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Welthandel Welthandel (2003 und 2007) Welthandel
RangWelthandel 2003WelthandelExportImportWelthandel 2007WelthandelExport Import|2|
  1Deutschland / USADeutschlandUSADeutschland / USADeutschlandUSA 
  2USA / DeutschlandUSADeutschlandChina / DeutschlandChinaDeutschland 
  3Japan / ChinaJapanChinaUSA / ChinaUSAChina 
  4 ChinaChina JapanJapan 
  5 FrankreichGroßbritannien FrankreichGroßbritannien 
  6 GroßbritannienFrankreich NiederlandeFrankreich 
  7 ItalienItalien ItalienItalien 
  8 KanadaKanada GrobritannienNiederlande 
  9 NiederlandeBelgien BelgienBelgien 
10 BelgienNiederlande KanadaKanada 
Bruttoinlandsprodukt Bruttoinlandsprodukt (1970, 1990, 2000, 2002, 2004, 2006, 2008) Ländervergleich
Rang197019902000200220042006      20082008 (Top 10)
  1USAUSAUSAUSAUSAUSAUSA
  2Deutschland (West) JapanJapanJapanJapanJapanJapan
  3JapanDeutschlandDeutschlandDeutschlandDeutschlandDeutschlandDeutschland
  4FrankreichFrankreichGroßbritannienGroßbritannienChinaChinaChina
  5GroßbritannienItalienFrankreichFrankreichGroßbritannienGroßbritannienGroßbritannien
  6ItalienGroßbritannienItalienChinaFrankreichFrankreichFrankreich
  7KanadaKanadaChinaItalienItalienItalienItalien
  8SpanienSpanienKanadaKanadaKanadaKanadaSpanien
  9MexikoChinaSpanienMexikoSpanienSpanienKanada
10ChinaMexikoMexikoSpanienMexikoBrasilienBrasilien
Bevölkerung Bevölkerung (Weltrang von 1950, 2003 und 2050*) Bevölkerung
Rang1950 Einwohner 2003Einwohner2050* (Mittlere Projektion)Einwohner
1China   555 000 000China1 287 626 000Indien1 531 000 000
2Indien   358 000 000Indien1 048 641 000China1 395 000 000
3USA   158 000 000USA   288 369 000USA   409 000 000
4Sowjetrußland     98 000 000Indonesien   211 716 000Pakistan   349 000 000
5Japan     82 000 000Brasilien   174 485 000Indonesien   294 000 000
6Indonesien     80 000 000Pakistan   144 902 000Nigeria   258 000 000
7Deutschland     69 000 000Rußland   139 071 000Bangladesch   255 000 000
8Brasilien     54 000 000Bangladesch   135 684 000Brasilien   233 000 000
9Großbritannien     51 000 000Nigeria   132 785 000Äthiopien   170 000 000
Ländervergleich Bevölkerung, Lebenserwartung, Durchschnittsalter (1960 und 2010) Bevölkerung
Rang1960 EinwohnerLebenserwar-
tung in Jahren
Durchschnitts-
alter in Jahren
2010EinwohnerLebenserwar-
tung in Jahren
Durchschnitts-
alter in Jahren
1China   668 175 0005021,8China1 361 763 0007434,2
2Indien   358 000 0004420,0Indien1 214 464 0006525,0
3USA   186 326 0007029,6USA   317 641 0008036,6
4Sowjetrußland   119 906 0006927,4Indonesien   232 517 0007228,2
5Japan     93 189 0006925,5Brasilien   195 423 0007429,0
6Indonesien     93 058 0004320,0Pakistan   184 753 0006821,3
7Deutschland     72 815 0007034,7Bangladesch   164 425 0006824,5
8Brasilien     72 744 0005618,6Nigeria   158 159 0004918,6
9Großbritannien     52 372 0007135,4Rußland   140 367 0006838,1
Bevölkerung Durchschnittsalter und Lebenserwartung in verschiedenen Regionen der Erde (1960 und 2010) Bevölkerung
Durchschnitts-
alter in Jahren
 Lebenserwar-
tung in Jahren
45-49              2010 80-89
40-44 2010        2010 2010 196070-79
35-391960         196060-69
30-34 2010    2010 1960   50-59
25-29 1960 2010  1960   40-49
20-24           30-39
15-19   1960 19602010        20-29
Europa, Nordamerika, Australien, Japan
Lateinamerika, Ost-, Nord-, Südasien
West-, Zentralasien, Nordafrika
Schwarzafrika
Bevölkerung Bevölkerung (2003) und Welthandel (2003) Welthandel
RangJahr: 2003 EinwohnerRang im Welthandel (2003)WelthandelKulturkreisVgl. TabelleInternationale Organisationen
  1China1 287 626 0004 (Export)   |   3 (Import)Ostasien (China)Kultur  
  2Indien1 048 641 000 Südasien (Indien)Kultur  
  3USA   288 369 0002 (Export)   |   1 (Import)Westen (Abendland)KulturNATONATONAFTANAFTA
  4Indonesien   211 716 000 Islam (Morgenland)Kultur  
  5Brasilien   174 485 000 Westen (Abendland)?Kultur MercosurMercosur
  6Pakistan   144 902 000 Islam (Morgenland)Kultur  
        
10Japan   127 150 0003 (Export)   |   4 (Import)Ostasien (China)Kultur  
        
12Deutschland        82 541 000 *1 (Export)   |   2 (Import)Westen (Abendland)KulturNATONATOEUEU
Zu „Kinder- und Jugendüberschuß“ (Kinder- und Jugendüberschuß) und der Tatsache, daß von den von ihm untersuchten 67 Nationen mit Kinder- und Jugendüberschuß 60 Nationen mit Krieg, Bürgerkrieg, Terror(ismus) o.ä. zu tun haben, meint Gunnar Heinsohn (Heinsohn): „Gewiß kann man für jede Nation zusätzlich auch nach ureigenen landestypischen Tötungsgründen jenseits eines Youth Bulge (Zum Thema „Youth Bulge“ ) fahnden. Aber man würde ähnliche Gründe auch bei anderen Nationen finden, in denen nicht oder kaum getötet wird, so daß man am Ende doch einer Einbeziehung des Youth Bulge nicht ausweichen könnte. Man würde ganz ähnlich verfahren wie bei der stereotypen Erforschung von großtötenden Diktatoren. Weil diese Männer psychologisch und allgemeinmedizinisch extrem genau seziert werden, findet man bei ihnen fast immer irgendwelche »Mörder«-Anlagen als oberflächlich überzeugende Ursache ihres bösen Tuns. Würde man aber auch alle unauffällig gebliebenen Staatslenker ebenso intensiv angehen, verlören sich die meisten Gewißheiten recht schnell, weil viel verrücktere Herrscher oft ganz harmlos geblieben sind.“ (Gunnar Heinsohn, Söhne und Weltmacht - Terror im Aufstieg und Fall der Nationen, 2003, S. 54-55Heinsohn).
Rangfolge nach: Bevölkerungswachstum, Unter-15-Jährigen in absoluten Zahlen, Unter-15-Jährigen in Prozent (Stand: 2003)DemographieDemographie
RangBevölkerungswachstumin % Unter-15-J. absolutin Mio. (in %)Unter-15-J. relativin %FruchtbarkeitRate
  1Ver. Arabische Emirate7,4Indien345 (33%)Uganda49,8Timor-Leste7,6
  2Timor-Leste5,3China306 (24%)Timor-Leste49,5Niger7,2
  3Pälastina4,1Indonesien  64 (31%)Niger48,9Angola7,0
  4Somalia3,2Pakistan  60 (40%)Tschad48,0Somalia6,9
  5Belize3,2USA  59 (21%)D. R. Kongo47,9Afghanistan6,8
  6D. R. Kongo3,0Nigeria  57 (44%)Somalia47,8D. R. Kongo6,7
  7Angola3,0Brasilien  49 (28%)Angola47,6Guinea-Bissau6,6
  8Jemen3,0Bangladesch  45 (28%)Mali47,2Mali6,4
  9Salomonen3,0Mexiko  34 (33%)R. Kongo46,9R. Kongo6,3
10Saudi-Arabien2,9Äthiopien  32 (47%)Burkina Faso46,9Burkina Faso6,2
Quelle: Fischer Weltalmanach, 2006, S. 500-507; Gunnar Heinsohn, Weltmacht und Söhne, 2003, S. 60-70. Rot = 30% und mehr Unter-15-Jährige.
Was an dieser Tabelle zuerst auffällt, ist das Fehlen eines europäischen Landes. Die europäischen Länder rangieren, was das Bevölkerungswachstum , den prozentualen Jungen-Anteil und die Fruchtbarkeit angeht, an den letzten Stellen, und, was den absoluten Jungen-Anteil angeht, noch (noch!) relativ weit vorn (nur die größeren Länder, versteht sich). Dagegen rangieren sie beim prozentualen Alten-.Anteil an den ersten Stellen, doch beim absoluten Alten-Anteil ebenfalls relativ weit vorn (nur die größeren Länder, versteht sich). Weiterhin fällt auf, daß vor allem die Schwarzafrikaner und die Moslems am meisten an Zahl zunehmen sowie prozentual die meisten Jungen haben (Nachwuuchs-Überschuß) und daß die Länder Indien, China, USA, Mexiko, Brasilien zwar noch (noch!) einen hohen absoluten Jungen-Anteil haben, aber beim Bevölkerungswachstum, beim prozentualen Jungen-Anteil und bei der Fruchtbarkeit nur knapp (USA, China) vor den Europäern an den letzten Stellen bzw. nur an den mittleren Stellen (Indien, Brasilien, Mexiko) rangieren, also tendenziell dem Schicksal der Europäer folgen. Das heißt: Moslems und besonders Schwarzafrikaner sind demographisch (weiterhin!) auf dem Vormarsch, viele von ihnen haben demographisch sogar zusätzlich aufgerüstet, weil sie diejenigen sind, die am meisten in Krieg, Bürgerkrieg und Terror(ismus) verwickelt sind (Islamismus und Primitivismus) !

Wirtschaftssektoren Die wichtigsten 3 Wirtschaftssektoren und die wichtigsten 3 Erwerbstätigen-Gruppen Wirtschaftssektoren
Die Entwicklung der wichtigsten 3 Wirtschaftssektoren in
Europa und Nordamerika – im Durchschnitt und in der Tendenz.
 Die Entwicklung der wichtigsten 3 Erwerbstätigen-Gruppen in
Europa und Nordamerika – im Durchschnitt und in der Tendenz.
Entwicklung in den 3 wichtigsten WirtschaftssektorenI = Land-, Forstwirtschaft, Fischerei u.ä.
II = Produzierendes Gewerbe, Industrie u.ä.
III = Handel, Verkehr, Dienstleistungen, Staat u.ä.
F/S = Familienangehörige als Mithelfende, Selbständige
A = Arbeiter
B/A = Beamte, Angestellte
Entwicklung in den 3 wichtigsten Erwerbstätigen-Gruppen
Text zur Tabelle Beschäftigungsstruktur (Bs) und Wertschöpfung (Ws) in den 3 Wirtschaftssektoren (Stand: 2007)
Staaten
(Beispiele)
I) Primärer Wirtschaftssektor
(Land- und Forstwirtschaft, Fischerei)
II) Sekundärer Wirtschaftssektor
(Produzierendes Gewerbe, Industrie)
III) Tertiärer Wirtschaftssektor
(Handel, Verkehr, Dienstleistungen)
USA1,2 % (Bs)   bzw.   1 % (Ws)22,8 % (Bs)   bzw.   21 % (Ws)76,0 % (Bs)   bzw.   77 % (Ws)
   Deutschland * 1,0 % (Bs)   bzw.   1 % (Ws)30,0 % (Bs)   bzw.   30 % (Ws)       69,1 %* (Bs) bzw. 69 %* (Ws)Sektoren-Anteil
Aus „Primär-Sekundär-Tertiär“ ist „Tertiär-Sekundär-Primär“ geworden! Aus I > II > III  ist  III > II > I geworden !
China11,7 % (Bs)   bzw.   12 % (Ws)48,4 % (Bs)   bzw.   48 % (Ws)39,9 % (Bs)   bzw.   40 % (Ws)
Aus „Primär-Sekundär-Tertiär“ ist „Sekundär-Tertiär-Primär“ geworden! Aus I > II > III  ist II > III > I geworden!
Tansania 81,3 %* (Bs)   bzw.   45 % (Ws)8,5 %* (Bs)   bzw.   17 % (Ws)10,2 %* (Bs)   bzw.   37 % (Ws)
Aus „Primär-Sekundär-Tertiär“ ist „Primär-Tertiär-Sekundär“ geworden! Aus I > II > III  ist  I > III > II  geworden!
Quellen: UN, OECD, World Development Indication, Fischer Weltalmanach; vgl. Peter Mersch, a.a.O., 2007, S. 128Sektoren-Anteil

NACH OBEN Globale Entwicklung und ihre Folgen

In der Wirtschaft ist die wachsende Bedeutung ihres Tertiär-Sektors (Handel, Verkehr, Dienstleistungen) seit dem Ende des 20. Jahrhunderts zu beobachten, vor allem in den westlichen (= abendländischen) Staaten, aber durch sie auch in den übrigen Industriestaaten. Diese „Tertiarisierung“ der Wirtschaft, gemeint ist die zunehmende Bedeutung der Dienstleistungen im weitesten Sinne, ist eine Begleiterscheinung des Globalismus (22-24). Was von den „Experten“ beschönigend „Globalisierung“ genannt wird, ist die abendländische Kulturgeschichte selbst, denn die Globalisierung ist eine abendländische Geschichte, und der Globalismus ist die vollendende Phase der Globalisierung, der Globalismus ist die Vollendungsphase der abendländischen Geschichte! (22-24). Der Globalismus hat die die zunehmende Bedeutung der Dienstleistungen im weitesten Sinne, also die „Tertiarisierung“ der Wirtschaft, sehr stark beschleunigt. Dies läßt sich zweifach mit Zahlenangaben belegen: 1.) mit dem Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungsbereich, 2.) mit dem Anteil der Dienstleistungen an der gesamten Wertschöpfung der Wirtschaft, ausgedrückt durch das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Der Rückgang der Arbeitsplätze im Primär-Sektor (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei u.ä.) kam früher hauptsächlich dem Sekundär-Sektor (Produzierendes Gewerbe, Handwerk, Industrie u.ä.) zugute, doch seit Mitte der Krisis-Phase (20-22) geht auch der Sekundär-Sektor zurück - auch ist seitdem der Tertiär-Sektor größer als der Primär-Sektor -, aber erst seit Beginn der Globalismus-Phase (22-24) ist der Tertiär-Sektor größer als der Sekundär-Sektor. (Abbildung). Zum Abbau des Sekundär-Sektors trägt vor allem die zunehmende und bis zur Roboterisierung gesteigerte Automatisierung der Produktion bei.

Nutznießer dieses Strukturwandels sind die Dienstleistungen, die in allen hoch entwickelten Industriestaaten als einziger Sektor ein Wachstum an Arbeitsplätzen aufweisen, und zwar anteilsmäßig (prozentual), meist aber auch rein zahlenmäßig. Der Bereich der Dienstleistungen im weitesten Sinne ist allerdings in sich äußerst heterogen; zu ihm gehören z.B. die Wirtschaftsbereiche Handel, Banken und Versicherungen, Verkehr und Tourismus, medizinische und soziale Dienste sowie Dienste in Bildung und Unterricht, Dienste in Wissenschaft und Forschung, Dienste in Medien, Dienste in der öffentlichen Verwaltung und Dienste im Rechtswesen.

In Deutschland ist der Anteil der Beschäftigten im Tertiär-Sektor in Wirklichkeit höher als in der Statistik angegeben (TabelleSektoren-Anteil). In Deutschland und vielen anderen Ländern werden nämlich die Beschäftigten nicht nach ihrer Tätigkeit, sondern nach ihrer Arbeitsstätte zugeordnet, das heißt, daß z.B. hier eine Schulsekretärin zum Tertiär-Sektor und eine Industriesekretärin zum Sekundär-Sektor gezählt wird, obwohl beide Sekretärinnen der Tätigkeit nach zum Tertiär-Sektor gehören. Außerdem verwischen sich in High-Tech-Industrien die Grenzen zwischen Produzierenden und Dienstleistenden immer mehr. Trotzdem kann, wenn diese Einschränkungen beachtet werden, der Anteil der Beschäftigten im Tertiär-Sektor Hinweise darauf geben, wie stark die Modernisierung der Wirtschaft in einem Land fortgeschritten ist - fundierter gesagt: wie weit und wie stark der abendländische Globalismus mit der Vollendung der abendländischen Geschichte (Globalisierung) fortgeschritten ist und den Rest der Welt angesteckt hat.

Die Dienstleistungen stehen in der Phase des Globalismus innerhalb der Wirtschaftspolitik und speziell innerhalb der Arbeitsmarktpolitik im Zentrum. Sie stellen den Haupt-Wachstumsbereich dar, und die Schaffung neuer Arbeitsplätze setzt in der Regel geringere Investitionen voraus als z.B. in der Industrie. Daß in den 1990er Jahren die Arbeitslosigkeit in den USA verringert werden konnte, ist fast ausschließlich dem Zuwachs an Arbeitstellen im Dienstleistungsbereich zu verdanken. In Deutschland konnte dieser Effekt bisher weniger oder gar nicht wirken, weil wegen der - verglichen mit den USA - hohen Lohn- und Lohnnebenkosten auch im personalkostenintensiven Dienstleistungsbereich fast gleich viele Arbeitsplätze wegrationalisiert wie geschaffen wurden!

Geradezu beängstigend ist übrigens die Tatsache, daß z.B. in Deutschland der Anteil der Beamten und Angestellten von nur  5% im Jahre 1791 über ebenfalls nur  8% im Jahre 1895 auf wahnsinnig außerordentliche  57% im Jahre 1999 gestiegen ist. Drei Viertel von diesen 57% sind überflüssig, ein bürokratischer Kropf, der für nichts gut und darum auch nur gut für Politiker ist, weil ihr überflüssiger Anteil nicht zufällig genauso hoch ist wie der der Beamten und Angestellten (kein Wunder, denn beide Gruppen gehören zum von Steuern finanzierten StaatsdienstAbbildungen und Tabellen) und sie sich „funktionierende“ Wähler halten wollen! Ebenso alarmierend ist die Tatsache, daß z.B. in Deutschland der Anteil der Selbständigen und der mithelfenden Familienangehörigen extrem gesunken ist, und zwar von 70% im Jahre 1791 über 35% im Jahre 1895 auf 11% im Jahre 1999, genauer aufgeteilt heißt das, daß der Anteil der Selbständigen von 40% im Jahre 1791 über 25% im Jahre 1895 auf 10% im Jahre 1999 und der Anteil der mithelfenden Familienangehörigen von 30% im Jahre 1791 über 10% im Jahre 1895 auf 1% im Jahre 1999 gesunken ist. Ähnliches gilt also auch für den Primär-Sektor (Land-, Forstwirtschaft, Fischerei u.ä.Abbildungen und Tabellen), der von 62% im Jahre 1791 über 38% im Jahre 1895 auf 2% im Jahre 1999 gesunken ist, während der Tertär-Sektor (Handel, Verkehr, Dienstleistungen u.ä.Abbildungen und Tabellen) von 17% im Jahre 1791 über 25% im Jahre 1895 auf 66% im Jahre 1999 gestiegen ist (In Wirklichkeit liegt er sogar noch höher!) ! All dies einhergehend mit ebenso erschreckender Entwicklung der Bevölkerung:

 

NACH OBEN Demographie

Welt und Bevölkerung             Welt und Bevölkerung
Welt und Bevölkerung             Welt und Bevölkerung
Welt und Bevölkerung             Welt und Bevölkerung
Einwohner in Millionen
JahrEuropa + RußlandAsienAfrikaNordamerikaLateinamerikaOzeanienErde
1750
1800
1850
1900
1950
2000
   2050 *
   2100 *
   2150 *
163 (20,6%)
203
(20,8%)
276
(21.9%)
408
(24,7%)
547
(21,7%)
728
(12,0%)
   632   (7,1%) ?
   538  (5,9%) ?
   550  (6,5%) ?
  502 (63,5%)
  635
(65,0%)
  809
(64,1%)
  947
(57,4%)
1398
(55,5%)
3680
(60,6%)
   5222 (58,5%) ?
   5019 (55,4%) ?
    4651 (54,.8%) ?
106 (13,4%)
107
(11,0%)
111
  (8,8%)
133 
(8,1%)
221 
(8,8%)
796
(13,1%)
 1803 (20,2%) ?
  2254 (24,9%) ?
  2083 (24,5%) ?
    2 (0,3%)
    6
(0,6%)
  26
(2,1%)
  81
(4,9%)
172
(6,8%)
316
(5,2%)
   448 (5,0%) ?
   474 (5,2%) ?
   490 (5,8%) ?
  16 (2.0%)
  24
(2,5%)
  38
(3,0%)
  74
(4,5%)
167
(6,6%)
520
(8,6%)
   768 (8,6%) ?
   733 (8,1%) ?
   675 (7,9%) ?
  2 (0,3%)
  2
(0,2%)
  2
(0,2%)
  6
(0,4%)
13
(0,5%)
31
(0,5%)
   46 (0,5%) ?
   46 (0,5%) ?
   45 (0,5%) ?
  791
  977
1262
1650
2518
6071
     8919 (?)
     9064 (?)
     8494 (?)
* Projektionen: Mittlere Variante (Quelle: UNO, 2003)
Stand: 2003 Einwohner
(Ew.)
Dichte
je
km²
Zu-
wachs
(%)
Lebens-
erwartung
(in Jahren)
Fruchtbar-
keitssrate
pro Frau
Geburten-
rate je
1000 Ew.
Sterbe-
rate je
1000 Ew.
Unter-15-
Jährige
(%)
Über-65-
Jährige
(%)
Stadt-
bev.
(%)
Schwarzafrika
Naher Osten + Nordafrika
Südasien
Ostasien + Pazifik
Rußland
Lateinamerika
Deutschland
EU der 15 (Staaten)
10 EU-Anwärter (2004)
*
USA + Kanada
Erde
   704 518 000
   311 613 000
1 424 728 000
1 854 631 000
   139 071 000
   532 744 000
        82 541 000
*
   380 542 000
     74 215 000
   322 440 000
6 272 522 000
  30
  28
298
117
    8
  27
231
150
   75*
17
  48
2,2
1,9
1,7
0,8
- 0,4  
1,4
0,1
0,4
- 0,4*
0,9
1,2
46
69
63
70
66
71
79
78
  73*
78
67
5,2
3,1
3,1
2,1
1,3
2,4
1,4
1,4
  1,2*
1,8
2,6
39
22
26
17
10
21
10
11
    9*
13
21
18
  5
  8
  8
15
  6
  9
  9
  12*
  8
  9
43,7
34,6
33,8
25,8
16,3
30,5

14,9
17,2
  16,5*
19,6
  28,5
  2.9
  4,0
  4,7
  6,6
13,2
  5,6
17,3
16,0
  14,0*
12,6
  7,1
36,5
59,0
28,3
39,1
72,9
76,6
88,1
71,2
  62,7*
78,6
48,7
* Ohne Malta und Zypern
Korrelation von Intelligenz, Wohlstand, Fertilität Korrelation von Intelligenz und Fertilität (am Beispiel ausgewählter Länder; Stand: 2007) Korrelation von Intelligenz, Wohlstand, Fertilität
Stand: 2007Intelligenz-
Quotient
(IQ)
Zusammengefaßte
Fruchtbarkeitsrate
(TFR)
Südkorea1061,27
Japan1051,40
Deutschland103 (108) *1,39
Italien1021,28
Niederlande1021,66
Schweden1011,66
China1001,73
Großbritannien1001,66
Spanien  991,28
Australien  981,76
Frankreich  981,84
USA  982,09
Argentinien  962,16
Rußland  961,28
Israel  942,41
Irland  931,86
Stand: 2007Intelligenz-
Quotient
(IQ)
Zusammengefaßte
Fruchtbarkeitsrate
(TFR)
Thailand  911,64
Türkei  901,92
Indonesien  892,40
Brasilien  871,91
Irak  874,18
Mexiko  872,42
Philippinen  863,11
Afghanistan  836,69
Ägypten  832,83
Bangladesh  813,11
Indien  812,73
Pakistan  814,00
Sudan  724,72
Ghana  713,99
Nigeria  675,49
DR Kongo   656,54
* Deutschlands IQ ist vor wenigen Jahren von 108 auf 103 gefallen.
Quelle:  Peter Mersch,  Die Emanzipation - ein Irrtum!  Warum die Angleichung der Geschlechter unsere Gesellschaft restlos ruinieren wird,  2007, S. 66
Bevölkerung Bevölkerungspolitik: Was machen unsere heutigen Politiker falsch?
Alles! Zum Beispiel: Ihre Zuwanderungspolitik führt schon mittelfristig zu einer Abwanderungspolitik (Mit erhöhter Zuwanderung steigt auch die Abwanderung!). Und über diese Politik freut sich besonders die Angelsachsen-Welt (USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Irland, England), denn sie, die im Grunde dasselbe demographische Problem hat wie Deutschland und der Rest der Weißen Welt, kann wegen der Michel-Politik unserer Politiker bei uns junge Leute anwerben und ihnen gut bezahlte Jobs anbieten, die unsere Politiker ihnen nicht anbieten wollen (aber könnten)! Unsere besten Leute gehen fort von uns, weil unsere Politiker träumerisch, zu michelig sind (MichelAntideutsche Politik) ! Sie glauben z.B., im Sinne Europas zu handeln und handeln in Wahrheit für das außerkontinentaleuropäische Ausland, dem sie die eigenen Menschen opfern, und zwar ausgerechnet die, die für die eigene Weiterentwicklung am wichtigsten sind. Die Dummheit unserer Politiker wird nur noch von unseren Journalisten und anderen Vertretern unserer Medien überboten. Sie, die für die Tyrannei und gegen Deutschland kämpfen und sich der restlichen Welt opfern, unterscheiden sich also lediglich durch das Vorzeichen (das sie auch noch mit Vorliebe verwechseln) von den Schillschen Offizieren (Schill), die für Deutschland und gegen Napoleons Tyrannei kämpften und sich 1809 für England opferten (Schillsche Offiziere (Opfer für wen?). Damals waren es die Engländer, heute sind es alle Englisch-Sprechenden, die von dieser Michelei profitieren. Obwohl zur Zeit alle Abendländer, ja alle Weißen Völker an Bevölkerungsschwund leiden, so gibt es darunter zur Zeit nur eine Völkergemeinschaft, die immerhin versucht, aus dieser Misere wenigstens für sich das Beste herauszuholen, denn dieses anglophone Wikingertum schreckt auch nicht davor zurück, sich das nötige junge Menschenmaterial aus verwandten Nationen mit demselben Problem zu holen, und ihr allerliebstes Objekt ist selbstverständlich Deutschland: Die Werber der Angelsachsen-Welt locken uns die Besten weg, während unsere Werber Sozialfälle anlocken, wie z.B. auch Herwig Birg (BirgBirg) oder Gunnar Heinsohn (HeinsohnHeinsohn) immer wieder betonen.
Hilfe, der Feind hat Kinderüberschuß und Jugendüberschuß!
Dazu meint der Bremer Professor Gunnar Heinsohn (HeinsohnHeinsohn): „Der Hauptgegner der Weltmacht trägt seit der Präsidentschaft Clintons (Clinton) nicht mehr den Namen bestimmter Nationen, sondern heißt - auf Englisch - Youth Bulge (Jugendüberschuß; HB) und werde noch auf »Jahrzehnte« hinaus Gefahrenpotential für die USA entfalten. Ein »Jugendboom« bzw. die überproportionale Ausstülpung (bulge) der Alterspyramide bei den 15-24-Jährigen ist immer dann gegeben, wenn diese zehn Jahrgänge mindestens 20% und die fünfzehn Jahrgänge der Kinder (0-14) mindestens 30% der Gesamtbevölkerung ausmachen (Abbildung). In den vierzig Spitzenländern des Jugendbooms der islamischen und schwarzafrikanischen Welt wird der Anteil der 15-24-Jährigen in den kommenden fünfzehn Jahren sogar um die 30% ausmachen. (S. P. Huntington: »Der kritische Punkt ist erreicht, wenn Jugendliche mindestens 20% der Gesamtbevölkerung ausmachen.«Huntington). ... »Demographische Gründe für ethnische Konflikte«, ein Aufsatz von Gary Fuller (1995): er hatte nur auf den ersten Blick eine Beziehung zwischen Youth Bulges und Massakern, ... Massentötungen studiert und dafür weder ökonomische Strukturänderungen noch Klimaverschlechterungen verantwortlich machen können. Auch Hunger, der immer wieder für die Erklärung von Terrorismus herangezogen wird, spielt keine Rolle. Vielmehr kulminierte das Töten, als die Youth-Bulge-Gipfel der 15-24-Jährigen sogar noch über 20% gestiegen waren. Zuvor hatten also die 0-14-Jährigen - Children Bulge (Kinderüberschuß; HB) - bei 35% bzw. 37% gelegen. .... Über 900 Millionen Jungen unter 15 Jahren werden 2003 außerhalb der OECD-Staaten (nebst Rußland u.a. slawische Staaten bzw. für 2004 vorgesehene EU-KandidatenEU-Kandidaten) aufgezogen. Die Familien der USA verfügen im selben Zeitraum nur über 30 Millionen Söhne unter 15 - zwanzig Prozent davon mit Übergewicht. Die übrigen OECD-Staaten haben noch einmal 70 Millionen Söhne unter 15. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall allgemeinen Zusammenhalts steht es immer noch 9:1 für die weniger entwickelte Welt. Nimmt man dort China heraus, verbessert die entwickelte Welt ihre Unterlegenheit von einem Neuntel auf ein Siebtel. Während die entwickelte Welt bei der Gesamtbevölkerung noch ein gutes Fünftel der Menschheit umfaßt, wird sie beim Nachwuchs in wenigen Jahren auf ein Zehntel gefallen sein. Die weniger entwickelte Welt hat einen weiteren Vorteil dadurch, daß fast jeder Junge in der Ersten Welt der einzige Sohn oder zunehmend sogar das einzige Kind ist, so daß die Sorge um sein Überleben jeden nichtzivilen Einsatz so gut wie unmöglich macht. Hingegen können die Youth Bulge-Familien ein oder gar zwei Söhne verlieren und immer noch weiter funktionieren. ....“ (Heinsohn). Was Gunnar Heinsohn hier beschreibt, bedeutet in der Konsequenz die Bestätigung der Richtigkeit dessen, was Oswald Spengler schon prophezeit hatte (Spengler): Die Überlegenheit der weißen Rasse und insbesondere der abendländischen Kultur werde sich zuletzt nur noch in der Technik ausdrücken, und es sei unsere Aufgabe, wenigstens diesen Vorsprung noch bis ins 23. Jahrhundert oder noch länger zu verteidigen. Spengler
Demographie erklärt nicht alles, aber ohne Demographie ist alles nicht erklärt.
„Schon archaische Stammesgesellschaften, die alles in allem begrenzte Sohnespotentiale aufzogen und viel von Geburtenkontrolle verstanden, hatten deren Außeneinsatz in einer Weise organisiert, bei der Krieg und Genozid noch kaum unterscheidbar war. Ihre militärischen Operationen zielten zwar auch auf Ernährungsgrundlagen, aber eher im Sinne einer Optimierung, einer Gewinnung von ökologisch interessanterem Lebensraum. Da zogen also keine Hungernden los, sondern Krieger, die sich noch besser stellen wollten. Ihre Eroberung von Äckern, Gewässern und Wäldern führte »zur Umverteilung des Landes von den Schwachen zu den Starken«. Dafür gab es mit der »Vertreibung der Schwächeren« und »Ausrottungskriegen« im wesentlichen nur zwei Mittel. Überlebende junge Frauen und auch Kinder der Schwächeren konnten vom Siegerstamm adoptiert werden, da er Gefallene zu ersetzen hatte und selbst ja keineswegs eine überbordende Populationsdynamik aufwies. Jede »Kolonisation« erweist sich bei genauerem Zusehen als Euphemismus für eine Mixtur aus Ansiedlung und Ausrottung. Das gilt selbstverständlich auch für die Zeit, als Griechen, Phönizier und Römer ihre überzähligen Söhne - die gesunden wurden meist aufgezogen, während bereits der Erhalt eines einzigen Mädchens der Sitte Genüge tat - für die Auswanderung ausrüsteten. Diese Siedler hatten - nach Raub der Töchter und Tötung der Väter und Brüder - die Stämme um das Mittelmeer herum alsbald eliminiert und stießen dann in großen Kriegen unter Ebenbürtigen aufeinander. Die schon im Altertum verklärte Pax Romana setzte erst ein, als 146 v.u.Z. mit der Zerstörung und Ausmordung von Korinth (50 000 Tote bei 120 000 Einwohnern) und Karthago (150 000 von 250 000 Einwohnern) die Metropolen der Griechen und der Phönizier ausgelöscht worden waren. Für die Eroberung der Welt aus europäischen Youth Bulges in den 400 Jahren zwischen 1493 und 1900 waren gerade mal 50 Millionen, allerdings zu allem entschlossene Menschen erforderlich. 50 Millionen junge Leute könnte das heutige Indien (345 Millionen Kinder unter 15) an einem einzigen Tag freigeben und wäre immer noch mit einem heftigen Bevölkerungswachstum daheim beschäftigt. Der neue Youth Bulge-Weltfeind ist also ein ganz alter Bekannter und zieht sehr lange schon seine Spur durch die Geschichte. .... Es spricht wenig dafür, daß die nicht unterzubringenden Heißsporne von heute auf Großtaten verzichten werden denn »der Krieg versorgt noch jedermann, durch Sieg oder Tod« (Thomas Hobbes, 1651, Kap. XXX, § 17Hobbes). Als durch Francis Fukuyama (1989; 1992Fukuyama) das Ende der Geschichte verkündet wurde, hatte er die zornigen Männer schlichtweg vergessen (Fukuyama). Und das, obwohl der aktuelle Youth Bulge größer ausfällt als alle seine Vorgänger. Im Jahre 2002 hat der ehemalige Berater des US-Außenministeriums dann einen möglichen Wiederbeginn historischer Dynamik eingeräumt .... Wegen des höheren Mädcheninfantizids dürften in den kommenden 15 Jahren etwa 750 Millionen Jungen aus Children Bulges in das ‚Kampfalter‘ der Youth Bulges überwechseln. Selbst im optimistischen Szenario, daß für jeden ausscheidenden Vater sogar mehr als ein Sohn in der Heimat eine Position findet, werden mindestens 300 Millionen junge Männer – zweite oder gar dritte Brüder - in die Territorien der entwickelten Welt drängen. Dort werden im selben Zeitraum gerade 100 Millionen Jungen in das Jugend- und Erwachsenenalter entlassen, von denen die große Mehrheit für Frieden und Gewaltlosigkeit erzogen wird.“ (Heinsohn). Und in den USA sind 20% davon Übergewichtige!

