ein paar Teenager für sich arbeiten läßt ....
Der in der Region Philadelphia mit Drogenverkäufen von 20 bis 40 Milliarden Dollar generierte Börsenwert läge bei etwa 80 bis 160 Milliarden Dollar. Wenn Sie all das hinzufügen, was Sie durch Verschuldung oder auf andere Art und Weise unternehmen könnten, um die Wertfaktoren zu erhöhen, dann kämen Sie auf, sagen wir, 100 bis 250 Milliarden Dollar ....
Die Probleme, die dies jenen Leuten bereitet, die versuchen, ehrliche Geschäfte zu betreiben, sind vielfältig. Auch die Probleme, die dies für unsere Arbeitsethik und Kultur mit sich bringt, sind zahlreich. Immer häufiger kommen Versager an die Macht, und alle anderen fangen an, sich wie sie zu verhalten und ihnen nachzueifern .... John Gotti jr., der keine verläßliche Quelle ist, antwortete auf die Frage eines Reporters, ob die New Yorker Familie Gotti mit Drogen handele: ›Nein, denn wer kann es schon mit der Regierung aufnehmen?‹
Die CIA, ebenfalls keine verläßliche Quelle, bestätigt Mr. Gottis Feststellung. Laut Generalinspektor der CIA selbst hat die Regierung den Drogenhandel gefördert. Nach Aussage der CIA und des Justizministeriums haben CIA und Justizministerium in Wahrheit eine Vereinbarung getroffen, die es der CIA gestattete, ihren Verbündeten und Agenten beim Drogenhandel zu helfen, ohne daß darüber Bericht erstattet werden mußte.«“ (Ebd., S. 142).

„Was bedeutet das in der Welt der Großfinanz? Wenn Firmen wie die Hong Kong and Shanghai Bank, die Bank of Nova Scotia, die Royal Bank of Scotland, die Chase Manhattan Bank, die Citibank oder General Electric zusätzliche Einnahmen von 40 Millionen Dollar durch den Drogenhandel erzielen würden, läge bei einem Wertfaktor von 20 der Nettozuwachs des Börsenwerts ihrer Firma bei 800 Millionen Dollar.“ (Ebd., S. 141-142).

„Sollten Sie noch immer der Meinung sein, es könne in Wahrheit keine groß angelegte aktive institutionelle Verwicklung in den Drogenhandel geben, werden Sie überrascht sein zu hören, daß zahlreiche Nachrichtenagenturen - einschließlich Associated Press - Ende Juni 1999 berichteten, Richard A. Grasso, der damalige Vorstand der New Yorker Börse, sei nach Kolumbien geflogen, um sich im Dschungel mit einem Sprecher von Paul Reyes von der kolumbianischen Revolutionsgarde (FARC) zu treffen. Die FARC ist das größte terroristische Drogenkartell Kolumbiens, gegen das die Regierung der Vereinigten Staaten inoffiziell Krieg führt.“ (Ebd., S. 142).

„Zweck dieser Reise war, »eine Botschaft der Kooperation des US- Finanzsektors zu überbringen« und über ausländische Investitionen und die künftige Rolle von US-Firmen in Kolumbien zu sprechen. Was besitzt Kolumbien, woran die Vereinigten Staaten interessiert sein könnten? Geld - Drogengeld: über 1 Billion Dollar Kapital, das sich im Laufe von 30 Jahren in Kolumbien angesammelt hat. Das sind praktisch grenzenlose Ressourcen, die den Wall-Street-Bankern beim Gedanken, diese in ihre Finanzmärkte zu schleusen, das Wasser im Mund zusammenlaufen läßt.“ (Ebd., S. 142).

„Natürlich ist das nicht ganz so einfach. Wenn ein US-Amerikaner zu einer Bank geht und 10 000 Dollar oder mehr in bar einbezahlt, ist die Bank gesetzlich verpflichtet, ein Devisengeschäftsformular auszufüllen. Große Gesellschaften dagegen können einen Scheck über 100 Millionen Dollar von irgendeinem Drogenboß ohne jegliche Offenlegungsverpflichtung einreichen. Doch bevor sie dieses Geld in Jahresabschlußresultate umwandeln können, muß etwas getan werden, um es zu legalisieren.“ (Ebd., S. 143).

„Anders als vor 150 Jahren sind heutzutage die Gewinne aus dem lukrativen Rauschgifthandel illegal. Das ist ein weiterer Punkt, den Menschen häufig übersehen, wenn sie zu verstehen versuchen, wie das ganze schändliche Drogengeschäft funktioniert. Bevor dieses Geld legal genutzt werden kann, muß es versteckt und dann gewaschen werden. Man kann 700 Milliarden Dollar nicht in einer Matratze verstecken. »Das Geld wird so schnell bewegt, daß man es unmöglich aufspüren kann, es sei denn, man hat die Kontrolle über die Computersysteme oder die Software, über die es transferiert wird.« (Michael C. Ruppert, a.a.O.). Deshalb ist Unwissenheit, vor allem wenn die Geldwäschetransaktionen gigantisch sind, kein haltbares Argument.“ (Ebd., S. 143).

„Hinzu kommt, daß Konzerne phantastische Summen verdienen können, wenn sie sich illegales Geld von Drogenhändlern und mit Drogen handelnden Nationen zu einem niedrigen Zinssatz leihen und es mit astronomischen Gewinnen waschen. Wenn 100 Milliarden Dollar nutzlosen illegalen Geldes von einem Großkonzern für 5 Prozent Zinsen geliehen werden, wird es dagegen legal und flüssig.“ (Ebd., S. 143).

Le Monde Diplomatique, die beste Informationsquelle für die Diplomatenwelt, stellte in einem genau recherchierten Enthüllungsbericht fest, daß die us-amerikanischen Geheimdienste, Banken und anderen multinationalen Gesellschaften an der Spitze eines riesigen globalen Netzwerks des organisierten Verbrechens und der Geldwäsche stehen. Dieser Bericht nannte »Kartelle, Insiderhandel und -spekulation, Bilanzbetrug, Veruntreuung von öffentlichen Geldern, Spionage, Erpressung und Verrat sowie eine Vielzahl ähnlich finsterer Praktiken. Aber diese können nicht erfolgreich sein ohne Regierungen, die bereit sind, die Restriktionen auf ein Minimum zu beschränken, die bestehenden Vorschriften abzuschaffen oder aufzuheben, Ermittlungen zu behindern ... und Strafen zu reduzieren oder gar Straffreiheit zu garantieren.« (Christian de Brie, a.a.O.).“ (Ebd., S. 143).

„Die CIA ist mit diesem System sehr stark verzahnt. In den über 60 Jahren ihres Bestehens (die CIA wurde 1947 gegründet; HB) stand ihr Name fast immer mit dem Drogenhandel in Verbindung. Die meisten Hauptfiguren in der Geschichte des Dienstes unterhielten eine besondere Beziehung zum us-amerikanischen Finanzsystem.“ (Ebd., S. 143).

Clark Clifford: Wall-Street-Rechtsanwalt und Banker. Ehemaliger Verteidigungsminister unter Lyndon B. Johnson. Er wurde als Vorstand der First American Bankshares, einer Bank, die heimlich von der korrupten CIA-Drogenbank, BCCI, kontrolliert wird, angeklagt, 6 Millionen Dollar Gewinn mit Bankaktien gemacht zu haben, die er mit einem ungesicherten Kredit der BCCI erworben hatte.
Richard Helms: CIA-Direktor. Wegen Falschaussage vor dem Kongreß 1976 verklagt und strafrechtlich verfolgt. Sein Anwalt war Clark Clifford.
Allen Dulles: Dulles war der Topspion des us-amerikanischen Office of Strategic Services (OSS, Vorläufer der CIA) in der Schweiz; er traf sich häufig mit Nazi-Größen und kümmerte sich um US-Investments (das heißt Rockefeller-Investments) in Deutschland. Manager bei Standard Oil, einer Gesellschaft von Rockefeller. Schöpfer der CIA. CIA-Direktor unter Eisenhower. Beruf: Partner der mächtigsten Anwaltskanzlei an der Wall Street, Sullivan and Cromwell. Er ist der Mann, der dafür verantwortlich war, daß die Vereinigten Staaten in den 1960er-Jahren mit LSD überschwemmt wurden.
Bill Casey: Reagans CIA-Direktor und Veteran des OSS. Diente unter Nixon als Vorsitzender der Kommission für Sicherheit und Zusammenarbeit. Beruf: Wall-Street-Anwalt und Börsenhändler. Eine Geheimaktion, die mit den Drogenoperationen der CIA in Zusammenhang stand, erhielt den Kodenamen Amadeus (ein CIA-Überbegriff), bei der weltweit die Wasche von Drogengeldern über eine Vielzahl von Banken organisiert wurde. Casey gab 5 Monate, bevor er an einem inoperablen Hirntumor starb, zu, daß die CIA in den Drogenhandel verwickelt war. Er hinterließ eine eidesstattliche Erklärung, in der diese Tatsache bestätigt und von Richard Nixon beglaubigt wurde.

Von Vietnam nach Kambodscha, von Laos nach Pakistan und Afghanistan, vom Iran zu den Contras und darüber hinaus - die CIA war der bevorzugte Prügelknabe der progressiven Linken. Aber es ist nicht nur die CIA, die tief im Drogensumpf steckt. In dem oben erwähnten Artikel stellt Le Monde Diplomatique ausdrücklich fest, daß »die Geheimdienste des mächtigsten Staatsapparats der Welt (d.h. der USA) ... sich auf einen Wirtschaftskrieg eingelassen« und sich damit »zum Partner Nummer 1 der internationalen Finanzkriminalität entwickelt haben«. Derselbe Vorwurf kann dem britischen Geheimdienst (MI6), dem israelischen Mossad, der französischen DGSE und dem russischen FSB gemacht werden, ganz zu schweigen von den Geheimdiensten Marokkos, Kolumbiens, Honduras', El Salvadors, Venezuelas, Panamas, der Dominikanischen Republik, der Philippinen und anderer.“ (Ebd., S. 144).

