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Jahr  S. E. 
 2001 *  1
 2002 *  1
 2003 *  1
 2004 *  3
 2005 *  2
 2006 *  2
2007 2
2008 2
2009 0  
2010 56
2011 80
2012 150
2013 80
2014 230
2015 239
2016 141
2017 150
 
S.
1
2
3
6
8
10
12
14
14
70
150
300
380
610
849
990
1140
 
P. Z.
 
100%
50%
100%
33,33%
25%
20%
16,67%
 
400%
114,29%
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26,67%
60,53%
39,18%
16,61%
15,15%
 
S.E. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
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0,0049
0,0050
0,0044
0,0198
0,0384
0,0702
0,0819
0,1219
0,1581
0,1726
0,1869
 
K.  
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1
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3
2
2
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4
0  
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97
246
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1614
1580
1949
1101
 
S.
1
2
3
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16
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271
517
686
2300
3880
5829
6930
 
P. Z.
 
100%
50%
100%
33,33%
25%
20%
33,33%
 
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55,75%
90,77%
32,69%
235,28%
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18,89%
 
  K.  
S. E.
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1
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0
2,82
1,21
1,64
2,11
7,02
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13,82
7,34
 
  K.  
T.
0,0039
0,0027
0,0027
0,0082
0,0055
0,0055
0,0055
0,0109
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0,4328
0,2658
0,6721
0,4630
4,4219
4,3288
5,3251
3,0164
 
 K. (S.) 
S.E. (S.)
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1
1
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1,143
1,143
2,486
1,807
1,723
1,805
3,770
4,570
5,888
6,079
 
K. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
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0,0049
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0,0050
0,0491
0,0693
0,1210
0,1479
0,4596
0,7227
1,0116
1,1361
* Von 2001 bis 2006 nur Gästebuch, erst ab 2007 auch Webforen und Weblogs.

NACH OBEN 291) Brückenberser, 01.01.2013 (20:27) ** (518)

518

Frohes neues Jahr!

@ Markus Gaertner:

„Die eigentlich wichtigen Entwicklungen sind die Tatsache, daß die Notenbanken nun stärker an die Kandarre der (fiskalisch ausgereizten) Politik genommen werden, um die ultra-lockere Geldpolitik noch auszuweiten ... – und die Beschleunigung des allgemeinen Abwertungs-Wettlaufs.“ (Markus Gaertner, Krieg der Notenbanken ? – 2013 droht eine globale Währungsschlacht, in: Gaertners Blog, 30.12.2012 **).

Die „Staaten“ werden an die Kandarre der Notenbanken genommen - und nicht umgekehrt! Das ist ja wohl hoffentlich klar! Notenbanken sind Zentralbanken! Das ist ja wohl hoffentlich klar! Und die Zentralbank der USA ist seit dem 23.12.1913 eine private Zentralbank (**|**)! Das ist ja wohl hoffentlich klar!

Staaten gibt es im ursprünglichen, nämlich souveränen Sinne gar nicht mehr. Ja selbst für „Politik“ müßte allmählich ein anderes, zutreffenderes Wort gefunden werden, weil sie „gekauft“ ist. Man sollte schon bald entweder das Wort tilgen und nur noch von „Herrschaft“ sprechen, denn etwas anderes als Herrschaftsausübung ist die „Politik“ ja mittlerweile nicht mehr, oder man läßt das Wort zwar bestehen, konnektiert es aber mit einem anderen, um die Wortkomposition „Privatpolitik“ durchzusetzen. Es muß endlich deutlich werdem, wer wie auf wessen Kosten Herrschaft ausübt! Das ist ja wohl hoffentlich klar!

 

NACH OBEN 292) Brückenquaker, 01.01.2013 (20:29) ** (519)

5190

Frohes neues Jahr!

