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Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch
- Literatur von Peter Mersch (*1949) -
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Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch

Begründung für meinen Kommentar
Voraussetzungen bzw. Rahmenbedingungen für Merschs Theorie
Evolution und Geschichte
Kompetenzerhalt
Reproduktionsinteresse
Generationengerechtigkeit als Hauptinteresse und ethische Forderung
Familienmanagement und Organisation von Produktion und Reproduktion
Energetische Ressourcen im Vergleich zu Wissen und Information
Unterschiedliche Definitionen
Zusammenfassung
Was Lulu so meint
Warum Lulu zu danken ist, Merschs Gegner zu bekämpfen sind und Merschs Theorie richtig ist

 

 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Begründung für meinen Kommentar.

Als ich meine eigene Theorie entwarf, kannte ich die Theorie von Peter Mersch noch nicht, doch als ich sie später kennenlernte, stellte ich fest, daß sie zu meiner Theorie recht gut paßt, d.h. zwar etwas anders, aber doch ähnlich ist. Thema auf dieser Seite soll sein, worum es Mersch mit seiner „Systemischen Evolutionstheorie“ geht und wie sehr sie zu meiner Theorie paßt.

 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Voraussetzungen bzw. Rahmenbedingungen für Merschs Theorie.

Die Voraussetzungen bzw. Rahmenbedingungen für Merschs Theorie bilden die Erkenntnisse der Physik. Mersch stellt weder den „Zeitpfeil“ der Thermodynamik noch den „Urknall“ (**|**) und die „Expanison“ des Universums in Frage (**|**|**|**|**|**), was man zwar auch nicht muß, aber zumindest teilweise kann, ohne Merschs Theorie - die „Systemische Evolutionstheorie“ - in Frage zu stellen; denn wenn z.B. die Annahme von „Urknall“ und „Expansion“ des Universums ignoriert werden würde, würde Merschs Theorie trotzdem eine wissenschaftliche Theorie sein,  falsifizierbar bleiben und dennoch nicht so leicht falsifiziert werden können.

Lebewesen sind u.a. dadurch definiert, daß sie der Entropie, die gemäß dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik in geschlossenen Systemen niemals abnehmen kann, vorübergehend - für die Zeit ihres Lebens nämlich - widerstehen können. Man könnte auch etwas dichterischer sagen: Leben vollzieht sich auf „Inseln der Ordnung“ im „Meer der Unordnung“, dem es zu widerstehen gilt. Ob aber das, was die Physiker annehmen, auch zu 100% richtig, also wahr ist, weiß niemand. Niemand weiß hundertprozentig, ob z.B. das Universum ein geschlossenes System ist, ob es mit einem Urknall begann, ob es sich ausdehnt (und wenn doch: ob es sich ewig ausdehnt), ob es dem Zerfall ausgeliefert ist, also mit dem völligen Zerfall enden wird. Unser Universum könnte eines unter vielen sein und mit ihnen zusammen ein offenes System bilden. Dann wäre unser Universum ein geschlossenes in einem offenen System. Auch könnte es der Entropie nur für eine bestimmte Zeit, also vorübergehend - z.B. im Rahmen eines Zyklus - ausgeliefert sein. Man könnte sich viele andere Theorien ausdenken, und diese Theorien müßten z.B. nicht unbedingt der Thermodynamik widersprechen. Es könne auch sein, daß es viele „Orte“ im Universum gibt, an denen die von den Physikern behaupteten „Gesetze“ gar nicht gelten - z.B. in den „Schwarzen Löchern“ (die vielleicht sogar den Ausgang aus unserem Universum und den Eingang [als „Weiße Löcher“ {„Urknalle“}] in andere Universen bilden) - und die gar keine Orte sind, oder daß unser Universum sich um ein Zentrum dreht, das sich bei Näherung als sein Gegenteil herausstellt, und die Geschlossenheit, die Physiker für unser Universum annehmen, dadurch zustandekommt, daß es sich mit Lichtgeschwindigkeit dreht, sich also zwar wie ein geschlossenes System verhält (und in ihm auch die entsprechenden „Gesetze“ für geschlossene Systeme gelten), aber eigentlich keines ist, und daß es nur vorübergehend und insofern expandiert, als sein Zentrum mit seinen „Gesetzen“ eine Expansion zuläßt.   –  Vieles ist bezüglich des Universums denkbar, ohne daß sich mit logischer Konsequenz Merschs „Systemische Evolutionstheorie“ als falsch herausstellen würde. Die These von der Entropie in geschlossenen Systemen, die These vom Zerfall und die These vom Widerstand gegen den Zerfall durch das Leben sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit allein schon deswegen nicht falsch, weil mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für jedes Universum gilt, daß es zuerst nur Energie beinhaltet, die sich in Materie und wieder zurück in Energie umwandeln kann, und zuletzt nur Energie beinhaltet, die nicht mehr umwandelbar ist. Folglich und mit fast gleich hoher Wahrscheinlichkeit kann auch Merschs Theorie nicht falsch sein.

Entscheidend scheint für Mersch zu sein, daß er eine Definition für Leben bzw. Lebewesen liefern kann, bei der die physikalischen „Gesetze“ als Voraussetzungen bzw. Rahmenbedingungen ihre Gültigkeit behalten. Mersch kann diese Definiton aber auch dann liefern, wenn er dabei z.B. den Urknall und den Zeitpfeil nicht so dogmatisch voraussetzt, wie es die meisten heutigen Physiker tun.

Indem er Stephen Hawking und dessen Buch »Die illustrierte kurze Geschichte der Zeit« (2010) anführt, will er das Argument untermauern „daß es intelligentes Leben nur geben kann, wenn sich das Universum ausdehnt und der kosmologische, der thermodynamische und unser eigener ... Zeitpfeil in die gleiche Richtung weisen. Oder in den Worten des Physikers Peter W. Atkins: »Indes, mag sie auch noch so verborgen sein, die Triebfeder aller Schöpfung ist der Zerfall, und jede Handlung ist die mehr oder weniger unmittelbare Folge der natürlichen Auflösungstendenz.« (Ders., Schöpfung ohne Schöpfer, 1984, S. 39).“ (**). Mersch hätte aber auf diese Argumentationshilfen verzichten können, weil es argumentativ völlig ausgereicht hätte, wenn er gesagt hätte, daß Lebewesen offene Systeme sind, die ihre Energie von Sternen erhalten und diese Energie in anderer Form wieder abgeben und als selbstorganisierende, dissipative Nichtgleichgewichts- bzw. Ordnungssysteme gegen die Unordnung bzw. das Gleichgewicht des ihm übergeordneten geschlossenen Systems Widerstand leisten - um eben leben zu können. Darin sind aber trotzdem implizit die Erkenntnisse der Thermodynamik enthalten - richtig; aber es ist darin nicht notwendigerweise auch die Theorie von „Urknall“ und „Expanison“ des Universums enthalten.

Dieser, meiner physikalisch fundierten Definition von Lebewesen sich bedienend, würde Mersch die Behauptungen von Atkins und Hawking gar nicht bestreiten, aber er müßte sie auch nicht bejahen, sondern könnte sich ihnen gegenüber enthalten. Die von den Deutschen J. Robert Mayer (1814-1878), Hermann Helmholtz (1821-1894), Rudolf J. E. Clausius (1822-1888), Walther Hermann Nernst (1864-1941) entdeckten Gesetze der Thermodynamik (vgl. Hauptsätze der Thermodynamik) sind viel älter als die Theorie von Urknall und Expansion, die sich auf die Relativitätstheorie des Deutschen Albert Einstein (1879-1955) und in der Folge auf die Beobachtung des US-Amerikaners Edwin P. Hubble (1889-1953), andere Galaxien bewegten sich von unserer Galaxie weg, stützt. Man kann, um Lebewesen in Abhängigkeit von physikalischen Voraussetzungen bzw. Rahmenbedingungen zu definieren, beruhigt auf die Theorie von Urknall und Expansion verzichten, aber nicht auf die Hauptsätze der Thermodynamik.

Nun könnte man einwenden, ich wolle mit meiner Enthaltsamkeit gegenüber der Theorie von Urknall und Expansion lediglich Gott oder die Metaphysik wiedereinführen; doch dieser Einwand ließe dann völlig unberücksichtigt, daß es für die Erkenntnis auch in letzter Instanz überhaupt gar nicht wichtig ist, ob die letzten Antworten auf die letzten Fragen von Physikern oder von Theologen kommen, denn beide können bei den letzten Fragen ohnehin nur metaphysische Antworten liefern. Die heutigen Physiker liefern auf die Frage, wie das Universum entstand, also auch nur metaphysische Antworten, und wenn ich z.B. von einem „Urknall“ ausgehe, dann frage ich mich sogleich nach dem Warum, was vor dem „Urknall“ geschah, und spätestens dann, wenn diese oder ähnliche Fragen gestellt werden, reagieren auch die heutigen Physiker mit entweder metaphysischen oder gar keinen Antworten.

Auch Mersch muß sich damit begnügen, für die Voraussetzungen des Lebens keine hundertprozentige Rückendeckung von der Physik zu bekommen. Deswegen können, aber müssen diese Voraussetzungen nicht falsch sein, d.h.: auch in Merschs Theorie muß nicht, aber könnte ein Proton Pseudos enthalten sein. Das, was Kant das „Ding an sich“ nannte, können wir nicht erkennen - ich meine: nicht hundertprozentig (!) -, also auch dann nicht, wenn es ein „Urknall“ sein sollte. Zu der „Urknall“-Theorie paßt sehr gut, was Christen schon sehr lange glauben, wie auch Eric Lerner 2012 in einem Gespräch sagte: „Das Universum wurde in einem mehr oder minder vollkommenen Zustand durch Gott geschaffen, und seither geht es mit ihm bergab. Das paßt sehr gut zu dem, was die Urknalltheorie sagt.“ (**). Es ist schon sehr merkwürdig, daß heutzutage fast niemand die These bestreitet, Gott könne weder verifiziert noch falsifiziert werden, aber nicht wenige trotzdem bereit sind, jedem dahergelaufenen „Experten“ zu glauben, der behauptet, der „Urknall“ sei der Schöpfer des gesamten Universums, also auch der Schöpfer aller Lebewesen, also auch der Schöpfer aller Menschen, also auch der Schöpfer aller Theorien u.s.w.. Von welcher Seite man diese beiden Glaubensrichtungen bzw. Theorien oder Theologien auch betrachtet: beide sind auch Bestandteil eines Theismus! **


So wie die heutige „Linken“ (also die, die falsch herum sind) fälschlicherweise glauben, das Antinationale und das Nichtnationale seien identisch, so glauben auch viele andere Naivlinge, das Antitheistische und das Nichttheistische seien identisch. Die sprachliche Entsprechung des „Nicht“ ist aber das „A“ und nicht das “Anti“. Man ist ein Nichtnationaler, wenn man ein Anationaler ist; und man ist ein Nichttheist, wenn man ein Atheist ist. Aber ein Antinationaler bleibt immer ein Nationaler, dem Nationalen verpflichtet; und ein Antitheist bleibt ein Theist, dem Theismus verpflichtet. Heutzutage verwechseln viele - besonders aber die „Linken“ - das „Gegen“ mit dem „Nicht“, das „Anti“ mit dem „A“. Mersch ist kein „Linker“, denn Mersch ist sehr intelligent und weiß genau, was er mit seiner Theorie aussagen will; aber er steht bei den physikalischen Voraussetzungen mit mindestens einem Bein bereits im Bereich des Theistischen!


Für Mersch sind das Universum und die Evolution gleich alt (**), also ungefähr 13,75 Milliarden Jahre. Mersch argumentiert „aus einer primär naturwissenschaftlichen Position heraus ..., gemäß der unser Universum vor ca. 13,75 Milliarden Jahren entstanden ist, sich seitdem ausdehnt und dabei kontinuierlich an »Ordnung« verliert, das heißt »zerfällt«. Letzteres definiert den sogenannten thermodynamischen Zeitpfeil.“ (**). „Leben hat demnach etwas mit der kontinuierlichen Zunahme der Unordnung in unserem Universum und dessen Expansion zu tun.“ (**). Ob man als Voraussetzung für das Leben auch die Expansion des Uninersums in jedem Fall annehmen muß, bezweifle ich, wie schon gesagt. Aber das ist für Merschs weitere Argumentation auch nicht wichtig: „Und in der Tat sind Lebewesen zunächst einmal komplexe Ordnungszustände der Materie (beziehungsweise lebende »Systeme«), die sich aufgrund der im Universum vorherrschenden Verhältnisse bei eigener Inaktivität nicht lange behaupten könnten. Man erlebt das unmittelbar, wenn Lebewesen sterben: Ihre Ordnung verliert sich dann binnen kurzer Zeit.“ (**). Und das hat mit den Erkenntnissen aus der Thermodynamik zu tun, wie gesagt, und eben nicht in jedem Fall auch mit dem Urknall und der Expansion des Universums. „Beim Leben handelt es sich also gewissermaßen um den Versuch, dem thermodynamischen Zeitpfeil zu entrinnen. Es ist bestrebt, am Leben zu bleiben. Anders gesagt: Lebewesen streben danach, ihren Ordnungszustand aufrechtzuerhalten.“ (**). Mersch schlußfolgert hier richtig und kann sich anschließend daran machen, auf sein evolutionär-systemisches Weltbild bzw. seine Systemische Evolutionstheorie näher einzugehen.

 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Evolution und Geschichte.

Beim Lesen der Texte von Peter Mersch habe ich manchmal den Eindruck, daß die Geschichte ein bißchen zu sehr vernachlässigt oder von der manchmal übergeneraliserten Evolution regelrecht verschluckt wird. Gemäß meinem Modell können sich die Begriffe Evolution und Geschichte sowohl decken als auch ausschließen, weil ich von einer Evolution im weiteren oder weitesten Sinne und einer Evolution im engeren oder engsten Sinne genauso ausgehe wie von einer Geschichte im weiteren oder weitesten Sinne und einer Geschichte im engeren oder engsten Sinne, weil sich dadurch sowohl eine Naturgeschichte als auch eine Kulturgeschichte und sowohl eine natürliche Evolution als auch eine kulturelle Evolution erzählen lassen. Mersch faßt diese verschiedenen Aspekte unter einem Aspekt, nämlich dem der Systemischen Evolution zusammen, was zwar Vorteile hat, aber auch einige Nachteile, denn die Gefahr, die einhergeht mit der Subsummierung aller Entwicklungen unter einem Aspekt, ist nicht klein, aber verlockend, wodurch sie rasch größer werden kann.

Mersch argumentiert z.B. hin und wieder ähnlich wie Gunnar Heinsohn, für den Kriege stets eine demographische Ursache haben (**|**), doch das ist ein wenig zu kurz gedacht und beurteilt (**|**|**). Wenn Evolution als ein Kampf gegen die Entropie, die gemäß dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik in geschlossenen Systemen niemals abnehmen kann, verstanden werden kann, dann kann es auch z.B. einen Kampf gegen die Evolution geben. Ich meine damit nicht, daß die Natur oder die Entropie kämpft, sondern daß es eine Entwicklung geben kann, die der Evolution bewußt zuwiderläuft und somit der Natur oder der Entropie, dem Zerfall, der Unordnung entgegenkommt. Für dieses Phänomen gibt es bisher keine andere Beschreibung als die Geschichte selbst - jedenfalls ist das eine meiner Hypothesen -, wobei die Geschichte sowohl wie oder ähnlich wie die Evolution daherkommen als auch gegen sie gerichtet sein kann (daher: Evolution i.w.S., Evolution i.e.S., Geschichte i.w.S., Geschichte i..e.S.). Diese Möglichkeit steckt in der Evolution wie die Evolution im Universum. **

Gesetz und Zufall

Den Zufall in der Geschichte sollte man nicht unterschätzen und deswegen nicht immer wieder versuchen, jedes historische Phänomen möglichst monokausal zu erklären. Gesetz und Zufall spielen offenbar miteinander. „Evolution verläuft zwar letztlich zufällig und unbestimmt, jedoch nur bedingt. Und genau hier liegen die Chancen.“ (**). Gemäß der „Systemischen Evolutionstheorie sind Lebewesen selbstreproduktive Systeme, die gegenüber ihrer Umwelt Kompetenzen besitzen, um aus ihr Ressourcen (Mittel) zu erlangen, mit deren Hilfe sie ihre Kompetenzen reproduzieren, das heißt erhalten und erneuern können (**). Sie benötigen die Ressourcen, da die Kompetenzreproduktion - gemäß den Gesetzen der Physik - mit Kosten verbunden ist. Zusätzlich sind sie bestrebt, ihre Kompetenzen zu reproduzieren. Das ist im Grunde schon alles.“ (**). Die Chancen zur Evolution stecken im Universum, die Chancen der Geschichte in der Evolution und also auch im Universum.

Die Geschichte ist zwar nicht unbedingt der Komplize des Zerfalls, aber nicht selten spielt sie sich so auf, und weil sie ja eingebettet in Evolution ist, hat sie bezüglich der Evolution genau zwei Möglichkeiten: (1) die Evolution zu unterstützen, (2) die Evolution nicht zu unterstützen. Mersch könnte und würde wahrscheinlich auch dieser Aussage entgegenhalten, daß diese zwei Möglichkeiten nicht bestünden, weil selbstreproduktive Systeme wie z.B. Lebewesen gegen den Zerfall ankämpfen müssen, um sich selbst erhalten bzw. weiterentwicklen zu können, weshalb sie ihre Kompetenzen erhalten bzw. das Verlieren ihrer Kompetenzen vermeiden müssen (**). Das ist auch richtig. Die Geschichte kann letztlich nicht gegen die Evolution gewinnen, aber etwas anderes machen als sie und somit einige evolutionäre Ergebnisse verzögern und sogar verhindern kann sie schon.

Wenn eine Gemeinschaft bemerkt, daß in ihr die Anzahl der Kinder und Jugendlichen dramatisch angewachsen ist, kann sie z.B. mit politischen Mitteln verhindern, daß es zu Kriegen kommt. Das Deutsche Reich z.B. hat genau das im 19. Jahrhundert und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts getan. Es gehörte in dieser Zeit niemals zu den Kriegshetzern, die meisten seiner Gegner hingegen schon und einer davon hatte sogar schon zu dieser Zeit zu niedrige Geburtenraten. Man kann also eher sagen, daß zwar zu große Unterschiede in den Geburtenraten eine riesige Gefahr für Kriege in sich bergen - daran habe auch ich überhaupt keinen Zweifel -, aber trotzdem nicht jeder Kinder- bzw. Jugendüberschuß zu Kriegen führen muß, wie besonders Gunnar Heinsohn behauptet (**|**|**|**|**|**). Daß nicht jeder Kinder- bzw. Jugendüberschuß zu Kriegen führen muß, hat uns die Geschichte ja gezeigt. Menschen sind diejenigen selbstproduktiven Systeme, die Geschichte in diesem Sinne (nämlich: im engeren Sinne) gestalten, und mit dem Wissen, das Menschen bzw. einige Menschen erreicht haben, können sie der Evolution ein Schnippchen schlagen - so wie alle Evolutionsagenten mit ihrer Selbsterhaltung dem Zerfall.

Kulturelle Mutation gibt es ebenfalls, denn - gemäß meiner Kulturtheorie - sind Kulturen Superorganismen. Und Superorganismen sind - gemäß Merschs und meiner Theorie - selbstreproduktive Systeme. Diejenige Politik, die Teil der Geschichte im engeren Sinne ist, muß scheinbar (scheinbar, nicht anscheinend!) hin und wieder auch gegen die Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie (Variation, Reproduktionsinteresse [**], Reproduktion) so verstoßen und Kompetenzverluste so hinnehmen, daß sie dadurch die Generationengerechtigkeit in der Gemeinschaft, der sie verpflichtet ist, bewahrt (**), also Kompetenzverluste einzelner Politiker zugunsten von Kompetenzgewinnen der Gemeinschaft auch dann akzeptiert, wenn die Eigeninteressen als die eigenen Reproduktionsinteressen dazu im Widerspruch stehen. Politiker, die das tun, sterben deswegen nicht gleich. Auch das hat die Geschichte gezeigt. Solche Politker, die derartige eigene Kompetenzverluste bewußt in Kauf nehmen bzw. altruistisch sind, gab es früher viele; heute gibt es sie nur noch selten bis gar nicht; und daß es sie nur noch selten bis gar nicht gibt: darin liegt der Skandal! Aber irgendwann wäre es wohl eh so gekommen, wie wir im nachhinein aus der Evolution wissen können; daß es aber manchmal dennoch nicht dazu kommt und auch nicht kommen muß: das wiederum lehrt uns die Geschichte.

Beispielsweise hätten die auf Wirtschaft und insbesondere Geld basierenden Superorganismen schon eher oder später entstehen können, doch tatsächlich konnten sie erst entstehen, nachdem einige Bedingungen dafür erfüllt waren. Man kann diese Bedingungen auch zu einer Hauptbedingung zusammenfassen: der faustischen Kultur, also unserer abendländischen Kultur. Weil aber dieser kulturelle Superorganismus bis zur vierten Bedingung „überleben“ muß, damit sich jene anderen Superorganismen durchsetzen können, sollten wir es nicht bei einer Hauptbedingung belassen, sondern doch von vier Bedingungen ausgehen:
1.)Existenz einer Kultur, die faustisch genug ist, um den Planeten zu erobern und auszubeuten, also: Abendlandkultur;
2.)Eroberung des Planeten Erde durch die Abendländer;
3)Zivilisation der Abendlandkultur, weil Zivilisation auch Nihilismus bedeutet und faustischer Nihilismus alles vernichtet;
4.)„Frühverrentung“ der abendländischen Kultur, weil eine solche „Frühverrentung“ einen großen Kompetenzverlust eines großen Superoganismus bedeutet, denn die entstehende, auf Wirtschaft und insbesondere Geld basierenden Superorganismen brauchen den „Konkurs“ des auf Kultur basierenden Superorganismus, dem sie zwar ihre Entstehung verdanken, der aber nun nur noch als lästiger Konkurrent angesehen wird und mittels Bestechung, Erpressung, Krisen, Krieg, Anarchie u.v.m. bis zum bitteren Ende bekämpft wird.
Wenn diese vier Bedingungen erfüllt sind, können sich jene auf Wirtschaft und insbesondere Geld basierenden Superorganismen etablieren und soviel Macht ansammeln, daß es nach Überschreiten einer kritischen Zeitspanne kaum mehr möglich ist, sie wieder aufzulösen, zu besiegen, zu vernichten. Mittlerweile stehen wir noch bei der 3. und warten auf die 4. Bedingung, und es wird immer schwieriger, überhaupt noch Politiker zu finden, die bereit sind, gegen die neuen Superorganismen etwas zu unternehmen. Es wird dann bald nur ein noch gesunder und auch noch nicht „frühverenteter“ Superorganismus kultureller (also einschließlich religiöser) Art sein können, aus dem heraus auch wieder starke Politiker bereitstehen würden, um diese Aufgabe zu lösen. Doch welcher? Aktuell ist keiner in Sichtweite.

Nicht alle Entwicklungen sind mit Merschs Systemischer Evolutionstheorie zu erklären, aber immerhin die meisten; für manche braucht man eben auch die Geschichte im engeren Sinne (**) oder gar die Geschichte im engsten Sinne (**), weil sie innerhalb der Geschichte diejenigen sind, die der Evolution auch hin und wieder einen Streich spielen können - mit mitunter fulminanten Auswirkungen. Sie kann sich im Gegensatz zur Geschichte im weitesten Sinne (**) und zur Geschichte im weiteren Sinne (**), die sich meist doch eher noch so wie die Evolution als Widerstand gegen den Zerfall und als Kompetenzerhalt bzw. -verlustvermeidung zeigen, auch schon mal als Widerstand gegen den Widerstand gegen den Zerfall und als Widerstand gegen Kompetenzerhalt bzw. -verlustvermeidung zeigen, und zwar entweder befristet (mit potentiell unendlich vielen Ergebnissen) oder unbefristet (mit immer demselben endlichen und potentiell beschleunigten Ergebnis: Zerfall). Auf diese Weise sind - gemäß meiner Theorie - die menschlichen Superorganismen (Organsiationssysteme) entstanden. Daß sie auch durch permanente Kompetenzerweiterungen seitens mancher Menschen bei gleichzeitigen Kompetenzverlusten anderer Menschen entstanden sind, ist kein Widerspruch dazu.

Evolution und Geschichte stehen also genausowenig in einem widersprüchlichen Verhältnis zueinander wie Universumsentwicklung (Kosmogenese) und Evolution. Die ihnen jeweils entsprechenden Wissenschaftsdiziplinen sollten sich auch deshalb nicht so sehr voneinander abgrenzen, sondern ergänzen. **

 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Kompetenzerhalt.

In der Evolution geht es gemäß Merschs Systemischer Evolutionstheorie um Kompetenzerhalt.

Selbstreproduktive Systeme - wie z.B. Lebewesen, Viren, Superorganismen, Organisationssysteme und andere offene Systeme der Selbstreproduktion - erhalten ihre Kompetenz (Fitneß, Anpassung, Anpassungsfähigkeit, Kapital u.ä.), indem sie diese reproduzieren, wofür sie Ressorucen aus ihrer Umwelt benötigen. Wegen der physikalischen Voraussetzungen bzw. Rahmenbedingungen (**) können Lebewesen sich nicht anders verhalten, denn täten sie es dennoch, verlören sie ihre Kompetenzen, stürben, zerfielen sie sehr bald. Selbstreproduktive Systeme müssen also Kompetenzverluste möglichst vermeiden. Sie verfügen über verschiedene Verfahren - wie z.B. Stoffwechsel, Fortpflanzungsfunktionalität, Imitation, Lernen u.a. - zur Reproduktion ihrer Kompetenzen und eben über Reproduktionsinteressen (**). Aus dem Rennen der Evolution scheidet aus, wer seine Kompetenzen gegenüber der Umwelt verliert, nicht mehr fähig (kompetent) ist, Ressourcen der Umwelt zu entnehmen, um seine Kompetenzen zu reproduzieren.

Geht es gemäß der Darwinschen Evolutionstheorie um das Überleben der Fittesten bzw. das Ausscheiden der Unfittesten, so gemäß der Systemischen Evolutionstheorie um den Selbsterhalt der Kompetentesten bzw. das Ausscheiden der Inkompetentesten. Was gemäß der Darwinschen Evolutionstheorie die Selektion vollzieht, das vollzieht gemäß der Systemischen Evolutionstheorie das Reproduktionsinteresse (**). Die Darwinsche Evolutionstheorie ist - gemäß der Systemischen Evolutionstheorie - lediglich ein Spezialfall der Systemischen Evolutionstheorie. Es ist eines von Merschs Verdiensten, daß er die völlige Passiviät bzw. Unselbständigkeit der Evolutionsakteure gegenüber der Natur, wie sie die Darwinsche Evolutionstheorie vorschreibt, zu einer teilweisen Aktivität bzw. Selbständigkeit der Evolutionsakteure durch das Reproduktionsinteresse - eine Unterart des Willens sozusagen - umgewandelt hat, und zwar zu Recht, denn wir sehen ja am menschlichen Beispiel, daß seit dem Beginn der letzten, der abendländischen Moderne das Reproduktionsinteresse bezüglich der Fortpflanzung abendländischer Menschen die Umkehrung der Selektion im Sinne der Darwinschen Evolutionstheorie, also negative Selektion, die man auch soziale Selektion oder einfach nur Dysgenik nennen kann, betreibt. Seitdem haben nämlich im Abendland die Kompetentesten bzw. Fittesten zu wenige Kinder, sind also dabei, aus dem Rennen der Evolution auszuscheiden, während die Inkompetentesten bzw. Unfittesten zu viele Kinder haben, also dabei sind, im Rennen der Evolution zu bleiben.

Für Mersch gilt: „Selbsterhalt = Kompetenzerhalt während des aktuellen Lebens; Fortpflanzung = Kompetenzerhalt über das eigene Leben hinaus.“ (**).

 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Reproduktionsinteresse.

Mersch hat ein Modell entworfen, in dem das Reproduktionsinteresse und nicht der Reproduktionserfolg (wie bei Darwin) entscheidend ist. Das Modell von Mersch ist also „ein akteurbasiertes Evolutionsmodell .... Dazu zählen folgende Aspekte:
 Die Natur hat zwei grundlegend unterschiedliche Selektionsweisen zur Erlangung von Ressourcen hervorgebracht: Dominanz und Gefallen-Wollen (Push und Pull).
 Im Rahmen der Evolution erfolgt eine Hierarchisierung »lebender« Systeme: einzellige Organismen (Einzeller), vielzellige Organismen (Vielzeller) und Superorganismen.
 Lebende Systeme zeichnen sich vor allen Dingen durch ihr Reproduktionsinteresse aus, das heißt durch ihr Bestreben, ihre Kompetenzen in bezug auf ihre Umwelt fortwährend zu erhalten.
Es wird eine auf der allgemeinen Systemtheorie fußende Systemische Evolutionstheorie formuliert und begründet, in deren Zentrum nicht mehr die natürliche Selektion, sondern der Evolutionsakteur mit seinen Reproduktionsinteressen steht.“ (**). Wohlgemerkt: Damit wird die Selektion nicht total geleugnet, sondern nur relativiert, aus menschlicher Sicht auch marginalisiert, jedenfalls aber ergänzt durch das Reproduktionsinteresse.

Die Darwinsche Evolutionstheorie wird von Mersch also nicht verworfen, sondern integriert, so daß er „die folgenden Resultate erzielt beziehungsweise skizziert:
 Erfüllt eine biologische Population die Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie, dann evolviert sie auch im Darwinschen Sinne.
 Die natürliche und sexuelle Selektion lassen sich auf die gleichen Evolutionsprinzipien zurückführen.
 Die Systemische Evolutionstheorie kann neben der biologischen auch die technische, wissenschaftliche und kulturelle Evolution beschreiben.
Abschließend wird die Vermutung geäußert, daß sich auf der Erde alle Evolutionen gemäß den Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie ereignen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Gefallen-wollen-Kommunikation zu, auf deren Basis fortwährend neue evolutive Lebensräume entstehen können.“ (**). Diese besondere Bedeutung ist der Grund dafür, daß Mersch auch nicht-biologische Evolutionen verständlich machen kann.

Mersch geht davon aus, „daß die individuellen Reproduktionsinteressen ganz erheblich durch die soziale Organisation beeinflußt werden (und nicht zwingend genetischer Natur sind).“ (**). Für Mersch gilt: „Selbsterhalt = Kompetenzerhalt während des aktuellen Lebens; Fortpflanzung = Kompetenzerhalt über das eigene Leben hinaus.“ (**). **

„Mersch ist Systemtheoretiker, und deshalb geht er den einzig richtigen Weg: Von der höchsten Ebene zur niedrigsten. Die Biologen sind bislang immer umgekehrt vorgegangen: Von den Genen zur Gesellschaft oder Kultur. Die Memetik z.B. orientiert sich vorstellungsmäßig an den Verhältnissen der niedrigsten Ebene. Das macht keinen Sinn. Ich kann auch nicht den Menschen als eine Verallgemeinerung seiner Zellen betrachten.
Wenn ich eine Email-Kommunikation vollständig verstehen will, dann muß ich mich von oben nach unten durchhangeln, bis hin zum Netzwerkprotokoll. Ich kann aber nicht den Nachrichtenaustausch zwischen zwei Menschen aus dem Netzwerkprotokoll heraus erklären. Genau das versuchen die Biologen jedoch ständig.
Mersch orientiert sich in seiner Evolutionsvorstellung sehr stark an den allgemeinen Vorstellungen, die mit Schrödinger in die Diskussion gekommen sind. Für ihn besitzen Evolutionsakteure gegenüber dem Lebensraum Kompetenzen (= Adaptionen, Anpassungen, Fitneß), für die sie ständig bestrebt sind, sie zu erhalten. Es geht also letztlich um den Erhalt biologischer Informationen (gegenüber dem Lebensraum, d.h. der Umwelt). Die von ihm benutzten Interessenbegriffe (Selbsterhaltungsinteresse, Reproduktionsinteresse) verwendet er metaphorisch. Sie sind wohl als reiner Automatismus entstanden, wurden dann aber immer komplexer. Individuen, die solche Interessen nicht besaßen (die also nicht ständig darum bemüht waren, am Leben zu bleiben bzw. sich fortzupflanzen), schieden unabhängig von ihrer Fitneß aus dem evolutiven Wettbewerb aus.
In diesem Zusammenhang stellt sich zunächst die Frage nach der Speicherung der Informationen. Und da mußte die Natur mit irgendetwas beginnen, und zwar konkret mit der DNS. Später haben sich dann weitere Möglichkeiten der Informationsspeicherung ergeben, insbesondere durch die Gehirne. Diese sind sozusagen in der Lage, biologische Informationen (Kompetenzen, Adaptionen etc.) tradigenetisch zu speichern. Der Mensch erfand nun noch die symbolische Speicherung. Heute können wir unsere Kompetenzen sogar bei Youtube abspeichern.“ (Jackle, 12.06.2009, 15:16 **).

„Bei der Darwinschen Evolutionstheorie steht der Reproduktionserfolg im Vordergrund, bei der Systemischen Evolutionstheorie dagegen das Reproduktionsinteresse.“ (**). „Anders als die individualistische Darwinsche Evolutionstheorie besitzt die Systemische Evolutionstheorie ein integriertes soziobiologisches Konzept.“ (**). **

Laut Peter Mersch ist die natürliche Selektion lediglich ein Ergebnis der Wirkungen grundlegenderer, auf den Selbsterhaltungs- und Reproduktionsinteressen von Individuen beruhender Prinzipien, die er unter dem Namen Systemische Evolutionstheorie zusammenfaßt. Gemäß dieser können nur selbsterhaltende, selbstreproduktive Systeme eigendynamisch evolvieren. Sexuelle Selektion und Darwinsche Evolutionstheorie verhalten sich zueinander wie Gefallen-wollen-Kommunikation und Systemische Evolutionstheorie. Das Zusammenspiel von Systemischer Evolutionstheorie und Gefallen-wollen-Kommunikation kann den „Ursprung von Allem“ (**) - so Mersch - erklären.

„Sexuelle Selektion und Darwinsche Evolutionstheorie verhalten sich zueinander wie Gefallen-wollen-Kommunikation und Systemische Evolutionstheorie. Die Systemische Evolutionstheorie „schafft eigenständige selektive Umwelten, in denen dann autonome evolutive Prozesse ablaufen können. Anders gesagt: Die Gefallen-wollen-Kommunikation erzeugt den Rahmen; sie erstellt die evolutive Infrastruktur. Anschließend gestaltet sich darin alles gemäß den Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie.“ (**).

