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Auch der Kapitalismus wird sein Ende finden, aber das kann noch relativ lange dauern, denn auch hier gilt, daß erst der Letzte das Licht ausmacht, und in diesem Fall ist der „Letzte“ der real existierende „Endverbraucher“. Wir haben gelernt, uns fälschlicherweise als Individuen zu sehen, uns selbst zu „verwirklichen“, doch wir sind dadurch nur egoistischer, egomanischer, egozentrischer, einsamer geworden, und ein solcher Egoist bzw. Endverbraucher will keine früheren und keine späteren Generationen. Also braucht auch der Kapitalismus keine Sterbehilfe.

‹- Zwei Seiten einer Münze: Kapitalisten und Sozialisten -›

Kapitalisten und besonders die heutigen Globalkapitalisten beuten hemmungslos aus (Global-Kapitalisten) - das ist eines der Charakteristiken vor allem unserer Globalismus-Phase -, doch die von Sozialisten, Gewerkschaften und sonstigen Ewiggestrigen propagierte „Kapitalismus-Kritik“ (Kapitalismus-Kritik) soll nur die eigenen Verbrechen verdecken, die noch hemmungsloser sind als die der Globalkapitalisten, z.B. die ungehemmte Ausbeutung von Staat und Volk. Man braucht sich nur die Demographie (Demographie) anzusehen, um zu erkennen, daß Parteipolitiker, Gewerkschaftler und andere Lobbyisten den Staat aufblähen, um ihn besser fressen zu können, und daß das Volk darauf reagiert wie Hänsel auf die Hexe. Unsere Politiker, Gewerkschafler und Lobbyisten sind doch selbst Kapitalisten, und ihre Kinderfeindlichkeit (somit: Ehe-, Familien- und VolksfeindlichkeitFamilie) macht deutlich, daß sie Staatsfresser und Volksfresser zugleich sind. Ein Unternehmer hat nicht dieselben Aufgaben wie der Politiker. Trotzdem werden beide ständig verwechselt. Kein Wunder also, daß mittlerweile tatsächlich die Unternehmerschaft - ein anderes Wort für Wirtschaft - in vielen der wichtigsten Bereiche mehr zu sagen hat als die Politik. Trotzdem ist es die Politik, die die Gesetze zu machen hat, auch wenn sie es nicht will oder nicht kann. Hier werden Staat und Volk zuerst gemästet, um sie schon bald um so mehr auspressen zu können. Hier werden Geld und Menschenleben an die NATO verschleudert. (NATO) . Hier werden unendlich hohe Summen Geld an die EU gezahlt - eine EU übrigens, die ebenfalls aus Staatsfressern besteht. (EU). Hier wird über Totem und Tabu verschleiert. Hier sollen politbürökratisch regierte und als politische Kampfarenen mißbrauchte Universitäten den Weltmeistertitel (Mehr) zurückholen - Weltmeister waren Deutschlands Universitäten im 19. und 20. Jahrhundert (bis die 68er kamen) auch wegen ihrer Freiheit (!) und Unabhängigkeit (!), die unsere heutigen Universitäten nicht mehr haben. Hier soll Quantität die Qualität ersetzen (können!); hier soll eine Quotenregelung ein Aufwärts bewirken, obwohl eine Quotenregelung der beste Beweis für ein Abwärts ist; und hier soll im wahrsten Sinne des Wortes der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben werden. Wer z.B. von Hitlers „willigen Vollstreckern“ spricht, weiß ja nicht, was Hitlers letzter Wille war: Verbrannte Erde; das deutsche Volk hätte es nicht verdient, zu existieren, weil es den 2. Weltkrieg nicht mehr gewinnen könne (doch einen Krieg gegen den Rest der Welt hat noch niemand gewinnen können!). Diese „willigen Vollstrecker“ sind die nach 1945 geborenen scheinheiligen Moralisten, die damals nicht einmal annähernd den Mut zu auch nur einem der 40 Attentate auf Hitler gehabt hätten. Die Attentäter starben damals für die Ehre; heute weiß kaum noch jemand, was Ehre ist! Eine Währung?