Wir leben eben nicht mehr in den „Zeiten der »Märkte«“ (**), sondern in denen des finstersten Monopol(semi)sozialismus, der sich durch miese „Geschäfte“, Korruption und Lobbyismus seine Herrschaft nach und nach erkauft und den Markt dadurch nahezu besiegt hat.

Die von Ihnen angesprochene „Klopperei“ (**) ist also tatsächlich Krieg dieser (semi)sozialistischen Ausbeuter, und zwar von Anfang an.

 

NACH OBEN 293) Burgenclopper, 01.01.2013 (20:45) ** (520)

520

Frohes neues Jahr!

@ Joker

„»Klopperei« = Krieg, nicht Handel, wo die eine Seite nicht merkt, daß sie ausgenommen wird ....“ **

Die andere Seite aber unter bestimmten Umständen eben auch nicht, nämlich dann, wenn sie sich selbst so sehr belügt, daß sie ihre Gegner sehr erfolgreich ebenfalls belügen kann und sich geradezu einbildet, als „Engelwesen“ (vgl. „Gutmenschen“) die Welt - die „Eine Welt“ - zu beglücken. Wenn das so weitergeht, dann kloppen die sich auch bald wieder vor und in Burgen. Meine Vorfahren haben das auch getan!

Burgenclopper

 

NACH OBEN 294) Hubert Brune, 18.01.2013 (21:51:16) ** (521)

521

Kommentar zu einer Rezension des Buches „Systemische Evolutionstheorie“ von Peter Mersch. **

Evolution bedeutet laut Darwinscher Evolutionstheorie: (1) daß die Entwicklung, die selbst kein Ziel hat, eine vom Zufall, der eine Notwendigkeit enthält, abhängige Anpassung an die sich ebenfalls verändernde Umwelt ist (Stichwort: Selektion); (2) daß es viele unterschiedliche Lebewesen gibt (Stichwort: Variation); (3) daß es (eine Überproduktion von) Nachkommen und also Erben gibt (Stichwort: Vererbung). **

Ergänzt werden muß: (1) daß der Anpassung an die Umwelt durch die Distanzierung von ihr entgegengewirkt werden kann und auch wird (siehe z.B. die menschliche Technik oder die menschliche Politik, die auch soziale Selektion / negative Selektion, Dysgenik / negative Eugenik, Survival-of-the-Unfittest-Politik betreiben kann); (2) daß der Unterschiedlichkeit durch die Gleichmacherei entgegengewirkt werden kann und auch wird (siehe z.B. die menschliche Politik); (3) daß der Produktion von Nachkommen durch den extremen Egoismus namens „Individualismus“ entgegengewirkt werden kann und auch wird (siehe z.B. die menschlichen Vorgenhensweisen gegen das Leben nachkommender Menschen wie Abtreibung und andere Kindestötungen).

Die drei Regeln der Evolutionstheorie werden aber durch die drei ihnen genau entgegengesetzten Tendenzen nicht falsch, wohl aber auf ein kleineres Bedeutungsmaß eingeschränkt. Mit anderen Worten: Sie werden von den ihnen entgegengesetzten Ausnahmen also nicht falsifiziert, sondern ergänzt. Wo es Regeln gibt, da gibt es auch Ausnahmen von diesen Regeln. Wenn es zu Regeln keine Ausnahmen geben kann, dann handelt es sich nicht um Regeln, sondern um Gesetze (**). Die Evolutionstheorie stellt also keine Gesetze auf, sondern lediglich Regeln.

Gerade die biologische Evolutionstheorie wird aber mit diesen Regeln nicht ausreichend erklärt, zumal einige Wissenschaftler nicht glauben, daß die Natur (wer oder was ist das? Gott?)  selektiert. Die Gründe für die biologische Evolution sind: (A) der Wille zur Selbsterhaltung (das „Selbsterhaltungsinteresse“, so Mersch **) und (B) der Wille zur Reproduktion (das „Reproduktionsinteresse“, so Mersch **). Beide (A und B) sind Varianten des Willens zum Leben bzw. Überleben. (**). Entscheidend ist also der Lebenswille (Lebenstrieb).