Die Systemische Evolutionstheorie überzeugt auch deshalb so sehr, weil sie und - so weit ich sehe - nur sie in der Lage ist, eine Brücke zu schlagen zwischen Biologie und Soziologie (einschließlich Demographie und Ökonomie), zwischen Natur und Kultur. Über diesen Brückenschlag hinaus ist sie sehr sinnvoll, weil sie eine theoretische Lösung des demographisch-ökonomischen Paradoxons (**|**|**|**) bzw. des Central Theoretical Problem of Human Sociobiology (**) und auch eine praktische Lösung unseres modernen demographischen Problems (**|**|**|**) anbietet. Was diese Lösungen angeht, so versag(t)en nämlich alle bisherigen biologischen (einschließlich evolutionistischen) und alle bisherigen soziologischen (einschließlich demographischen und ökonomischen) Theorien.

Wenn Reproduktionen - und also auch die Fortpflanzung (!) - interessengeleitet sind, dann ist es vorübergehend (wegen der natürlichen Rahmenbedingungen! **) auch möglich und die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß gegen die Gesetze bzw. Regeln der Natur verstoßen wird. Menschen sind ein Beispiel für diesen Verstoß, und deren Reproduktionsinteressen zeigen, daß die - seit der abendländischen Moderne als „natürlich“ verstandene - Richtung von der Natur zur Kultur (Natur => Kultur) auch umgekehrt sein kann, nämlich von der Kultur zur Natur (Kultur => Natur), wenn wahrscheinlich auch nur vorübergehend (wegen der natürlichen Rahmenbedingungen! **). Diese von der Kultur eroberte Machtsphäre, deren Berücksichtigung ich schon seit langem von den Wissenschaftlern, die sich immer mehr in Abhängigkeit von der Politik begeben, fordere, ist - vorübergehend (**) - gegen die Natur gerichtet, aber nicht frei von ihr, weil sie ihr in letzter Konsequenz doch ausgeliefert bleibt (**). Ich behaupte nun, daß auch Peter Mersch das erkannt haben muß, weil seine Systemische Evolutionstheorie das impliziert.

 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Generationengerechtigkeit als Hauptinteresse und ethische Forderung.

Daß Peter Mersch die Generationegerechtigkeit in den Mittelpunkt seines Interesses stellt und zu einer ethischen Forderung erhebt (**), macht ihn für mich äußerst sympathisch. Im Rahmen der Herrschaftsform, unter der wir mittlerweile leiden, werden politische Maßnahmen an der derzeitigen und auf geradezu kriminelle Weise schon seit Ende der 1960er Jahre andauernden Ungerechtigkeit gegenüber den Generationen der Zukunft nichts ändern - im Gegenteil: sie werden ihnen noch mehr Schulden aufbürden, ihnen Verhältnisse bescheren, die Volkmar Weiss das „Große Chaos“ genannt hat (**), denn dessen Ausmaß übersteigt bei weitem, was es in der Menschheitsgeschichte zusammengenommen gegeben hat. Man muß damit rechnen, daß von den bis dahin vielleicht 10 Milliarden zählenden Menschen dieses Planeten weniger als 1 Milliarde, vielleicht eine halbe Milliarde oder - im schlimmsten Fall - sogar gar keiner übrigbleibt.

Man sollte daher für jeden einzelnen Menschen einer jeden aktuell lebenden Generation daraufhin überprüfen und danach bewerten, ob und wie sehr das Verhalten und Handeln generationengerecht, also nachhaltig oder nicht nachhaltig gegenüber den zukünftigen Generationen ist. Das muß in jeder Hinsicht im Mittelpunkt des Interesses aller Menschen stehen. ** ** **

 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Familienmanagement und Organisation von Produktion und Reproduktion.

Mersch schlägt vor, ein Familienmanagement (**|**) einzuführen, die Familie zum Beruf zu machen (**|**). Dieser Vorschlag geht offenbar einher mit der Einsicht, daß es anscheinend (noch) kein Zurück zur „patriarchalisch“ organsierten Familie geben kann und der einmal von der abendländischen Kultur eingeschlagene Weg der Frauenemanzipation, obwohl sie ein Irrtum ist (vgl. den Buchtitel: Die Emanzipation - ein Irrtum!  [**]) ist und „unsere Gesellschaft restlos ruinieren wird“ (vgl. den Buchuntertitel: Warum die Angleichung der Geschlechter unsere Gesellschaft restlos ruinieren wird [**]), wohl (noch) nicht rückgängig gemacht werden wird. Mersch will also nicht einen anderen politischen Weg als Lösung, sondern einen anderen gesellschaftlich-wirtschaftlichen. Er will nicht oder jedenfalls nicht direkt die Politik ändern, sondern die Familie retten, indem er sie gesellschaftlich attraktiver machen will: Familie als Beruf heißt ja im modernen Sinne, daß die Familie wieder ins Zentrum der Gesellschaft gerückt wird, und das geht bei uns heute anscheinend nur noch dadurch, daß man sie wirtschaftlich reizvoll macht.

Die Geburtenrate soll dadurch steigen, daß z.B. eine „Familienmanagerin“ (**|**), die zuvor gut ausgebildet worden ist, viele - eigene und/oder fremde - Kinder großzieht, dafür viel Geld bekommt und vielen anderen Müttern dadurch ermöglicht, in Lohnarbeit zu gehen bzw. zu bleiben.

Mersch behauptet zu Recht, daß die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ (**|**|**|**|**|**|**), die sich mittlerweile auch die Parteien auf die Fahnen geschrieben haben, zum Scheitern verurteilt ist. Wenn also die Frauen auf ihre beruflichen Karrieren (noch) nicht verzichten wollen und Familie und Beruf nicht wirklich vereinbar sind, dann gibt es offenbar nur eine Lösung für das demographische Problem: Famile als Beruf.

Die Politiker wollen, daß der Staat zur Familie wird - das erinnert an die kommunistischen Staaten -, Mersch will, daß ein Unternehmen zur Familie wird. Immer wieder stellt er auch deshalb den Vergleich zwischen wirtschaftlichen Unternehmen auf der einen und Staaten bzw. Gesellschaften auf der anderen Seite her. Wenn ein wirtschaftliches Unternehmen so wie unsere heutigen westlichen und westlich-orientierten Staaten bzw. Gesellschaften seine Reproduktion vernachlässigte, wäre er sehr bald pleite. In wirtschaftlichen Unternehmen heißt das, was in Staaten bzw. Gesellschaften Nachwuchs, Nachkommen oder auch Reproduktion heißt, „Forschung und Entwicklung“ bzw. Produkt-Reproduktion. Wenn ein Unternehmen nicht oder nicht genug in ihre Forschung und Entwicklung investiert, dann ist es nicht oder schon bald nicht mehr überlebensfähig. Pleite! Bankrott! Aus! Ende! Wenn ein Staat bzw. eine Gesellschaft sich ebenfalls so verhält, ist er ebenfalls nicht oder schon bald nicht mehr überlebensfähig.

Je mehr die Konkurrenz zunimmt, desto mehr steigt die Bedeutung der Reproduktion. Innovativen Unternehmen sind die Zusammenhänge natürlich längst bewußt. Zukunftsfähige Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, daß in ihnen die Abteilungen für Forschung und Entwicklung die gehätschelten Lieblingskinder sind und sie folglich üppig wachsen und gedeihen. Dagegen wird in den anderen Abteilungen zeitgleich stetig Personal abgebaut. „Einige Unternehmen bestehen sogar überwiegend aus einem Management zuzüglich einer Entwicklungsabteilung (Reproduktion), während die gesamte Produktion ausgelagert ist. Um es salopp zu sagen: Nike könnte sich auf den Entwurf neuer Schuhmodelle konzentrieren, die Herstellung der Schuhe aber der Konkurrenz überlassen.“ (**). Wenn ein Unternehmen aber die Reproduktion der Konkurrenz überließe und selbst nur die Produktion behielte, wären seine Tage gezählt.

„Bei Produktion und Reproduktion handelt es sich um eigenständige und gleichgewichtige Aufgaben. .... Unternehmen investieren in neue Produkte (das heißt in ihre Reproduktion) häufig ähnlich lange vor, wie dies menschliche Gesellschaften beim Aufziehen von Nachwuchs tun.“ (**). Wenn sie es tun.

Käme man der Forderung nach der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ (**|**|**|**|**|**|**) ernsthaft nach, so wäre das so, als wenn in einem Unternehmen das in der Produktion arbeitende Personal nach Feierabend auch noch in der Reproduktion (Forschung und Entwicklung) tätig wäre, und zwar unentgeltlich. „In ernsthaften Unternehmen wäre man sich sehr schnell im klaren darüber: Dies kann und wird nicht funktionieren. Aber Staaten sind ja auch keine ernsthaften, gewinnorientierten Unternehmen ....“ (**). Schon gar nicht Parteienstaaten.

„Hart kalkulierende und durch und durch ökonomisch denkende, gewinnorientierte Unternehmen investieren Milliardensummen in ihre Reproduktion, obwohl sich diese nicht unmittelbar »rechnet«. Sie beschäftigen in diesen Bereichen üblicherweise ihre fähigsten Mitarbeiter. Oft repräsentieren solche Abteilungen sogar die eigentliche Kernkompetenz des Unternehmens, während fast alles andere ausgelagert werden könnte und zum Teil auch wird. Dabei fällt aber vor allem eins auf: Leistungsfähige Unternehmen organisieren sowohl ihre produktiven als auch reproduktiven Bereiche marktwirtschaftlich, Staaten tun dies dagegen nicht. Wenn folglich ein Staat die eigene Reproduktionsarbeit vernachlässigt und keine ausreichenden Investitionen in sein Hauptvermögen - das Humanvermögen - tätigt, dann hat das nichts mit einem Trend zum Primat der Ökonomie zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit unprofessionellem Management und einer völlig verfehlten (sozialistischen) Organisation der gesellschaftlichen Reproduktion. Leider haben die Globalisierung und der Trend zur Wissensgesellschaft noch nicht zu der Erkenntnis geführt, daß eine kritische staatliche Aufgabe nun die Reproduktion ist, und diese dann auch entsprechend zu oganisieren ist. Statt dessen liegt der Fokus weiterhin auf der wirtschaftlichen Entwicklung.“ (**).

Die Produktion ist marktwirtschaftlich, die Reproduktion dagegen sozialistisch organisiert (**). In der Produktion sind Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert, in der Reproduktion sind die Aufwände privatisiert und die Erträge sozialisiert. „Die Produktion belohnt folglich Leistung, die Reproduktion dagegen Faulheit.“ (**). Wie dumm! Sozialismus wie überhaupt jede Art von Egalitarismus macht eben alle gleich, nämlich: gleich arm und gleich dumm! Ein Beispiel unter vielen: „Die Angleichung der Geschlechter macht dumm. .... Die weitestgehende Angleichung der Geschlechter macht moderne Gesellschaften zunehmend ärmer und dümmer.“ (**). Dieser Prozeß ist eine typische Begleiterscheinung der Moderne, die zunächst noch nicht so sehr auffällt, und dann, wenn sie auffällt, nur noch schwer wieder rückgängig zu machen ist - wenn überhaupt. „In patriarchalischen Gesellschaften korreliert die Zahl an Nachkommen mit dem sozialen Erfolg und der Intelligenz der Männer, wodurch die Bevölkerung von Generation zu Generation sukzessive an Intelligenz gewinnt. In modernen »gleichberechtigten« Gesellschaften besteht dagegen üblicherweise eine negative Korrelation zwischen der Zahl an Nachkommen und der Intelligenz der Männer und Frauen, wodurch die Bevölkerung von Generation zu Generation sukzessive an Intelligenz verliert. Da der durchschnittliche IQ einer Bevölkerung auch mit dem Wohlstand des Landes korreliert, dürfte sich in solchen Gesellschaften zunehmend Armut ausbreiten. Kurz: Eine solche Gesellschaft brasilianisiert und entwickelt sich zurück in ein Entwicklungsland.“ (**). Wer die Reproduktion vernachlässigt, muß bald auch die Produktion vernachlässigen.

Mersch bietet auch Vergleiche aus dem Sport (**): In unseren westlichen Gesellschaften steigen nicht die Schlechtesten ab wie z.B. in der Fußballbundesliga, sondern die Besten. Eliminiert werden bei uns die Fittesten und nicht die Unfittesten. Wir haben also seit unserer Moderne (sie begann übrigens schon fünf bis sieben Jahrzehnte vor dem Bekanntwerden der Darwinschen Evolutionstheorie) die Darwinsche Evolutionstheorie in der Praxis auf den Kopf gestellt: Survival of the Unfittest. Bei uns überleben die Unangepaßtesten, steigen die Schlechtesten auf, siegen die Unfittesten, werden die Faulsten, die Dümmsten, die Unqualifiziertesten am meisten belohnt. In unserer Kultur war und ist der Hauptgrund für die Qualifikation des eigenen Nachwuchses eine auf sehr viele Jahrhunderte oder sogar einige Jahrtausende zurückgehende Erziehung, Bildung und Ausbildung. In den fremdkulturellen Ländern wurden und werden die Kinder nicht entsprechend unserer Kultur in Richtung auf technisch-wissenschaftliche Qualifikationen erzogen, gebildet und ausgebildet (vgl. „faustische“ Abendländer [**|**|**|**]). Der eigene Nachwuchs darf also niemals vernachlässigt werden. Wenn er vernachlässigt wird, tritt das Problem ein, das wir heute vor uns sehen: der eigene qualifizierte Nachwuchs wird immer schneller weniger und von dem aus fremden Kulturen stammenden unqualifizierten Nachwuchs immer mehr verdrängt. Besonders im Bereich Technik und Wissenschaft, also in zwei der typischsten Bereiche des faustischen Abendlandes, werden Qualifizierte benötigt. Außerhalb des Abendlandes sind diese Qualifizierten aber nicht oder jedenfalls kaum zu finden. Sie sind dort sehr „knapp“, um einen Begriff aus der Wirtschaftswissenschaft zu bemühen, und um diese sehr wenigen Qualifizierten, die es in nichtabendländischen Gegenden (z.B. in Ostasien) gibt und eigentlich dringend zuhause gebraucht werden, gibt es unter den abendländischen Ländern mittlerweile einen Wettbewerb, den man auch Krieg nennen kann.

Auch der Sport ist ein typisch abendländisches Phänomen; doch er ist mittlerweile sogar für einige der anderen Kulturkreise ein bißchen attraktiv geworden, weswegen also der Vergleich aus dem Sport mittlerweile ein bißchen hinkt. Aber trotzdem: Wenn z.B. der FC Bayern München im Konkurrenzkampf allein dadurch bestehen wollte, indem er Spieler zwar immer noch ein- und verkauft, aber auf die eigene Nachwuchsförderung größtenteils oder sogar ganz verzichtet, dann würde er schon bald absteigen und bald danach sogar auch das gesamte Profilager verlassen müssen. Was für Sportvereine gilt, gilt auch für Staaten bzw. Gesellschaften.

„Nun stammt von Trivers die Theorie (für die sehr viel spricht), daß die sexuelle Selektion maßgeblich durch den Unterschied in den Elterninvestments gespeist wird: Es findet maßgeblich eine Selektion bei dem Geschlecht statt, welches die geringeren direkten Elterninvestments erbringt. Mit anderen Worten: Frauen haben über einen sehr langen Zeitraum Männer mit höheren kognitiven Leistungen bevorzugt selektiert (die bekamen mehr Kinder). Hierdurch kam es zur menschlichen Gehirnentwicklung. Ganz ähnlich bei anderen Arten: Weil Pfauenweibchen Männchen mit großem Schweif bevorzugten, wuchs der mit der Zeit. Gleiches konnte bei Giraffen nachgewiesen werden (siehe Junker). Auch hier bevorzugen die Weibchen männliche Giraffen mit einem besonders langen Hals.
Was würde nun passieren, wenn die beiden Geschlechter bei den Pfauen übereinkämen, die Elterninvestments zwischen den Geschlechtern zu nivellieren? Einfache Antwort: Die Schweife würden verschwinden.
Das moderne Genderkonzept betreibt eine Nivellierung der Elterninvestments von Frauen und Männern. Welche Folgerungen ergeben sich hieraus? Einfache Antwort: Es würden sich die menschlichen Merkmale zurückbilden, die vor allem das Resultat der sexuellen Selektion waren, denn die sexuelle Selektion würde durch das Genderkonzept aufgehoben. Mit anderen Worten: Die Menschheit würde wohl wieder verdummen.
Das kann man sich einfach plausibel machen: Menschen mit hoher Intelligenz würden die verantwortungsvolleren Jobs bekommen (beide Geschlechter) und folglich einen höheren Anteil an sozialen Arbeiten leisten. Hierdurch hätten sie weniger Zeit für Familienarbeit. Infolgedessen würden sie weniger Kinder bekommen. Die Erfolgsmerkmale würden sich folglich zurückbilden.“ (Jackle, 12.06.2009, 21:59 **).

„Viele Arbeitsplätze werden erst durch Kinder, oder allgemeiner, durch die gesellschaftliche Reproduktion geschaffen. Und: Man kann die Arbeit nicht einfach immer weiter steigern. Eine Erhöhung der Frauenerwerbsquote bei gleichzeitigem Rückgang der Kinderzahl würde bestenfalls zu einem Verdrängungswettbewerb auf dem Arbeitsmarkt führen: Ältere und unqualifiziertere Arbeitskräfte werden ausgesondert und durch qualifiziertere jüngere Frauen ersetzt (**). Damit würde aber eine Entwicklung in Gang gesetzt, die ohne entsprechende Gegensteuerung geradezu fatale Züge annehmen könnte: Qualifizierte Frauen drängen verstärkt auf den Arbeitsmarkt und ersetzen weniger qualifizierte und ältere Arbeitnehmer, beziehungsweise verhindern, daß Schulabgänger Arbeit oder Lehrstellen finden, denn es entstehen ja auf diese Weise keine neuen Arbeitsplätze. Im Gegenteil: Möglicherweise verrichten die qualifizierten Frauen die Arbeit besonders effizient. Ein Großteil der ersetzten oder nicht eingestellten Personen wird in der Folge arbeitslos oder frühzeitig in Rente gehen. Es entsteht eine größere Zahl weniger qualifizierter Arbeitswilliger, die aber auf Dauer keine Arbeit findet und sich bald aufgibt. Auf der anderen Seite bekommen qualifizierte und berufstätige Frauen nun besonders wenige Kinder. In der Folge verschiebt sich die Nachwuchsarbeit verstärkt in sozial schwächere Schichten, was - wie das Kapitel »Evolution« ... zeigen konnte (**) - langfristig beträchtliche Einbußen bei der Bevölkerungsqualität beziehungsweise dem Humanvermögen nach sich ziehen dürfte. Nun wachsen also prozentual noch mehr Menschen heran, die auch mit zusätzlichen Bildungsanstrengungen nur schwer für die Anforderungen einer modernen und im Wind der Globalisierung stehenden Wissensgesellschaft fit gemacht werden können. Die Wirtschaft wird deshalb fordern, die Frauenerwerbsquote weiter zu erhöhen, denn nur hier können noch ungenutzte Potentiale mobilisiert werden. Sie wird also qualifizierte Frauen noch stärker ködern und diese werden daraufhin mit einer noch niedrigeren Geburtenrate reagieren. Gleichzeitig werden sich die Stimmen derer mehren, die behaupten, man könne doch weitestgehend auf die teure eigene Nachwuchsarbeit verzichten und stattdessen Zuwanderer ins Land holen (so wie das ja Bayern München auch tue), die all das in ihren Heimatländern bereits erfahren hätten, was sonst deutsche Eltern ihren Kindern mühselig vor Ort beibringen müßten, weswegen sie dann weniger arbeiten könnten. Am Ende ist die gesamte Bevölkerung ausgetauscht, das Humankapital geplündert und das Land verarmt. Und niemand hat dem zugestimmt.“ (**). Wie schon gesagt (**): Eine solche Tenndenz geht in Richtung Verdummung und Verarmung!

„Ähnliche Fehlsteuerungen wie die gerade beschriebene kennt man auch in der Unternehmenswelt. Zum Beispiel könnte sich ein Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten (oder als Folge einer Übernahme mit kurzfristigen Gewinnmitnahmen) dazu entscheiden, die Investitionen in die Zukunft, nämlich in Forschung und Entwicklung, zurückzufahren. Damit könnten gegebenenfalls zunächst wieder erhöhte Gewinne erzielt werden. Wird diese Strategie aber für eine zu lange Zeit durchgehalten, dann fehlen irgendwann die Produkte, mit denen man auf dem Markt konkurrieren könnte. Eine erneute Steigerung der Investitionen zur Rückerlangung der Konkurrenzfähigkeit dürfte in einer solchen Phase dann aber viel zu spät kommen: Der Konkurs wäre unvermeidlich.“ (**). So ist es! Und das kann man wie ein Gesetz hinschreiben, am besten gleich ins Grundgesetz (**).

„Bei der gesellschaftlichen Reproduktion handelt es sich um Investitionen in die Zukunft eines Landes. .... Was fehlt, sind die täglichen zeitlichen und materiellen Aufwendugen für das jahrzehntelange Aufziehen von Kindern. Kinderlose konsumieren statt dessen den größten Teil ihres Einkommens. Die Zukunftsinvestitionen überlassen sie ganz wesentlich den Familien. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, ein Unternehmen erwirtschafte einen Gewinn von einer Milliarde Euro. Dann macht es einen großen Unterschied, ob der Gewinn in zusätzliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Reproduktion) investiert wird, oder ob dafür rote Ferraris und Yachten für Top-Manager gekauft werden. Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind Investitionen in die Zukunft des Unternehmens, Ferraris und Yachten dagegen nicht (**). Die unterschiedlichen Investitionen von Kinderlosen und Familien sind analog zu bewerten. Sollten Sie als Leser zur Zeit keinen Arbeitsplatz oder ihre Kinder keine Lehrstelle finden, dann lassen Sie sich bitte nicht durch Aussagen wie »Es ist gut, daß wir so wenig Nachwuchs bekommen, denn der würde doch auch wieder arbeitslos und müßte dann finanziert werden« verunsichern. Die aktuellen Arbeitsmarktprobleme werden ganz wesentlich durch die folgenden Umstände mitangetrieben: Als in der Bundesrepublik Deutschland der letzte Babyboom stattfand, wurden pro Jahr ca. 1,35 Millionen Kinder geboren. Heute sind es noch knapp die Hälfte. Hinzu kommt: Diese Generation verinnerlichte ganz besonders stark das Paradigma der gleichberechtigten, berufstätigen Frau. Die Frauen setzten folglich weniger Kinder in die Welt und arbeiteten dafür um so mehr. Auch profitierte diese Generation bereits von der Bildungsexpansion. Durch die hohe Erwerbsbeteiligung der Frauen nimmt diese Generation besonders viele Arbeitsplätze in Anspruch. Heute ist diese Generation ... besonders leistungsfähig. Mit einer Familiengründung hat sie abgeschlossen, sie verfügt über weitreichende Berufserfahrungen und muß in der Regel nicht erst kosten- und zeitaufwandig eingearbeitet werden. All das trägt dazu bei, daß jüngere und ältere Menschen zur Zeit auf dem Arbeitsmarkt vergleichsweise nur schwer zu vermitteln sind, denn sie weisen gegenüber diesen starken Generationen Defizite (zum Beispiel fehlende Berufserfahrung) auf. Was aber passieren wird, wenn der größte Teil dieser starken Jahrgänge in Rente geht und dann von den nachrückenden schwächeren Jahrgängen finanziert werden will, darüber läßt sich zur Zeit nur spekulieren.“ (**). Und als wäre das noch nicht problematisch genug, läßt unser Staat bzw. unsere Gesellschaft immer mehr Unqualifizierte aus dem Ausland einwandern, die ebenfalls von den Steuerzahlern finanziert werden müssen!

Zu Recht muß man doch fragen (dürfen): Warum darf ausgerechnet ein Staat, der zu wenig Wert auf den Nachwuchs legt und sich immer mehr verschuldet, sein Ende länger hianusschieben als ein Unternehmen? Zählt da überhaupt noch die Ausrede, er habe sich dabei ja nur nach den Wünschen eines bestimmten lobbyistischen Unternehmens gerichtet?

Ein Unternehmen, das seinen Nachwuchs bzw. seine Forschung und Entwicklung vernachlässigt, wird prompt dafür bestraft. Ein Staat darf, indem er sich verschuldet und dafür seine wichtigsten Bürger ganz besonders belastet, seine Strafe zeitlich verzögern und seine Verantwortung den zukünftigen Generationen aufbürden. Ist das gerecht?

Im linken Sozialismus ist - anders als in Marktwirtschaften - die vom Einzelnen „erbrachte Leistung nicht immer präzise zuordbar (beziehungsweise dies ist manchmal sogar ausdrücklich nicht erwünscht), denn viele Arbeiten werden im Kollektiv erbracht. Kritiker weisen darauf hin, es käme dann sehr leicht zur Tragik der Allmende (**), weshalb die einzelnen Individuen bei dieser Wirtschaftsform insgesamt deutlich weniger leisten würden, als sie leisten könnten.“ (**). Ein zentrales Problem moderner Gesellschaften kann also „identifiziert werden:
Die Produktion ist in den meisten modernen Gesellschaften marktwirtschaftlich organisiert, die Reproduktion dagegen sozialistisch.
Oder anders ausgedrückt: In der Produktion können Gewinne privat abgeschöpft werden, während Verluste meist sozialisiert werden. Dagegen sind in der Reproduktion die Aufwände privat zu erbringen, die Einkünfte daraus stehen aber allen zu. Die Produktion belohnt folglich Leistung, die Reproduktion dagegen Faulheit.“ (**).

Kein Wunder also, daß gerade diejenigen Staaten bzw. Gesellschaften, die alles Westliche und Westlich-Orientierte hassen, umso mehr auf die Reproduktion setzen, je mehr ihr Haß zunimmt. Was die am Westen bzw. am modernen Westen nicht mögen, ist seine derzeitige Vorliebe für eine ganz merkwürdige Koalition zwischen dem Marktwirtschaftlichen und dem Links-Sozialismus - besonders dem Feministischen, Egalitaristischen (im Sinne einer links-sozialistischen Frauenemanzipation) -, aus der sich auch seine immer schwächer werdende Reproduktion, sein immer schwächer werdendes Reproduktionsintereresse ergibt.

Das Morgenland z.B. will nicht untergehen, sondern - wieder - aufgehen. Wenn es das Abendland kopieren würde, ginge es ebenfalls unter, und das will es vermeiden. Auch deshalb ist es so antifeministisch und so antiabendländisch. Das Morgenland erkennt an dem Beispiel Abendland all das, was es vermeiden muß. Denn es begreift, daß die Moderne des Abendlandes der Untergang des Abendlandes ist. Man könnte auch sagen: Das Morgenland riecht den Untergang des Abendlandes. Als Spötter könnte man sagen: Das Morgenland verdankt seinen (Wieder-)Aufgang dem Untergang des Abendlandes.

 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter MerschEnergetische Ressourcen im Vergleich zu Wissen und Information.

Genau wie Peter Mersch beklage auch ich die „viel zu starke Ausrichtung von Geldwirtschaften auf energetische Ressourcen statt auf Wissen und Information“ (**). Auch dieser Entwicklung haben wir unsere gegenwärtige miserable Bevölkesrungssituation zu verdanken, in der wir nicht wie im Dreck steckten, wenn unsere Herrschenden den sehr hohen Stellenwert von Wissen und Information erkannt hätten (so, wie er früher besonders in Deutschland selbstverständlich war) und dabei die Generationengerechtigkeit (**) nicht mit Füßen so sehr getreten hätten, daß die Erde bebt.

Die folgenden Sätze stammen von Peter Mersch, aber sie könnten auch von mir stammen (abgesehen von der Dauer des eigenen Autobesitzes, auf den ich nur selten verzichtet habe):

„Persönlicher Besitz an Dingen hat mir noch nie viel bedeutet. Beispielsweise besaß ich in meinem Leben nur 2 Jahre lang ein eigenes Auto. Ein uralter hellblauer VW-Käfer, der die Fahrzeit zwischen meiner damaligen Wohnung in Bremen-Mitte und meinem Arbeitsplatz in Bremen-Nord von 90 auf 30 Minuten herunterdrückte - eine Leistung, für die ich ihm noch heute dankbar bin -, und der seine letzten beiden Jahre mit mir verbringen durfte, bevor der TÜV uns schied. Ich verdiente damals als IT-Experte ausreichend viel Geld, um mir ohne weiteres einen »dicken Schlitten« leisten zu können. Allein: Ich wollte es nicht. Das heißt nun nicht, daß ich Autos nicht mag. Im Gegenteil: Wann immer ich mir aus zwingenden beruflichen Gründen für ein oder zwei Tage einen Wagen geliehen habe, entschied ich mich für Modelle, mit denen man auf freien Autobahnstrecken auch mal seinen Spaß haben konnte.“ **

„Demgegenüber bin ich regelrecht süchtig nach Wissen und Information. Internet, Bücher, Musik, all das ist im Grunde für mich völlig unverzichtbar. Und genau deshalb folgt nun der passende Vorschlag dazu. .... In einer auf Informations-Geld beruhenden Informationsgesellschaft könnten sich ganz neue anstrebenswerte, auf Information und Wissen basierende soziale Status etablieren ....“ **

Wieder fühle ich mich gezwungen, zum Ausdruck zu bringen, daß mir Peter Mersch sehr sympathisch ist.

Es wäre denkbar, wünschenswert und auch sinnvoll, eine spezifische Währung für Wissen und Information einzuführen.

 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Unterschiedliche Definitionen.