„Weitverbreitete Märchen einmal beiseite gelassen: Im Vietnamkrieg ging es um Drogen. Die Franzosen wurden vertrieben, und das entstehende Vakuum wurde sogleich von der CIA geschlossen, die den Drogenhandel, von der Herstellung bis zur Verbreitung, übernahm. Aus dieser Perspektive betrachtet bleibt wenig Raum für die Vorstellung der Idealisten, beim Vietnamkrieg sei es um einen Konflikt zwischen Gut und Böse gegangen, wir gegen die anderen, das Sternenbanner gegen Hammer und Sichel, fortschrittliche christliche Krieger gegen gottlose Kommunisten. Nein, es ging um etwas ganz anderes. In der symbiotischen Beziehung zwischen Ökonomie und militärischer Macht ernährt Geld das Militär, und das Militär sichert Ressourcen und Märkte. Krieg und Drogen: eine im Himmel gestiftete Verbindung.“ (Ebd., S. 144-145).

„Christian de Brie und Jean de Maillard beschreiben in einem weiteren brillanten Artikel für die Aprilausgabe 2000 von Le Monde Diplomatique unter der Überschrift »Kriminalität, das größte freie Unternehmen der Welt« ein erkennbares »Betriebssystem« des internationalen Drogenkapitalflusses: »Dadurch, daß es dem Kapital ermöglicht wird ungehindert von einem Ende der Welt zum anderen zu fließen, haben die Globalisierung und der Verzicht auf Souveränität gemeinsam das explosive Wachstum eines illegalen Finanzmarkts gefördert. Es handelt sich um ein kohärentes System, das eng mit der Expansion des modernen Kapitalismus zusammenhängt und auf einem Verbund dreier Partner basiert: Regierungen, transnationale Konzerne und die verschiedenen Mafia-Organisationen. Geschäft ist Geschäft: Finanzkriminalität ist in erster Linie ein blühender und strukturierter Markt, der nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage funktioniert. Komplizenschaft großer Konzerne und politisches Laisser-faire sind die Grundvoraussetzungen, damit die organisierte Kriminalität ihre fabelhaften Gewinne im großen Stil waschen und recyceln kann. Und die transnationalen Konzerne brauchen die Unterstützung der Regierungen sowie die Neutralität der Regulierungsbehörden, um ihre Positionen zu festigen, ihre Profite zu steigern, der Konkurrenz standzuhalten und sie zu übertrumpfen, ›den Deal des Jahrhunderts‹ abzuschließen und ihre illegalen Operationen zu finanzieren. Politiker sind direkt beteiligt, und ihre Möglichkeit einzugreifen hängt vom Rückhalt und von der Finanzierung ab, die sie an der Macht halten. Diese Interessengemeinschaft ist ein wesentlicher Teil der Weltwirtschaft, ist das Öl, das die Räder des Kapitalismus am Laufen hält.«“ (Ebd., S. 145).

„Mit anderen Worten: Drogen bedeuten das große Geschäft, geführt, kontrolliert und geschützt von sehr mächtigen Menschen, die mit führenden Bankinstitutionen auf beiden Seiten des Atlantiks zusammenarbeiten, mit Angehörigen verschiedener Regierungen und Großkonzernen, deren Aktien an den Leitbörsen der Welt gehandelt werden. Eine solche Institution ist offenbar die Hong Kong and Shanghai Corporation (BHSH). Während des zweiten Opiumkriegs (1858-1860) gründeten die britischen Handelsbanken und Handelsgesellschaften die BHSH, »die bis heute als zentrales Clearinghaus für sämtliche Finanztransaktionen im Fernen Osten dient, welche mit dem Schwarzmarkt von Opium und dessen Heroinderivaten zu tun haben«.“ (Ebd., S. 145).

„Ein weiterer Verdächtiger ist die Bank of Nova Scotia, deren Hauptsitz sich heute in Toronto/Kanada befindet. Einerseits dient sie als Hauptgoldhändlerin und Leiterin des Goldmarkts von Toronto, andererseits ist sie die Bank der riesigen in der Dritten Welt operierenden kanadischen Bergbauunternehmen. Angesehenen us-amerikanischen Geheimdienstquellen zufolge könnte die Bank of Nova Scotia eine der großen Beteiligten am Geschäft mit schmutzigem Geld in der Karibik sein und unter Umgehung der Währungsbeschränkungen Kapitalflucht ermöglichen ein ernsthafter Verstoß gegen die örtlichen Finanzbestimmungen.“ (Ebd., S. 145-146).

„Wie passen Banken mit ihrer Wichtigtuerei von Respektabilität zum Drogenhandel mit all dem damit verbundenen Schmutz? Eine Möglichkeit ist die Finanzierung legitimer Käufe von Unternehmen, die registriert sind und die Genehmigung haben, als Importeure von Chemikalien Geschäfte zu betreiben. Die Hong Kong and Shanghai Bank ist durch eine Firma namens Tejapaibul, die mit der BHSH zusammenarbeitet, direkt in einen solchen Handel verstrickt. Was macht diese Firma? Sie importiert die meisten jener Chemikalien nach Hongkong, die für die Verarbeitung von Rohopium mit Acetanhydrid zu Heroin beziehungsweise Diacetylmorphin notwendig sind. Acetanhydrid, der für die Heroinherstellung unersetzliche chemische Wirkstoff, wird auch für die Umwandlung von Zellulose in Acetat verwendet, einer Komponente für Fotofilme sowie für die Produktion von Aspirin. Was für ein Wunder also, daß die größten Märkte für Acetanhydrid sich weiterhin in Afghanistan befinden. Ich weiß, was Sie denken. Die Afghanen könnten sich einfach häufiger eine gewöhnliche Erkältung einfangen als sonst irgendjemand auf dem Planeten.“ (Ebd., S. 146).

„Öffentliche Kampagnen, die zynischerweise in Wahlkampfzeiten mit all dem Trara und Tamtam von Regierungen in Europa und den Vereinigten Staaten gestartet werden und lautstark versprechen, »den Kampf gegen die Drogenbosse aufzunehmen«, sind blanker Unsinn. Wie bereits erwähnt: Wäre es den Regierungen, zum Beispiel dem Europäischen Parlament oder dem US-Kongreß, ernst damit, den widerwärtigen Drogenhandel auszumerzen, würden sie Gesetze erlassen, die eine genaue Überwachung von Acetanhydrid und anderen Chemikalien erforderlich machten. Eine solch einseitige und entschlossene Aktion würde den Imperiumsbegründern jedoch sehr mißfallen.“ (Ebd., S. 146).

Es wäre klug, wenn wir die historisch entscheidende Bedeutung der Türkei für die geopolitischen Interessen US-Amerikas und des Westens begreifen würden. In Wahrheit besteht die Beziehung der Türkei zum Opium und zu den Vereinigten Staaten schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts. William Stewart, der erste US-Konsul in Smyrna/Türkei, verfaßte 1803 einen Bericht über den Rauschgifthandel in diesem Hafen. Er stellte fest: »Unser Handel mit Ost- & Westindien und mit Südamerika wird uns immer die Möglichkeit geben, die Türkei mit den entscheidenden Gütern (Opium) für dessen Konsum zu versorgen.«“ (Ebd., S. 146-147).

„Stewart berichtete, daß die Türkei eine wichtige Quelle von Drogen und Opium sei. In den 1820er Jahren verschifften die US-Amerikaner Hunderte Kisten türkischen Opiums nach Südasien und China. Raten Sie mal, wer damit Geld verdiente?“ (Ebd., S. 147).

„Ein Bericht vom November 1996 des Observatoire Geopolitique des Drogues war dererste, der die Türkei als Hauptakteur des in der Region zunehmenden Handels von Drogen-gegen-Waffen identifizierte. Die mit Heroin dealenden albanischen Nationalisten hatten sowohl im ethnisch geteilten Mazedonien als auch im neuen Minidrogenstaat Kosovo ein Netzwerk aufgebaut, das sich via Türkei vom Goldenen Halbmond bis zu den Schwarzmarktwaffenschiebern in der Schweiz erstreckte. Laut diesem Bericht hatte die Drogenmenge, die aus Afghanistan stammte, in der letzten Phase einen Wert von annähernd 40 Milliarden Dollar. Das heißt, es kursiert auf den Straßen Heroin im Wert von 40 Milliarden Dollar! Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt Afghanistans (35 Milliarden Dollar). Man kann mit Fug und Recht davon ausgehen, daß nicht etwa die einfachen lokalen afghanischen Machthaber, die kaum lesen und schreiben können, die Köpfe hinter dem Transport, der chemischen Herstellung, dem Vertrieb und der äußerst komplizierten Wasche der Gewinne über die Finanzmärkte der Welt sind.“ (Ebd., S. 147).

„Im jüngsten Jahrbuch des US-Außenministeriums, International Narcotics Control Strategy Report, heißt es: »Die Lage der Türkei an der Haupthandelsroute zwischen Asien und Europa macht sie zu einem bedeutenden Transitland für Drogen.« Die Türkei dient als Landbrücke für jährlich etwa 60 Tonnen, drei Viertel des Heroins, das von Afghanistan nach Westeuropa, einem der Hauptopfer des Drogenkriegs, transportiert wird.“ (Ebd., S. 147).

„Der Schlüsselfaktor für die Rolle, die die Türkei im globalen Drogenhandel spielt, ist ihre geographische Lage. Die Türkei, einer der engsten Verbündeten der USA wie auch eines der wichtigsten NATO-Mitglieder, nimmt unter den modernen Nationalstaaten einen einzigartigen Platz ein. Sie liegt nicht nur zwischen Asien und Europa, sondern auch zwischen der ehemaligen Sowjetunion und dem Nahen Osten. Außerdem ist sie die einzige Nation des Nahen Ostens, die Israel als engen Verbündeten und befreundeten Staat betrachtet.“ (Ebd., S. 147).

„Die Balkanroute wird in drei Varianten unterteilt, wobei die Türkei immer eine Schlüsselrolle spielt: die Südroute, die durch die Türkei, Griechenland, Albanien und Italien führt; die Mittelroute, die durch die Türkei. Bulgarien und die ehemaligen jugoslawischen Republiken Mazedonien, Serbien, Montenegro, Kroatien, Slowenien und Bosnien-Herzegowina, Italien und Österreich verläuft; und die Nordroute, die von der Türkei über Bulgarien und Rumänien nach Österreich, Ungarn, ... Deutschland führt.“ (Ebd., S. 147-148).