„Es wimmelt nur so von Nullen“. Carlos Alexander Gebauer zur Implosionen des „Als-Ob-Kapitalismus“.
„Der Crash des amerikanischen Bankensystems rief sie auf den Plan. Es ist die Stunde der Besorgten, doch mehr noch die der Demagogen. Sie reden im Jargon der Experten und resümieren hart. Versagt habe der gierige Raubtierturbokapitalismus. Es sei daher endlich wieder Zeit für massive Regulierung, für weltweite politische Intervention. Die Untoten der Sowjetwirtschaft erheben sich aus der Asche ihrer eigenen Kernschmelze: Zurück zum Plan, zur Zwangsverwaltungswirtschaft! Am besten gesteuert durch Experten des Staates. Hat aber wirklich der Kapitalismus versagt? Ist das Blubbern der Immobilien-, Kredit- und Finanzblasen ein Ausdruck kapitalistischen Wirtschaftens? Oder hätte nicht im Gegenteil wahrer Kapitalismus genau diese Blähungen verhindert? Vieles, wenn nicht alles, spricht dafür. Denn echte Kapitalisten wissen, daß Kreditgeld keine neuen Ressourcen schafft. Es leitet nur alte um. Zum Schaden aller, in the long run.“ (Ebd. ).
„Das Weltfinanzsystem mit seinem ungedeckten staatlichen Papiergeld ist im Kern alles andere als kapitalistisch. Es ist ein rein politisches System. In immer neuen Konstruktionen versucht es zwar, die stets Wohlstand schaffenden Mechanismen des kapitalistischen Wettbewerbs zu imitieren. Es bleibt jedoch ein bloßer Als-Ob-Kapitalismus. Eine Fiktion, die sich beharrlich weigert, die Endlichkeit von Ressourcen zu akzeptieren, die Illusion, Reichtum auf Papier zu drucken. In unseren Taschen und auf unseren Sparbüchern besitzen wir Bürger alle nur das casinoartige Papiergeld eines weltweiten politischen Monopoly. Vor der eigenen Tür, in unserem Land, können wir es exemplarisch erkennen.“ (Ebd. ).
„Die Macher unseres Geldes sitzen in den staatlichen Zentralbanken. Sie entscheiden über die Geldmengen, nötigenfalls Hand in Hand mit der staatlichen Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie schürfen die wachsende Scheinressource des gedruckten Geldes. Mit ihren Zinsfestlegungen wollen sie den Takt geben, nach dem die Finanzwelt tanzt. Doch damit nicht genug. Auch die Verteilung der Scheinressource soll in diesem Konzert eine Aufgabe staatlicher Banken sein. Hierzu dienen wesentlich die Landesbanken. Sie treten zwar im Gewande von Aktiengesellschaften auf. Aber beherrscht werden auch sie politisch, von Sparkassenverbänden und Bundesländern. Das macht sie zu politischen Spielbällen, die IKB und KfW ebenso wie WestLB, NRW-Bank, Deka, Helaba, HSH, LBBW u.s.w..“ (Ebd. ).
„Wer aber sind nun eigentlich diejenigen, die sich in den und unter den Augen des Finanzministers jetzt so unverantwortlich verzockt haben? Wer gehört an den Pranger? Ein Blick auf den Verwaltungsrat beispielsweise des Milliardengrabes KfW muß jeden Verstaatlichtungs-, Enteigungs- und Regulierungsfreund auf das Schwerste erschüttern. Man kann nicht tiefer von dem verbreiteten, naiven Kinderglauben an eine gedeihlich funktionierende Staatsregulierung abfallen, als bei Lektüre seiner Besetzungsliste.“ (Ebd. ).
„Was mag ein Gewerkschafter fühlen, wenn er sieht, daß Frank Bsirske, Michael Sommer, Claus Matecki und Franz-Josef Möllenberg die Aufgabe hatten, die Geschäftsführung und Vermögensverwaltung der KfW zu überwachen? Was denkt ein braver Sozialdemokrat, wenn er liest, daß Ludwig Stiegler, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Matthias Platzek, Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier die größeren Kreditobligos der KfW genehmigen mußten? Was empfinden Christdemokraten, Bauern und Verbraucher wenn sie hören, daß Gerhard Sonnleitner, Roland Koch, Michael Glos und Horst Seehofer dem Jahresabschluß der KfW zustimmen mußten? Zu ihrer eigenen Seelenruhe sollten sich Sparer in Sarkasmus flüchten. Denn wenn sich Peer Steinbrück und Oskar Lafontaine in Kapitalismuskritik überbieten, dann wettstreiten sage und schreibe zwei weitere Mitglieder eben dieses KfW-Verwaltungsrates miteinander.“ (Ebd. ).
„In der schönen neuen Welt des Staatskapitalismus kann niemand seriös glauben, freier Tauschverkehr unter Bürgern entfalte destruktivere Kräfte als das politische Finanzcasino der überforderten Bankräte. Schon werden natürlich wieder Stimmen laut, alles sei nur eine Frage der Organisation und Kontrolle. Vielleicht kann man eine Bank nicht einfach dem Vorstand überlassen? Man sollte ihm einen Aufsichtsrat an die Seite stellen. Und ein Präsidium. Am besten auch noch einen Prüfungsausschuß. Und einen Risikoausschuß und einen Vermittlungsausschuß. Dann könne sicher nichts mehr passieren. Leider kann es doch. Genau so nämlich ist das Problemkind WestLB aufgestellt. Staatliche Rettungsprogramme hier schützen uns also nur vor staatlicher Finanzakrobatik dort. Zwischen den USA und Deutschland im Ergebnis kein Unterschied: Der Bürger zahlt erst das Tier und dann seinen Bändiger. Steuer-Milliarden jagen Papiergeld-Milliarden, es wimmelt nur so von Nullen.“ (Ebd. ).
„Das also ist öffentlicher Als-Ob-Kapitalismus. Staat und Politik versagen, doch schuldig seien Bürger und Wirtschaft. Ein böses Spiel mit vielen Facetten. Wer gäbe offiziell und öffentlich zu, daß eine Fehleinschätzung beispielsweise der Gesundheitsministerin oft mehr Geld verbrennt, als der Zusammenbruch gleich mehrerer US-Investmentbanken? Wer spräche coram publico darüber, wenn ein aufsichtsratloser Finanzstaatssekretär die Versenkung von 8000 Millionen nicht verhinderte? Hat die Bundesrepublik vor ihrem 60. Geburtstag eine derartige Kreditanstalt für Wiederabriß verdient? Fast möchte man mit Klaus Zumwinkel eine kopper’sche Erdnuß essen.“ (Ebd. ).
„Was aber macht das Weltfinanzsystem so notorisch unbeherrschbar? Die Bändigungsaspiranten werden es ungern hören: Ein Geldsystem ohne Gold- oder Silberdeckung ist denknotwendig dem Tode geweiht. Das Abgehen vom althergebrachten Goldstandard war und ist die Ursache des Chaos. Wahren Kapitalismus gibt es nur mit wertstabilem Warengeld. Wer, wie schon 1925, politisch manipulierbares Papiergeld in Zahlkraft setzt, verursacht monetäre Expansion, beseitigt den Kapitalismus und pflanzt den Keim des Kollaps. Auch das Abkommen von Bretton Woods 1944 glich nur dem Versuch, einen Haken in die Luft zu schrauben, um das Weltwährungssystem daran zu hängen. Als Richard Nixon dann 1971 die Goldbindung vollends löste, zog er gleichsam auch noch den letzten leitwährenden Haken aus dem Nichts. An die Stelle freien Wirtschaftens traten endgültig die ungezügelten Bereiche politischer Zusicherungen und Heilsversprechen. Der Staatsdampfer Inflation erzeugt sich selbst die Bugwelle Kreditgeld.“ (Ebd. ).
„Die Implosion des Als-Ob-Kapitalismus trifft die Welt nicht überraschend. Durchschnittspolitiker müssen zwar nicht um die Warnung scholastischer Philosophen vor Geldmanipulation wissen. Doch die erste US-Verfassung, in der es ursprünglich aus guten Gründen hieß, daß nur Gold- oder Silbermünzen Zahlungsmittel für Schuldentilgungen sein durften, sollte zumindest politischen Bankern mit US-Erfahrung, wie etwa dem KfW-Chef Ulrich Schröder, geläufig sein. Und wem die Lektüre englischsprachiger Verfassungstexte Mühen bereitet, der kann lesen bei Ludwig von Mises. Die hemmungslos-lawinenartige Inflationskrise der späten 1920er war Folge der ungedeckten Staatsgeldproduktion.“ (Ebd. ).
„Doch statt in die Stabilität des Goldes zurückzukehren, haben sich auch deutsche Politbanken immer tiefer in den Rausch des überschwappenden Papier- und Kreditgeldes gestürzt. Während der Staat hier die Wettbüros schließt, spielten seine Untergliederungen ein globales Finanzroulette, dessen zerstörerische Folgen nicht ansatzweise abzusehen sind. Zugleich erfolgten Ausgliederungen von Tochterfirmen in das Ausland. Delaware ist schließlich auch für Staatsbanken nur einen Mausklick entfernt.“ (Ebd. ).
„Tragen aber nicht auch die wirklich privaten Großbanken Schuld? Gibt die Profitgier ihrer Vorstände nicht Anlaß zu Skepsis? Klar ist: Auch sie werden nicht von Sozialpädagogen geleitet. Doch innerhalb des politisch definierten Rahmens haben sie faktisch nur schrumpfende Spielräume. Das gesetzlich vorgegebene Teilreservesystem nötigt ihnen die Eskalation des verantwortungslosen Wagemutes geradezu auf. Wer in seinen Prognosen über die künftige Staatspapiergeldinflation zu zögerlich ist, der verliert. Zugleich sind jene Banken zu bevorzugten Inkassostellen der Finanzämter mutiert, die Kontodaten bekannt zu geben und Quellen- wie Abgeltungssteuern abzuführen haben. Von jener Front droht diesem Staat keine Gefahr.“ (Ebd. ).
„Gleichwohl bleiben alle diese Krisen, der Zusammenbruch des Ostblocks ebenso wie das Milliardenroulette unserer Staatsbanken und der Kollaps aller Blasen, nur geradezu harmlose Vorbeben im Vergleich zu den Erschütterungen, die uns mit der unausweichlichen Implosion unserer rettungslos überschuldeten Wohlfahrtsstaaten noch bevorstehen. Einzig Gold läßt sich nicht strecken. Es implodiert deswegen auch nicht. Es zwingt auch Staaten, Maß zu halten, und ist daher die beste Fessel gegen politisches Zocken. Wer könnte schließlich ernsthaft glauben, daß ausgerechnet jene Experten, die seit 1970 nicht einen einzigen ausgeglichenen Staatshaushalt zustandebrachten, jetzt die Finanzen ordentlich regulieren?“  (Ebd. ).

‹—   Plan einer NATO-Reform. Besser als eine NATO-Reform ist nur noch der NATO-Tod ! —›
Die NATO-Reform muß einhergehen mit der EU-Reform (EU-Reform). Vorsicht bei den USA! Auch England gilt Vorsicht, denn gemäß seiner Insellage und Tradition neigt es dazu, Europa kontrollieren zu wollen. Obwohl dies eine völlig überholte Sichtweise ist, kann man nicht davon ausgehen, daß England sich davon auch überzeugen läßt. Erst mittelfristig oder sogar erst langfristig könnte es sich anders verhalten. England war gegenüber Europa immer schon reserviert - egal, ob Diese Tatsache ihm stets auch bewußt war.