 „Individuum“  „Kultur“ („Superorganismus“), „Zivilisation“ und „Moderne“  „Globalisierung“ 
Unterschiedliche Definitionen Ich gehe bei der Definition für „Individuum“ sprachwissenschaftlich vor, während Peter Mersch dabei von der Biogenetik auszugehen scheint. „Individuum“ bedeutet „das Unteilbare“, und ich sage: Der Mensch ist nicht unteilbar. Wer in einem Menschen ein „Individuum“ erkennen will, will es wie ein „Atom“, das ebenfalls „das Unteilbare“ bedeutet, erkennen. Die Geschichte der Physik hat deutlich gezeigt, daß auch das Atom nicht unteilbar ist, sondern teilbar, nämlich in Protonen, Neutronen (diese beiden wiederum in Quarks) und Elektronen. Und so gilt auch für jedes Lebewesen, daß es trotz seines ihm ganz eigenen genetischen Codes nicht unteilbar ist.
Unterschiedliche Definitionen Peter Mersch definiert die Begriffe „Kultur“, „Zivilisation“ und „Moderne“ zum Teil anders als ich (**). In meiner Theorie ist eine Kultur erst dann auch Zivilisation, wenn sie „erwachsen“ bzw. modern geworden ist. Kultur ist hier stets als Oberbegriff gemeint. Genauer: Kultur als Hyperonym (Superordination) umfaßt auch Zivilisation als Hyponym (Subordination), auch Moderne als Hyponym (Subordination).
Ähnlich wie Mersch „Organisationssystem(e)“ (**|**) definiert, so definiere ich Kultur(en), wobei auch ich davon ausgehe, daß derartige Organisationsysteme als „Superorganismen“ seit der Moderne sogar dabei sind, auch biologisch einen ähnlich großen evolutionären Sprung („Komplexitätssprung“ [**], so Mersch) zu vollziehen wie vor ihnen die erfolgreichen Organismen. Organisationssysteme beinhalten Organismen, die Zellen beinhalten. (Zellen [Einzeller] sind autopoietische Systeme erster Ordnung; Vielzeller [Organismen] sind autopoietische Systeme zweiter Ordnung; Organisationssysteme sind autopoietische Systeme dritter Ordnung.) Mersch begründet seine sympathische Theorie vor allem mit biologisch-evolutionstheoretischen, ökonomischen und demographischen Argumenten, ich meine Theorie vor allem mit biologisch-evolutionstheoretischen, ökologischen, ökonomischen, demographischen und kulturgeschichtlichen. Unsere Theorien treffen sich also argumentativ in nicht wenigen Bereichen. Mersch vernachlässigt, wie ich finde, die Kulturgeschichte zu sehr. Kultur ist gemäß meiner Theorie vor allem als eine  G e m e i n s c h a f t s f o r m  - in etwa so wie ein  K u l t u r k r e i s  - zu verstehen, und zwar bezogen auf zwei Erscheinungen:
(1.) „Menschen-Kultur“ (Evolution bzw. Geschichte der Menschheit) als ein bis heute doch ziemlich abstrakt gebliebener „Kulturkreis“, da die Kultur dieser einen Menschheit ja konkret kaum existiert.
(2.) „Historien-Kultur“ als die aus bislang acht unterschiedlichen „Historien-Kulturen“ bestehende „Historiographie-Kultur“, und das heißt: die „Moderne der Moderne der Menschen-Kultur“ bzw. die „Historiographie-Kultur der Historisierung der Menschen-Kultur“ oder aber sogar die „Zivilisation der Zivilisation der Menschen-Kultur“.
Man kann die Entwicklung der Menschheit evolutiv und/oder histori(ographi)sch beschreiben, aber sie blieb so lange nur evolutiv, so lange ihr die Schrift fehlte - also ist sie erst seit Beginn der Schrift zusätzlich auch historiographisch. Gemäß meiner Theorie ist die Schriftlichkeit - zusätzlich zu der ihr vorausgegangenen Seßhaftigkeit, der „Neolithischen Revolution“, den ersten Städten u.ä. - der Grund für die Notwendigkeit der Aufteilung einer Erscheinung in zwei Erscheinungen: „Menschen-Kultur“ (Evolution bzw. Geschichte der Menschheit) und die in ihr enthaltene „Historiographie-Kultur“ („Historien-Kultur“) mit den unterschiedlichen „Historien-Kulturen“. Die Aufteilung in diese beiden menschlichen Kulturphänome ist auch aus folgendem Grund sehr sinnvoll: Die „Menschen-Kultur“ hat bis heute keine wirkliche Einheit bzw. kein wirkliches Organisationssystem werden können, ihre einzelnen „Historien-Kulturen“ dagegen sehr wohl. Die „Menschen-Kultur“ ist also bis heute sehr blaß und abstrakt geblieben - ganz im Gegenteil zu ihren „Historien-Kulturen“.
(1.) Die „Menschen-Kultur“ umfaßt die Evolution bzw. die Geschichte der Menschheit - das heißt: die „Prähominisierung“, „Hominisierung“, „Sapientisierung“, „Historisierung“. Mit ihrer „Moderne“ als ihrer „Historisierung“ beginnt auch ihre „Zivilisation“, obwohl „Moderne“ und „Zivilisation“ nicht genau dasselbe bedeuten.
Die Menschwerdung ist noch lange nicht beendet! Sie wird definitiv erst mit dem Tod des letzten Menschen beendet sein. Das letztmalige echte Gefühl der Zusammengehörigkeit der Menschen als eine Menschheit war vielleicht die „Mondlandung“ (1969). Aber Einrichtungen wie die UNO, die ein historienkulturelles - nämlich ein abendländisches (und innerhalb des Abendlandes ein angelsächsisches und also ein genuin sehr wikingerhaftes [Motto: „Nimm dir, was du haben willst“], zu „individuelles“ und deshalb unbrauchbares) - Konstrukt ist, oder die WTO dienen nur der Minderheit (4%) einer Minderheit (20%) aller Menschen (100%). UNO, WTO, Weltbank und IWF sind also eher Beispiele dafür, daß ein Zusammengehörigkeitsgefühl aller Menschen eben gerade nicht entstehen soll und wird. Die echten Gefühle dafür müssen aus der kulturellen Seele selbst kommen.
(2.) Die „Historien-Kultur“ ist die aus den 8 Historienkulturen bestehende „Moderne der Menschen-Moderne“ - das heißt: „Moderne der Moderne der Menschen-Kultur“ bzw. „Historiographie-Kultur der Historisierung der Menschen-Kultur“ oder eben sogar „Zivilisation der Zivilisation der Menschen-Kultur“.
„Historien-Kultur“ bedeutet somit einerseits die Moderne der Moderne der Menschen-Kultur und andererseits die eigenartigen und sich unterschiedlich beeinflussenden Historien-Kulturen (in der Fachliteratur oft „Hochkulturen“ oder auch einfach nur „Kulturen“ genannt), für die gilt: je näher, desto mehr Berührungen, gegenseitiger Einfluß und also Beziehungen, aber auch entschiedene Abgrenzung voneinander (vgl. folgende Abbildung):
In meiner Theorie sind Kulturen im allgemeinen und im besonderen als den Lebewesen sehr ähnlich aufzufassen. Außerdem sind alle Historienkulturen als Abweichungen (besonders in der künstlerischen Art bzw. Form) von der Menschenkultur zu verstehen, in die sie über ihre Modernen bzw. Zivilisationen allmählich wieder einmünden - allerdings auf jeweils andere, nämlich kulturspezifische Art und Weise. Insofern und auch aufgrund anderer Hypothesen, z.B. auch der über die „vorgeburtliche“ Existenz einer jeden Kultur, unterscheidet sich meine Kulturtheorie auch sehr von allen bisherigen mir bekannten Kulturtheorien.
Die abendländische Kultur ist übrigens die einzige Kultur, die es tatsächlich geschafft hat, den Globus zu erobern und also ihre Globalisierung - sie ist grundsätzlich Absicht, Ziel bzw. Finalität jeder Kultur (ähnlich dem Motto: „Ausdehnung ist alles“) - in eine Wirklichkeit umzusetzen. Um das zu können, muß man aber zunächst noch nicht so wirtschaften wie heute, sondern zuvor (!) eine kulturelle Gemeinschaft gebildet haben. Kulturelle Gemeinschaft - vor allem als Gefühl (!) - ist die Voraussetzung dafür, nicht ihre Wirtschaft, die lediglich eine Folge davon ist, wenn auch bald so stark, daß sie gerade das historienkulturelle Gemeinschaftsgefühl fast ganz in den Schatten zu stellen vermag und als ein „Motor“ für die oben erwähnte Einmündung der Historienkulturen in die Menschenkultur fungiert, obwohl diese Einmündung bisher noch nie so richtig geklappt hat, weil die Menschenkultur ein zu sehr abstraktes und also zu wenig konkretes Gebilde ist. Die abendländische Kultur hat also wegen ihrer tatsächlich realisierten Eroberung des Planeten Erde die Möglichkeit zum Beweis, ob ihr eine solche Einmündung gelingt (dafür müßte sie alle anderen Menschen und damit alle anderen noch existierenden Kulturen integrieren [ich persönlich glaube, daß sie gerade das nicht kann]). Die Wirtschaft hat sich im Abendland bereits viel zu sehr von der Kultur als der Gemeinschaft getrennt, und die Kulturgemeinschaft selbst ist offensichtlich nicht mehr fähig, die Wirtschaft zu zähmen. Die abendländische Wirtschaft hat sich von der abendländischen Kultur so sehr „emanzipiert“, daß sie neben anderen abendländischen Erscheinungen eine ziemlich große Gefahr für den Untergang des Abendlandes bedeutet.
Als ich feststellte, daß Mersch offenbar ebenfalls davon ausgeht, daß „die Schrift ... die Grundvoraussetzung für das Entstehen moderner menschlicher Superorganismen“ (**) war, war ich über diese Aussage zunächst fast wie verblüfft, denn gemäß meiner Kulturtheorie (die ich übrigens 11 Jahre eher veröffentlichte als Mersch seine Systemische Evolutionstheorie) war für das Entstehen der Historienkulturen die Schrift die Grundvorausetzung, so daß man hier die Schlußfolgerung ziehen könnte, daß das, was Mersch „Superorganismen“ nennt fast deckungsgleich ist mit dem, was ich „Historienkulturen“ nenne.
Unterschiedliche Definitionen Peter Mersch definiert auch den Begriff „Globalisierung“ zum Teil anders als ich (**). Gemäß meiner Theorie ist Globalisierung die Geschichte einer jeden Historienkultur, besonders die des Abendlandes. Die Kulturgeschichte des Abendlandes ist eine Geschichte der Globalisierung. Nachdem die drei für das Abendland unentbehrlichen Faktoren aufeinander getroffen waren - Germanentum, Römerreich, Christenheit -, wurde sie mittels einer zunächst noch wenig konkrete Formen annehmende „Mythomotorik“ des jungen Abendlandes möglich. Der Gedanke an ein Reich spielte also von Beginn an eine ganz besonders wichtige, weil „kulturgenetisch“ bedingte Rolle, nämlich reichshistorisch (römisch), reichsreligiös (christlich) und reichskybernetisch (germanisch), denn eine „Kultur“ kann nur dann Kultur werden, wenn sie auch sich selbst steuern kann. Ohne die Germanen gäbe es keine Abendland-Kultur, kein Europa. Ohne die Germanen hätte sich das Abendland nicht zu einer selbständigen Kultur entwickeln können. Die Germanen sind die Gründer Europas.
Wer von „Globalisierung“ spricht, kann dreierlei meinen: (a) Globalisierung als Kulturgeschichte, (b) Globalisierung als eine kulturgeschichtliche Phase (Globalismus, Cäsarismus, Zeusiokratie u.ä.), (c) Globalisierung als eine absolute Dominanz der globalen Wirtschaft (Weltwirtschaft, Globalwirtschaft, Globalkapitalismus u.ä.). Zwei (b und c) dieser drei Definitionen kann man zusammenfassen, weil das von der heutigen Öffentlichkeit „Globalisierung“ genannte Phänomen sowohl ein Ausdruck des Zeigeistes im Sinne der erwähnten abendländischen Kulturphase (vgl. b) ist als auch die Dominanz der ja vom Abendland hervorgebrachten und dominierten Globalwirtschaft (vgl. c) bezeichnet. Aber das, was „Globalisierung“ dem Ursprung nach bedeutet, ist den meisten Menschen gar nicht mehr bewußt.
Der Globalismus ist eine Kulturphase, nicht aber die Globalisierung, denn diese wird häufig lediglich als ein wirtschaftliches Phänomen begriffen, also im Sinne einer Welt- bzw. Globalwirtschaft, eines Globalkapitalismus.
Globalismus als Kulturphase bedeutet auch Befruchtung und, daß diese Phase allen Akteuren alle Möglichkeiten schenkt. Doch deren Auswirkungen können positiv, aber auch negativ sein. Diese Phase ist so offen wie keine andere Phase; in ihr sind alle Chancen gegeben; in ihr werden die Karten neu gemischt (und verteilt !); es wird gewürfelt, und wer kein Glück hat oder die Gelegenheiten verpaßt, ist erst einmal draußen - vielleicht auch für immer. Das Abendland steht erst am Anfang dieser Phase und sollte sich nicht von ihren Verlockungen des Allen-alles-Versprechens leiten lassen oder sich etwa darauf verlassen oder gar berufen, daß die anderen 7 Kulturen diese Phase glücklich erlebt oder überlebt haben. Keine der anderen 7 Kulturen war eine so extreme Globalisierungskultur wie das Abendland!Eine sehr interessante Frage, ob das für die Zukunft der abendändischen Menschen, ja sogar für die Zukunft aller Menschen (mehr) positive oder (mehr) negative Auswirkungen haben wird!
„Organisationen wollen wachsen ....“ (**). Ganz besonders seit der oben beschriebenen Zeit degradieren Organisationssysteme „die jeweiligen Nationalstaaten regelrecht zu ihren Lieferanten für Humankapital, Ressourcen (Rohstoffe, Entsorgung, Endlagerung u.s.w.) und Infrastrukturen ..., während sie sich selbst zu eigenständigen, international operierenden Systemen von geradezu ungeheuerlicher Macht und Größe aufbauen, die nun durch praktisch niemanden mehr kontrollierbar sind.“ (**). Dies geschieht - wie gesagt - in ganz besonders hohem Ausmaß seit der oben beschriebenen Zeit. „Basierte der Wohlstand eines Landes bislang maßgeblich auf der Leistungsfähigkeit seiner Unternehmen (»der Wirtschaft«), so dürfte er in Zukunft eher auf dem Reichtum seiner Ressourcen (Rohstoffe wie Erdöl, Humankapital) und der Ausgereiftheit von Regelwerken und Infrastrukturen beruhen.“ (**). Schlechte Zeiten besonders für diejenigen Nationen und Imperien, die darüber nicht (mehr) oder kaum (mehr) verfügen.
Es ist durchaus möglich, daß die von Peter Mersch beschriebenen „Organisationssysteme“ der „Moderne“ einen bedeutenden, vielleicht sogar den bedeutendsten Beitrag (er ist seit Beginn der abendländischen Moderne exponentiell gestiegen), zur weiteren Entwicklung leisten, aber ob dieser positiv oder negativ zu bewerten ist, wird erst die Zukunft zeigen können, denn der Globalismus als Kulturphase (Befruchtung oder Cäsarismus) hat gerade erst begonnen, muß aber beendet sein, um sich darüber ein Urteil bilden zu können. Hier wäre eine Prognose angebracht. Ich verweise diesbezüglich auf die vielen um dieses Thema kreisenden Seiten meiner Webpräsenz (**).

 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Zusammenfassung.

 Gratulation, Herr Mersch!  Einstein-Mersch-Analogie  Trost und Hoffnung  Zitat vom 25.12.2012, 07:22:59 
Zusammenfassung Bis auf die angesprochenen Unterschiede in nur manchen, aber dennoch wichtigen Definitionen (**) ist die Theorie von Peter Mersch mit meiner Theorie kompatibel, wie schon eingangs erwähnt (**). Sie zeichnet sich insbesondere durch die Fähigkeit aus, ein von der Evolutionstheorie bis dahin nicht erkanntes oder totgeschwiegenes Problem zu lösen: das Reproduktionsinteresse.

Wir wissen heute, daß der von Darwin - wahrscheinlich weil er zu sehr von Malthus ausging - in den Vordergrund gerückte Reproduktionserfolg übertrieben ist, also abgeschwächt, eingeschränkt werden muß. Es muß sogar die gesamte Darwinsche Evolutionstheorie ergänzt und daher in ihrer Aussagekraft abgeschwächt, eingeschränkt werden.

Gemäß Darwinscher Evolutionstheorie bedeutet Evolution: (1) daß die Entwicklung, die selbst kein Ziel hat, eine vom Zufall, der eine Notwendigkeit enthält, abhängige Anpassung an die sich ebenfalls verändernde Umwelt ist (Stichwort: Selektion); (2) daß es viele unterschiedliche Lebewesen gibt (Stichwort: Variation); (3) daß es (eine Überproduktion von) Nachkommen und also Erben gibt (Stichwort: Vererbung). Ergänzt werden muß aber: (1) daß der Anpassung an die Umwelt durch die Distanzierung von ihr entgegengewirkt werden kann und auch wird (siehe z.B. die menschliche Technik oder die menschliche Politik, die auch soziale Selektion / negative Selektion, Dysgenik / negative Eugenik, Survival-of-the-Unfittest-Politik betreiben kann); (2) daß der Unterschiedlichkeit durch die Gleichmacherei entgegengewirkt werden kann und auch wird (siehe z.B. die menschliche Politik); (3) daß der Produktion von Nachkommen durch den extremen Egoismus namens „Individualismus“ entgegengewirkt werden kann und auch wird (siehe z.B. die menschlichen Vorgehensweisen gegen das Leben nachkommender Menschen wie Abtreibung und andere Kindestötungen). Die drei Regeln der Darwinschen Evolutionstheorie werden aber durch die drei ihnen genau entgegengesetzten Tendenzen nicht falsch, wohl aber auf ein kleineres Bedeutungsmaß eingeschränkt. Mit anderen Worten: Sie werden von den ihnen entgegengesetzten Ausnahmen also nicht falsifiziert, sondern ergänzt. Wo es Regeln gibt, da gibt es auch Ausnahmen von diesen Regeln. Wenn es zu Regeln keine Ausnahmen geben kann, dann handelt es sich nicht um Regeln, sondern um Gesetze (**). Die Evolutionstheorie stellt also keine Gesetze auf, sondern lediglich Regeln. Gerade die biologische Evolutionstheorie wird aber mit diesen Regeln nicht ausreichend erklärt, zumal einige Wissenschaftler nicht glauben, daß die Natur (wer oder was ist das? Gott?)  selektiert. Die Gründe für die biologische Evolution sind: (A) der Wille zur Selbsterhaltung (das „Selbsterhaltungsinteresse“, so Mersch **) und (B) der Wille zur Reproduktion (das „Reproduktionsinteresse“, so Mersch **). Beide (A und B) sind Varianten des Willens zum Leben bzw. Überleben. (**). Entscheidend ist also der Lebenswille (Lebenstrieb). Ergänzt werden muß auch hier: (A) der Wille zur Selbstzerstörung (das „Selbsterhaltungsdesinteresse“) und (B) der Wille zur Reproduktionsverweigerung (das „Reproduktionsdesinteresse“). Beide (A und B) sind Varianten des Willens zum Nichtleben (Tod) bzw. Ableben (Sterben). Entscheidend ist in diesem Fall also der Todeswille (Todestrieb). Lebenswille (Lebenstrieb) und Todeswille (Todestrieb) sind die zwei Seiten dessen, was wir „Leben“ nennen. Das Leben hat einen Anfang und ein Ende, dessen Grenze der Tod bildet. Der Tod ist deshalb Bestandteil des Lebens, weil wir „wissen“, daß der Tod das Leben begrenzt. **

Die 3 Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie von Peter Mersch sind: (1) Reproduktionsinteresse (genauer: Selbsterhaltungs- und Reproduktionsinteresse **), (2) Variation, (3) Reproduktion. (**). Die Darwinsche Evolutionstheorie nennt: (1) Selektion, (2) Variation, (3) Vererbung. Die 3 Prinzipien der Darwinschen Evolutionstheorie sind aus den 3 Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie ableitbar. „Beim Prinzip der natürlichen Selektion (-› 1) handelt es sich um kein Basisprinzip der Evolution, sondern um eine zwangsläufige Konsequenz aus dem grundsätzlicheren Prinzip der kompetenzneutralen Reproduktionsinteressen (-› 1)“ (**); sogar deckungsgleich sind sowohl die Formulierungen des Prinzips Variation (-› 2) Systemischer Evolutionstheorie und des Prinzips Variation (-› 2) Darwinscher Evolutionstheorie als auch die Formulierungen des Prinzips Reproduktion (-› 3) Systemischer Evolutionstheorie und des Prinzips Vererbung (-› 3) Darwinscher Evolutionstheorie (**|**). „Man kann zeigen, daß sich für biologische Populationen die Prinzipien der Darwinschen Evolutionstheorie aus den Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie ableiten lassen. Mit anderen Worten: Sind in einer Population die Grundpinzipien der Systemischen Evolutionstheorie erfüllt, dann evolviert diese auch im Darwinschen Sinne. Die Kriterien der Systemischen Evolutionstheorie sind folglich hinreichend für die Anwendbarkeit der Darwinschen Evolutionstheorie.“ (**). Ein großer Vorteil der Theorie von Mersch gegenüber der Theorie von Darwin. Gratulation, Herr Mersch!

So wie man bei der „unsichtbaren Hand“, von der Smith in den 1770er Jahren sprach, den Eindruck hat, sie sei vielleicht die Hand Gottes, so hat man auch bei der „natürlichen Selektion“, von der Darwin in den 1850er Jahren sprach, den Eindruck, sie sei vielleicht die Hand Gottes. Denn wer ist es, der die Geschicke sowohl innerhalb der Biologie als auch innerhalb der Ökonomie lenkt? Wer „selektiert“? Wer „nachtwächtert“? Innerhalb der Natur im engeren Sinne - der Natur erster Ordnung -, also innerhalb von Physik und Chemie (vgl. „Natur“ in meiner Schichtenlehre **), mag ein Gott, mögen Götter, mag die Natur selbst sogar alles regeln (vgl. 4 Naturkräfte **), aber eben nicht „selektieren“ und „nachtwächtern“, denn das tun - jedenfalls sowohl innerhalb von Biologie und Ökonomie (vgl. „Natur-Kultur“ in meiner Schichtenlehre **) als auch innerhalb von Semiotik und Linguistik (vgl. „Kultur“ in meiner Schichtenlehre **) als auch innerhalb von Philosophie und Mathematik (vgl. „Kultur-Natur“ in meiner Schichtenlehre **) - die Lebewesen und ihre Gemeinschaften bzw. Gesellschaften, zu denen sie gehören. Die Gemeinschaften bzw. Gesellschaften sind quasi Superorganismen (Organisationssysteme **); besonders die menschlichen Organisationssysteme sind fähig, so viel Macht anzuhäufen und so viel Einfluß auszuüben, wie es vor ihnen nicht möglich gewesen war.

Evolution bedeutet eben auch, daß Umwelt und Lebewesen sich verändern, sich anpassen, sich gegenseitig beeinflussen. Evolution ist weniger ein Prozeß einseitiger Anpassung, sondern mehr ein Prozeß vielseitiger Anpassung, gegenseitiger Beeinflussung, vielfältiger Veränderung - also: Entwicklung im Zusammenspiel -, ja sogar ein Prozeß vielseitiger Insulierung (**|**|**|**) als ein Prozeß der Distanzierung (**|**|**|**), des Gegenteils von Anpassung also.

Gene allein reichen auch nicht aus, um z.B. zu erklären, warum Lebewesen - und unter denen besonders höhere Lebewesen und unter denen wiederum besonders Menschen mit ihren Organisationssystemen (**) - sich offenbar anders verhalten, als es gemäß den Erkenntnissen der Genetik zu erwarten ist.

Zusammenfassung

Peter Mersch verweist nicht selten auf die Analogie seiner Theorie zu Einsteins Theorie. Wie Einsteins Theorie Newtons Theorie nur in Teilen falsifiziert und ansonsten ergänzt, so auch Merschs Theorie Darwins Theorie. Newtons Physik läßt sich auch im Alltag erfahren, aber Einsteines Physik nur unter Zuhilfenahme mehrerer technischer Instrumente; Darwins Evolutionsbiologie läßt sich zumindest teilweise ebenfalls im Alltag erfahren (z.B. für Züchter, obwohl sie eine künstliche Selektion betreiben), aber Merschs Evolutionsbiologie nur unter Zuhilfenahme bestimmter Hypothesen (z.B. der Akteurbasiertheit, bei der das Reproduktionsinteresse entscheidend ist). Bleibt zu hoffen, daß man unter Berücksichtigung der Kritik Merschs Systemische Evolutionstheorie bald ähnlich beurteilen wird wie Harald Lesch Einsteins Relativitätstheorie: „Wenn Einsteins Relativitätstheorie falsch ist, dann ist sie verdammt gut falsch.“

Darwins Evolutionstheorie wurde in Teilen - z.B. in Teilen ihrer Selektionsprinzipien bzw. in ihrer Hypothese, die Erfolgreichen hätten die meisten Nachkommen - durch das demographisch-ökonomische Paradoxon falsifiziert (und sogar die Behauptung, diese Teile der Darwinschen Theorie seien deswegen trotzdem nicht falsifiziert [sind sie aber!], kann nichts daran ändern, daß sie aus dem Wettbewerb ausgeschieden sind, weil die Akzeptanz einer solchen Behauptung bedeutet, ihre Unfalsifizierbarkeit zu akzeptieren, und das ist unwissenschaftlich!). Dawkins Theorie der egoistischen Gene und Meme wurde nicht falsifiziert, weil sie in Teilen (in ihrer Memtheorie) nicht falsifizierbar ist und deshalb keine wissenschaftliche Theorie sein kann. Merschs Theorie jedoch ist falsifizierbar, obwohl sehr schwer zu falsifizieren, und ist deshalb die einzige Evolutionstheorie, die Gültigkeit besitzt. Und genau dagegen wehren sich Merschs Gegner, weil sie Angst vor dem Machtverlust (Kompetenzverlust) haben und deswegen den Krieg gegen Mersch eingeläutet haben, wozu sie ein ganzes Heer an gutbezahlten und treuen Untertanen in die Schlachten geschickt haben und immer wieder in neue Schlachten schicken und schicken werden. ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** **

Zusammenfassung

Ich kann Sie trösten, Herr Mersch, bei all dem orkanartigen Gegenwind, den Sie von denjenigen, die ihre Machtstellung (ihre Kompetenz, wie Sie sagen würden) nicht verlieren wollen, kräftig und deftig zu spüren bekamen, bekommen und garantiert auch noch für einige Zeit bekommen werden (**|**|**): Diejenigen, die einen Umbruch oder Sprung wagten, wurden anfangs immer ausgelacht - Ihnen muß ich die großen Namen wahrscheinlich gar nicht erst nennen -, durften zuletzt selber auslachen, taten es aber dennoch nicht, weil sie dafür zu intelligent waren. In noch früheren Zeiten wurden sie nicht ausgelacht, sondern verbrannt. Wir wollen hoffen, daß die Zeit der öffentlichen Verbrennungen nicht so schnell zurückkommen wird.

Die bisher verbrannten und ausgelachten Wissenschaftler, Techniker und Freidenker sind die Märtyrer der abendländischen Kultur, seit diese modern (i.w.S.) - „neuzeitlich“ (**) - ist. Sie, Herr Mersch, werden von Macht und Lobby nicht wirklich akzeptiert, doch das wird sich hoffenlich bald ändern, denn die Überwindung des demographisch-ökonomischen Paradoxons - also desjenigen Paradoxons, das besagt, daß die Produktivsten am wenigsten und die Unproduktivsten am meisten reproduktiv sind (anders gesagt: daß diejenigen, die es sich am meisten leisten können [am besten angepaßt sind], die wenigsten und diejenigen, die es sich am wenigsten leisten können [am schlechtesten angepaßt sind] die meisten Kinder haben) - als die Lösung eines Problems, das sich in etwa an der Schnittstelle zwischen Biologie und Ökonomie befindet und deswegen eines der Hauptprobleme der Wissenschaft ist (**), wartet auf mutige Wissenschaftsmenschen, zu denen auch Sie gehören und von denen es in Zukunft nur noch wenige bis gar keine mehr geben wird.

Zusammenfassung

Das letzte Wort in dieser Zusammenfassung soll jedoch Peter Mersch selbst haben. In dem folgenden Text betreibt er Werbung für seine Sytemische Evolutionstheorie und sein Buch mit gleichnamigem Titel, indem er u.a. fünf bekannte Professoren benennt, die in dem Buch zu seiner Theorie Stellung beziehen. Seinen Aussagen zufolge ist er „Atheist, 68er, Mathematiker von der Ausbildung und ansonsten Naturwissenschaftler durch und durch“ (**), er gehört „sogar zu den Menschen, die den freien Willen (**|**) für eine Illusion halten“ (**). Die Hetze gegen ihn und seine Theorie empfindet er als „störend, beleidigend und wissenschaftsfeindlich“ (**), und „die Gründe dafür liegen gemäß der Systemischen Evolutionstheorie auf der Hand: Kompetenzbewahrung.“ (**) Folgend sein gesamter Text vom 25.12.2012, 07:22:59 (**):

„Die Systemische Evolutionstheorie (SET) ist viel zu komplex, als daß man sie mal eben auf die Schnelle abfertigen könnte. Sie setzt u.a. erhebliche Kenntnisse in Systemtheorie, Physik und Informatik voraus. Man muß richtig was tun, um ihre Konzeption zu verstehen.

Das theoretische Hauptwerk über die SET ist bei CreateSpace und BoD erschienen: https://www.createspace.com/4020671

Das Vorwort stammt vom renommierten Biologen (und Clarke-Medaillen-Preisträger) Klaus Rohde, im Buch befinden sich Stellungnahmen der Professoren Jochen Oehler (Biologie), Franz Josef Radermacher (Mathematik/Informatik), Jürgen Tautz (Biologie), Gerhard Vollmer (Physik/Philosophie). Dies sind alles sehr bekannte Stimmen.

Ein Hobbyevolutionist bin ich selbstverständlich nicht.

Man sollte übrigens vorsichtig sein, wenn solche Vorschläge eingebracht werden. Der Thread steht im Forum unter »Fehlende Artikel« und Vorschläge. Daß eine Kampagne internetweit durch einen unter El Schwalmo auftretenden User gegen mich läuft, ist mir bekannt. Ich empfinde dies als störend, beleidigend und wissenschaftsfeindlich. Auf Amazon kann man die ersten Seiten des SET-Buches per Blick-ins-Buch lesen, unter anderem die vollen Stellungnahmen der Wissenschaftler. Ich empfehle die eingehenden Worte Vollmers in dieser Sache.

Wirklich problematisch wird es dann, wenn Menschen, die ein paar kritische Fragen mehr stellen (das kritische Denken also besonders ernst nehmen), plötzlich als Psiram-Kandidaten diskutiert werden.

Ich selbst bin Atheist (seit meiner Geburt gewissermaßen), 68er, Mathematiker von der Ausbildung und ansonsten Naturwissenschaftler durch und durch. Ich gehöre sogar zu den Menschen, die den freien Willen für eine Illusion halten.

Mein Problem an der biologischen Evolutionstheorie ist unter anderem, daß ihr Fundament selbst biologisch ist (es existiert keine Zurückführung oder Plausibilisierung der zentralen Grundannahmen auf die Physik). Ich habe das zu ändern versucht. Auch geht sie von einschränkenden Annahmen aus, die bei höheren Evolutionen nicht mehr gegeben sind. Beispielsweise funktioniert die Theorie der egoistischen Gene nur unter der Annahme, daß es keine Kernkompetenzen gibt. Ein Lebewesen kann sich nicht dafür entscheiden, bevorzugt die Gene für die eigene Nase weiterzugeben und die Gene für die Augen vom Partner zu nehmen (jedenfalls momentan noch nicht), das läßt die Fortpflanzung nicht zu. Das ist aber bei höheren Evolutionen ganz anders. Aus diesem Grund lassen sich die Darwinschen Selektionsprinzipien - wie ich zeigen konnte - nicht auf höhere Evolutionen (z.B. die technische Evolution) ausweiten. Man muß vorher die Evolutionsprinzipien verallgemeinern und vollständig überarbeiten (was ich zu tun versucht habe).

Ob mir mein Versuch geglückt ist, weiß ich nicht. Ich selbst hätte noch viele Fragen. Aber die hatte Darwin 1859 ebenso. Das liegt in der Natur der Wissenschaften. In den Naturwissenschaften gibt es keine endgültigen Resultate. Und perfekt ist zu Beginn praktisch nichts. Alles muß wachsen.

Aus diesem Grund trage ich regelmäßig auf wissenschaftlichen Tagungen und Kongressen vor. Die Professoren Oehler und Vollmer habe ich beispielsweise bei solchen Gelegenheiten kennengelernt.

Wenn ich aber jetzt sehe, daß eine neue Theorie bereits mit den obigen Methoden bekämpft werden soll, dann bestätigt dies genau den Verdacht, der von verschiedenen Seiten an mich herangetragen wurde und der selbst auf Amazon ganz klar beobachtbar ist und dort auch penibel dokumentiert wurde: Eine systematische Hetzkampagne (unter anderem konnte gezeigt werden, daß sich hinter den 4 negativen Rezensionen zu meinen 4 letzten evolutionstheoretischen Büchern stets dieselbe Person verbirgt). Die Gründe dafür liegen gemäß der Systemischen Evolutionstheorie auf der Hand: Kompetenzbewahrung. Wer an einem Wissenschaftsgebäude rüttelt, hat es zunächst mit lauter Gegnern zu tun, und zwar um so massiver, je seriöser er rüttelt. Wie nicht anders zu erwarten war, hat die Hetze gegen die SET deutlich zugenommen, seitdem sich die 5 Professoren in dieser Weise für sie ausgesprochen haben.“ (Peter Mersch, 25.12.2012, 07:22:59 **).

 

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Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Was Lulu so meint.

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Was Lolu so meint 08.07.2013, 00:39:14 GMT+ 02:00

„Burt schreibt ... etwas zum demographisch-ökonomischen Paradoxon:

»Ist das demographisch-ökonomische Paradoxon nun eine lokale oder eher systemische Anomalie? Mersch meint letzteres. Seltsamerweise sieht sogar der Biologe Klaus Rohde, einer der wenigen Wissenschaftler, die die SET (Systemische Evolutionstheorie; HB) unterstützen, und der auch ein Vorwort zu dem Buch verfaßt hat, im Reproduktionsverhalten moderner Menschen nur eine lokale Anomalie. Zitat aus dem Vorwort: ›Mersch behauptet, daß der Darwinismus das demographisch-ökonomische Paradoxon nicht erklären kann. Es ist jedoch zumindest theoretisch möglich, das Paradoxon als Exzessivbildung zu erklären: Überentwicklung des Gehirns und damit verbundener unerwünschter Folgen wie der Unlust Kinder zu kriegen.‹ Genauso ist es: das menschliche Extremorgan Gehirn erlaubt es uns, mittels der Technik der Verhütung, unserer Biologie hier ein Schnippchen zu schlagen. Das Paradoxon läßt sich elegant und einfach erklären. Es braucht keine neue Theorie.« **

Diese neue Theorie braucht es definitiv (wie ich zeigen werde), zumal Mersch das Thema (aufgrund der SET) völlig anders angeht als alle anderen Theoretiker und Praktiker vor ihm, aber auch, als es sich der Rezensent Burt offenkundig überhaupt vorstellen kann.

Seit geraumer Zeit beobachtet man, daß Seefische durch den Fischfang immer kleiner werden. Nicht die größten Fische einer Art sind die Fittesten, wie es vorher mal der Fall war, sondern eher die kleineren. Liegt das an den Fischen? Haben die auf einmal ihr Reproduktionsverhalten geändert? Woher kommt dieses Fisch-Paradoxon?

Die Ursache liegt nicht bei den Fischen selbst, sondern beim Fischfang, für den größere Exemplare ökonomischer sind, zumal sie sich leichter fangen lassen (sie können nicht durch die Maschen der Netze entkommen). Es liegt also an zusätzlichen Akteuren. Für den Darwinismus ist das noch kein Problem. Man könnte sagen: Für die Fische haben sich die Selektionsbedingungen geändert. Nicht anders wäre es, wenn spezielle Freßfeinde auftauchen würden, die sich ganz entsprechend verhalten.

Das demographisch-ökonomische Paradoxon läßt sich nicht allein von der Menschenseite her erklären, genauso, wie die Fischverkleinerung keine alleinige Sache der Fische ist. Demographen und Biologen versuchen es aber immer wieder, genauso wie Burt. Er meint explizit, das menschliche Extremorgan Gehirn erlaube es uns, mittels der Technik der Verhütung unserer Biologie hier ein Schnippchen zu schlagen. Als wenn es nur wir wären.

Der Zukunftsforscher Horst Opaschowski prognostiziert in Deutschland 2030: Wie wir in Zukunft leben:

»Für die privilegierten Vollzeitbeschäftigten wird die Arbeit immer intensiver und konzentrierter, zeitlich länger und psychisch belastender, dafür aber auch - aus der Sicht der Unternehmen - immer produktiver und effektiver. Die neue Arbeitsformel für die Zukunft lautet: 0,5 x 2 x 3, d.h. die Hälfte der Mitarbeiter verdient doppelt soviel und muß dafür dreimal soviel leisten wie früher. Die ständige Produktivitätssteigerung bewirkt, daß immer weniger Mitarbeiter immer mehr leisten müssen.«

Mit anderen Worten: Unternehmen sind - wie es die SET prognostiziert - vor allem an den für sie geeignetsten Qualifikationen interessiert. Die bindet man ganz stark an sich, für alle anderen bleiben prekäre Arbeitsverhältnisse oder die Arbeitslosigkeit. Zwar können diese geeignetsten Qualifikationen auf diese Weise - wie Opaschowski deutlich macht - besonders viel Geld verdienen und sehr viel konsumieren, ihnen fehlt jedoch zugleich die Zeit für eine eigene Familie. Und genau das ist dann ein mindestens genauso großer Faktor für das demographisch-ökonomische Paradoxon wie vielleicht die sonstigen Fertilitätsentscheidungen der Menschen. Doch all das (genauer: die spezifischen Reproduktionsinteressen der sich im gegenseitigen Wettbewerb befindenden Unternehmen) wird leider von der gesamten Forschung und natürlich von Burt ausgeblendet. Außer von Mersch bzw. der SET.

Nun könnte man sagen: Das ist doch genauso wie bei den Fischen: Ein neuer Selektionsfaktor. Leider stimmt das nicht, denn Unternehmens sind menschliche Superorganismen. Sie können durch Menschen beeinflußt und in ihrem Verhalten geändert werden. Die Fische sind bei den Fischerbooten dazu nicht in der Lage. Das sind fremde Akteure, die für neue Selektionsfaktoren sorgen.

Ein anderer Einwand könnte lauten: Das ist doch völlig egal. Man kann das demographisch-ökonomische Paradoxon auch mit der Beckerschen ökonomischen Theorie der Fertilität erklären. Eine neue Theorie braucht es dafür nicht. Das ist letztlich das, was Burt schreibt.

Die Sache hat leider nur einen ganz ganz großen Haken. Die SET behauptet ja nicht nur, daß sie das demographisch-ökonomische Paradoxon auf eine andere und neue Weise erklären kann. Sie behauptet vielmehr, daß reine familienpolitische Maßnahmen, wie sie bislang immer versucht wurden, nichts ausrichten können. Das wäre so, als wollten die Fische ihr Größenproblem mit eigenen Maßnahmen beheben. Die SET behauptet, das Dilemma müsse - wenn man es wirklich lösen will -, auch und gerade von der Unternehmensseite aus angegangen werden. Man muß zunächst verstehen, wie die Unternehmen die Humanvermögen der Staaten plündern, um geeignete Gegenmaßnahmen zu entwerfen und zu verabschieden. Kurz: Ohne die SET läßt sich das demographisch-ökonomische Paradoxon weder verstehen noch lösen.

Da Burt das Buch nicht gelesen hat, konnte er den Punkt leider nicht verstehen. Setzen: Sechs.