Ergänzt werden muß auch hier: (A) der Wille zur Selbstzerstörung (das „Selbsterhaltungsdesinteresse“) und (B) der Wille zur Reproduktionsverweigerung (das „Reproduktionsdesinteresse“). Beide (A und B) sind Varianten des Willens zum Nichtleben (Tod) bzw. Ableben (Sterben). Entscheidend ist in diesem Fall also der Todeswille (Todestrieb).

Lebenswille (Lebenstrieb) und Todeswille (Todestrieb) sind die zwei Seiten dessen, was wir „Leben“ nennen. Das Leben hat einen Anfang und ein Ende, dessen Grenze der Tod bildet. Der Tod ist deshalb Bestandteil des Lebens, weil wir „wissen“, daß der Tod das Leben begrenzt. Im genetisch-biologischen Bereich gibt es die Individualität (**), weshalb es auch kein Wunder ist, daß ein Individuum mehr Lebenswillen als ein anderes Individuum haben kann, daß es weniger Todeswillen als ein anders haben kann. Im soziobiologischen bzw. biosoziologischen Bereich spielt die Individualität jedoch nur eine untergeordnete Rolle, obwohl es auch hier kein Wunder ist, daß eine Gemeinschaft mehr Lebenswillen als eine andere Gemeinschaft haben kann, daß sie weniger Todeswillen als eine andere haben kann. Häufig ist es so, daß der Lebenswille und der Todeswille zu ganz bestimmten Zeiten unterschiedlich stark ausgeprägt sind, z.B. beim Individuum am Anfang und am Ende seines Lebens oder z.B. bei einer Gemeinschaft (Paar, Familie, Sippe, Stamm, Volk, Nation, Kultur) am Anfang und am Ende ihrer Existenz (ganz und gar unbestreitbar ist doch z.B. auch der seit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert immer schneller fortschreitende Untergang der abendländischen Kultur **). Aufgang bedeutet mehr Lebenswille als Todeswille, Untergang mehr Todeswille als Lebenswille.

So wie man bei der „unsichtbaren Hand“, von der Smith in den 1770er Jahren sprach, den Eindruck hat, sie sei vielleicht die Hand Gottes, so hat man auch bei der „natürlichen Selektion“, von der Darwin in den 1850er Jahren sprach, den Eindruck, sie sei vielleicht die Hand Gottes. Denn wer ist es, der die Geschicke sowohl innerhalb der Biologie als auch innerhalb der Ökonomie lenkt? Wer „selektiert“? Wer „nachtwächtert“? Innerhalb der Natur im engeren Sinne - der Natur erster Ordnung -, also innerhalb von Physik und Chemie (vgl. „Natur“ in meiner Schichtenlehre **), mag ein Gott, mögen Götter, mag die Natur selbst sogar alles regeln (vgl. 4 Naturkräfte **), aber eben nicht „selektieren“ und „nachtwächtern“, denn das tun - jedenfalls sowohl innerhalb von Biologie und Ökonomie (vgl. „Natur-Kultur“ in meiner Schichtenlehre **) als auch innerhalb von Semiotik und Linguistik (vgl. „Kultur“ in meiner Schichtenlehre **) als auch innerhalb von Philosophie und Mathematik (vgl. „Kultur-Natur“ in meiner Schichtenlehre **) - die Lebewesen und ihre Gemeinschaften bzw. Gesellschaften, zu denen sie gehören. Die Gemeinschaften bzw. Gesellschaften sind quasi Superorganismen (Organisationssysteme **); besonders die menschlichen Organisationssysteme sind fähig, so viel Macht anzuhäufen und so viel Einfluß auszuüben, wie es vor ihnen nicht möglich gewesen war.