Wahrscheinlich wird sich nicht nur die NATO-Osterweiterung, sondern auch die am 16. April 2003 besiegelte EU-Osterweiterung als Rammbock gegen die mehr krank als alt gewordene EU erweisen. (Stich[el]wort: „Alt-Europa“). Die EU war ja aus Angst vor Deutschland entstanden, denn allein schon West-Deutschland war wegen seiner ungeheuren Industriepotenz nicht nur ein Wirtschaftsgigant, sondern auch noch die gefährliche Weltmacht, die der Rest der Welt zuvor zu fürchten gelernt hatte. Als am 18. April 1951 West-Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Holland und Luxemburg die „Montan-Union“ - die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) - gegründet und diese 1957 durch die Römischen Verträge zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) verfestigt hatten, konnten am 1. Januar 1958 nicht nur diese Verträge in Kraft treten, sondern auch der eigentliche Zweck (den Europa wohl noch bereuen wird): das zur Überanpassung ausartende politisch-korrekte Verhalten der deutschen Zahlmeister, die „Bund“ (Bund) nur noch sein wollten. So wie Sparta 192-191 dem Achaischen Bund beitreten mußte, so trat West-Deutschland adenauerisch-freiwillig der NATO bei und wurde Hauptgründer der EU; es sprach sich also dadurch deutlich für die Westintegration aus. Gleiches unternahm das ab jetzt Ost-Deutschland genannte Mitteldeutschland auf ulbrichtisch-unfreiwillige Weise, indem es auf militärischer Ebene dem Warschauer Pakt (Ostblock), auf wirtschaftlicher Ebene dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe beitrat. (RGW bzw. COMECON; 1950).

Als der ursprünglich vorgegebene geographische Defensiv-Rahmen der NATO gesprengt wurde (als sei die Defensive selbst der Kriegsgegner) und die Expansion in die Steppen und Gebirge Zentralasiens begann, reagierte Deutschland auf diese neue Situation mit einem „Gemisch aus Willfährigkeit gegenüber der traditionellen atlantischen Führungsmacht, mangelndem Verantwortungsgefühl gegenüber den eigenen Soldaten und - trotz vorzüglicher nachrichtendienstlicher Unterrichtung - verbohrter Verkennung der realen Verhältnisse am Hindukusch“, so Peter Scholl-Latour (1924-2014), der sich fragt, wie weit dieser Ritt nach Osten noch gehen soll: „Schon gehört Rußland der »partnership for peace« an. Wird die Bundeswehr eines fernen Tages, wenn die fortschreitende Solidarisierung zwischen Washington und Moskau eine konkrete Bündnisform annimmt, am Ussuri und Amur in Fernost Stellung beziehen und sich in eine gemeinsame Front gegen die chinesische Volksbefreiungsarmee einreihen?  .... Die wirkliche Allianz der Zukunft wird jedoch nicht zwischen Europa und Moskau, sondern zwischen Moskau und Washington geschmiedet werden. Der revolutionäre Islamismus einerseits, die aufsteigende Weltmacht China andererseits, das sind die beiden historischen Herausforderungen, denen sich der globale Hegemonialanspruch der USA und die Überlebensstrategie Rußlands ausgesetzt sehen. .... Der globale Vormachtsanspruch, den George W. Bush vertritt, steuert amerikanischen Analysten zufolge unweigerlich auf eine weltweite Konfrontation mit dem revolutionären Islamismus und auf eine Kraftprobe mit der Volksrepublik China zu. In beiden Fällen decken sich die Interessen Rußlands und der USA.“ (Peter Scholl-Latour, Weltmacht im Treibsand, 2004, S. 18, 19, 24). „Für eine diffuse Gespensterjagd gegen den »internationalen Terrorismus« wurde das Atlantische Bündnis jedoch nicht erfunden. Die NATO entartet seitdem zum Instrument angelsächsischer Bevormundung und Irreführung. ... Schon aus geographischen Gründen kann die amerikanische Planung weder auf Deutschland noch Frankreich verzichten. Im extremen Ernstfall, dem die Anrainer des Mittelmeers und des Balkans bedrohlicher ausgesetzt wären als die durch zwei Ozeane geschützten USA, könnte nur von Berlin und Paris jene längst fällige Aufstellung einer europäischen Kernallianz ausgehen, die den Amerikanern als gleichberechtigtre Partner und Entscheidungsträger weit nützlicher wäre als in der Rolle eines unterwürfigen und zwangsläufig verbitterten Vasallen. Selbst das stolze Spanien, das an seinen nordafrikanischen »Presidios« Cëuta und Melilla festhält und in dieser Frage auf eine unvermeidliche Auseinandersetzung mit dem Scherifischen Königreich Marokko zutreibt - der Zwischenfall auf der Petersilieninsel vermittelt einen Vorgeschmack -, wird spätestens zu diesem Zeitpunkt entdecken, daß der Beistand der »vieja Europa« (des »alten Europa«) wichtiger sein kann als das Protektorat der auf fernen Kriegsschauplätzen (Karte) gebundenen »Estados Unidos del Norte«.“ (Peter Scholl-Latour, Weltmacht im Treibsand, 2004, S. 32, 48).

Die neue NATO-Befehlsstruktur ist falsch. Innerhalb ein und derselben Wertegemeinschaft müssen andere Regeln gelten, denn seit Beginn der Globalismus-Phase droht uns ein Krieg zwischen den Kulturen. Dem Westen (Abendland) kann und darf es demzufolge hauptsächlich nur darum gehen: 1.) keine Angriffskriege zu führen (gegen dieses Gebot haben die USA schon beim Angriff auf Vietnam verstoßen); 2.) den Imperialismus, weil er nicht zu vermeiden ist (Imperialismus), möglichst zu relativieren; 3.) den weiten Vorsprung in Technik und Wissenschaft auszubauen (diese Regel muß die heimliche 1. Regel sein); 4.) die Artefakte aller abendländischen Kunst zu schützen, damit dem Volk auch symbolisch deutlich gemacht werden kann, daß die Kultur und nicht nur die private Bereicherung verteidigt wird, denn das Abendland ist die historistischste Kultur von allen, für Abendländer hat alles Historisierende einen besonderen und deshalb vergleichsweise hohen Stellenwert. Eine kulturelle Spaltung aber, wie sie zur Zeit von einigen Imperialisten anvisiert wird, ist die denkbar schlechteste Lösung. „Altes Europa“ bedeutet also nicht nur, daß die USA mit ihrem Spaltungsversuch Europa beherrschen wollen, sondern auch, daß nur eine europäische Kernallianz - das heißt konkret: der EU-Kern (EU-Kern) als eine EU-Verteidigungsgemeinschaft - verhindern kann, daß die USA damit auch Erfolg haben, trotz vieler Fehler, die diesen Nordamerikanern wegen ihrer Naivität und Unerfahrenheit immer wieder passieren.