Daß Schlimme daran: Die Rezension wird anschließend von einem Klub weiterer Nichtleser nach Belieben hochgeklickt. Potentielle Kunden und Entscheider lesen sie und glauben, der Rezensent würde irgendetwas Sinnvolles schreiben. Sie denken: »Die Rezension hört sich so an, als habe der Rezensent das Buch gelesen und verstehe etwas von der Sache. Vermutlich steht in dem Buch also tatsächlich nichts Neues drin.« Genau damit wird spekuliert. Und so bleibt die Wissenschaft halt mal wieder auf der Strecke, obwohl (eher: weil! HB) Feinde der Wissenschaft das Wort »Wissenschaft« im Maul führen. In Wirklichkeit sind sie bornierter als die schlimmsten religiösen Fundamentalisten. Sie führen Krieg gegen eine neue Theorie, die sie nicht kennen.“ (Lulu, 08.07.2013, 00:39:14 GMT+ 02:00 **).

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Was Lolu so meint 22.07.2013, 12:08:00 GMT+ 02:00

„Richard Dawkins großartige Idee war, daß es Lebewesen weniger um den eigenen Selbsterhalt (sonst könnte man nicht erklären, warum sich Eltern in Gefahrensituationen oft für ihre Kinder opfern) geht, sondern vor allem um die Bewahrung der eigenen Gene. Dieses Verhalten nannte er Gen-Egoismus. Überall konnte man lesen, wie genial diese Idee sei. Seine zweite Idee, nämlich daß jegliche Evolution auf der Vervielfältigung von Replikatoren beruht, war jedoch ein schwerer Gedankenfehler, wie Mersch detailliert aufgezeigt hat: Replikatoren muß es nur auf der alleruntersten Ebene der Informationsschaffung geben, darüber sind sie nicht länger erforderlich. .... Die Kompetenzen in menschlichen Gehirnen müssen nicht als Replikatoren organisiert sein und sie werden auch nicht in dieser Form von Mensch zu Mensch übertragen. Die Kritik an der Memetik und den Memen ingesamt, wie sie auch von Bunge/Mahner und anderen vorgetragen wurde, ist substantiell.

Mersch hat Dawkins erste Idee lediglich verallgemeinert (Evolutionsakteuren geht es gemäß der SET vor allem um die Bewahrung ihrer [informativen] Kompetenzen) und die zweite aus guten Gründen verworfen. Und dafür wird er von den gleichen Leuten, die Dawkins Selfish-Gene noch immer für genial halten, fortwährend beleidigt und attackiert. Es ist erschreckend. ....

Weiter kommen nur die Kompetenzen, hinter denen nennenswerte Reproduktionsinteressen stehen. Aber selbst das ist keine Garantie. Das einzige, was man mit Gewißheit sagen kann, ist: Kompetenzen, hinter denen keine (oder zu geringe) Reproduktionsinteressen stehen, scheiden definitiv aus. Evolution ist ein eigendynamischer, selbstorganisatorischer Prozeß!“ (Lulu, 22.07.2013 12:08:00 GMT+ 02:00 **).

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Was Lolu so meint 22.07.2013, 12:56:22 GMT+ 02:00

„Burt: »Wenn wir zwei Bakterien haben: B1 mit den Genen a, b, c, d und e und B2 mit den Genen a, b, c, d und f - und dann vermehrt sich B2 wie rasend, während B1 verkümmert ... ist dann das differentielle Reprodultionsinteresse der beiden dafür verantwortlich?« **

Ggf. ja. Dazu gibt es das bekannte Spiegelman-Experiment mit Viren, das im Detail in Die Berechenbarkeit der Welt: Grenzfragen der exakten Wissenschaften auf den Seiten 90 ff. (»Ist eine Evolution im Reagenzglas möglich«) von Bernd-Olaf Küppers beschrieben wird. In diesem Experiment mit einer optimalen Nährlösung, in der es für die Viren praktisch keinerlei Selektionsdruck mehr gab, setzten sich am Ende die Viren durch, die sich am schnellsten reproduzieren konnten. Gleichzeitig verloren sie alle sonstigen Kompetenzen.

Küppers (94): »Denn die genetische Information, die hauptsächlich dem Infektionszyklus dient, wird unter den geradezu paradiesischen Bedingungen der Reagenzwelt nicht mehr benötigt. Sie ist sogar eher ein Hindernis für die schnelle Replikation. Infolgedessen führte die Evolution im vorliegenden Fall auch nicht zu einer Steigerung, sondern zu einer Reduktion der genetischen Komplexität.«

Anders gesagt: Die Viren konnten sich am Ende rasend schnell vermehren, waren aber nicht mehr infektiös! Es handelte sich bei ihnen um reine Reproduktionsmaschinen, im wesentlichen reduziert auf das Interesse, sich möglichst oft zu reproduzieren.

Dawkins weist im egoistischen Gen im Zusammenhang mit den modernen Sozialstaaten auf das gleiche Problem hin. Aufgrund dessen, daß man in Sozialstaaten Nachkommen nicht mehr verhungern läßt (es keinen echten Selektionsdruck mehr gibt), wird die Zahl an Nachkommen nur von der physischen Leistungsfähigkeit der Mutter und den Reproduktionsinteressen (dem Kinderwunsch) der Eltern begrenzt. Lesen Sie es nach: Das steht dort so geschrieben!

Was Sie offenkundig noch immer nicht verstanden haben: Eine allgemeine Evolutionstheorie, die diesen Namen verdient, muß alle Fälle abdecken können: Viren, Bakterien, Pflanzen, Tiere, Insektensozialstaaten, Menschen, Unternehmen .... Daß die SET die biologische Evolution abdeckt, genauso wie es die Synthetische ET tut, hat Mersch formal aufgezeigt: Zwischen der SET und der Darwinschen Selektionstheorie besteht das Korrespondenzprinzip. Nehmen Sie das bitte endlich zur Kenntnis. Jeder Versuch, im biologischen Bereich angebliche Probleme aufwerfen zu wollen, zielt ins Leere: es gilt das Korrespondenzprinzip!

Mersch weist ja selbst mehrfach darauf hin, daß der Begriff des Reproduktionsinteresses im Zusammenhang mit Lebewesen, die nur Gene tradieren, noch keine wirklichen Vorteile bringt. Aber das ist nichts Neues. Auf der Erde (z.B. bei der Bewegung eines Zuges) bringt die Lichtgeschwindigkeit auch keine neuen Erkenntnisse. Da könnten Sie auch die ganze Zeit in der gleichen Weise herumkritisieren und z.B. behaupten, die Allgemeine Relativitätstheorie sei auf der Erde nicht anwendbar, zumal sie den Luftwiderstand bei Bewegungen nicht berücksichtige. Sie scheinen nicht zu begreifen, daß man in einem allgemeineren Umfeld ggf. neue oder allgemeinere Begriffe benötigt, die in einem eingeschränkten Umfeld ggf. noch nicht erforderlich sind.“ (Lulu, 22.07.2013 12:56:22 GMT+ 02:00 **).

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Was Lolu so meint 23.07.2013, 15:27:03 GMT+ 02:00

„Burt: »Übrigens ist Schurz kein Memetiker. Er sagt es explizit: Meme ja; Memetik (als eigenständige Disziplin) nein. Das sehe ich genauso. Die Memetik ist gescheitert, aber will man kulturelle Evolution verstehen, muß man auch hier eine ›unit of evolution‹ benennen, als da wären: Ideen, Werte, Fertigkeiten, Theorien, Moden u.s.w., für die sich nun mal der Oberbegriff Meme eingebürgert hat. Das seziert Schurz in seinem Buch sehr gut.« **

Ich habe mir die entsprechenden Passagen in Schurz’ Buch Evolution in Natur und Kultur: Eine Einführung in die verallgemeinerte Evolutionstheorie noch einmal durchgelesen (S. 208 ff.). Was er dort als Meme bezeichnet, sind für die SET in erster Annäherung »Kompetenzen«. Sie selbst sprechen von Ideen, Werte, Fertigkeiten etc.. Man fragt sich unwillkürlich: Was macht Meme für Sie zu einem tauglichen Begriff, Kompetenzen aber zu einem modischen Bläh-Wort?

An einer Stelle heißt es bei Schurz (209): »Meme sind also keine speziellen, ontologisch irreduziblen Entitäten. Vielmehr handelt es sich bei ihnen um erlernbare Informationen, die verschiedenste Formen annehmen bzw., wie der Informationstheoretiker sagt, in verschiedenster Weise codiert sein können.«

Andere würden sicherlich nur etwas erlernen wollen, wenn es sich bei den erlernbaren Informationen um Kompetenzen handelt. Wozu sollte man Informationen erlernen, wenn sie einerseits keine Vorteile liefern, man andererseits dafür auch keine Reproduktionsinteressen entfaltet, so daß man das Erlernte schon bald wieder verlieren wird?

Zwei Seiten weiter heißt es bei Schurz dann aber (211): »Ich werde im folgenden Meme gemäß der ersten Auffassung als erworbene Informationen im Gehirn bzw. Geist verstehen, weil mir die Vorteile einer klaren Mem-Phän-Unterscheidung zu überwiegen scheinen. Darüber hinaus hat diese Auffassung den Vorteil, daß damit die Reproduktion von Memen nicht mehr nur eine beliebige Informationsübertragung ist, sondern auf Lernleistungen des Gehirns eingeschränkt wird und damit besser studiert werden kann.«

Damit handelt er sich einen ganzen Haufen Probleme ein:
1. Der Begriff des Mems ist dann nur noch auf Menschen anwendbar, auf Superorganismen wie Amazon.de und Ebook.de (siehe Beispiel unten) aber z. B. nicht.
2. Was die Biologie als Merkmal und die SET allgemeiner als Kompetenz bezeichnet, gehört gemäß Schurz zu den Phänen. Nehmen wir das Beispiel mit Amazon.de und Ebook.de. Die Programmierer von Amazon.de haben keinerlei Einblick in die Programme von Ebook.de (ich nehme das einfachheitshalber mal an). Dann bleibt ihnen nichts anderes übrig, als das Erscheinungsbild des neuen Merkmals von Ebook.de (gemäß Schurz auf der Phänen-Ebene) zu imitieren und mit ihren eigenen Programmiermethoden auszudrücken. Imitiert wird also die Kompetenz bzw. das Merkmal (auf Phänen-Ebene), nicht jedoch dessen Realisierung bzw. Codierung bzw. das angebliche Mem. Ein Reproduktionsinteresse besteht ebenfalls nur bzgl. des Merkmals bzw. der Kompetenz: Ebook.de könnte sich irgendwann entscheiden, die gesamte Shop-Software durch eine andere auszutauschen und die Funktionalität, die mittlerweile zu den beliebtesten im gesamten Angebot zählt, neu zu programmieren. Dann wäre die alte Codierung (auf der Mem-Ebene gemäß Schurz) weg, das Merkmal (die Kompetenz) aber noch immer da. Im Gehirn selbst dürfte es in vergleichbaren Fällen (z.B. nach einem Schlaganfall, durch den bestimmte Fertigkeiten verloren gehen) ganz ähnlich aussehen.

Mersch ist übrigens der Auffassung, daß man vieles von dem, wie Lern- und Imitationsprozesse im Gehirn ablaufen oder gar ablaufen müssen, aus dem schließen kann, wie es in den Gehirnen der Superorganismen zugeht. Das Gehirn steht bei Imitations- und Lernprozessen vor einem ganz ähnlichen Problem, nämlich ein wahrgenommenes und als lohnenswert eingestuftes Merkmal (Verhalten, Kompetenz etc.) von jemand anderem in die eigene Umgebung hinein zu codieren, so daß es jederzeit in vergleichbarer Qualität aktiviert werden kann.

Die SET ist sicherlich noch nicht perfekt, schließlich ist sie ein Neuentwurf. Denken Sie daran, wie viele Lücken Darwins ET zu Beginn noch aufwies. Man merkt aber schon jetzt an allen Stellen sehr deutlich, daß Mersch Dinge in seiner Theorie berücksichtigt hat, über die Wissenschaftler wie Schurz noch nicht einmal ansatzweise nachgedacht zu haben scheinen. Deren Ausführungen werden dann aber von Ihnen als sehr gutes Sezieren bezeichnet, während Merschs wesentlich allgemeinerer und - wie ich finde - auch präziserer Ansatz von oben herab abgekanzelt und seine Begriffe als Bläh-Wörter diskreditiert werden. Ich bin immer noch der Auffassung, daß es in den Wissenschaften halbwegs fair und ehrlich zugehen sollte. Bei dem, was Sie hier beschreiben, ist das nicht gegeben (»... nicht weiter zur Kenntnis genommen ...«).“ (Lulu, 23.07.2013 15:27:03 GMT+ 02:00 **).

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Was Lolu so meint 13.08.2013, 14:01:18 GMT+ 02:00

„Unabhängige Geister lasten sich von kleinkarierten Kritikern nicht aufhalten.“ (Lulu, 13.08.2013, 14:01:18 GMT+ 02:00 **).

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Was Lolu so meint 26.10.2013, 12:28:06 GMT+ 02:00

„Burt: »Das Gute an dem Fitneß-Konzept der Darwinisten ist, daß man Fitneß messen kann. Kompetenz aber nicht. Merschs zentraler Begriff der ›Lebensraum-Kompetenz‹ ist wissenschaftlich unbrauchbar.« **

Hier zeigt Mersch im selben Text: Man hat leider falsch gemessen. Er liefert u.a. ein Beispiel, in dem eine Gruppe Individuen eine höhere biologische Fitneß (gemäß den Definitionen der Evolutionsbiologie) besitzt, tatsächlich aber weniger Nachkommen produziert (und im Laufe der Zeit dann auch verdrängt wird) als eine andere Gruppe, die gemäß Evolutionsbiologie eine niedrigere Fitneß hat. Er führt daraufhin einen anderen Fitneßbegriff ein, bei dem solche Probleme nicht auftauchen können. Dieser Fitneßbegriff läßt sich auf alle Kompetenzen in gleicher Weise anwenden. Anders gesagt: Kompetenz ist meßbar.

Dumm gelaufen. Irgendwann wird sich die richtigere und bessere Erkenntnis durchsetzen, da nützt alles Zetern, wie Sie es tun, nichts. Vielleicht schreibe ich dann selbst ein Buch, in dem ich dokumentiere, wie borniert noch heute gegen neue Erkenntnisse vorgegangen wird.“ (Lulu, 26.10.2013, 12:28:06 GMT+ 02:00 **).

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Was Lolu so meint 01.11.2013, 03:37:52 GMT+01:00

„Würde Popper noch leben, würde er Merschs Arbeiten schätzen. So wie Mersch die Arbeiten Poppers schätzt, insbesondere »Die Logik der Forschung«. Mir schrieb er, daß dies den Austritt aus dem SDS, in dem er in den ersten Studienjahren war, zur Folge hatte. In einem wissenschaftstheoretischen Seminar, das er als Mathematiker interessehalber besuchte, kritisierten einige Linke die Arbeiten Poppers, auch das Falsifikationsprinzip. Als er dazu meinte, daß sich dieses aber allein schon aufgrund der Asymmetrie der logischen Schlußfolgerungen aufdränge, kam ein massenhaftes: »Wie? Bist du etwa auf seiten Poppers?« Das war ihm zu blöd. So wie mir diese blöden Rezensionen, die aus dem gleichen Holz geschnitzt sind, zu blöd sind.

Für mich ist Mersch einer der letzten Vertreter des kritischen Rationalismus. Für ihn zählt nur das Argument. Ist es seiner Meinung nach falsch oder unbegründet, wird es kritisiert, selbst wenn es von ihm selbst ist, wie man in einigen seiner Bücher lesen kann.

Da liegt es auf der Hand, daß er von ideologischen Holzköpfen kritisiert wird. Müßten Sie als Soziologe eigentlich kennen. Dort (in der Soziologie! HB) gibt es eigentlich nur Ideologie. Oder kennen Sie gesicherte Theoreme der Soziologie, auf der sich weiteres Wissen aufbauen kann? Ich nicht. Denn wenn es sie gäbe, sähen sie sich schon bald spitzfindigen Kritikern ausgesetzt, die mit viel Worten ohne Inhalt ihr Ego streicheln möchten.“ (Lulu, 01.11.2013, 03:37:52 GMT+ 01:00 **).

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Was Lolu so meint 06.11.2013, 12:12:29 GMT+01:00

„Beinhocker ... versucht ... einen Evolutionsmechanismus zu beschreiben, mit dem auch die Evolutionsökonomik leben kann. Leider scheitert er - wie alle vor Mersch - an dem Punkt, an dem alle allgemeinen Evolutionsmechanismen bislang gescheitert sind: Wer oder was treibt die ganze Sache an? Hilflose Überschriften wie »Replikatoren wollen sich nur replizieren« legen die Schwachstellen schonungslos offen: Wie bei Dennett beruht alles auf Replikatoren. Und was die Replikatoren antreibt, kann er nicht erklären. Er muß ausdrücklich - und fernab aller Evolutionsprinzipien - postulieren, daß sich Replikatoren replizieren »wollen«, daß sie also generell egoistisch sind!“ (Lulu, 06.11.2013, 12:12:29 GMT+ 01:00 **).

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Was Lolu so meint 06.11.2013, 14:26:00 GMT+01:00

„Die Sache ist doch eigentlich ohnehin ganz einfach. Stellen wir uns eine einfache Population aus Robinson und Freitag vor. Beide haben die Fähigkeiten, Fische zu fangen und Kokosnüsse zu sammeln (= Kompetenzen). Man könnte sie sogar darin vergleichen und ihre Fitneß bestimmen, indem man errechnet, wieviele Einheiten sie im Durchschnitt pro Stunde schaffen. Machen sie beide Tätigkeiten in gleicher Weise, dann haben sie gemäß der Systemischen Evolutionstheorie gleich große Reproduktionsinteressen für ihre beiden Kompetenzen »Fische-Fangen« und »Kokosnüsse-Sammeln«. Das ändert sich, wenn sie Arbeitsteilung betreiben. Wenn sich Robinson auf das Fische Fangen beschränkt und Freitag auf das Kokosnüsse Sammeln, dann hat Robinson für Fische-Fangen ein hohes Reproduktionsinteresse und für Kokosnüsse-Sammeln ein sehr niedriges bis gar keins mehr, während es für Freitag genau umgekehrt ist. Mit anderen Worten: Sie können den Vorgang komplett in die Sprache der SET übersetzen. Was ich beschrieben habe, ist soziale Evolution. .... Doch warum kommt es überhaupt dazu? Warum sollten sich Robinson und Freitag darauf einlassen? Die SET kann das erklären. Sie kann es sogar mathematisch erklären.

Die Biologie steht übrigens vor dem gleichen Problem. Auch die hat nach einer Erklärung gesucht, warum manchmal Lebewesen zusammenarbeiten, warum eines dabei vielleicht nur zuarbeitet und auf eine Fortpflanzung verzichtet. Warum kann es so etwas in der Natur geben? Also hat man versucht zu erklären, warum bestimmte Arbeitsteilungen dennoch für beide Seiten lohnenswert sein können. Das Ergebnis war Hamiltons Regel. Die ist aber nur ein extremer Spezialfall von Ricardos Theorem. Mersch kann mit seiner SET tatsächlich die fundamentalste aller sozialen bzw. kulturellen Fragestellungen beantworten: Warum arbeiten Menschen arbeitsteilig zusammen? Es handelt sich um den Grundstein jeglicher sozialer Entwicklung. Und: Dies führt zu sozialer Evolution. Ich hätte dann aber den Anspruch, daß eine Evolutionstheorie, die sich verallgemeinert nennt, genau dies erklären kann. Die SET kann das. Weil sie von vornherein mit den dafür erforderlichen Begrifflichkeiten ausgestattet wurde. Ich weiß nicht, wie es Mersch geschafft hat, da er das Ricardo-Theorem erst unlängst aus der SET hergeleitet hat: Aber alles, was man zur Beschreibung der Arbeitsteilung benötigt (nämlich insbesondere eine Aufteilung der Reproduktionsinteressen auf die verschiedenen Kompetenzen), war von vornherein in den Prinzipien der SET enthalten.“ (Lulu, 06.11.2013, 14:26:00 GMT+ 01:00 **).

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Was Lolu so meint 06.11.2013, 19:45:19 GMT+01:00

„Und zu der Fragestellung konnten bislang weder die Ökonomie noch die Sozialwissenschaften noch Leute wie Sie etwas Sinnvolles beitragen. Im Gegenteil: Gerade diese »Wissenschaften« fordern ständig mehr, mehr, mehr. Es gibt nicht wenige, die der heutigen Ökonomie eine nennenswerte Mitverantwortung an der Finanzkrise geben. Sie hat die aufkommenden Probleme weder gesehen noch für möglich gehalten.

Aber zurück zur Allgemeinen oder Verallgemeinerten Evolutionstheorie. Müßte eine solche Theorie, die ein klein wenig mehr umfaßt als das Replizieren von Genen, nicht wenigstens das abdecken können, was bereits Platon in seiner Politeia als die Ursache für das Entstehen von menschlichen Gesellschaften beschrieb?

Wenn man diese wenigen Sätze Platons liest, könnte man den Eindruck bekommen, er sei ca. 400 v. Chr. evolutionstheoretisch schon weiter gewesen als die hier gefeierte Verallgemeinerte Evolutionstheorie. Denn in Schurz' Buch wird die von Platon beschriebene Entwicklung nicht einmal erwähnt. In Beinhockers Buch beinahe auch nicht.“ (Lulu, 06.11.2013, 19:45:19 GMT+ 01:00 **).

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Was Lolu so meint 07.11.2013, 20:03:25 GMT+01:00

„Das Familienthema gehört den Soziologen abgenommen. Sie verstehen es nicht.“ (Lulu, 07.11.2013, 20:03:25 GMT+ 01:00 **).

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Was Lolu so meint 09.11.2013, 12:51:00 GMT+01:00

„Ja, so ist das hier. Am Ende entlarven sich die angeblich ernsten Kritiker alle als systematische Hetzer, die Mersch und mich schon seit Jahren verfolgen. Wie es Popheroe (Pophorror oder Populist oder beides? HB) jetzt klar zum Ausdruck gebracht hat und Michael Baumann schon immer. Und wie Ute, Burt und sein Klon Eva Berg, die sich nicht zu schade waren, ungelesene Bücher zu besprechen, aus anderen Rezensionen Sätze zu stehlen und sie dem Autor in den Mund zu legen, den Inhalt der Bücher frei zu erfinden, andere Rezensenten systematisch abzuklicken (so daß z.B. ein 5-Sterne-Rezensent mittlerweile verzweifelt zur Vorausgabe abgewandert ist, damit er die Rezension nicht täglich neu einstellen muß), positive Rezensenten zu attackieren und zu beleidigen. Das ist Hetze: Von Ute, Burt, Eva Berg, Michael Baumann und jetzt auch Popheroe. Erbärmlich.

Habt ihr nichts anderes zu tun als hier wenig überlegtes Männerstammtisch-Gelabere von euch zu geben? Man kann auch als Rentner sinnhaft tätig werden, anstatt den ganzen Tag über Bücher zu quatschen, die man nicht gelesen hat. Einen Versuch wäre es doch wenigstens wert, oder? ....

Was gibt diesen Personen das Recht, in dieser Weise über ein wissenschaftliches Werk eines ihnen unbekannten Autors, das zuvor von etlichen echten Wissenschaftlern vorabgelesen und mit zum Teil äußerst positiven Stellungnahmen (von Wissenschaftlern) bedacht wurde, herzuziehen? Wie erklärt es sich z. B., daß der Rezensent »Ute« ausschließlich Mersch rezensiert und zwar stets abwertend mit größter Häme und ganz offenkundig, ohne die besprochenen Bücher gelesen zu haben (denn nicht einmal die angeblichen Zitate aus dem Buch oder die beschriebenen Inhalte stimmen), und weder Burt noch Berg noch Popheroe noch Michael Baumann wollen darin auch nur das klitzekleinste Problem erkennen? Wie ist so etwas möglich? (Unkenntnis der Sprachregeln [also auch Unkenntnis der Semantik], weshalb sie eine zu geringe Sprachkompetenz [also auch zu geringes Textverständnis] haben! HB). Kann man sich heute nicht einmal mehr auf ein Mindestmaß an Anstand einigen? Auf ein Mindestmaß an Rezensionsstandards (wenn es um die eigenen Ziele geht)?

Und was gibt diesen Personen zugleich das Recht, andere positive Rezensenten in Kommentaren zu beleidigen und zu attackieren und deren Rezensionen abzuklicken, so daß diese zum Teil längst das Weite gesucht haben, um nicht ihren Rezensionsstatus zu gefährden? Widerlich ist das!

Die Antwort lautet: Diese Personen besitzen eine Mission. Sie wollen dem Autor Schaden zufügen. Wir erleben hier die häßliche Fratze der Ideologen, die unter der Amazon-Anonymität Krieg gegen die Freiheit der Wissenschaften führen. Ihr Ziel ist es, einem Autor Schaden zuzufügen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu unterdrücken.“ (Lulu, 09.11.2013, 12:51:00 GMT+ 01:00 **).


Wer Lulu genau ist und ob sich hinter ihrem Namen wie auch hinter den Namen Lena (wohl auch: Lena Waider) sowie Don Quijote, Jackle, Sciencelover und Cosmos Kramer Peter Mersch selbst verbirgt, spielt keine große Rolle.


 

Kommentar zur „Systemischen Evolutionstheorie“ von Peter Mersch Warum Lulu zu danken ist, Merschs Gegner zu besiegen sind und Merschs Theorie richtig ist.

 Lulu ist sehr energisch  Wissenschaftsbereiche vs. Ideologien (Soziologismen u.ä) 
 Kampf gegen die Ideologien (Soziologismen u.ä)  Was an Merschs Gegnern auffällt 
Arbeitsteilung und ReproduktionsinteresseEntwicklungsarten und Reproduktionsinteresse

Warum Lolu zu danken ist Lulu verteidigt Peter Mersch und dessen Systemische Evolutionstheorie sehr energisch, und auch dann, wenn hinter dem Pseudonymen Lulu bzw. Lena (wohl auch: Lena Waider) sowie Don Quijote, Jackle, Sciencelover und Cosmo Kramer Peter Mersch selbst steckt, darf der Dank nicht ausbleiben, weil diese Verteidigung gerechtfertigt, geboten, ja sogar erforderlich ist. Die sogenannten „Kundenrezensenten“ von Amazon.de z.B. sind Peter Mersch und seiner Theorie gegenüber sehr voreingenommen und greifen zu Sprachmitteln, die teilweise bis in die Kriminalität reichen: Üble Nachrede, Verhetzung, Textdiebstahl u.ä. sind Merschs Feinden, die damit auch Wissenschaftsfeinde sind, stets willkommen, geht es ihnen doch nur darum, ihren Auftrag, Mersch in den von Verboten und Dogmen nur so triefenden Dreck ihrer Auftraggeber zu ziehen, gehorsam auszuführen. Mersch verstößt gegen das herrschende Diktat, gegen die Politkorrektheit, gegen die Zensur, weshalb ihm bezahlte Schreiberlinge (die Ähnlichkeiten mit den Verhältnissen im Kommunismus sind nicht zufällig) im Genick sitzen, die ihm den Prozeß, den Hexenprozeß machen sollen und auch wirklich machen. Das auszuhalten, erfordert sehr viel Energie. Darum: Danke, Lulu!

Warum Lolu zu danken ist „Sie brauchen eine Gesellschaft mit Problemen, damit sie einen Job haben“ (**), so Lulus richtige Beurteilung ihrer Kontrahenten, die alle angeblich Soziologen sind (**|**) und mit Soziologismen nur so um sich werfen. Einer dieser Soziologisten bestätigte Lulu auch prompt, obwohl er glaubte, mit seinem Wunschdenken kontern zu können: „Eine menschliche Gesellschaft wird immer Probleme haben.“ (**). Anders gesagt: Solange Menschen noch existieren werden, soll auch der Soziologismus bzw. Sozialismus existieren! Hilfe! Größenwahnsinniger und scheinheiliger geht’s kaum noch! In Wirklichkeit ist es mit der Problemüberwindung eher genau umgekehrt. Jedenfalls würden wir einen Großteil der Probleme im gesamten Westen überwinden, wenn wir den Soziologismus überwinden würden. Was für Mediziner (vor allem: Psychiater) und Psychologen (vor allem: Psychotherapeuten) gilt, gilt auch für die Soziologen (vor allem: Politologen, Sozialarbeiter u.ä.): sie brauchen, um selbst überhaupt existieren zu können, jene Menschen, die irgendwie „krank“ oder „problematisch“ sein sollen. Also werden permanent neue und immer mehr neue „Krankheiten“ und „Probleme“, folglich immer mehr „Kranke“ und „Problematische“ erfunden. Mit möglichst fremdsprachlichen Umschreibungen werden diese „Krankheiten“ und „Probleme“ zum Schein in Watte gehüllt, um das „Kranksein“ und „Problem(atisch)sein“ als „angenehm“ verkaufen zu können sowie die „Kranken“ und „Problematischen“ dazu zu motivieren, ebenfalls per Propaganda möglichst viele neue „Kranke und „Problematische“ zu erfinden, zu „produzieren“. Das ist schon großer Wahnsinn! Der neue Faschismus ist schon lange da! (**). Eine seiner Hauptbrutstätten waren und sind diese eben genannten Disziplinen - gefördert und gefordert von Politik, Medien, Justiz und (last but not least) Finanz. Sie alle profitieren davon! Sie haben dieses Wahnsystem einst „aus dem Nichts kreiert“, um davon profitieren zu können, und profitierten und profitieren davon auch - sehr sogar! Wie lange noch? **

Wenn S. Burt (Pseudonym) meint, Mersch sei „Anhänger eines »Voluntarismus« à la Schopenhauer oder Nietzsche“ (**|**) und hinter Merschs Systemischer Evolutionstheorie stehe „weniger Darwin als vielmehr Nietzsche“ (**|**), dann kann man m.E. Mersch nur gratulieren, denn:
(1.) Schopenhauer war der eigentliche Begründer des Darwinismsus (Schopenhauers „System ist antizipierter Darwinismus“ **);
(2.) Nietzsche war Schopenhauerianer, obwohl er Schopenhauers Verneinung des Willens zum Leben in Bejahung umwandelte;
(3.)Nietzsche war zwar vom Darwinismus beeinflußt, blieb ihm gegenüber jedoch skeptisch, z.T. sogar feindlich (**|**|**|**);
(4.)Schopenhauers Evolutionstheorie und Nietzsches Evolutionstheorie sind Darwins Evolutionstheorie überlegen.
 AussterbendeÜberlebendeKernpunkt („Ding an sich“), Prinzip / PrinzipienMoral, Ethik
SchopenhauerSchwache / Unangepaßte.Starke / Angepaßte.Wille.
Prinzipien: ähnlich wie später bei Darwin.
Mitleid.
Verneinung des Lebens.
DarwinUnangepaßte.Angepaßte.Die Natur bestimmt die ihr gegenüber
passiven Lebewesen mit Anpassungszwang.
3 Prinzipien: Variation, Selektion, Vererbung.
Sozialdarwinismus.
NietzscheMeistens Starke;
selten Schwache.
Meistens Schwache;
selten Starke.
Wille zur Macht.
Prinzipien: ähnlich wie bei Schopenhauer bzw.
Darwin, nur sehr oft mit umgekehrtem Ergebnis.
Sei du selbst!
Bejahung des Lebens.
Überwindung des Nihilismus.
MerschVon Ausnahmen abgesehen: wie bei Darwin; Ausnahmen: ähnlich wie bei Nietzsche.Von Ausnahmen abgesehen: wie bei Darwin; Ausnahmen: ähnlich wie bei Nietzsche.Nur bis zu einem bestimmten Grad sind die
Lebewesen der Natur passiv ausgeliefert,
darüber hinaus sind sie aktive Mitgestalter
mit Kompetenzen und Interessen. 3 Prinzipien:
Variation, Reproduktionsinteresse, Reproduktion.
Generationengerechtigkeit.
Gesetz und Zufall
Theorie ‹–› EmpirieSD
Mathematik88776655443322113964
Philosophie776655443322112233070
Linguistik6655443322112233286114
Semiotik5544332211223344264136
Ökonomie4433221122334455264136
Biologie3322112233445566286114
Chemie221122334455667733070
Physik11223344556677883964
Mersch und seiner Systemischen Evolutionstheorie kann deshalb nur Repekt gezollt werden. Die Begründung liegt ganz einfach darin, daß man mehr als eine nur für einen Wissenschaftsbereich geltende Theorie braucht, um evolutionäre Prozesse adäquat beschreiben zu können. Anders gesagt: Man braucht interdisziplinäre Forschung und Theorien für mindestens zwei, am besten aber für alle Wissenschaftsbereiche und einen alle Wissenschaftsbereiche integrierenden Wissenschaftsbereich, wofür sich Mathematik und Philosophie besonders gut eignen.

„Die Wissenschaft denkt nicht .... Die Wissenschaft bewegt sich nicht in der Dimension
der Philosophie, sie ist aber, ohne daß sie es weiß, auf deren Dimension angewiesen.“
(Martin Heidegger, Die Seinsvergessenheit [**|**]).

(IV)
(8)  MathematikGeistigesKultur-Natur
(7) Philosophie
(III)
(6)  LinguistikSeelischesKultur
(5) Semiotik
(II)
(4)  ÖkonomieOrganischesNatur-Kultur
(3) Biologie
(I)
(2)  ChemieAnorganischesNatur
(1) Physik
Die Seinsschichten sind dadurch charakterisiert, daß die jeweils höhere (und leichtere) von der/den niederen (und stärkeren) getragen wird, der/den niederen gegenüber aber
„frei“ ist (soweit die „Freiheit“ nicht durch das Getragenwerden beschränkt ist [**|**]), besonders deshalb, weil sie im Vergleich zu dieser/diesen neue Eigenschaften aufweist.

Gesetz und Zufall
Philosophie-Biologie-
Opposition (von dem
Bereich Philosophie aus
ist der Bereich Biologie
am weitesten entfernt
- und umgekehrt).
So sind die Mathematik und die Philosophie dazu geeignet, alle Wissenschaftsbereiche theoretischerseits zu dominieren, obwohl sie selbst auch „nur“ Wissenschaftsbereiche sind - und übrigens: was Mathematik und Philosophie auf geistiger bzw. theoretischer Ebene leisten, das leisten Physik und Chemie auf natürlicher bzw. empirischer Ebene! Man kann beispielsweise mit den Methoden der einzelnen Wissenschaftsbereiche diese und ihre von ihnen selbst nicht hinterfragten Voraussetzungen und Rahmenbedingungen nicht ohne Hilfe der eben genannten, besonderen Wissenschaftsbereiche einwandfrei erklären. Beispielsweise eignet sich für die Biologie geistiger- bzw. theoretischerseits als alle Wissenschaftsbereiche integrierender Wissenschaftsbereich die Philosophie am besten. Nun ist aber nach meinem Wissenschaftsmodell gerade der Bereich Biologie von dem Bereich Philosophie am weiteisten entfernt, so daß hier beide sich gegenseitig entweder (a) zu sehr ausklammern oder (b) zu sehr stören aufgrund ihrer oppositionellen Ähnlichkeiten (vgl. Abbildung). Wissenschaftsbereiche sind viel zu wichtig, als daß man sie sich selbst überlassen sollte. Eines von Merschs Verdiensten ist es, dies berücksichtigt zu haben. Außerdem steht er als Mathematiker und Informatiker auch nah an der Philosophie.