„Laut den für 1998 verfügbaren Statistiken brachte der Heroinhandel der Türkei 37,5 Milliarden Dollar ein. Das entspricht fast einem Viertel des Bruttoinlandsprodukts des Landes.“ (Ebd., S. 148).

„Ein ehemaliger FBI-Agent schrieb: »Nur kriminelle Netzwerke, die in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und der Armee agieren, konnten einen Handel von solch wahnwitzigem Umfang organisieren.« Die Verwicklung der türkischen Regierung wurde schon Anfang Januar 1997 deutlich, als Tom Sackville, Staatsminister im britischen Innenministerium, öffentlich bestätigte, daß »Mitglieder der türkischen Regierung in den Drogenhandel verstrickt waren«.“ (Ebd., S. 148).

„Regierungsmitglieder, genau. Aber die Regierung selbst tut im allgemeinen ihr Bestes, um den Drogenhandel zu unterbinden. Das sollte ein schwieriges Unterfangen werden. Die Türkei war entsetzt über die Anklage des kriminellen Netzwerks Ergenokon wegen der Planung eines Militärputsches gegen die Regierung. Am 15. Juli 2008 reichte der Chefankläger von Istanbul die Klage gegen Ergenokon beim Obersten Gerichtshof der Türkei ein. Die 2455 Seiten umfassende Anklageschrift nannte 86 Verdächtige, von denen gegenwärtig 48 im Gefängnis sitzen, darunter pensionierte - und möglicherweise auch aktive - Mitglieder der Streitkräfte, aber auch Akademiker, Journalisten, Politaktivisten und Angehörige der Mafia.“ (Ebd., S. 148).

„Die Türkei hat es nicht leicht. Schon im 19. Jahrhundert versuchte die chinesische Regierung vergeblich, Großbritannien davon abzuhalten, ihrer Bevölkerung Opium aufzuzwingen. Die Türkei hofft, daß sich ihre Bemühungen als erfolgreicher erweisen werden. Es steht für die Oligarchen, die die Welt beherrschen und fabelhafte Gewinne durch den verbrecherischen Drogenhandel einstreichen, einfach zu viel auf dem Spiel, als daß sie sich vom Emporkömmling Türkei ihre Geschäfte durchkreuzen ließen.“ (Ebd., S. 148).

„Nichtsdestotrotz spielt die Türkei eine führende Rolle in der Verfolgung des Multi-Milliarden-Dollar-Drogennetzwerks, das für den Transport des afghanischen Heroins verantwortlich ist. Dabei dient die Türkei als Hauptflanke gegen die neuen Opiumkriege der Imperiumsbegründer. Laut Aussage angesehener militärischer Quellen stand die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die von europäischen Oligarchen finanziell unterstützt wird, mit einem großen Komplott zum Sturz der Regierung Erdogan in Verbindung. Ein Nationalstaat wie die Türkei, die einzige verfassungsmäßige säkulare Nation der islamischen Welt, kann sich möglicherweise als Bollwerk sowohl gegen den radikalen Islamismus als auch gegen die Weltherrschaft durch eine Finanzoligarchie erweisen.“ (Ebd., S. 148).

„Jüngste Fortschritte im weltweiten Kampf gegen Drogen, beginnend mit der überraschenden Befreiung der französisch-kolumbianischen ehemaligen Präsidentschaftskandidatin in Kolumbien, Ingrid Betancourt, am 2. Juli 2008 sowie dreier amerikanischer Geiseln aus der Gefangenschaft der kolumbianischen Drogenterroristen FARC, könnte den Schluß nahelegen, daß »die unsichtbare Hand der Oligarchie vielleicht nicht mehr so unsichtbar ist« (Jeffrey Steinberg, a.a.O.). Was sich dabei abspielte, war eine ausgeklügelte Operation, die den Namen Operation Schach erhielt und von Angehörigen der kolumbianischen Regierung in Zusammenarbeit mit Spezialkräften des Landes unter hochrangigern Militärkommando durchgeführt wurde, unterstützt vom französischen Geheimdienst - auch das Präsidialamt war involviert - sowie von Behörden in den Vereinigten Staaten.“ (Ebd., S. 148-149).

„Aber die Türkei nimmt eine ganz eigene Position mit Blick auf die Pläne der Oligarchen ein. Deren Absicht ist es, das geheime Sykes-Picot-Abkommen zu verlängern, das ... von zwei der ... »Siegermächte« des Ersten Weltkriegs, Frankreich und Großbritannien, ausgehandelt wurde, und in dem sie das Osmanische Reich als Kriegsbeute unter sich aufteilten. Großbritannien sollte den Irak, Jordanien und Palästina kontrollieren, Frankreich über Syrien und den Libanon herrschen. Ihr Ziel bestand darin, unter allen Umständen die wirtschaftliche Entwicklung einer Region zu verhindern, die sowohl an der Grenze zwischen Europa und Asien als auch zwischen Eurasien und Afrika liegt. Ihre Absicht ist der Erhalt dieser Region als Auslöser eines Weltkriegs, indem sie ethnische, religiöse und stammesähnliche Gruppen gegeneinander und gegen die Zentralregierungen ausspielen, um einen immerwährenden Krieg zu entfachen. Worauf sie aus sind, ist eine moderne Form der feudalen Anarchie.“ (Ebd., S. 149).

„Dauerkonflikte verhindern den Fortschritt und beschränken die persönlichen Rechte massiv. Stabilität ist schlecht für das Geschäft, das heißt für den Drogenhandel. Dieser floriert, wenn Regierungen schwach sind und es stark sektiererische Kräfte gibt. Die afghanischen Warlords veranschaulichen diese abträglichen Synergien. Einer der führenden Drogenhändler schrieb vor fast 200 Jahren an seinen Vorgesetzten mit dem Hinweis auf China: »Solange dieses Land seinen Rauschgiftkonsum aufrechterhält, besteht nicht die geringste Chance, daß es jemals zur militärischen Bedrohung wird, denn diese Angewohnheit schwächt die Vitalität der Nation.« In den vergangenen 200 Jahren haben sich weder die Mittel noch die Absichten geändert.“ (Ebd., S. 149).

„Doch Drogen sind nur ein Aspekt des zuvor genannten hierarchischen Systems. Die Türkei spielt auch bei der Industrie- und Militärspionage eine Schlüsselrolle. Es ist allgemein bekannt, daß die US-Regierung die Waffenkäufe der Türkei über 10 Milliarden Dollar mit 8 Milliarden subventioniert. Mehr noch, »viele türkische Unternehmen gründen Tochtergesellschaften in den muslimischen Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Diese Konzerne haben, weil sie aus der Türkei stammen und Verbündete der Vereinigten Staaten sind, Millionen Dollar in Form von staatlichen Zuschüssen der USA irn Auftrag des US-Kongresses erhalten.«“ (Ebd., S. 149).

„Einer der Gründe für diese enge Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern war das gemeinsame Interesse, eine sowjetische beziehungsweise russische Expansion zu verhindern, und das bildete in den vergangenen 60 Jahren das Fundament der us-amerikanisch-türkischen Beziehungen. Eine weitere Ursache für diese großzügige finanzielle Unterstützung besteht darin, daß die Türkei ein Hauptverbündeter Israels ist. Dennoch sind die meisten der angesprochenen Unternehmen Deckfirmen des organisierten Verbrechens, die alles anbieten, von der Geldwäsche über Drogenhandel bis hin zum Waffenschmuggel. Trotzdem liefern die Vereinigten Staaten einem Land, das in Sachen Rauschgifthandel, Terrorismus und dem Geschäft mit Massenvernichtungswaffen ganz oben rangiert, ihre Technologie, während dieselbe US-Regierung sich sehr bemüht, die wichtigste Finanzquelle der Terroristen zu vertuschen: Drogenhandel und illegale Waffenverkäufe.“ (Ebd., S. 150).

„Es ist kein Ende von Betrug, Gier, Korruption und Doppelspiel in der Welt von Scheinunternehmen, Spezialoperationen, Phantomfirmen, geheimen Offshore-Konten, von skrupelloser Konzerngier und jahrhundertealten Verschwörungen in Sicht. Das entscheidende Merkmal jeder großen Verschwörung ist nicht, wie jemand einmal sagte, das finstere Ränkeschmieden. Die Hauptmotivation ist vielmehr das, was die Anführer veranlaßt, sich zu verschwören. Geld steht bei einer sich über einen langen Zeitraum erstreckenden Verschwörung nicht im Mittelpunkt. Und auch nicht der größenwahnsinnige Wunsch nach Macht. Ich glaube, daß eine kleine Gruppe von Menschen, die eine Verschwörung über Jahrhunderte verfolgt, so etwas wie ein sehr starkes ideologisches Motiv haben muß.“ (Ebd., S. 150). **

„Im Falle der vom Drogenhandel profitierenden Oligarchen und ihren Gefolgsleuten, angefangen bei der britischen Ostindien-Kompanie, ist das ideologische Motiv der Haß auf die Ideale souveräner nationalstaatlicher Republiken, auf persönliche Freiheit und die Suche nach Glück sowie technologischen Fortschritt. Und wenn wir um die nächste, die nächste und wieder um die nächste Ecke gehen, stellen wir fest, daß wir von irrwitziger Korruption, Straflosigkeit und Mißachtung der internationalen Konventionen, nämlich Anständigkeit und Begrenzungen, umgeben sind. »Frieden« und » Wohlstand« sind an den ranghöchsten und moralisch korruptesten Bieter verkauft worden.“ (Ebd., S. 150).

 

Schattenmeister Händler des Todes?

„Der Edelsteinhandel lockt Geldwäscher an, weil er nach der Einführung der neuen Vorschriften für das Bankwesen einer der letzten verbleibenden Industriezweige ist, in dem große Bargeldsummen komplett anonym durchgeführt werden können. Es handelt sich um einen Bereich fast vollständiger Geheimhaltung ....“ (Ebd., S. 178).