Besonders dies ist das Gefährliche: man meint, man könne Fragen oder Probleme des 21. oder gar 22. Jahrhunderts mit Antworten lösen, die nachweislich immer noch von denen des 20. oder gar 19. Jahrhunderts dominiert werden! Wenn unser Konkurrenzverhalten auch in Gegenwart und Zukunft darin bestehen soll, daß wir uns gegenseitig ausmanövrieren, z.B. nach dem Wenn-ich-dann-auch-du-Motto: Wer ist zuerst kaputt, wer geht zuerst unter? („Wenn ich schon untergehen soll, dann wirst auch du untergehen“ u.s.w.), ja dann: „Gute Nacht“. Eigentlich können wir uns ein innerkulturelles Konkurrenzverhalten so überhaupt nicht mehr erlauben, seit diese unsere Phase begonnen hat, die ich Globalismus nenne, die Oswald Spengler (1880-1936Spengler) Cäsarismus genannt hat und die tatsächlich auch einen Kampf oder gar Krieg der Kulturen beinhaltet, jedenfalls beinhalten kann. Ob aber die naiven US-Cowboys-und-Revolverhelden diese Phase so meistern werden wie damals die robusten Rom-Cäsaren-und-Patronen, ist sehr fraglich. Deshalb müssen alle Abendländer zusammenhalten und dürfen nur da konkurrieren, wo die gemeinsame Kultur nicht gefährdet wird. Ein solches Verhalten sehe ich zur Zeit überhaupt nicht - im Gegenteil. Zwar beginnen einige Leute, in diese Richtung zu denken, aber mehr auch nicht. Jedenfalls noch nicht. Solange Deutschland wenigstens noch das Potential dazu hat und weil außer Deutschland kein anderes europäisches Land ein solches Potential jemals entwickeln können wird (Potential), kann man dem Westen nur raten, auf Deutschland zu bauen bzw. zu setzen statt es abzubauen oder herabzusetzen, wie es momentan immer noch geschieht und von dem permanent mit Vehemenz eine Selbstverleugnung gefordert wird (mittlerweile sogar größtenteils von Deutschen selbst). Ein Deutschland, das sich selbst verleugnet, kann dem Abendland nicht helfen. Das sehen zum Glück auch immer mehr Leute ein (nur leider nicht die, die dafür wichtig sind). Aber auch ein Deutschland, das sich nur hier und da verleugnet oder nur noch „Europa“ sein will, ist nicht hilfreich für die eben erwähnte Aufgabe, weil es sich belügt, wenn es glaubt, andere Nationen wollten auch statt sie selbst nur noch „Europa“ sein. So wird es nicht gehen. Denn man muß akzeptieren und mit Spengler sagen, daß Nationen nun einmal das abendländische Europa kennzeichnen, so wie auch die Dynastien (weil die schon weg sind, wäre es doch unsinnig, das andere auch noch wegzuspinnen), und zur Zeit denken die meisten Nationen in Europa nicht einmal im Traum daran, das Nationale abzuschaffen. Das gilt besonders für die kleinen Nationen, und die haben bekanntlich in der EU keinen geringen Einfluß, weil sie überquotiert sind, so wie im Westen heute fast alles der Quotenregelung unterliegt (Frauenquote, Ausländerquote, Zuschauerquote u.s.w. - alles Unsinn). Der Westen ist ohne Qualitiät. Jedenfalls nimmt seine Qualität immer mehr ab. Dies ist leider wahr. Die Minderqualität ist also lediglich ein Ausdruck des Westens selbst. Das betrifft vor allem seine Form, sein „In-Form-Sein“. All diese Probleme hat also leider nur das Abendland.

Neben den USA ist Deutschland das einzige abendländische Land, das die Potenz dazu hat (sie aber leider umgekehrt bzw. falsch einsetzt), also potentiell dazu in der Lage ist, unsere Kultur (wirklich!) zu verteidigen, aber das Gegenteil wird praktiziert; man hält sich immer noch gegenseitig im Zaum, überwacht sich gegenseitig und merkt gar nicht, daß es darauf heute gar nicht mehr ankommt, gar nicht mehr ankommen darf. Wenn wir unsere Kultur verteidigen wollen, müssen wir zusammenhalten, wirklich zusammenhalten. Doch das ist überhaupt nicht der Fall. Wir verhalten uns so, als wäre nicht das 21., sondern das 20. Jahrhundert gerade angebrochen. Wir haben immer noch zu viel Angst vor uns selbst. Daß Deutschland so stark mit Propaganda bombardiert wird, beweist meiner Meinung nach nicht nur, daß unsere ehemaligen Feinde offenbar immer noch unsere Feinde sind, sondern auch, daß wir immer noch über ein unglaubliches Potential verfügen, das ihnen Angst macht, aber nicht Angst machen müßte, wenn sie (wirklich !) Vertrauen zu uns hätten. Haben sie aber nicht. Wir haben es ja selber nicht (mehr) - und so soll es ja auch sein, so fordert es ja auch die Propaganda in unseren Medien. Dazu kommt, daß dieses Un- oder Mißvertrauen gerade jene unserer Friedensprediger erwecken, denen man einfach nichts glaubt, nichts glauben kann und nichts glauben will. Mit Recht! Wenn beispielsweise Joseph Fischer, Peter Struck, Günter Verheugen, um nur einige zu nennen (!), einerseits vorgeben, „Idealisten“ zu sein, andererseits aber Weltpolitik betreiben wollen, die EU im Sinne eines Neo-Imperialismus erweitern wollen, und zwar bis Afrika und Wladiwostock, dies alles auch noch lügnerisch mit militärischen Notwendigkeiten begründen (Fischer) oder aber - mit noch mehr Verlogenenheit und Dummheit - nur aus „idealistischen Gründen“ (?) Weltpolitik betreiben wollen (Verheugen), dann frage ich mich, wieso hier eigentlich immer wieder auf alle Deutsche Vergangenheit geschimpft wird, warum sie verdrängt und vergessen werden soll. Die 68er führen immer noch jene Zustände herbei, die sie angeblich bekämpfen wollen. Selbst das ist ja schon eine Vergeudung: Nicht aus der Geschichte lernen! Hier wird eine Geschichte - und sie ist, von den Ausnahmezeiten abgesehen, eine einzigartige Erfolgsgeschichte - regelrecht totgeschwiegen!

NACH OBEN
„Letztlich ernähren wir uns von Kohle und Erdöl -
nachdem diese in der industriellen Landwirtschaft zu eßbaren Produkten verwandelt worden sind.“
(Rolf Peter Sieferle, Gesellschaft im Übergang, in: Dirk Baecker, Archäologie der Arbeit, 2002, S. 125).