Die jeweils kürzesten Entfernungen vom (–)
& zum (+) Wissenschaftsbereich Ökonomie
Physik–3+3
Chemie–2+2
Biologie–1+1
Ökonomie00
Semiotik+1–1
Linguistik+2–2
Philosophie+3–3
Mathematik+4–4
Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung

Der Soziologismus ist eine Variante des neuen Faschismus und will alles der Soziologie unterordnen - genauso wie der Psychologismus, der alles der Psychologie unterordnen will. Soziologie und Psychologie sind eigentlich gar keine Wissenschaftsbereiche, weshalb sie auch in meinem Wissenschaftsmodell nicht selbständig sind, sondern als Unterdisziplinen fungieren ([**] vgl. mit Klick). Ein Wissenschaftsbereich ist um so exakter, je mehr er vom Wissenschaftsbereich Mathematik bestätigt wird. Gemäß meinem Modell ist die Ökonomie von der Mathematik am weitesten enfernt, also an sich der am wenigsten exakte unter den acht bedeutungsvollsten Wissenschaftsbereichen ([**] vgl. Abbildung und Tabelle [vom Bereich Ökonomie aus ist der Bereich Mathematik am weitesten entfernt - und umgekehrt]).

Weil die Soziologie lediglich eine Unterdisziplin der Ökonomie ist, gilt das eben Gesagte über die Ökonomie als den an sich (an sich!) am wenigsten exakten unter den acht bedeutungsvollsten Wissenschaftsbereichen für die Soziologie in noch viel höherem Maße als für die Ökonomie selbst.

Die Soziologisten, die Lulu bzw. Peter Mersch fälschlicherweise Biologismus bzw. Sozialdarwinismus (letzterer ist ohnehin nur Propaganda, denn der Darwinismus ist seit seinem Anfang auch Sozialdarwinismus) auf hinterhältige Weise unterstellen (**|**), wären selbst dann, wenn diese Unterstellung zuträfe, die größeren Ismusvertreter bzw. Ideologen, denn ihre Behauptungen, sofern man sie überhaupt ernsthaft verwenden kann (die meisten davon sind ja lediglich Hetzpropaganda), können viel weniger abgesichert werden, weil die Soziologie, auf die sie sich pausenlos berufen, viel weniger exakt ist als die Biologie.

Gesetz und Zufall
Physik-Semiotik-
Opposition (von dem
Bereich Physik aus ist
der Bereich Semiotik
am weitestenentfernt
- und umgekehrt).

Die empirischste Wissenschaft ist die Physik, und deshalb führt Peter Mersch die Voraussetzungen bzw. Rahmenbedingungen für seine Evolutionstheorie bis auf die Physik zurück (**). Das ist auch für seine Theorie sehr wichtig, weil sie alles abdecken soll, hauptsächlich jedoch die Bereiche Biologie und Ökonomie. „Wir sind aus Sternenstaub gemacht“, wußte schon der Dichter Friedrich von Hardenberg (1772-1801), der sich auch Novalis nannte und über sehr viel Wissen verfügte, denn allein schon in jener zitierten Aussage steckt sehr viel Wissen über Physik, Chemie, Biologie und deren Zusammenhänge. Von dem Bereich Physik sind die Bereiche Ökonomie und Linguistik am zweitweitesten und der Bereich Semiotik am weitesten entfernt (vgl. Abbildung). Deshalb ist es sinnvoll, wenn Peter Mersch seine Theorie weitestgehend empirisch, also vor allem physikalisch absichert. Der Vorwurf, Mersch sei Biologist, ist ohnehin nicht haltbar; Ökonomismus können oder wollen sie ihm nicht vorwerfen, weil sie sich in ihrem Größenwahn einbilden, die Hierarchie wäre andersherum, also links, also falsch; und Soziologismus wollen sie ihm nicht vorwerfen, weil der ihre eigene „heilige Kuh“, ihre eigene Ideologie, ihr eigener Götze ist.

„Jedenfalls ist Mersch in dem Bereich, wo seine Änderungen zur ET wirklich greifen (menschliche Gesellschaften, Demographie, Technologie etc.) tatsächlich Experte (mehrere Demographieexperten haben seine demographischen Bücher lobend gewürdigt), Dawkins bzgl. des Anwendungsspektrums der Memetik dagegen nicht. Die Darwinsche ET basiert auf Malthus, die von Mersch auf der modernen Demographie.“ (Jackle, 13.06.2009, 23:10 **).

Falls Merschs Systemische Evolutionstheorie dennoch nicht eine mit dem empirischsten Wissenschaftsbereich (Physik) oder vielleicht sogar noch nicht einmal eine mit der Naturwissenschaft überhaupt vereinbare Theorie sein sollte, dann sind es die Darwinsche und die Synthetische Evolutionstheorie „erst recht nicht“ (**) - soviel ist sicher.


Zwischen Biologie und Ökonomie, beim
Schnittpunkt mit der 50%-Anteils-Marke
(weiße Senkrechte ) beginnt die Kultur des
»Höheren Lebens« (weiße Waagerechte).
**
Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung

Die Bedeutung des die biologische Evolutionstheorie falsifizierenden (**) demographisch-ökonomischen Paradoxons als der Vernachlässigung der Reproduktion durch die Produktivsten (Kompetentesten) ist Peter Merschs zentrales Thema. Gehört dieses Thema mehr in den Bereich der Biologie als in den der Ökonomie? Oder umgekehrt? Oder jeweils zur Hälfte in beide Bereiche?  (Vgl. mit Klick). –  Einerseits gehört es zwar hauptsächlich in den Bereich der Biologie, weil ja die Selektionsprinzipien der Darwinschen und der Synthetischen Evolutionstheorie für alle biologischen Arten gelten sollen und durch das demographisch-ökonomische Paradoxon falsifiziert werden, weil sie z.B. für die Art Homo sapiens nicht gelten. Andererseits gehört es hauptsächlich in den Bereich der Ökonomie, weil die Unerklärbarkeit durch die auf die Biologie bezogene Darwinsche und Synthetische Evolutionstheorie auf einen anderen, nämlich den „nächsthöheren“ (**) Bereich, also den der Ökonomie verweist. Folglich gehört es wahrscheinlich und nach meinem Dafürhalten hauptsächlich jeweils zur Hälfte in beide Bereiche, und außerdem ist die 50%-Grenze zwischen Naturwissenschaft und Kulturwissenschaft identisch mit der Grenze zwischen Biologie und Ökonomie (vgl. Abbildung **). Die Wörter „Produktion“ und „Reproduktion“ werden als Begriffe in beiden Bereichen gleichermaßen verwendet, die Wörter „demographisch“ und „ökonomisch“ in dem Begriff „demographisch-ökonomisches Paradoxon“ deuten mehr auf den Bereich der Ökonomie (die Demographie ist eine Unterdiziplin sowohl der Ökonomie als auch der Biologie; vgl. mit Klick), doch durch das nicht zu leugnende Paradoxon als demographisch-ökonomisches Paradoxon läßt sich der Fehler eben nur in Theorien für den Bereich der Biologie feststellen, wie gesagt. „Gemäß meiner Theorie gibt es das Wirtschaften als Urform (!) für alle »Höheren Lebewesen« - also länger als die Menschen. Alle »Höheren Lebewesen« wirtschaften irgendwie“ (**), wie ich schon in meiner Kritik an der Wirtschaftstheorie von Gunnar Heinsohn und Otto Steiger gesagt habe (**). Das Wirtschaften beginnt mit der Kuktur des Höheren Lebens (vgl. in der Abbildung) und nicht erst mit der Eigentumswirtschaft, wie Heinsohn und Steiger glauben (**). Für das hier genannte Problem lautet die Bedingung also: Lebewesen müssen zumindest die Kultur des Höheren Lebens erreicht haben, um ein demographisch-ökonomisches Paradoxon als die Vernachlässigung der Reproduktion durch die Produktivsten (Kompetentesten) erleben zu können.

„Wer Falsifikationen nicht akzeptiert, betreibt keine Wissenschaft, sondern Interessenvertretung.“
(Don Quijote, 01.08.2010, 20:17
**).

Mersch kam auf ähnlichem Wege wie einst Darwin zu seiner Theorie. Er ging von der Ökonomie - unter starker Berücksichtigung der Demographie - aus. Malthus war Ökonom - mit starkem Bezug zur Demographie. Darwin richtete seine Theorie nach Malthus’ Theorie aus. Also war Darwin Malhusianer (**). Mersch richtete seine Theorie anfangs nach Darwins Theorie und also auch nach Malthus’ Theorie aus, doch als er sich mit dem demographisch-ökonomischen Paradoxon intensiver auseinandersetzte, entdeckte er Darwins Fehler. So wie einst Einsteins Theorie Newtons Theorie relativierte, so relativiert Merschs Theorie Darwins Theorie. Ob man das als Größenwahn bezeichnen will oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle, weil man den jedem Menschen unterstellen kann; aber es ist bezeichnend, daß - ausgerechnet - seit dem „Positivismusstreit“ (1961 ff.) auch wirklich fast jedem Menschen, der auch nur die klitzekleinste Neuerung in eine an der Macht befindliche Theorie bringen will, Größenwahn unterstellt wird, außer denjenigen, die bereits an der Macht sind, und von denen gehen diese Unterstellungen ja aus.

Merschs
Vorgehensweise
W.-Bereich als
eigentliches

Thema
W.-Bereich als
oppositionelles

Komplement
1. & 2. SchrittÖkonomieMathematik
3. & 4. SchrittBiologiePhilosophie
5. & 6. SchrittPhysikSemiotik
7. & 8. SchrittChemieLinguistik
Man kann, aber muß nicht so vorgehen,
wie es das von mir konzipierte Modell
nahelegt und nach dem sich Mersch
gerichtet zu haben scheint. Doch diese
Vorgehensweise, die bei jedem Schritt den
jeweils am weitesten entfernt liegenden
W.-Bereich als das oppositionelle
Komplement zum W.Bereich des
eigentlichen Themas berücksichtigt,
ist besonders dann effktiv, wenn das
eigentliche Thema, von dem man ausgeht,
in denjenigen W.-Bereichen liegt, die
sich in der unteren Hälfte des Kreises
befinden (siehe Abbildung) - in diesem
Beispiel (also für Mersch): Ökonomie.

Was Merschs Vorgehensweise bei seiner Theoriebildung angeht, so ist er von denjenigen Wissens-/Wissenschaftsbereichen ausgegangen, die ich bislang schon erwähnt habe und die gemäß meinem Seinsschichtenmodell in der nebenstehenden Abbildung um so heller markiert sind, je mehr Mersch sie brücksichtigt hat, wobei interessant ist, daß Mersch die von mir schon erwähnten Oppositionen als die am weitesten voneinander entfernt befindlichen Bereiche offenbar auch auf genau die Weise mitberücksichtigt hat, wie ich es bereits mehrfach gefordert habe (**|**|**). Und das ist genial! 1. und 2. Schritt: Er ging von der Ökonomie (einschließlich Demographie, Soziologie u.s.w.) aus, und um dabei nicht zu viele Fehler zu machen, bezog er, wie es gemäß meinem Modell bezüglich dieser beiden Bereiche auch sein sollte (**), die Mathematik mit ein (da er Diplom-Mathematiker ist, dürfte das kein Problem für ihn gewesen sein). 3. und 4. Schritt: Weil das demographisch-ökonomische Paradoxon nicht zu leugnen ist und folglich der Fehler in einer Theorie für die Biologie zu suchen ist, fand Mersch ihn auch, und zwar in der auf Darwin zurückgehenden Evolutionstheorie (mit all ihren Unterarten) und entwickelte seine eigene Evolutionstheorie; und weil Theorien immer auch einen ähnlichen Charakter wie Philosophien haben, berücksichtigte Mersch, wie es gemäß meinem Modell bezüglich dieser beiden Bereiche auch sein sollte (**), die Philosophie, und zwar besonders auch wegen ihrer Wissenschaftslehre. 5. und 6. Schritt: Weil Mersch richtigerweise der Meinung ist, daß Theorien fundamental abgesichert sein müssen, um nicht so schnell der Falsifikation zum Opfer zu fallen, und diese Absicherung möglichst auch durch die empirischste der Wissenschaftsbereiche gewährleistet sein soll, berücksichtigte er bei seiner Theoriebildung auch die Physik, darüber hinaus, wie es gemäß meinem Modell bezüglich dieser beiden Bereiche auch sein sollte (**), die Semiotik als der vom Bereich Physik am weitesten entfernte Bereich, wobei Merschs speziell diejenigen Symptome untersuchte, von denen man glauben könnte, man stehe ihnen machtlos gegenüber, ähnlich wie physikalisch - speziell quantenphysikalisch - manche Verhaltensweisen von Elementarteilchen und deren Energien empirsch nicht zugänglich sind, was seit 1924-1927, als Werner Heisenberg die Unschärferelation entdeckte (**), bekannt ist. 7. und 8. Schritt: Daß Mersch auch die Chemie berücksichtigte, ergibt sich zwar aus seinen Äußerungen zu den Zusammenhängen zwischen den Bereichen Physik und Biologie und auch zu dem Thema „Migräne“, ist aber ansonsten aus seinen Büchern zur Systemischen Evolutionstheorie kaum nachweisbar. Das gilt auch für die Linguistik als der von dem Bereich Chemie am weitesten entfernte Bereich, obwohl Mersch gerade in der Lingustik bezüglich der Kompetenz fündig geworden wäre, denn in der Linguistik bedeutet Kompetenz Sprachkompetenz, und wenn die verloren wird, dann ist zwar nicht das Leben zu Ende, aber immerhin das Sprach-„Leben“. Mersch kann jedoch beruhigt sein, weil selbst dann, wenn er die Bereiche Chemie und Linguistik ein bißchen zu sehr vernachlässigt hat, seine 6 Schritte (statt 8) ausreichen, denn er muß nicht unbedingt alle 8 Schritte berückschtigen, sondern ihm reichen schon 5 Schritte für seine Theoriebildung, um Darwins Evolutionstheorie und ihre Ableger in ihrer Bedeutung erheblich einzuschränken und eine übergeordnete Evolutionstheorie zum Erfolg zu führen. Wenn der Erfolg sich dennoch nicht zeigen wird, dann wird es nicht an Mersch gelegen haben, sondern an den Herrschenden, die seine Theorie nicht wollen.

„Wissenschaftsdisziplinen sind Evolutionsräume, die aus einer Population aus Wissenschaftlern bestehen, die sich im Wettbewerb um soziale Ressourcen (z.B. Reputation, Rang) aber auch ökonomische Ressourcen (Geld, Forschungsmittel) befinden. Wissenschaftler sind soziale Systeme. Die Wettbewerbskommunikation ist die Gefallen-wollen-Kommunikation, allerdings ohne neutrale Stelle, wie bei der sexuellen Selektion oder auf Märkten. Vereinfacht ausgedrückt: Wissenschaftler sind wie Pfauenmännchen, die sich gegenseitig ihr Gefieder (ihre Hypothesen, Veröffentlichungen) präsentieren und dann untereinander ausmachen, was am Besten gefällt. Da es keine neutrale Instanz gibt (wie die Weibchen), kann es zu erheblichen Konkurrenzproblemen (mangelhafte Fairneß, Fälschungen etc.) kommen. Der Reproduktionsprozeß ist einerseits der Ausbildungsprozeß, andererseits auch die Forschung selbst. Man beachte: Die Fortpflanzung gehört nicht zum Reproduktionsprozeß (die ist Teil der Gesellschaft). Wissenschaftsdisziplinen rekrutieren neue Wissenschaftler von außen und bilden sie dann aus. Die Reproduktion eines sozialen Systems unterscheidet sich von der Reproduktion eines biologischen Systems. Sie ist originär tradigenetisch. Ferner: Es evolvieren nicht die Theorien und Hypothesen, sondern die Wissenschaftler als Systeme selbst. Die Theorien sind nur deren Produkte. Mersch kritisiert in diesem Zusammenhang auch ein wenig Popper mit seinem Spruch: »Laßt Theorien sterben, nicht Menschen«. Der ist für ihn nicht zutreffend bzw. etwas sehr sonnig. Eine Theorie ist gemäß Mersch nur das Produkt eines oder mehrerer Wissenschaftler, aus der diese einen Teil ihrer Reputation (und ggf. ihres Einkommens) beziehen. Mit der Falsifikation wird auch die Reputation der Wissenschaftler beeinträchtigt. Wer Theorien sterben läßt, läßt im übertragenen Sinne damit auch Menschen sterben.“ (Jackle, 23.06.2009, 00:38 **).

Die von den Herrschenden abhängigen Gegner Merschs zeigen sich (a) als Soziologisten, wenn sie das Biologische an Merschs Theorie bekämpfen und Mersch „Biologismus“ vorwerfen, und (b) als Biologisten, wenn sie das Soziologische an Merschs Theorie bekämpfen und Mersch „Soziologismus“ vorwerfen. (**). Aus dem Teufelskreis kommt er deswegen nicht so leicht heraus, weil die Macht der Gegner zu groß ist und die Herrschenden - also: die Mächtigsten - über viele, für Mersch zu viele, Funktionäre und Mitläufer verfügen. Die Herrschenden sind Globalisten, weshalb es ihnen - trotz oder wegen ihrer Pro-Soziologismus-Predigten - ziemlich egal ist, ob man Mersch mehr biologistische oder mehr soziologistische Anschuldigungen anhängt. Aber für sie ist es am günstigsten, wenn ihre Funktionäre und Mitläufer Soziologisten sind, die von all dem, was Merschs Theorie betrifft, nichts wissen, sondern lediglich an die Befehle ihrer Herrschenden glauben, und zwar so sehr, daß sie glauben, sie verteidigten ihre egenen Interessen. Derart untertänige Soziologisten wissen dann nichts, also auch und erst recht davon nichts, daß und wie jemand wie Mersch zwei angeblich „verfeindete“ Wissenschaftsbereiche miteinander „versöhnt“ oder in einen der beiden oder (noch schlimmer!) in eine „heilige Unterdisziplin“ der einen der beiden „unerlaubt“ eindringt, obwohl er mit seiner Theorie viele Bereiche der Wissenschaft abdeckt, weshalb eigentlich viele Wissenschaftler beglückt sein müßten. Doch wie gesagt: Merschs Gegner sind keine Wissenschaftler, sondern Ideologen. Seitens der Wissenschaftskritik muß leider noch hinzugefügt werden, daß auch Wissenschaftler ihre Bereiche, Unterbereiche und klitzekleinsten Unterunterbereiche so hüten wie Wachhunde, dabei den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennend. Weil sie ihre permanente Spezialisierung und Aufgliederung nicht aufgeben werden, werden sie in nicht allzu ferner Zukunft wahrscheinlich gar nichts mehr wissen. Dann werden sie den Zustand erreicht haben, den Merschs Gegner schon seit Beginn ihres Lebens „genießen“: den des Nullwissens im Nirwana.

Trotz ihres Zustandes des Nullwissens im Nirwana können Merschs Gegner die Befehle ihrer Befehlsgeber befolgen. Ist das ein Wunder? Nein, denn wegen ihres Zustandes des Nullwissens im Nirwana können Merschs Gegner die Befehle ihrer Befehlsgeber sogar effektiver befolgen - wie Maschinen eben. Merschs Gegner tun nur das, was sie tun sollen, und das, was sie tun sollen, ist das, was ihnen ihre Befehlsgeber befehlen: Ideologie!

So ist es auch kein Wunder, daß diese soziologistischen Ideologen Mersch vorwerfen, „die »Weltformel« gefunden zu haben“ zu glauben (**|**); denn es sind ja die Ideologen, die für sich allein eine „Weltformel“ - und zwar von dämlichster Art (!) - beanspruchen und jeden, der sich das ebenfalls anmaßt, mit Bann belegen. Dies ist der Hauptgrund für ihre Hetze. Wer den Ideologen die Heiligtümer nimmt und eine Weltformel aufstellt, die nicht ihre eigene ist oder zumindest mit ihrer eigenen nicht übereinstimmt, hat das größte Verbrechen begangen, das Ideologen so phantasieren können (und diesbezüglich reicht ihre Phantasie bis ins Unendliche!). Diese Ideologen müssen Mersch verurteilen; sie können gar nicht anders; sie sind Fundamentalisten; und als Soziologisten sind sie zusätzlich Faschisten. Seit 1945 nennt man den Faschismus Neofaschismus, was nicht ausschließt, daß dieser neue Faschismus faschistischer als der alte sein kann. **

„Der neue Faschismus wird nicht sagen:
»Ich bin der neue Faschismus.«
Er wird sagen:
»Ich bin der Antifaschismus.«“
(Ignazio Silone).

Warum Lolu zu danken ist Der Antifaschismus ist der schlimmste Faschismus!

Mittlerweile hat ein soziologistischer Neofaschist mit dem Pseudonym „Atheos 2011“ auch mich schon auf dem Kieker, nennt mich „Mersch-Jünger“ (**) - das ist übertrieben - und behauptet, ich sei einer der „Amazon-Rezensenten“ (**) - das ist gelogen! Üble Nachrede und Rufmord (Verleumdung) heißen dem Strafgesetzbuch zufolge die anderen Lügen, die er über mich verbreitet hat. Bevor ich mich auf ein so niedriges Niveau begebe und auf die Hetze, Ideologie und Dummheit der meisten „Kundenrezensenten“ von Amazon.de einlasse, kaufe und rezensiere ich lieber anderswo, aber garantiert nicht bei Amazon.de. Amazon.de wird von mir boykottiert, seit „Atheos 2011“ Lügen über mich verbreitet. „Atheos 2011“ kommentiert beim Atheisten.org auf unterstem Niveau, behauptet, ein Atheist zu sein, um sich dort Akzeptanz zu erschleichen, und ist ein Ideologe, also ein moderner Gläubiger, ein moderner Religiöser, ein moderner Theist oder Antitheist (also: der schlimmste Theist!), aber kein Atheist (**), wahrscheinlich aber ein vom VSU (Verfassungs-Schutz-Untergrund, der sich auch National-Sozialistischer-Untergrund [NSU] nennt) und also vom Steuerzahler bezahlter Schreiberling.

Das ganze europäische System stinkt mittlerweile so sehr nach Dekadenz und „lebt“ nur deswegen noch, weil es seine Probleme und Krankheiten auf alle den in diesem System Herrschenden sowie - anteilsmäßig bzw. mitläufermäßig - ihren Erfüllugsgehilfen in ihrem jeweiligen Größen- und Verfolgungswahn als bedrohlich erscheinenden Menschen überträgt und sich davon „ernähren“ kann. Wie lange noch? **

Der Pro-Mersch-Kommentator „Don Quijote“ (Pseudonym) konnte den soziologistischen Agenten „Atheos 2011“ als eines der größten unter den mittlerweile sehr vielen Krebsgeschwüren in der Atheisten.org-Genossenschaft sofort enttarnen. Nachdem der Unmensch „Atheos 2011“ mit seinen übertriebenen, zum Teil sogar gelogenen und mit übler Nachrede sowie Rufmord garnierten Hetze gegen mich zu Felde gezogen war (ohne mich zuvor darüber zu informieren, also war es ein Überfall!), reagierte darauf Don Quijote:

„Da es zum Buch »Gott oder Darwin?« eine völlig respektlose Amazon-Rezension von »Carlo Ulove« gibt (**), von dem man weiß, daß er dieselbe Person wie der Amazon-Rezensent »Ute« ist (**), der unter diesem Account ausschließlich Bücher von Mersch rezensiert, und Sie sich hier im Forum schon mehrfach sehr vehement für Utes »Rezensionen« eingesetzt haben (zuletzt empörten Sie sich über Kommentare eines Hubert Brune), steht für mich fest, daß Sie mit diesem Rezensenten identisch sind. Dafür spricht auch Ihr ignorantes, eingebildetes Auftreten, das für sachliche, logische Argumente nicht empfänglich ist. Für mich sind Sie kein Atheist, sondern ein reiner Ideologe. Personen wie Sie sind eine Schande für den Atheismus. Im Buch von Oehler und Klose gibt es u.a. Beiträge von Junker (Thomas), Reichholf oder Wuketits und anderen Evolutionsexperten, ein Großteil der Beitragenden sind bekennende Atheisten. Dennoch beleidigen Sie diese Personen in einer unfaßbar arroganten Weise, weil Sie sich mit religiösen Menschen an »einen Tisch« gesetzt haben. Solch haßerfüllte Statements sind widerlich. Das ist pure haßgetriebene Ideologie. Bitte sprechen Sie mich nie wieder an. Ich bin an Ihrer »Meinung« nicht interessiert.“ (Don Quijote, 14.02.2013, 15:03 **).

Dieser Aussage kann man sich nur anschließen.

Auch „El Schwalmo“ wird richtig eingeschätzt und als Agent entlarvt, dessen Leben offenbar aus einer Ideologie, die zwischen Neu-Theologie und Neu-Religion (mehr schon bei der Neu-Religion) zu finden ist, und also auch aus enorm viel Hetze besteht:

„Dein Verhalten ist das eines Ideologen! ....

Du hast unter »gewünschte Artikel« im Forum von Psiram einen Thread »Peter Merschs Systemische Evolutionstheorie« mit den folgenden Worten eröffnet:

»Ich habe mit der Suchfunktion nichts über Peter Mersch gefunden. Auf diesen Autor bin ich aufmerksam geworden, weil in einigen Foren sehr intensiv für ihn geworben wird. Mersch erhebt den Anspruch, die Evolutionstheorie zu revolutionieren (›Systemische Evolutionstheorie‹) und wendet deren Ergebnisse auch im Bereich der Medizin oder hinsichtlich Forderungen an die Gesellschaft an. Die Postings seiner Anhänger (beispielsweise Lena Waider bei Amazon, Jackle oder Don Quijote in irgendwelchen Foren, Links bei Bedarf, es wurde schon oft der Verdacht geäußert, daß es sich bei diesen Pseudos um Mersch persönlich handelt) sind auf der einen Seite durchaus qualifiziert, aber von der Art eher wie das, was man aus eher pseudowissenschaftlicher Ecke gewohnt ist. In Richtung Ernährung erkennt man Argumentationsweisen, die an Sabine Paul (›Paläodiät‹) erinnern. Sehr aggressiv reagieren die Mersch nahestehenden Autoren, falls man, beispielsweise hinsichtlich seiner Argumentation für Familienmanagerinnen, darauf hinweist, daß das stark in Richtung Biologismus geht. Hat sich irgendjemand schon mit diesem Autor befaßt?« **

Das ist Hetze und nichts anderes. Ich verstehe nicht, wie man das auch noch entschuldigen möchte. Das ist eine ganz widerliche Aktion. Man stelle sich vor, Wissenschaftler würden das untereinander tun. Dann wären wir endlich in einer Stasi-Gesellschaft angekommen (auf die wir längst zusteuern).“ (Don Quijote, 14.02.2013, 15:11 **).

Weiter heißt es:

„Man muß sich das einmal vorstellen: Hier in diesem Forum geraten Personen wie Prof. Oehler, Radermacher oder auch die Amazon-Rezensentin Mareike (oder auch ich; HB) in Generalverdacht, weil sie Theorien oder Bücher von Mersch gut finden. Es wird jetzt schon gegen diese Personen gehetzt, ihnen werden Dinge unterstellt, sie werden beleidigt, und zwar von anonymen Forenteilnehmern. Und sie werden beleidigt, weil sie Bücher zusammen mit Religiösen herausgeben, um einen Dialog zum strittigen Evolutionsthema zu versuchen. Sorry, aber das ist krank. Ich fordere die Forumsmoderation auf, dies zu unterbinden. Bin ich hier auf der Website einer Sekte gelandet, oder was ist das hier? In diesem Forum dürften Mitglieder der NSU (**) anonym gegen Mersch und andere namentlich bekannte Personen Hetze betreiben, und wer diese Personen dann als das bezeichnet, was sie sind, der würde wegen Beleidigung verwarnt werden.“ (Don Quijote, 14.02.2013, 15:25 **).

Und:

„Was Atheos hier durchblicken läßt, ist ganz klar eine faschistoide Einstellung. Was El Schwalmo im Internet betreibt, ist ganz klar Hetze.“ (Don Quijote, 14.02.2013, 16:21 **).

Hinzuzufügen wäre noch, daß das jeweils für beide gilt, denn „El Schwalmo“ hat genauso wie „Atheos 2011“ eine faschistoide Einstellung und „Atheos 2011“ betreibt genauso wie „El Schwalmo“ Hetze. Beide sind Ideologen, „Atheos 2011“ der Chef-Ideologe eines Internet-Forums, „El Schwalmo“ sein 1. Generalsekretär und Plünderungsstratege eines Internet-Forums (und was bei „Atheisten.org“ für „Atheos 2011“ und „El Schwalmo“ gilt, das gilt bei „Amazon.de“ für „S. Burt“ und „Popheroe“). Dazu kommen noch weitere Generalsekretäre eines Internet-Forums sowie ein Geheimdienst eines Internet-Forums mit sehr vielen Mitarbeitern bzw. Mitschreibern eines Internet-Forums, auch sehr vielen „Inoffiziellen Mitarbeitern“ (IM’s) bzw. „Inoffiziellen Mitschreibern“ (IM’s) eines Internet-Forums, so daß es kaum noch Menschen gibt, die nicht maßregeln, demütigen und verhetzen, und die wenigen, die noch oder immer noch gemaßregelt, gedemütigt und verhetzt werden und mittlerweile fast nur noch eine klitzekleine Minderheit (sic!) sind, sind die Opfer - wie immer.

Zu den „Mitläufern“ des „Atheos-Schwalmo“-Rassismus gehören auch z.B. Menschen wie jener Analphabet mit dem Pseudonym „Jetpilot“ (stellen Sie sich nur einmal vor, in ihrem Flugzeug wäre der Pilot ein Analphabet!) oder jener mit dem Pseudonym „Bitterling“ (der Name soll sein Programm sein!), der an die Romanfigur „Diederich Heßling“ aus Heinrich Manns „Der Untertan“ erinnert.

„Bitterling hat geschrieben:

»Wenn sich zahlreiche Menschen, mit denen man ›diskutiert‹, weigern, ihre Meinung zu ändern, sollte man sich irgendwann fragen, ob das nicht vielleicht daran liegt, daß mit der eigenen Meinung etwas nicht stimmt ....«

Schön, Bitterling, daß du es auch schon verstanden hast. Und nun überlege mal, warum viele religiöse Menschen ihren Glauben nicht aufgeben wollen. Du verstehst das Argument, oder ist es zu hoch für dich?“ (Don Quijote, 14.02.2013, 16:32 **).

Ja, „Bitterling“ ist einer der „Vorläufer“ unter den „Mitläufern“.

„So ist das halt in der Welt der Ideologen, die kein bißchen besser sind als die Religiösen, sondern eher schlimmer.“ (Don Quijote, 14.02.2013, 16:46 **).

Was die soziologistischen bzw. sozialistischen Ideologen an Märchen erzählen, ist an Dummheit und Größenwahn kaum noch zu überbieten: Der Mensch sei kein biologisches Wesen mehr, sondern nur noch ein soziologisches bzw. soziales (Wahnsinn!) - wer glaubt denn so etwas? (**|**|**|**|**|**|**|**|**|**). Der Mensch als außerirdisches, wahrscheinlich sogar außeruniverselles bzw. außerkosmisches Wesen? Wahnsinn! Wer glaubt so einen Unsinn? Menschen sind Lebewesen - und man muß noch nicht einmal Darwinist sein, um das zu wissen. Die Lehre vom Leben heißt Biologie (von: bioV, bios, „Leben“ und logoV, lógos, „Lehre“), und da Menschen Lebewesen sind, sind sie - wissenschaftlich gesprochen - Teil der Biologie. Die formal korrekten Syllogismen dazu:
1. Prämisse: Die Lehre vom Leben heißt Biologie. **
2. Prämisse: Lebewesen sind Teil der Lehre vom Leben. **
Schluß:Lebewesen sind Teil der Biologie. **
1. Prämisse: Atmende Wesen sind Lebewesen. **
2. Prämisse: Menschen sind atmende Wesen. **
Schluß:Menschen sind Lebewesen. **
1. Prämisse: Lebewesen sind Teil der Biologie. **
2. Prämisse: Menschen sind Lebewesen. **
Schluß:Menschen sind Teil der Biologie. **
Beim logischen Gegenbeweisen oder Falsifizieren der Behauptung, der Mensch sei kein biologisches Wesen mehr, sondern nur noch ein soziologisches bzw. soziales Wesen, ist die Antwort auf die Frage, ob auch nicht-atmende Wesen Lebewesen sind oder ob Menschen darüber hinaus auch noch Teil anderer Wissenschaftsbereiche sind, sogar völlig bedutungslos. „S. Burt“, „Popheroe“, „Atheos 2011“, „El Schwalmo“ und ihre „Genossen“ sind so sehr ideologisch verblödet und doof, daß man ihnen sogar die einfachsten Dinge und deren Zusammenhänge, die schon Grundschüler wissen, erklären muß.

Merschs Gegnern zufolge soll es für Menschen keine Biologie und demzufolge auch keine Chemie sowie keine Physik geben, denn Merschs Gegner behaupten ja, daß Menschen keine biologischen Wesen, keine Lebewesen seien. Wer sagt, daß Menschen keine biologischen Wesen, keine Lebewesen seien, sagt nicht nur, daß in Menschen keine biologischen Prozesse stattfänden, sondern implizit auch, daß in Menschen keine chemischen und keine physikalischen Prozesse stattfänden. Man muß sich das einmal vorstellen: „S. Burt“, „Popheroe“, „Atheos 2011“, „El Schwalmo“ und ihre „Genossen“ sind streng systemkonform, politkorrekt, vertreten also eine „Meinung“, die nicht zufällig auch die der Herrschenden ist. Was folgt daraus? Folgt daraus, daß zukünftig Wissenschaftsbereiche wie Physik, Chemie und Biologie verboten werden? Wahrscheinlich, oder? Wird man sich bald wieder - wie vor langer und für lange Zeit schon einmal - dafür schämen müssen, einen Körper zu haben? Wahrscheinlich, oder? Ähnlich wie die Psychologisten versuchen die Soziologisten, weil sie verschiedenen Wissenschaftsbereichen nur untergeordneten Unterbereichen ([**] vgl. die roten Punkte in der Abbildung) angehören, alle Wissenschaftbereiche zu unterwandern, zu erobern und dann auch noch so zu tun, als wäre es umgekehrt! Sie können damit aber letztlich nur Erfolg haben, wenn es ihnen gelingt, alle Wissenschaftsbereiche - insbesondere die, von denen sie als Unterbereiche bzw. Unterdisziplinen am meisten abhängig sind (**|**) - zu verleugnen, zu diskreditieren, kurz: ihnen die Kompetenz zu stehlen! Wundern Sie sich also nicht über einen Soziologismus und/oder einen Psychologismus als eine in Zukunft fest installierte Neu-Religion mit dem Verbot aller Wissenschaftsbereiche!