„Von den 6,25 Milliarden Menschen des Jahres 2003 (genau: 6 240 739 158 am 31. Juli 2002) wurden 4 Milliarden in den 35 Jahren nach 1968 geboren, als die weltweite Bewegung der 68er begonnen und schon sich für ganz besonders zahlreich, jugendlich und wirkungsmächtig gehalten hatte. .... Jedes Jahr hat in diesen 35 Jahren die Weltbevölkerung zwischen 75 und 87 Millionen (jeweils Überschuß der Geborenen über die Gestorbenen) zugenommen. 2004 sollen es nur noch 74 Millionen sein und am Ende von noch einmal 35 Jahren, im Jahre 2038, soll die Zunahme lediglich 49 Millionen betragen. Obwohl die 750 Millionen Mangelernährten unter den 6,25 Milliarden zutiefst beunruhigen müssen, dürfen die Schritte nach vorn nicht übersehen werden. 1930 trug die Erde 2 Milliarden Menschen, von denen ein erheblicher – nicht genau bekannter – Anteil gehungert hat. Wer damals für den Beginn des 21. Jahrhunderts 5,5 Milliarden satte Menschen vorausgesagt hätte, wäre in der Phantastenecke gelandet. Obwohl die absolute Weltbevölkerung zwischen 1990 und 2000 noch einmal um eine Milliarde zulegt, ist die Zahl der Menschen mit lediglich einem US-Dollar pro Tag von 1280 auf 1150 Millionen und der Prozentsatz der Hungerbedrohten von 20 Prozent auf 17 Prozent gefallen. Wichtiger noch, wo heute absolute Armut angetroffen wird, kann sie nicht auf überschrittene natürliche Grenzen zurückgeführt werden. Selbst in vielen Ländern mit Hungernden werden mehr Nahrungsmittel produziert, als vor Ort konsumiert werden können. Je erfolgreicher nun der Kampf gegen den Hunger verläuft, desto kampfeslustiger werden die nach Positionen strebenden jungen Männer. Die ubiquitäre Hoffnung auf Weltfrieden durch Sättigung auch noch der 750 Millionen absolut Armen gilt den Strategen als liebenswerteste und zugleich naivste der Illusionen. Kaum zwei Tode stehen so fern voneinander wie Hungertod und Heldentod. Ohne in Hunger zu versinken, haben die islamischen Länder ihre Einwohnerschaft im 20. Jahrhundert von 150 auf 1200 Millionen verachtfacht. Europa, das sich 1900 mit 401 Millionen Menschen auf ein Viertel der Weltbevölkerung vermehrt hatte, war bis 2000 »nur« auf ca. 725 Millionen gestiegen und hatte sich so aus einer fast dreifachen ‘Übermacht’ gegenüber dem Islam in eine fast zweifache ‘Unterlegenheit’ gedreht. (Abbildung). Die Kampfformel der verzweifelt um Positionen ringenden jungen Männer ist uralt: ‚Gebt uns genügend ab oder ihr werdet auch nichts davon haben. Überlaßt uns einen gerechten Anteil des vom ›Volke‹ Geschaffenen, sonst werden wir euch alles nehmen. Selbst wenn wir unterliegen, wird die Beute, die wir nicht festhalten können, zerstört.‘ Eine solche Forderungskette zieht sich in endlosen Variationen durch den Lauf der Zeiten. So primitiv dieser Grundmechanismus auch arbeitet, so simpel kommt er gleichwohl nicht daher. Das zwar übermächtig starke, aber dennoch niedrige Motiv will höhere Weihe. Noch die Drahtzieher der Attentate vom 11. September 2001 wissen um diese Notwendigkeit. Deshalb heißt es im Befehl: ‚Und wie Mustafa, einer der Anhänger des Propheten, sagte, töte und denke nicht an den Besitz derjenigen, die du töten wirst‘. Die Bewegten brauchen eine gerechte Sache. Fast immer gibt es die und führt nicht nur Reporter, sondern auch spätere Revolutionsforscher leicht in die Irre. Denn eine Logik, die aus der Gerechtigkeit einer Sache zwangsläufig zum Töten für sie führt, gibt es nicht.“ (Heinsohn). Oder etwa doch?

Töten mit Bevölkerungspolitik: „»In der Menschheitsgeschichte«, schreibt Prof. Birg (Birg), »sind die meisten multi-kulturellen Gesellschaften gescheitert.«“ (Dressler). „Die demographische Entwicklung betrifft uns alle. Ihre Auswirkungen sind so weitreichend, daß es schwerfällt, den Überblick zu behalten. Wer weiß beispielsweise, daß die Übernahmeschlachten ausländischer Fondsgesellschaften um deutsche Unternehmen etwas mit Demographie zu tun haben ?  Wegen des umlagefinanzierten deutschen Sozialversicherungssystems verfügt Deutschland im Gegensatz zu Ländern mit kapitalstockfinanzierter Alterssicherung wie die USA oder Großbritannien über keine international bedeutenden Kapitalgesellschaften und Banken; es hat trotz seines großen wirtschaftlichen Potentials keine international konkurrenzfähige Finanzmacht. Deswegen fließen die Dividenden der von ausländischen Fonds übernommenen Unternehmen ebenso wie die Zinsen der Staatsanleihen, die von den nachrückenden Generationen verdient werden müssen, den Pensionären in Kalifornien, Philadelphia oder Cornwall zu. Die Staatsanleihen selbst hingegen sind von den schrumpfenden Generationen unserer Kinder und Enkel zurückzuzahlen. Der internationale demographische Konflikt ist nur eines der aktuellen Beispiele für die fachübergreifende Bedeutung der Demographie.“ (Birg). Erinnert sei noch einmal an Bismarck (Bismarck): Sein grandioses Werk aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wird noch heute weltweit bewundert und die von ihm eingeführte moderne Sozialversicherung als ein Zauberwerk angesehen; die heutigen Probleme würde er trotz ihres umgekehrten Vorzeichens genauso klug lösen wie damals: „Daran zu erinnern ist heute wichtig, weil Deutschland am Beginn des 21. Jahrhunderts - diesmal aus zwingenden demographischen Gründen und nicht wie zur Zeit Bismarcks aus politischen - erneut die Aufgabe zuwächst, die soziale Sicherung und mit ihr das gesamte Regelwerk des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens durch tiefgreifende gesellschaftliche Innovationen zu revolutionieren“ (Birg), genau so, wie ein heutiger Bismarck es schon längst gemacht hätte. „Das Potential zur Veränderung der realen Verhältnisse und nicht die Träume über eine Verbesserung der Welt und der Menschen bildet den Kern der ... Bevölkerungstheorie ....“ Birg

Verfassungswidrige Politik unserer Kinderfeinde: Unter den vielen zerstörerischen Beispielen, so Birg (Birg), „kommt der großen Rentenreform von 1957 und dem damals eingeführten Umlageverfahren, auf dem auch die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung beruht, eine herausragende Bedeutung zu. Durch diese Reform wurden die Ansprüche auf Altersversorgung kollektiviert, aber die zur Erfüllung der Ansprüche notwendigen «generativen Leistungen» in der Form der Erziehung künftiger Beitragszahler den Familien aufgebürdet - eine nach meinem Dafürhalten verfassungswidrige Reform, die den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung verletzt, indem sie die Gruppe der Kinderlosen privilegiert, und die darüber hinaus den Artikel 6 des Grundgesetzes - «Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung» - in sein Gegenteil verkehrt, ein Tatbestand, der von Fachleuten als «Transferausbeutung der Familien» bezeichnet wird (Jürgen Borchert, Sozialrichter). Der verfassungssrechtliche Skandal hat wahrscheinlich eine subtile, zerstörerische Wirkung auf die kulturelle Substanz unserer Gesellschaft und auf unsere rechtsstaatliche Kultur. Er ist der entscheidende Grund für den schwindenden Wunsch nach Kindern und für die fehlende Bereitschaft ..., ... eine Politik zu erzwingen, in deren Zentrum die Familie und nicht das abstrakte Interesse des Individuums steht, dessen Existenz ohne Familien nicht vorstellbar ist. (Mehr). Die familienfeindliche Fehlkonstruktion der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung ist eine einzeln benennbare, wichtige Ursache des Geburtenrückgangs nach dem Zweiten Weltkrieg.“ (Birg). „Die 1955 von dem Kölner Privatdozenten Wilfried Schreiber (Volkswirt und Geschäftsführer des Katholischen Unternehmerverbandes) vorgeschlagene und von Konrad Adenauer (der Schreibers 3-Generationen-Modell auf ein 2-Generationen-Modell verkrüppelte - dummerweise Schreiber) epochemachenden Rentenreform von 1957 verwirklichte Idee einer demographischen Garantie der Alterssicherung durch das Umlageverfahren - die jeweils mittlere Generation finanziert die Renten der gleichzeitig lebenden Ruheständler - ist im Prinzip die beste Lösung, allerdings nur dann, wenn die demographische Basis langfristig trägt, und zwar über einen Zeitraum von Generationen. Ist diese Voraussetzung verletzt - Adenauer glaubte, daß die Menschen sowieso «immer» genügend Kinder haben und lehnte die von Schreiber zusätzlich zur Rentenkasse geforderte «Familienkasse» strikt ab -, treten schwierigste Bewertungsprobleme auf. Dann müssen bei der Bemessung der Rentenhöhe zwei verschiedene Arten von Lebensleistungen gerecht gegeneinander abgewogen werden: Die unbezahlten Arbeits- und Erziehungsleistungen der Eltern, insbesondere der Frauen, und die vom Markt entlohnten Arbeitsleistungen der Erwerbstätigen bzw. die daraus entrichteten monetären Rentenbeiträge. Schon eine Einteilung der Arbeits- und Erziehungsleistungen der Eltern und der monetären Leistungen der Erwerbstätigen in je drei Klassen - beispielsweise niedrig, mittel, hoch - ergibt bei einer Kombination neun Fallgruppen von Rentenansprüchen, also mehr als Steuerklassen - abgesehen von einer notwendigen zusätzlichen Differenzierung innerhalb jeder der neun Fallgruppen. Soziale Gerechtigkeit erfordert also Differenzierungen, die im deutschen Sozialversicherungssystem erst noch durch tiefgreifende Reformen eingeführt werden müssen. Was würde geschehen, wenn die Bevölkerung aus der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung austreten und sich unter Beibehaltung des Umlageverfahrens in einem neuen Verein zusammenschließen könnte?  Der Verein würde das Niveau der individuellen Versorgungsansprüche der Rentner, Kranken und Pflegebedürftigen ebenso wie die Höhe der zu entrichtenden Beitragssätze nach der Kinderzahl staffeln, alles andere würde bei einem umlagefinanzierten Versorgungssystem als ungerecht empfunden und abgelehnt werden. Es dürfte eigentlich kein Problem sein, eine politische Mehrheit für diese Regelung zu erreichen, denn wenn ein Drittel der Jahrgänge seit 1965 kinderlos bleibt, dann bedeutet dies auch, daß die übrigen zwei Drittel mit Kindern ihre Interessen mit Mehrheit durchsetzen könnten. Das Bundesverfassungsgericht kam in seinem Urteil zur Pflegeversicherung (03.04.2001) zum gleichen Ergebnis: Durch unser umlagefinanziertes System werden Menschen ohne Kinder in verfassungswidriger Weise bevorzugt, weil sie, so das Gericht, die gleichen Versorgungsansprüche wie Menschen mit Kindern erwerben, obwohl sie nur den monetären, nicht aber den vom Gericht sogenannten «generativen» Beitrag in Form der Erziehung künftiger Beitragszahler leisten - die entscheidende Voraussetzung für das Funktionieren der umlagefinanzierten Pflegeversicherung. Nicht nur die gesetzliche Pflegeversicherung, sondern auch die gesetzliche Renten- und die Krankenversicherung beruhen auf dem Umlageverfahren. Das Gericht hat deshalb in seinem Urteil der Politik zu verstehen gegeben, daß wahrscheinlich auch die Renten- und die Krankenversicherung die Kinderlosen in einer den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung verletzenden Weise bevorzugen und eine diesbezügliche Überprüfung des gesamten umlagefinanzierten Sozialversicherungssystems verlangt. Wenn eine realistische Überprüfung stattfände, würde das Ergebnis ähnlich wie bei der Pflegeversicherung lauten: Durch die Vervierfachung des Anteils der zeitlebens kinderlos bleibenden Menschen an einem Jahrgang verletzt das Umlageverfahren mit seiner Privilegierung der Kinderlosen den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung auch in der gesetzlichen Renten- und sogar in der Krankenversicherung, denn die von den Kinderlosen mitfinanzierten Gesundheitsausgaben für die beitragslos mitversicherten Kinder sind wesentlich niedriger als die Gesundheitsausgaben für ältere Menschen mit oder ohne Kinder. Eine der entscheidenden Auswirkungen der demographischen Entwicklung bzw. der extremen Kinderlosigkeit besteht darin, daß das soziale Sicherungssystem als Ganzes schließlich unsozial, ungerecht und verfassungswidrig wurde. Dieser Sachverhalt wurde auf die Formel gebracht: »An Kindern profitiert, wer keine hat« ....“ (Birg) !

Demographisch-ökonomisches Paradoxon!Demographisch-ökonomisches Paradoxon**
„Selten wird thematisiert, daß die Nebenwirkungen der Wirtschaftspolitik auf die Geburtenzahl die Wirkungen des eigentlich zuständigen Familienministeriums bei weitem übertreffen. Je besser die Wirtschaftspolitik beispielsweise das Ziel eines hohen Pro-Kopf-Einkommens erreicht, desto unerschwinglicher werden Kinder, falls Erwerbsarbeit und Familienarbeit nicht oder nur schwer vereinbar sind. So kam es zu dem demographisch-ökonomischen Paradoxon, daß in Deutschland und anderen Ländern die Pro-Kopf-Kinderzahl mit dem wachsenden Pro-Kopf-Einkommen abnahm, statt zuzunehmen. In Deutschland etwa ist die Kinderzahl pro Frau heute nur noch etwa halb so hoch (1,3) wie in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, obwohl sich das Pro-Kopf-Einkommen seitdem mehr als verdoppelte. Die Dimension des demographischen Problems ist für unsere Gesellschaft möglicherweise zu groß, es läßt sich nicht durch das Nadelöhr der politischen Interessen zwängen: «Die Bevölkerung hat keine Lobby» (Josef Schmid). Wer den Gedanken von sich weist, zur Sicherung seines eigenen Alters Kinder zu erziehen, wird für die Alterssicherung anderer erst recht keine in die Welt setzen. Die demographischen Nebenwirkungen der ressortspezifischen Interessenpolitik - die Auswirkungen der Wirtschaftspolitik, der Bildungspolitik, der Arbeitsmarktpolitik und anderer Politikbereiche auf die demographischen Strukturen und Prozesse - sind in ihrer Summe von so hohem Gewicht, daß man folgenden Grundsatz formulieren kann: Eine an demographischen Zielen orientierte Politik kann ihre Ziele nur dann erreichen, wenn sie die demographischen Nebenwirkungen der anderen Ressorts kontrolliert, die die größten demographischen Wirkungen ausüben, ohne selbst demographische Ziele zu verfolgen, d. h., wenn sie als Querschnittspolitik praktiziert wird. .... In Deutschland wird seit drei Jahrzehnten eine Bevölkerungspolitik der kompensatorischen Einwanderungen praktiziert. Diese Politik überflüssig zu machen und wieder eine Politik für die Bevölkerung zu betreiben, die die Geburtenrate auf das bestandserhaltende Niveau von zwei Kindern pro Frau anhebt, ist langfristig auch deshalb ohne Alternative, weil sich die Einwanderer der niedrigen Geburtenrate in Deutschland erfahrungsgemäß anpassen. Zur Kompensation der ständig schrumpfenden Geburtenzahl bzw. zur Dämpfung der Alterung würden in Zukunft dementsprechend immer mehr Einwanderer gebraucht. Heute reicht noch ein Einwanderungssaldo von rund 200 Tsd. aus, um die Schrumpfung auszugleichen, aber wegen des steigenden Geburtendefizits müßte der Saldo künftig auf 500 Tsd. und schließlich auf 700 Tsd. pro Jahr zunehmen. Die in Deutschland seit drei Jahrzehnten praktizierte Bevölkerungspolitik durch kompensatorische Einwanderungen ließe sich nicht einmal dann rechtfertigen, wenn mit ihr mehr Probleme gelöst als geschaffen würden. Denn Einwanderer, die in Deutschland Probleme lösen, können dies nicht in ihren Herkunftsländern tun. Die deutsche Bevölkerungspolitik durch Einwanderungen ist den Herkunftsländern der Einwanderer auf Dauer nicht zuzumuten, und sie wird auch der Verantwortung nicht gerecht, die wir nicht nur gegenüber anderen Ländern haben, sondern auch «gegen uns selbst», wie Immanuel Kant es formulierte. Die Verantwortung «gegen uns selbst» schließt jene gegenüber den kommenden Generationen ein - unseren Kindern und Enkeln, denen wir nicht nur eine intakte natürliche Umwelt, sondern auch eine soziale Mitwelt hinterlassen sollten, die sie nicht belastet. In einer Demokratie besteht das oberste Ziel allen staatlichen Handelns in einer Politik für die Bevölkerung. Deren Erfolg oder Mißerfolg läßt sich nicht zuletzt daran messen, ob die Lebensbedingungen zu einer ständigen Abnahme der Bevölkerung oder zu einem demographisch stabilen Fundament der Gesellschaft führen. Wenn das Ziel einer Demokratie darin besteht, «das größte Glück der größten Zahl» zu erreichen, wird es bei einer schrumpfenden Zahl von Demokraten verfehlt. Die Beseitigung der ökonomischen Ausbeutung der Familien ist eine notwendige Bedingung dafür, daß der Wunsch nach Kindern wieder zu einem selbstverständlichen Leitbild der Persönlichkeitsentwicklung wird. Um ihn auch praktisch erfüllbar zu machen, dürfen die Lebensläufe der Menschen mit Kindern nicht länger zu Hindernisläufen denaturieren, bei denen sich die Ziele der beruflichen Entwicklung und der Familienentwicklung in die Quere kommen. Die skandinavischen Länder und Frankreich zeigen, daß sich dieses Ziel durch eine fachlich gute Betreuung von Kindern in staatlichen, kirchlichen oder privaten Einrichtungen erreichen läßt. Es fehlen in Deutschland nicht die Erkenntnisse und auch nicht die finanziellen Mittel .... Es fehlt schlicht der politische Wille, sonst hätten die Wähler, die ja mehrheitlich Eltern sind oder es werden wollen, schon längst folgende Neuerungen durchgesetzt, von denen eine nachhaltige Erhöhung der Geburtenrate zu erwarten ist:
  1. Familien- und zukunftsgerechtere Reformen der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung durch Berücksichtigung der Arbeits- und Erziehungsleistungen der Familien mit Kindern. Schaffung einer größeren gesellschaftlichen Anerkennung der von den Eltern erbrachten Erziehungsleistungen durch Aufklärung der Bevölkerung über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des individuellen demographischen Verhaltens. Das System der sozialen Sicherung (Renten-, gesetzliche Ktanken- und Pflegeversicherung u.ä. Versicherungen aus dem 19. Jh.) wurde ursprünglich für eine junge Bevölkerung konzipiert. Weil wir in der Zukunft eine mehrheitlich alte Bevölkerung haben werden, müssen unsere Politiker das gesamte System, das bekanntlich schon seit etwa 1972 auf seine Reform wartet, endlich reformieren und an diese auf dem Kopf stehende Alterspyramide anpassen. Birg
  2. Weitgehende außerhäusliche Betreuung der Kinder ab dem Säuglingsalter in Kinderkrippen, Kindergärten, Ganztagsschulen, Betrieben oder in privaten Haushalten durch Tagesmütter sowie praktische Erleichterungen wie familiengerechte Arbeitszeiten. Einführung hochwertiger Betreuungseinrichtungen sowie Ganztagsschulen (nicht Gesamtschulen) zur Unterstützung der Erziehungsleistungen der Eltern. Birg
  3. Erhöhung von Kinderfreibetrag, Kindergeld und Erziehungsgeld, einschließlich der Gewährung von Vorteilen wie die Anrechnung der Erziehungszeiten in der Rentenversicherung der Eltern und Staffelung der Beiträge zur Sozialversicherung nach der Kinderzahl. Birg
  4. Änderung des Grundgesetzes zur Einführung eines Eltern- bzw. Familienwahlrechts. Birg
  5. Priorität für Mütter bei Stellenbesetzungen durch Frauen. Birg

Vielleicht liegen die Versäumnisse auf diesen Gebieten an der grassierenden Gedankenlosigkeit und an der üblichen Überbewertung kurzfristiger Ziele, gepaart mit Unkenntnis über deren langfristige Konsequenzen. Es könnte aber auch mehr dahinterstecken - eine Art historisch verwurzeltes, stilles Einverständnis mit dem Abwärtstrend auf der schiefen Bahn, erkennbar an den unterschiedlichen Gesichtern einer trotzigen oder ins Elegische entrückten, in jedem Fall aber bekennenden, aggressiven und geradezu intoleranten Gleichgültigkeit, eine Art Selbstbestrafung als Folge von Selbsthaß. Deutschland gibt Rätsel auf. Heinrich Heine kommt einem in den Sinn: »Denk ich an Deutschland in der Nacht ....« Und Karl Kraus: Die Deutschen werden dereinst Kyffhäuser mit Kaufhäuser verwechseln. Diese Gefahr ist vorbei, die meisten scheinen sich nur noch für Kaufhäuser zu interessieren. .... Der Zug fährt weiter in die falsche Richtung. Die vom Gericht festgesetzte Frist für die Änderung der verfassungswidrigen Bevorzugung der Kinderlosen auf Kosten der Familien mit Kindern in der Pflegeversicherung (31.12.2004) ist verstrichen, aber die Ungerechtigkeit blieb. Die durchgeführten gesetzlichen Änderungen werden dem Urteil nicht gerecht, sie haben den Charakter einer Alibihandlung. .... Der wichtigste und schwerwiegendste Irrtum über die Natur der demographischen Veränderungen ist der Glaube, daß uns ein rascher Wiederanstieg der Geburtenrate auf 1,6, 1,8 oder zwei Kinder pro Frau vor dem Schlimmsten bewahren könnte. Aber es ist dreißig Jahre nach zwölf, heute kann selbst ein Anstieg der Geburtenrate auf die ideale Zahl von zwei Kindern je Frau die Alterung für Jahrzehnte nicht mehr abwenden. Der Anteil der über 60jährigen an den 20-60jährigen würde sich bei der deutschen Bevölkerung selbst dann verdoppeln, wenn die Lebenserwartung nicht mehr zunähme. Daß es ein demographisches Momentum mit irreversiblen Folgen gibt, ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis der Demographie. Wenn ein demographischer Prozeß ein Vierteljahrhundert in die falsche Richtung läuft, dauert es ein Dreivierteljahrhundert, um ihn zu stoppen. So viel Zeit hat unsere schnellebige Gesellschaft nicht, ihr scheint jetzt schon die Geduld auszugehen. Deshalb ist es konsequent, daß sich die Gesellschaft Politiker wählte, die ihre existentiellen Probleme ignorierten und sich nach der Logik verhielten: Wo keine Lösung ist, ist auch kein Problem.“ (Birg). Die Wähler sind also auch nicht sehr viel unschuldiger als ihre Gewählten.

Ökonomisch-demographisches Paradoxon!Ökonomisch-demographisches Paradoxon**
Sinkende Kinderzahlen in modernen Industriestaaten lassen sich auf „Umstände“ zurückführen, die z.B. Steffen Kröhnert, Nienke van Olst und Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung „ziemlich genau“ zu wissen behaupten. „Ökonomische Erklärungsmodelle“, sagen sie, machten „vor allem folgende Entwicklungen für den ausbleibenden Nachwuchs verantwortlich:
  1. Den Wegfall des familiären Wirtschaftens in Bauern- und Handwerkshaushalten. Damit entfällt der Nutzen von Kindern als billige Arbeitskraft.
  2. Den Aufbau staatlich organisierter Alterssicherungssysteme anstelle der Versorgung älterer Menschen durch ihre Kinder. Eigene, beitragspflichtige Erwerbstätigkeit wird dadurch für die Rente wichtiger als Kindererziehung.
  3. Die gestiegenen Kosten von Kindern durch längere Ausbildung.
  4. Die zunehmende Berufstätigkeit von Frauen. Damit verbunden ist der Verlust von Einkommen für den Fall, daß Frauen ihren Beruf aufgeben, um die Kinder zu betreuen.
Doch auch die Veränderung von Normen und Werten der Gesellschaft trägt ihren Teil zu geringen Kinderzahlen bei:
  1. Der höhere Bildungsstand von Frauen verändert deren gesellschaftlichen Status. Dies ermöglicht andere Lebensentwürfe als nur jenen, die Mutterrolle zu übernehmen.
  2. Die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft bietet immer mehr biographische Optionen an. Eine frühe Entscheidung für ein Kind schränkt insbesondere für Frauen die Freiheit ein, eine qualifizierte Ausbildung abzuschließen, berufstätig zu sein und Beruf oder Wohnort zu wechseln.
  3. Das Modell der lebenslangen Ehe löst sich auf, Partnerschaften werden unsicherer. Dies erschwert die Entscheidung für Kinder und verschiebt die Nachwuchsplanung in immer höhere Lebensalter- manchmal, bis es zu spät ist.