„Der Bericht der Vereinten Nationen über Angola, herausgegeben am 21. Dezember 2000, hatte das Thema des Handels mit »Konfliktdiamanten« als erster ins Bewußtsein der Weltöffentlichkeit gebracht. Er stellte detailiert dar, wie sich in vielen Regionen Afrikas innere Unruhen zu regelrechten Kriegen um die Gebiete der Diamantminen entwickeln und die Steine am Ende Kriege auf Kosten von Millionen Menschenleben finanzierten. »Die Gewinne aus Diamanten werden dann gebutzt, um illegal Waffen zu kaufen und die Konflikte zu verschärfen.«“ (Ebd., S. 179).

„Zu Douglas Farahs zahlreichen Qualifikatonen für den Phatomjournalismus kommt hinzu, daß er ein sehr intelligenter Mensch ist. Er pflegt enge Kontakte zum Rat für Auswärtige Beziehungen (CFR), dem US-Ableger der mächtigen und geheimniskrämerischen Bilderberg-Gruppe, und zum Hudson Institute .... Der CFR prahlt damit, etwa viertausend Mitglieder zu haben. Aber auf der Mitgliederliste stehen buchstäblich Hunderte mächtiger Personen, die Schlüsselpositionen in den Medien einnehmen - nicht nur Autoren, Reporter und Nachrichtenmoderatoren, die die Nachrichten aufbereiten, sondern auch Redakteure, Verleger und Manager, die bestimmen, was eine Nachricht ist und wie sie aufbereitet wird. Genauso bedeutsam ist es, daß die kleine Clique des CFR die Exekutive der US-Regierung, aber auch einen großenTeil der akademischen Welt seit Jahrzehnten buchstäblich im Schwitzkasten hat.“ (Ebd., S. 199-200).

„In seinem Essay »Ruling Class Journalists« vom 30. Oktober 1993 sprach der Ombudsmann der Washington Post, Richard Harwood, freimütig darüber, wie der CFR unsere Nachrichtenmedien beherrscht. Harwood beschrieb den Rat als »das, was einem herrschenden Establishment in den Vereinigten Staaten amnächsten kommt .... Seine Mitglieder sind Leute, die unsere internationalen Angelegenheiten und unseren militärisch-industriellen Komplex seit mehr als einem halben Jahrhundert gemanagt haben.« Nachdem Harwood die von den damaligen Ratsmitgliedern eingenommenen leitenden Positionen auflistete, fuhr er fort: »Was am CFR heutzutage eindeutig modern ist, ist das beträchtliche Engagement von Journalisten und anderen Medienvertretern, die mehr als 10 Prozent der Mitglieder stellen.“ (Ebd., S. 200).

„Der Redaktionsleiter, der stellvertretende Redaktionsleiter, der Chefredakteur, der Leitende Redakteur, der Auslandsredakteur, der Inlandsredakteur, der Redakteur für Wirtschaft und Finanzen und verschiedene Autoren, aber auch die (inzwischen verstorbene) Katherine Graham, die Haupteignerin, vertretendie Washington Post als Mitglieder im CFR«, stellte Harwood fest. Er fuhr fort, die Vertretung im Rat durch die Eigner, das Management und das Redaktionspersonal der anderen Mediengiganten zu beschreiben - der New York Times, des Wall Street Journal, der Los Angeles Times, NBC, CBS, ABC u.s.w.. Diese Medienschwergewichte »analysieren und interpretieren die Außenpolitik der Vereinigten Staaten nicht nur - sie tragen dazu bei, sie zu machen«, schlußfolgerte er. Anstatt einen unabhängigen Blick auf die Handlungen unserer Machthaber zu bieten, agieren die Medien des Establishments als Stimme der herrschenden Elite - und konditionieren die Öffentlichkeit, so daß diese die »Insider«-Pläne, die ansonsten möglicherweise politisch nicht umsetzbar wären, akzeptiert oder gar begrüßt.“ (Ebd., S. 200).

„Im Jahr 2003, als Douglas Farah zeigte, was er wirklich draufhatte, erhielt das Hudson Institute große finanzielle Zuwendungen von Lord Conrad Black, dem inzwischen in Ungnade gefallenen ehemaligen Besitzer des Hollinger-Medienkonzerns. Das Hudson Institute »hat mehr dazu beigetragen, die Art und Weise zu gestalten, in der die US-Amerikaner auf politische und soziale Ereignisse reagieren, wie sie darüber denken, wie sie wählen und sich allgemein dazu verhalten,als vielleicht sonst irgendjemand, mit Ausnahme des Zentrums der Gehirnwäsche selbst - das Tavistock Institute of Human Relations« (John Coleman, a.a.O.). Das Hudson Institute hat sich im wesentlichen auf verteidigungspolitische Forschung und die Beziehungen zu Rußland spezialisiert. Könnte Viktor But unter dieses Spezialgebiet fallen? Selbstverständlich.“ (Ebd., S. 200-201).

„Darüber hinaus »wird von der militärischen Arbeit Hudsons das Meiste als geheim eingestuft. Einer seiner größten Kunden ist das US- Verteidigungsministeri um, das auch für Fragen der zivilen Verteidigung, der nationalen Sicherheit, der Militärpolizei und der Waffenkontrolle zuständig ist.« (John Coleman, a.a.O.). In den Mainstreammedien wird für gewöhnlich so getan, als nähmen das Hudson Institute und der CFR gegensätzliche Standpunkte ein. Doch sie dienen den selben Interessen, und es scheint Farahs Aufgabe zu sein, Vorträge zu halten, herumzureisen und Berichte über Viktor But, den Islam, den islamischen Terrorismus, die Luftfahrt, den Waffen- und Diamantenhandel, die afrikanische Politik und über jedes andere Thema zu verfassen, das in den Medien auf eine Weise hochgekocht wird, die geeignet ist, die öffentliche Meinung im Sinne der Kartellinteressen zu manipulieren.“ (Ebd., S. 201).

„Noch ein weiteres Puzzlestück ließ sich einfügen, als ich einen Bericht des UN-Sicherheitsrats von 2003 über mehrere Verstöße gegen das Waffenembargo entdeckte; zuerst in Somalia, wo Air Bas aus Buts Luftfahrtimperium verwickelt war, und dann in Ruanda, wo Air Bas beschuldigt wurde, die Hutu-Extremisten mit Waffen versorgt zu haben, wodurch der Genozid in Ruanda erst möglich wurde.“ (Ebd., S. 201).

„Gerade als ich dachte, ich wäre auf einen Gesetzesverstoß Buts gestoßen, hatte ich wieder eine Niete gezogen. Der Bericht des UN -Sicherheitsrats bezog sich auf Air Bass FZE in Schardscha, einer Firma, die mit Buts Imperium gar nichts zutun hat. Woher ich das weiß? Aufgrund der handelsrechtlichen Eintragungsdokumente der beiden Firmen. Das hielt das Office of Foreign Assets Control jedoch nicht davon ab, Viktor But und seinen einstigen Buchhalter Richard Chichakli auf die Liste der Specially Designated Nationals and Blocked Persons(SDN) zu setzen, wobei der zuvor erwähnte UN-Bericht als Beweis herangezogen wurde. In einem BBC-4-World-Report-Special über Viktor But interviewte der Moderator Adam Szubin, den Leiter des Office of Foreign Assets Control(OFAC) des US-Finanzministeriums.“ (Ebd., S. 201).

„Hintergrundkommentar: »Das OFAC hat endlich beschlossen, But ernsthaftan den Geldbeutel zu gehen. 2005 wurde sein Firmenvermögen eingefroren und der Zugriff durch andere verwehrt.« Szubin: » Wenn Mr. But Vermögen in den Vereinigten Staaten hätte, wäre dieses sofort eingefroren worden.« Hatte ich richtig gehört? Hatte der OFAC-Mann der BBC gerade widersprochen? Hatte But nun Vermögen in den Vereinigten Staaten oder nicht?“ (Ebd., S. 201-202).

„»Ich habe nie Geschäfte in den Vereinigten Staaten gemacht«, hatte But mir erzählt. »Ich habe meine Prinzipien.« Das OFAC bestätigte zumindest den ersten Punkt. But hatte zu ihrem Kummer in Amerika nie Geschäfte gemacht. BBC-Moderator: »Wie viel Geld haben Sie in etwa gefunden?«Szubin: »Einer seiner engen Komplizen schätzt, daß ihm dank des Drucks, unter den er wegen der Sanktionen geriet, etwa 6 Milliarden Dollar Gewinn entgangen sind.«“ (Ebd., S. 202).

„6 Milliarden Dollar? Gewinn? Eine gute Geschichte. Ja, definitiv eine gute Geschichte. Aber wahr? Nein, ganz gewiß nicht, allerdings lieferte sie eine fesselnde Fernsehsendung. Es gibt auf der ganzen Welt keinen Waffenüberschuß für den illegalen Handel, der auch nur annähernd an 10 Prozent dieser Summe herankommt. Wie können meine Behauptungen verifiziert werden ? Ein thailändisches Gericht kam zu dem Schluß, daß der Behauptung der USA, But habe angeblich zugestimmt, Hunderte von Boden-Luft-Raketen an die FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) zu verkaufen, »es an Begründung und Glaubwürdigkeit« fehle. Der Ausschnitt des erstinstanzlichen Urteils des thailändischen Gerichts (Seite 48), den jemand vom Thailändischen ins Russische und dann ins Englische übersetzt hat, lautet folgendermaßen: »... der Angeklagte wurde beschuldigt, eine große Menge Kriegswaffen und Kampfflugzeuge verkauft zu haben, wobei die Menge zu groß und der Preis zu hoch ist, als daß man glauben kann, das könne illegal gehandelt werden. Es (das Gericht) hegt Zweifel, wo die illegale Quelle großer Mengen von Kriegswaffen auszumachen ist ... (Hervorhebung vom Autor hinzugefügt).«“ (Ebd., S. 202).