„Unter diesen Bedingungen läßt sich für das kommende Jahrhundert eine wachsende Beunruhigung der Populationen im großen Treibhaus durch eine schon heute weitgehend ausgeformte, internationalisierte Tierrechtsbewegung vorhersehen, die den unzertrennbaren Zusammenhang zwischen Menschenrechten und Tierqualen betonen wird. Diese Bewegung könnte sich als die Spitze einer Entwicklung erweisen, die den nicht-städtischen Lebensweisen eine neue Bedeutung zuspricht. Sollte man also die Achse namhaft machen, um welche die Umwertung aller Werte in der entfalteten Komfortzivilisation sich dreht, so kann nur der Hinweis auf das Prinzip Überfluß die Antwort liefern. Ohne Zweifel wird aktueller Überfluß, der stets im Horizont von Steigerungen und Entgrenzungen erlebt werden will, das prägende Merkmal der künftigen Verhältnisse bleiben, selbst wenn in einhundert Jahren oder etwas später der fossilenergetische Zyklus an sein Ende gelangt. Welche Energieträger eine postfossile Ära ermöglichen werden, ist heute schon im Umriß erkennbar - es wird vor allem ein Spektrum von Solartechnologien und von regenerativen Treibstoffen sein. Jedoch ist am Beginn des 21. Jahrhunderts über deren Ausgestaltung im einzelnen noch nicht entschieden. Sicher ist nur, daß das neue System - manche nennen es lapidar die kommende »solare Weltwirtschaft« - über die Zwänge und Pathologien der aktuellen fossilen Ressourcenpolitik hinausführen muß. Mit dem Solarsystem ist unvermeidlich eine Umwertung der Umwertung aller Werte gesetzt - und da die Zuwendung zur aktuellen Sonnenenergie dem Rausch des Konsums vergangener Sonnenenergie ein Ende bereitet, könnte man von einer bedingten Rückkehr zu den »alten Werten« sprechen - denn alle alten Werte waren Derivate des Imperativs, mit der im Jahreszyklus erneuerbaren Energie zu wirtschaften. Daher deren tiefer Bezug zu den Kategorien der Stabilität, der Notwendigkeit und des Mangels. In der Dämmerung der zweiten Umwertung zeichnet sich eine zivilisatorische Weltwetterlage ab, von der sich mit einiger Wahrscheinlichkeit vorhersagen läßt, daß sie postliberale Züge aufweist - sie wird eine hybride Synthese aus technischem Avantgardismus und ökoKonservativer Mäßigung an die Macht bringen. (In politischer Farbsymbolik gesprochen: Schwarz-Grün). Dem überschäumenden Verschwendungsexpressionismus der gegenwärtigen Massenkultur werden die Voraussetzungen mehr und mehr entzogen. Sofern in der postfossilen Ära die Ansprüche in Kraft bleiben, die das Prinzip ÜberfIuß im Industriezeitalter geweckt hat, wird sich die technische Forschung vorrangig um die Quellen einer alternativen Verschwendung zu kümmern haben. Bei den Überflußerfahrungen der Zukunft wird sich eine Akzentverschiebung zu immateriellen Strömen unvermeidlich geltend machen, weil ökosystemische Gründe ein stetiges »Wachstum« im materiellen Bereich verbieten. Vermutlich wird es zu einer dramatischen Verringerung der stofflichen Flüsse kommen - und damit zu einer Revitalisierung der Regionalwirtschaften. Unter diesen Bedingungen dürfte für die heute noch voreiligen Reden von der »globalen Informations- oder Wissensgesellschaft« die Zeit der Bewährung anbrechen. Die entscheidenden Überflüsse werden dann vor allem im Bereich der beinahe immateriellen Daten-Ströme wahrgenommen werden. Nur ihnen wird das Merkmal Globalität authentisch zukommen. Auf welche Weise die Postfossilität die aktuellen Begriffe von Unternehmertum und Ausdrucksfreiheit umprägen wird, läßt sich zur Stunde nur vage vorhersehen. Wahrscheinlich ist, daß man die Romantik der Explosion, allgemeiner gesprochen: die psychischen, ästhetischen und politischen Derivate der plötzlichen Energiefreisetzung, von den künftigen »sanften« Solartechnologien her im Rückblick als Ausdruckswelt eines massenkulturell globalisierten energetischen Faschismus beurteilen wird. Dieser ist ein Reflex des hilflosen Vitalismus, der aus der Perspektivenarmut des fossilenergetisch basierten Weltsystems entspringt. Man versteht vor diesem Hintergrund, warum der Kulturbetrieb im Kristallpalast eine tiefe Desorientierung verrät - über die aufgezeigte Konvergenz von Langeweile und Unterhaltung hinaus. Der fröhliche massenkulturelle Nihilismus der Endverbraucherszene ist genauso rat- und zukunftslos wie der ... Nihilismus der wohlhabenden Privatleute, die Kunstsammlungen aufbauen, um sich persönliche Bedeutung zu verschaffen.“ (Peter Sloterdijk, Im Weltinnenraum des Kapitals, 2005, S. 361-363).

„Was den spekulativen Kapitalismus als abstraktes invasives Erfolgsprogramm angeht, so wird man seine aktuellen Exegeten auffordern müssen zu beweisen, daß sie keine Anhäger einer global operierenden Sekte sind; der Verdacht gegen den »Kapitalismus als Religion« ist ausgesprochen und wartet auf Kärung. Die Lebensform »demokratische Nation« überlebt nur, wenn die Semantik des Eigeninteresses und der Selbstpräferenz mit der Semantik der Freiheit für anderes und des Etwas-zu-geben-Habens zum Ausgleich kommt. Somit taucht aus dem entfalteten Begriff des Lokalen eine Gruppe von Merkmalen auf, die den Abstrakt-Progressiven die Röte ins Gesicht treibt. Was unter dem Druck des konfusen Universalismus durch Gegendruck geklärt in Sicht kommt ist das Ausgedehnte des erfolgreich geführten Lebens, das nicht wird, wie es werden kann, ohne immun, selbstpräferentiell, exklusiv, selektiv, asymmetrisch, protektionistisch, unkomprimierbar und irreversibel zu sein. Dieser Katalog klingt wie die Zusammenfassung eines rechtsradikalen Parteiprogramms; in Wahrheit bietet er die erste Liste der Charakteristika, die der Infrastruktur des Werdens in realen Humansphären inhärieren. Sie gehören zu den Merkmalen des endlichen, konkreten, eingebetteten und überlieferungsfähigen Daseins. Um noch einmal die Redeweise der Ontologie zu bemühen: Das Ausgedehntsein am eigenen Ort ist die gute Gewohnheit zu sein. Solange die Linke vorhat, eine irdische Linke zu bleiben oder es zu werden, wird sie sich bei aller Liebe zur Symmetrie mit diesen Bestimmungen ins Benehmen setzen, es sei denn, sie zieht die Affaire mit dem Unendlichen vor - was man durchaus verstehen kann, weil irdische Sozialdemokratie philosophisch langweilt und ästhetisch nicht befriedigt. Von den Werten der alternativen Liste, genauer von den Forderungen nach einem Metaleben, dessen Weltbezug immunitätsvergessen, fremdpräferentiell, inklusiv, unselktiv, symmetrisch, zollfrei sowie beliebig kompressibel und reversibel wäre, lassen sich hin und wieder einige Aspekte im Realen verwirklichen, jedoch nur diejenigen, die von der ersten Liste mitgetragen werden. .... Die aspektweise Öffnung der ersten Liste auf die zweite bezeichnet den Elan der Zivilisation, die sich erhält, indem sie sich erweitert, steigert, differenziert - allein die aufmerksame Rückbindung der zweiten an die erste verhindert aber die Gespensterherrschaft.“ (Peter Sloterdijk, Im Weltinnenraum des Kapitals, 2005, S. 412-414).
NACH OBEN
Der Globalismus, zeitlich verstanden als Phase der Vollendung abendländischer Globalisierung, ist auch räumlich zu verstehen: als ein errichtetes exklusives Komfortgebilde (des Abendlandes), und zwar als ein Auf- und Ausbau eines Weltinnenraums, dessen Grenzen unsichtbar (eben typisch abendländisch) und trotzdem von außen nahezu unüberwindbar sind und den ca. 1,3 Milliarden Menschen (Abendländer) bewohnen, während ihn ca. 5,2 Milliarden Menschen nicht bewohnen können, weil sie ihn noch nicht einmal betreten können. 20 Prozent glückliche Gewinner und 80 Prozent unglückliche Verlierer - ist das die Wahrheit oder nur ein Vorurteil? (Bitte nicht vergessen, daß für viele Ereignisse - und so wohl auch für dieses - 80% der Wirkungen von 20% der Ursachen ausgehen!20/8020/80) Ist der Globalraum also nichts anderes als der von Abendländern bewohnte Weltinnenraum des Kapitals?  Und wieviel Prozent beherrschen ihn?  Wer sind diese Wenigen? Wer gehört zu dieser sehr kleinen Minderheit?
Globale Verteilung der Einkommen (Stand: 2008).
 Bevölkerungszahl in %Einkommen (BNE) in US-$in %BNE/Kopf in US-$Fazit-Bemerkung
1) Hohes Einkommen1 055 797 000     15,842 777 727 000 000     79,640 51715,8% haben 79,6% an Einkommen
2) Mittleres Einkommen 3 160 708 000     47,3  9 424 900 000 000     17,5  2 98247,3% haben 17,5% an Einkommen
2a) obere Kategorie   828 600 000     12,4  4 789 700 000 000       8,9  5 780 
2b) untere Kategorie2 332 108 000     34,9  4 635 200 000 000       8,6  1 987 
3) Niedriges Einkommen2 465 753 000     36,9  1 562 300 000 000       2,9     63436,9% haben 2,9% an Einkommen
WELT6 682 258 00010053 764 927 000 000100  7 439 
Asymmetrien des globalen Reichtums Wieviel % des Bruttosozialprodukts landet als Einkommen nach Steuern und Sozialtransfers bei wem? (Stand: 2008). Asymmetrien des globalen Reichtums
 FinnlandDeutschland USABrasilien WELT *
Reichste 20% der Bevölkerung*ca. 35% vom BSPca. 40% vom BSPca. 47% vom BSPca. 65% vom BSPca. 85% vom BSP
Rest (80% der Bevölkerung)ca. 65% vom BSPca. 60% vom BSPca. 53% vom BSPca. 35% vom BSPca. 15% vom BSP
* Die reichsten 20% der WELT-Bevölkerung sind fast ausnahmslos westliche Menschen (sie gehören zur abendländischen Kultur oder zu deren „Ablegern“).
Reichste (20%)Rest (80%)
35% BSP (Finnland)65% BSP (Finnland)
40% BSP (Deutschland)60% BSP (Deutschland)
47% BSP (USA)53% BSP (USA)
65% BSP (Brasilien)35% BSP (Brasilien)
85% BSP (WELT)15% BSP (WELT)
‹- Verhältnisse in Europa (Einwohner, Wirtschaftsstärke, Nettozahler): Ohne Deutschland ist Europa tot! -›
Der (1) EU-Kern umfaßt (1.1) den inneren Kern (Deutschland, Frankreich), (1.2) den äußeren Kern (Holland, Belgien, Luxemburg, Österreich, Schweiz [falls gewollt]), die (2) EU-Hülle mit 3 Ringen (2.1) Ring des inneren Freihandels (Nord-, Nordwest-, Süd-, Südwesteuropa), (2.2) Ring des äußeren Freihandels (Ostmittel-, Osteuropa), (2.3) Ring der Assoziierten (Südost-, evtl. Osteuropa); sie gehören nicht zur abendländischen Kultur.