Den stetigen Rückgang der Kinderzahlen in modernen Industriegesellschaften bezeichnen manche Bevölkerungswissenschaftler als »ökonomisch-demographisches Paradoxon«. Je mehr Kinder sich Menschen in den immer wohlhabenderen Gesellschaften theoretisch leisten könnten, je mehr individuelle Freiheiten sich ihnen eröffnen, um so weniger Nachwuchs setzen sie in die Welt. Nach dieser Theorie müßten liberale, marktwirtschaftlich und kapitalistisch orientierte Gesellschaften langfristig aussterben.“ Berlin-Institut

Bevölkerung

„Der Westen ist nun einmal bestimmt durch
den Rationalismus der Wissenschaften,
den Kapitalismus als Wirtschaftsform,
den Liberalismus als politische Form.
Der Liberalismus ist sein Fehler.“
(Lee Kuan YewLee Kuan Yew). Liberalismus

„Ich habe kaum ein Verfahren, in dem nicht ein Ausländer oder Spätaussiedler auf der Anklagebank sitzt.“  (Dieter Piepenburg, Vorsitzender des Jugendschöffengerichts Pforzheim).


„Es gibt zwei Typen von Einwanderungsländern. Die einen, wie die USA, legen pedantisch fest, welche Leute sie hereinlassen, ökonomisch und sozial integrieren können. Die anderen, für die es bis jetzt nur ein historisches Beispiel gibt, bevorzugen Zuwanderer, mit denen sie nichts anfangen können, aber die sie wenigstens unterstützen wollen.“ (Johannes Gross, in: FAZ-Magazin, 16.04.1999). Dabei wissen die hierfür verantwortlichen Politiker und Lobbyisten genau, daß ihre Zuwanderungspolitik (sie ist Teil ihrer negativen Bevölkerungspolitik) völlig unsinnig, viel zu zu gefährlich und viel zu teuer ist:

NACH OBEN Zuwanderung ist völlig unsinnig, viel zu gefährlich und viel zu teuer ! Die Zuwanderer sind Unqualifizierte, belasten die Sozialkassen (sie wollen auch gar nicht qualifiziert sein, weil ihnen das Sozialgeld neben den Einkünften aus der Kriminalität ausreicht), also Staat, Steuerzahler, Institutionen, v.a. die Arbeit von Polizei und Justiz, die Haftanstalten, die innere Sicherheit und in der Folge auch die äußere Sicherheit. Qualifizierte Zuwanderer gibt es kaum, und da, wo es sie gibt, sind sie von den angelsächsischen Staaten längst weggeschnappt (interessant hierbei ist, daß die Qualifizierten in die Länder gehen, in denen es kaum Sozialgeld gibt und mit guten Verdienstmöglichkeiten gelockt wird, während die Unqualifizierten in die Länder gehen, in denen mit Sozialgeld als gute Verdienstmöglichkeit gelockt wird). Wer wissen will, wie gefährlich die Zuwanderung ist, braucht nur in die schon längst vorhandenen Problemviertel der Städte zu gehen. An der Zuwanderung verdienen nur die Zuwanderer. Für uns, unseren Staat, unsere Gesellschaft, unser Wertesystem, unsere Kultur ist die Zuwanderung kein Gewinn, sondern ein Verlust. Für uns ist die Zuwanderung ein Minusgeschäft, und folglich ist auch die Bilanz pro Zuwanderer negativ. (Vgl. Tabelle).
Also: auch rein ökonomisch ist Zuwanderung unsinnig und zu teuer!
Zum Vorverständnis: „Das Pro-Kopf-Einkommen ist ein Bruch mit dem Bruttoinlandsprodukt im Zähler und der Bevölkerungszahl im Nenner. Mit einfacher Schulmathematik läßt sich demonstrieren, daß die prozentuale jährliche Wachstumsrate eines Bruchs (bei stetiger Entwicklung) stets gleich der Wachstumsrate des Zählers minus der Wachstumsrate des Nenners ist. Wenn beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt mit einer Wachstumsrate von drei und die Einwohnerzahl mit einer Wachstumsrate von einem Prozent zunimmt, wächst das Pro-Kopf-Einkommen um rund zwei Prozent.“ (Birg). Noch einmal zum Einprägen:

Formel

Formel

Hochindustrialisierte Wohlstandsländer „wie Deutschland und die Schweiz sind für Zuwanderer aus armen Ländern nicht wegen des hohen Bruttoinlandsprodukts insgesamt attraktiv, sondern wegen des hohen Bruttoinlandpsrodukts pro Kopf (!), sonst wäre beispielweise Indien ein Ziel für Migranten aus der Schweiz und nicht die Schweiz ein Ziel für Migranten aus Indien, denn das Bruttoinlandsprodukt Indiens übertrifft wegen seiner hohen Einwohnerzahl naturgemäß das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz. Wählt man für eine an rein ökonomischen Zielen orientierte Zuwanderungspolitik sinnvollerweise das Pro-Kopf-Einkommen, dann läßt sich die Frage, ob niedrige oder hohe Einwanderungen günstiger sind, durch folgendes Beispiel illustrieren. Im Fall A sei durch hohe Einwanderungen eine leicht positive Wachstumsrate der Bevölkerung von beispielsweise 0,7% pro Jahr möglich, im Fall B sei die Wachstumsrate der Bevölkerung bei geringeren Einwanderungen negativ, beispeilsweise -0,5%. Das Bruttoinlandsprodukt möge durch hohe Einwanderungen im Fall A jährlich mit 2,5% wachsen, im Fall B nur mit 1,5%. Unter diesen Annahmen erhöht sich das Pro-Kopf-Einkommen im Fall A bei hohen Einwanderungen jährlich um 1,8% (= 2,5% - 0,7%), im Fall B wächst das Pro-Kopf-Einkommen bei niedrigeren Einwanderungen jedoch schneller, ... um 2,0% (= 1,5% - -0,5%). Nach beispielsweise 30 Jahren wäre das Pro-Kopf-Einkommen bei niedriegn Einwanderungen um 170% gestiegen, bei hohen nur um 144%. Was folgt aus dieser Betrachtung?  Nichts charakterisiert die Einstellung einer Gesellschaft gegenüber ihren existentiellen Zukunftsproblemen treffender als die Ziele, die sie nicht einmal mehr dikutiert, geschweige denn durch politische Anstrengungen aktiv verfolgt. .... Die für die Sicherung des Wohlstands unabdingbaren, ehrgeizigeren Ziele wurden in der Politik stillschweigend aufgegeben, sie kommen im politischen Diskurs und in den Gutachten, die von den Wissenschaftlern für Politiker angefertigt werden, nicht mehr vor. Zuwanderungsfragen können zwar nicht nur nach ökonomischen Maßstäben entschieden werden, aber selbst wenn man alle gesellschaftlichen und kulturellen Zuwanderungsprobleme beiseite läßt und ökonomische Ziele in den Vordergrund stellt, ist eine auf hohe Einwanderungen abzielende Zuwanderungspolitik für Deutschland ökonomisch von Nachteil, weil sie das Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens verringert, jedenfalls so lange das Qualifikationsniveau der Zuwanderer mehrheitlich wesentlich niedrieger ist als im Landesdurchschnitt.“ (Birg). So sieht's aus: Das Qualifikationsniveau der Zuwanderer ist sehr, sehr viel niedriger als im Landesdurchschnitt, zudem bewirken die Zuwanderer sogar ein Sinken des Landesdurchschnitts, jedenfalls mittel- und langfristig, weshalb nicht nur hohe Einwanderungen, wie Birg sagt, sondern (von wenigen Ausnahmen abgesehen) Einwanderungen überhaupt abzulehnen sind. (Zuwanderung). „Noch gravierendere wirtschaftliche Einbußen entstehen, wenn Zuwanderer wegen ihrer unterdurchschnittlichen Qualifikation nicht nur keine hochqaulifizierten beruflichen Tätigkeiten, sondern überhaupt keine Erwerbstätigkeit ausüben, was für zahlreiche Einwanderer nach Deutschland zutrifft und treffend als ›Einwanderung in die sozialen Systeme‹ bezeichnet wird. (ZuwanderungHeinsohnBevölkerungspolitikDressler). „Berücksichtigt man das unterdurchschnittliche Ausbildungsniveau der überwiegenden Mehrheit der Zugewanderten und ihrer Nachkommen, dann ist eine permanente Absenkung des Qualifikationsniveaus in Deutschland (im WeltmeisterlandDeutschland) vorprogrammiert. .... Da die Kinder der Zugewanderten in den Schulen wesentlich schlechter abschneiden als die Deutschen, während sich ihr quantitaiver Anteil und ihre absolute Zahl Jahr für Jahr erhöhen, bedarf es großer Anstrengungen, um die negativen demographischen Auswirkungen auf das Ausbildungsniveau auszugleichen. Das hohe Qualifikationsniveau war bisher ein entscheidender Standortvorteil und Garant des Wohlstands in Deutschland.“ (Birg). Aber noch (noch!) hält Deutschland diesen Standortvorteil. (Das liegt an den Deutschen - an den Deutschen der Vergangenheit viel mehr als an den Deutschen der Gegenwart und noch viel mehr als an den Deutschen der Zukunft -, an ihrer Geschichte, an Deutschland als der wichtigsten Nation der abendländischen Kultur). Wie sind nun aber die Aussichten?  „Die Abwanderung qualifizierter Menschen aus Deutschland und die Zuwanderung mehrheitlich wenig qualifizierter (ohne Scheuklappen gesagt: die Zuwanderung NichtqualifizierterZuwanderung) ist keine Quelle des Wohlstands, sondern ein schwerwiegendes, wohlstandsminderndes Risiko des wirtschaftlichen Niedergangs.“  (Birg). Wenn wir also wirklich weiterhin Erfolg haben und unseren Wohlstand mehren wollen, dann sollten wir die Zuwanderung ablehnen, weil sie uns nur Probleme bereitet, und zwar in allen Bereichen immer mehr und immer rascher. (Zuwanderung). Wenn wir nicht nur kulturell, sondern auch ökonomisch WIR bleiben wollen und eine pronatalistische Politik erfolglos bleiben sollte (was nicht gesagt ist, aber unsere Politiker, die uns und vor allem unsere Kinder ignorieren, haben ja noch nicht einmal versucht, damit zu beginnenKinderfeindlichkeit), dann „muß gewährleistet sein, daß sich die Bevölkerungsschrumpfung in Grenzen hält und der technische Fortschritt als einzige verbleibende Wohlstandsquelle nicht auch noch versiegt.“ (Birg). Oder nicht auch noch geopfert wird. Wenn ja, dann als Opfer der „Scheinmoral-Industrie“ (Scheinmoral-Industrie) !

Zuwanderung ist also viel zu teuer! „Wie die vom Ifo-Institut und vom Max-Plack-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht im Auftrag des Bundesarbeitsministers durchgeführten Forschungsarbeiten zeigen, übersteigen die vom Staat für die Zugewanderten erbrachten fiskalischen Leistungen im Rahmen der Sozialversicherung (Gesetzliche Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung) sowie die steuerfinanzierten Transfers und die Zahlungen der Gebietskörperschaften für die Bereitstellung der öffentlichen Güter (Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Verkehrsinfrastruktur, Verwaltung etc.), die vom Staat von den Zugewanderten empfangenen Leistungen pro Kopf und Jahr um mehrere Tausend DM. (Vgl. Tabelle). Dieser Befund widerspricht den landläufigen Vorstellungen (also: der Propaganda und ihrer Wirkung; HB), daß Deutschland fiskalisch von der Zuwanderung profitiere. Nach dieser Untersuchung (und nicht nur nach ihr; HB) war und ist die Zuwanderung nach Deutschland seit langem eine »Zuwanderung in die Sozialsysteme«, die eine »Umverteilung von den Deutschen zu den Zugewanderten« bewirkt, wie es in dem Forschungsbericht heißt.“ (Birg). Man darf einfach nicht übersehen, „daß die Einwanderer ... dem Staat ... zur Last fallen. Einwanderer profitieren von der Umverteilung zugunsten ärmerer Beitragszahler in der Krankenversicherung und von staatlichen Leristungen wie der Sozialhilfe, dem Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe, die sie überdurchschnittlich in Anspruch zu nehmen pflegen. Außerdem steht ihnen, und das ist ein ganz erheblicher Effekt, die breite Palette unentgeltlich angebotener, aber kostenträchtiger staatlicher Leistungen zur Verfügung, die von der Benutzung von Straßen, Brücken, Parks und anderen Elementen der öffentlichen Infrastruktur bis hin zum Schutz des Rechtsstaates durch seine Richter und Polizisten u.v.m reichen. Dafür zahlen sie zwar Steuern, doch reichen diese nicht aus, die verursachten fiskalischen Kosten zu tragen. Zuwanderer haben ein unterdurchschnittliches Einkommen und gehören deshalb zu denjenigen Bevölkerungsgruppen, die im Sozialstaat deutscher Prägung mehr Ressourcen vom Staat erhalten, als sie an ihn in Form von Steuern und Beiträgen abgeben müssen. Nach Berechnungen, die das Ifo-Institut im Jahre 2001 auf der Basis des sozioökonomischen Panels für die bisher nach Deutschland Zugewanderten angestellt hat, lag die fiskalische Nettolast, die Zuwanderer für den Staat verursachen, pro Kopf und Jahr im Durchschnitt der ersten zehn Jahre bei 2300 Euro. Dabei sind auch die Vorteile für die Rentenversicherung barwertmäßig bereits berücksichtigt worden. So gesehen verändert sich das Bild, das ein alleiniger Blick auf die Rentenversicherung liefert, erheblich. .... Daß die Zuwanderung keine Lösung des Rentenproblems bietet, wird auch klar, wenn man sich vor Augen führt, wie viele Menschen zuwandern müßten. .... Das sind astronomisch hohe Zahlen, die so natürlich niemals realisiert werden und auch keinesfalls als Empfehlungen interpretierbar sind. Gerade die Größe der Zahlen zeigt in aller Deutlichkeit, wie gering der Beitrag zur Lösung der demographischen Problems Deutschlands ist, den man von der Zuwanderung erwarten kann. Das Thema wird in der öffentlichen Diskussion total überschätzt, und es wird mißbraucht, um heute schon aus ganz anderen Gründen billige Arbeitskräfte ins Land zu holen. Dabei braucht der Arbeitsmark selbst ... keine Einwanderungen ..., leidet Deutschland unter einer Massenarbeitslosigkeit, und nicht einem Mangel an Menschen.“ (Sinn).

Stand: 1990-1999
Bildungsrückstand der Nicht-EU-Bürger
Bilanz Bilanz pro Zuwanderer in 1997 Bilanz
Direkte fiskalische Auswirkungen der Zuwanderung pro Zuwanderer
EinnahmenAusgaben
GKV1817,- DMGKV2970,- DM
GRV4053,- DMGRV1362,- DM
SPV252,- DMSPV67,- DM
Arbeitslosenversicherung701,- DMArbeitslosenversicherung452,- DM
Steuern6044,- DMSteuerfinanzierte
Transfers und Leistungen
12646,- DM
Einnahmen insgesamt12867,- DMAusgaben insgesamt 17498,- DM
Gesamtbilanz pro Zuwanderer (1997)
  Ausgaben4631,- DM
Quelle: SOEP; Ifo-Institut; Hans-Werner Sinn, EU-Erweiterung und Arbeitskräftemigration, 2001.

„Die Qualifikationsdefizite sind der entscheidende Grund dafür, daß die Arbeitslosenquote und die Quote der Sozilhilfeempfänger bei den Zugewanderten aus Nicht-EU-Ländern um den Faktor 5 und mehr höher sind als bei den Einheimischen, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in nahezu allen 15er-EU-Ländern (EU der 15). Die Qualifikationsdefizite sind dabei um so größer, je höher der Anteil der Zugewanderten an der Bevölkerung ist. Aufgrund dieser Fakten ist auch in Zukunft nicht damit zu rechnen, daß die Qualifikationsunterschiede im erhofften Umfang abgebaut werden können. Durch die Strategie einer kompensatorischen Zuwanderungspolitik würde das für die Produktivität und das Pro-Kopf-Einkommen wichtige, im Humankapital der jüngeren Erwerbspersonen enthaltene Bildungs- und Ausbildungskapital beeinträchtigt .... Bei ... Zuwanderungen verringert sich das Qualifikationsniveau der Bevölkerung, und es kommt zu Einbußen beim Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens, während gleichzeitig die Integrationskosten steigen.“ (Birg).

Nicht vergessen:
Es kommt auf das Pro-Kopf-Einkommen an. Das Pro-Kopf-Einkommen sinkt z.B. durch Zuwanderungen. Es handelt sich also um Propaganda, wenn in der öffentlichen Debatte über die Zuwanderungen der positive Effekt der Zuwanderungen auf die Höhe des Bruttosozialprodukts erwähnt wird, denn bei dieser Lüge wird absichtlich verschwiegen, daß nicht das Bruttosozialprodukt, sondern das Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt bzw. (weil Einkommensseite) Pro-Kopf-Einkommen das Maß für den Wohlstand bzw. Lebensstandard ist.
Wachstumsrate des Bruttosozialprodukts Wachstumsrate der Bevölkerung =Wachstumsrate des Pro-Kopf-Einkommens
2,4 %0,8 %
=1,6 %
2,4 %– 0,8 %  =3,2 %

Die Abbildung zeigt u.a. den rückläufigen Trend des Wirtschaftswachstums, der deutlich mit der Beschäftigung korreliert.

Quelle:
Institut der
Deutschen Wirtschaft,
Nummer 18,
20.04.2004.

Wenn man Bruttoinlandsprodukt durch die Bevölkerungszahl teilt, erhält man das Pro-Kopf-Einkommen. Und die Wachstumsrate des Pro-Kopf-Einkommens ergibt sich aus der Differenz zwischen der Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts und der Wachstumsrate der Bevölkerung. Hier noch einmal als Formel:

Formel            Formel
Die Zuwanderung ist also zu teuer, zu gefährlich, sie hat nur negative Auswirkungen, und daß trotzdem bei uns immer noch eine Zuwanderungspolitik betrieben wird, hat ganz andere Gründe, denn diejenigen, die von der Zuwanderung, vom Geburtenrückgang und von der „multikulturellen Gesellschaft“ profitieren (wollen), gehören zu denjenigen Lobbygruppen, die unsere Politiker am meisten beeinflussen: „Es leuchtet ein, daß die im normativen Modell der »multikulturellen Gesellschaft« (und also auch: Zuwanderung! HB) vorgesehene Kombination von Assimilations- und Diskriminierungsverbot für eine Minderheit wie die traditionsbewußten Juden, die stets eifersüchtig auf die Bewahrung ihrer Identität bedacht waren, sehr attraktiv sein mußte. Es ist daher auch nicht überraschend, daß Juden an der Entwicklung der Doktrin des kulturellen Pluralismus und des Modells der »multikulturellen Gesellschaft« von Anfang an einen hervorragenden Anteil hatten. .... Damit sind wir bei der eigentlich interessanten politischen Frage angelangt, wer denn ein Interesse daran haben könnte, den Völkern Europas die unbezweifelbare kulturelle Verarmung, die ihnen eine »multikulturelle Gesellschaft« bescheren würde, als kulturelle Bereicherung zu verkaufen?  Cui bono?  Wer profitiert von dem Kulturchaos einer »multikulturellen Gesellschaft«?  In den USA haben von der Umkehrung der Dollar-Devise bislang allenfalls bestimmte Minderheiten profitiert. Und auch die werden ihre Privilegien auf die Dauer nur genießen können, wenn sie im allgemeinen Kulturchaos fest zusammenhalten. Für Minderheiten von der Art des europäischen Hochadels, der seine Identität und Geschlossenheit durch ein jahrhundertelanges Konnubium nach dem Prinzip der Ebenbürtigkeit wahren konnte, oder der Juden, die sich durch Religion und Inzucht sogar durch zwei Jahrtausende erhalten haben, könnte die »multikulturelle Gesellschaft« eine große Chance sein. An den Kragen gehen wird es aber sicherlich den sogenannten Mehrheitsbevölkerungen der demokratischen Nationalstaaten, die sich von den Sirenengesängen der »Multikulturalismus«-Prediger einlullen und solange widerstandslos unterwandern lassen, bis sie sich in einem Land wiederfinden, in dem nichts mehr an ihre alte Kultur erinnert. .... Der Unterschied zwischen den Europapolitikern und den »Multikulturalismus«-Propagandisten besteht nur darin, daß die einen bereits wortlos ins Werk setzen, was die anderen nur wortreich verkünden. Die Propagandaarbeit der linken Hilfstruppen ist darum freilich aus der Sicht der Regierenden nicht überflüssig, denn sie wissen wohl, daß das begonnene Werk nur zu einem gedeihlichen Ende gebracht werden kann, wenn es gelingt, auch noch die renitente Bevölkerungsmehrheit zur Akzeptanz des eingeschlagenen Kurses zu bewegen .... Aus der Perspektive unserer demokratischen Eliten, die dabei sind, sich von der Basis ihrer Völker zu emanzipieren und nach Europa abzusetzen, ist die Umstimmung der Volksseele zugunsten der Transformation der ethnisch homogenen demokratischen Nationalstaaten in einen ethnisch heterogenen supranationalen Vielvölkerstaat vermutlich der eigentliche Hintersinn der »Multikulturalismus«-Kampagne. Es versteht sich, daß das nicht allen Mitwirkenden, geschweige denn allen Mitläufern der Massenbewegung bewußt ist, von denen die meisten sicherlich ganz naiv an den Wortlaut der Formel glauben. Aber die Ablenkung von diesem eigentlichen politischen Ziel ist zweifellos die politische Pointe des Schlagworts. .... Warum sollte einem europäischen Politiker, und zumal einem Eurotechnokraten, der Gedanke fremd sein, sich durch die Auflösung der homogenen Völker in ein Gewirr ethnischer Minderheiten von den Fesseln der Mehrheitsdemokratie zu befreien?  (Der Verdacht, daß der Multikulturalismus nur eine Strategie der politischen Klasse zur Ausschaltung der Bevölkerungsmehrheit ist, ist sogar auch in Kanada geäußert worden). Da sich Minderheiten relativ leicht gegeneinander ausspielen lassen, läßt es sich in einer Minderheitendemokratie trefflich regieren. .... Heute werden ... bereits multinationale Krisenreaktionskräfte mit einem UNO-Mandat in wildfremde Länder geschickt, um Völker daran zu hindern, von ihrem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch zu machen. (Vgl. die historische Parallele des Einsatzes multinationaler Friedenstruppen im Römischen Reich). Der UNO-Generalsekretär hat wiederholt eigene (?) Truppen zum Einsatz gegen ... Nationalisten gefordert, und sogar ... haben sich bereits ... Minderheiten und ihre Fürsprecher (!) mit der Bitte um Blauhelm-Kontingente zur Bekämpfung von Ausländerfeinden (?) an den UNO-Sicherheitsrat gewandt.“ (Robert Hepp, Multa non multum: Kulturkritische Anmerkungen zur »multikulturellen Gesellschaft«, 1997, S. 15-16. ). Alle Mulit-Kulti-Propagandisten mißbrauchen die Demokratie, das Selbstbestimmungsrecht der Völker, ja überhaupt die Menschenrechte, und sie können ihre Interessen leicht mit denen der Herrschenden der USA, UNO, EU, ja überhaupt aller Politminderheiten im gesamten Abendland in Einklang bringen, weil sie gemeinsam gegen die Demokratie, gegen die Mehrheit, für die Minderheit (egal welche) sind; anders gesagt: weil sie Cäsaren sein wollen oder schon sind (vgl. 22-24), weil sie ohne viel Risiko regieren und darum ihr eigenes Volk als Mehrheit (!) abschaffen, liquidieren wollen. Und das ist gefährlich, sehr gefährlich ! Vor allem für die Inländer (Volk als Mehrheit!), denn sie können nicht, was Herrschende und Ausländer sogar bei größter Gefahr problemlos können: (wieder) auswandern!
NACH OBEN
Schlechtes Gewissen stützt Minderheitenwahn!
Das schlechte Gewissen der Portugiesen, Spanier, Engländer, Holländer, Deutschen, Franzosen und US-Amerikaner bezüglich der Negersklaverei, der Indianerausrottung, der Judenverfolgung wird benutzt für den Festungsbau einer multikulturellen Gesellschaft, in der alle möglichen Minderheiten auf Kosten der jeweiligen Mehrheitsbevölkerung gefördert werden. Der Antisemitismus-Vorwurf ist ein politisches Kampfmittel, das seit den 1960er Jahren schon viele politische Schlachten entschieden hat. Dabei sind meistens auch noch Persönlichkeiten unterlegen, denen eine antisemitische Äußerung oder auch nur Einstellung überhaupt nicht nachgewiesen werden konnte. Der Antisemitismus-Vorwurf ist vernichtend, und auf mehr kommt es ja im politischen Kampf nicht an. Deshalb mußten z.B. Möllemann und Hohmann gehen und durfte z.B. Friedman bleiben. (Möllemann versus FriedmanHohmann versus FriedmanLiteratur hierzuLiteratur hierzu). Diese von oben gesteuerte Politik ist ein direkter Angriff auf das abendländische Wertesystem. Was speziell das Verhalten der Alliierten des 2. Weltkriegs betrifft, so wurden und werden sogar auch noch ihre schrecklichsten und grausamsten Kriegsverbrechen gegen zumeist völlig unschuldige Deutsche - wie z.B. der Bombenkrieg gegen Frauen, Kinder, Alte, Kranke oder die Vertreibung der mehr als 20 Millionen Deutschen aus ihrer Heimat (Vertriebene) - mit einer angeblich zutiefst nationalistischen Kollektivschuld gerechtfertigt. Nach 1945 und noch mehr nach 1968 entstand ein Schuldkult, mit dem sich die Deutschen, geführt am „Nasenring“ (Armin MohlerMohler), sogar auch noch Millionen-Programme zur eigenen Indoktrination aufzwingen und abknöpfen lassen, wie z.B. die massiven Subventionierungen von hauptberuflichen Antifaschisten und Feministen, von an der Nachfrage völlig vorbei ausgebildeten Geistes- und Sozialwissenschaftlern, die sonst nur Taxifahrer wären. Diese Unterwürfigkeit und Selbstverleugnung hat, wie auch der gemäßigt libertäre Hans-Olaf Henkel meint, unseren Wohlfahrtsstaat erst so zerstörerisch, weil total internationalsozialistisch gemacht. Der Staat mischt sich immer mehr ins Private ein, und je mehr er ausgerechnet an den falschen Stellen nicht schrumpfen will, um so mehr muß eben das Volk schrumpfen.

Hat die Eingliederung der Sexualität in die Spaßkultur wirklich eine breite Subjektivierung des Bewußtseins vom Reichtum bewirkt und so einen Wahrheitseffekt provoziert?  Oder sind etwa Schäume doch Träume? Sloterdijk

 

Volk 2003
Statistik Vier Sätze zum Durchschnitt:
Pro Minute „empfängt“ Deutschland mehr als 2 Zuwanderer!
Jede Minute!
Pro Stunde „empfängt“ Deutschland mehr als 120 Zuwanderer!
Jede Stunde!
Pro Tag „empfängt“ Deutschland mehr als 2880 Zuwanderer!
Jeden Tag!
Pro Jahr „empfängt“ Deutschland mehr als 1 Mio. Zuwanderer!
Jedes Jahr!

Und der fünfte Satz als Quintessenz:
Das ist Wahnsinn, eine Unverantwortlichkeit, ein ins
Land geholter Neokolonialismus unserer Regierung!

Kinderlosigkeit Kinder-, Ehe-, Familien-, Volksfeindlichkeit unserer Politiker Mehr Links zur heutigen Politik

Ungerechtigkeit heißt z.B., daß in Deutschland die Familien dafür bezahlen müssen, damit die kinderlosen Egoisten mehr Geld bekommen als die Familien. Das ist ungerecht und verfassungswidrig. Deutschlands Gesetzgeber (Politiker u.s.w.Politiker) sind also Kriminelle, denn sie verstoßen dabei gegen die Verfassung. Gegen das Grundgesetz. Und das schon seit den 1960ern. „Sie schweigen das Thema zu Tode.“ (Herwig Birg, Universität BielefeldBirg). „Jeder Forstwirt würde besser regieren als unsere Politiker.“ (Jürgen Borchert, Sozialrichter). Borchert weiß, daß zentrale Probleme in Deutschland darum nicht gelöst werden, weil sie von den Einzelinteressen, von den Egoismen der Parteipolitiker und Lobbyisten verdrängt werden. Parteipolitiker und Lobbyisten sind kinderfeindlich, leben auf Kosten des Staates und deshalb auch und besonders auf Kosten der Familien, denn Familien haben in Deutschland keine Lobby, und sie können auch „keinen Patron finden, der ihre Interessen vertritt. Durch die Kinderfeindlichkeit unserer Politiker wird das Wachstum von Produktivität und Wirtschaft immer mehr ins Negative verstärkt. Bald werden wir das deutlich spüren.“ (Jürgen Borchert). Schade, denn in den 1970er Jahren „hätten wir noch mehr Möglichkeiten gehabt, diese Probleme zu lösen.“ (Herwig Birg). Die Politiker wollen mit ihrer Propaganda und ihren Träumen erreichen, daß diese zentralsten Probleme verharmlost und vergessen werden und die Revolution, z.B. durch einen Patron, verhindert wird. Das Totschweigen fördert das Weiter-so und viele andere negative Entwicklungen. (Daß Deutschland heute immer noch auf Platz 2 der Weltrangliste steht - also: Viezeweltmeister ist -, verdankt es der Zeit, als Deutschland noch auf Platz 1 der Weltrangliste stand - also: Weltmeister war -, und zwar mit weitem Abstand! TabellenDeutschlandWirtschaftsfakten im Jahr 2000). Wir können und müssen aus unserer Geschichte lernen! Ausgerechnet und nicht zufällig wird aber die Zeit, in der Deutschland am erfolgreichsten war, von den Parteipolitikern, Drahtziehern, Lobbyisten und Anhängsel durch Propaganda tabuisiert. Was können wir noch tun?  Scheinbar nichts. Zunächst ist darum festzustellen, daß die Verdrossenheit über unsere Politiker völlig berechtigt ist; und im Gegensatz zu den Politikern, die alles andere sind als Volksvertreter, hat das Volk mehrheitlich den Willen, diesen negativen Entwicklungen entgegenzuwirken. Wo bleibt unser Patron, unsere Lobby?  Auf die gegenwärtige Politik können wir nicht setzen, denn sie ist ja gegen uns gerichtet. Unsere Politiker sind Antidemokraten, denn sie regieren gegen das Volk.