„Es dauerte beispielsweise 9 Jahre, bis durch den Al-Yamamah-Deal zwischen British Aerospace und der saudi-arabischen Regierung, dem größten Waffendeal aller Zeiten, Rüstungsgüter im Wert von zwanzig Milliarden Dollar ausgeliefert wurden. Wenn Szubins Behauptung für bare Münze genommen werden soll und die USA But tatsächlich Gewinne von 6 Milliarden Dollar verwehrten, wie viele Waffen hätte er verkaufen müssen, um einen solchen Gewinn zu erzielen, und wie um alles in der Welt kann eine solche Menge Waffen transportiert werden, ohne daß es jemand bemerkt?“ (Ebd., S. 202).

„Darüber hinaus haben UN-Ermittler, die 2001 Bankaufzeichnungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, einem bekannten Geldwäschezentrum der Terroristen, prüften, erklärt, sie hätten »regen Geldtransfer zwischen der Firma Britsh Gulf und einer weiteren mit But in Verbindung stehenden Firma, San Air General Trading, festgestellt«. (Stephen Braun, a.a.O.). Dieser Artikel erschien Ende Dezember 2004 inder Los Angeles Times. Zu den Verfassern gehörte Stephen Braun, der Co-Autorvon Douglas Farahs Merchant of Death.“ (Ebd., S. 202).

„Ich mußte ein wenig graben, aber am Ende erwies sich auch dies als absolut haltlos. Ich schickte Stephen Braun eine E- Mail. »Hallo Stephen. Mein Name ist Daniel Estulin. Ich arbeite mit einer sehr knappen Deadline an einer Sache über Viktor But. Ich würde gern einen Punkt klären und wäre für Ihre Kooperation sehr dankbar. In Ihrem Artikel für die LAT schreiben Sie,daß Ermittler auf regen Geldtransfer zwischen verschiedenen Firmen von But gestoßen sind. Im besonderen ›Zahlungen für viele der Waffen, die 2000und 2001 über Viktor Buts Netzwerk nach Liberia gegangen sind, wurden auf Bankkonten von San Air überwiesen.‹ Das deckt sich nicht mit meinen Rechercheergebnissen. Würden Sie sich baldmöglichst bei mir melden?« Ob er das tat? Natürlich nicht.“ (Ebd., S. 203).

„San Air USA wurde von Richard Chichakli im Jahr 2000 in den Vereinigten Staaten für Viktor But gegründet. Offenbar war geplant, Schalttafeln für russische Flugzeuge herzustellen, und dieses Geschäft sollte But und seiner Familie eine Basis liefern, um sich in den USA niederzulassen. Nachdem Buts Antrag für ein US-Visum in Dubai abgelehnt worden war, wurde das Projekt aufgegeben, und Chichakli löste das Unternehmen nach ein paar Jahren wieder auf. Nur Chichaklis Name erscheint auf den Dokumenten der Firma, und sie betrieb nie irgendwelcheGeschäfte, allerdings gab es ein kleines Bankkonto in Richardson, Texas.“ (Ebd., S. 203).

„San Air UAE, eine völlig andere Firma, auf deren Konto angeblich Zahlungenvon Liberian Maritime, in den USA ansässig, geflossen sind, wurde von Andrei Semenchenko gegründet, der seit 8 Jahren in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Gefangnis sitzt. In Wahrheit sollte die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige San Air »Sun Air« heißen, aber es war zu einem Tippfehler in den Firmenunterlagen gekommen. Der Name blieb unverändert, weil Semenchenko nicht genügend Geld hatte, um das Dokument korrigieren zulassen.“ (Ebd., S. 203).

„Wußte Stephen Braun das? Wenn ich mit meinem geringen Budget das herausgefunden hatte, dann konnte er das auch. Darüber hinaus benutzte das OFAC des US-Finanzministeriums genau die selben Formulierungen, die sich auch in einer UN-Resolution zu Liberia finden, um ihr Vorgehen gegen die 30 Firmen von But zu begründen, wie auch in den UN-Berichten S/2006/976 undS/2007/340. Wäscht hier eine Hand die andere? Handelt es sich wieder um ein Beispiel gemeinsamer Interessen der Männer hinter den Kulissen?“ (Ebd., S. 203).

„Chichakli behauptet, die US-Regierung habe ihm einen Deal angeboten, um zu verhindern, daß er redet - die Rückkehr in sein normales Leben und Zeugenschutz im Gegenzug für seine Aussage, er wisse, daß Viktor But Waffenhändler ist. Chichakli lehnte ab und bot an, ohne Immunität das auszusagen, was er wußte, nicht etwa das, was die Regierung von ihm hören wollte. Das wurde abgelehnt. Dann ging die Regierung am 26. April 2005 zum Gegenangriff über und konfiszierte seine gesamten Akten und Vermögenswerte.“ (Ebd., S. 205-206).

„Geheimdienstquellen bestätigten mir, daß die US-Regierung 4 Millionen Dollar an den ehemaligen Führer der syrischen Republikanischen Garden, General Adnan Makhlouf, bezahlte, damit Chichalki in Syrien liquidiert werde. Der Vertreter der US-Regierung, der diese Zahlung vornahm, war ein in Syrien unter Diplomatenstatus arbeitender CIA-Angehöriger.“ (Ebd., S. 207).

Das war absolut verrückt. Als ich Buts mutmaßliches Netzwerk internationaler Verbrecher überprüfte, wurde mir bewußt, daß But lediglich zum Sündenbock einer kriminellen politischen Struktur geworden war, die viel größer, viel verborgener und viel gefährlicher war als But selbst. Noch etwas anderes wurde mir über Viktor But allmählich klar. Er war nichts anderes als ein Wesen aus derÄra nach dem Kalten Krieg, die Personifizierung des unorganisierten Verbrechens, der Ausbeuter des Chaos - er war finanziell gut ausgestattet, hatte gute Verbindungen und war in Makler- und Logistikfragen versiert, ein sehr mobiler globaler Ermöglicher, offenbar keinem Land loyal verbunden, und hatte nur das eine Motiv: Profit zu machen.“ (Ebd., S. 213).

„Aber gerade als ich glaubte, ich hätte das Ende erreicht, wurden der Welt bei Buts sehr öffentlicher Verhaftung in Bangkok im März 2008 spektakuläre Szenen des von But inspirierten wilden Durcheinanders geliefert. Nein, überlegteich, als ich eine Thai-Airlines-Maschine nach Bangkok bestieg, die Welt wird von Viktor But und seinen pöbelhaften Komplizen noch hören.“ (Ebd., S. 213).

„Viktor But, ein mutmaßlicher internationaler Waffenhändler, wurde am 6. März-,.2008 im Sofitel Hotel an der Silom Road in Bangkok zusammen mit seinem Partner, Mr. Andrew Smulian, von 6 Offizieren der US- Regierung und 3 thailändischen Beamten verhaftet, und zwar nach langjährigen verdeckten internationalen Ermittlungen, in die Dutzende Undercover-US-Drogenermittler und Drogenbehörden, die Royal Thai Police, die rumänische Grenzpolizei, die rumänische Staatsanwaltschaft am obersten Kassationsgericht, das Polizeikorps Curaçao der Niederländischen Antillen sowie der dänische Polizeigeheimdienst eingebunden waren. An der Operation waren über 200 thailändische Beamte der Spezialkräfte beteiligt, die das Hotel sofort abriegelten. But war der Mann, dessen die US-Regierung nach Osama bin Laden am dringendsten habhaft werden wollte.“ (Ebd., S. 213).

 

Schattenmeister Das atomare Spiel

„Ich hoffe, Sie verstehen, daß es hier um einen Krieg geht, keinen typischen, traditionellen Krieg mit Kanonen, sondern um einen asymmetrischen Krieg des 21. Jahrhunderts - den Krieg der Schattenmeister.“ (Ebd., S. 241).

„Der Rat für Auswärtige Beziehungen (CFR) ist ein Ableger der Bilderberg-Gruppe. Beide streben Kontrolle an. Nicht jene Art vopn Kontrolle einer globalen Regierung (die lassen sie lieber für sich arbeiten! HB), sondern vielmehr eine Kontrolle als Eine-Welt-Konzern. Und wer steht diesem monströsen weltumspannenden Konzern im Wege? Abgesehen von den paar Patrioten in westlichen Ländern und vielleicht einigen rückständigen Volksstämmen, die noch in irgendwelchen abgelegenen Berg- und Dschungelregionen leben, nur China und Rußland. Und Viktor But ist eine Schachfigur in dem Spiel, Rußland zu erledigen.“ (Ebd., S. 242-243).

„Eilmeldung: Die britische Regierung hat erfahren, daß Saddam Hussein kürzlichversuchte, beträchtliche Mengen Uran aus Afrika zu beziehen. Schrillt eine Alarmglocke? Wie war das mit George W. Bushs nigerianischen Yellowcake, das als Torte in Collin Powells Gesicht endete? Diese Art von Kampagne ist inzwischen recht üblich geworden. Im Vorfeld des ersten Golfkriegs warenauf dem ganzen Planeten Geschichten über »Brutkastenbabys« in den Zeitungenein heißes Thema. Während ihres Einmarsches in Kuwait sollen irakische Soldaten Brutkästen aus Krankenhäusern geplündert und dabei alle Neugeborenenbrutal getötet haben. Abscheulich! Vergeltung!, schrien die Leitartikel. Natürlich stellte sich heraus, daß die Geschichte frei erfunden war, aber der Schaden war angerichtet.“ (Ebd., S. 245).

„Wie wird das alles arrangiert? Auf die gleiche Weise, wie Seife oder Bier verkauft werden: durch Wiederholung ad nauseam. Verschiedene Quellen speisen die selben Falschmeldungen Medienkreislauf ein, wobei jede es auf ihre Weise formuliert. Aber die Botschaft selbst, der Kern, bleibt unverändert. Richard Dearlove, Leiter des britischen MI6, beschrieb den Prozeß in einem »geheimen« Dokument, das von einem Informanten in Großbritannien in Umlauf gebrachtwurde: »Die geheimdienstlichen Erkenntnisse und die Fakten werden um die Politik herum arrangiert.«“ (Ebd., S. 245).