Wenn Merschs Gegner sagen, die Natur des Menschen sei seine Kultur, dann zitieren sie - wahrscheinlich unbewußt (!) - Arnold Gehlen (**|**), aber sie meinen damit etwas anderes bzw. wollen damit etwas anderes bezwecken, als Gehlen es wollte. Außerdem beginnt die Kultur der Menschen mit dem menschlichen Wirtschaften, also wissenschaftlicherseits in der Ökonomie, an deren Anfang u.a. die Kultur der Höheren Lebewesen steht (**|**). Im Menschen ist ja auch die Kultur des Lebens selbst enthalten, und diese Kultur gehört noch in den Wissenschaftsbereich Biologie. Doch die Biologie lehnen Merschs Gegner ja ab, weil sie ihrem wahnsinnigen Glauben anhängen und an die Lüge glauben, daß der Mensch kein biologisches Wesen mehr sei, sondern nur noch ein soziologisches. Und das glauben diese Dummköpfe und ihre Befehlsgeber trotz bzw. wegen der Tatsache, daß der Mensch ein Lebewesen ist und - wissenschaftlich gesprochen - zur Biologie als der Lehre vom Leben gehört. Selbst dann, wenn gedankenexperimentell der Mensch aus der Biologie weggedacht wird, bleibt die Frage, wie er ohne jeden Bezug zur Natur, also ohne biologische, chemische und physikalische Grundlagen hat entstehen können. Darauf könnte immer nur z.B. metaphysisch-transzendental, theologisch, religiös u.s.w., also in summa kulturwissenschaftlich (geistes- bzw. sozialwissenschaftlich), jedenfalls aber nicht naturwissenschaftlich geantwortet werden - und kulturwissenschaftlich dann ebenfalls nicht, wenn der „Dienstweg“ gemäß der Seinsschichten eingehalten wird, soll heißen: Wer Kulturwissenschaftliches verstehen und erklären will, kann das nur durch Berücksichtigung des Naturwissenschaftlichen, und zwar bis hin zum Physikalischen als der untersten bzw. schwersten Seinsschicht. Nur die unterste bzw. schwerste (physikalische) Seinsschicht kann auch ohne jede andere Seinsschicht sein. Für alle anderen Seinsschichten gilt, daß sie ohne die unterste bzw. schwerste (physikalische) Seinsschicht nicht sein können und daß diese Seinsabhängigkeit (aber auch die damit korrelierende relative „Freiheit“ [**|**|**]) auf um so mehr Seinsschichten sich bezieht, je höher bzw. leichter die Position der jeweiligen Seinschicht ist. ** **

Lebewesen können auch ohne Gehirn, ohne Lunge, ohne Beine leben, aber nicht ohne Gene, ohne Moleküle, ohne Atome.
Menschen können auch ohne Sozis leben, aber nicht ohne biologische, chemische, physikalische Abläufe in ihren Körpern.
Menschen können auch die Biologie ihres Körpers beeinflussen, aber doch nicht „ohne Biologie“ (Merschs Gegner) sein.

Auch die Intelligenz ist biologisch (genetisch) bedingt. Die Intelligenz ist zu mehr als 50 Prozent, wahrscheinlich sogar zu mehr als 70 Prozent erblich, also genetisch bedingt. Den geldgeilen und also machtgeilen Soziologisten - also: Extremegoisten - paßt das natürlich wieder nicht in ihr ideologisches Konzept. Sie wollen, daß Intelligenz ausschließlich sozial, also soziologisch (sprich: sozialistisch bzw. soziologistisch) bedingt ist, und um diesem Willen mehr Ausdruck zu verlehen, werfen sie den Intelligenzforschern „Intelligenz-Rassismus“, „IQ-Rassismus“ und ähnliche „Ismen“ vor, so daß sie in ihrem krankhaften Egoismus schneller zu Geld, Macht und Ansehen kommen können (und das ist ihnen - leider - immer mehr geglückt). Merschs Gegner wollen die Biologie auf einen „Streichelzoo“ reduzieren, damit sie bzw. ihre „Genossen“ aus der Soziologie den Krieg gegen die Biologie gewinnen und Gebiete der Biologie besetzen können. Sie wollen die Besatzungsmacht in der Biologie sein, die ihr nur noch den »Streichelzoo« als Kompetenzbereich belassen will.

Der genetische Anteil an der Intelligenz scheint mit zunehmendem Alter sogar noch zuzunehmen, so Peter Mersch: „Mit zunehmendem Alter scheint die Bedeutung des genetischen Anteils an der Intelligenz zuzunehmen.“ (Peter Mersch, Die Emanzipation - ein Irrtum!, 2007, S. 58 **). Den geldgeilen und also machtgeilen Soziologisten - also: Extremegoisten - jedoch paßt auch das natürlich nicht in ihr ideologisches Konzept. Um in einem Politisystem wie dem aktuellen die Älteren für sich zu gewinnen, müssen die Soziologisten bzw. Sozialisten ihren angeblichen „Feinden“ „Alters-Rassismus“ vorwerfen und den „Alters-Rassismus“ selber in viel extremerem Ausmaß betreiben als ihre angeblichen „Feinde“, also die Älteren bis auf’s Hemd ausplündern, sich öffentlich über diese durch die Ausplünderung entstandenen Probleme beklagen und Änderungen fordern sowie Wahlpropaganda mit diesem Thema für sich betreiben, sich also als „Helfer“ anbieten, owohl sie das Gegenteil davon sind, also selbst diese Probleme am weitaus meisten verursacht und also auch verschuldet haben.

Dieser Trick ist uralt, funktioniert aber immer wieder. Die Soziologisten bzw. Sozialisten müssen sich selbst als „Opfer“ oder zumindest als „Mit-Opfern-Solidarisierte“ verkaufen; sie können also gar nicht anders, als die Lüge anzubieten, mit der sie die echten Opfer dann in noch viel extremerem Maße als ohnehin schon ausbeuten können - und viele dieser Opfer bemerken das noch nicht einmal. So arbeiten Soziologisten bzw. Sozialisten zusammen mit denen, von denen sie behaupten, sie seien ihre „Feinde“ - gemäß ihrer Propaganda: „Kapitalisten“, „Faschisten“/„Nazis“ (und nicht etwa: „Nationalsozialisten“, was das Kürzel „Nazis“ ja bedeutet [Sozialisten!] und die Soziologisten bzw. Sozialisten verschweigen müssen, weil sie durch den Gebrauch des Wortes „Nationalsozialismus“ sich selbst verraten!). Sobald heute jemand über ein nur mittleres Einkommen verfügt, ist er bereits von der Ausplünderung durch die Soziologisten bzw. Sozialisten und ihre angeblichen „Feinde“ betroffen - Ausnahmen: Staatsbedienstete und durch Lobbygruppen Geschützte, die ebenfalls aubeuten und ausplündern. Der wahre Feind ist der, der keine Lobby sowie zuviel und zuwenig Geld hat, um auch an der Ausbeutung und Ausplünderung teilhaben zu können, und das ist die Mittelschicht (**|**|**|**|**|**|**), vor allem die der Deutschen (**) - Deutschland ist das Sozialamt der Welt (**). So funktioniert heutiger Nationalsozialismus: - als angeblicher „Antinationalsozialismus“, also: als Neonationalsozialismus! **

So wie an jedem Politiker, an jedem Beamten, an jedem Funktionär, an jedem Journalisten, Reporter, Moderator der Medien jeder Buchstabe, jeder Laut gemäß der Diktatur, also „polititkorrekt“ ist, so ist auch an jedem Gegner Merschs jede Äußerung an das Diktat ihrer Befehlsgeber angepaßt. Hier geht es also nicht um formale, sondern um politische Korrektheit, die nichts anderes als Diktatur ist. Das selbständige Denken und Sprechen ist bei Politkorrekten so sehr verdrängt, daß man einen archäologischen Spaten bräuchte, um es ans Tageslicht zu schaufeln, wieder in die Realität zurückzuholen, wobei man ständig Gefahr liefe, daß es einem unter den Händen wieder zurück in die Tiefen des Verdrängten fiele.

Warum Lolu zu danken ist Was an Merschs Gegnern auffällt:
(1.) Merschs Gegner gehorchen der politkorrekten Diktatur, haben aber nicht nur deshalb Merschs Bücher nicht gelesen;
(2.) Merschs Gegner beziehen ihre Informationen von ihren Priestern, sind aber nicht nur deshalb ohne eigentliches Wissen;
(3.)Merschs Gegner sind Neu-Theisten/-Religiöse, also Ideolologen, meist soziologistischer Art, und auch das wissen sie nicht;
(4.)Merschs Gegner verstecken sich hinter Arroganz, Aggressivität, Zynismus, Fragen, die ihre Dummheit sogar direkt verraten;
(5.)Merschs Gegner treten stets in Rudeln auf und outen sich als Geheimdienstler und Mitläufer einer Orwellschen Diktatur;
(6.)Merschs Gegner müssen laut Befehl ihrer Befehlsgeber verhindern, daß an der gegenwärtigen Ordnung gerüttelt wird.
(7.)Merschs Gegner wären, wenn sie ihre treuen Untertanendienste nicht mehr ausüben dürften, so gut wie tot.
Legasthenie/Analphabetismus, Vorurteile, Lethargie und vor allem politikorrekte Ideologiezwänge sind die Gründe dafür, daß Merschs Gegner Merschs Bücher nicht gelesen haben. Das führt dazu, daß sie Mersch schon dann attackieren, wenn sein Name in einer angeblichen „Diskussion“, die in Wirklichkeit ein Verhör in einem ideologischen Hexenprozeß ist, erstmals erwähnt wird. Sie hetzen ununterbrochen und gehen niemals auf das Thema selbst ein, was auch kein Wunder ist, weil sie (a) ununterbrochen hetzen und hetzen müssen (Befehl ihres Chef-Ideologen), (b) Merschs Bücher nicht gelesen haben, (c) Merschs Theorie sowieso nicht verstehen, weshalb es sich auch erübrigt, ob sie Merschs Bücher gelesen haben oder nicht, und sich auch erübrigt, ob sie ununterbrochen hetzen oder nicht, ob sie ununterbrochen hetzen müssen oder nicht - sie verstehen Merschs Theorie ja sowieso nicht, und zwar einfach deshalb nicht, weil sie zu dumm dazu sind. Zu ihrem uneigentlichen „Wissen“ gehört ihr sicheres Vertrauen, daß sie Rückendeckung haben, viele von ihnen werden sogar großzügig bezahlt - von den darüber kaum in Kenntnis gesetzten Steuerzahlern (wo bleibt deren Empörung?). Daß Merschs Gegner gesteuert, und zwar totalitär gesteuert sind, wird schon allein dadurch deutlich, daß sie immer auf dieselbe Gehorsamsweise reagieren und nichts wissen, schon gar nichts über Evolution, Biologie, Demographie, Ökonomie, aber auch sonst nichts - abgesehen von ein bißchen Soziologie und ähnlichen Fächern (z.B. solchen mit den Präfixen „Sozio...“, „Sozial...“, „Polit...“), vom Soziologismus, von soziologistischer Ideologie. Was Mersch bisher durch seine Gegner erfahren hat, ist eine Mischung aus Arroganz, Aggressivität, Zynismus und Fragen, die ihre Dummheit sogar direkt verraten.

Muß Mersch sich das alles wirklich gefallen lassen?
Hat Mersch wirklich nicht etwas Respekt verdient?

Typisch an Mersch ist folgendes: „Mersch ist ein Problemlöser. Dem geht es einzig und allein um die Lösung unseres aktuell größten sozialen Problems.“ (Don Quijote, 29.03.2010, 20:53 [**|**]). Mersch hat keine politischen Motive, Merschs Gegner dagegen nur (und die meisten von ihnen wissen selbst das noch nicht einmal), Mersch will diejenigen Probleme lösen, die von der Politik, von der Gesellschaft und nicht zuletzt von der Wissenschaft verursacht wurden, und zwar will er sie möglichst über den Weg der Wissenschaft lösen, also zunächst einmal unabhängig davon, ob seine Lösungsvorschläge, falls sie umgesetzt werden würden, politische und gesellschaftliche Konsequenzen haben werden oder nicht, obwohl er weiß, daß sie sie haben würden. Aber nur so - nämllich ohne Machtbeteiligung - könnnen solche Probleme auch wirklich am besten gelöst werden. Verhindert werden können die Lösungen wiederum nur dadurch, daß man permanent das Gegenteil behauptet, genau das tut, was die Herrschenden vorgeben. „Politikern geht es nicht um Lösungen, sondern um Macht. Vielen Wissenschaftlern übrigens auch .... Mersch geht es um Lösungen.“ (Don Quijote, 29.03.2010, 22:38 [**|**]). Merschs Gegner bestehen aus einer Obrigkeit als den Befehlsgebern und Repräsentanten der Macht, die bewußt das Gegenteil behaupten - also lügen (!) - und ihren Funktionären und Mitläufern, die die Befehle ihrer Obrigkeit kleinstenteils (Funktionäre) und größtenteils (Mitläufer) unbewußt ausführen.

Allein die Tatsache, daß sich Merschs Gegner so fürchterlich und immer alle und immer alle auf dieselbe dumme Weise und wie im Gleichschritt über Mersch aufregen, zeigt ganz deutlich, daß sie gelenkt werden, einer Ideologie folgen, wobei obendrein fast alle nicht wissen, daß sie (a) gelenkt werden (b) einer Ideologie (Neu-Theologie/-Religion) auf gehorsamste Weise folgen, (c) sich da so fürchterlich wehren und gegen wen und was, (d) großes Glück werden haben müssen, um das nicht miterleben zu müssen, was sie selbst mitbewirkt haben und den Nach-ihnen-Geborenen garantiert nicht mehr erspart bleiben wird: Verarmung und sonstige Verelendung (einschließlich Krieg u.ä.) wegen GenerationenUNgerechtigkeit.

Mersch:Merschs Gegner:
1.)Freies, logisch nahezu fehlerfreies, auf selbständiges Problemlösen beruhendes Denken und Sprechen. Unfreies, logisch fehlerhaftes, auf Dogmen bzw. Befehl und Gehorsam beruhendes und nur dieses Thema kennendes Denken und Sprechen. Merschs Gegner können auch deswegen auf kein anderes Thema eingehen, bleiben also - abgesehen von ihrem von oben befohlenen Thema - immer ohne Themenbezug. OFF TOPIC
2.)Emanzipation ist ein Irrtum!Abwehrmechanismen gemäß Dogmen u.ä. (siehe 1.), denn der Befehl lautet: „Verbot aller den befohlenen Dogmen widersprechenden Äußerungen zum Thema »Emanzipation«, insbesondere zum Thema »Frau«, zum Thema »Mann«, zum Thema »Geschlechter« und in dem Zusammenhang zum Thema »Biologie«, zum Thema »Demographie«, zum Thema »Ökonomie«, zum Thema »Soziologie«, speziell zum Thema »Politik«. Alle Frauen sollen immer mehr Emanzipation fordern (denn in Wirklichkeit werden sie als Mittel zum Zweck benutzt, wodurch die Schere zwischen Reichen und Armen immer größer wird, und außerdem bedeutet Emanzipation schon aus genetischen Gründen Verdummung, Verarmung und Schrumpfung - aber: pst; nicht weitersagen!). „Gäbe es in der Natur nur Weibchen und Hermaphroditen, dann hätte sich wohl kein wirklich intelligentes Leben auf diesem Planeten entwickeln können“ (**) - dieser Satz von Mersch, der die evolutive Bedeutung des Männlichen (Evolutionsbeschleuniger, Evolutionsfähigkeitsverbesserer / Anpassungsbeschleuniger / Kompetenzerweiterer „aufgrund von Selektionen im männlichen Geschlecht“ [**], also schon aufgrund der Genetik: Y-Chromosom, hohe Mutationsrate u.s.w. **) unterstreicht, ist wissenschaftlich belegt! Wer ihn tabuisieren will, ist ein Wissenschaftsfeind und/oder ein Männerfeind und muß dafür Gründe haben, die von den Mächtigsten höchstpersönlich diktiert werden.
3.)Familienmanagerinnen (ähnlich Honigbienenköniginnen) als Lösung für das demographisch-ökonomische Paradoxon und das gigantische Problem der GenerationenUNgerechtigkeit.Abwehrmechanismen gemäß Dogmen u.ä. (siehe 1.), denn der Befehl lautet: „Verbot aller den befohlenen Dogmen widersprechenden Äußerungen zum Thema »Frau«, zum Thema »Kinder«, zum Thema „Familie“, zum Thema »Demographie« und in dem Zusammenhang zum Thema »Biologie«, zum Thema »Ökonomie«, zum Thema »Soziologie«, speziell zum Thema »Politik«. »Mein Bauch gehört mir«, soll jede Frau sagen, und dabei sollen alle sie verteidigen (denn in Wirklichkeit gehören alle Frauenbäuche samt Frauen den Unternehmen aus Wirtschaft und Politik - aber: pst; nicht weitersagen!).“
4.)Generationengerechtigkeit.Abwehrmechanismen gemäß Dogmen u.ä. (siehe 1.), denn der Befehl lautet: „Verbot aller den befohlenen Dogmen widersprechenden Äußerungen zum Thema »Demographie« und in dem Zusammenhang zum Thema »Ethik«, zum Thema »Ökonomie«, zum Thema »Soziologie«, speziell zum Thema »Politik«.“
5.)Systemische Evolutionstheorie. Abwehrmechanismen gemäß Dogmen u.ä. (siehe 1.), denn der Befehl lautet: „Verbot aller den befohlenen Dogmen widersprechenden Äußerungen zum Thema »Evolution« bzw. »Evolutionstheorie« (trotz oder wegen Richtigkeit der verbotenen Evolutionstheorie und ihrer vielen Übereinstimmungen mit der vorherrschenden Evolutionstheorie - aber: pst; nicht weitersagen!).“ Daß z.B. die Erkenntnisse über die Diät im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Ketolysefähigkeit des Gehirns nicht falsch sein können, ist für Mersch evident, und daß sie im Zusammenhang mit den Erkenntnissen über die Evolution rascher gewonnen werden können als ohne sie, ebenfalls; doch dies sind zusätzliche Gründe für Merschs Gegner, Mersch zu bekämpfen, so daß das Verbot nicht mehr nur das Thema »Evolution« bzw. »Evolutionstheorie« betrifft, sondern auch die Themen »Medizin« und »Biologie« - hier speziell: »Genetik«, »Neurologie« bzw.»Hirnforschung«; denn Epilepsie und Migräne sollen ausschließlich genetisch-neurologische Ursachen haben, das Gehirn soll ausschließlich von Glukose abhängig sein (**|**|**|**); kurz: Krankheiten sollen nicht geheilt werden, sondern alle „Heiler“ reich, mächtig machen, also nicht nur die Darwinismus-, Genetik-, Neuro-, Hirn-, Arzneimittel und Ernährungsmittel-Lobby! Wer in modernen Zeiten so alles „Heiler“ sein will! **
6.)Kompetenz, Kompetenzerhalt (z.B. Kompetenzerhalt während des eigenen Lebens = Selbsterhalt; Kompetenzerhalt über das eigene Leben hinaus = Fortpflanzung).Abwehrmechanismen gemäß Dogmen u.ä. (siehe 1.), denn der Befehl lautet: „Begriffe wie »Kompetenz«, »Kompetenzerhalt« sind genauso wie »Intelligenz«, »IQ«, »Rasse«, »Geschlecht« und ähnliches, ja Unterschiede überhaupt zu bekämpfen (trotz oder wegen Richtigkeit und also auch Berechtigung dieser Begriffe - aber: pst; nicht weitersagen!).“ Es wird so eine Philosophie der Eigenlebensverneinung mit der Ethik, Eigenlebensserhalt und Fortpflanzung seien Taten der Bösen, propagiert, wozu genau die Mittel verwendet werden, die der eigenen Propaganda zufolge bekämpft werden sollen.
7.)Reproduktionsinteresse.Abwehrmechanismen gemäß Dogmen u.ä. (siehe 1.), denn der Befehl lautet: „Das Reproduktionsinteresse ist verwandt mit dem Willen, wie Schopenhauer und Nietzsche ihn verstanden. Deren Voluntarismus, deren Lebensphilosophie und ähnliche Denksysteme sowie Prinzipien sind abzulehnen, Darwins Selektionsprinzipien und Dawkins’ Denksystem (»egoistische Gene und Meme«) dagegen zu verteidigen (trotz oder wegen Verträglichkeit von Selektion und Reproduktionsinteresse - aber: pst; nicht weitersagen!).“ Es wird so ein Reproduktionsdesinteresse im Rahmen einer Philosophie der Eigenlebensverneinung mit der Ethik, Eigenlebenserhalt und Fortpflanzung seien Taten der Bösen, propagiert, wozu genau die Mittel verwendet werden, die der eigenen Propaganda zufolge bekämpft werden sollen.
8.)Superorganismen (auch genannt: Organsiationssysteme).Abwehrmechanismen gemäß Dogmen u.ä. (siehe 1.), denn der Befehl lautet: „Begriffe wie »Superorganismus« oder »Organisationssystem« sind möglichst zu meiden oder wenigstens so zu bekämpfen, daß denjenigen, die diese Wörter verwenden, wie üblich Böses, zumindest aber ein Ismus unterstellt wird, z.B ein »Biologismus«, mit mehr Erfolgsaussicht gleich ein »Sozialdarwinismus« u.s.w.. Was »Biologismus« und »Sozialdarwinismus« und andere wirksame »Ismen« jeweils zu sein haben, bestimmt der jeweils wahrzunehmende Befehl.“ So wie ein Tier seinen Fütterer nicht beißt, so verraten die Funktionäre und Mitläufer ihre Geldgeber nicht.

Ursache für die Abwehrmechanismen von Merschs Gegnern ist - wie immer und überall - die Macht, genauer gesagt der Machterhalt, mit Mersch gesprochen: der Kompetenzerhalt (**|**) !

Wenn Merschs „Theorie nicht nur Erkenntnis verspricht, sondern Milliardengewinne, dann ist es egal, wo er publiziert und wie er heißt. Geht es um den reinen Erkenntnisgewinn, dann ist es so, daß Dawkins absurde Theorien entwickeln kann, über die ganze Kongresse abgehalten werden, während seine Jünger mehr oder weniger unverhohlen Merschs wissenschaftliche Arbeiten (trotz eines positiven Gutachtens eines namhaften Experten) an der Veröffentlichung hindern können. Denn wie ist es denn, wenn seine Arbeit jemand zu lesen bekommt, der gerade ein Buch und einen Kongreß zur Memetik plant? Wie leicht kann hier die Intention entstehen: »Weg mit dem Mist«? Heute gibt es das Ehefrau-des-Bischofs-von-Worcester-Problem direkt in den Wissenschaften selbst: »Wir wollen hoffen, daß das nicht stimmt - aber wenn es wahr ist, dann wollen wir beten, daß es nicht bekannt wird.« Das ist kein Witz, sondern darüber sind bereits ganze Bücher verfaßt worden.“ (**). Das gilt also auch für den umgekehrten Fall, denn auch darüber sind bereits ganze Bücher geschrieben worden: die Verteidigung des Darwinismus (einschließlich seiner Varianten / Neoformen bis hin zum universellen Darwinismus) trotz seiner zum Himmel schreienden Fehler - vor allem seiner durch das demographisch-ökonomische Paradoxon teilweise (nämlich die Hypothese betreffend, die Fittesten hinterließen mehr Nachkommen) falsifizierten Selektionsprinzipien (**) -, denn es geht dabei um Macht!

Daher auch die gegenüber der Macht fast überall feststellbare „Kritiklosigkeit und Autoritätshörigkeit. Im Grunde ist das sogar ein offen zutage getragener Sozialdarwinismus. Dann spricht eigentlich auch nichts dagegen, wenn irgendwelche Unternehmen den Amazonas-Urwald plattmachen, weil die darin lebenden Indios und Tiere wohl einfach nur zu schwach waren. Sie hätten sich ja vorher in den einschlägigen Zeitungen und TV-Sendern Gehör verschaffen können. Da ihnen das nicht gelungen ist, war ihre Meinung sicherlich nicht zutreffend, jedenfalls nicht relevant.“ (**). Merschs Gegner tun das, was sie gemäß der Macht tun zu dürfen glauben (glauben!), und machen sich dadurch mitschuldig, denn: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, so eine deutsche Volksweisheit bzw. ein deutscher Rechtsgrundsatz (nach dem Rechtsgrundsatz aus dem römischen Recht: ignorantia legis non excusat). Auch und besonders der Vergleich zwischen den Institutionen Wissenschaft und Staat bzw. Kirche (Amazon.de, Atheisten.org u.ä. Nihilismus-„Foren“ sind ja „Kirchengemeinden“ der „Kirche“ Internet) macht deutlich, daß es immer nur um Macht geht, „und man kann dies auch wunderschön an diesem Forum verifizieren. Früher gab es die Machthierarchien in den Kirchen, die darüber bestimmten, was als wahr und was als falsch zu gelten hatte, heute sind es ganz wesentlich die Machthierarchien in den Wissenschaften. Die dann z.B. mit ähnlich absurden Formulierungen wie »Selbstverlag« kommen. Das ist kein wissenschaftliches Argument, sondern eines der Macht. Und die Vasallen tragen das dann schön durch alle Instanzen hindurch, weil sie sich dadurch selbst ein wenig erhöhen können.“ (**). Diese Vassallen sind in diesem Beispiel die bei Amazon.de, Atheisten.org und sonstigen Nihilismus-„Foren“ gegen Mersch Hetzenden.

„Das eigentliche Problem ist, daß der Darwinismus selbst von Grund auf sozialdarwinistisch ist. Begriffe wie Eugenik u.s.w. haben nur vor dem Hintergrund einer darwinistischen Denke (jeder steht mit jedem individuell im Wettbewerb und dabei setzen sich die besten Gene durch) Sinn. Wenn man dagegen weiß, daß in Sozialstaaten überhaupt nicht mehr die Erbanlagen über den reproduktiven Erfolg entscheiden, sondern der maßgeblich durch soziale Faktoren beeinflußte Kinderwunsch (davon gehen sowohl die Familienpolitiker als auch die Demographen aus), kann man in dem Sinne auch nicht mehr von Eugenik sprechen. Dann geht es nur noch um die Wahrung der Generationengerechtigkeit und den Erhalt gesellschaftlicher Kompetenzen. Man könnte auch sagen: Es geht um Nachhaltigkeit. Es entbehrt deshalb nicht einer gewissen Ironie, wenn Anhänger einer sozialdarwinistischen Doktrin anderen Eugenik vorwerfen, denen es lediglich um die Generationengerechtigkeit geht.“ (Jackle, 15.11.2009, 13:08 **).

Wenn der „Sozialstaat“ seine eigene „Evolution“, seine „soziale“ Selektion betreibt, dann betreibt er eine künstliche Selektion, also: Züchtung. Gezüchtet haben die Menschen sich immer schon selbst, aber ihre moderne Zucht mittels „Sozialstaat“ ist an Größenwahn nicht mehr zu übertreffen, „denn ein Ziel solcher Staaten ist ja gerade die Nivellierung von Fitneßunterschieden: Wer nicht in der Lage ist, sich und seine Nachkommen zu versorgen, wird von der Gemeinschaft versorgt. Nun bekommen nicht mehr die Fitteren mehr Nachkommen durch, wie es die natürliche Selektion postuliert, sondern diejenigen, die sich in einer bestimmten sozialen Rolle befinden. Die Konsequenz daraus ist: Evolution ist in modernen menschlichen Gesellschaften nichts Natürliches mehr, sondern eine Folge politischer Entscheidungen.“ (Jackle, 15.11.2009, 20:17 **). Mersch weist „darauf hin, daß Sozialstaaten nur dann evolvieren können, wenn sie sich auf eine bestimmte Weise organisieren (unsere aktuelle Organisation gehört nicht dazu). Evolution ist dann nichts Natürliches mehr, sondern muß »organisiert« werden. Genau das tun die Honigbienen auch.“ (Ebd., 16.11.2009,11:34 **). Im Gegensatz zu den Honigbienen bedeuten die menschlichen „Sozialstaaten“ jedoch eine riesige Gefahr, weil sie die Reproduktion vernachlässigen. Wer sich so aus der Natur herauszukatapultieren versucht, wird von der Natur dafür bestraft werden, denn letztlich wird aus einer solchen „sozialen“ Selektion relativ schnell wieder eine natürliche Selektion werden, weil eine solche Züchtung die davon betroffenen Menschen in die Verarmung, Verdummung und wieder in die Nähe ihrer tierischen Vorfahren, also zurück zur Natur, wie Rousseau es sich schon wünschte (**|**), d.h. sehr wahrscheinlich sogar zum Aussterben führt.

M E R S C H   H A T   R E C H T !

Mersch ist seinen Gegnern an Intelligenz haushoch überlegen, nur leider sind diese sogar dafür, das zu verstehen, zu blöd!

Intelligenzmäßig spielt Mersch in der 1. Bundesliga, vielleicht sogar in der CL, seine Gegner in der untersten Kreisklasse!

Merschs Gegner sind wohl offenbar für sie selbst - als antitheistische, also besonders theistische Gläubige - ein „Augenschmaus“. Folgend 10 Beipiele:
Ideale soziologistisch gezüchtete Sozialdarwinisten könnten dank des Glaubens dieser Ideologen (d.h.: dieser Neutheisten/-religiösen) Realität werden.
Sie möchten etwas sein, sind aber nichts. Sie möchten etwas darstellen, stellen aber nichts dar. Ihre Religion scheint das einzig Reale an ihnen zu sein.

„Ich bin der Auffassung, daß wir zur Zeit einem massiven Kulturverlust ausgesetzt sind.“ (Jackle, 13.06.2009, 21:42 **).

„So wiederholt sich die Geschichte einfach nur.“ (Jackle, 17.11.2009, 21:04 **).

Warum Lolu zu danken ist Arbeitsteilung und Reproduktionsinteresse.