Statistik Wer glaubt, der Schwund der Bevölkerung sei nur zu bekämpfen durch Zuwanderung, betreibt (auch unbewußt) eine nicht vom Inland, sondern vom Ausland gesteuerte Politik, und die heißt: „Michel-Politik“ (Antideutsche Politik). Mit erhöhter Zuwanderung steigt schon bald die Abwanderung noch mehr, auch die Abneigung, Kinder in eine Welt zu setzen, in der die Überfremdung wichtiger ist als die Zukunftsperspektive. Der angebliche Zweck, die Nation vor dem Schwund mit steigender Zuwanderung retten zu wollen, ist eine Lüge bzw. eine Dummheit, denn die Zuwanderung bringt uns nur Negatives (MehrMehrMehrMehr). Und zwar mit äußerst gefährlichen Folgen. Außerdem: Deutschland ist eines der am dichtesten besiedelten Länder der Erde! Eine Nation mit geringerer Bevölkerung zu werden, ist überhaupt keine Schande, weil alle anderen Nationen Europas viel kleiner sind als Deutschland. Wer auch immer Deutschland verkleinern will (und das wollten im Verlauf der Geschichte fast alle !), der wird es immer auch hinter einer Rhetorik verbergen. Also Deutsche, macht Euch keine Sorgen um Sorgen, die in Wirklichkeit Sorgen der Politiker, Lobbyisten, Juristen und sonstiger Mediokraten sind; denn sie verdienen sich nur deswegen dumm und dämlich, weil sie von sprachlichen Luftblasen leben. Sie wollen ihre Probleme lösen!
Wenn wir unserem Schicksal nicht entkommen und die Völkerwanderungen (Abbildung) auch in Zukunft nicht verhindern können, so können wir doch, ja, müssen wir doch wenigstens versuchen, sie zu steuern. Sicher ist, daß unsere Politiker bereits seit den 1960er Jahren diesbezüglich politisch hätten tätig werden müssen und dennoch nicht im Traum daran gedacht haben, obwohl immerhin einigen Politikern aufgefallen ist, daß sie geträumt haben. (Mehr). Doch statt richtig wach zu werden oder vielleicht sogar aufzustehen, drehen sie sich um und schlafen weiter, obwohl da draußen die ertönten Sirenen immer lauter werden. Mehr
Globalisierung ist nicht Globalismus (Globalismus ist eine Phase)
Wer nach Analogien zum gegenwärtigen und zukünftigen Abendland in der Antike sucht, muß darum im 2. Jahrhundert v. Chr. beginnen: Trotz der hermetischen Abgeschlossenheit, von der gerade die antike Kultur viel verstand, gelang es ihr nicht, die wandernden Germanen von der Überquerung der Grenzen abzuhalten. Selbst der Limes, der im 1. Jh. n. Chr. gebaut, im 2. und 3. Jh. n. Chr. noch verstärkt wurde, war im Grunde nur ein Aufschub-Produkt; er war eher ein Bau gegen Quantität als gegen Qualität, denn viele Germanen waren schon längst Angehörige des römischen Establishments, obwohl der Limes immer noch ausgebaut wurde. Die Angst vor den gefährlichen Germanen-Riesen war der Angst vor Wirtschaftsflüchtlingen gewichen - bis die erste Angst sich wieder meldete und verdeutlichte, daß längst schon die Römer von den Germanen abhängig geworden waren: Römer konnten ohne Germanen keinen Krieg mehr gewinnen. Und Rom wurde germanisch. Es lag ausschließlich an der Toleranz der Germanen, daß sich der Katholizismus durchsetzte.

Die für uns Abendländer gerade beginnende Phase der Befruchtung (Befruchtung) ist eindeutig auch eine der Wanderungen (Globalismus oder Globalik (22-24)), und zwar so allumfassend, daß sie mit Recht auch als „Globalismus“ oder „Globalik“ zu bezeichnen ist. Weil in der apollinisch-einzelkörperlichen Antike (Seelenbild und Ursymbol) die Weltsphäre eine eng begrenzte war, spielten sich auch antiker Globalismus und antike Wanderungen im engeren Rahmen ab. Die Welt war für Griechen und Römer nur eine griechisch-römische - mehr nicht!Wer ihr nicht angehörte, galt als Barbar oder als „nicht vorhanden“ (apollinisch-körperlich verstanden). Trotzdem sind die Motive der „Wanderer“ analog zu denen des heutigen Abendlandes zu sehen, denn es gab auch in der Antike Wirtschaftsflüchtlinge, Asylsuchende und Globalabenteurer. Weil aber die apollinische Kultur durch eine gewisse Vorliebe für „Statik“ und nicht für „Dynamik“, wie die faustische Kultur des Abendlandes, gekennzeichnet ist, bereiteten ihr auch alle Wanderungsbewegungen mehr Sorgen als dem heutigen Abendland. Was die durch die Wanderungen entstehenden Konsequenzen, betrifft, so ergeben sich ebenfalls umgekehrte Verhältnisse: die antike Kultur nahm die neuen Tatsachen relativ gelassen hin (weshalb sie ihren Tod auch kaum bemerkte), und die abendländische Kultur?  Die faustische Kultur hat diese Konsequenzen noch vor sich, aber schon jetzt kann vorhergesagt werden, daß sie sich gegen die vollendeten Tatsachen, die sich auch hier durch die globalen Wanderungen ergeben werden, ganz energisch wehren und feststellen wird, daß „faustische Dynamiken“ auch zu spät kommen können. Ob sie sich dann doch noch erfolgreich gegen derart universal daherkommenden (und so noch nie dagewesenen) Konsequenzen aus Wanderungen durchsetzen wird, wage ich nicht vorherzusagen. Man muß immer wieder betonen, daß wir erst am Anfang dieser Phase stehen und daß Wirtschaftsflüchtlinge, Asylsuchende und Globalabenteurer, die ins Abendland kommen (und zwar schon seit Jahrzehnten), hier nicht nur das Ursymbol des „Unendlichen Raums“ (Ursymbol), sondern auch die Geste der „Unendlichkeitsgabe“ sehen wollen. „Multi-Kulti“ ist nur das verniedlichende Wort für die „passive Seite“ der „Pseudomorphose“ (Pseudomorphose), auf die das Abendland mit hoher Wahrscheinlichkeit zusteuern wird. Für Europa bedeutet „Multi-Kulti“ oder „Melting-Pot“ etwas ganz anderes als für Amerika - räumlich sowieso und zeitlich deswegen, weil die amerikanischen Staaten diese Erfahrungen bereits vorwegnehmen konnten und sie nicht zu wiederholen bereit sein werden. Sie sehen schon heute ihr „Kontingent“ als erfüllt an. Daß sich das in der Zukunft ändern wird, ist unwahrscheinlich. Amerika ist von Europa durch einen großen Ozean getrennt, und dieser Atlantik wird zukünftig wohl mehr der Inbegriff für eine Scheidung als für ein Bündnis sein. (NATO). Für die Europäer wird sich in dieser Phase wohl nur eine Entwicklung als „befruchtend“ herausstellen: die Weltraumfahrt als Suche nach einem neuen Zuhause - einer neuen Heimat.Weltraumfahrt

 

Absolute Inseln - absolute Isolierung? Absolute Inseln - absolute Isolierung?

BildDenn es ist die Isolation (Bild), die die Insel zu dem macht, was sie ist.Bild
„:Insulierungen“
Absolute Inseln, atmosphärische Inseln, anthropogene Inseln
Bild Inseln sind Weltmodelle in der Welt. Bild

Renten-Versicherung: Keine Zukunft?

NACH OBEN Rentenformel

Rb = Renten-Beitragssatz
Aq = Altenquotient
(Über-60-J. / 20-60-J.)
Rn = Renten-Niveau
(Ø-Rente / Ø-Einkommen)
A
R = Altersgruppe: Rentner-Anteil
A
B = Altersgruppe: Beitragszahler-Anteil
S   = Steuern

Für jedes Renten-Niveau (Rn) ist der Renten-Beitragssatz (Rb) um so größer, je höher der Altenquotient (Aq) ist. Der Renten-Beitragssatz ist gleich dem Produkt aus dem Altenquotienten und dem Renten-Niveau. Wenn Aq sich um den Faktor x erhöht - wegen der steigenden Zahl der Über-60-Jährigen sowie der abnehmenden Zahl der 20-60-Jährigen -, müßte bei konstantem Rn der Rb ebenfalls um den Faktor x erhöht oder bei konstantem Rb das Rn um den Faktor 1/x gesenkt werden. Alternativ dazu kann man das Verhältnis aus dem Über-60-Jährigen-Rentner-Anteil (AR) zum 20-60-Jährigen-Beitragszahler-Anteil (AB) - in der Formel: AR/AB - verringern, indem man z.B. das Renteneintrittsalter anhebt. Eine weitere Alternative: Mehr Rb durch mehr Arbeitsplätze oder (bzw. und) mehr Steuern (S)!

Theoretisch gibt es noch mehr Alternativen, praktisch aber gerade dann nicht, wenn, wie z.B. seit Ende des 20. Jahrhunderts in Europa, die Zahl der 20-60-Jährigen so stark zurückgeht, daß auch die Beitragszahler-Reserven (Frauen, Arbeitslose u.ä.) zu gering sind, um die Beiträge ausreichend zu erhöhen. Als einzige Alternative bleiben letztendlich also doch nur die Steuern, um die Einnahmen der Rentenversicherung wirklich ausreichend zu erhöhen, oder?  Abgesehen davon, daß Steuererhöhungen immer mit vielen negativen Nebenwirkungen und sehr hohen Risiken für die Steuerzahler verbinden sind, sei hier davor gewarnt, unserem Staat (Parteienstaat) zu vertrauen, diesem angeblichen „Sozialstaat“, der schon seit 1957, als Adenauer, um eine Wahl zu gewinnen, aus dem richtigen Drei-Generationen-Vertrag den falschen Zwei-Generationen-Vertrag machte (Mehr), überhaupt kein Sozialstaat mehr ist, sondern das genaue Gegenteil. Seit 1957

Deshalb noch einmal zu den Lügen unserer Politiker: „Für die Herrschenden ist entscheidend, das Verhältnis von Leistungen und Gegenleistungen zu verschleiern. Die Bürger müssen glauben gemacht werden, sie würden vom Sozialstaat mehr erhalten, als sie geben. Daß das schon aus Gründen der Logik unmöglich ist, darf nicht bewußt werden. Noch stärker tabuisiert ist die Frage, wieviel eigentlich bei der sozialstaatlichen Umverteilung versickert und wie groß der sozialstaatliche Herrschafts- und Verwaltungsaufwand ist, den die Bürger zu tragen haben. Fänden diese Beiträge Eingang in die Bilanz, zeigte sich, was ohnehin selbstverständlich ist: Der Sozialstaat nimmt den Bürgern mehr, als er ihnen gibt. Um mit diesem Befund nicht konfrontiert zu werden, hat die Politik phantasievolle Finanzierungskonstruktionen ersonnen. So werden wichtige Sicherungssysteme wie die Renten- oder Arbeitslosenversicherung gleichzeitig durch Beiträge und Steuern finanziert. Hierfür gibt es nachvollziehbare Argumente. Sie wiegen jedoch leicht im Vergleich zu dem einen: Beim Bürger soll sich der Eindruck festsetzen, daß er diese Systeme ausschließlich mit seinen Beiträgen speist und gemessen daran die Gegenleistung eindrucksvoll ist. Rentenbeiträge und Renten beispielsweise - das scheint sich zu rechnen. Werden aber auch jene Summen berücksichtigt, welche die Versicherten beim Betanken ihrer Automobile oder beim Kauf von Waren für die gesetzliche Alterssicherung aufbringen, rechnet es sich nicht mehr. Doch diese Summen, mit denen derzeit immerhin ein Drittel der Rentenausgaben bestritten werden, sind den Blicken der Versicherten entzogen. Steuern fließen in einen großen Topf hinein und wieder aus ihm heraus. Sie in beliebige Richtungen zu lenken ist leicht, was nicht heißt, daß dies bei Beiträgen viel schwieriger ist; auch bei ihnen sind dem politischen Einfallsreichtum kaum Grenzen gesetzt. Die Politik möchte aber gern den schönen Schein wahren und flutet deshalb die Schleusen des Sozialstaats lieber mit Steuern als mit Beiträgen. Ein aktuelles Beispiel hierfür sind die Projektionen der Bundesregierung zur Entwicklung des Rentenversicherungsbeitrags bis zum Jahr 2030. Angeblich soll er 22 Prozent des Bruttolohns nicht übersteigen. Das erscheint im Blick auf die bevorstehende Umwälzung im Bevölkerungsaufbau nicht nur hinnehmbar, sondern bemerkenswert günstig. Doch in Wirklichkeit hat diese Zahl keinerlei Aussagekraft. Der Bürger erfahrt nämlich nicht, was er sonst noch alles zahlen muß, um die Rentenversicherung über Wasser zu halten. Er kann nur vermuten, daß das viel und im Lauf der Zeit immer mehr sein wird. (Werden die Steuersätze zur Rentenversicherung zu den Beiträgen addiert, beträgt die Belastung heute bereits 28 Prozent des Bruttolohns. 2030 werden es zwischen 32 und 40 Prozent sein. Vgl. Reinhold Schnabel, Die Rentenreform 2001, 2001, S. 19Schnabel). Allerdings reicht die Vermischung von Steuern und Beiträgen noch nicht aus, um die Bürger ruhig zu stellen. Auch der Beitragssatz selbst muß optisch verkleinert werden. Zu diesem Zweck werden die Versicherungsbeiträge an die Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung aufgespalten in einen sogenannten Arbeitnehmer- und einen Arbeitgeberanteil. Zur Begründung heißt es, die Arbeitgeber sollen sich an der sozialen Sicherung der Arbeitnehmer beteiligen. Warum sie das tun sollen, bleibt unklar. Und im Ergebnis tun sie es auch nicht, weil die Arbeitnehmer auch den Arbeitgeberanteil erarbeitet haben. Hätten sie es nicht getan, wären sie ihren Lohn nicht wert gewesen. Wenn sie aber auch die zweite Hälfte der Sozialabgaben erarbeitet haben, warum dürfen sie diese dann nicht selber abführen?  Sie dürfen nicht, weil die Politik befürchtet, daß viele, wenn sie die Summe von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen schwarz auf weiß zu Gesicht bekämen und an die Versicherungsträger überweisen müßten, das System als zu teuer empfänden und sich von ihm abwenden würden. Wie begründet diese Befürchtung ist, zeigen einschlägige Befragungen. Sie offenbaren erstens, daß über ein Fünftel der deutschen Erwerbsbevölkerung überhaupt keine Vorstellung von der Höhe der Sozialbeiträge hat und daß von denen, die eine Meinung dazu haben, knapp die Hälfte die Beitragssätze wesentlich zu niedrig einschätzt. Sie offenbaren zweitens, daß die Bevölkerungsmehrheit die zu erwartenden Leistungen erheblich zu hoch veranschlagt. Und sie offenbaren drittens, daß die Zustimmung insbesondere zur gesetzlichen Rentenversicherung mit steigendem Wissen um deren Funktionsweise abnimmt. Unwissen der Bevölkerung ist für alle diese Systeme Voraussetzung ihres Bestands. Die Politik müht sich deshalb, dieses Unwissen aufrechtzuerhalten. Aber nicht nur Aufwand und Ertrag, sondern auch Richtung und Verlauf der Mittelströme werden bewußt im Dunkeln gehalten. Auch das gehört zum System.“ (Meinhard Miegel, Die deformierte Gesellschaft, 2002, S. 216-219Miegel). Wie übrigens viele andere Lügen, u.a. auch die Verleugnung des Problems der Zuwanderung.Negatives

„Für völlig absurd halten die namhaftesten einheimischen Bevölkerungswissenschaftler wie etwa die Professoren Herwig Birg von der Universität Bielefeld und Josef Schmid von der Universität Bamberg die Vorstellung der Politiker, man könne die aus der dramatisch sinkenden Geburtenrate herrührenden Probleme unseres deutschen Rentensystems mit einer Masseneinwanderung abwenden oder zumindest dauerhaft mildern. Selbst wenn von sofort an jährlich 200 000 Menschen zusätzlich ins Land kämen, würde sich das Zahlenverhältnis von Alt und Jung von derzeit noch 24 auf 49 mehr als verdoppeln. Um die rapide fortschreitende Verschlechterung dieses Zahlenverhältnisses wenigstens zeitweise spürbar abzubremsen, müßte Europa ... allein bis zum Jahre 2050 insgesamt mindestens 1,4 Milliarden junge Zuwanderer aufnehmen. Ein für Professor Birg schon deshalb gänzlich abwegiger Gedanke, weil sich die Bevölkerungszahl Gesamt-Europas dadurch von 728 Millionen (Tabelle) auf riesige 2,5 Milliarden erhöhen würde. Außerdem: Zwar erhöhte sich vorübergehend die Zahl der 15 bis 65 Jahre alten Zuwanderer; doch auch diese altern naturgemäß genauso wie die Einheimischen. So würden die im Jahre 2010 im Alter von beispielsweise 30 Jahren Zugewanderten bereits im Jahre 2045 zur Altersgruppe der dann 65-Jährigen gehören. Die sozialen Spannungsfolgen, so die Analysen von Prof. Herwig Birg wie auch seines Professoren-Kollegen Josef Schmid, wären unabsehbar. Denn: Es sei erfahrungsgemäß höchst zweifelhaft, ob die aus fremden Kulturkreisen massenhaft Zugewanderten sich den abendländisch-europäischen Wertefundamenten verpflichtet fühlen würden, vor allem sobald sie der Zahl nach in der Mehrheit wären. „»In der Menschheitsgeschichte«, schreibt Prof. Birg, »sind die meisten multi-kulturellen Gesellschaften gescheitert.« .... Nachdrücklich warnt Prof. Birg vor Tricks nach der Art des Barons von Münchhausen, den Geburtenmangel und die Überalterung durch Massenzuwanderung ausgleichen zu wollen: »Das heizt nur die politische Atmosphäre auf, löst aber das Kernproblem nicht.«“ (Rolf Dressler, Massenhafte Zuwanderung keine Lösung, in: Westfalenblatt, 29.06.2000). „Herwig Birg hat die These, Migration könne die Kinderlosigkeit ausgleichen, in eine Perspektive gerückt, die sehr fraglich werden läßt, ob dies, wenn möglich, überhaupt wünschbar sei. »Mehr als 90 Prozent der migarnten sind sehr schlecht ausgebildet, verdienen unterdurchschnittlich. Somit verringert sich rechnerisch das Pro-Kopf-Einkommen.« (Herwig Birg, Die Dritte Welt bei uns, in: Focus, 40, 2005, S. 62).“ (Norbert Bolz, Die Helden der Familie, 2006, S. 23Bolz). Halten wir also fest: Die Zuwanderung löst kein einziges Problem, sondern schafft zusätzlich nur noch größere unlösbare Probleme. ZuwanderungZuwanderungBevölkerungspolitikKinderfeindlichkeit

Die deutsche Rentenversicherung wurde im 19. Jahrhundert für eine damals junge Altersstruktur konzipiert. (Birg). Doch der Rückgang der Geburtenrate dauert schon an seit Ende des 19. Jahrhunderts und seit Ende des 20. Jahrhunderts erstmals sogar unter dem Bestanderhaltungsniveau (= 2,1 Geburten pro Frau2,1). Und der Rückgang der Geburtenrate seit Ende des 20. Jahrhunderts wird - laut Herwig Birg (Birg) - „das Verhältnis der älteren Bevölkerung zur Zahl der Erwerbsbevölkerung im 21. Jahrhundert etwa um den Faktor 2,4 erhöhen. Wollte man das bisherige Umlageverfahren ohne Beitragserhöhungen und ohne eine Kürzung des heutigen Rentenniveaus (70%) beibehalten, indem man das Ruhestandsalter erhöht, müßte es von 60 auf 73 Jahre angehoben werden.“ (Herwig Birg, Die demographische Zeitenwende, 2001, S. 183). Zur Erläuterung: „Für den heutigen Beitragssatz von rd. 20% liefe das auf eine Erhöhung auf mehr als das Doppelte hinaus; alternativ könnte das Rentenniveau von z. Zt. 70% auf weniger als die Hälfte gesenkt werden. Würde man die Einnahmen der Rentenversicherung zu einem immer höheren Anteil aus Steuern finanzieren, wie das heute bereits zu einem Drittel z.B. durch die Ökosteuer geschieht, ließe sich der Anstieg des Beitragssatzes begrenzen, aber nicht der Anstieg der realen Belastungen, denn es ist im Prinzip gleichgültig, ob die Abzüge von den Einkommen in Form von Beiträgen oder als Steuern einbehalten werden.“ (Herwig Birg, ebd., 2001, S. 170). Da sich der Altensquotient wegen der steigenden Zahl der Über-60-Jährigen und der abnehmenden Zahl der 20-bis-60-Jährigen um den Faktor 2,4 erhöht, müßte bei konstantem Rentenniveau von 70% der Beitragssatz von 20% um den Faktor 2,4 auf 48% angehoben werden oder bei konstantem Beitragssatz das Rentenniveau um den Faktor 1/2,4 auf 29% gesenkt werden. Siehe Rentenformel:

Rentenformel
Für Deutschland (und darum auch für Europa)
ist jedenfalls das Verteilungsproblem die entscheidende sozialpolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts, wahrscheinlich sogar auch der Zeit danach. „Der soziale Rechtsstaat wird in Zukunft durch eine zunehmende Kluft zwischen Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit geprägt sein. Seit Jahrzehnten wird der Generationenvertrag nur durch die Eltern eingehalten. Dieser Tatbestand wird von Verfassungsrichtern als ein «rechtsstaatlicher Skandal» bezeichnet (Paul Kirchhof). Von den Propagandisten des «Verfassungspatriotismus» wurde er bisher mit Schweigen quittiert.“ (Herwig Birg, ebd., 2001, S. 184). „Die Kluft zwischen Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit hat sich seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts beständig erweitert, weil das Ziel des sozialen Rechtsstaates mit den veränderten demographischen Strukturen immer weniger vereinbar ist. Heute bleibt bereits ein Drittel der jüngeren Frauenjahrgänge zeitlebens kinderlos, bei den zwei Dritteln mit Kindern hat die Geburtenrate jedoch den idealen Wert von rund zwei Kindern pro Frau (Geburten pro Frau). Eine noch schärfere, gefahrenträchtigere Spaltung der Gesellschaft ist kaum vorstellbar. Das Drittel der Frauen und Männer ohne Kinder erfüllt nur einen Teil des Generationenvertrages als Kern des allgemeinen Gesellschaftsvertrages. Diese Menschen zahlen zwar wie alle anderen Beiträge in die sozialen Sicherungssysteme ein, aber die Erziehung künftiger Beitragszahler ist die weitaus wichtigste Verpflichtung aus dem Gesellschafts- und Generationenvertrag, und dieser Vertragsbestandteil wird immer weniger erfüllt. Der Tatbestand selbst ist unbestritten; er läßt sich auf folgenden Nenner bringen: «An Kindern profitiert, wer keine hat !»  Hierzu führte Paul Kirchhof, ein früherer Verfassungsrichter, aus: «Den Generationenvertrag des Sozialstaats halten nur die Eltern ein. Daß gerade sie an diesem Vertrag kaum beteiligt werden, ist ein rechtsstaatlicher Skandal.» (Paul Kirchhof, Wer Kinder hat, ist angeschmiert, in: Die Zeit, 11.01.2001, S. 9). Die demographische Spaltung der Gesellschaft gefährdet nicht nur die Funktionsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme, sondern das Gerechtigkeitszielals Fundament unserer Verfassung.“ (Herwig Birg, ebd., 2001, S. 15-16). So sieht es also bei uns aus: „Die nach 1960 geborenen Frauenjahrgänge in Deutschland bleiben zu einem Drittel zeitlebens kinderlos, bei ihren Eltern lag dieser Anteil erst bei rund 10 Prozent. Der hohe und weiter wachsende Anteil der Kinderlosigkeit ist der entscheidende Grund für den niedrigen, langjährigen Durchschnitt von 1,2 bis 1,4 Lebendgeborenen je Frau im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts. Bei den zwei Dritteln der Frauen unter den jüngeren Jahrgängen, die nicht kinderlos bleiben, entfallen im Durchschnitt 2,1 Kinder auf jede Frau - eine unter mehreren Gesichtspunkten ideale Zahl (2,1). In entwickelten Gesellschaften mit niedriger Sterblichkeit wird das für die Finanzierung des sozialen Sicherungssystems günstigste Verhältnis der Zahl der Über-60-Jährigen zur Zahl der 20-bis-unter-60-Jährigen genau dann erreicht, wenn die Geburtenrate im Durchschnitt, das heißt unter Einschluß auch der kinderlos bleibenden Frauen, rund 2,1 Lebendgeborene pro Frau beträgt (2,1). Dieses stringent beweisbare, ermutigende Ergebnis der Bevölkerungsmathematik bedeutet, daß das entscheidende Ziel einer an demographischen Strukturen orientierten Politik darin bestehen sollte, die lebenslange Kinderlosigkeit zu verringern. Wenn das Drittel der kinderlosen Frauen pro Kopf im Durchschnitt ebenso viele Kinder hätte wie die zwei Drittel mit Kindern, wäre die Altersstruktur langfristig optimal, die demographisch bedingten Belastungen für die sozialen Sicherungssysteme würden ein Minimum erreichen .... Es gibt einen Punkt, an dem alle Kulturen der Welt trotz der Relativität aller Werte miteinander verglichen werden können, das ist die Fähigkeit, über das eigene Leben hinaus zu denken, zu planen und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Die Menschen in Deutschland und Europa haben diese Aufgabe schon seit Jahrzehnten nicht mehr zufriedenstellend erfüllt. Als Konsequenz wird das demographische Defizit im 21. Jahrhundert unaufhaltsam zunehmen. Alles scheint von der Kultur abzuhängen, aber mit der Kultur hat es eine eigene Bewandtnis. Wenn einer Kultur die Fähigkeit fehlt, in ihren Kindern weiterzuleben, woraus sollen dann die Mahnungen und Appelle für eine Änderung der kulturellen Werte ihre Kraft schöpfen?  Bloße Appelle können nicht aus der Sackgasse der demographischen Schrumpfung und Alterung herausführen. Eine Änderung der Wertebasis zu fordern, scheint deshalb einen Widerspruch zu bergen. Aber es kann keine andere Quelle geben, aus der sich eine Kultur erneuert, als die Kraft dieser Kultur selbst.“ (Herwig Birg, ebd., 2001, S. 192-193).
Vorausberechnung des Jugend- und Altenquotienten von 1998 bis 2100
 Jugendquotient
(Unter-20-Jährige auf 100 20-bis-60-Jährige)
Altenquotient
(Über-60-Jährige auf 100 20-bis-60-Jährige)
Gesamtquotient*
(Unterstützungsquotient)
19980,380 <=> 38,0%0,386 <=> 38,6%0,766 <=> 76,6%
20000,381 <=> 38,1%0,428 <=> 42,8%0,809 <=> 80,9%
20100,332 <=> 33,2%0,483 <=> 48,3%0,815 <=> 81,5%
20200,313 <=> 31,3%0,599 <=> 59,9%0,912 <=> 91,2%
20300,331 <=> 33,1%0,813 <=> 81,3% 1,114 <=> 114,4%
20400,321 <=> 32,1%0,859 <=> 85,9%1,180 <=> 118,0%
20500,319 <=> 31,9%0,914 <=> 91,4%1,233 <=> 123,3%
20600,327 <=> 32,7%0,926 <=> 92,6%1,253 <=> 125,3%
20700,331 <=> 33,1%0,930 <=> 93,0%1,261 <=> 126,1%
20800,332 <=> 33,2%0,922 <=> 92,2%1,254 <=> 125,4%
20900,340 <=> 34,0%0,909 <=> 90,9%1,249 <=> 124,9%
21000,345 <=> 34,5%0,887 <=> 88,7%1,232 <=> 123,2%
* Unterstützungsquotient = Summe aus Jugendquotient und Altenquotient = Die-unter-20-und-über-60-Jährigen auf 100 20-bis-60-Jährige.
Frei verfügbares Einkommen von Haushalten mit und ohne Kinder
Einkommen / AbzügeLedig ohne KinderEhepaar ohne KinderEhepaar mit 1 KindEhepar mit 2 KindernEhepaar mit 3 Kindern
Brutto6000060000600006000060000
Lohnsteuer12255  5840  5840  5840  5840
Solidaritätszuschlag*    674     321      49        0        0
Kirchensteuer  1103    525    352    184      25
Sozialversicherung AN*1258012580125801258012580
Kindergeld        0        0  3000  6000  9600
Netto3338840734441794739651155
Offizielles Existenzminimum*
für Erwachsene (je 13067 DM)
1306726135261352613526135
Offizielles Existenzminimum*
für Kinder (je 6912 DM)
        0        0  69121382420736
Gesamt1306726135261352613526135
Frei verfügbares Einkommen20321
für 1 Person !
14599
für 2 Personen!
11132
für 3 Personen!
  7437
für 4 Personen!
  4284
für 5 Personen!
Quelle: Jürgen Borchert, Arme Kinderreiche! Nur eine Reform des Steuer- und Beitragssystems kann die Familienarmut beseitigen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 243, 19. Oktober 1999, S. 9.