Evolution bedeutet eben auch, daß Umwelt und Lebewesen sich verändern, sich anpassen, sich gegenseitig beeinflussen. Evolution ist weniger ein Prozeß einseitiger Anpassung, sondern mehr ein Prozeß vielseitiger Anpassung, gegenseitiger Beeinflussung, vielfältiger Veränderung - also: Entwicklung im Zusammenspiel -, ja sogar ein Prozeß vielseitiger Insulierung (**|**|**|**) als ein Prozeß der Distanzierung (**|**|**|**), des Gegenteils von Anpassung also.

Und Gene allein reichen auch nicht aus, um z.B. zu erklären, warum Lebewesen - und unter denen besonders höhere Lebewesen und unter denen wiederum besonders Menschen mit ihren Organisationssystemen (**) - sich offenbar anders verhalten, als es gemäß den Erkenntnissen der Genetik zu erwarten ist.

Die 3 Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie (**) sind: (1) Reproduktionsinteresse (genauer: Selbsterhaltungs- und Reproduktionsinteresse **), (2) Variation, (3) Reproduktion (vgl. Peter Mersch, Evolution, Zivilisation und Verschwendung, 2008, S. 100 **). Die Darwinsche Evolutionstheorie nennt: (1) Selektion, (2) Variation, (3) Vererbung. Die 3 Prinzipien der Darwinschen Evolutionstheorie sind aus den 3 Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie ableitbar. „Beim Prinzip der natürlichen Selektion (-› 1) handelt es sich um kein Basisprinzip der Evolution, sondern um eine zwangsläufige Konsequenz aus dem grundsätzlicheren Prinzip der kompetenzneutralen Reproduktionsinteressen (-› 1)“ (ebd, S. 138 **); sogar deckungsgleich sind sowohl die Formulierungen des Prinzips Variation (-› 2) Systemischer Evolutionstheorie und des Prinzips Variation (-› 2) Darwinscher Evolutionstheorie als auch die Formulierungen des Prinzips Reproduktion (-› 3) Systemischer Evolutionstheorie und des Prinzips Vererbung (-› 3) Darwinscher Evolutionstheorie (vgl. ebd., S. 136 [**], S. 137 [**]). „Man kann zeigen, daß sich für biologische Populationen die Prinzipien der Darwinschen Evolutionstheorie aus den Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie ableiten lassen. Mit anderen Worten: Sind in einer Population die Grundpinzipien der Systemischen Evolutionstheorie erfüllt, dann evolviert diese auch im Darwinschen Sinne. Die Kriterien der Systemischen Evolutionstheorie sind folglich hinreichend für die Anwendbarkeit der Darwinschen Evolutionstheorie.“ (Ebd., S. 135-136 **).

HB

 

NACH OBEN 295) Hubert Brune, 20.01.2013 (03:09) ** (522)

522

Kommentar zu einer Rezension des Buches „Kulturelle Vererbung“ von Klaus Gilgenmann, Peter Mersch, Alfred K. Treml (Hrsg.) ** **

@ Michael Blume:

„Zu den bitteren Ironien unserer kulturellen Tradition gehört, daß wir einerseits die Welt in Gegensatzpaare aufspalten - und diese Spaltung dann beklagen. Entsprechend laut wird »Interdisziplinarität« von den Wissenschaften gefordert - und ebenso gerne die Nase über jene gerümpft, die die ehrwürdigen Gegensatzgrenzen zu überschreiten wagen. .... Manchmal frage ich mich, ob unsere Kultur ihr dualistisches Erbe so weit hinter sich lassen kann, daß ein tieferes Verständnis der zeitgenössischen Evolutionsforschung jenseits biologistischer Wir-sind-nur-Gene-Reduktionismen oder kulturalistischer Wir-sind-keine-Naturwesen-mehr-Flachbotschaften auch breitere Bevölkerungsschichten erreichen kann.“