Daß Mersch Unrechtes angetan wird, ist nicht zu leugnen, und ähnliches Unrechtes kennen ja wahrscheinlich zumindest auch diejenigen, die schon auf dem Schulhof von der mittelmäßigen Masse auf üble Weise beschimpft und behandelt wurden, weil sie nicht zur Masse gehörten, sondern z.B. zu intelligent, zu dumm, zu dick, zu klein u.s.w. waren. Allein schon dieses Beispiel kann in einem die Vermutung aufkommen lassen, daß Merschs Evolutionstheorie richtig ist und Darwins zum Teil falsche Evolutionstheorie so erweitern kann, daß das Richtige daran Bestand behält. Darwin hat bei seinen Überlegungen zu sehr an Malthus gedacht; er hat mit seiner These, die Natur (wer oder was ist das eigentlich?) selektiere die einzelnen, an die sich verändernde Ökologie Angepaßtesten (Fittesten), die sich dann vermehrt fortpflanzten, Ökonomisches auf Biologisches übertragen - ähnlich wie später Mersch - und dabei Fehler gemacht. Moderne Menschen sind von der natürlichen Selektion aber nur wenig bis sehr wenig betroffen, weil sie selbst selektieren und manchmal, wie sie immer wieder zeigen, überhaupt kein Interesse an der Fortpflanzung haben oder es sogar so sehr ins Negative umdeuten, daß sie ihren Nachwuchs nur deswegen töten - bei Menschen sowohl vorgeburtlich (Abtreibung) als auch nachgeburtlich (Neonatizid und andere Kindstötungen), weil sie ihn einfach nicht wollen (**|**|**|**). Das eben angesprochene Beispiel vom Schulhof macht ebenfalls klar, daß Darwin die (Zahl der) Masse und die damit verbundene Macht nicht berücksichtigt hat. Die Masse ist lediglich mittelmäßig angepaßt, während die Angepaßtesten besser und die Unangepaßtesten schlechter als die Mittelmäßigen angepaßt sind. Doch diejenigen, die besser als die Mittelmäßigen angepaßt sind, müßten ja gemäß Darwin am meisten Nachwuchs haben, und diejenigen, die schlechter als die Mittelmäßigen angepaßt sind, müßten ja gemäß Darwin am wenigsten (meistens: gar keinen!) Nachwuchs haben. Diese Regel gilt aber nicht für alle Fälle, und im Abendland ist es seit seiner Moderne i.e.S. (**|**) genau umgekehrt. Die Unangepaßtesten haben die meisten, die Angepaßtesten die wenigsten Kinder. Wie uns der nochmalige Blick auf den Schulhof und der daran sich anschließende Blick in die Universitäten und Großkonzerne sowie Toppositionen zeigt, finden wir dort hauptsächlich diejenigen, die der Masse der Mittelmäßigen - höchstwahrscheinlich aus Gründen von Neid und Ressentiment - zu intelligent sind und größtenteils ohne Nachwuchs bleiben.
 ! Denn für Nachwuchs ist nicht nur Partnerschaft notwendig, sondern auch Elternschaft mit Arbeitsteilung (Mann leistet Erwerbsarbeit, Frau leistet Nachwuchsarbeit); und genau an dieser Arbeitsteilung mangelt es den Leistungsträgern - der Mittelschicht also -, weil sie größtenteils in Partnerschaften leben, in denen sowohl Männer als auch Frauen Erwerbsarbeit leisten, also kinderlos bleiben, weil:
(A) beide die Nachwuchsarbeit
(Aa) nicht übernehmen wollen (vgl. Caa),
(Ab) nicht übernehmen können (vgl. Cab),
(B) beide keine Zeit für die Nachwuchsarbeit haben, weil sie
(Ba) den stark zunehmenden Konkurrenzkampf im Bereich der Erwerbsarbeit in Kauf nehmen, weil sie
(Baa) Angst vor Kompetenzverlust haben, weil der z.B. das Ansehen senkt und das Armutsrisiko erhöht (vgl. Bbb),
(Bab) sich an ihn gewöhnt haben (vgl. Bbg),
(Bag) in ihm die Chance sehen, ihre Kompetenzen zu erweitern, in der Hierarchie aufzusteigen (vgl. Bbd);
(Bb) ausschließlich Erwerbsarbeit leisten wollen, weil
(Bba) diese und nur diese bezahlt wird, d.h. wirtschaftlichen und also auch sozialen Gewinn bringt, während eine Ersatzperson für die Nachwuchsarbeit bezahlt werden müßte, aber
(Bbaa) nicht bezahlt werden kann,
(Bbab) nicht gewollt ist,
(Bbac)nicht verfügbar ist;
(Bbb) Angst vor Kompetenzverlust haben, weil der z.B. das Ansehen senkt und das Armutsrisiko erhöht (vgl. Baa),
(Bbg) sich an sie gewöhnt haben (vgl. Bab),
(Bbd) in ihr die Chance sehen, ihre Kompetenzen zu erweitern, in der Hierarchie aufzusteigen (vgl. Bag);
(C) beide nicht wissen, was sie wie, wo, wann, warum entscheiden und tun (sollen), weil sie
(Ca) einen zu niedrigen Intelligenzquotienten haben,
(Cb) dem modernen Egoismus so sehr frönen, daß sie
(Caa) „Ichlinge“ („Singles“) nur noch sein wollen - entweder mit oder ohne Erwerbsarbeit (vgl. Aa),
(Cab) zwar Aussteiger sein wollen, aber wegen der „wohlfahrtsstaatlichen“ Angebote nur „Ichlinge“ sein können (vgl. Ab),
(Cc) in der Erwerbsarbeit so sehr aufgehen, daß sie nur in ihr den Lebenssinn sehen, wodurch sich die schon genannten Gründe noch verstärken, sich der Teufelskreis schließt und verstärkt erneut beginnt (–› A), sich wieder schließt u.s.w..
Diesen Teufelskreis hätte ich auch noch durch weitere Beispiele vergrößern können - der Übersichtlichkeit halber habe ich davon abgesehen -, doch das ist unwichtig, weil die Antworten auf die Fragen nach dem Warum der Vernächlässigung der Nachwuchsarbeit kaum auf Darwins Selektionsprinzipien und schon gar nicht auf die größenwahnsinnige Variante eines Anthropozentrismus bzw. Humanismus zurückführbar sind (Aussagen wie z.B. die, daß „der Mensch sich aus der Natur ausgeklinkt“ habe, daß Menschen „frei, gleich und brüderlich“ seien, daß „die Weitergabe menschlicher Kompetenzen ... nicht über Gene, sondern ausschließlich über kulturelle Mechanismen“ [**|**] erfolge, u.ä. Märchen kann doch niemand ernsthaft glauben und werden auch zumeist von deren Erfindern bewußt als Ausrede, also als Lüge benutzt, um an die Macht zu kommen bzw. an der Macht zu bleiben bzw. die Macht zu vergrößern!), sondern immer nur auf das Wollen, das Können und das Wissen bzw. auf das Nicht-Wollen, das Nicht-Können und das Nicht-Wissen, also auf den Willen (das Interesse), die Fähigkeiten (die Kompetenzen) und das Wissen (die Information), wobei die Basis immer der Wille (das Interesse) bildet. (**). Dieser Wille (dieses Interesse) heißt im Falle der Reproduktion Reproduktionswille oder auch Reproduktionsinteresse, bewertend ließe sich auch sagen:
positives Reproduktionsinteresse,
neutrales Reproduktionsinteresse,
negatives Reproduktionsinteresse.
Das Reproduktionsinteresse (übrigens auch mit der Zeitpräferenz (**|**|**|**) korrelierend!) - ist positiv, wenn dessen Träger und alle sie beeinflussenden Kräfte die Reproduktion bejahen, was also gewährleistet ist, wenn die Macht (ob monarchisch/tyrannisch, aristokratisch/oligarchisch oder demokraisch/ochlokratisch) die Reproduktion bejaht; es ist neutral, wenn diese Macht die Reproduktion der Natur überläßt, sich also dem natürlichen Schicksal unterwirft; und es ist negativ, wenn sie die Reproduktion verneint. Bei uns - im Abendland - ist es negativ und zeigte sich erstmals während des Übergangs vom 18. zum 19. Jahrhundert:
1. Phase (ungefähr 1770-1870)2. Phase (ungefähr 1870-1970)3. Phase (ungefähr 1970-.?.)
Os
(Oberschicht)
positives + negatives Reproduktionsinteresse
(im zeitlichen Mittel: neutrales Reproduktionsinteresse)
negatives Reproduktionsinteressenegatives + positives Reproduktionsinteresse
(im zeitlichen Mittel: neutrales Reproduktionsinteresse)
Ms
(Mittelschicht)
positives Reproduktionsinteresse positives + negatives Reproduktionsinteresse
(im zeitlichen Mittel: neutrales Reproduktionsinteresse)
negatives Reproduktionsinteresse
Us
(Unterschicht)
positives Reproduktionsinteresse positives Reproduktionsinteresse positives + negatives Reproduktionsinteresse
(im zeitlichen Mittel: neutrales Reproduktionsinteresse)
* Die Bewertungen der einzelnen Schichten beziehen sich auf diese selbst; aber es gibt wegen der Rangordnung Einflüsse von der Os auf die Ms und die Us sowie von der MS auf die Us.

P0P1P2P3 P4P5P6
Os+10–10 +1+1+1
Ms+1+10–10+1+1
Us+1+1+10–10+1
+3+20–10+2+3
7 Phasen (P0, P1, P2, P3, P4, P5, P6),
5 Übergangsphasen (P1, P2, P3, P4, P5).
Die einzige Phase, die für jede
der drei Schichten
(Os, Ms, Us)
Übergangsphase ist, ist Phase P3.
Aktuell sind wir Abendländer in Phase P3.
Os (rd. 1%),
Ms (40-49%, Tendenz: abnehmend),
Us t ( 51-60%, Tendenz: zunehmend).
Global gesehen befinden wir Menschen uns
mit anderen - nämlich traurigeren (!) - Daten
in Phase P2 (Us) und in Phase P3 (Os, Ms):
Os (rd. 1%),
Ms (rd. 20-29%, Tendenz: abnehmend),
Us (rd. 70-80%, Tendenz: zunehmend).

Hurra, wir werden Unterschicht!

Diese Tabellen zeigen - neben der Tatsache, daß die Oberschicht Macht über die anderen beiden Schichten hat -, daß die drei verschiedenen Wertigkeiten für die Reproduktionsinteressen jeweils drei Schichten (Os, Ms, Us) durchlaufen und jede Schicht nur eine Phase für den Übergang von einer Positivität zu einer Negativität, jedoch drei Phasen für den Übergang von einer Positivität zu einer Positivität benötigt (vgl. große und kleine Tabelle). Wenn ich noch mehr Vorkalkulation wage und noch mehr Phasen der Zukunft berücksichtige, dann ergibt sich unter der Voraussetzung, daß der Trend sich nicht ändert, die Schlußfolgerung, daß fünf Phasen für den Übergang von einer kompletten Positivität zu einer erneut kompletten Positivität benötigt werden (vgl. kleine Tabelle). Ob diese Entwicklung bei uns im Abendland wirklich in eine Positivität münden wird, ist noch nicht vorhersagbar, die aktuelle Phase jedenfalls ist demographischerseits sehr negativ, dafür aber ökonomischerseits noch positiv - das demographisch-ökonomische Paradoxon zeigt sich also aktuell immer noch sehr deutlich.

Um dem Teufelskreis (**) zu entrinnen, gibt es tatsächlich nur drei Möglichkeiten:
(1) Rückkehr zur altbewährten Arbeitsteilung (**),
(2) Familienmanagement, wie es z.B. Mersch vorschlägt (**|**),
(3)Gentechnik in Verbindung mit Androiden und Cyborgs (**|**|**|**|**|**|**|**|**).
Die Herrschenden lehnen die erste Möglichkeit ab, weil mit dem Wahn der angeblichen „Gleichheit“ bzw. des angeblichen „Feminismus“ viel zu verlockende Gewinne verbunden sind. Deshalb wird auch die zweite Möglichkeit noch solange bekämpft werden, bis jene Geldquelle noch nicht versiecht ist. Die dritte Möglichkeit wird zunächst und vielleicht auch langfristig oder sogar bis zum Ende der Menschheit der Oberschicht bzw. den Superorganismen, um mit Mersch zu sprechen, vorbehalten bleiben. Die drei Möglichkeiten für den Ausbruch aus dem Teufelskreis sind also nicht gerade vielversprechend, um so mehr nicht, als die Herrschenden die ersten beiden Möglichkeiten - weil diese zumindest für die Mittelschicht und zumindest mittel- bis langfristig auch für die Unterschicht eine rasche Lösung des Problems, aber für die Oberschicht einen Verzicht auf eine riesige Geldquelle bedeuten (!) - ablehnen und die dritte Möglichkeit für sich allein beanspruchen. Eine vierte Möglichkeit gibt es nicht - es sei denn, man versteht darunter eine Mischung aus den drei anderen. Zöge man eine solche vierte Möglichkeit in Erwägung, würde man bald bemerken, daß sie den ohnehin beschleunigten Prozeß, den wir aktuell schon beklagen, noch mehr beschleunigt: Auflösung der Mittelschicht durch Abstieg in die Unterschicht, was Verdummung und Verarmung bedeutet, die Schere zwischen den Reichen und den Armen sehr beschleunigt größer werden läßt - mit dem Ergebnis: 1% Reiche (Superreiche!) und 99% Arme (Superarme!).

Super! Hurra, wir werden Unterschicht! **

Warum Lolu zu danken ist Entwicklungsarten und Reproduktionsinteresse.

Daran, daß Darwins Selektionsprinzipien falsch sein müssen, ändern auch die folgenden paradoxen und immer wieder zur Falsifikation führenden Verteidigungssätze nichts:
(1) Die Angepaßtesten (Fittesten) Kompetentesten, Intelligentesten und Reichsten seien in Wirklichkeit die Unangepaßtesten (Unfittesten), Inkompetentesten, Dümmsten und Ärmsten bzw. vom „Sozialstaat“ Abhängigen, weil die die meisten Nachkommen haben und deshalb überleben. (Der Reproduktionserfolg sei ja gemäß Darwin entscheidend!)
(2)Darwins Evolutionstheorie gelte für moderne Menschen nicht oder nur für deren Oberschicht u.s.w..
Wenn wahr wäre, daß die Fittesten die Unfittesten sind und aus der Evolution ausscheiden, also aussterben, und die Unfittesten die Fittesten sind und überleben, weil sie am meisten Nachkommen hinterlassen, dann wäre (a) die Bestimmung des Begriffs „Fitneß“ oder (b) die Bestimmung des Reproduktionserfolgs zum Indikator für „Fitneß“ oder (c) beides falsch; und dabei wäre es egal, ob nur eine dieser beiden Bestimmungen falsch wäre oder beide Bestimmungen falsch wären: Darwins Evolutionstheorie wäre falsch, zumindest in Teilen falsch, nämlich in den Selektionsprinzipien, weil ihnen gemäß immer die Fittesten selektiert werden - ob durch die natürliche, die sexuelle, die verwandtschaftliche oder die multilevelartige Selektion - und folglich die Fittesten die meisten Nachkommen hinterlassen. Wenn eine Theorie auch nur teilweise - meinetwegen sogar nur in den klitzekleinsten Teilen - falsch ist, dann darf sie auch insgesamt als falsch bzw. falsifiziert gelten. Darwins Evolutionstheorie wäre auch dann falsifiziert, wenn wahr wäre, daß sie nicht für moderne Menschen oder nur für deren Oberschicht gilt; denn Darwins Selektionsprinzipien besagen, daß sie für alle biologischen Arten gelten, und Menschen sind eine biologische Art (Homo sapiens). Kurz: Darwins Evolutionstheorie ist zumindest teilweise falsch und darf allein deswegen schon den wissenschaftlichen Regeln zufolge auch insgesamt als falsch gelten! Im Gegensatz zu den meisten mit Darwins Selektionsprinzipien begründeten Aussagen sind z.B. folgende Aussagen richtig:
(1) Die Unangepaßtesten (Unfittesten), Inkompetentesten, Dümmsten und Ärmsten überleben dann, wenn sie die meisten Nachkommen hinterlassen, also sterben die Angepaßtesten (Fittesten), Kompetentesten, Intelligentesten und Reichsten dann aus, wenn sie die wenigsten, oft sogar keine Nachkommen hinterlassen. (Gelten nicht diese, dann andere Implikationen, z.B. die umgekehrte oder die gemischte. Grund: Wille bzw. Interesse.)
(2)Die Evolutionstheorie gilt für alle biologischen Arten, aber das Interesse (bei Nietzsche: der Wille zur Macht [**|**]) eines Aktors oder mehrerer Aktoren kann ihre „Gesetze“ vorübergehend aufheben bzw. negieren, also die Evolution bekämpfen.
Wenn Evolution als ein Kampf gegen die Entropie, die gemäß dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik in geschlossenen Systemen niemals abnehmen kann, verstanden werden kann, dann kann es auch z.B. einen Kampf gegen die Evolution geben. Ich meine damit nicht, daß die Natur oder die Entropie kämpft, sondern daß es eine Entwicklung geben kann, die der Evolution bewußt zuwiderläuft und somit der Natur oder der Entropie, dem Zerfall, der Unordnung entgegenkommt. Für dieses Phänomen gibt es bisher keine andere Beschreibung als die Geschichte selbst - jedenfalls ist das eine meiner Hypothesen -, wobei die Geschichte sowohl wie oder ähnlich wie die Evolution daherkommen als auch gegen sie gerichtet sein kann (daher: Evolution i.w.S., Evolution i.e.S., Geschichte i.w.S., Geschichte i..e.S.). Diese Möglichkeit steckt in der Evolution wie die Evolution im Universum. **
Diese beiden Beispiele zeigen, daß (a) Darwins Bestimmung des Begriffs »Fitneß« und (b) Darwins Bestimmung des Reproduktionserfolgs zum Indikator für »Fitneß« dann nicht falsch sein müssen, wenn sie entweder nichts oder nur in bestimmten Situationen mit der Selektion zu tun haben, und also nur ansonsten falsch sind, daß aber (c) die Selektion zumindest für bestimmte Lebewesen nicht oder nur teilweise zutrifft und folglich alle Selektionsprinzipien teilweise falsch sind. Die Evolutionsprinzip Selektion muß ersetzt bzw. so sehr in eine Verallgemeinerung integriert werden, daß es zwar in relativiertem Ausmaß gütig bleiben kann und ansonsten eben nicht gilt, aufgehoben ist, um es mit Hegel zu sagen (**). Diesen Ersatz bzw. diese Verallgemeinerung leistet der Begriff „Wille“ bei Schopenhauer und Nietzsche und leistet auch der Begriff „Interesse“ bei Mersch. Aus den obigen beiden Beispielen geht außerdem hervor, daß der Mensch die Biologie und besonders seine Biologie um so mehr bestätigt, je mehr er das tut, wozu er fähig, wozu er kompetent ist, wozu er in der Lage ist: Anpassung, ja, aber besonders auch Distanz statt Anpassung; Evolution, ja, aber besonders auch Geschichte statt Evolution. Wir haben es also mit mindestens drei verschiedenen Entwicklungsarten zu tun, wobei diese wiederum zwei Entwicklungsunterarten mit je zwei Entwicklungsunterunterarten einschließen:
(1)Kosmogenese. - Sie geht von der Physik aus (vgl. das Seinsschichtenmodell [**] und die Abbildung [**]) und umfaßt alles andere, wobei sie zwei Unterarten einschließt, die jeweils wiederum zwei Unterunterarten einschließen:
(1.1)Kosmogenese i.w.S.:
(1.1.1)Kosmogenese im weitesten Sinne (bezogen auf das Weltall selbst, die vier Natur- bzw. Grundkräfte [**], Entropie u.s.w.);
(1.1.2)Kosmogenese im weiteren Sinne (bezogen auf die weiteren Prozesse im Weltall und Übergang zu 1.2.1);
(1.2)Kosmogenese i.e.S.:
(1.2.1)Kosmogenese im engeren Sinne (bezogen auf den Mesokosmos, z.B. ein Sonnensystem, einen Planeten, seine Geologie);
(1.2.2)Kosmogenese im engsten Sinne (bezogen auf die molekularen Voraussetzungen für Leben, Übergang zu 2.1.1).
(2) Evolution. - Sie geht von der Biologie aus (vgl. das Seinsschichtenmodell [**] und die Abbildung [**]) und umfaßt alles von ihr Abhängige, wobei sie zwei Unterarten einschließt, die jeweils wiederum zwei Unterunterarten einschließen:
(2.1)Evolution i.w.S.:
(2.1.1)Evolution im weitesten Sinne (1. Fähigkeit zur Speicherung von Information durch Gene [**]);
(2.1.2)Evolution im weiteren Sinne (Variation [Mutation], Reproduktionswille [-interesse], Reproduktion, Übergang zu 2.2.1);
(2.2)Evolution i.e.S.:
(2.2.1)Evolution im engeren Sinne (2. Fähigkeit zur Speicherung von Information durch Gehirne [**|**|**]);
(2.2.2)Evolution im engsten Sinne (Kultur des Lebens, Höheres Leben, Übergang zu 3.1.1).
(3)Geschichte. - Sie geht von der Ökonomie aus (vgl. das Seinsschichtenmodell [**] und die Abbildung [**]) und umfaßt alles von ihr Abhängige, wobei sie zwei Unterarten einschließt, die jeweils wiederum zwei Unterunterarten einschließen:
(3.1)Geschichte i.w.S.:
(3.1.1)Geschichte im weitesten Sinne (Kultur des Höheren Lebens, besonders des Menschen [aber noch ohne Schrift);
(3.1.2)Geschichte im weiteren Sinne (3. Fähigkeit zur Speicherung von Information durch Schrift [**|**], Übergang zu 3.2.1);
(3.2)Geschichte i.e.S.:
(3.2.1)Geschichte im engeren Sinne (Historiographie [**|**], Historienkultur[en] [**|**|**|**]);
(3.2.2)Geschichte im engsten Sinne (noch größtenteils unbekannt, vielleicht Übergang zum Ende der Geschichte? [**|**|**|**]).
Kosmogenese > Evolution > Geschichte
1) Kriterien der Kosmogenese: u.a. Entropie/Zerfall.
2) Kriterien der Evolution: u.a. Kampf gegen 1).
3) Kriterien der Geschichte: u.a. Kampf gegen 2).
(4.)  . . . ?
(3.) Geschichte
(2.) Evolution
(1.) Kosmogenese
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Wir schlußfolgern: Kosmogenese > Evolution > Geschichte, wobei das Zeichen > „ist größer als“, „ist mehr als“ oder „ist vor- und übergeordnet“ bedeutet. Das Kürzel i.w.S. kann sowohl im weitesten Sinne als auch im weiteren Sinne bedeuten, während das Kürzel i.e.S. sowohl im engeren Sinne als auch im engsten Sinne bedeuten kann. Das demographisch-ökonomische Paradoxon kann frühestens beginnen mit der Kultur des Höheren Lebens (vgl. in der Tabelle: 3.1.1 oder in der Abbildung: Beginn des Bereiches Ökonomie im „Gelben“ [Geschichtlichen]), spätestens aber mit der Historienkultur (Historiographiekultur mit unterschiedlichen Historienkulturen; vgl. in der Tabelle: 3.2.1 oder in der Abbildung: Bereich Linguistik im „Gelben“ [Geschichtlichen]). „Alles fließt“, sagte Heraklit, „und zwar spiralartig“, füge ich unter Bezugnahme auf den Kosmos hinzu (**). Entwicklung als Kosmogenese findet in unserem Universum immer, Evolution schon etwas seltener und Geschichte noch seltener statt. In der Abbildung ist dies zwar nur sehr vereinfacht dargestellt, doch sie verdeutlicht das, was in ähnlicher Weise aus meinem Seinsschichtenmodell (**) hervorgeht: Die Abhängigkeit der Leichteren von den Schwereren trotz der Einwirkungsmöglichkeiten in umgekehrter Richtung und beschränktem Maße, also durch die Leichteren mit ihrer Relativfreiheit (**|**) auf die Schwereren. So kann es passieren, daß die Macht der Kosmogenese als die der Entropie bzw. des Zerfalls durch die Evolution vorübergehend erfolgreich und diese ebenfalls vorübergehend erfolgreich durch die Geschichte bekämpft wird (vgl. auch die Anmerkung unter der Abbildung und die Anmerkung unter der folgenden Tabelle). ** **

1. Grad2. Grad3. Grad
(1.) KosmogeneseSelbstbezug   
(2.)EvolutionSelbstbezug* Abhängigkeit von der Kosmogenese 
(3.) GeschichteSelbstbezug*Abhängigkeit von der KosmogeneseAbhängigkeit von der Kosmogenese und der Evolution
* Evolution und Geschichte können ihren Selbstbezug, ihre Relativfreiheit und also sich selbst nur dann erhalten, wenn sie.ihre Abhängigkeit(en), die Überordnung(en) bekämpfen. ** ** **

Unter der Voraussetzung der allgemeinen Akzeptanz meiner Definitionen für „Kosmogenese“, „Evolution“ und „Geschichte“ gilt: Wer eine fundierte Kosmogenese begünden will, muß weder die Evolution noch die Geschichte berücksichtigen; wer eine fundierte Evolutionstheorie begründen will, muß die Kosmogenese, aber nicht die Geschichte berücksichtigen; und wer eine fundierte Geschichtstheorie begründen will, muß sowohl die Kosmogenese als auch die Evolution berücksichtigen.

Mersch hat eine fundierte Evolutionstheorie begründet und dabei die Kosmogenese berücksichtigt!

Die Frage, ob in der Kosmogenese ein Wille und also ein Interesse, um mit Mersch zu sprechen, wirkt, ist wegen der dazu fehlenden Empirie insgesamt, also allgemein nur mit dem Glauben beantwortbar, aber teilweise, also speziell auch mit dem auf Empirie basierenden Wissen. Jene Frage ist nämlich für die Evolution und erst recht für die Geschichte eindeutig zu beantworten: Ja, es wirkt ein Wille und also ein Interesse in Evolution und Geschichte! Dieser Wille bzw. dieses Interesse betrifft die Kompetenz bzw. den Kompetenzerhalt, und zwar einerseits bezüglich des eigenen Lebens, also als Selbsterhalt, und andererseits über das eigene Leben hinaus, also als Fortpflanzung (teilweiser Selbsterhalt für die Zukunft, denn die eigenen Gene können auf jeweils ein Nachkommen nur zu maximal 50% weitergegeben werden). Kompetenzerhalt ist also der Zweck, den der Wille bejahen, ignorieren oder verneinen kann, indem er ihre Reproduktion bejaht, ignoriert oder verneint (**). Wegen der Abhängigkeit des Kompetenzerhalts von der Reproduktion der Kompetenzen ist der Wille bzw. das Interesse auch als Reproduktionswille bzw. Reproduktionsinteresse konkretisierbar. Kompetenzerhalt kann also erst dann zur Realtät werden, wenn die Kompetenzen reproduziert werden, was wiederum zur Voraussetzung hat, daß ein Reproduktionswille bzw. Reproduktionsinteresse existiert. **

Wenn das Interesse nicht nur auf, sondern auch gegen das Leben und also auf den Tod, die leblose Materie gerichtet ist, dann sprechen wir nicht mehr von Evolution, sondern von derjenigen Variante der Geschichte, die den „Anwalt“, den „Erfüllungsgehilfen“ der Kosmogenese spielt, indem sie die Entropie, den Zerfall anstrebt und deswegen die Evolution bekämpft, denn die bekämpft ja die Entropie und den Zerfall und damit die Kosmogenese. Um ein das Leben verneindes Lebewesen sein zu können, ist es notwendig, ein großes Gehirn zu haben, und für den Spezialfall zusätzlich notwendig, ein Geschichtslebewesen i.e.S. (**) zu sein. Bestimmte Lebewesen des Höheren Lebens und darunter speziell Menschen müssen nicht, aber können sich gegen das eigene Leben, gegen den eigenen Kompetenzerhalt - mit seinen beiden Varianten (Selbsterhalt und Fortpflanzung) - richten, weil sie über ein Bewußtsein verfügen, denn dieses Bewußtsein kann das Leben bewerten und also auch bejahen, ignorieren und verneinen (**), wobei Historienkultur-Menschen als Geschichtslebewesen im engeren Sinne (**) über zusätzliche, spezielle Kompetenzen verfügen (**). Ein das Leben verneindes Lebewesen kann sich dabei Strategien zurechtlegen, die zunächst noch nicht einmal verraten, wie die Interessen wirklich gelagert sind. Auch kann es aufgrund von Fehlschlüssen die Interessen beeinflussen. Die meisten diesbezüglichen Entscheidungen betreffen jedenfalls das Freund-Feind-Verhältnis und - im Falle von Sozialwesen - das Gruppe-„Individuum“-Verhältnis, wobei die Quantität der verschiedenen Gruppen nur zwei (ein Paar = kleinste Gruppe) oder auch mehr als eine Milliarde (eine Kultur = größte Gruppe) umfassen kann (**|**). Geschichtslebewesen können, aber müssen sich nicht gegen die Evolution richten (**|**|**). Wenn sie es aber tun, bekommt dieses Tun unweigerlich eine mythische bzw. religiöse Aura (**|**). Und da, wo Mythos oder/und Religion ist/sind, da ist auch Geschichte.

Ein das Leben verneindes Lebewesen kann sich gegen sich selbst als Einzelwesen, gegen seine Gruppe(n) (**|**), gegen fremde Lebewesen und eben gegen alle Lebewesen richten. Die Nebeneffekte sind ähnlich denen, die ein das Leben bejahendes Lebewesen mit sich bringt. Sobald z.B. Menschen „modern“ bzw. „zivilisiert“, also nihilistisch bzw. dekadent geworden sind, unterscheiden sich lebensbejahende und lebensverneinende Menschen diesbezüglich fast gar nicht mehr. Weil Historienkultur-Menschen als Geschichtlebewesen im engeren Sinne (**) über spezielle Kompetenzen verfügen, wie schon gesagt (**), können sie z.B. auf unserem Globus das Ende der Geschichte (das „Gelbe“ in der obigen Abbildung wäre dann verschwunden **) bzw. das Ende aller Ökonomie, was beides gleichbedeutend mit dem Ende der Kultur des Höheren Lebens ist (**|**), und das Ende eines Teils aller Lebewesen, was gleichbedeutend mit dem Ende eines Teils der Evolution ist (**), bewußt herbeiführen, wie es die Geschichte der Abendlandkultur seit dem Beginn ihrer Moderne i.e.S. (**|**) - ihres Nihilismus -, also seit 1770/1815 immer deutlicher zeigt.

In der Kosmogenese als dem „Enzwicklungsmeer“ gibt es eine „Insel“ mit einem „Entwicklungssee“ namens Evolution, in dem es eine „Insel“ mit einem „Entwicklungsteich“ namens Geschichte gibt. Aber gibt es auf diesem „Entwicklungsteich“ eine „Insel“ mit einem „Entwicklungstümpel“? (**). Wenn ja: Wird es eine „Überflutung“ geben? Wenn ja: Mit welchem Ergebnis?

Seit den Zeiten des Nihilismus geistern immer mehr Ersatzgötter durch das Abendland. Zu diesen Ersatzgöttern gehören auch der Nachtwächtergott (Adam Smith) und der Seleketionsgott namens Natur (Charles Darwin). Denn so wie man bei der „unsichtbaren Hand“, von der Smith in den 1770er Jahren sprach, den Eindruck hat, sie sei vielleicht die Hand Gottes, so hat man auch bei der „natürlichen Selektion“, von der Darwin in den 1850er Jahren sprach, den Eindruck, sie sei vielleicht die Hand Gottes. Denn wer ist es, der die Geschicke sowohl innerhalb der Biologie als auch innerhalb der Ökonomie lenkt? Wer „selektiert“? Wer „nachtwächtert“? (**|**). Bezüglich der Kosmogenese mag Gott oder mag die Natur es ja sein, aber bezüglich der Evolution wohl weniger und bezüglich der Geschichte gar nicht, denn die Evolution und die Geschichte sind wegen ihrer Eigenschaften bzw. Kriterien gegenüber der Kosmogenese, gegen die, weil sie u.a. durch Zerfall charkarisiert ist, Lebewesen ja ankämpfen (müssen!), relativ frei, obwohl auch richtunsgebunden, da sie ja von ihr getragen werden. (**|**|**). Für die Evolution und besonders für die Geschichte gilt im Rahmen ihrer Relativfreiheit, daß sie durch Aktoren - also durch Wesen, die über einen Willen, über ein Interesse verfügen - und deren Kompetenzen charakterisiert sind. Außerhalb des Rahmens dieser Relativfreiheit gelten allerdings wiederum die natürlichen Rahmenbedingungen, die die jeweilige Umwelt diktiert - und nur unter diesem Aspekt läßt sich sagen, daß die Natur selektiert. **

Man sollte bezüglich der Evolution der Höheren Lebewesen nicht immer nur von Anpassung sprechen (wie bei der Evolution der Niederen Lebewesen), sondern auch und besonders von dem Gegenteil der Anpassung: der Distanzierung (**|**). Bei Höheren Lebewesen z.B. kommt sie häufig vor, beim Menschen sogar in besonders hohem Maße (**|**). Ebenfalls sollte man bezüglich der Evolution der Höheren Lebewesen nicht so sehr von Selektion sprechen (wie bei der Evolution der Niederen Lebewesen) und sie schon gar nicht, wie es bei Darwin und seinen Anhängern der Fall war und ist, als Prinzip regelrecht vergöttlichen, denn das ist zumindest teilweise falsch. **

Der Weg zur „absoluten Freiheit“?
Ist wirklich nur die Energie ewig?

Erkenntnistheoretisch ist es vorteilhaft, wenn wir die Kosmogenese, die Evolution und die Geschichte so unterteilen, wie ich es getan habe (**|**), denn wie uns auch z.B. die Physik zeigt, lassen sich ja verschiedene Unterbereiche in einen übergeordneten Bereich integrieren, wenn auch mit Problemen für den übergeordneten Bereich, aber immerhin doch so, daß Erkenntnisgewinne, die in den Unterbereichen gemacht werden, zu einem nicht geringen Anteil auch dem übergeordneten Bereich zugute kommen. Ähnlich wie in der Physik sollte man auch in den anderen Wissenschaftsbereichen vorgehen und also auch bei den diachronen wie der Kosmogonie, der Evolution und der Geschichte darauf achten, daß da, wo Widersprüche auftreten, nicht sofort eine Theorie gestrichen, sondern zunächst versucht werden muß, sie nach mehrmaligen Überprüfungen zu integrieren, und nur dann, wenn sie mehrmaligen Überprüfungen nicht standhält, ebenso konsequent gestrichen werden muß. Beispielsweise ist nicht zu leugnen, daß die Unterschiede zwischen den Lebewesen derart groß werden können, daß Darwins Selktionsprinzipien bei den Lebewesen „XXX“ zwar weiterhin gelten, aber bei den Lebewesen „YYY“ nur noch bedingt, bedingt nämlich dadurch, daß es letztere Lebewesen geschafft haben, mittels bestimmter Kompetenzen der Evolution eine bedingte „Freiheit“ - eine Relativfreiheit (**|**|**|**) - abzutrotzen, was dennoch nicht bedeutet, daß sie von ihr ganz unabhängig sein können, sondern ähnliches bedeutet wie das, was die Evolution gegenüber der Kosmogenese tut, indem sie die Lebewesen gegen den Zerfall, gegen die Entropie (**|**|**|**) ankämpfen läßt. Ebenfalls nicht zu leugnen ist, daß die Unterschiede zwischen Geschichtslebewesen derart groß werden können, daß Gruppe A zwar weiterhin ohne Schrift (**|**|**) und Historiographie (**|**|**) bleibt, aber Gruppe B nicht, denn sie hat mit dem dritten Speicherträger von Information (**) - der Schrift - eine zusätzliche Kompetenz und in der Folge mit der Historiographie noch eine weitere zusätzliche Kompetenz entwickelt und damit der Evolution gegenüber eine weitere bedingte „Freiheit“ (Relativfreiheit) erkämpft, was aber immer noch nicht so etwas wie ein Austricksen der Evolution bedeutet. Trotz dieser Unterschiede bleiben auch die Geschichtslebewesen - wie alle Lebewesen - Teil des Kosmos. Man darf nicht vergessen: Geschichtslebewesen „halten“ nicht lange, andere Lebewesen schon etwas länger; beide sind lediglich „Blasen“ in einem Universum, das vielleicht ebenfalls eine „Blase“ ist, wenn auch eine in unvorstellbar großem Ausmaß und mit ebenso unvorstellbar längerem Haltbarkeitsdatum (**|**|**|**|**|**|**).

Der Hauptgrund dafür, daß Merschs Theorie richtig ist, liegt darin, daß sie wirklich Evolution ohne Ausnahmeregeln beschreiben kann, was Darwins Theorie von ihrem Anfang an nicht konnte (sie wurde von ihrem Anfang an von vielen auch dahingehend kritisiert) und immer noch nicht kann, denn das demographisch-ökonomische Paradoxon falsifiziert Darwins Selektionsprinzipien insofern, als eben die folgende Darwinsche Aussage falsch ist: *Die meisten Nachkommen haben immer nur die Fittesten: die Selektierten. Darwins Fehler war, daß er Malthusianer war, obwohl schon einige Jahre vor dem Erscheinen von Malthus’ „Bevölkerungsgesetz“ (1798) bekannt war, daß z.B. die Adeligen als die Herrschenden (Fittesten) immer weniger und die Nichtadeligen als die Nichtherrschenden (Nichtfittesten) immer mehr Nachkommen hatten. Daß dies damals schon bekannt war, war auch der Grund dafür, daß Malthus eine damals schon falsche Bevölkerungstheorie zur Welt brachte. Malthus’ Bevölkerungstheorie ist eine aristokratiefreundliche und demokratiefeindliche, also volksfeindliche und deshalb im Grunde auch bevölkerungsfeindliche, jedenfalls massenfeindliche Theorie.