„Obwohl die Ledigen und die Ehepaare ohne Kinder über ein Vielfaches an Einkommen gegenüber den Familien mit Kindern verfügen (vgl. TabelleTabelle), hat der zunehmende Anteil der Kinderlosen zu einer Verringerung statt zu einer Erhöhung der volkswirtschaftlichen Sparquote geführt. (Extreme Kinderfeindlichkeit! HB*). Die durch den Geburtenrückgang verringerten Ausgaben für Kinder wurden nicht für Ersparnisse, sondern für den Konsum verwendet. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge hat diesen Effekt bei der Berechnung der gesamtwirtschaftlichen Sparquote berücksichtigt und festgestellt, daß die Sparquote seit Beginn der 1970er Jahre parallel zum Geburtenrückgang stark abnahm. »Nach Abzug (der für Kinder eingesparten Kosten; Einschub: Herwig Birg) ergibt sich für das Jahr 1998 eine ... Gesamtsparquote von nur noch 6%, während die reine Finanzsparquote einen Wert von 10% angibt ... Dieser Rückgang der gesamten Sparquote blieb über ... 30 Jahre hinweg ohne Konsequenzen, weil die positiven Rahmenbedingungen der Umlagerente den direkten Zusammenhang zwischen Kindern und individueller Altersvorsorge vernebelten und eine ständige Verscheibung der intergenerationalen Lastenverteilung erlaubten. Dies wird für eine breite Öffentlichkeit erst jetzt mit einer erheblichen zeitlichen Verzögerung spürbar.« (Deutsches Institut für Altersvorsorge [Hrsg.], Vermögensbildung unter neuen Rahmenbedingungen, 2000, S. 27). - Dem ist nichts hinzuzufügen. Man darf gespannt sein, wie lange es noch dauert, bis die Politik eingesteht, daß die von ihr genährten Illusionen haltlos sind und zugibt, daß sie der Bevölkerung etwas vorgemacht hat .... Für Menschen gibt es ... keinen Ersatz.“ (Herwig Birg, Die demographische Zeitenwende, 2001, S. 178-181).KinderfeindlichkeitZuwanderungZuwanderungBevölkerungspolitik

„Auch die Einwanderung Jüngerer in einer integrierbaren Größenordnung reicht als Ersatzmaßname nicht aus, zumal die Eingewanderten meist keine ausreichenden Schulabschlüsse haben und häufig erwerbslos sind.“ (Herwig Birg, Die demographische Zeitenwende, 2001, S. 183). Die Einwanderung bringt nur Nachteile, besonders auch z.B. für den Standort, denn die Einwanderung benachteiligt die Qualität, die Bildung. Und weil Qualität primär durch Bildung bestimmt wird, die es zu fördern oder zumindest zu halten gilt, die aber die Einwanderer nicht haben und die durch die - trotzdem (!) - erfolgende Einwanderung zusätzlich belastet wird, sinkt auch noch das (einst sehr hohe) Bildungsniveau der Einheimischen, denn sie müssen wegen ihrer Pflicht zur Solidarität Rücksicht auf das (sehr niedrige) Bildungsniveau der Einwanderer nehmen, bereit sein, ihnen auch hier zu „begegnen“ - dieses Wort für Christen, Marxisten und andere Internationalsozialisten (Internazis) mit ihrer Multi-Kulti-Propaganda -, d.h. freiwillig (Zyniker sagen: „aus Liebe“) zu verdummen, zu verblöden. Es gibt nur eine sehr, sehr wenige qualifizierte Einwanderer, und diese sehr, sehr wenigen qualifizierten Einwanderer gehen jedoch zumeist in die angelächsischen Länder, denn in allen Industrieländern (es gibt keine einzige Ausnahme) herrscht der Bevölkerungsrückgang. Alle wollen Qualifizierte, Gebidete (Ausgebildete, nicht Eingebildete), und die sind eben sehr knapp.ZuwanderungZuwanderungBevölkerungspolitikKinderfeindlichkeit

Heute wird gesagt, „daß sich die Menge wissenschaftlicher Kenntnisse in der Informationsgesellschaft etwa alle 4 bis 5 Jahre verdoppelt, also bei Fortsetzung der heutigen Wachstumsraten der Wissenszunahme bis zum Jahr 2040 um den Faktor 256 (!) zunimmt, so daß es auf die Zahl der Arbeitskräfte kaum noch ankommt. Was nützt aber das Wissen, wenn es nicht in die Köpfe der Arbeitskräfte gelangt?  In Deutschland verläßt ein Fünftel bis ein Viertel der Zugewanderten und ihrer Nachkommen das Ausbildungssystem ohne jeden Abschluß !“  (Herwig Birg, Die demographische Zeitenwende, 2001, S. 167). Und dies betrifft auch nur diejenigen Ausländer, die eine Ausbildung machen, denn die weitaus meisten Ausländer beginnen ja noch nicht einmal mit einer Ausbildung! ZuwanderungBevölkerungspolitikZuwanderungZuwanderung ist unsinnig
Demographische „Übergangstheorie“ (vgl. auch die nächste Abbildung! Abbildung)
Übergangsstufen (I-VI)VORHERIIIIIIIVVVINACHHER
Geburtenrateh. +h. –h. –h./m. ––m. –––m./n. –––n. ––s.n. –
Sterberates.h. –h. ––h. –––m. –––m. ––n. –– n. ––n. +
Wachstumsrates.n. +n. ++m./h. +++h. ++ (bis Hp)h./m. –––n. ––– negativ (!) ––negativ (!) ––
s.h. = sehr hoch; h. = hoch; m. = mittel; s.n. = sehr niedrig; n. = niedrig; + = leicht steigend; ++ = steigend; +++ stark steigend; – = leicht sinkend; –– = sinkend; ––– = stark sinkend
Die auch „Transformationstheorie“ oder „Transitionstheorie“ genannte „Theorie des demographischen Übergangs“ besteht aus zwei Thesen: 1.) Die abendländischen Staaten vollzogen einen Übergang von der „vorindustriellen Bevölkerungsweise“ mit hoher Sterberate und hoher Geburtenrate zu einer „industriellen Bevölkerungsweise“ mit niedriger Sterberate und niedriger Geburtenrate. Die Wachstumsrate - die Differenz zwischen Geburtenrate und Sterberate - konnte besonders zu der Zeit stark wachsen, als die Sterberate schon stark und die Geburtenrate noch langsam sank. Wegen der „Trägheit“ von Bevölkerungsentwicklungen (mehrere Generationen u.s.w.), stieg die Wachstumsrate erst danach bis zu ihrem Höchstpunkt (Hp). Je mehr sich dann die Geburtenrate der Sterberate wieder annäherte, desto stärker sank die Wachstumsrate. 2.) Fälschlicherweise wird behauptet, die sinkende Wachstumsrate bliebe trotzdem immer positiv (größer als 0). Diese zweite These ist falsch (!). Die Wachstumsrate ist nämlich ab der Stufe VI negativ (Bevölkerungsschrumpfung !). Übrigens bedeuten die Stufen I, II, III „Überjüngung“, die Stufen IV, V, VI „Überalterung“.
Vor Vertretern der mittelständischen Wirtschaft äußerte sich auch unser Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt zu diesem großen Problem: „Diese Überalterung wird zu einer schlimmen Last für die sozialen Sicherungssysteme überall in Europa. Immer mehr alte Menschen wollen Rente, immer weniger junge Menschen werden Beiträge, Versicherungsbeiträge und Steuern zahlen. (Vgl. Tabelle und Text dazuRente). Die Geburtenziffern in Europa sind niedriger als jemals zuvor in der gesamten Geschichte. Über die Konsequenzen für die sozialen Sicherungssysteme hinaus bedeutet die Überalterung eben auch ein Verlust an Vitalität, ein Verlust an Initiative, an intellektueller Initiative, an unternehmerischer Initiative; und dieser Verlust ist möglicherweise noch gravierender als die Überforderung des Sozialstaats. Die Kombination von Überregulierung und Überalterung plus wohlfahrtstaatlicher Übertreibung, deren sich alle westeuropäischen Staaten schuldig gemacht haben ..., diese Kombination bedroht die politische Stabilität unserer Gesellschaften. Drei kleinere Staaten - Holland, Schweden, Dänemark - haben es besser gemacht z.B. als Frankreich und als Deutschland. .... Übrigens: Wenn man die Geburtenraten noch einmal anguckt, dann muß man mit einem Vitalitätsverlust der großen Mehrheit aller europäischen Nationen rechnen. .... Man kann nicht ausschließen, daß es sich hier doch darum handelt, daß ein kultureller Bruch sich ankündigt - ein Bruch in der Entwicklung der europäischen Kultur. Persönlich möchte ich hoffen, daß es sich um eine vorübergehende Erschöpfung handelt, aber sicher kann niemand sein. .... Ich vermute, im Laufe der nächsten zehn oder fünfzehn Jahre wird es auf die eine oder andere Weise zur Bildung eines inneren Kerns (der Europäischen UnionAbbildung) der engeren Zusammenarbeit kommen, und dazu werden auf jeden Fall Deutschland und Frankreich gehören. Aber es ist zugleich denkbar geworden, daß die Europäische Union sich aufspalten könnte. .... Es ist auch denkbar geworden, daß die Europäische Union zu einer Freihandelszone degeneriert. ....“ (Helmut Schmidt, Die Weltpolitik im Laufe der nächsten 20 Jahre, Vortrag in Nürnberg, 2005).

 

NK = Natur-Kultur; z.B. Natur als 1. Kultur
KN = Kultur-Natur; z.B. Höhere Lebewesen, Menschen
NW = Natur-Wirtschaft; z.B. Ökologische Ökonomie
WN = Wirtschaft-Natur; z.B. Ökonomische Ökologie
NB = Natur-Bevölkerung; z.B. Umweltflüchtlinge
BN = Bevölkerung-Natur; z.B. Übervölkerung
NT = Natur-Technik; z.B. Natur als Schöpfer
TN = Technik-Natur; z.B. Naturbeherrschung
WT = Wirtschaft-Technik; z.B. Arbeitskräfte
TW = Technik-Wirtschaft; z.B. Leistungsstreben
WB = Wirtschaft-Bevölkerung; z.B. Sozialprodukt, Lohn
BW = Bevölkerung-Wirtschaft; z.B. Opportunitätskosten
TB = Technik-Bevölkerung; z.B. Erfindungsstreben
BT = Bevölkerung-Technik; z.B. Bildungsniveau
KW = Kultur-Wirtschaft; z.B. Recht und Verwaltung
WK = Wirtschaft-Kultur; z.B. Steuer-, Sicherungssystem
KT = Kultur-Technik; z.B. Wissen, Bildungssystem
TK = Technik-Kultur; z.B. Armee, Gesundheit, Verkehr
KB = Kultur-Bevölkerung; z.B. Kulturwertegemeinschaft
BK = Bevölkerung-Kultur; z.B. Demographie als Kultur-
          Biographie (Fertilität, Mortalität, Migration u.s.w.)

Wechselwirkungen (Beispiele)
Konjunkturzyklen (Beispiele)
Konjunkturzyklus

Es sind gerade die in der ökonomisch-demographischen Beziehung als Beispiel angegebenen Opportunitätskosten (BW) und deren Rückkoppelung auf das Pro-Kopf-Einkommen (WB), die irre stark unterschätzt und in ihrem Wechselzusammenhang oft sogar völlig ausgeklammert werden (!) - z.B. von den Poltitikern wegen ihrer Arbeitsteilung und Aufsplitterung (angeblich: „Spezialisierung“) zwischen den „Ressorts“ und z.B. von den Wissenschaftlern wegen ihrer mangelnden „Kommunikation“ zwischen den „Disziplinen“. Sie wissen es einfach nicht: „Je höher das Pro-Kopf-Einkommen in einem Land ist, desto größer ist unter sonst gleichen Umständen - diese Bedingung gilt unausgesprochen immer - das entgangene Lebenseinkommen, wenn eine Frau auf ein eigenen Einkommen durch Erwerbsarbeit verzichtet, um Kinder großzuziehen. Wir bezeichnen diese nur in der Vorstellung existierende entgangene Einkommen als ökonomische Opportunitätskosten, wobei der Begriff »Kosten« im Sinne von »unter anderen Bedingungen möglich erscheinendes Einkommen« verwendet wird, also nicht i.S. von realen Ausgaben verstanden werden darf. An diesem Punkt beziehen wir die neuere Entwicklung der bevölkerungswissenschaftlichen Theorie mit ein, die den bisher ausschließlich im ökonomischen Sinn gebrauchten Begriff der Opportunitätskosten durch die biographischen Opportunitätskosten erweitert: ... die nur in der Vorstellung der Individuen existierenden, theoretisch möglichen Lebenswege und Lebensinhalte ..., die im Spektrum der biographischen Möglichkeiten nicht mehr enthalten sind, wenn bestimmte Lebenslaufalternativen durch langfristige Festlegungen in Form von Partnerbindungen oder Kindern aus dem biographischen Universum des einzelnen ausscheiden. Die ausgeschiedenen Alternativen bilden die biographischen Opportunitätskosten.“ (Herwig Birg, Die Weltbevölkerung - Dynamik und Gefahren, 1996, S. 75-76). So läßt sich das ökonomisch-demographische oder demographisch-ökonomische Paradoxon auch viel besser verstehen! ParadoxonÖkonomisch-demographisches bzw. demographisch-ökonomisches Paradoxon

„Die biographische Fertilitätstheorie besagt, daß die Vielheit biographischer Entwicklungsmöglichkeiten im langfristigen Trend zunimmt und damit die biographischen Opportunitätskosten und Festlegungsrisiken steigen. Das hat zur Folge, daß langfristige Festlegungen aufgeschoben oder ganz vermieden werden. Die durchschnittliche Geburtenzahl pro Frau sinkt, weil der Anteil lebenslang kinderlos Frauen zunimmt und die Häufigkeit der Familien mit drei oder mehr Kindern abnimmt. Dabei ist wichtig, daß die biographischen Opportunitätskosten gerade in der Anfangsphase der beruflichen Entwicklung, also in dem für die Familiengründung wichtigen Altersbereich von 20 bis 30 Jahren, größer sind als in höherem Alter und von Jahrgang zu Jahrgang weiter zunehmen, so daß sich der Konflikt zwischen der beruflichen und der familialen Entwicklung der Frauen von Jahrgang zu Jahrgang verschärft. .... Der Wandel des generativen Verhaltens ist das ungeplante, ungewollte und unvermeidliche Ergebnis des sozio-ökonomischen Entwicklungsprozesses. Je weiter ein Land in seiner Entwicklung fortgeschritten ist, desto stärker wirken sich die ... kollektiv finanzierten wohlfahrtsstaatlichen Einrichtungen wie die Alters- und Krankenversicherung und die Arbeitslosenversicherung (neuerdings auch die Pflegeversicherung) als zusätzlicher Faktor zu den biographisch-inndividuellen Faktoren aus. Im Ergebnis weicht dann die Geburtenrate um so mehr von dem für die Bestandserhaltung der Bevölkerung erforderlichen Niveau ab, je größer der individuelle Wohlstand und die kollektive Wohlfahrt sind.“ (Herwig Birg, Die Weltbevölkerung - Dynamik und Gefahren, 1996, S. 76-77). Es ist also unbedingt auch zu beachten, daß der in Medien und Politik überbewertete „Wertewandel“ nicht die „kausale Ursache“ für den demographischen Wandel ist, sondern umgekehrt: der Wertewandel wird verursacht vom demographischen Wandel, und zwar in Abhängikeit vom Kulturwandel (vgl. z.B. in der folgenden Tabelle den „direktesten“ Weg [KB] und den Rückweg als Rückkopplung [BK]):

Die sieben „direktesten“ Wege als Beispiele „direktester“ Abhängigkeit der Bevölkerung von der Kultur!
1
2
3
4
5
6
7
Kultur –› Bevölkerung
Kultur –› Natur –› Bevölkerung
Kultur –› Technik –› Bevölkerung
Kultur –› Technik –› Natur –› Bevölkerung
Kultur –› Technik –› Wirtschaft –› Bevölkerung
Kultur –› Wirtschaft –› Technik –› Bevölkerung
Kultur –› Wirtschaft –› Natur –› Bevölkerung
K –› KB –› B
K –› KN –› N –› NB –› B
K –› KT –› T –› TB –› B
K –› KT –› T –› TN –› N –› NB –› B
K –› KT –› T –› TW –› W –› WB –› B
K –› KW –› W –› WT –› T –› TB –› B
K –› KW –› W –› WN –› N –› NB –› B
Rückkopplung
vollzieht sich in
umgedrehter
Richtung

Ein Fazit zur Theorie von Herwig Birg: „In meiner Biographischen Theorie der Fertilität sind ökonomische, soziologische und entwicklungspsychologische Erklärungsansätze des generativen Verhaltens zu einer Theorie vereinigt. Abgesehen von ihrer Zielsetzung im Rahmen der wissenschaftlichen Grundlagenforschung hat sich die Theorie als ein brauchbares Instrument für die Erarbeitung realistischer Weltbevölkerungsprojektionen erwiesen ....
Kinderzahl
Die Kernthese der biographischen Fertilitätstheorie ist, daß das Risiko irreversibler langfristiger Festlegungen im Lebenslauf unter den Bedingungen eines permanenten Wandels der ökonomischen, sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebensbedingungen zugenommen hat und weiter zunehmen muß. In einer instabilen, von einer permanenten Veränderungsdynamik geprägten Welt ist es rational, irreversible langfristige Festlegungen im Lebenslauf zu vermeiden, um die biographische Entscheidungsfreiheit nicht zu verlieren. Deshalb wurden und werden die familialen langfristigen Festlegungen im Lebenslauf wie die Bindung an einen Partner und die Geburt eines Kindes in eine spätere Lebenslaufphase aufgeschoben oder ganz vermieden. Die Vermeidung langfristiger Festlegungen im Lebenslauf dient insbesondere dazu, berufliche Optionen offen zu halten und die Anpassungsfähigkeit an die Anforderungen der Arbeitsmärkte funktionsfähig zu halten, die Arbeitslosigkeit zu minimieren und die für ein möglichst hohes Pro-Kopf-Einkommen notwendige Produktivität zu maximieren. Die ungewollte demographische Konsequenz dieser Entwicklungstrends ist die permanente Zunahme des Anteils der Frauen an einem Jahrgang, der zeitlebens kinderlos bleibt. Die niedrige Geburtenrate ist ... in erster Linie eine Folge des Anstiegs des Anteils der lebenslang kinderlosen Frauen, nicht etwa, wie fälschlicherweise immer wieder behauptet wird, ein Anstieg der Häufigkeit der Ein-Kind-Familie. Wenn Menschen trotz der damit verbundenen biographischen Festlegungsrisiken die Entscheidung für die Gründung einer Familie treffen, dann haben sie wesentlich häufiger zwei Kinder als eins. Die Zwei-Kinder-Familie und nicht die Ein-Kind-Familie ist die typische und häufigste Familienform. Das in solchen demographischen Kennziffern zum Ausdruck kommende generative Verhalten erscheint im Hinblick auf die biographische Entscheidungslogik durchaus als rational: Die biographische Entscheidungsfreiheit wird durch das erste Kind so gravierend eingeschränkt, daß man sagen könnte, daß die Eltern fortan in einer naderen Welt leben. Diese Welt ändert sich durch ein zusätzliches zweites Kind bei weitem nicht so dramatisch wie dies beim Übergang von einem Leben ohne Kinder zum Leben in Elternschaft geschieht. Ein-Kind-Familien sind im Vergleich zu einem Leben ohne Kinder eine grundsätzliche, lebenslaufbestimmende Alternative, während sie im Vergleich zur Familie mit zwei Kindern eher als eine Vorstufe anzusehen sind, die durch das zweite Kind mehr vollendet als ein weiteres Mal entscheidend verändert wird.“ (Herwig Birg, Die Weltbevölkerung - Dynamik und Gefahren, 1996, S. 65-67).

Beachte aber: Die Entscheidungen, die zwar physikalisch-chemisch bzw. physiologosch in einem einzelnen Gehirn getroffen werden (denn betroffen sind ja z.B. die Synapsen des einzelnen Menschen, das Nervensystem des einzelnen Menschen, der Körper des einzelnen Menschen, der genetische Code des einzelnen Menschen u.s.w. - eben die Einzigartigkeit), sind trotzdem keine unteilbaren, keine ungeteilten, also keine individuellen Entscheidungen (denn betroffen sind ja z.B. auch der Partner, der Chef u.s.w., eben die Mit-Entscheider), weil jeder einzelne Mensch auch in seiner Entscheidung immer schon von anderen Menschen beeinflußt ist. Dieses wichtige Faktum berücksichtigt Birgs Theorie noch zu wenig. „In Übereinstimmung mit der mikroökonomischen Theorie geht die biographische Theorie von der Sichtweise aus, daß der Mensch unaufhörlich zwischen Alternativen wählt, aber im Unterschied zur mikroökonomischen Theorie wird in der biographischen Theorie das Faktum in die Betrachtung einbezogen, daß der Mensch im allgemeinen die Alternativen nicht wählt, zwischen denen er eine Auswahl trifft. Die biographische Theorie betrachtet die Alternativen als das Ergebnis kumulativer biographieinterner Verdichtungen von Handlungen und Ereignisse sowie das Ergebnis von biographieexternen Vorgaben, die in jedem Lebenslauf eine Rolle spielen. .... Eine generatie Entscheidung ist nicht nur eine Entscheidung für bzw. gegen ein Kind, sondern für bzw. gegen einen bestimmten Lebenslauf als Ganzes. Sie ist eine langfristige Festlegung mit irreversiblen Folgen für den ganzen Lebenslauf: In entwickelten Ländern trifft jede Frau (die aber de facto nicht selbst, nicht individuell entscheidet; HB) mit der Entscheidung (die von anderen Menschen beeinflußt ist; HB) für ein Kind gleichzeitig eine Vorentscheidung über die Art und Menge der Entscheidungsalternativen im beruflichen Bereich, und umgekehrt bestimmt das Ergebnis einer beruflichen Entscheidung, welche Alternativen bei familialen bzw. generativen Entscheidungen in den Wahlmengen künftiger Entscheidungssituationen vorkommen können und welche nicht.“ (Herwig Birg, Differentielle Reproduktion aus der Sicht der biographischen Theorie der Fertilität, in: Eckart Voland, Fortpflanzung: Natur und Kultur im Wechselspiel, 1992, S. 198-199Quelle). Die Entscheidungen über das „generative Verhalten“, wie Birg es nennt, sind zum größten Teil kulturell beeinflußt, also demzufolge kollektive Entscheidungen (z.B. des Paares, des Stammes, des Volkes u.s.w.). Und je zivilisierter eine Kultur, desto kinderfeindlicher ihre Entscheidungen. Anders gesat: je mehr eine Kultur Zivilisation ist, desto weniger entscheiden sich die zu dieser Kultur gehörenden Menschen für Kinder. Was in der Natur eine Regel ist - der Wille zur Weitergabe der eigenen Gene, zur Fortpflanzung -, das wird in der Kultur zu einer Ausnahme, und zwar deutlich in der menschlichen Kultur (Menschen-Kultur), deutlicher in deren Historienkulturen (Historienkulturen) und am deutlichsten in den Modernen (Zivilisationen) dieser Historienkulturen, denn deren zivilisierte Phasen sind nahezu der Inbegriff der Negation dieses Willens. Gerade die Menschen dieser Phasen haben immer weniger Kinder und könnten sich mehr Kinder leisten als andere. Vgl. Demographisch-ökonomisches Paradoxon (Demographisch-ökonomisches ParadoxonDemographisch-ökonomisches Paradoxon).

Umbau der Gesellschaft (?!). „In den Industrieländern, auf die es demographisch gesehen in Zukunft immer weniger ankommt, ist eine demographische Stabilitätspolitik noch nicht einmal in Ansätzen erkennbar. Die Förderung der Familienbildung mit fiskalischen und anderen staatlichen Instrumenten müßte entscheidend verbessert werden, aber Erfahrungen ... zeigen, daß die Wirksamkeit der Instrumente der Familienpolitik allein nicht ausreicht, um die Geburtenrate auf rd. 2 Kinder je Frau zu erhöhen. Was nötig wäre, ist ein vollständiger Umbau der gesammten Gesellschaft. Wie aber soll diese gigantische Aufgabe je durchgeführt werden, so lange es üblich ist, Geburtendefizite einfach durch Wanderungen zu kompensieren oder sogar überzukompensieren?“  (Herwig Birg, Die Weltbevölkerung - Dynamik und Gefahren, 1996, S. 80). Birg hält es - wie übrigens alle anderen Demographen - für völlig absurd, die sich aus der Bevölkerungsschrumpfung ergebenden Probleme durch Einwanderung mildern zu wollen. Durch die Einwanderung werden diese Probleme nur noch viel größer. MehrMehr

„Bevölkerungsvorausberechnungen sind wesentlich zuverlässiger als Wirtschaftsprognosen. Sie sind keine Prophezeiungen, sondern »Wenn-Dann-Aussagen« über die künftige Entwicklung, und da die Annahmen über das generative Verhalten der Menschen in der Zukunft sowie die Annahmen über die erwartete Zunahme der Lebenserwartung - das sind die »Wenn-Voraussetzungen« der Projektionsrechnungen - relativ realistisch getroffen werden können, sind die daraus abgeleiteten »Dann-Schlußfolgerungen« bezüglich der künftigen Bevölkerungsentwiscklung ebenso realistisch wie diese Annahmen, denn reine Rechenfehler beim Ableiten der Ergebnisse aus den Annahmen lassen sich trotz des immensen Umfangs der (heute von Computern erledigten) Berechnungen praktisch ausschließen. Der entscheidende Punkt ist, daß die Zuverlässigkeit einer Projektionsrechnung nicht nur und nicht einmal in erster Linie vom exakten Eintreffen der Annanhmen über das Verhalten der Bevölkerung (Fertilität und Mortalität) abhängt, sondern vor allem von der Altersstruktur, die relativ sicher vorausberechnet werden kann, weil ein Großteil der Bevölkerung, die beispielsweise in fünfzig Jahren lebt, schon geboren ist.“ (Herwig Birg, Die Weltbevölkerung - Dynamik und Gefahren, 1996, S. 82).

Wir brauchen keine Zuwanderungspolitik, sondern eine Rückwanderungspolitik. Der österreichische EU-Abgeordnete Andreas Mölzer (*1952) forderte 2006 eine aktive Rückwanderungspolitik: „Wenn die Hälfte der Moslems in Österreich (wie auch in Deutschland und den anderen Ländern der EU!) nicht integrationswillig und nicht integrationsfähig ist, dann muß das Konsequenzen haben. Wer nicht die Leitkultur seines Gastlandes vorbehaltlos anerkennen will, für den ist in Österreich (wie auch in Deutschland und den anderen Ländern der EU!) kein Platz.“ Nicht nur für Mölzer und andere wenige Politiker, die im Gegensatz zu allen anderen (noch vielen) Politikern den Mut zur Wahrheit haben, ist die Zuwanderung für Europa eine „Sprengbombe“. Das Gebot der Stunde ist eine aktive Rückwanderungspolitik. Diese dürfe sich aber nicht nur auf integrationsunwillige und integrationsunfähige Ausländer beschränken, so Mölzer, sondern müsse auch ausländische Straftäter sowie arbeitslose Zuwanderer umfassen. Es geht bekanntlich vor allem um die Verhinderung der Multikonflikt-Gesellschaft !

Europa altert und wird bald schrumpfen - das ist das Problem; durch Einwanderungen wird dieses Problem sogar noch größer, wie bereits mehrfach erwähnt, begründet und erläutert; es gibt nur eine erfolgreiche Möglichkeit, dieses Problem zu mildern oder sogar in Zukunft zu stoppen: Kinder bzw. Familienpolitik durch Sozialumbau (Birg). Die andere Möglichkeit ist von ihrem Anfang an zum Scheitern verurteilt - es sei denn, man sähe in Europas Tod einen Erfolg - und führt sogar noch schneller in den Ruin, den man ja doch eigentlich verhindern oder zumindest zu verhindern vorgeben wollte. Würde Europa so weiter altern wie heute, bräuchte es schon in einigen wenigen Jahrzehnten mehrere Milliarden junge Einwanderer, doch das ist unmöglich, und das ist nur die quantitative Seite, damit aber Europa auch qualitativ erfolgreich bleiben kann, müßten diese mehreren jungen Milliarden Einwanderer qualifiziert sein, doch das ist ebenfalls unmöglich. Und wie gesagt: es gibt sie gar nicht. Quantitative und also massive Einwanderungen (DresslerZuwanderung) machen Europas Probleme noch größer und sind letztlich nicht in die Realität umzusetzen; qualititative und also geringe Einwanderungen sind wegen diesbezüglicher Konkurrenz auf dem globalen Markt für Europa so gut wie nicht in die Realität umzusetzen. Das einzige Land, welches die technische und wirtschaftliche Potenz zu einem qualitativen Umbau (Birg) immer noch (noch!) hat, ist Deutschland, doch dessen Regierende setzen schon lange auf Quantität statt auf Qualität.