„Die FARC (die »kolumbianische Revolutionsgarde«, das größte Drogenkartell Kolumbiens; HB) sind Terroristen. Sie bringen Menschen mit Waffen um. Wer liefert die Waffen? Viktor But, der böse Russe. Jetzt will die FARC noch mehr Menschen umbringen, Wie? Indem sie sich Massenvernichtungswaffen beschafft. Ist das der Grund, warum die erste Frage der DEA-Leute an But sich auf die spezielle Sorte von Cruise Missiles bezog, die er angeblich an den Iran verkauft hatte? So etwas nennt man Markierungen setzen. Sobald sie gesetzt sind, ist es fast unmöglich, sie zu versetzen. Es ist, als verschiebe man mitten im Spiel die Ziellinie. Bei den fraglichen Marschflugkörpern handelt es sich um X-55, die russischeVersion der us-amerikanischen Tomahawk-Rakete, aber laut einer Fernsehsendungim Mai 2009 über But auf TB Centre, einem russischen Dokumentationskanal, sind sie noch viel todbringender, stärker und zielgenauer.“ (Ebd., S. 245).

„Anfang des 20. Jahrhunderts wurden dank der Bemühungen zweier Männer die Wörter »Propaganda« und »Krieg« zu Synonymen. Das war kein Zufall. Der eine war Walter Lippmann der einflußreichste politische Kommentator seiner Zeit. Der andere war Edward Bernays, Sigmund Freuds Neffe und einer der Begründer des Gebiets der Public Relations, das heißt, der Techniken der Meinungsmanipulation. 1928 schrieb Bernays in seinem Buch Propaganda: »Es war natütlich der erstaunliche Erfolg der Propaganda während des (1. Welt-)Kriegs, der denwenigen Intelligenten die Augen für die Möglichkeiten öffnete, die öffentliche Meinung in allen Bereichen des Lebens zu kontrollieren .... Wir werden regiert, unsere Gehirne werden geformt, unser Geschmack ausgebildet und unsere Gedanken zu einem großen Teil von Männern suggeriert, von denen wir noch niegehört haben. Welche Einstellung man dazu auch haben mag, es bleibt eine Tatsache, daß wir bei fast allen unseren Handlungen im Alltagsleben, ob in der Sphäre von Politik oder Geschäft, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken, von einer relativ kleinen Zahl von Menschen beherrscht werden, einem Bruchteil unserer 120 Millionen (US-Bürger zur damaligen Zeit) , die die geistigen Prozesse und sozialen Muster der Massen kennen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche die öffentliche Meinung kontrollieren, und sie nutzen alte soziale Kräfte und erfinden neue Wege, um sich der Welt zu bemächtigen und sie zu führen.«“ (Ebd., S. 245-246).

„Walter Lippmann und Edward Bernays nahmen an einer geheimen Studie über die Auswirkungen von manipulierenden Kriegsinformationen zum Zweck der Mobilisierung der Massen zur Kriegsunterstützung teil. Die Studie wurde vom Royal Institute for International Affairs gesponsert, einer Organisation, die eng mit dem Rat für Auswärtige Beziehungen (CFR) in den Vereinigten Staaten verflochten ist.“ (Ebd., S. 246).

„Die Forschungen ergaben, daß weniger als 10 Prozent der Menschen begreifen, daß der Prozeß des Denkens die Fähigkeit voraussetzt, ein Problem zu beobachten, ohne sofort ein Urteil zu fällen. Seither haben die Gehirnwäschespezialisten diese Tatsache genutzt, um Kriege und allgemein jedes gesellschaftlichwichtige Thema zu kontrollieren. Im Jahr 1991 wollten 87 Prozent der US-Amerikaner Saddam Husseins Kopf auf einem Silbertablett und übertrafen damit sogar noch ihre Unterstützung für den ersten Golfkrieg. Das war eine belmerkenswerte Entwicklung angesichts der Tatsache, daß 1990 weniger als 10 Prozent der US-Amerikaner in der Lage waren, den Irak auf einer Landkarte zu finden, und weniger als 20 Prozent wußten, wer Saddam Hussein überhaupt war. Ein ähnlich hoher Prozentsatz der spanischen Bevölkerung sprach sich für die Europäische Verfassung aus, obwohl Umfragen eindeutig ergaben, daß nur ganz wenige dieser Menschen das Dokument tatsächlich gelesen hatten.“ (Ebd., S. 246).

„John Coleman schreibt in Conspirator's Hierarchy: The Story of the Committeeof 300: »Auf diese Weise nimmt Irrationalität einen großen Teil des öffentlichen Bewußtseins ein. Die Manipulatoren spielen dann damit, um den Zugriff auf die ,Realität zu unterminieren und abzulenken, sie kontrollieren jedwede Situation, und je komplexer die Probleme einer modernen Industriegesellschaft wurden, desto leichter wurde es für sie, immer größere Ablenkungen zu schaffen, so daß das, was wir am Ende hatten, die absolut unlogischen Meinungen von Menschenmassen waren, die, durch geschickte Manipulatoren hervorgerufen, meinten, ihre Einstellungen basierten auf wissenschaftlichen Tatsachen.« (Ebd.).“ (Ebd., S. 246).

„Coleman erklärt, daß Eric Trist und Frederick Emery am Tavistock Institute eine Theorie der »sozialen Unruhe« entwickelt haben, einen sogenannten» Weichklopfungseffekt künftiger Schocks« -wobei die Bevölkerung durch Massenphänomene wie Energieverknappung, Zusammenbrüche von Wirtschaft und Finanzwelt oder Terroranschläge weich geklopft werden könnte. »Wenn die ›Schocks‹ in kurzen Zeitabständen aufeinanderfolgen und wenn sie mit steigender Intensität daherkommen, dann müßte es möglich sein, die gesamte Gesellschaft in einen Zustand der Massenpsychose zu treiben«, behaupteten Trist und Emery. Sie stellten auch fest, daß » Einzelpersonen sich abkapseln könnten, wenn sie zum Beispiel versuchten, vor dem Terror der schockierenden, sich abzeichnenden Realität zu fliehen; die Menschen würden sich in einen Zustand des Leugnens zurückziehen, sich auf die populäre Unterhaltung und Zerstreuung konzentrieren und zugleich anfällig für Wutausbrüche sein«.“ (Ebd., S. 247).

„Wir sprechen hier in Wahrheit über die beiden Seiten einer Medaille. Auf der einen Seite die Führung der verdeckten, subtilen Manipulation und Kontrolle der Gedanken und des menschlichen Bewußtseins durch die Macht der Medien.»Auf der anderen Seite«, schrieb ein Mann unter dem Pseudonym »John Quinn« am 10. Oktober 1999 auf News-Hawk online, »werden die Paradigmen direkt und unverblümt verschoben, die Grundkonzepte verändert, die Parameter erweitert, das Spielfeld gewechselt und sämtliche Spielregeln, durch die die Gesellschaft sich definiert, innerhalb einer außergewöhnlich kurzen Zeitspanne umgestoßen.« In dieses Schlachtengewühl eines »sich verändernden Musters« im modernen Denken traten die gewandelte FARC, Uran, Schmutzige Bomben, Atomkoffer, Massenvernichtungswaffen, unbeschädigte Laptops, russische Waffenhändler, die unentwegt saure Gurken essen, südamerikanische und afrikanische Diktatoren und die ganze bunte Mischung des gebrauchsfertigen Abschaums.“ (Ebd., S. 247).

„Uran. Ich dachte an die ersten Monate meiner Nachforschungen zurück. Wie sich herausstellte, hatte ich mich in diesem Punkt gründlich geirrt. Uran war die Botschaft. Ein Hebel war angesetzt, eine Botschaft abgeschickt und der Angstpegel erhöht worden. Das sind am Ende die explosivsten Anschuldigungen: Andeutungen, daß die FARC plane, angereichertes Uran für den Bau einer Schmutzigen Bombe zu kaufen.“ (Ebd., S. 247).

„Damals, im März 2008, hatte ich das alles als angstschürende Taktik der US-Regierung und ihres kolumbianischen Stellvertreters abgetan und gedacht, der Hinweis auf Uran sei der Taschenspielertrick, und die wahre Botschaft finde sich anderswo. Der Ansatz war einfach zu dumm, um ihn weiter zu verfolgen angesichts der Tatsache, daß das »ausgeklügelte« Arsenal der FARC aus sehr unpräzisen Benzinkanisterbomben, Granatwerfern, schweren Maschinengewehren und Panzerfäusten bestand. ... Das heißt, bis die DEA But gefaßt und ihm eine sehr zugespitzte erste Frage gestellt hatte - bezüglich der Cruise Missiles, die er angeblich an den Iran verkauft hatte.“ (Ebd., S. 247-248).

„Kehren wir zu den 50 Kilogramm Uran zurück. Erinnern wir uns, daßCharles Ferguson sagte: »Im hoch angereicherten Bereich kann Uran als Kerneiner Atombombe genutzt werden. 50 Kilogramm waffenfähiges Uran, das auf 80 Prozent oder mehr spaltbares Uran-235 angereichert wurde, würdegenügend spaltbares Material für eine provisorische Atombombe liefern, die soviel Explosionskraft wie die Hiroshima-Bombe hätte.« Klingt überzeugend, aber was bedeutet es wirklich, und noch wichtiger: Kann die primitive FARC, die technisch gesprochen sozusagen noch immer mit Stöcken und Steinen kämpft, Zugang zu ihrer eigenen zusammengebastelten Version einer Atombombe haben! Haben wir tatsächlich ausreichend Grund, ihre Fähigkeiten im atomaren Bereichzu fürchten! Schließlich werden wir alle unterschwellig von der Mainstreampresse zu dieser Frage veranlaßt. Schmutzige Bombe, Atomkoffer, waffenfähiges Uran, abgereichertes Uran, FARC, Terrorismus.“ (Ebd., S. 248).

„Im Fall dieser Art von nuklearer Propaganda würde ich sagen, daß gewiß nicht mehr als 10 Prozent rudimentäre Kenntnisse besitzen, während nicht einmal 1 Prozent der Bevölkerung die Sache wirklich versteht.“ (Ebd., S. 249).