Merschs Evolutionstheorie ist insofern nicht neu, als z.B. Schopenhauer und Nietzsche bereits ähnliche, wenn auch nicht genau gleiche Evolutionstheorien im Rahmen der Lebensphilosophie (**) veröffentlicht haben. **

 

Warum Lulu zu danken ist Anmerkungen:


Man vergleiche dazu Nietzsches Aussagen, die er mit „Anti-Darwin“ (**|**|**) betitelte: „Anti-Darwin. – Was den berühmten »Kampf ums Leben« betrifft, so scheint er mir einstweilen mehr behauptet als bewiesen. Er kommt vor, aber als Ausnahme; der Gesamt-Aspekt des Lebens ist nicht die Notlage, die Hungerlage, vielmehr der Reichtum, die Üppigkeit, selbst die absurde Verschwendung – wo gekämpft wird, kämpft man um Macht .... Man soll nicht Malthus mit der Natur verwechseln. – Gesetzt aber, es gibt diesen Kampf – und in der Tat, er kommt vor –, so läuft er leider umgekehrt aus, als die Schule Darwins wünscht, als man vielleicht mit ihr wünschen dürfte: nämlich zu Ungunsten der Starken, der Bevorrechtigten, der glücklichen Ausnahmen. Die Gattungen wachsen nicht in der Vollkommenheit: die Schwachen werden immer wieder über die Starken Herr – das macht, sie sind die große Zahl, sie sind auch klüger .... Darwin hat den Geist vergessen (– das ist englisch!), die Schwachen haben mehr Geist .... Man muß Geist nötig haben, um Geist zu bekommen – man verliert ihn, wenn man ihn nicht mehr nötig hat. Wer die Stärke hat, entschlägt sich des Geistes (– »laß fahren dahin!« denkt man heute in Deutschland »– das Reich muß uns doch bleiben« ...). Ich verstehe unter Geist, wie man sieht, die Vorsicht, die Geduld, die List, die Verstellung, die große Selbstbeherrschung und alles, was mimicry ist (zu letzterem gehört ein großer Teil der sogenannten Tugend).“ (Friedrich W. Nietzsche, Götzen-Dämmerung, 1889, in: Werke III, S. 444-445 bzw. 998-999 **). „Anti-Darwin. – .... Man rechnet auf den Kampf um die Existenz, den Tod der schwächlichen Wesen und das Überleben der Robustesten und Bestbegabten; folglich imaginiert man ein beständiges Wachstum der Vollkommenheit für die Wesen. Wir haben uns umgekehrt versichert, daß, in dem Kampf um das Leben, der Zufall den Schwachen so gut dient, wie den Starken; daß die List die Kraft oft mit Vorteil suppliert; daß die Fruchtbarkeit der Gattungen in einem merkwürdigen Rapport zu den Chancen der Zerstörung steht.“ (Ders., Der Wille zur Macht, S. 459 **). „Anti-Darwin. – Was mich beim Überblick über die großen Schicksale des Menschen am meisten überrascht, ist, immer das Gegenteil vor Augen zu sehn von dem, was heute Darwin mit seiner Schule sieht oder sehen will: die Selektion zugunsten der Stärkeren, Besser-Weg-gekommenen, den Fortschritt der Gattung. Gerade das Gegenteil greift sich mit Händen: das Durchstreichen der Glücksfälle, die Unnützlichkeit der höher geratenen Typen, das unvermeidliche Herr-werden der mittleren, selbst der unter-mittleren Typen. Gesetzt, daß man uns nicht den Grund aufzeigt, warum der Mensch die Ausnahme unter den Kreaturen ist, neige ich zum Vorurteil, daß die Schule Darwins sich überall getäuscht hat. Jener Wille zur Macht, in dem ich den letzten Grund und Charakter aller Veränderung wiedererkenne, gibt uns das Mittel an die Hand, warum gerade die Selektion zugunsten der Ausnahmen und Glücksfälle nicht statthat: die Stärksten und Glücklichsten sind schwach, wenn sie organisierte Herdeninstinkte, wenn sie die Furchtsamkeit der Schwachen, die Überzahl gegen sich haben. Mein Gesamtaspekt der Welt der Werte zeigt, daß in den obersten Werten, die über der Menschheit heute aufgehängt sind, nicht die Glücksfälle, die Selektions-Typen, die Oberhand haben: vielmehr die Typen der décadence, – vielleicht gibt es nichts Interessanteres in der Welt, als dieses unerwünschte Schauspiel .... So seltsam es klingt: man hat die Starken immer zu beweisen gegen die Schwachen; die Glücklichen gegen die Mißglückten; die Gesunden gegen die Verkommenden und Erblich-Belasteten. Will man die Realität zur Moral formulieren, so lautet diese Moral: die Mittleren sind mehr wert als die Ausnahmen; die décadence-Gebilde mehr als die Mittleren; der Wille zum Nichts hat die Oberhand über den Willen zum Leben – und das Gesamtziel ist, nun, christlich, buddhistisch, schopenhauerisch ausgedrückt: »besser nicht sein, als sein.« Gegen die Formulierung der Realität zur Moral empöre ich mich: deshalb perhorresziere ich das Christentum mit einem tödlichen Haß, weil es die sublimen Worte und Gebärden schuf, um einer schauderhaften Wirklichkeit den Mantel des Rechts, der Tugend, der Göttlichkeit zu geben .... Ich sehe alle Philosophen, ich sehe die Wissenschaft auf den Knien vor der Realität vom umgekehrten Kampf ums Dasein, als ihn die Schule Darwins lehrt, – nämlich ich sehe überall die obenauf, die übrigbleibend, die das Leben, den Wert des Lebens kompromittieren. – Der Irrtum der Schule Darwins wurde mir zum Problem: wie kann man blind sein, um gerade hier falsch zu sehen? Daß die Gattungen einen Fortschritt darstellen, ist die unvernünftigste Behauptung von der Welt: einstweilen stellen sie ein Niveau dar. Daß die höheren Organismen aus den niederen sich entwickelt hätten, ist durch keinen Fall bisher bezeugt. Ich sehe, daß die niederen durch die Menge, durch die Klugheit, durch die List im Übergewicht sind, – ich sehe nicht, wie eine zufällige Veränderung einen Vorteil abgibt, zum mindesten nicht für eine so lange Zeit: diese wäre wieder ein neues Motiv, zu er klären, warum eine zufällige Veränderung derartig stark geworden ist. In summa: das Wachstum der Macht einer Gattung ist durch die Präponderanz ihrer Glückskinder, ihrer Starken vielleicht weniger garantiert, als durch die Präponderanz der mittleren und niederen Typen .... In letzteren ist die große Fruchtbarkeit, die Dauer; mit ersteren wächst die Gefahr, die rasche Verwüstung, die schnelle Zahl-Verminderung.“ (Ebd., S. 462-464 **).

Mersch „redet ... nicht von Selektionen, sondern er verlangt für Evolution lediglich, daß alle Individuen ihre Eigeninteressen (Selbsterhalt, Reproduktion) ihrer Fitneß entsprechend frei entfalten können und z.B. nicht mit zunehmender Fitneß daran systematisch bzw. überproportional gehindert werden. Natürlich kann es bei der Entfaltung von Eigeninteressen zu Konflikten kommen (z.B. beim Zugriff auf lebensnotwendige Ressourcen oder Fortpflanzungspartnern). Diese werden gemäß Mersch durch die dominante oder Gefallen-wollen-Kommunikation aufgelöst und damit einer Selektion zugeführt. In modernen menschlichen Gesellschaften ist für ihn fast ausschließlich die Gefallen-wollen-Kommunikation zulässig, bei den See-Elefanten geht dagegen praktisch alles dominant zu. Selektion ist gemäß Mersch somit kein Selektionsprinzip, sondern sie ergibt sich ganz zwanglos aus tieferliegenden Prinzipien. Seine Theorie führt bei Übertragung auf menschliche Gesellschaften im Gegensatz zum Darwinismus nicht zum Sozialdarwinismus. Seine Theorie ist meines Erachtens ein bedeutender intellektueller Durchbruch für das generelle Verständnis von Evolution.“ (Jackle, 14.06.2009, 14:32 **). „Mersch weist darauf hin, daß die bekannteste Alternative (bzw. Ergänzung) zur sexuellen Selektion nicht die natürliche Selektion ist, sondern die Haremsbildung (wie etwa bei den See-Elefanten). .... Bei der sexuellen Selektion gemäß Darwin sowie bei der Haremsbildung findet eine Selektion im männlichen Geschlecht statt: Einige Männchen bekommen viele Weibchen, andere ggf. gar keine. Mersch weist nun darauf hin, daß der eigentliche Unterschied ein kommunikativer ist: Einmal erlangen die Männchen die Weibchen dominant (Harem), ein anderes Mal durch Gefallen-wollen. Bei der Erlangung von Nahrungsressourcen geht es dabei in der Natur i.d.R. dominant zu. Erst auf menschlichen Märkten sieht das etwas anders aus. Warum hat Darwin nicht auch noch die Haremsbildung gleichwertig neben die sexuelle und natürliche Selektion gestellt? Antwort: Weil er die Zusammenhänge noch nicht richtig verstanden hatte. Die erschließen sich erst mit einem systemtheoretischen Hintergrund. Ich kann mich deshalb nur wiederholen: Mersch argumentiert viel präziser, als dies aktuell im Rahmen von Evolutionstheorien der Fall ist.“ (Ebd., 14:51 **). „Im übrigen genügt die Mersch’sche Theorie weit höheren wissenschaftlichen Ansprüchen, als die Darwinsche Theorie selbst (die ist nämlich hoffnungslos veraltet [nein, denn die war schon von Anfang an in Teilen falsch, was u.a. Nietzsche schon wußte [**], und die Nietzschesche Evolutionstheorie ist der Darwinschen Evolutionstheorie überlegen [**]; HB) und als die Memetik sowieso (das ist ein Hirngespinst).“ (Ebd., 19:45 **). „Ohne Eigeninteressen keine Evolution. Allerdings können diese eben auch manch häßliche Konkurrenz bewirken. Ein in der heutigen Zeit lebender Darwin würde den Brief von Wallace ganz einfach in den Schredder stecken. .... Mersch wird Recht behalten. .... In zahlreichen wissenschaftlichen Büchern, aber auch im Wikipedia kann man nachlesen, daß es angeblich drei Formen von Selektionen gibt:
künstliche Selektion (Züchter),
natürliche Selektion,
sexuelle Selektion.
Hier wird ganz einfach eine Analogie von irgendetwas auf etwas anderes übertragen, und das soll dann angeblich wissenschaftlich sein. Mersch macht in seinem Buch deutlich, daß die Alternative zur sexuellen Selektion nicht die natürliche ist, sondern die Haremsbildung. Das Grundprinzip der sexuellen Selektion ist nicht die Selektion, sondern die Gefallen-wollen-Kommunikation, bei der Haremsbildung (und bei der natürlichen Selektion üblicherweise auch) aber die dominante Kommunikation. Das sind Erkenntnisse, die aus seiner systemischen Herangehensweise resultieren. Seine viel wissenschaftlichere Vorgehensweise liefert dann plötzlich Ergebnisse, die bislang überhaupt nicht erzielbar waren, wie die Erklärungen der nichtbiologischen Evolutionen, des Central Theoretical Problems of Human Sociobiology, für den Sozialdarwinismus und der Vorteilhaftigkeit der Getrenntgeschlechtlichkeit. Die Evolutionsbiologen haben sich statt dessen mit ihrem Selektionsgedanken (der zum Sozialdarwinismus führte) den Weg verbaut. Selektion ist kein Evolutionsprinzip, sondern ein Ergebnis. Auf das wurde von anderen (z.B. von Christian Vogel im Rahmen seiner Sozialdarwinismusauseinandersetzung) bereits aufmerksam gemacht. Mersch reduziert die Selektion wieder auf das, was sie ist: Ein Ergebnis, was aus anderen Evolutionsprinzipien folgt. Mal ist es dann die natürliche Selektion, im anderen Umfeld die sexuelle, und eine Herstellerselektion auf Märkten kann auch vorkommen. Sein Modell wird sich durchsetzen. Allerdings nicht in absehbarer Zeit. Dazu muß erst der Typ „Wissenschaftler“ verschwinden, der die ganze Zeit nur reden, aber keine Probleme lösen will.“ (Ebd., 15.06.2009, 14:27
**). „Selektion ist kein Grundprinzip des Lebens. Für Mersch besitzen Lebewesen Selbsterhaltungs- und Reproduktionsinteressen. Mit anderen Worten: Sie sind bestrebt, am Leben zu bleiben und zu überleben. Wie absurd der Selektionsgedanke ist, sieht man dann an der Memetik. Dort wurde die Selektion als evolutionäres Prinzip gar auf Populationen aus Melodien übertragen.“ (Ebd., 18:10 **). „Für Populationen, in denen sich alle Individuen möglichst oft fortpflanzen wollen (unabhängig von ihrer Fitneß) folgt sie aus der Systemischen Evolutionstheorie. In diesem Sinne ist sie für mich »richtig«, wobei für mich richtig immer nur das ist, was aktuell noch nicht falsifiziert ist. Sie sagt das Central Theoretical Problem voraus. Sie sagt auch den IQ-Verlust in den Industrienationen voraus.“ (Ebd., 16.06.2009, 03:17 **).
Price-Gleichung:
Price-Gleichung
„Ich möchte noch ein paar Ergänzungen zur Price-Gleichung machen, weil sich daran sehr gut die Auffassungsunterschiede zwischen der üblichen Evolutionsbiologie und Mersch deutlich machen lassen. In der Pricegleichung wird ein Fitneß-Begriff verwendet, der mit relativem Fortpflanzungserfolg gleichgesetzt werden kann. Obwohl sehr viele Autoren (teilweise Nobelpreisträger) darauf hingewiesen haben, daß auf diese Weise aus der natürlichen Selektion eine Tautologie würde, verwendet die Evolutionsbiologie in der Regel genau diesen Fitneßbegriff, siehe z.B. Kutschera (»Evolutionsbiologie«) oder Wikipedia (»Fitneß«). Auf der Wikipedia-Seite zur Price-Gleichung wird das bei Formel (4) genau so getan. All dies ist gemäß Mersch problematisch, ich komme noch dazu. Nehmen wir einmal an, der IQ beim Menschen wäre vollständig genetisch bedingt und es würde weiterhin das Central Theoretical Problem of Human Sociobiology gelten, d.h. es bestünde eine negative Korrelation zwischen Fortpflanzungserfolg und IQ. Nehmen wir ferner an, der mittlere IQ innerhalb der jeweiligen Gruppen würde sich von Generation zu Generation nicht verändern (da das Merkmal erblich ist). Letzteres würde dazu führen, daß der hintere Teil der Price-Gleichung = 0 wäre, er könnte also entfallen.
Verkürzte Price-Gleichung:
Price-Gleichung
Das wird auf der Wikipedia-Seite gleich zu Beginn angemerkt: „Der letzte Term (der Erwartungswert) ist nur dann ungleich null, wenn sich der Wert der Eigenschaft beim Übergang von einer Generation zur nächsten ändern kann.“ Wir hätten es also in diesem Fall mit der vereinfachten Price-Gleichung zu tun (siehe Abbildung). In unserem Fall wäre die Kovarianz negativ. Das ist genau das, was letztlich das Central Theoretical Problem of Human Sociobiology besagt. Dies würde dann aber auch die linke Seite der Price-Gleichung negativ machen. Mit anderen Worten: Die Differenz zwischen dem mittleren IQ der Folgegeneration und der aktuellen Generation wäre negativ. Oder anders gesagt: Der mittlere IQ der Bevölkerung würde von Generation zu Generation sinken. Die Bevölkerung würde sozusagen immer dümmer. Das ist das, was zur Zeit in den Industrienationen, wo das Central Theoretical Problem of Human Sociobiology gilt, auch zu beobachten ist. Gemäß Mersch fängt das ganze Problem mit dem problematischen Fitneß-Begriff der Evolutionsbiologie an, der keinen Bezug mehr zur Umwelt nimmt, und sich nur noch auf den Fortpflanzungserfolg bezieht. Er faßt Fitneß statt dessen als die Fähigkeit auf, aus dem Lebensraum Ressourcen zu erlangen (was die Abwehr von Freßfeinden, Mikroben etc. mit einschließt). Das Problem dabei ist, daß diese Fähigkeit meist gar nicht meßbar ist, sondern nur indirekt über den Fortpflanzungserfolg. Für letzteres haben sich die Evolutionsbiologen entschieden, sie mußten dann dafür aber davon ausgehen, daß alle Individuen ein relativ einheitliches Reproduktionsinteresse besitzen. Genau das kann bei asexueller Fortpflanzung und bei fehlender Bildung von sozialen Gemeinschaften grundsätzlich angenommen werden. Für Laborexperimente ist ein solcher Fitneßbegriff folglich geradezu ideal. Problematisch wird es immer dann, wenn das individuelle Reproduktionsinteresse einen entscheidenden Einfluß auf den Fortpflanzungserfolg (die Fitneß der Evolutionsbiologen) nehmen kann. Dann können im Extremfall solche Effekte entstehen, wie sie in modernen menschlichen Gesellschaften zu beobachten sind. Denn wenn etwa der IQ mit der Fähigkeit korreliert, Ressourcen zu beschaffen (= Geld zu verdienen), dann würde mit dem langfristigen Sinken des IQs auch die Fähigkeit sinken, Ressourcen zu beschaffen. Die Gesellschaft würde im Grunde immer ärmer. Sie würde an Anpassung (Fitneß) im klassischen (und Merschschen) Sinne verlieren. Auch dazu gibt es eine bekannte Untersuchung: IQ and the Wealth of Nations. In der Natur ist das Fitneß-Problem weit bekannt. Männchen könnten den Weibchen etwas vorgaukeln. Sie könnten es sich bequem machen und sich rein auf die Fortpflanzung spezialisieren. Auch für Menschen wäre so etwas denkbar: »Warum sollte ich beruflichen Erfolg anstreben? Wenn ich meine Gene möglichst breit streuen möchte, kommt es nur darauf an, mit möglichst vielen Frauen im Bett zu landen.« Bedauerlicherweise haben sich die Weibchen nicht lange täuschen lassen. In Arten mit sexueller Selektion richten sie sich an sogenannte fälschungssicheren Fitneß-Indikatoren aus, die Aufschlußüber die wirkliche Fitneß (Erlangung von Ressourcen) des jeweiligen Männchens geben. Die bekannten Theorien ... dazu sind mittlerweile allseits akzeptiert. Viele Evolutionsbiologen nehmen heute bzgl. der Richtung der Evolution einen bewußt neutralen Standpunkt ein. Sie würden bei den obigen Anpassungsverlusten lediglich sagen: »Nun, dann führt das eben zu verringerter Anpassung und die Art stirbt ggf. aus. Das ist in der Natur immer wieder vorgekommen. Die Natur reguliert das von selbst. Es können nur die Arten überleben, die sich langfristig anpassen können. Wenn man darin eingreifen wollte, dann machte man sich des Naturalistic Fallacy, des Humeschen Gesetzes, des Sozialdarwinismus und ggf. noch viel Schlimmerem schuldig.« Wenn sich also in menschlichen Gesellschaften ein Central Theoretical Problem of Human Sociobiology einstellt, dann könnte man sich demgemäß ruhig zurücklehnen und sagen: »Ist egal. Auf Dauer reguliert sich das von selbst.« Nur leider hätten die Folgegenerationen dann dieses Selbstregulieren auszuhalten. (Vgl. auch daher: Generationengerechtigkeit als Hauptinteresse und ethische Forderung; HB). Mit einer solchen Haltung könnte man sich auch bei allem anderen entspannt zurücklehnen: »Artensterben, Abholzen der Regenwälder, Plünderung der fossilen Rohstoffquellen, Klimawandel, Meeresanstieg, Umweltverschmutung, Atomunfälle, Staatsverschuldung? Alles kein Problem. Die Natur hat sich selbst nach schwersten Meteoriteneinschlägen oder Vulkanausbrüchen immer wieder regenerieren können. Nach uns die Sintflut!« Das ist zwar eigentlich wieder eine politische Aussage. Doch ich finde schon, daß wir es den nächsten Generationen schuldig sind, auf offenkundige Fehlentwicklungen, die sie massiv benachteiligen könnten (Stichwort: Generationengerechtigkeit), zu reagieren. (**). Und das obige IQ-Beispiel zur Price-Gleichung zeigt klipp und klar: Aktuell geht es in Richtung geringerer Anpassung. Und verantwortlich dafür sind soziale Verhältnisse, die für eine ungünstige Beeinflussung des individuellen Reproduktionsinteresses sorgen. Dieses korreliert nämlich in unserer Gesellschaft negativ mit der Fitneß. Meines Erachtens ist die Merschsche Argumentation in der Hinsicht zwingend. Er hat eine Variable entdeckt, die m.E. viel entscheidender ist als das, was z.B. bei der Verwandtenselektion diskutiert wird. Auch kann man damit m.E. viel plausibler die Staatenbildung z.B. bei Insekten erklären. Die Evolutionstheorie muß m.E. zwingend überarbeitet werden. Sie geht von einem zu einfachen Modell aus, was vielleicht für Pflanzen zutreffend sein mag, für viele tierische soziale Gemeinschaften und insbesondere den Menschen aber sicherlich nicht unbedingt.“ (Ebd., 20.06.2009, 12:41 **). „Eigentlich sollen die Evolutionsprinzipien beschreiben, wie es biologischen Arten gelingt, sich an verändernde Lebensbedingungen, die möglicherweise durch sie selbst beeinflusst werden, fortlaufend anzupassen. Wie schafft es also die Natur, sich hier quasi selbst zu optimieren? Gemäß Darwin dadurch, daß diejenigen, die besser angepaßt (fitter) waren, durchschnittlich etwas mehr Nachkommen hinterließen, als die weniger Fitten. Diese Anpassung kommt aber in Deiner Definition gar nicht mehr vor. Die Population könnte sich gemäß diesem Fitneßbegriff auch von einer Anpassung an den Lebensraum entfernen. Mersch hat in seinem Buch mehrere wunderschöne Simulationsbeispiele (mit Kugeln und anderen Objekten), die das eindrucksvoll demonstrieren. Was Du machst, ist der Umkehrschluß: Die Fitteren sind die, die mehr Nachkommen hinterlassen. (**). In unserer Gesellschaft hieße das: Sozialhilfeempfänger sind besonders fit (oder: »die Schwachen werden immer wieder über die Starken Herr«, wie Nietzsche meinte [**|**], und die Nietzschesche Evolutionstheorie ist der Darwinschen Evolutionstheorie überlegen [**]; HB). Das Problem der beiden Gleichungen ist, daß sie implizit von einem einheitlichen Reproduktionsinteresse für alle Individuen ausgehen (ohne daß sie das explizit erwähnen, es wird einfach implizit angenommen). Insoweit decken die beiden Gleichungen gemäß Mersch lediglich Spezialfälle von Evolution ab. Diesen Gleichungen fehlt eindeutig die zusätzliche Variable Reproduktionsinteresse. Deshalb sind sie für allgemeine Evolutionsprozesse nicht gültig, für menschliche Gesellschaften sowieso nicht.“ (Ebd., 20.06.2009, 20:08 **). „Und diese Price-Gleichung macht nun leider die Voraussage, daß unter der Voraussetzung einer wesentlichen Erblichkeit des IQs (man nennt heute dabei meist Werte um die 75%) und dem Vorhandensein des Central Theoretical Problems of Human Sociobiology der mittlere IQ einer Bevölkerung von Generation zu Generation sinken wird, was aktuell in praktisch allen Industrienationen beobachtbar ist. Das wäre vernachlässigbar, wenn nicht IQ auch noch maßgeblich mit Bildung und sozialem Erfolg korrelieren würde. Man hat hier also eine klare Prognose, die unmittelbar aus der Evolutionstheorie folgt.“ (Ebd., 20.06.2009, 20:46 **). „Für Mersch muß zwischen den Variablen überhaupt keine Korrelation bestehen (das dürfte vielfach sogar der Normalfall sein). Damit etwas evolvieren kann, »fordert« er eine nichtnegative Korrelation zwischen Fitneßund Reproduktionsinteresse. Es darf somit eine positive Korrelation oder gar keine Korrelation bestehen, damit Evolution weiterhin möglich ist.“ (Ebd., 23.06.2009, 19:20 **). „Das Prinzip der natürlichen Selektion besagt in seiner ursprünglichen Variante: Die besser angepaßten (fitteren) Individuen hinterlassen durchschnittlich mehr Nachkommen als die weniger angepaßten. Dazu kann man auch sagen: Fortpflanzungserfolg korreliert mit Fitneß. Da Fitneß schwer meßbar ist, haben die Evolutionsbiologen irgendwann gesagt: Da sich alle Individuen möglichst oft fortpflanzen wollen (wegen ihren egoistischen Genen bzw. auch der Malthus-Annahme Darwins), können wir ja auch die Fitneß direkt mit dem Fortpflanzungserfolg gleichsetzen. Seitdem heißt es bei denen immer: Fitneß = Fortpflanzungserfolg. Diese Gleichung ist auch direkt in die Price-Gleichung eingegangen, macht sie also nur bedingt anwendbar. Mersch besteht nun auf eine Trennung von Adaption und Fortpflanzungsinteresse. Er behauptet, sehr gut angepaße Individuen könnten ein sehr niedriges Fortpflanzungsinteresse besitzen. Dann wäre ihr Fortpflanzungserfolg gering, obwohl ihre Fitneß groß ist. Damit am Ende doch wieder die natürliche Selektion rauskommt, war eine seiner Folgerungen: Evolution (durch natürliche Selektion) kann nur stattfinden, wenn zwischen Fitneß (Adaption) und Fortpflanzungsinteresse keine negative Korrelation besteht. Im Grunde ist das eine reine mathematische Transaktion, die er hier vorgenommen hat. Beim Fortpflanzungsinteresse behauptet er: Das kann sehr stark sozial beeinflußt sein (wie dies selbst bei der Verwandtenselektion der Fall ist).“ (Ebd., 23.06.2009, 21:38 **). „Mersch ist Systemtheoretiker, und entsprechend abstrakt argumentiert er. Im übrigen geht er ... sehr wohl davon aus, daß das egoistische (viele Nachkommen) und altruistische Vehalten (wenige Nachkommen) vererbt wird. Es setzen sich dann immer mehr die Egoisten durch, die kaum noch soziale Arbeit leisten.“ (Ebd., 14.11.2009, 23:48 **).

Jackle meint: „Den vermutlich stärksten Mathematikeinsatz betreiben heute die Wirtschaftswissenschaften. Wie realistisch sind denn deren Modelle? Scholes bekam sogar für das Black-Scholes-Modell den Nobelpreis, sein LTCM-Hedge-Fond, bei dem er im Direktorium saß, machte dann aber 4,5 Mrd. Dollar Verluste und brach 1998 zusammen, wodurch eine kleine Finanzkrise ausgelöst wurde. An den Börsen sind überall Super-Computer angeschlossen und berechnen ständig irgendwelche Risiken und Kaufoptionen. Hat es was genützt? Nein ....“ (Ebd., 15.06.2009, 22:43 **). Die Wirtschaftswissenschaft muß deshalb mit Mathematik so übermäßig viel operieren, weil sie an sich (an sich!) der am wenigsten exakte Wissenschaftsbereich (gemäß meinem Wissenschaftsmodell) ist und so den Gegensatz zur Mathematik bildet. Ausgleichen läßt sich das nämlich nur durch die Zuhilfenahme eben jenes am meisten exakten Wissenschaftsbereiches: der Mathematik. Da aber auch das immer wieder zu Pannen führt, macht sich die Wirtschafstwissenschaft so lächerlich wie im eben beschriebenen Fall Scholes. Es geht um Macht, um Kompetenzerhalt, und deshalb werden diese - teilweise gigantischen (!) - Fehler in Kauf genommen. **

Und besonders wegen dieser Generationengerechtigkeit sollte sich niemand irgendwie enthalten und z.B. sagen dürfen, das sei eben von Gott oder (noch schlimmer!) der Natur so vorgegeben. „Was würdest Du vorschlagen, in dem Falle zu tun? Was würdest Du vorschlagen, wenn eine andere naturwissenschaftliche Prognose zu dem Ergebnis kommt, in 100 Jahren würde bei unveränderter Lebensweise der Meeresspiegel um 6 Meter ansteigen? Ist das etwas, bei dem man nicht vom Sein auf das Sollen schließen kann? Mersch macht nur eine einzige Aussage: Die oben beschriebenen Effekte (Deevolutionen) können zustande kommen, wenn das Reproduktionsinteresse negativ mit der Fitneß korreliert. Er meint deshalb, Gesellschaften seien so zu organisieren, daß dies nicht passieren kann. Er hat sogar einen Vorschlag unterbreitet, wie man das bei uns sicherstellen könnte. Den kann man verwerfen und einen eigenen unterbreiten. Was man aber meines Erachtens nicht tun sollte, ist, zu behaupten, die aktuelle Entwicklung sei von Gott gegeben oder natürlich. Das ist sie nicht. Weiß Gott nicht.“ (Jackle, 20.06.2009, 20:46 **). „Wikipedia schreibt zum Humes-Gesetz sehr treffend: »In seinem Werk A Treatise of Human Nature setzt Hume sich in dieser ironischen Nebenbemerkung mit dem seiner Meinung nach von vielen Denkern seiner Zeit gemachten logischen Fehlschluß auseinander. Er fordert dazu auf, darauf zu achten, ob diese Denker eine Erklärung für ihre Schlüsse von Ist-Zuständen (Sein) auf ein Sollen angeben. Ob man eine solche Folgerung (wissenschaftlich) begründen kann, ist zu einer der zentralen Forschungsfragen ethischer Theorien geworden (Metaethik). Modern formuliert könnte man Humes Gesetz auch dadurch ausdrücken, daß es keine logische Regel für die Ableitung normativer Sätze aus empirischen Sätzen gibt.« Mit anderen Worten: Kann Mersch begründen, warum man aus evolutionstheoretischen Überlegungen heraus die aktuelle Organisation der gesellschaftlichen Reproduktion verändern sollte, dann ist das keine Sein-Sollen-Problematik. Das hat aber El Schwalmo wohl nicht verstanden, ich vermute: aus ideologischen Gründen.“ (Ebd., 21:43 **).

„Die Regierenden ... haben den Auftrag, auch die Interessen der kommenden Generationen zu vertreten, und z.B. darauf zu achten, daß wir deren Ressourcen nicht restlos verbrauchen und die Umwelt nicht zu sehr verschmutzen. Sollte so etwas dennoch festgestellt werden, folgt das »Sollen«. Dies wird übrigens auch beim IQ schon längst so gehandhabt. Das Elterngeld wurde aus exakt diesem Grund implementiert: Man wollte dafür sorgen, daß sich beruflich engagierte (gebildete/intelligente) Personen verstärkt für Kinder entscheiden. Das Elterngeld korrelierte aus diesem Grund mit dem Einkommen. Bedauerlicherweise hat es nicht funktioniert, wie viele vorher schon prognostizierten, da Familie und Beruf eben kaum miteinander vereinbar sind. Beruflich engagierte Menschen scheuen sich trotz Elterngeld das Wagnis Kind einzugehen. Sie entscheiden sich lieber für Auto und Urlaubsreise, weil sie damit flexibler sind. Es geht auch weniger um IQ, sondern um sozialen Erfolg, der auf sehr unterschiedliche Weise zustande kommen kann, sich aber letztlich fast immer in Geld ausdrückt und stark mit IQ und Bildung korreliert. .... Es ist doch ganz einfach: Wenn eine Gesellschaft sich bewußt dafür entscheidet, daß nun nach Möglichkeit auch alle Frauen arbeiten gehen sollen, dann entscheidet sie sich nicht für etwas von Gott Gegebenes, sondern für ein Reproduktionskonzept, was nicht notwendigerweise evolutionär stabil sein muß. Wenn sie sich dafür entscheidet, daß jede Familie im wesentlichen ihre Kinder selbst finanzieren soll, Sozialhilfeempfänger dagegen nicht, dann entscheidet sie sich für ein bestimmtes Reproduktionskonzept. Alles, was Mersch dazu sagt, ist: Alle diese Entscheidungen genügen irgendwelchen Interessen. Dabei ist möglich, daß sie sich einseitig an den Interessen der aktuellen Generation ausrichten und die der kommenden nicht ausreichend berücksichtigen. Mersch fordert, daß dies stärker geschehen sollte. Wir sollten gemäß ihm stärker berücksichtigen, welche reproduktiven und evolutionären Auswirkungen Entscheidungen haben können. Heute wird das praktisch nie gemacht. Es werden Maßnahmen immer nur daraufhin untersucht, welche unmittelbaren Auswirkungen sie haben, nicht aber auf lange Sicht. Das wäre die evolutionäre Sicht, die eine neue Qualität darstellt. Tun wir nichts, wird die kommende Generation unter Armut leiden. Das kann man schon jetzt klar prognostizieren, zumal ein Großteil der heutigen Kinder ja bereits in Armut aufwächst (was Du scheinbar für normal, ich für ein Verbrechen halte).“ (Jackle, 20.06.2009, 23:54 **). „Nehmen wir einmal an, die Wissenschaft entdeckte, daß das massenhafte Verwenden östrogenhaltiger Kontrazeptiva bei uns zu einem signifikanten Anstieg des Östrogengehalts im Grundwasser führen würde. Zuverlässige Prognosen kämen zu dem Schluß, daß in wenigen Jahren ein Großteil des Wildes unfruchtbar sein wird. Des weiteren wird mit einem drastischen Anstieg der Brustkrebsrate bei Frauen gerechnet, der in seinen Anfängen bereits deutlich meßbar sei. Soweit also die Empirie. »Sollte« man darauf reagieren? »Sollte« sich die Gesellschaft ggf. in ihrem Verhalten ändern, weil hier Wissenschaftler etwas behaupten, was aus ihren Theorien folgt? Bezogen auf das Thema hier: Sollte eine Gesellschaft, die Bildung für das höchste Gut hält und es jedem Bürger empfiehlt, eine möglichst umfassende und gute Bildung zu erlangen, Konsequenzen ziehen, wenn eine Theorie und begleitende empirische Daten (Beobachtungen) den Schluß nahelegen, daß von Generation zu Generation immer weniger Menschen »bildbar« sein werden und daß es diesen kommenden Generationen in der Folge auch ökonomisch deutlich schlechter gehen wird?“ (Ebd., 21.06.2009, 11:01 **).

„Mersch behauptet ..., daß der Fortpflanzungserfolg nicht nur über diese innere Fitneß bestimmt wird, sondern ggf. über eine soziale Komponente, die er im Begriff Reproduktionsinteresse zusammenfaßt und die möglicherweise nicht über die Gene weitergegeben wird. Das ist ein viel allgemeinerer Ansatz als etwa die Verwandtenselektion, weil er auch eine nichtgenetische Aufteilung der Reproduktionsarbeit unterstützt. Seine grundsätzliche Aussage ist (um sie mal etwas anders zu formulieren): Soziale Gemeinschaften sind im Grunde solange evolutionsfähig, solange die Fitneß nichtnegativ mit dem Reproduktionsinteresse korreliert. Konkret heißt das: Eine biologische Art, die zunächst ihre Alpha-Tiere ausfechtet, diese dann aber auf die Jagd schickt (da sie dazu am besten geeignet sind), während die Omega-Tiere die Fortpflanzung erledigen, ist langfristig nicht stabil, macht sie es dagegen genau umgekehrt (wie einige Hundearten), dann kann sie weiter evolvieren. Wir Menschen machen es (in modernen Zeiten! HB) so, wie im ersten Fall. Eine indirekte Konseqenz daraus ist (und da beginnt dann die Politik): Man kann die gesellschaftliche Reproduktion nicht nach Belieben organisieren. .... Und deshalb bin ich mir ziemlich sicher, wird es unsere Gesellschaft in 50 Jahren nicht mehr geben. Es ist dann jedenfalls keine Demokratie mehr. Denn eine Demokratie kann man nur mit Demokraten führen.“ (Jackle, 21.06.2009, 16:53 **).


 

Hubert Brune, 2008 ff. (zuletzt aktualisiert: 2013).

 
 

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