Nachwuchssicherung ! Mehr
Was wir brauchen, ist eine Nachwuchssicherung, d.h. eine mit höchster Priorität versehene Politik der Nachwuchssicherung, die auch Bevölkerungs-, Familien-, Kinderpolitik heißen mag. Diese drei Begriffe sind allerdings schon zu sehr durch den Dreck gezogen worden, und gerade „die herkömmlichen Begriffe wie Bevölkerungs- oder Familienpolitik beinhalten tiefliegende Ambivalenzen. Das ist offenkundig für den naheliegenden Begriff der Bevölkerungspolitik. ... Er trifft aber auch das Problem nicht genau genug. Es kommt ja für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und soziale Nachhaltigkeit nicht primär auf die Zahl und das Alter der in Deutschland Lebenden an, sondern auf den Umfang und die Art der vorhandenen Fähigkeiten sowie auf die Motive und Bedingungen ihrer Nutzung. Nicht demographische Quantitäten, sondern soziale Qualitäten in ausreichendem Umfange - als Bürger, Kulturträger, Produzenten, Konsumenten und, last but not least, als Eltern - sind das Entscheidende für die Zukunft einer Gesellschaft. .... Nicht zuletzt wegen des verbreiteten Paternalismus ist auch die Bezeichnung »Familienpolitik« ambivalent geworden, vor allem durch die Frauenbewegung. (Vgl. Karin Gottschall, Soziale Ungleichheit und Geschlecht, 2000). Manche plädieren statt dessen für eine Kinderpolitik, was insoweit problemaufschließend ist, als es ja nicht nur darauf ankommt, jungen Menschen die Elternschaft zu erleichtern, sondern, sind die Kinder einmal da, deren spezifische Belange als Kinder in den politischen Blick zu nehmen. Und dabei wird offenkundig, daß die entwicklungsförderliche Lebenswelt der Kinder in der Familie nicht aufgeht, sondern daß die politische Verantwortung für Kinder z. B. auch die Schulpolitik, die kommunale Raumplanungspolitik, die sozialen Dienste und nicht zuletzt die wohlfahrtsförderliche Abstimmung zwischen den verschiedenen Leistungsbereichen einbeziehen muß. Die Bezeichnungen »Familienpolitik« wie »Kinderpolitik« haben als politische Leitbegriffe jedoch schlechte Karten. Sie suggerieren nur ein weiteres Feld der Klientelpolitik, ohne zu verdeutlichen, wie vital notwendig für die gesamte Gesellschaft die Erfolge einer solchen Politik sind. Familien und Kinder sind keine organisierbaren Interessengruppen, die es zu befriedigen gilt, sondern die Grundlage der Zukunft aller Gesellschaftsbereiche, welche angesichts des nicht zu beseitigenden Alterns und Sterbens des Menschen zwangsläufig auf Nachwuchs angewiesen sind. Wenn Kinder nicht zur Welt kommen, wenn sie sich ungünstig entwickeln, wenn sie die für die gesellschaftliche Teilhabe notwendigen Kompetenzen nicht erwerben, wenn also die erforderlichen Humanvermögen nicht im für die Nachwuchssicherung notwendigen Umfange gebildet werden, so trifft das den gesellschaftlichen Zusammenhang als ganzen. Es reduziert die Standortqualitäten Deutschlands in jeder Hinsicht und leistet im Extremfall sozialer Desorganisation Vorschub. Der Hinweis ist nicht hilfreich, daß auch andere europäische Länder vor ähnlichen Problemen stehen. Einige gehen mit ihnen erfolgreicher um als die Bundesrepublik, anderen stehen vergleichbare, ja, vielleicht noch gravierendere Probleme bevor. Deshalb wird hier der Programmbegriff Nachwuchssicherung zur Kennzeichnung unserer Problematik vorgeschlagen. Nachwuchssicherung ist unschwer als eine Ausprägung von Nachhaltigkeit zu erkennen, so daß sich auch die Brücke zu diesem Diskurs schlagen läßt. Das dem Begriff nahestehende Wort »Nachwuchsförderung« ist zudem ein eingeführter Begriff auf der Ebene von Organisationen. Nachwuchssicherung wird postuliert als ein Politikfelder übergreifendes Ziel von Regierungspolitik, wie öffentliche Sicherheit, Geldwertstabilität, Vollbeschäftigung oder gesunde Umwelt.“ (Franz-Xaver-Kaufmann, Schrumpfende Gesellschaft, 2005, S. 174-176Kaufmann).
„Wir können zwischen dem quantitativen und dem qualitativen Aspekt von Nachwuchssicherung unterscheiden. (Vgl. Franz-Xaver Kaufmann / Alois Herlth / Klaus Peter Strohmeier, Sozialpolitik und familiale Sozialisation, 1980, S. 27ff.). Solange man von einzelnen Politikfeldern her denkt, kann man beide Aspekte auch verschiedenen Politikfeldern zuordnen, beispielsweise quantitative Nachwuchssicherung als Aufgabe der Familienpolitik - insbesondere einer »bevölkerungsbewußten Familienpolitik« (vgl. Max Wingen, Bevölkeungsbewußte Familienpolitik, 2003) - und die qualitative Nachwuchssicherung als Aufgabe der Bildungspolitik postulieren. Aber wie auch Wingen hervorhebt, geht es bei der Familienpolitik natürlich nicht allein um die Förderung der Fortpflanzung, sondern stets gleichermaßen um die Verbesserung der familialen Sozialisation. Und ebenso geht es bei der Bildungspolitik nicht allein um die Förderung der Qualifikation der Schüler, sondern auch um die Zahl oder den Anteil derjenigen, die einen höheren Qualifikationsgrad erreichen. Gerade hinsichtlich dieses integrativen Gedankens unterscheidet sich der Programmbegriff »Nachwuchssicherung« von den erörterten konkurrierenden Bezeichnungen.“ (Franz-Xaver-Kaufmann, Schrumpfende Gesellschaft, 2005, S. 176Kaufmann).

Familienmanager/innen ! Familienmanager/innen

„Eine Familienmanagerin ist eine professionelle Erzeiherin, die für das Aufziehen eigener Kinder bezahlt wird, und zwar entsprechend der Zahl ihrer Kinder. Für eine Familienmanagerin besteht ein Beschäftigungsverhältnis. Daneben kann sie für fremde Kinder Tagesmutterdienste anbieten. Im wesentlichen entspricht sie als etwa einer Tagesmutter nach dänischem Modell, nur das sie in erster Linie für die Betreuung eigener Kinder (die auch adoptiert sein können) bezahlt wird.“ (Peter Mersch, Die Familienmangerin, 2006, S. 71Mersch). „Der Staat subventioniert Kinderlosigkeit durch Nichtbesteuerung (»Transferausbeutung von Familien durch Kinderlose«). Die Wirkung dieser Vorgehensweise kann an den jährlich vom Statistischen Bundesamt veröfentlichten Geburtenzahlen abgelesen werden. Konzeptionell könnte ein Kinderloser ähnlich wie ein Unterhaltspflichtiger behandelt werden. Der Unterhaltspflichtige hat beispielsweise ein uneheliches Kind gezeugt, für dessen Aufziehung er nun aber nicht verantwortlich sein möchte. Ein Kinderloser verhält sich kaum anders. Damit die Gesellschaft auch in Zukunft funktionieren kann und er zukünftigen Generationen keine zu hohen Lasten zugemutet werden, muß jede Person für einen Nachfolger der eigenen Person sorgen. Wenn man dies nicht tut, erwartet man die Erfüllung dieser Aufgabe implizit von jemand anderem. Um im Kontext des Beispiels zu bleiben, könnte man sagen: Ein Unterhaltspflichtiger hat das Aufziehen seines Kindes an seine frühere Geliebte geoutsourct, ein Kinderloser an eine Familie in der Nachbarschaft.“ (Ebd., S. 172Mersch). „Eine Familienmanagerin ist eine professionelle Erzieherin (bzw. ein Erzieher) mit entsprechender Ausbildung und Arbeitsvertrag, die in vielen Aspekten etwa einer staatlich beschäftigten dänischen Tagesmutter entspricht, anders als diese aber nicht ausschließlich für das Betreuen fremder, sondern in erster Linie für das Aufziehen eigener Kinder bezahlt wird. Je mehr Kinder eine Familienmanagerin betreut, desto mehr verdient sie. Finanziert werden könnten die Familienmanagerinnen über die bereits erwähnte Kinderlosensteuer. Kinderlose würden also auf diese Weise ihre eigentlich gesellschaftlichen Aufziehleistungen an Familienmanagerinnen outsourcen.einer Tagesmutter nach dänischem Modell, nur das sie in erster Linie für die Betreuung eigener Kinder (die auch adoptiert sein können) bezahlt wird.“ (Ebd., S. 174Mersch). „»Das Plädoyer für eine Professionalisierung von Familientätigkeiten hat vieles für sich. Manche werden einwenden, das Familienmanager-Konzept leiste eine Deinstitutionalisierung von Familie weiter Vorschub. Auf jeden Fall spricht der konsequente Vorschlag aber eine bisher kaum bedachte Dimension in der Diskussion in der Diskussion um eine prekäre Nachwuchssicherung an.« (Prof. Dr. Franz-Xaver Kaufmann).“ (Ebd., KlappentextMersch).

„Kinderlose sind die Freerider, die Trittbrettfahrer in der Tragödie des öffentlichen Guts »Kinder«. Früher war Kinderlosigkeit ein persönliches Unglück; heute ist sie ein kollektives Unglück. Das kann aber vernünftigerweise nur eine politische Konsequenz haben: Nicht die Reichen, sondern die Kinderlosen müssen stärker besteuert werden. Es ist ein fataler Webfehler unseres sozialen Netzes, daß Kinderlose die gleichen Versorgungsansprüche erwerben wie Eltern, obwohl sie nichts zur Erziehung der künftigen Beitragszahler beitragen. Die Politik fördert halbherzig die Familien, wagt es aber nicht, mehr von den Kinderlosen zu fordern. Joachim Nawrocki hat ... klar formuliert: »Ehepaare mit Kindern leisten ja erheblich mehr für die Gesellschaft und die soziale Sicherung der folgenden Generation als kinderlose Eheleute oder Unverheiratete. Zumindest müßte garantiert sein, daß kinderreiche Familien ihren sozialen Status halten können.« (Joachim Nawrocki, Die Angst der Eltern vor dem Säugling, in: Die Zeit, 12.01.1979, S. 10). Für den Kinderlosen geht mit dem eigenen Tod die Welt unter. Seine Sorge gilt deshalb auch nur der eigenen Lebensfrist. Mit anderen Worten, die Geschäfte des Kinderlosen sind auf den Zeithorizont der eigenen Lebenserwartung beschränkt - warum sollte er noch investieren, warum sparen? Viel näher liegt die Potlatch-Attitüde: Zum Teufel mit der Zukunft - was zählt ist mein Prestige hier und heute. Schumpeter hat das »Anti-Spar-Gesinnung« genannt. (Joseph A. Schumpeter, Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, 1942, S. 260). Doch wie gesagt: Man sollte Kinderlose nicht stigmatisieren, sondern besteuern.“ (Norbert Bolz, Die Helden der Familie, 2006, S. 71Bolz).

Anwalt der zukünftigen Generationen! Mehr
„Wenn wir vor den Enkeln bestehen und ihre Solidarität erhalten wollen, müssen wir die Prioritäten der Politik unseres Landes und Europas grundlegend verändern. Diese Änderung ist die eigentliche Aufgabe eines neuen Grundkonsenses. - Die praktische Politik tut sich schwer damit, gegenwärtige Erwartungen, Forderungen oder gar Ansprüche zugunsten zukünftiger Dringlichkeiten zurückzustellen. Parlamente wie Regierungen sehen sich zahlreichen Pressionen ausgesetzt. Das macht selbst der großen Koalition das Leben schwer. So liegt es nahe, auf Abhilfe zu sinnen. Einen eindrucksvollen Weg hat das israelische Parlament gefunden. Es schuf eine Kommission für zukünftige Generationen: The Knesset Commission for Future Generations. Aufgabe der Kommission und ihres Vorsitzenden ist es, sich zu Gesetzesvorhaben zu äußern, von denen angenommen wird, daß sie längerfristige Zukunftswirkungen entfalten werden. Die Kommission soll von Zeit zu Zeit der Knesset über Probleme berichten, die für zukünftige Generationen relevant werden könnten, und dazu Anregungen und Vorschläge unterbreiten. Kurz: Sie soll eine Art Anwalt der zukünftigen Generationen sein. Die Kommision faßt keine das Parlament bindenden Beschlüsse. Ihre Wirksamkeit als Vertretung der Rechte zukünftiger Generationen muß darunter nicht leiden. Im Gegenteil: Weil sie nicht Teil des politischen Entscheidungsprozesses ist, sondern ihn nur mit ihrer Autorität begleitet, wird sie dem Bedürfnis vieler, vor allem auch der Medien, nach Unabhängigkeit des Urteils weit mehr entsprechen als eine parlamentarische, durch den Parteienproporz definierte Gruppe. Deshalb ist es wichtig, daß ihre Mitglieder durch ein Verfahren berufen werden, das ihre Unabhängigkeit wahrt und sie vom Verdacht parteiischer Orientierung freihält. Der Bundespräsident zum Beispiel könnte sie berufen. - .... Ein Volk, das die Stimmen seiner Ahnen nicht hört und die Interessen seiner Nachkommen nicht achtet, hat keine Zukunft.“ (Kurt Biedenkopf, Die Ausbeutung der Enkel, 2006, S. 221-222, 224).

Weil die Herrschenden in Deutschland aus Gründen der Angst und der Bösartigkeit (Mehr) nicht bereit sind, über den Weg der Reformen (wirkliche Reformen und bloß keine Reförmchen, Herr Schröder und Frau Merkel) den Prozeß der Erneuerung in Gang zu setzen, bleiben nur noch zwei Möglichkeiten: eine passiv-negative und eine aktiv-positive. Und wer die jüngste Geschichte Deutschlands kennt, der weiß, welche der beiden Möglichkeiten auf Deutschland zukommt. Noch Fragen?  Und es dürfte auch klar sein, welche der beiden Möglichkeiten die von mir empfohlene und für Deutschland günstigste ist. Was wir schon längst hätten tun sollen, sollten wir, und zwar freiwillig, möglichst heute noch tun: „in Konkurs gehen“ statt immer nur „Konkurs anmelden“. Mit dem Konkurs können wir immerhin noch die Möglichkeit ausschöpfen, zu verhindern, was sonst sogar mit Sicherheit passieren wird: der wirtschaftliche Ruin - total bzw. absolut im nihilistischen Sinne -, der einhergehen wird mit der politischen Katastrophe unserer Nation, der größten Katastrophe unserer Geschichte, denn diese Katastrophe wird existenzbedrohender, bösartiger und irreversibler sein als jede unserer Katastrophen zuvor.

Noch einmal sei betont, und zwar mit den Worten des Biologen Irenäus Eibl-Eibesfeldt (*1928Eibl-Eibesfeldt): „Absurd ist das Argument, wir müßten durch Förderung der Immigration den durch den Geburtenmangel bewirkten Bevölkerungsschwund ausgleichen.“  (Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Zukunft multikulturelle Gesellschaft?,  in: Andreas Mölzer & Rudolf Eder, Einwanderungsland Europa?,  1993, S. 139). MehrZuwanderungZuwanderungBevölkerungspolitik

 

– Gründe für Geburtenrückgang und Bevölkerungsrückgang im Abendland –
Eines sei hier gleich gesagt: Es gibt nur einen Grund als Hauptgrund: Die Kultur selbst, d.h. das „Alter“ der Kultur! Alle anderen Gründe sind Nebengründe, Symptome (Kultur) ! Es ist so, wie Spengler gesagt hat: Der Mensch der zivilisatorischen Kultur will nicht mehr leben, wohl als einzelner Mensch (als „Individuum“), aber nicht als Teil eines Gemeinwesens! Spengler
1. „Alter“ der (zur Zivilisation verstädterten, verökonomisierten) Kultur Alter
2. Werte-Zerfall (Nihilismus), Liberalismus/Individualismus, Sozialstaat, ... LiberalismusNihilismusNihilismusLiberalismus/IndividualismusAusbeutung der MittelschichtSozialstaat
2.1. Überbewertung und Übernormierung der Rechte, also: Unterbewertung und Unternormierung der Pflichten
2.2. Recht und Politik GEGEN Familie, Ehe, Kinder (v.a. der Mittelschicht); FÜR Singles, Scheidung, Kinderlose
2.3. Empfängnisverhütung, Abtreibung und „Emanzipation“, Feminismus, Genderismus AbtreibungenAbtreibungenAbtreibung und EmanzipationAbtreibung und EmanzipationUnfruchtbarkeit und Zerfall„Feminismus“„Feminismus / Femifaschismus / Genderismus“„Genderismus“
2.4. „Individuelle Selbstverwirklichung“ bei gleichzeitigem Gleichheitswahn Individuelle SelbstverwirklichungGleichheitswahn
2.5. Staat fördert Kinderlose auf Kosten der Familien und der zukünftigen Generationen Mehr
2.6. „Sozialer Aufstieg“ der „Individuen“ wird überbewertet, die Gemeinschaft unterbewertet Mehr
2.7. Staat fördert Singularisierung durch Übernormierungen / Überregulierungen Beispiele
2.8. „Scheinmoral-Industrien“ - bis hin zu Problemen mit dem Berufsethos Berufsethos
2.9. Identitätsprobleme (Selbsthaß, Kleinheitswahn, Megalophobie u.ä. Zivilisationskrankheiten)
3. „Hyper-Luxus“ bzw. „ökonomisch-demographisches Paradoxon“ Ökonomisch-demographisches bzw. demographisch-ökonomisches Paradoxon
4. „Anti-Baby-Pille“ bzw. „technisch-demographisches Mißverhältnis“ Ökonomisch-demographisches bzw. demographisch-ökonomisches Paradoxon
Anti-Baby-Pille
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Anmerkungen:


Ferdinand von Schill (1776-1809), preußischer Offizier, der sich in den Koalitionskriegen vor allem bei der Verteidigung von Kolberg (1807) auszeichnete. 1809 versuchte er vergeblich mit seinem Husarenregiment eine allgemeine Erhebung gegen Napoleon I. (Napoleon I.) auszulösen und fiel in Stralsund im Straßenkampf; 11 Offiziere seines Korps wurden in Wesel standrechtlich erschossen, mehr als 500 Soldaten auf französische Galeeren geschickt. In Goethes um 1800 geplanten Schlußgedicht zum „Faust“ sollte es heißen: „Der Deutsche sitzt verständig zu Gericht“ („Abkündigung“; V. 2), und im 2. Akt des 2. Teils heißt es: „Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist“. An Eckermann schrieb Goethe u.a.: „... die Engländer überhaupt scheinen vor vielen anderen etwas vorauszuhaben. .., als wären sie überall die Herren und als gehöre die Welt überall ihnen. Das ist es denn auch, was unsern Weibern gefällt und wodurch sie in den Herzen unserer jungen Dämchen so viele Verwüstungen anrichten .... Es sind gefährliche junge Leute; aber freilich, daß sie gefährlich sind, das ist eben ihre Tugend. .... Es liegt ... darin, daß sie eben die Courage haben, das zu sein, wozu die Natur sie gemacht hat. .... Das Glück der persönlichen Freiheit ... kommt schon den Kindern zugute, so daß sie ... einer weit glücklich-freieren Entwicklung genießen als bei uns Deutschen. .... Es geht bei uns alles dahin, die liebe Jugend frühzeitig zahm zu machen und alle Natur, alle Originalität und alle Wildheit auszutreiben, so daß am Ende nichts übrig bleibt als der Philister. .... Könnte man nur den Deutschen, nach dem Vorbilde der Engländer, weniger Philosophie und mehr Tatkraft, weniger Theorie und mehr Praxis beibringen ....“ (Goethe zu Eckermann; 12.03.1828). „Während aber die Deutschen sich mit Auflösung philosophischer Probleme quälen, lachen uns die Engländer mit ihrem großen praktischen Verstande aus und gewinnen die Welt.“ (Goethe zu Eckermann; 01.09.1829).

Seelenbild der Antike und Seelenbild des Abendlandes sind gegensätzlich: apollinisch und faustisch; ihre Ursymbole ebenfalls: Einzelkörper und Unendlicher Raum. Wie ein Dogma gegenüber aller Erfahrung, gelten auch Seelenbild und Ursymbol allgemein als unbeweisbar, deshalb sei hier darauf hingewiesen, daß der Unterschied zwischen Antike und Abendland sogar am Beispiel „Parallelenaxiom“ deutlich werden kann: Euklid (Euklid) hat in seinen „Elementen“ (um 312 v. Chr.) die mathemEinwandereratische Entsprechung für das antike Beispiel gegeben und Gauß (Gauß) ca. 2112 Jahre später (um 1800) die für das abendländische. Sie stehen - wie unzählige andere Beispiele auch - für einen metaphysischen Mittelpunkt, um den eine Kultur kreist, während sie von Seelenbild und Ursymbol angetrieben und angezogen wird. (Vgl. Oswald Spengler, 1917, S. 155, 227ff., 234, 390 Spengler). Vgl. dazu auch das Germanentum (Germanen).

„Historische Pseudomorphosen nenne ich Fälle, in welchen eine fremde Kultur so mächtig über dem Lande liegt, daß eine junge, die hier zu Hause ist, nicht zu Atem kommt und nicht nur zu keiner Bildung reiner, eigener Ausdrucksformen, sondern nicht einmal zur vollen Entfaltung ihres Selbstbewußtseins gelangt.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1917-1922, S. 784). Auch eine junge Kultur kann so mächtig sein, daß sie eine alte dort, wo sie zu Hause ist, überlagert. Das Beispiel zwischen der (alten) apollinischen Kultur, auch kurz „Antike“ genannt, und der (jungen) magischen Kultur, auch „Persien/Arabien“ genannt, macht es deutlich: „Solange die Antike sich seelisch aufrecht hielt, bestand die Pseudomorphose darin, daß alle östlichen Kirchen zu Kulten westlichen Stils wurden. Dies ist eine wesentliche Seite des Synkretismus. .... Mit dem Hinschwinden der apollinischen und dem Aufblühen der magischen Seele seit dem zweiten Jahrhundert kehrt sich das Verhältnis um. Das Verhängnis der Pseudomorphose bleibt, aber es sind jetzt Kulte des Westens, die zu einer neuen Kirche des Ostens werden. Aus der Summe von Einzelkulten entwickelt sich eine Gemeinschaft derer, welche an diese Gottheiten und Übungen glauben, und nach dem Vorgange des Persertums und Judentums entsteht ein neues Griechentum als magische Nation.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1917-1922, S. 800-801). Spengler

Kinderfeindlichkeit und Kinderlosigkeit: Vgl. auch „Unfruchtbarkeit und Zerfall“ (Unfruchtbarkeit und Zerfall), Problem der „Weißen Völker“ (Weiße Völker), sowie „Konsumterror und Kinderfeindlichkeit“ (Kinderfeindlichkeit) und „Schwund der Bevölkerung“ (Schwund der Bevölkerung). Der Bevölkerungsrückgang wird durch die heutige Politik der Zuwanderung noch verstärkt! Unsere heutigen Politiker betreiben mit ihrer völlig wahnsinnigen Bevölkerungspolitik (BevölkerungspolitikDressler) keine Politik der Ein- oder Zuwanderung, wie sie immer noch glauben, sondern eine Politik der Aus- und Abwanderung. Hierzu gehört selbstredend auch ihre Politik der Aus- und Abtreibung. KinderfeindlichkeitMehrMehrMehrAbtreibung und EmanzipationAbtreibung und Emanzipation

Gunnar Heinsohn beispielsweise am 13.11.2005 im Philosophischen Quartett (Heinsohn): „Dieses Problem lösen wir nicht durch Erhöhung des Rentenalters, und wir lösen es nicht durch unqualifizierte , wir lösen es wahrscheinlich auch nicht durch qualifizierte Einwanderer, weil die knapp sind. Und wenn es welche gibt, dann gehen die in die angloamerikanische Welt von Alaska bis Neusseeland. Die suchen jedes Jahr 1,5 Millionen; aber die suchen natürlich nicht Unqualifizierte, sondern ... »foreign talent« oder »skilled immigration« (also: Qualifizierte! HB). Das heißt, man sagt: Sie müssen was können, und sie kriegen keine Sozialhilfe! Das ist eine ganz andere Zugangslösung für das Problem; denn dasselbe Problem haben die auch; die haben auch fallende Geburtenraten und können sich aus dem Bestand nicht ersetzen. ....“ Unsere Probleme sind also viel größer, so Heinsohn, als wir uns das bisher deutlich gemacht haben. Von den nach Deutschland geholten Ausländern, betont Heinsohn, sind über 95% ohne Qualifikation! Die meisten von ihnen wollen das auch gar nicht ändern, und unsere Schulen können das nicht ändern. „Im Gegenteil, sowie der Migrantenanteil bei 20% liegt, rutscht das Leistungsniveau ALLER Kinder in diesen Klassen ab ....“ (Heinsohn). Unsere Politiker haben ihre kinder-, familien-, volks-, demokratie- und verfassungsfeindliche Politik diktatorisch - weil gegen den Willen der riesigen Mehrheit des Volkes, gegen unsere Verfassung (unser Grundgesetz) - durchgesetzt und das obendrein mit ihrer Negativ-Bevölkerungspolitik auch noch bewiesen (zynischer geht's wirklich nicht): Die Zuwanderer bringen uns nur noch mehr Probleme! MehrKinderfeindlichkeitBevölkerungspolitikDressler

Diese Zuwanderung (Nichtqualifizierter), die bei uns schon seit den 1960er Jahren andauert, wirkt sich auf unsere Kultur, auf unsere Wirtschaft, auf unsere Technik und Wissenschaft, Bildung, Ausbildung sowie alle anderen Qualitäten, Fähigkeiten und Errungenschaften negativ aus, und zwar beschleunigt zunehmend. „Insgesamt hat die Zuwanderung ... mehr den Zuwanderern als den Deutschen genutzt.“ (Meinhard Miegel, Die deformierte Gesellschaft, 2002, S. 42MiegelMiegel). Und es weiß doch fast jeder: Diese Zuwanderung bedeutet mehr Kriminalität (Kriminalität), meht Konflikte, mehr Kriege, weil die meisten Zuwanderer unqualifiziert sind, sich minderwertig fühlen, sich isolieren, sich ghettoisieren, eine Parallelgesellschaft bilden, eine Integration nicht wollen, also auch für das Zusammenleben unqualifiziert sind; diese Zuwanderung führt zur Abwanderung (natürlich der Qualifizierten, also: der DeutschenAbbildung), denn diese Zuwanderung senkt unsere Konkurrenzfähigkeit, weil die Zuwanderer unqualifiziert sind; diese Zuwanderung senkt unser Volkseinkommen, weil die Zuwanderer unqualifiziert sind; diese Zuwanderung senkt unser Pro-Kopf-Einkommen, weil die Zuwanderer unqualifiziert sind und so die Zahl der Sozialfälle, Kranken, Arbeitslosen und deshalb die Steuerzahlungen und alle sonstigen Abgaben erhöhen - mittelfristig wirken sie auch negativ auf die Rente, weil die meisten von ihnen zum Zeitpunkt ihrer Zuwanderung schon alt, also bald Rentner sind (außerdem hat deren Nachwuchs auch immer weniger Nachwuchs). Wir dürfen dabei nicht vergessen, daß den meisten Menschen das Pro-Kopf-Einkommen viel erstrebenswerter ist als das Volkseinkommen. (PKE). Ein Beispiel: Indiens Volkseinkommen ist höher als das der Schweiz, aber Indiens Pro-Kopf-Einkommen ist niedriger als das der Schweiz. Also „ist für die Menschen ein hohes Pro-Kopf-Einkommen erstrebenswerter als ein hohes Volkseinkommen. Wäre es anders, dann wäre beispeilsweise Indien ein Zielland für Zuwanderer aus der Schweiz und nicht umgekehrt.“ (Herwig Birg, Bevölkerungsentwicklung, in: Informationen zur politischen Bildung, 1. Quartal 2004, S. 45Birg). Auch hier ist wieder deutlich geworden (wie schon oft gesagt): die Zuwanderung bringt uns nur noch mehr Probleme! Also: Stoppt die Zuwanderung! Sofort! Schwund der BevölkerungKinderfeindlichkeitBevölkerungspolitikDressler

Über 70% der jährlich in Deutschland registrierten Straftaten begehen Ausländer. Die deutsche Regierung aber „dolmetscht“ die Statistik ins Xenophile: sie bezieht die Anzahl deutscher Straftäter auf die Anzahl ausländischer Straftäter aus einem Staat (0,7%!) - dabei sind es 100 Staaten (70%)! (Quelle: Bundes-Innenministerium und Westfalenblatt, 22.03.2001). Die deutsche Regierung reduziert 70% ausländische Straftaten auf durchschnittliche 0,7%! (Zauber !). Besonders bezaubernd wirkt diese Magie, wenn sie die Zahlen der Öffentlichkeit präsentiert, denn dann geht es bekanntlich nur noch um die Interpretationen. Die deutsche Bundesregierung „frisiert“ die Statistik, indem sie zunächst eine „referentielle Korrektur“ vornimmt, die sie dann als „semantische Korrektur“ rechtfertigen kann. So werden die deutschen Straftäter, die tatsächlich nur 30% ausmachen, auf „idealistische“ 99,3% erhöht, um die ausländischen Straftäter, die tatsächlich 70% ausmachen, auf das „Ideal“ von 0,7% bringen zu können. Das ist nur scheinbar eine harmlose Mogelei. Xenophile Angeberei mit einer riesigen Portion Zynismus ist es schon eher, in Wirklichkeit aber ist es Xenokratie (Xenokratie). Deshalb schlage ich vor, daß alle Wahlen (Wahlen), deren Ergebnisse die Interpreten ja auch immer zu Zahlenmagie und Prozenteräuberei hinreißen, zukünftig nur noch zu 0,7% vom Volk ausgehen sollten.