‹- Plan einer EU-Reform. Besser als eine EU-Reform ist nur noch der EU-Tod (EU = Europas Untergang)! -›
Von dem Geld, das Deutschland in die EU einzahlt, fließen nur höchstens 16 % wieder nach Deutschland zurück. Ja! Überbeanspruchtes Herz ! Deutschland ist das Herz Europas und Deutschlands Geld (die DM, seit 2002 der €) ist das Blut Europas. Außerdem ist die EU keine Garantie für die Abnahme der deutschen Exporte, wie die Spinner immer wieder behaupten, um mit dieser Lüge das Volk zu beruhigen und gefügig zu machen. Ohne die EU wären Deutschlands Exporte sogar garantierter, denn nicht der Name EU, sondern der Name Deutschland steht für Qualität!
„Made in Germany“ war ursprünglich die Absicht Englands, Deutschlands Waren im Ausland zu diskreditieren, doch England blieb damit damals erfolglos, mußte hilflos zusehen, wie „Made in Germany“ Nr. 1 auf dem Weltmarkt wurde. Stellen Sie sich einmal vor, man würde der erstmals in den 1990er Jahren geforderten Gesetzes-„Regelung“ folgen und „Made in Germany“ durch „Made in EU“ ersetzen. Das hätte nur negative Folgen. Nämlich für alle. Oder stellen Sie sich das Unmögliche vor: die Forderung an ein Land, die Rolle Deutschlands (Motor bzw. Herz) in Europa zu übernehmen und Unmengen an Geld in die EU zu pumpen, ohne selbst davon zu profitieren. Diese Forderung wäre eine Überforderung, also unmöglich durchführbar, und der Tod der EU, denn die meisten EU-Mitglieder und EU-Kandidaten wollen die EU als Wirtschaftsunion, wollen von Deutschland profitieren!

Die Ablehnung einer politischen Union spricht Bände. Von Anfang an war das Gequatsche von der politischen Union eine Illusion, ein Märchen, eine Lüge. Gewollt war von Anfang an die Wirtschaftsunion und sonst gar nichts. Wer glaubt, die EU-Mitglieder würden auf ihre nationale Politik verzichten, irrt sich oder meint Deutschland, denn Deutschland ist das einzige altruistische Land, um es nett auszudrücken, das einzige großzügige Geberland, um es auf eine Formel zu bringen, das micheligste Land (Michel), um es provokativ zu sagen, denn nur in diesem Land ist die herrschende Minderheit so blöd zu glauben, daß andere Nationen ebenfalls eine politische EU wollten. Doch eines soll hier gleich betont werden: Nicht das deutsche Volk will die EU, das heißt: nicht die Mehrheit ist so blöd und will die EU, sondern eine herrschende Minderheit, die antidemokratisch und darum volksfeindlich das Volk regiert, vor jedem Ausländer einen Diener macht und völlig erstaunt ist, wenn das Ausland sich an der Hetze gegen das deutsche Volk nicht beteiligen will, weil es mittlerweile mehr gelernt hat als all die, die immer noch die Lüge von der Kollektivschuld (als wäre das die weltliche Erbsünde) predigen. Viktimologie! Ein Antidiskriminierungsgesetz kriegen sie gerade noch zustande, denn es ist ja ohnehin nur ein Diskriminierungsgesetz gegen das deutsche Volk. Wenn das deutsche Volk (wie die anderen Völker in der EU auch) die politische EU nicht will - es hat schon den Euro und viele andere EU-Regelungen nicht gewollt -, dann hat auch diese herrschende Minderheit den Volkswillen gefälligst zu akzeptierern, aber sie toleriert den Volkswillen ja noch nicht einmal, spricht auch deshalb ständig von Toleranz - veilleicht, um zu erfahren, was Toleranz überhaupt ist. Meine politische Forderung an die Intoleranten lautet dsehalb: Erst dann, wenn das Volk die EU will, darf es auch eine EU geben. Egal, welche Bereiche davon berührt werden. Der Weg, den die „Macher“ unter den EU-Befürwortern von Anfang an gegangen sind, ist ein regressiv anmutender Weg, jedenfalls ist er beispiellos in der Geschichte, seit in unterschiedlichen Ländern zwar eine Währung, aber keine politische Einheit gilt - man denke nur an viele unserer nationalen Verantwortlichen aus der (Geld-) Wirtschaft, die von ihren Chef-Posten nur deshalb zurückgetreten sind, weil sie den Euro-Wahn ablehnten. Deutschland braucht keine EU. Schon gar nicht aus wirtschaftlichen Gründen. Aber die EU braucht Deutschland wie der menschliche Körper sein Herz. Eine EU erzwingen zu wollen, ist falsch - bis auf eine einzige Ausnahme: jene politischen Gründe, die außerhalb Europas liegen und eine Union deshalb erzwingen, weil das Überleben Europas davon abhängt. Die EU ist also erst wirklich notwendig geworden seit Ende des 20. Jahrhunderts, nämlich seit Beginn der Globalismus-Phase: Cäsarismus oder Befruchtung.

Mein Vorschlag, wie man die EU für die Zukunft stabiler machen muß, bedeutet, daß die momentane katastrophale Entwicklung der EU gestoppt werden muß, um zu verhindern, daß sie dem Imperium der USA oder (was noch viel schlimmer wäre) dem Rest der Welt (mit antiken Worten: „den Barbaren“) geopfert wird. Es ist eine schwere Aufgabe. Obwohl es der alte imperialistische Wahn ist, dominiert doch seit Beginn der Cäsarismus-Phase ein neuer Imperialismus. Raubtiere im Rausch: USA und EU!