„Dimitri Khalezov ist ehemaliger sowjetischer Geheimdienstoffizier für Atomwaffen und Autor eines bald erscheinenden Buchs über verdeckte Operationen, Atomterrorismus und den Anschlag vom 11. September. Außerdem ist er der Experte von Viktor Buts Verteidigungsteam, der sich vor der US-Botschaft in Bangkok mit Derek Odney getroffen hat. Im Laufe eines langen Interviews erzählte er mir viele der im folgenden dargelegten Details. Mein Ziel bestand darin, bezüglich der Anschuldigungen gegen But in Sachen Schmutzige Bomben, Atomterrorismus usw., die Spreu vom atomaren Weizen zu trennen. Zu Beginn hatte ich keinen blassen Schimmer, welche Bombe Khalezov platzen lassen würde.“ (Ebd., S. 249).

„Wir fingen mit einem allgemeinen Gespräch an, definierten den Unterschied zwischen Atomwaffen und konventionellen Sprengköpfen und sprachen über die Art von Nuklearwaffen, von der hier die Rede war: »Atombomben«, bei welchen Kernspaltung, nicht Kernfusion, eingesetzt wird, nicht etwa die viel stärkeren » Wasserstoffbomben«, zu deren Zündung Atombomben genutzt werden. Die Stärke von Atombomben wird in Kilotonnen angegeben, die jeweils 1000 Tonnen TNT entsprechen; Wasserstoffbomben werden in Megatonnen angegeben, was jeweils 1 Million Tonnen TNT entspricht. Die größte je getestete Wasserstoffbombe soll eine Sprengkraft von 50 Megatonnen gehabt haben. Fusionsatomwaffen sind einfach zu kompliziert, zu teuer und unhandlich, und vielleicht sogar zu tödlich, um für Terroristen von Nutzen zu sein.“ (Ebd., S. 249).

„Spaltungsbomben nutzen wie Atomreaktoren die physikalischen Eigenschaften gewisser Isotope radioaktiver Elemente, wie beispielsweise Uran-235, die eine»Kettenreaktion« auslösen können, was bei einer Bombe zu einer gewaltigen Explosion führt, begleitet von Verstrahlung, Fallout und so weiter. Das funktioniertnur mit seltenen und hochradioaktiven Isotopen von Elementen wie Uran und Plutonium. Die gewaltige Energie, die durch die »Spaltung« der Atome freigesetzt wird, hängt mit der enormen Bindungskraft zusammen, die benötigt wird, um Protonen und Neutronen in ihrem Kern zusammenzuhalten.“ (Ebd., S. 249).

„Khalezov, der sich zur Feststellung Charles Fergusons äußerte, tat die Vorstellung, daß die FARC oder sonst irgendjemand nach Uran Ausschau hält, um eineSchmutzige Bombe zu bauen, rundweg ab: »Es ist nicht möglich, eine sogenannte Schmutzige Bombe aus Uran herzustellen, weder aus abgereichertem noch aus angereichertem, weil Uran kein hochradioaktives Material ist.“ (Ebd., S. 249-250).

„Und die Schattenmeister? Könnte Buts Verhaftung Teil einer viel tiefer gehenden politischen Erpressung einer Weltmacht sein? Geht es in diesem Spiel darum? Falls die Sprengköpfe des atomaren Terrosrismus der FARC zugeschrieben werden könnten und somit auch But, dann würde der Fallout Rußlands Position in der Weltgemeinschaft, dem »globalen Dorf«, ernsthaft untergraben.“ (Ebd., S. 258).

„Die Schattenmeister haben großes Interesse an Buts Zukunft. Er ist ein Sprungbrett. Eine Schachfigur. Bei dem Spiel geht es um die vollständige Zerstörung Rußlands. Die Schattenmeister sind der Meinung, But gehöre ihnen. Sie haben jedenfalls genug für die Propaganda bezahlt, um aus ihm einen »Händler des Todes« zu machen. Das Drehbuch ist geschrieben. Das Stück geprobt. Die Hauptdarsteller haben ihren Text gelernt. Jetzt müssen das thailändische Gericht nur noch wiederholen, was der Souffleur ihm zuflüstert ....“ (Ebd., S. 258).

 

Schattenmeister Epilog

„Kein Volk entgeht seiner Geschichte - die Chinesen sind sich dessen schlichtweg stärker bewußt als die meisten anderen Nationen.“ (Ebd., S. 259).

„Wie sehr sich unsere Kulturen doch unterscheiden. Die des Ostens und die des Westens. Die stille Weisheit der einen, das Ungestüm und der irrationale Eifer der anderenn, genährt aus der Überzeugung, daß wir die Geschichted, wenn wir erfolgreich aus ihr hervorgehen wollen, selbst schreiben müssen.“ (Ebd., S. 260).

„Die Welt als Eine-WeIt-Konzern. Die fröhliche Welt der Globalisierung. Die Welt eines Imperiums. Eine Parallelwelt aus Schall und Rauch, in der die Realität mit Zuckerguß überzogen und an den Höchstbietenden verkauft wurde.“ (Ebd., S. 261).

„Wie wurde uns die Geschichte von Viktor But eingehämmert! Meinungsmache - das Grundanliegen der Politik. Sie ist von Natur aus unaufrichtig: auf der Prämisse basierend, daß Worte (Wörter! HB) in einem strategischen Spiel Schachzüge sind. Die Schattenmeister mit den großen Taschen und aggressiven Plänen haben die Debatte über die grundlegenden Fragen, die uns alle betreffen, umgemünzt und die Mainstreammedien zu willfährigen Partnern ihrer Mission gemacht.“ (Ebd., S. 261).

„Der Aufstieg mächtiger Organisationen wie zum Beispiel der Heritage Foundation, des Hudson Institute, der Alfred P. Sloan Foundation, der Sage Foundation, des Cato sowie des Manhattan Institute und ihre Übernahme der Rolle als kluge Ideenhändler, die Millionen für ihr Marketing ausgeben können, haben große Auswirkungen auf die Zukunft der Welt. In entscheidenden politischen Debatten haben diese Organisationen ihre Gegner diskreditiert, die Medien beherrscht und umfassende Veränderungen der öffentlichen Meinung und der öffentlichen Ordnung herbeigeführt. Doch dies wird in den Mainstreammedien, die unter der direkten Kontrolle politischer Akteure und Schönredner der Politik stehen, nirgends zur Sprache gebracht.“ (Ebd., S. 261).

„Für Freuds Neffen Edward Bernays, dem Vater des Gebiets der Public Relations, entstanden Nachrichten »dadurch, daß die Realität auf ihre einfachste und dramatischste Form reduziert, die Instinkte der Öffentlichkeit anspricht. Der Public-Relations-Berater muß Nachrichten um seine Ideen herum gestalten, Ideen isolieren und sie zu Events weiterentwickeln, damit sie leichter verstanden werden und als Nachrichten Aufmerksamkeit erregen.«“ (Ebd., S. 261).

„Viktor But, ein vom KGB ausgebildeter, amoralischer russischer Waffenverkäufer. Er ist ein schlechter Mensch. Die DEA-Leute, die versuchen, diesen Mann zu fassen, sind gute Menschen. Ganz egal, daß sowohl die DEA als auch die CIA tief in den Drogenhandel verstrickt sind. Die Realität muß für den öffentlichen Konsum bis auf ihre einfachste und dramatischste Form reduziert werden. Wir und die. Die Schatten und die Schattenmeister.“ (Ebd., S. 261).

„Da spielt es keine Rolle, daß in all den Jahren der Vernichtungsmission gegen But der Öffentlichkeit kein einziger Schnipsel eines echten Beweises präsentiert wurde. Das macht doch nichts. »Nehmt uns beim Wort«, sagen die. Das tat ich anfangs auch. Warum auch nicht! Wie sollte ich mir auch vorstellen, daß die ganze Operation gegen But ein brillanter Taschenspielertrick war, eine gigantische Verschwörung zwischen gewissenlosen DEA-Agenten, US-Senatoren, UN-Ermittlern, hoch bezahlten Tatsachenverdrehern in Washington und ihren Sprachrohren in den Massenmedien! Wenn sie mich anfangs überzeugen konnten, stelle man sich ihren Einfluß auf ... Otto Normalverbraucher vor!“ (Ebd., S. 261).

„Das Nachrichtenprogramm wurde von ihren eigenen vorgefertigten Botschaften, Themen und Sorgen bestimmt. Ja, es ist elitär. Und ja, es ist gegen alles gerichtet, woran wir glauben sollten. Wie wird es gemacht? Indem durch den Einsatz einer Politik der Falschinformationen dem öffentlichen Bewußtsein, den Köpfen der Menschen - vor allem deren Unterbewußtsein - Botschaften eingetrichtert werden, die dazu bestimmt sind, die Wahrnehmung der Realität zu verändern.“ (Ebd., S. 262).

„Von der Mainstreampresse der USA und Großbritanniens, angeführt von der Washington Post und der BBC sowie ihren charakterlosen Kommentatoren, die noch die chauvinistischste Propaganda als Nachrichten verkaufen, wurde der Öffentlichkeit nicht die Wahrheit über den Irak, Afghanistan, den Kosovo, Rußland, den widerlichen Drogenhandel und Viktor But gesagt.“ (Ebd., S. 262).

„Das Regime der Schattenmeister wünscht keine schlechten Nachrichten, nur gute. Von der Sowjetunion ist eine ähnliche Politik bekannt - unter dem alten Regime gab es einfach keine schlechten Nachrichten. In den sowjetischen Medien wurde nie über Flugzeugabstürze, Erdbeben, Dissidenten oder Epidemien berichtet. Die von den Schattenmeistern beherrschte Medienwelt übernimmt allmählich die gleiche Politik - im Krieg in Afghanistan geht es nicht darum, den Drogenhandel zu schützen, sondern darum, einem gottverlassenen Land die Demokratie zu bringen; der Krieg im Kosovo hatte nichts damit zu tun, die Kontrolle über die kostbarsten Bodenschätze des Landes zu gewinnen, sondern vielmehr darum, ein unterdrücktes und seit langem leidendes Volk zu befreien, das nach Selbstbestimmung strebte und deshalb von den mächtigen, bösen Serben bestraft wurde; der Totalangriff auf Rußland muß im Kontext der Entwicklung der internationalen Gemeinschaft und der Nationenbildung betrachtet werden, anstatt darin die Auslöschung der einzigen Nation zu sehen, die in der Lage gewesen wäre, die NATO zehnfach zu zerstören; Viktor But muß für immer weggesperrt werden, weil er der übelste Waffenhändler der Welt ist, der es geschafft hat, sämtliche Geheimdienste auf dem Planeten, ihre Spionagesatelliten, ihre Armeen, ihre elektronische Ausrüstung auszutricksen, und der, ohne ertappt zu werden, im Alleingang Deals von einem nie gekannten Umfang einfädelte. Propaganda. Schwindel. Lügen. Kontrolle.“ (Ebd., S. 262).