Die Zuwanderung bringt uns nur Negatives! In jeder Hinsicht! Und Politikern und Lobbyisten muß man immer wieder deutlich sagen: auch volkswirtschaftlich: Die Zuwanderer sind teurer als Überalterung und Kindererziehung zusammen ! Denn fast alle Zuwanderer sind unqualifiziert (über 95%, bald sogar über 99%) und müssen „erst ausgebildet und integriert werden (und das übrigens auch noch: immer häufiger ohne Erfolg, immer mehr gegen ihren Willen; HB), um in einer modernen Volkswirtschaft produktiv eingesetzt und der ihnen zugedachten Aufgabe gerecht werden zu können. Wenn aber die Zuwanderer mit erheblichen Aufwand zunächst qualifiziert werden müssen, können die Bevölkerungen Europas ebenso gut ihre eigenen Kinder großziehen. Das ist einfacher und weniger aufwendig. Der Zweck ihres derzeitigen Zeugungsverhaltens, die Verminderung der Kinderlast, wird so ad absurdum geführt. Sie müssen für Zuwander leisten, was sie für die eigenen Kinder nicht zu leisten bereit waren. Was sie nicht individuell erbringen wollten, müssen sie kollektiv erbringen. Ob das die Bürde leichter macht, ist zweifelhaft. Nicht auszuschließen ist auch, daß dieser »Kinderersatz« zum Ziel von Aversionen, vielleicht sogar von Aggressionen wird.“  (Meinhard Miegel, Die deformierte Gesellschaft, 2002, S. 50Miegel). Meinhard Miegel gilt als einer der profiliertesten Sozialforscher Europas und ist Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) in Bonn. ZuwanderungKinderfeindlichkeitBevölkerungspolitikDressler

Gunnar Heinsohn, Warum werden sie zu Kriegern?  Männerüberschuß als Kriegspotential (Heinsohn) - ein Vortrag vom 10.02.2003 in Hannover. Der Begriff „Youth Bulge“ (Youth Bulge) wurde von Gunnar Heinsohn in die Diskussion über die Ursachen des Terrorismus eingebracht. In den islamischen und schwarzafrikanischen Staaten leben ungefähr 2 Mrd. Menschen, davon sind etwa 20-30% 15-24-Jährige und etwa 40-50% Unter-15-Jährige (Graphik). Die Unter-15-Jährigen zählen hier zum „Children Bulge“ (Youth Bulge), und die 15-24-Jährigen zum „Youth Bulge“. Mindestens ein Drittel von ihnen haben keine Zukunftsperspektive im Sinne einer sozialen Position, die Ansehen, Einfluß, Würde bzw. Macht bedeutet; sie leiden nicht an Armut oder Arbeitslosigkeit (diese beiden Phänomene ergänzen das Problem jedoch), sondern an Überflüssigsein und Perspektivlosigkeit. Dieser „Youth Bulge“ ist nach Einschätzung Heinsohns die Hauptursache für die Eskalation des Terrors, da der Jugendüberschuß ein unerschöpfliches Reservoir für die Rekrutierung von Terroristen darstellt, das wegen der Bevölkerungsentwicklung ständig wächst (und wann dieses Wachstum enden wird, ist noch nicht genau bekannt). „Wiederholt sich ein Youth Bulge - statt ein einmaliger Babyboom zu bleiben - über zwei oder mehrere Generationen, kumulieren sich seine Effekte. Das quantitativ beeindruckendste Beispiel liefern die islamisch geprägten Länder, die in nur fünf Generationen (1900-2000) von 150 auf 1200 Millionen Menschen zugenommen haben und immer noch - neben einigen schwarzafrikanischen Nationen - das Siegesbanner der Fortpflanzung vorantragen. Zum Vergleich: die gesamte Menschheit hat sich in der doppelt so langen Zeit von 1800 bis 2000 »nur« versechsfacht (von einer auf sechs MilliardenAbbildung). ... Es spricht wenig dafür, daß die nicht unterzubringenden Heißsporne von heute auf Großtaten verzichten werden ....“ (Gunnar Heinsohn, ebd.). Demographie erklärt nicht alles, aber ohne Demographie ist alles nicht erklärt. Mehr

Gunnar Heinsohn, Söhne und Weltmacht - Terror im Aufstieg und Fall der Nationen, 2003, S. 160. Heinsohn sieht keine rosige Zukunft Europas: „Denn selbst bei einer extrem liberalen Öffnung der Grenzen können Einwanderer eines nicht sonderlich gut - nämlich viele begabte junge Leute bereitstellen, die von klein auf in einer hochtechnologischen Gesellschaft heranwachsen, souverän mit ihr umgehen lernen und dann die kritische Masse bilden, die sie ideenreich auf neue Höhen führt. Diese Voraussetzung für ein Verbleiben Europas im Spitzensegment der Weltwirtschaft kann ... mit direkt in der Wissensgesellschaft aufgewachsenem eigenen Nachwuchs leichter erreicht werden als mit wie auch immer motivierten Zuzüglern aus Afrika und der muslimischen Welt. Selbst Kinder aus zugewanderten Familien, die ihre gesamte Schulausbildung in Deutschland erhalten, scheinen keine Garantie für das Halten eines hohen Niveaus zu geben. Im Gegenteil, sowie der Migrantenanteil bei 20 Prozent liegt, rutscht das Leistungsniveau aller Kinder in diesen Klassen ab ... (vgl. dazu auch: Joachim Peter, Ausländerkinder senken Lern-Niveau erheblich, in: Die Welt, 04.03.2003Peter).“ (Ebd.Heinsohn).

„Der seit Oswald Spenglers Buch von 1917 immer wieder prophezeite Untergang des Abendlandes (Spengler) rückt näher ....“  (Gunnar Heinsohn, 2005; siehe: http://www.zeit.de/feuilleton/kursbuch_162/1_heinsohnHeinsohn). Zu diesem Ergebnis kommen auch Meinhard Miegel (Miegel), Theodor Schmidt-Kaler (Schmidt-Kaler), Herwig Birg (Birg), Peter Marschalck (Marschalck) oder Wolfgang Kölmman (Wolfgang Kölmman), um nur wenige Beispiele zu nennen.

EU-Kandidaten für 2004: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta, Zypern (doch beitreten konnte dann nur der griechische Teil Zyperns). Trotz der riesigen Probleme dieser Kandidaten ließ die EU deren Beitritt am 01.05.2004 zu. Mehr zum Thema „EU“Abbildung

Lee Kuan Yew aus Singapur hält vom westlichen Liberalismus gar nichts und setzt an dessen Stelle den Konfuzianismus. Lee Kuan Yew sieht im Konfuzianismus den Erfolg Singapurs und predigt der restlichen Welt konfuzianische Werte. Mehr

Was „die in ihrer Entwicklung fortgeschrittensten Länder wie Deutschland und die anderen westeuropäischen Länder betrifft, läßt sich wohl schon sagen, daß sich die demographischen Voraussetzungen ökonomischer Erfolge nicht von selbst erfüllen, wie bisher immer stillschweigend vorausgesetzt wurde. .... Bevölkerungsvorausberechnungen sind wesentlich zuverlässiger als Wirtschaftsprognosen. (Birg) ... Alle drei Hauptprozesse der demographischen Entwicklung - die Fertilität, die Mortalität und die Migration - sind erfahrungsgemäß außerordentlich schwer politisch zu steuern oder auch zu kontrollieren. Man tut deshalb gut daran, das prognostische Potential demographischer Projektions- und Simulationsmodelle zu nutzen, um sich so ein realistisches Bild von der durch die Altersstruktur und durch die Verhaltenstrends (generatives Verhalten, Lebenserwartung, Wanderungsverhalten) weitgehend vorprogrammierten Entwicklung zu bilden. Für jedes der über 200 Länder der Welt werden von der Bevölkerungsabteilung der UN je drei Projektionsrechnungen durchgeführt (untere, mittlere, obere Variante). Hinzu kommt eine Simulationsrechnung, die auf der (bewußt fiktiven) Annahme beruht, daß die Fertilität bis zum Jahre 2050 unverändert bleibt (UNUN). Der Sinn dieses »constant fertility scenarios« ist, zu zeigen, daß etwas geschehen muß, damit die errechneten Szenarios nicht eintreten. Das »constant fertility scenario« ergibt für Westeuropa von 2000 bis 2050 eine Bevölkerungsschrumpfung von ... auf ... Mio. und für die Entwicklungsländer einen Bevölkerungszuwachs von 4,9 Mrd. auf 11,6 Mrd.. In Deutschland ... schrumpft die Bevölkerung seit 1971/'72, was nur deshalb nicht auffällt, weil das Geburtendefizit bisher durch Einwanderungen mehr als ausgeglichen wurde. Deutschland hat ein Mehrfaches an Einwanderungen als die klassischen Einwanderungsländer USA, Kanada und Australien. Die jährliche Zahl der Einwanderungen pro 100 000 Einwohner betrug z.B. in den 80er Jahren (also bereits vor dem Zusammenbruch des Ostblocks) in die USA 245, nach Kanada 479 und nach Australien 694; nach Deutschland kamen 1022 auf 100 000 Einwohner. Nach dem Zuwanderungammenbruch des Ostblocks stieg die Zahl der Zuwanderer nach Deutschland sogar auf 1566 pro 100 000 Einwohner. (Zuwanderung) ... So erstaunlich diese (in der Fachwelt wenig umstrittene) Entwicklung ist - mindestens ebenso viel Erstaunen erregt die Art, wie die politische Öffentlichkeit mit diesen Informationen umgeht. Am 15.01.1996 wurden die demographischen Fakten und Prognosen anläßlich einer Anhörung des Deutschen Bundestages vor der Enquete-Kommission »Demographischer Wandel« durch Experten vorgetragen und erläutert. Zwei Tage später fand eine andere Sitzung aus Anlaß der Telefongebührenänderung statt. Über die zweite Sitzung wurde in den Medien berichtet. Über die verschiedenen Sitzungen der Enquete-Kommission »Demographischer Wandel«, die schon seit Dezember 1992 tätig ist und deren Arbeit auf Beschluß des Bundestages seit 01.06.1995 fortgesetzt wird, erfuhr die Öffentlichkeit sehr wenig. (Vgl. den entsetzlichen Text im Argumentationspapier des Friedenskomitees 2000, 4 / 1995Birg). ... Durch das Treibenlassen seiner demographischen Probleme gefährdet sich Deutschland im 21. Jahrhundert auf eine ähnlich existenzbedrohende Weise wie durch die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert.“ (Herwig Birg, Die Weltbevölkerung - Dynamik und Gefahren, 1996, S. 80-82, 112-114). Diese Gefährdung im 21. Jahrhundert ist sogar viel existenzbedrohender, bösartiger und irreversibler als die im 20. Jahrhundert.

Die Textstelle bei Herwig Birg, Die ausgefallene Generation, 2005, S. 147 (Birg) ist hier um die Textstelle bei Herwig Birg, Die demographische Zeitenwende, 2001, S. 64, 86 (Birg) ergänzt. Birg warnt: Zuwanderung bringt keine Lösung, sondern noch mehr unlösbare Probleme. Die Konsequenz dieser Zuwanderungspolitik ist, daß wegen der zugewanderten Minderqualität der Standort und danach die gesamte Wirtschaft verödet. Kurze Formel: Zuwanderung steigt, Bildungsniveau sinkt, Verschuldung steigt, Standort-Attraktivität sinkt, Abwanderung steigt, Wirtschaft sinkt - bis hin zur Verödung (Unfruchtbarkeit und Zerfall) ! Weil junge gebildete Menschen knapp sind und mittlerweile überall gesucht werden (sehr nachgefragt sind), ist auch eine gesteuerte qualitative Zuwanderungspolitik keine Lösung, jedenfalls ist die quantitative Zuwanderungspolitik ein riesiges Problem, bedeutet eine ins eigene Land geholte Kolonialisierung und damit die selbstverschuldete Besiegelung des eigenen Niedergangs, verstößt gegen alle westlichen Rechtsverfassungen und ist deshalb ein Verbrechen. Es gibt auch für Selbsthaß oder Selbstmord keine mildernden Umstände, Entschuldigungen oder gar Freisprüche. Der erste Weg zur Besserung: Massenhafte Zuwanderung muß gestoppt werden! Zuwanderung

Zur Bestandserhaltung reichen 2 bis 2,2 Geburten pro Frau, also durchschnittlich 2,1 Geburten pro Frau. Warum liegt sie nicht bei 2 Geburten pro Frau?  Bestandserhaltende Geburtenrate heißt, daß die Bevölkerungszahl weder wächst noch schrumpft: sie liegt um so mehr über 2 Geburten pro Frau, je höher die Sterblichkeit des betrachteten Landes ist; für „diese Abweichung über 2 Geburten hinaus ist nicht nur das Niveau der Sterblichkeit wichtig, sondern auch die Sexualproportion der Geborenen (das Verhältnis aus der Zahl der Jungen zu der Zahl der Mädchen). Die natürliche Sexualproportion beträgt 106 Jungen zu 100 Mädchen. .... Die bestandserhaltende Geburtenrate beträgt auch deshalb mehr als 2 Kinder je Frau, weil die Reproduktion der Bevölkerung entscheidend von der Zahl der nachwachsenden Mädchen abhängt, nicht von der Geburtenzahl insgesamt.“  (Herwig Birg, 2005, S. 26-27Birg). 2003 hatte die EU wie Deutschland 1,4 Geburten pro Frau (vgl. Tabelle1,4): damit liegen beide „ein Drittel unter dem Niveau, das für die langfristige Konstanz der Bevölkerung ohne Wanderungen erforderlich wäre (= 2,1 Lebendgeborene je Frau = «Bestandserhaltungsniveau»).“ (Herwig Birg, 2001, S. 25Birg). 2003 betrug im Durchschnitt Europas zum Zeitpunkt der Geburt die Lebenserwartung der Männer 69,2 Jahre (im Durchschnitt Deutschlands: 75,5 Jahre) und die der Frauen 77,4 Jahre (im Durchschnitt Deutschlands: 81,4 Jahre). Im HDI-Rang (Human Development Index [HDI] mit 3 Größen: Lebenserwartung, Alphabetisierung, Pro-Kopf-Einkommen) liegt Deutschland ganz weit vorn. Das demographisch-ökonomische Paradoxon (Demographisch-ökonomisches ParadoxonDemographisch-ökonomisches Paradoxon): je höher der HDI, desto niedriger „tendenziell die Zahl der Lebendgeborenen pro Frau.“  (Herwig Birg, 2001, S. 24Birg). Die 7 größten Industrieländer - die G7-Länder (in dieser Rangfolge: USA, Deutschland, Japan, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Italien [RangfolgeWelthandelWelthandelG7]) - hatten 2007 einen Anteil von rund 58% am Welt-BIP (BIP/BNE/BSPWelthandel), und „es wird befürchtet, daß sich ihr Gewicht in Zukunft aus demographischen Gründen verringern wird. Diese Furcht besteht zu Recht.“ (Herwig Birg, 2001, S. 15Birg).

Vgl. hierzu auch: Herwig Birg, Die demographische Zeitenwende - Der Bevölkerungsrückgang in Deutschland und Europa, 2001, S. 183 und ff.. Die Bedeutung dieses Themas steigt übrigens in demselben Maße, wie es von den Herrschenden zum Tabu gemacht wird. „Für das Nichts-Tun und das Nicht-Wissen-Wollen gibt es viele Gründe, so daß ich als Autor eine Beweislast spüre, darlegen zu müssen, warum ich dieses Buch geschrieben habe. Der wichtigste Beweggrund ist die Aussicht, daß der demographische Niedergang Deutschlands und Europas rückblickend einmal als ein Vorzeichen für den Abschied unseres Landes (und unseres Europas!) aus seiner zweitausendjährigen Geschichte gedeutet werden könnte, ohne daß diese Gefahr den heutigen Zeitgenossen (und vor allem: Zeitgenossinnen!) bewußt war.“ (Herwig Birg, ebd., S. 14). Also: Niemand soll hinterher sagen können, davon nichts gewußt zu haben!

Herwig Birg, Die ausgefallene Generation - Was die Demographie über unsere Zukunft sagt, 2005. Für Herwig Birg ist klar: „Die demographischen Entwicklungsbedingungen eines Landes werden zu einem wichtigen internationalen Standortfaktor. In Ländern wie Deutschland, das die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung je zur Hälfte aus Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert, erhöhen die demographisch bedingt steigenden Kosten für das soziale Sicherungssystem die Produktionskosten und die Produktpreise auf den internationalen Gütermärkten. Die Folgen sind sichtbar: Arbeitsplätze werden ins Ausland verlagert, Auslandsinvestitionen in Deutschland sind nur noch in wenigen Branchen lohnend. Der Wirtschaftsstandort Deutschland hat wegen seiner niedrigen Geburtenrate ungünstige Zukunftsaussichten. Hinzu kommt der zunehmende Mangel an jungen, gut ausgebildeten Arbeitskräften.“ (Ebd., S. 134). „Bei einem Anteil der Kinderlosen von einem Drittel bei den Jahrgängen ab 1965 erodieren nicht nur die sozialen Sicherungssysteme, sondern es entsteht zugleich auch ein neuer Typ von sozialer Ungerechtigkeit - «die Transferausbeutung der Familien» (Jürgen Borchert). Die verfassungswidrige Bevorzugung von Menschen ohne Nachkommen in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung verletzt den obersten Grundsatz unserer demokratischen Verfassung, das Gleichheitsprinzip (Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 03.04. 2001). .... Die Versorgungslücken des staatlichen sozialen Sicherungssystems erweitem sich; sie sollen durch private Ersparnis und Kapitalexport in Niedriglohnländer wie China geschlossen werden. Da auch die Geburtenraten der Entwicklungsländer stark abnahmen und weiter zurückgehen, ist die demographische Alterung ein weltweites Phänomen. Der demographisch bedingte Lastenanstieg läßt sich durch Kapitalexport international nur anders verteilen, aber nicht aus der Welt schaffen, denn die Weltbevölkerung altert als Ganzes. In China wird der Altenquotient ab den 2030er Jahren sogar höher sein als in den USA. Wie sollen dann die mittleren Generationen in China durch ihre wirtschaftlichen Leistungen die älteren Generationen in den Industrieländern - die Eigentümer der in China investierten Kapitalgüter- mitversorgen, wenn in China selbst bis dahin Hunderte von Millionen ältere Menschen hinzugekommen sein werden, für die es in China keine ausreichende Alterssicherung gibt?  Dann müßte Kapital aus China in die Industrieländer exportiert werden, statt umgekehrt. .... Wie hätte man sich den Weg zurück zu einer höheren Geburtenrate in Deutschland vorzustellen, falls er wirklich den Durchgang durch Phasen der sozialen Unsicherheit und der gesellschaftlichen Instabilität voraussetzen würde, die die Jüngeren in diesem Land nie erlebt haben und die sie sich wahrscheinlich nicht einmal vorzustellen vermögen?  Deutschland ist im 20. Jahrhundert durch zwei Weltkriege und zwei Diktaturen gegangen. Den davon betroffenen älteren Generationen könnte man die Bewältigung der demographischen Krise im 21. Jahrhundert durchaus zutrauen, aber gilt das auch für ihre Nachkommen in der «Spaßgesellschaft»?  Die westeuropäischen Länder haben in den letzten 50 Jahren in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung gewaltige Fortschritte erzielt. War es unvermeidlich, daß dieser Erfolg mit einem Verlust ihrer demographischen Stabilität und eines großen Teils ihres Humanvermögens bezahlt wurde?  Es ist in Deutschland üblich geworden, eine Gesellschaft mit einem wirtschaftlichen Großbetrieb, einer Aktiengesellschaft, zu vergleichen, wie dies etwa der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt tat, der sich gerne als «Aufsichtsratsvorsitzenden der Aktiengesellschaft Bundesrepublik Deutschland» bezeichnete. Die tiefere Wahrheit dieses Vergleichs wird nun allmählich deutlich: Es kommt darauf an, den drohenden, demographisch bedingten Konkurs der Deutschland AG abzuwenden. Diese Art von Herausforderung ist für eine erfolgsgewohnte Volkswirtschaft neu: Nach Carl von Clausewitz ist der geordnete Rückzug bei einer militärischen Niederlage eine viel schwierigere Operation als ein Erfolg durch das Erringen eines Sieges. (ClausewitzFriktionen). Läßt sich die mangelnde demographische Stabilität eines Landes durch ökonomische Stärke - durch Produktivitätszuwächse im Inland oder durch Kapitalexport in wachstumsstarke Niedriglohnländer überhaupt dauerhaft substituieren?  Diese Frage ist von größter Bedeutung, denn eine schnelle Rückkehr zu einer demographisch stabilen Situation ist unmöglich. Durch den Kapitalexport aus den Industrieländern in Niedriglohnländer profitieren in der Regel beide Ländergruppen. Da jedoch beide Ländergruppen und die Welt als Ganzes altern, entsteht durch den Kapitalexport sowohl ein geographisches Verteilungsproblem in Bezug auf die internationale Verteilung der Kapitaleinkommen als auch ein soziales Verteilungsproblem in Bezug auf die sozialen Gruppen als Empfänger der Renditen und als Eigentümer des Kapitals. Bei diesem Prozeß wird es Gewinner und Verlierer geben, auch wenn es sich nicht um ein Nullsummenspiel handelt und beide Ländergruppen Vorteile daraus ziehen. Dabei zeichnet sich für Deutschland ein neuer internationaler Konflikt ab. Da das deutsche Sozialversicherungssystem umlagefinanziert ist, während beispielsweise das britische und amerikanische auf Kapitaldeckung beruht, konnten sich in Deutschland keine international konkurrenzfähigen Kapitalfonds und keine international bedeutsamen Banken entwickeln. Die ausländischen Alterssicherungsfonds sind zum Erfolg verurteilt, denn die Existenz der ausländischen Anteilseigner im Ruhestand hängt davon ab, daß die gewaltigen Fondsvermögen international renditeträchtig angelegt werden. Die interessantesten deutschen Unternehmen werden von ausländischen Fonds übernommen, ohne daß Deutschland bei den Übernahmeschlachten als gleichwertiger Gegner auftreten kann: «Die deutschen Unternehmen werden zunehmend zu Institutionen zur Finanzierung der Altersvorsorge, angefangen bei der Rente der kalifornischen Lehrer und der Feuerwehrleute in Wisconsin bis hin zur Rente der Bergarbeiter von Mittelengland.» (Uwe H. Schneider, Sonderrecht für institutionelle Anleger?  In: Börsenzeitung, 15.06.2005). Da Deutschland über keine nennenswerte kapitalstockfinanzierte Altersvorsorge und keine entsprechende Finanzmacht verfügt, kommen die Dividenden seiner Unternehmen und die Zinsen seiner Staatsanleihen, die von den nachrückenden Generationen erwirtschaftet werden müssen, ausländischen Pensionären zugute. Die Demographie ist wie ein siamesischer Zwilling mit der Wirtschaft verwachsen: Geht es dem einen schlecht, leidet auch der andere.“ (Ebd., S. 140-143). Weitere Zitate: S. 7, 9, 11-12 (Birg), 84-85 (Birg), 112-116 (Birg), 120-122 (Birg), 145-150 (Birg). Vgl. auch Birgs Gegenüberstellung: Süßmilch versus Malthus (Birg).

Herwig Birg, Strategische Optionen der Familien- und Migrationspolitik in Deutschland und Europa, in: Christian Leipert, Demographie und Wohlstand, 2003, S. 27-56; hier: S. 51 bzw. 51-53.

Hans-Werner Sinn, Das demographische Defizit, in: Christian Leipert, Demographie und Wohlstand, 2003, S. 57-88; hier: S. 79-82.

Steffen Kröhnert, Nienke van Olst und Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: „Emanzipation oder Kindergeld?  - Wie sich die unterschiedlichen Kinderzahlen in Ländern Europas erklären“ (2004). Man will ja schließlich immer alles „ERKLÄREN“. Und zu welchem „Fazit“ kommen diese vom Staat kräftig subventionierten Berufsemanzen?  „Die wichtigsten Maßnahmnen auf dem Weg zu höheren Kinderzahlen“ seien 1.) „die Gleichbehandlung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt“, 2.) „die Abschaffung von finanziellen Privilegien für die Institution Ehe, solange sie die Abhängigkeit der Partner voneinander fördern“, 3.) „die Sicherstellung einer Kinderbetreung bereits ab dem ersten Lebensjahr.“ (Ebd.). Vgl. oben

Literatur hierzu z.B. von: Paul E. Gottfried, Multikulturalismus und die Politik der Schuld (2004); Arne Hoffmann, Warum Hohmann geht und Friedman bleibt - Antisemitismusdebatten in Deutschland von Möllemann bis Walser (2005); Norman G. Finkelstein, Die Holocaust-Industrie (2000).

„Moralisierung der Politik ist ein strategisches Mittel zur Gewinnung von Intellektuellenmacht. Wer darin nur einen sympathischen, menschenfreundlichen Gestus sehen will, verkennt die Gefahr, die von der Ausdehnung morlaischer Herrschaftsansprüche ausgeht. Die Blockade von dringend gebotenen Problemlösungen wird zum »Erfolgserlebnis«, reizt zu Wiederholung und verschafft Zulauf. Der brillante, aus Wien stammende Soziologe Peter Berger erkennt in Moral eine Billiginvestition für die Ausübung von Macht, die gerne Gruppen vornehmen, welche den Gesellschaftserfordernissen wie Produktion, Gewerbe und Markt fernstehen. (Vgl. Peter Berger, Moralisches Urteil und politische Aktion, 1989). Funktioniert die Ausdehnung von Macht qua Moral allzugut, findet sich immer mehr Inkompetenz in den oberen Rängen. Da Moral im spätindustriellen Wohlfahrtsstaat sich weniger in Taten als in Sprachspielen, »Diskursen«, im Zeigen von Gesinnung äußert, kann sie noch einen weiteren Grund für Systemverfall liefern: den »Triumph der Gesinnung über die Urteilskraft«. (Vgl. Hermann Lübbe, Politischer Moralismus - Triumph der Gesinnung über die Urteilskraft, 1987). Ausgeprägt findet man diese Tendenz schon im Automatismus und den zur Gedankenlosigkeit geronnenen Stehsätzen, mit denen auf das üble Exempel des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen verwiesen wird - für tagespolitische Zwecke der Gegenwart. Dies erklärt, warum die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus mit zeitlichem Abstand von ihm zunimmt. Die These, daß sich eine jüngere Generation, die eben keinerlei Verdrängung mehr nötig habe, dem Thema unbefangen und offen widmen könne, ist keine hinlängliche Erklärung. Vielmehr sind es Gesinnungskonkurrenz und Machtmechanismen im neuzeitlichen medialen Kulturbetrieb, die die schärfsten Geschütze nicht mehr in der Schublade halten können und aus der Vergangenheitsbewältigung eine intellektuelle Industrie gemacht haben (z.B.Holocaust-Industrie, Holocaust-Ausbeutung, Nazi-Ausbeutung, Nazi-Keule, Auschwitz-Keule u.ä.). Die Einwanderungsfrage wurde klarerweise zum Eldorado des apolitischen Moralismus. Er versucht mit betonter Weltfremdheit der Welt beizukommen, analog der Schelskyschen These geht sein Einfluß weit über seine Grenzen. (Schelsky). Denn auch die satte Parteiendemokratie hat immer noch nicht begriffen, daß ein Wanderungsdruck aus Richtung Osteuropa und der dritten Welt, ja eine neue Völkerwanderung von der »armen« in die »reiche Welt« längst eingesetzt haben. In solcher Lage ein Individualrecht auf Asyl beibehalten zu wollen, ist eine Absurdität. Die Drohgebärden gegenüber denen, die einer Rechtsänderung zuzustimmen gedenken, sind ein Amalgam aus bequemer Vergangenheitsbewältigung und Weltanschauung, die sich über den realen Zustand der gegenwärtigen Welt erhaben dünkt.“ (Josef Schmid, „Multikultur“ - Zur Idee und Kritik eines Gedankenexperiments, in: Andreas Mölzer & Rudolf Eder, Einwanderungsland Europa?,  1993, S. 50-51).

Schelsky sieht die moderne Priesterschaft heraufkommen, wenn die Blockade-Moral einer Minderheit über Verstärkereffekte durch Medien eine eingeschüchterte schweigende Mehrheit produziert. Hier tut sich ein schroffer Gegensatz zu dem auf, was von Neomarxismus und kritischer Theorie aus Frankfurt noch übriggeblieben ist. Diese hält es nämlich für ihre Aufgabe, die »Entmoralisierung der politischen Diskurse zu verhindern«. (Vgl. Jürgen Habermas, in: FAZ, 01.03.1993. Habermas ist als Ober-Scheinmoralist auch Herrscher über das angeblich „herrschaftsfreie“, also in Wahrheit nicht-herrschaftsfreie Gespräch. Unfrei wie nie zuvor.). In einem bemerkenswerten Stück Ideologiekritik wendet der Bielefelder Soziologe Niklas Luhmann ein, daß diese Haltung gegenüber Gegenwartsproblemen nur dann eingenommen werden könne, wenn man wisse, was »das Gute« ist. (Vgl. Niklas Luhmann, Paradigm Lost: Über die ethische Reflexion der Moral, 1990). Auch ... Verhängnis und Daseinsverfehlung zur Mitte des 20. Jahrhunderts hin könnten nicht weise für immer machen, sondern auch nur klug für ein andermal. Der triumphierende Karl Popper warnte auch davor, mit totalitären Gedankengebärden aus dem politischen Totalitarismus herausfinden zu wollen: nur die nächsten Wege seien politikabel, entscheidbar und somit menschlich.“ (Josef Schmid, „Multikultur“ - Zur Idee und Kritik eines Gedankenexperiments, in: Andreas Mölzer & Rudolf Eder, Einwanderungsland Europa?,  1993, S. 49-50).

„Alter“ der Kultur (Zivilisation) ist quantitativ UND qualitativ gemeint. Das „Alter“ wird auch „gefühlt“, auch „gespürt“ oder sonstwie „wahrgenommen“, das „In-Form-Sein“, im Sport sagt man auch „Fit-Sein“ oder „Fitneß“, ist nicht nur abhängig vom zahlenmäßigen (z.B. Jahre nur zählenden) Alter, sondern auch vom Fühlen u.s.w. (Spengler). Deshalb ist auch die Behauptung „Der Gipfel der Zivilisation ist zugleich der Anfang ihres Endes“ (Robert Hepp, a.a.O., 1986, S. 203Hepp) zu relativieren oder so zu formulieren: Der Gipfel der Zivilisation ist zugleich der Anfang ihres Endes, doch wie lange der Prozeß bis zum Ende dauert, hängt auch ab von ihrem „In-Form-Sein“, von ihrem „gefühlten Alter“. Unsere Kultur wird bald den „Gipfel ihrer Zivilisation“ erreichen und auch dann („objektiv“!) noch nicht sehr alt sein, doch ob sie sich selbst dann („subjektiv“!) genau so oder eben anders „fühlen“ wird?  Und wie werden die anderen Kulturen sie dann „wahrnehmen“, „spüren“, „fühlen“?  So oder anders?

Robert Hepp, Der Aufstieg in die Dekadenz, in: Armin Mohler, Wirklichkeit als Tabu, 1986.