Das Herz Europas war und ist Deutschland, und das wird auch so bleiben, denn der Motor Europas ist nicht austauschbar. Sehen wir uns also das heutige EKG (Elektrokardiogramm) an und verlassen uns dabei statt auf Propaganda auf eine zuverlässige Aufzeichnung (Elektrokardiographie), um festzustellen, was das Kurvenbild (die Herzstromkurve) aussagt: Deutschland hat ein riesiges Potential, nutzt es aber völlig falsch und tut so, als ob man mit Flower-Power Weltpolitik betreiben könnte. Es ist der Wahnsinn schlechthin, was Deutschland wegen seines Riesenpotentials so alles verschenkt. Da kann ja sogar die Sonne neidisch werden. Anscheinend geht es uns immer noch zu gut, um zu begreifen, was hier alles vergeudet wird. Und die Anamnese zeigt, daß immer dann, wenn Deutschland schwach oder uneinig war, auch Europa schwach und uneinig wurde. Für die Erkenntnis, daß immer nur ein Deutschland gefährlich war, das sich den anderen Staaten als Kriegsbühne präsentierte oder sogar anbiederte, genügt ein Bick auf die nackten Geschichtsdaten - auf ein Tummelfeld für andere europäische Mächte, die aus der Rivalität der deutschen Fürsten Nutzen zogen, um die Teilung Deutschlands aufrechtzuerhalten. Daraus entstanden europäische Kämpfe: um die deutsche Einheit zu verhindern oder um zu verhindern, daß eine andere Macht in Deutschland die Vorrangstellung erlange (vgl. Henry Kissinger, 1961). Immer schon hat eine antideutsche Politik Europa nur geschwächt. Zuletzt war dies deutlich erkennbar im Kalten Krieg, als Europa fast einem Atomkrieg zum Opfer gefallen wäre; und trotzdem: 1989, als die Mauer fiel, und auch noch danach haben bis auf wenige Ausnahmen (Spanien z.B.) alle europäischen Staaten sich vehement gegen Deutschlands Einheit gewehrt, obwohl Deutschland die Kosten der Einheit - natürlich - allein bezahlen wollte und auch allein bezahlt hat (jedes andere Land hätte dabei die größtmögliche Unterstützung von der EU, also von Deutschland gefordert und auch bekommen!). Also haben auch die Europäer nichts aus der Geschichte gelernt! (Zu der von Hegel bemerkten Unmöglichkeit, etwas aus der Geschichte zu lernen, kommt nun hoffentlich nicht auch noch die Unmöglichkeit hinzu, Geschichte zu lehren. Denn das einzige, was man aus der Geschichte lernen kann, ist ja laut Hegel, daß man aus der Geschichte nichts lernen kann). Wenn also die Europäer wie die Menschen überhaupt nicht aus der Geschichte lernen können, sollten sie sich wenigstens ein paar Gesundheitstipps geben lassen: ein Herz, aus dem man nur Kapital schlagen will (Machtpolitik, Wirtschaftsflucht u.s.w.), ist ein überstrapziertes Herz und darum gesundheitsschädlich, und zwar für den gesamten Organismus. Man muß nicht Medizin oder Ökonomie studiert haben, um zu verstehen, warum eine EU letztendlich nur sich selbst schadet, wenn sie weiterhin das Herz Europas nur kapitalistisch ausbeutet, als sei es nur ein „Selbstbedienungsladen“ und wie ein „Sozialamt“ (Deutschland ist das Sozialmamt der WeltDeutschland ist das Sozialmamt der Welt) nur dazu da, alle und jeden zu versorgen, und zwar ohne Gegenleistung, das heißt ohne Beteiligung anderer Organe bis hin zu den kleinsten Zellen und Atomem - letztere nennen wir: Individuen (!). Wer das Allgemeinwohl nicht berücksichtigt, wird im Pluaralismus der singulären Individuen umkommen. Aber bis dahin bleibt allen und jeden ja das Vertrauen in das Europäische Reich Deutscher Ökonomie. EUEU

Das Europäische Reich Deutscher Ökonomie (EU) ist - wie das Heilige Römische Reich Deutscher Nation - nur so lange überlebensfähig, wie Deutschland als der ökonomisch-technische Gigant (denn das ist für das Ausland der Sinn von Deutscher Nation!) - weiterhin „Sozialamt“ bleibt. Doch diesen Charakter, diese Eigenschaft oder auch „Persönlichkeit“, gibt es ja nur deshalb, weil es dieses typisch Deutsche als Nation gibt. Wenn „unsere“ Politischen meinen, sie könnten Deutschland in Europa aufgehen lassen, dann aus zwei Gründen: sie träumen den Traum der politischen Romantiker oder sie wollen Deutschland tatsächlich ins Nichts manövrieren. In der Konsequenz läuft sowieso beides auf dasselbe hinaus, denn die Vertreter beider Seiten sind als „Michel“ (Michel), ohne es zu merken, Opfer der Tatsachen. Deutschland kann so in Europa nicht aufgehen, wenn gleichzeitig die Mehrheit der deutschen Politischen das Nationale „ausmerzen“ will. Wer einer solchen Politik folgt, darf sich nicht wundern, wenn ihm unterstellt wird, passiv dasselbe Ziel zu verfolgen wie einst der aktive Politiker vor ihm. Hier wird unbewußt ein Kreis geschlossen - die EU zum Scheitern gebracht -, weil man einerseits auf die Tugend, den Willen und den Fleiß setzt - auf das, was Deutsche kennzeichnet - und andererseits eben genau diese historisch bedingten Tatsachen „ausmerzen“ will, weil man die „ausländische Perspektive“ einnehmen (was ohnehin unmöglich ist) und so Deutschland nur aus ökonomischen Gründen lieben will (was ebenfalls unmöglich ist Europa). Man hat Angst vor sich selbst, belügt sich, heuchelt, bildet sich ein, andere zu lieben, und kann sich selbst nicht einmal leiden (geschweige denn lieben). Wer Europa will, muß erst einmal Deutschland wollen!

Ohne Deutschland kann Europa nicht überleben. Nur um zu verdeutlichen, welchen Ernst dieses Thema hat, möchte ich hier eine seriöse Persönlichkeit zitieren: „Falls die Unzulänglichkeiten der politischen Führer Europas zu einem langsamen Verfall der EU und am Ende zu einer bloßen Freihandelszone führen sollten, würden auch die Franzosen, ebenso die Polen, die Holländer, die Tschechen und manche der anderen Nationen sich unsicherer fühlen als heute. Denn nicht nur die tragische Geschichte, die sie im Verhältnis zu Deutschland hinter sich haben, sondern auch die Größe seiner Bevölkerung und seiner Wirtschaftskraft, die an Gewicht alle anderen EU-Mitglieder übertreffen, läßt ihnen die politische Einbindung Deutschlands dringend erwünscht erscheinen.“ Konkret gesprochen: Ohne Deutschland kein Europa, keine Europäische Union, also auch kein Hoffen, so Helmut Schmidt, „sich als einzelne gegen die Gefahren zu behaupten, die ... auf den Kontinent eindringen werden. Agiert jeder für sich, können die Europäer im besten Fall unter dem Dach eines amerikanischen Imperiums ihre Sicherheit bewahren - nicht aber ihre Selbstbestimmung.“ Dazu kommt noch folgende Dummheit bzw. Verantwortungslosigkeit: „Wer meint, den Geburtenrückgang der Europäer und die daraus entstehenden großen Probleme - zum Beispiel für die Zukunft des Wohlfahrtsstaates und seiner Finanzierung - durch Einwanderung (Einwanderung) von Menschen einer anderen Kultur ausgleichen und bewältigen zu können, der kann Europa vom Regen in die Traufe führen.“ (Helmut Schmidt, Die Mächte der Zukunft, 2004, S. 235, 236, 231).