„In der Zeit des 2. Weltkriegs erkannte Hermann Göring, einer der führenden Politiker der Nationalsozialisten und Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, dies sehr wohl: »Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als ihnen zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr.« Das funktioniert in jedem Land und zu jeder Zeit.“ (Ebd., S. 262).

„Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg veröffentlichte ein russischer Emigrant, Wladimir Nabokov, einen der großen dystopischen Romane des 20. Jahrhunderts: Das Bastardzeichen. In einem imaginären Land, das von der Partei der Durchschnittsmenschen regiert wird, wird der Protagonist, ein Philosoph, vom tyrannischen Staat, der »gegen die eigenen Untertanen Krieg führt«, systematisch zugrunde gerichtet. In Das Bastardzeichen wird die Freiheit der Gedanken des Einzelnen nicht nur gegenüber ausländischen Diktatoren verteidigt, sondern auch gegenüber dem Zwang der Massenkultur, der Massenpropaganda und der Massenmobilisierung im Inland.“ (Ebd., S. 262-263).

„Doch selbst in diesem seinem politischsten Roman, der mitten im Krieg verfaßt wurde, wendet Nabokov sich von dem augenblicklichen Problem ab und der Stärke sowie der Rätselhaftigkeit des Bewußtseins zu: Die Macht des Geistes, des Herzens und der Seele kommt beim Widerstand gegen politischen Druck voll zum Tragen. Der Widerstand des Romans im Namen des Bewußtseins erfolgt gegen das Gruppendenken, das den individuellen menschlichen Geist nivelliert.“ (Ebd., S. 263).

„Nabokov war sich der Gefahren des Gruppendenkens nur allzu bewußt, genau wie dem sich nach »Utopia« sehnenden unbekannten sowjetischen Bürokraten in den 1930er Jahren: »Soll der Staat gerettet werden und möchte die Nation einer neuen, starken Regierung würdig sein, die ihr Volk beschützen kann, dann muß alles verändert werden; es muß allgemein der gesunde Menschenverstand vorherrschen, und einfache Worte, die sowohl Mensch als auch Tier verstehen, begleitet von entsprechenden Maßnahmen, müssen wieder die Oberhand gewinnen.« Wenn wir »Staat« durch »Schattenmeister« ersetzen, »Nation« durch »Eine-Welt-Konzern« und »Volk« durch »Interessen«, dann erscheint eine neue Version für das 21. Jahrhundert mit ihrem grausigen Echo der qualvollen Vergangenheit. Die heute von den Schattenmeistern entwickelte Alternative erfordert, daß die Dinge simpelgehalten - auf den kleinsten gemeinsamen Nenner reduziert werden. But ist ein moderner Satan, Russen sind Ex-KGB-Mörder, die Drogenhändler und Terroristen im Kosovo sind gute Menschen, die mißverstanden wurden, Litwinenko war ein loyaler Staatsdiener, der von der Korruption der Ex-KGB-Mörder desillusioniert war, Bilderberg ist ein informelles Treffen von Privatbürgern, die sich um das Wohl der Welt sorgen. Und Daniel Estulin ist ein Verschwörungstheoretiker, denn wenn das, was er als Tatsachen hinstellt, wirklich Tatsachen wären, dann würde darüber ganz gewiß in der New York Times berichtet werden.“ (Ebd., S. 263).

„Bewußtheit und Unkenntnis. Die Schattenmeister akzeptieren Bewußtheit als etwas, was in kleinen Dosen verabreicht werden muß, und zwar den wenigen Auserwählten, die bereit sind mitzuspielen.“ (Ebd., S. 263).

„Das Credo des weltumspannenden Imperiums, das von den Schattenmeistern eifrig verbreitet wird, nämlich daß individuelle Unterschiede dem abstrakten »Gemeinwohl« zuliebe begrenzt werden sollten - sei es mit dem Kampf gegen den Terrorismus oder dem Aufbau einer gemeinsamen Front gegen eine geisterhafte Bedrohung -, ist eine reductio ad absurdum und Stalins Terror, Hitlers Irrsinn und jeder anderen kleineren, weniger bedeutenden und weniger tödlichen Art von Tyrannei allzu ähnlich.“ (Ebd., S. 263-264).

„Manche Menschen glauben, daß das 3. Jahrtausend das Zeitalter der Religion sein muß. Ich würde sagen, daß es das Zeitalter sein muß, in dem wir endlich das Bedürfnis nach Religion überwinden. Aber nicht mehr an Götter zu glauben, heißt nicht, an nichts mehr zu glauben (Religion ist - sprachgeschichtlich gesprochen - ohnehin nicht notwendigerweise an Gott gebunden [**]; HB). Wir müssen an die Fähigkeiten des Menschen glauben, an seine existentielle Bestimmung, und nicht einem sektiererischen, simplifizierenden und intuitiven Millenarismus anhängen.“ (Ebd., S. 264).

„Die einzige immerwährende aller weltlichen Mächte ist die Macht des Denkens. Die Schattenmeister sind sich dessen mehr als bewußt. Ich gebe Ihnen mein Wort darauf. Die Schattenmeister wissen, daß Gedanken stärkere Waffen sind als Kanonen, Flotten oder Bomben. Um Akzeptanz für ihre imperialistischen Ideen zu gewinnen, versuchen sie, Kontrolle über unser Denken zu erlangen. Unsere Sprache zu kontrollieren und über die Sprache uns zu kontrollieren.“ (Ebd., S. 264).

„Wir benutzen Wörter, um die Welt um uns herum zu bezeichnen und um uns verständlich zu machen. »Zugleich sind viele der Wörter, die wir gebrauchen, wie verzerrende Linsen«, stellte der englische Jurist Sir James Fitzjames Stephen im 19. Jahrhundert fest, »sie lassen uns das Objekt, das wir betrachten, falsch wahrnehmen und deshalb falsch beurteilen, und zwar aufgrund unserer unheilbaren Neigung, in allen großen Fragen Vorurteile zu fällen, indem wir unsere Vorurteile auf die Sprache übertragen.« But - Händler des Todes. Litwinenko - loyaler Staatsdiener, desillusioniert von der Bestechlichkeit des Systems. Osama bin Laden - Terrorist, der uns wegen unserer Freiheit haßt. Rußland - eine von skrupellosen Ex-KGB-Mördern angeführte Mafiokratie. Die New York Times - sie liefert stets die passenden Nachrichten. Leere Floskeln. Verzerrte Aussagen. Listige Suggestionen. Geschichte oder Geschichtsvergessenheit.“ (Ebd., S. 264).

„Die Erinnerung schützt die Menschen vor dem Vergessen. Die damit verbundene Gefahr für die heutige Gesellschaft besteht jedoch darin, daß die Grundvoraussetzung fehlt: die aus Respekt gegenüber völlig fremden Kulturen entstehende Neugier. In Das Bastardzeichen erklärt eine Figur: »Neugier ... ist Insubordination in ihrer reinsten Form.« Wir brauchen eine gesunde Neugier für Rußland, Afghanistan, China, Indien, Syrien, den Irak und den Iran. Die Schattenmeister und ihre abrufbereiten Feinde.“ (Ebd., S. 264).

„Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends neigt sich schon dem Ende zu, während ich auf meiner Terrasse mit Blick auf den Indischen Ozean sitze. Immer wieder versuche ich zu verstehen, was mit uns geschieht, und stelle mir die Frage: Was wird aus uns als Nationen? Was wird aus der Welt? Was passiert mit uns, wenn die Schattenmeister am Ende gewinnen? Welchem Schicksal geht die Menschheit entgegen?“ (Ebd., S. 264).

„Ich bin überzeugt, daß Wahrheit und Schicksal in Einklang gebracht werden können. Die junge Generation muß vortreten und die Verantwortung für die Zukunft des Planeten übernehmen. Das ist nicht mein Kampf. Und es ist auch kein Kreuzzug. Aber die Menschen meiner Generation - nicht alle, aber viele - wissen instinktiv, daß die Generation unserer Eltern mit der Vorstellung lebte, es gäbe keine Zukunft. Und wir wußten, daß wir unseren Weg aus diesem No-future-Endspiel finden mußten.“ (Ebd., S. 265).

„Wir und sie. Die Regenmacher und die Schattenmeister. Entweder wir fangen an, die Geschichte im grellen Licht der Wahrheit neu zu schreiben - wodurch die Menschen sich nur allmählich, vom Licht geblendet, aufraffen und zu verstehen versuchen, was mit ihnen passiert ist -, oder wir versinken in ein neues finsteres Zeitalter und im Wahn. Man mag es als verschrobenes Märchen oder als Horrorgeschichte mit Happyend bezeichnen.“ (Ebd., S. 265).

„Oder vielleicht nennt man es eine Geschichte des korrumpierten Idealismus die Suche nach der platonischen Vorstellung von »Perfektion«: ein erhabener Traum. Und da so vieles von dem, was die Menschheit korrumpiert, mit den Versuchungen zusammenhängt, die Reichtum und Macht beinhalten, kann man es als sehr menschliche Geschichte bezeichnen.“ (Ebd., S. 265).

„Geschichte, so sagte jemand einmal, lehrt durch Analogie, nicht durch Identität. Die geschichtliche Erfahrung besteht nicht darin, in der Gegenwart zu verweilen und zurückzublicken. Sie besteht vielmehr darin, daß man sich mit der Vergangenheit beschäftigt und in dem Bewußtsein, seinen Horizont erweitert zu haben, in die Gegenwart zurückkehrt.“ (Ebd., S. 265).

 

 Zitate: Hubert Brune, 2010 (zuletzt aktualisiert: 2012).

WWW.HUBERT-BRUNE.DE
- Literaturverzeichnis -