Der „soziale Aufstieg“ der „Individuen“ ist der „Aufstieg in die Dekadenz“. In der Hölle ist der Teufel eine positive Figur. Und im Himmel eine negative. „Was die ›Progressiven‹ Fortschritt nennen, ist für ihre ideologischen Gegner schlicht ›ein Versinken‹. ›Dies alles wurde als Fortschritt empfunden‹, bemerkt der konservative Revolutionär Moeller van den Bruck mit Bezug auf die ›liberalen‹ Theorien ..., ›und es war wohl doch Verfall‹. .... Der soziale Aufstieg, ein Gewinn für den Einzelnen, ist demnach also gleichzeitig ein Verlust für die Nation (bzw. die Gemeinschaft, Kultur), weil er zum Bevölkerungsrückgang führt. .... Der Geburtenrückgang ist ... ein ›paradoxes Symptom‹. .... Der Geburtenrückgang würde demnach kurzfristig und aus der Perspektive des einzelnen Individuums ... als Vorteil, langfristig und vom Standpunkt des Staates oder des Volkes als Nachteil erscheinen.“ (Robert Hepp, Der Aufstieg in die Dekadenz, in: Armin Mohler, Wirklichkeit als Tabu, 1986, S. 199, 201, 202).Geburtenrückgang

Es fehlt an „Nachwuchssicherung“ (Nachwuchssicherung) und „Anwälten der zukünftigen Generationen“ (Anwalt der zukünftigen Generationen) im Rahmen der Familien-, Kinder-, Generationen-, Bevölkerungspolitik. Leistungstragende Familien, und zwar Eltern, ihre Kinder, Enkel, Urenkel u.s.w., die zukünftigen Generationen brauchen einen Vertreter bzw. Anwalt, eine sie vertretende und ihre Rechte verteidigende Gruppe, eine Lobby. Familien werden doppelt und dreifach von Politik und Wirtschaft benachteiligt (zugunsten der ohnehin in jeder Hinsicht bevorteilten Kinderlosen [vgl. z.B. den riesigen Unterschied bei den EinkommenTabelle], die obendrein ihre Altersrenten nur deshalb beziehen, weil es Familien, also Kinder gibt), dabei sind die Familien die einzige Institution bzw. das einzige gesellschaftliche Teilsystem (Kaufmann) zur Sicherung der Renten durch Nachwuchs,  ja: nur die Familien können die Zukunft der Gemeinschaft faktisch garantieren! Vgl. hierzu auch z.B. Franz-Xaver Kaufmann, „Zwischen »Bevölkerungspolitik« und »demographischem Fatalismus«“ (Kaufmann) und „Nachwuchssicherung als prioritäre Aufgabe des Sozialstaats“ (Kaufmann), in: ders., Schrumpfende Gesellschaft, 2006, S. 161-167 und 173-176Kaufmann). Kaufmann vermutet auch: „Auf andere Weise, als Karl Marx vermutet hat, könnte der Kapitalismus an seinen Erfolgen zugrunde gehen, wenn ihm der Nachwuchs ausgeht. Im Sinne der ökonomischen Theorie sind Kinder zu einem »öffentlichen Gut« geworden, an dessen Produktion alle ein Interesse haben, die einzelnen jedoch keine oder ungenügende Anreize erhalten, sich an der Produktion zu beteiligen.“ (Ebd., S. 158Kaufmann). Und zur „Spannung zwischen den Interessen unterschiedlicher Generationen“: „War in der Entstehungsphase des Sozialstaats und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein die Eingrenzung des Klassenkonflikts das Hintergrundthema aller sozialpolitischen Auseinandersetzungen, so scheint dies im 21. Jahrhundert die Eingrenzung des Generationenkonflikts zu werden.“ (Ebd., S. 201Kaufmann). Jedenfalls ist sicher, daß Politik und Wirtschaft bei uns das Grundgesetz mit Füßen treten (Mehr), denn gerade auch die Ausbeutung der Familien, und dazu gehört ja die Bevorzugung bzw. Bevorteilung der Kinderlosen gegenüber den Familien, ist verfassungswidrig (MehrMehrMehrMehr) !

Dazu zählen z.B. „Hyper-Modernisierung“, „Hyper-Säkularisierung“, „Hyper-Verstädterung“, „Hyper-Bürokratisierung“, „Hyper-Verbeamtung“ u.s.w., die alle als „soziale Errungenschaften“ oder als „sozialer Fortschritt“ gepriesen werden, aber „Errungenschaften“ bzw. „Fortschritt“ sind sie kaum, denn sie bedeuten „Aufstieg in die Dekadenz“ (Mehr): „Aus der Sicht der Dekadenztheorie ist die Zurückhaltung unserer Politiker gegenüber pronatalistischen Programmen verständlich. Wenn alles, was wir grosso modo unter dem Schlagwort vom ›sozialen Fortschritt‹ zusammengefaßt haben, zu der ›Bedingungskonstellation‹ unseres Geburtenrückgangs gehört, könnte man den schleichenden ›Volkstod‹ natürlich nur mit Eingriffen in die ›sozialen Errungenschaften‹ wirksam bekämpfen. Auf diese sind aber die Politiker der Bundesrepublik besonders stolz, weil sie sie - nicht ganz zu Unrecht - für ihre eigentlichen Leistungen halten. Natürlich sind sie nicht für jede ›soziale Errungenschaft‹ verantwortrlich zu machen, die sie sich gerne zurechnen möchten. Die ›Modernisierung‹ hat ihre Eigendynamik: die ›Säkularisierung‹ der Religionen, die ›Verstädterung‹ und auch der wirtschaftliche Strukturwandel vollziehen sich nach Gesetzen, die kein Parlament beschlossen hat. Die Politiker sind gewiß nicht daran schuld, daß der Anteil der regelmäßigen Kirchenbesucher bei den jungen Leuten unter 30 Jahren in einer Generation um 85% (Protestanten) bzw. 76% (Katholiken) abnahm (Stand: 1980!). Trotz der ›Gemeindereform‹ sind sie auch nicht allein dafür verantwortlich zu machen, daß der Anteil der mehr oder weniger verstädterten Bevölkerung (gemessen an der Einwohnerchaft von Gemeinden über 5000 Einwohnern) seit Gründung der Bundesrepublik (1949) um 28% zugenommen hat (Stand: 1980!). Und trotz aller ›Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik‹ ist es nicht allein ihr Werk, wenn sich der Anteil der Beamten und Angestellten an den Erwerbstätigen in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt hat (Stand: 1980!). Aber die Regierungen der Bundesrepublik haben die ›Modernisierung‹ mit ihrer ›Gesellschaftspolitik‹ doch direkt oder indirekt unterstützt. Aus primär ideologischen Motiven haben sie die ›Emanzipation der Frau‹ und das ›soziale Aufstiegsstreben‹ nach Kräften gefördert. Mit der ›Legalisierung‹ der Abtreibung (durch die Reform des § 218 in den Jahren 1974 und 1976), mit der absichtlichen ›Desinstitutionalisierung‹ von Ehe und Familie (durch die Reform des Ehescheidungsrechts, des elterlichen Sorgerechts u.s.w.), mit der ›Bildungsreform‹, mit der ›Agrarpolitik‹ und mit dem Ausbau eines familienunabhängigen ›sozialen Netzes‹ - um nur ein paar Beispiele zu nennen - haben sie zweifellos einen ›Prozeß‹ , der ohnehin ›im Gang war‹, noch beschleunigt und verstärkt. Wenn heute in der Bundesrepublik ein Viertel der Ungeborenen auf Krankenschein abgetrieben werden kann (Stand: 1980!), wenn in deutschen Großstädten auf zwei Eheschließungen eine Scheidung kommt (Stand: 1980!), wenn die Heiratsziffern der Twens seit 1972 um die Hälfte gesunken sind (Stand: 1980!), während sich die Zahl der unverheiratet zusammenlebenden jungen Paare seither versechsfacht hat (Stand: 1980!), wenn der Anteil der Schülerinnen an der weiblichen Bevölkerung von 15 bis 23 Jahren 1980 dreimal und die Zahl der Studentinnen viermal größer war als 1960, wenn die Erwerbstätigen in der Landwirtschaft in den letzten 20 Jahren um 70% und die landwirtschaftlichen Betriebe um 50% abnahmen (Stand: 1980!), wenn es nach den geltenden Regelungen der Altersversorgung 51% der künftigen Versorgungsberechtigten den übrigen 49% überlassen können, ihre Renten zu sichern (Stand: 1980!), dann ist das zweifellos auch ein Verdienst der bundesrepublikanischen ›Gesellschaftspolitik‹. (Seit 1957). Über den Einfluß dieser Politik auf das generativeVerhalten ... braucht man grundsätzlich kein Wort zu verlieren. Die Bedeutung der Landwirtschaft als Bevölkerungsreservoir läßt sich ebensowenig leugnen wie etwa der kontrazeptive Effekt der Verstädterung, des Aufstiegs zum Angestellten, der Bildungsexpansion oder eines familienunabhängen Systems der Altersversorge, das die kinderlosen Doppelverdiener privilegiert. (Seit 1957). Da sich die ›Errungenschaften des sozialen Fortschritts‹ in der Sozialstruktur niedergeschlagen haben und zu ›unverzichtbaren Besitzständen‹ geronnen sind und da ... der Wähler von diesen ›Errungenschaften‹ profitiert, könnte es kein Politiker riskieren, sie in Frage zu stellen.“ (Robert Hepp, Der Aufstieg in die Dekadenz, in: Armin Mohler, Wirklichkeit als Tabu, 1986, S. 205-206). GeburtenrückgangZur Bevölkerungspolitik

„Individuelle Selbstverwirklichung“ betrifft Frauen, ja, aber auch Männer. Der Individualismus ist schon vom Ansatz her falsch, denn der Mensch ist eher ein Dividuum als ein Individuum und kann zwar kurzfristig in Einsamkeit leben (Mönche, Singles u.ä), doch ohne Mitmenschen sind seine Tage gezählt. (Mehr). Selbstverwirklichung ist Täuschung bzw. Enttäuschung, Entwirklichung. Das schwere Problem, das Singles sich immer mehr in Selbstüberschätzung aufbürden, nehmen sie anfangs gar nicht als schweres Problem wahr, sondern als leichtes Schweben. Dieser Schwebezustand dauert jedoch umso länger je mehr Singles es gibt. Heute werden junge Erwachsene im sozialen Sinne später reif als in der Vergangenheit, und das hat Konsequenzen auch für Singles: weil sie sich ohnehin schon spät zum Single-Dasein entschieden haben, brauchen sie nun noch einmal viel Zeit, nämlich zu viel Zeit, um wieder in die Normalität zurückzukehren, zu lange, um noch eine Familie gründen zu können, um noch Kinder zu bekommen. Oft wird das Elternwerden, das Kinderkriegen so lange aufgeschoben, das es einfach, zumindest für die Frauen, dafür dann auch biologisch zu spät ist. So bleiben also am Ende sogar auch diejenigen Singles, die sich doch noch für die Familie entscheiden, Kinderlose, ja von nun an sogar Ewig-Kinderlose!

Empfängnisverhütung gibt es zwar - mit unterschiedlicher Wirksamkeit - seit einigen Jahrtausenden, aber nie ist die Vermeidung des Schwangerwerdens so leicht gewesen wie seit 1960 (Antybabypille: Zulassung am 23.06.1960; zuerst auf dem Markt am 18.08.1960). Millionen und Abermillionen eingeborener weißer Kinder, deren Empfängnis die Natur beabsichtigte, sind seitdem als direktes Ergebnis der Antibabypille nicht empfangen worden. Die Empfängnisverhütungspille war ursprünglich für verheiratete Frauen als Mittel zur Familienplanung erhältlich und wurde schon bald darauf als Waffe der „Frauenemanzipation“ gefeiert und in den westlichen weißen Nationen stark gefördert. Selbst wenn die Pille versagt, ist es seitdem leicht und in fast jeder westlichen Nation legal, unerwünschte Schwangerschaften abzubrechen. Als Folge von Gesetzen, die zur selben Zeit erlassen wurden, in der die Empfängnisverhütungspille weit verbreitet verfügbar gemacht wurde, sind im ganzen Westen weitere Millionen um Millionen ungeborener Kinder getötet worden, hauptsächlich, in riesigem Ausmaß, aus Bequemlichkeitsgründen statt aus medizinischer Notwendigkeit (einschließlich dessen, was man das Szenario »verlasse den Freund und töte das Kind« nennen könnte). Wie schon bei der Empfängnisverhütung wird auch die Abtreibung wiederum sowohl als Recht als auch als Mittel zur „Frauenemanzipation“ dargestellt; tatsächlich wird unterstellt, daß man frauenfeindlich sei, wenn man gegen die Abtreibung ist. „In der Tat stellt die Populärkultur jene, die für das Leben sind, als böse oder unausgeglichen dar, während Leute, die für den Tod sind, als anständig, rational und sogar ziemlich heroisch dargestellt werden. Ist es nur ein Zufall, daß die beiden größten gesellschaftlichen Veränderungen, die sich auf die menschliche Fortpflanzung auswirken, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Folge hatten, daß zig Millionen westlicher Kinder nicht geboren wurden? Falls doch, dann gibt es hier einen weiteren Zufall.“ (Sarah Maid of Albion, Der heimliche Genozid, 2011). Und: „Mit der De-facto-Straffreistellung des Schwangerschaftsabbruchs wurde ein einmaliges Sonderrecht für Frauen geschaffen. Obwohl nach unserer Verfassung auch das noch ungeborene Leben geschützt ist, ließ das Bundesverfassungsgericht bei diesem Tötungsdelikt eine Ausnahme vom Bestrafungsgrundsatz in Form der strafausschließenden vorhergehenden Beratung zu. Auch darüber hinaus bleibt durch weitgefaßte Indikationen ein Schwangerschaftsabbruch für die Frau so gut wie in jedem Falle straffrei. Schwangeren Frauen ist damit faktisch ein Tötungsrecht über ihre ungeborenen Kinder eingeräumt, ihre Befindlichkeit wurde über das Lebensrecht der Kinder gestellt. Dies wurde zugelassen, obwohl bei der schon seit langem zur Verfügung stehenden Vielzahl an Verhütungsmöglichkeiten von vorneherein »ungewollte« Schwangerschaften kaum noch vorkommen dürften! Die Väter müssen weder befragt, noch informiert werden - sie haben die Entscheidung der Mütter und deren Folgen schlicht hinzunehmen.“ (Georg Friedenberger, Feminisiertes Recht - feminisierte Justiz).

Die gesamte Abtreibungspolitik - , das Abtreibungswesen, das Abtreibungssystem -, kurz: die Abtreibunsgesellschaft ist ein Skandal ersten Ranges. Und der Staat zahlt dafür auch noch gigantische Summen. „Auf etwa 40 Millionen Euro wurden z.B. für 2003 die Aufwendungen der öffentlichen Haushalte in Deutschland geschätzt, um die Schwangerschaftsabbrüche medizinisch »lege artis« durchzuführen. (Vgl. FAZ, 05.06.2004, S. 8). Einsparungen an anderer Stelle gleichen den Aufwand aus. So kann der »Freistaat« Bayern sein »Landeserziehungsgeld« um 30 Millionen Euro aufgrund des Geburtenrückgangs verringern.“ (Udo Steiner, Generationenfolge und Grundgesetz, in: Herwig Birg, Auswirkungen der demographischen Alterung und der Bevölkerungsschrumpfung auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, 2005, S. 26). Ein Skandal! Und unsere Verfassung, unser Grundgesetz wird pausenlos mit Füßen getreten: „Kinder kommen natürlich im Grundgesetz vor. Ein spezielles Grundrecht des Kindes findet sich aber nicht. Das Grundgesetz verlangt der Rechtsordnung zwar wirksame Vorkehrungen zum Schutz des Lebens ab. In der politischen und gesellschaftlichen Praxis spiegelt sich aber der Lebensschutz nicht wider.“ (Ebd., S. 26). Das sind sogar nur die harmloseren Seiten, denn das Problem ist noch viel komplexer. Nur eine dekadente Gesellschaft leistet sich so viel Überfluß. Natürlich liegt es an einem liberalistisch-individualistischen System wie dem Abendland, wenn es es zu dem ohnehin schon vorhandenen Überfluß auch noch - und zwar zumeist ohne Grund (abgesehen von den wirklich harten Fällen, die aber eine sehr kleine Ausnahme sind) - die eigenen Nachkommen und letztendlich sich selbst abtreibt und gar nicht mehr weiß, wer oder was Männchen und Weibchen ist. Der Sinn dafür soll schon weg sein (Spengler). Und die sehr wenigen Frauen, die wirklich von der Emanzipation profitieren, tun dies auf Kosten aller anderen Frauen, um über die Lobby an die Macht zu kommen und sie zu verteidigen - nicht nur gegen Männer, sondern noch mehr gegen Frauen, also im Grunde doch gegen sich selbst. Wie unfruchtbar (Spengler) ! Wie menschenfeindlich! Emanzipation und Abtreibung, und das auch noch auf Kosten des Staates, also: des Steuerzahlers! Die von Eva Herman in ihrem vielbeachteten Essay »Die Emanzipation - ein Irrtum?«  gestellte Frage beantwortet Peter Mersch „mit einem klaren »Ja«. Eine weitestgehende Angleichung der Geschlechter führt in menschlichen Gesellschaften ... selbst bei optimaler Vereinbarkeit von Familie und Beruf dazu, daß die Opportunitätskosten für Kinder sowohl bei Frauen als auch bei Männern umso höher sind, je qualifizierter und beruflich engagierter die Eltern sind. Das daraus resultierende Nachwuchsverhalten dürfte den betroffenen Bevölkerungen sukzessive alle ihre Komponenten rauben. Oder anders gesagt: Solche Gesellschaften verarmen und verdummen - und zwar aus biologischen Gründen.“ (Peter Mersch, Die Emanzipation - ein Irrtum! Warum die Angleichung der Geschlechter unsere Gesellschaft  restlos ruinieren wird, 2007 [Mersch], Klappentext). „Emanzen ..., Feministinnen, ... Berufsfeministinnen bilden ihre eigene Lobby, sie schreiben Artikel und Bücher, machen Politik und gestalten Gesetze. Hausfrauen und Mütter haben diese Möglichkeiten nicht. Aus diesem Grund entstand dieses Buch.“ (Eva Herman, Das Eva-Prinzip, 2006, S. 251). Eva Hermans Buch ist ein Buch gegen Egoismus / Individualismus, gegen alle Aussterbenden (Singles, Emanzen, Feministinnen, Berufsfeministinnen, Weicheier, Frauenversteher & Co. u.s.w.), gegen die Diktatur von Kinderfeinden, Frauenbeauftragten und allen anderen freiwillig Unfruchtbaren, kurz gesagt: gegen die Dekadenz, gegen den Untergang! Abtreibung und Emanzipation

Abtreibung und Emanzipation bedeuten Lebens-, v.a. Menschenfeindlichkeit, Beschleunigung des Unterganges, Wille zum Tod. „Das Lebensrecht wird in einer Zangenbewegung immer weiter eingeschränkt: Die Mehrheit hat sich offenbar damit abgefunden, daß seit der Liberalisierung des Paragraphen 218 1974 rund neun Millionen Kinder durch Abtreibung nicht das Licht der Welt erblickt haben. Zu einem fürchterlichen Automatismus ist darüber hinaus die vorgeburtliche Selektion durch die Pränataldiagnostik geworden, so daß bei Indizierung einer möglichen Behinderung des Kindes zur Regel geworden ist, notfalls durch Spätabtreibung (nach der 22. Schwangerschaftswoche) die Geburt eines solchen Kindes zu verhindern. Gerade ist eine Einigung in der Großen Koalition über eine Erschwerung von Spätabtreibungen wieder gescheitert. Wenn eine Industrienation wie Deutschland jährlich offiziell über 130000 gezeugte Kinder zur sozial unerträglichen Belastung erklärt und tötet, dann kann man ahnen, wie lange es dauern wird, bis es angesichts explodierender Gesundheitskosten und zerfallender Familienstrukturen genauso normal wird, Tausenden alten Menschen »freiwillig« das Leben »abzukürzen«, weil sie einer lebensfeindlichen Gesellschaft nicht länger zur Last fallen wollen. Auch bei der in den 1970er Jahren von Feministinnen forcierten Liberalisierung des Abtreibungsrechts führte man spektakuläre Einzelfälle von Frauen in Notsituationen an und sang das Hohelied von der selbstbestimmten Entscheidung der Frau. In der Praxis ist daraus ein menschenverachtender gesellschaftlicher Zwang entstanden, so daß das sioziale Umfeld inzwischen häufig bei »unpassenden Schwangerschaften« nichts anderes mehr erwartet als die Abtreibung, die als eine Art Verhütungsmethode betrachtet wird. Nicht anders wird es bei der Sterbehilfe sein: Unter dem wachsenden Kostendruck »für Alte« wird aus dem »Recht zum Selbstmord« dann »unvermeidlich eine Pflicht« (Robert Spaemann).“ (Dieter Stein, Eine Schwelle ist überschritten, in: Junge Freiheit, 28/08, 04.07.2008, S. 1JF). „Dieser Befund ist von mehr als nur akademischen Interesse in einer Zeit, in der die Zahl der alleine in Deutschland täglich abgetriebenen Embryos auf 800 bis 1000 geschätzt wird (5000 bis 6000 in der EU, 2000 bis 4000 in Nordamerika, zusammen 8000 bis 10000, in 1 Jahr 2,922 Mio. bis 3,6525 Mio., in 50 Jahren 146,1 Mio. bis 182,625 Mio.!). Mehr noch: Erstmals in der Geschichte der Menschheit scheint es möglich zu werden, den Menschen durch den Eingriff in das Genmaterial und durch »gender«-ideologisch gewollte Nivellierung der natürlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau gleichsam nach Maßgabe wirtschaftspolitischer Normen zu züchten.“ (Thomas Bargatzky, Was ist der Mensch?,  in: Junge Freiheit, 28/08, 04.07.2008, S. 26). Mehr

Allein schon diese drei Aspekte (Abtreibung, Euthanasie, wirtschaftspolitische Geschlechtsumwandlung) machen deutlich, was der Untergang einer Kultur, also einer Gemeinschaft (Entschuldigung: »Gesellschaft«, denn eine Gemeinschaft will sie ja schon lange nicht mehr sein), der Wille zum Tod wirklich bedeutet. Aus dem Abtreibung als Recht wird die Abtreibung als Pflicht, aus der Euthanasie als Recht wird die Euthanasie als Pflicht, aus der (biologischen) Geschlechtsumwandlung als Recht wird die (wirtschaftspolitische) Geschlechtsumwandlung als Pflicht. Im Grunde kann man ja sagen: Ohne Abtreibungen gäbe es kein Geburtendefizit, also keinen Bevölkerungsrückgang, sondern ein (zwar geringes, aber ideales) Sterbedefizit, also ein (zwar geringes, aber ideales) Bevölkerungswachstum. Die Abtreibung vergrößert das Geburtendefizit, den Bevölkerungsrückgang, enorm. Auch die Euthanasie, die vor allem zukünftig immer mehr eine Rolle spielen wird, vergrößert das Geburtendefizit, den Bevölkerungsrückgang. Und „Gender“ - das heißt: politische Geschlechtsumwandlung - sorgt für noch mehr Tötungen mittels Abtreibung und Euthanasie, vergrößert also das Geburtendefizit, den Bevölkerungsrückgang, denn „Gender“ ist ja gerade wirtschaftspolitisch erwünscht, weil damit die Frauenerwerbsquote erhöht wird. Die Tatsache, daß dabei die Geburtenzahlen und Bevölkerungszahlen, noch mehr reduziert werden, wird als negativer Nebeneffekt gerne in Kauf genommen. MehrMehrMehrMehrMehrMehrMehrMehr

„Seit es die Pille gibt, ist Sex ohne Kinder selbstverständlich. Und umgekehrt konfrontiert uns die Gentechnik heute mit der Möglichkeit, Kinder ohne Sex zu haben. Da kann es nicht überraschen, daß in »kulturrevolutionären« Kreisen Schwangerschaft zunehmend als Behinderung behandelt wird. Wenn sich im Verhältnis von Männern und Frauen die Dialektik von Herr und Knecht wiederholt - und wieder läuft die Emanzipation vom Herrn über Arbeit! -,  dann muß man den Hebelpunkt für diese Kräfteverschiebungen bei den Frauen suchen. Hier hatte und hat eine Erfindung soziologisch umstürzende Effekte, die uns so selbstverständlich geworden ist, daß wir ihre kulturgeschichtlich zäsurierende Wirkung gar nicht mehr spüren: die Pille. Sie erzeugt ja eine chemische Schwangerschaft. In der Geschichte des Eros ist sie das wichtigste Stück Anti-Natur. Wie das Ende des Lebens hat damit auch sein Anfang seine Natürlichkeit verloren. Deshalb skandalisieren auch andere Techniken eines Outsourcing der Fortpflanzung kaum mehr - Leihmutter, künstliche Gebärmutter, Ektogenese sind hier die einschlägigen Stichworte. Und angesichts dessen wirkt die Erinnerung daran, daß Babynahrung das Stillen überflüssig gemacht hat, fast schon sentimental. Bei Kulturanthropologen und Soziologen finden die gesellschaftlichen Folgen der Pille immer stärkere Beachtung. Frauen kontrollierten schon immer die Reproduktion - erst die Pille aber hat sie zu den wahren Türhütern der Natur gemacht. Gerade deshalb verweigern Männer zunehmend die Verantwortung für die Folgen einer Beziehung. Das wiederum führt zu einer drastisch sinkenden geburtenrate. Übrigens hatte schon Darwin vorausgesagt, daß der homo contracipiens aussterben werde. ... Die moderne Gesellschaft fördert eine Designer-Erotik, d.h. eine maximale Entfernung vom biologischen Erbe der Sexualität. Und nur wer, wie einige Soziobiologen, dieses Erbe für prägender hält als alle modernen Selbstermächtigungsveranstaltungen, wird auf die urgeschichtliche Verknüpfung von Lust und Familienleben hinweisen. Aus dieser Perspektive erscheint dann die Mode der Selbstverwirklichung als die aktuelle Form frigider Unnahbarkeit und der Entschluß, keine Kinder haben zu wollen, als das soziale Äquivalent zum Zölibat.“ (Norbert Bolz, Die Helden der Familie, 2006, S. 31-32Bolz).

Zum Berufsethos vgl. NHD: „Beruf“ (Beruf) aus MHD: „beruof“, „Leumund“ - die Bedeutung im NHD, nämlich als „Berufung“ sowie „Stand“ und „Amt“, hat Martin Luther (1483-1546) geprägt (Beruf) - und „Ethos“ aus dem Altgriechischen: „Sitte“, „Gewohnheit“, „Herkommen“; sittliche Grundhaltung und Gesinnung, moralische Gesamthaltung eines Einzelnen oder einer Gemeinschaft; in der modernen Ethik (Sittenlehre) näher bestimmt durch das Vorherrschen eines sittlichen Wertbewußtseins. Max Weber (1864-1920), der Begründer der Religionssoziologie, betonte in seinem Buch „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ (1904) die Bedeutung des religiösen Rationalismus, d.h. der reformatorischen Weltauslegung, die das Diesseits entzauberte oder entsakralisierte und die mit dem Berufsgedanken das alltägliche Leben mit dem Jenseitsschicksal verband, für die Entstehung des modernen Betriebskapitalismus: im Berufserfolg und Gelderwerb bewährt sich der je eigene Gnadenstand.

Zu Deutschlands Herrschenden zählen wir heute (ziemlich ungenau, denn diese Riesenkrake ist gar nicht mehr zählbar und soll ja auch nicht zählbar sein!): Regierende, Drahtziehende, Durch-Opposition-Mitregierende, Durch-Föderalismus-Regierende, Durch-Föderativ-Oppositionen-Mitregierende und all deren Anhängsel, z.B. die Anhängsel der Regierenden, die Anhängsel der Drahtziehenden, die Anhängsel der ... u.s.w. u.s.w. u.s.w.. Was den Bund insgesamt einmal betrifft, betrifft ihn sechzehnmal durch die Bundesländer - er ist also zu multiplizieren mit dem föderalistischen Faktor 17 (der in Wahrheit sehr viel größer ist, denn es gibt unzählige Zwischeninstitutionen und Zwischeninstanzen und deren aller Anhängsel u.s.w. u.s.w. u.s.w.). Es ist das größte Blockierungssystem, das die Welt je gesehen hat - und so teuer, wie es die Welt nie bezahlen könnte und auch nicht wollte, Deutschland aber schon, und zwar - exponentiell (!) - seit 1949. Bundesrepublik heißt: Michelrepublik! (Michel) . Ob ein solches System euphemistisch als Föderalismus (Föderalismus) oder schon weniger euphemistisch als Dualismus (Dualismus) oder sogar noch weniger euphemistisch als Partikularismus (Partikularismus) oder aber gar nicht euphemistisch als Separatismus (Separatismus) bezeichnet wird, ändert nichts daran, daß dieses System dem Ausland dienen soll (obwohl ja gerade das Ausland allmählich gemerkt hat, wie sehr es vom Wirtschaftsgiganten Deutschland abhängig ist; vgl. EUEU), weil es dessen Intention war und größtenteils noch ist, nun aber zu dessen Überraschung zu Deutschlands „Herzenssache“ geworden ist: Antideutsche Politik! Antideutsche Politik

Separatismus und Föderalismus sind austauschbar wie Start und Ziel, doch die separatistisch-föderalistische Strecke ist - z.B. in der Deutschen Geschichte - irgendwie meistens gekenzeichnet durch den Dualismus (Dualismus) in seinen verschiedenen Arten, wobei z.B. der Partikularismus (Partikularismus) dessen absoluter Höhepunkt ist. Vgl. Abbildung (Abbildung). Und welche Dualismus-Art oder welches Dualismus-Niveau betrifft uns heute?  Gegen Ende des 20. Jahrhunderts vollzog sich ein Wechsel, nämlich der vom niedrigsten Dualismus-Niveau (1Abbildung) zum nächsthöheren Dualismus-Niveau (2Abbildung). Das heißt, daß seitdem der Dualismus, wenn auch noch langsam (auf zweitniedrigstem Niveau), wieder zunimmt: er wird z.B. wieder häufiger und stärker als politsches Instrument eingesetzt, auch erkennbar an den („neo“) partikularistichen Strömungen („neo“ ist deshalb in Klammern gesetzt, weil es sich im Grunde um dasselbe alte Spiel im ewigen Kreislauf dreht, also nicht neu ist, sondern „neuartig“). Länder, die hierdurch profitieren (und z.B. noch mehr expandieren), und Länder, die hierdurch ruiniert werden (oder sich selbst ruinieren), werden wieder mehr. Das gehört nun mal zum alten Spiel im ewigen Kreislauf der Historienkulturen (Historienkulturen). Was den Wechsel vom niedrigsten Dualismus-Niveau (1Abbildung) zum nächsthöheren Dualismus-Niveau (2Abbildung) angeht, so gibt es innerhalb einer Kulturgeschichte immer nur zwei Vergleichsmöglichkeiten im engsten Sinne; für die Geschichte der abendländischen Kultur muß man daher den Ende des 20. Jahrhunderts vollzogenen Wechsel mit dem Mitte des 13. Jahrhunderts vollzogenen Wechsel vergleichen und anschließend die Zeit von 1990 bis 2010 mit dem Interregnum von 1254 bis 1273 (Interregnum (1254-1273)). Im Interregnum von 1254 bis 1273 offenbarte sich nämlich erstmals im Abendland der Ständestaat-Dualismus, eine partikularistisch-dualistische Art, durch die Stärkung der Reichsfürsten (vgl. Kurfürsten Fürsten / Reichsfürsten); um eine Analogie zu der Zeit von 1990 bis 2010 herzustellen, muß man nur einige Variablen verändern: die Zwischenherrschaft des unregierbar gewordenen „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ war ähnlich wie die Zwischenherrschaft der unregierbar gewordenen „Scheinheiligen Europäischen Union Deutscher Reiche“!

 

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