Die Insassen im Automobil  Europa gehen wie selbstverständlich von einem kraftvollen Motor mit höchst anspruchsvollen Hubraum aus und fühlen sich auf ihrer Fahrt so frei wie im Schwebezustand, weshalb sie am liebsten auch noch auf den Motor als unnötigen Ballast verzichten würden. Jeder hätte gern sein eigenes US-TRaumschiff.

Wenn Europas Motor Deutschland sich seine 16 Zylinder (Bundesländer) auch weiterhin leisten will, aber die 16 Kolben (Bundesratsvertreter) und ihre Hin- und Herbewegungen (die unendlichen Wahlkämpfe u.s.w.) aus berechtigten Gründen als Blockaden empfindet, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann genau die irreversiblen Schäden auftreten: Kolbenfresser politischer Form entstehen durch Übertreibungen jedweder Art, z.B. durch Hyper-Subsidiarität, Hyper-Föderalismus, Hyper-Bürokratie, Hyper-Schein-Demokratie, Hyper-Lobbyismus, Hyper-Quotenregelung und viele andere destabilisierende Spätmodernismen. (Bund). Die den Deutschen auferlegte Überverteilung ist nicht nur für Deutschland selbst ein großes politisches Risiko - allerdings ist diese auferlegte Kleinstaaterei auch nur Deutschland vertraut: seit 1648 (Westfälischer Friede)! Westfälischer Friede

Es gibt keinen Ersatzmotor für den europäischen Motor Deutschland, für das europäische Automobil - es gibt kein Ersatzherz für das europäische Herz Deutschland, für den europäischen Organismus. Wenn das Abendland als Europa einen Motorschaden haben wird, wird es mit ihm alleine sein. Es wird sich plötzlich vorkommen wie in einer Wüste und sich vergeblich nach Hilfe umsehen. Der einzige Ersatzmotor, der Europa zu helfen in der Lage wäre, ist ziemlich weit weg: die USA. Aber der defekte Ersatzmotor, der wie ein Pflaster gegen Herzinfarkt wirkt, ist schon da: Rußland. Für Europa gibt es keinen Ersatzmotor; es hatte und hat nur den einen, seinen Motor: Deutschland. Trotz des Zugeständnisses an den Motor, wie ein Herz, seinem eigenen Gefühlshaushalt zu folgen, braucht er das Appell, keine amerikanischen Appelle zu brauchen - ja doch: das hält er schon aus! Der Motor Deutschland sollte sein eigenes Klingeln endlich registrieren, statt dessen ignoriert er es. Wer die zu hohe Arbeitslosigkeit bekämpfen will, sie aber steigert, indem er Ausländer ins Land holt, hat keinen Erklärungsbedarf mehr. Nur gegenüber einer Lobby, nicht gegenüber dem klingelnden Volk !

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Anmerkungen:


„Der Imperialismus ist ein so notwendiges Ergebnis, daß er ein Volk im Nacken packt und in die Herrenrolle stößt, wenn es sie zu spielen sich weigert.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1918-1922, S. 1089 Spengler).

Deutschland war damals in allen Bereichen Weltmeister. In jeder Hinsicht, denn Deutschland war auf allen Gebieten Weltführer. Deutschland hatte auf den modernsten Gebieten der Technik die Weltführerschaft, vor allem in Elektrizität, Optik, Chemie, Spezialmaschinen, Feinmechanik, Spielzeug, Musikinstrumente, Maschinenbau überhaupt u.v.m. (eben: Weltmeister in Technik und Wissenschaft), daher auch bei weitem die meisten Nobelpreisträger. „Ursächlich für diese Erfolge waren die sprichwörtliche Rechtssicherheit und die in der ... Tradition gewachsenen ... Tugenden: Bildung, Fleiß, Ordnung, Disziplin, Eigenständigkeit und Einfallsreichtum (Kreativität). ... Deutschland beherrschte in Chemie und Pharmazie den Weltmarkt mit 87 % (Apotheke der Welt!). Deutschland hatte auf dem Weltmarkt die Führungsrolle auf allen Anwendungsgebieten der Elektrizität. In der optischen Industrie besaß Deutschland eine führende Weltmarktstellung. In der Quantität (Stapelware) war das englische Außenhandelsvolumen größer als das deutsche, in technischen Qualitätsprodukten dagegen war es erheblich geringer. Deutschland hatte „die besten durchschnittlichen Lebensverhältnisse.“ (Ehrhardt Bödecker, Preußen und die Wurzeln des Erfolgs, 2004, S. 195, 232, 233Bödecker). Deutschland war mit weitem Abstand das in der Welt führende Land der Wissenschaft und Bildung! Deutschland hatte weltweit - und wiederum mit weitem Abstand - die beste Sozial-, Alters- und Gesundheitsfürsorge. Dieses Versicherungssystem war und ist (!) selbst eine Exportware, ein Schlager mit Weltformat, ein Welthit - weil eben erwünscht. Deutschlands Wirtschaft - in Verbindung mit der einzigartigen Sozialpolitik - war die erfolgreichste der Welt, die Verwaltung und Gesetze wurden fast überall in der Welt kopiert. Als Land der „Dichter und Denker“ galt Deutschland auch vorher immer schon als die Kulturnation. Weltführung in Kultur und Technik, Wirtschaft und Kunst - diesen Weltmeistertitel hat bisher nur eine Nation erreicht: Deutschland. Deshalb ist es auch kein Wunder, daß „bis 1918 40 % aller Nobelpreise an deutsche Wissenschaftler verliehen wurden, 80 % der wissenschaftlichen Literatur in der Welt bis 1939 nicht in englischer, sondern in deutscher Sprache erschienen, die internationale Wissenschaftssprache deutsch und nicht englisch war, Deutschland im Gegensatz zu allen anderen Ländern so gut wie keine Analphabeten mehr kannte, die deutschen Universitäten zum begehrten Ziel ausländischer Studenten wurden, die deutsche medizinische Wissenschaft an der Weltspitze stand“ (Ehrhardt Bödecker, ebd., 2004, S. 268-269) sowie insgesamt die deutsche Wissenschaft, besonders die deutsche Naturwissenschaft, und überhaupt die deutsche Technik an der Weltspitze stand. Mit weitem Abstand zu den Verfolgern. Erst nach dem 2. Weltkrieg verlor Deutschland einige technische Gebiete an die USA, die Forscher aus Deutschland rauben konnten (nur ein Beispiel unter vielen: Wernher von Braun), weil sie aus dem 2. Weltkrieg als Sieger hervorgingen. Doch auch nach dem 2. Weltkrieg hat Deutschland seinen Weltmeistertitel gut verteidigt, und erst die Entwicklungen seit 1990/2000 zeigen erstmals einen fremd anmutenden negativen Trend an. Das wird unsere Feinde, die heute größtenteils unter uns weilen, freuen. Doch mögen diese Neider auch noch so viele Märchen in die Welt setzen, auf diesen Weltmeistertitel - ich nenne ihn Bildung - können wir stolz sein. Der Neid aber - ich nenne ihn Einbildung - will immer schon die Zerstörung. Bleibt nur noch zu sagen, daß Deutschlands Konkurrenz deswegen auf die zerstörerische Verdrängung zwanghaft angewiesen ist, weil sie unser Deutschland, nämlich seine „einzigartige Erfolgsgeschichte auf allen Gebieten, bewundert und beneidet.“ (Ehrhardt Bödecker, ebd., 2004, S. 214). Tabellen

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© Hubert Brune, 2001 ff. (zuletzt aktualisiert: 2014).

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