Man darf nicht vergessen, daß es letztendlich nicht so sehr darauf ankommt, ob mehr dualistisch oder mehr interdisziplinär gedacht und geforscht wird, denn beides ist in etwa von gleich großer Bedeutsamkeit. Heute ist sicherlich wieder mehr Intersiziplinarität anzustreben, aber dennoch darf man eben nicht vergessen, daß ohnehin der Weg von einem Monismus über einen Dualismus oder Trialismus oder Quadrialismus u.s.w. zum Pluralismus und von dort aus wieder zurück zu einem (neuen) Monismus führt, daß also jede Interdisziplinarität auch nur eine Etappe, eine „Station“ oder einen „Meilenstein“ auf diesem zyklischen Weg bedeutet. Die Spitze als die extremste Form des Pluralismus - um nicht zu sagen: des anarchistischen Chaos - markiert auch die Grenze zur Interdisziplinarität, und zwar sowohl vor als auch nach ihr - vor ihr wird noch und nach ihr wird wieder interdisziplinär gedacht und geforscht, und zwar so lange, bis die Interdisziplinarität ihrerseits (wieder) abgelöst werden muß.

Wichtiger als die Methoden sind m.E. die Kompetenzen, und über die hätten die Autoren des von Ihnen so gelobten Buches auch eine Menge zu sagen - beispielsweise dies: „Beim Prinzip der natürlichen Selektion (-› 1) handelt es sich um kein Basisprinzip der Evolution, sondern um eine zwangsläufige Konsequenz aus dem grundsätzlicheren Prinzip der kompetenzneutralen Reproduktionsinteressen (-› 1).“ (Peter Mersch, Evolution, Zivilisation und Verschwendung, 2008, S. 138 **).

 

NACH OBEN 296) Hubert Brune, 20.01.2013 (03:11) ** (523)

523

Kommentar zu einer Rezension des Buches „Kulturelle Vererbung“ von Klaus Gilgenmann, Peter Mersch, Alfred K. Treml (Hrsg.) ** **

Zur Abstammung vom Werfen (vgl. Öko-Kultur-Ursymbol [Öko-und-Sozialverhalten]; Öko-Kultursymbol [Resultat des Öko-und-Sozialverhaltens]). **

@ Michael Blume, 14.03.2010, 20:20
@ Eduard Kirschmann, 15.03.2010, 09:30

Zum „Werfen“ fällt mir ein im September 1998 in Geo Wissen (S. 43-47) veröffentlichter Aufsatz von Peter Sloterdijk ein.

„Der Mensch ist das Tier, das nach seiner Herkunft fragt .... Die wichtigste Innovation auf dem Weg zum Homo sapiens dürfte ein Mechanismus gewesen sein, der dafür sorgte, daß beim Menschen die Selektion nicht länger, wie bei Tieren, über das Körperanpassungsprinzip verlief, sondern über das Körperausschaltungsprinzip - ein Theorem, das Paul Alsberg 1922 in seinem Buch „Das Menschheitsrätsel“ vortrug. Alsberg erklärte den menschlichen »Ausbruch aus dem Gefängnis« der biologischen Determination durch die Emanzipation von dem quasi allmächtigen Fluchtzwang, der die Prä-Sapiens angesichts gegenwärtiger Gefahren geprägt hatte. Der Weg zur Sapiens-Evolution wurde demnach dadurch frei, daß die frühen Hominidengruppen zunehmend vom Druck der Organanpassung entlastet wurden. Alsberg zufolge war es die Entdeckung der ersten Waffen und Werkzeuge - Stöcke und Steine -, deren zunehmender Einsatz um die Urmenschengruppen eine unsichtbare Demarkationslinie zog. Durch elementaren Waffengebrauch wurde das Prinzip Distanz zur Leitschiene aller späteren Hominisierungsprozesse. Aus dem Fluchttier entwickelte sich das Distanztier, aus dem Läufer der Werfer, aus dem Sammler und Ausweicher der Jäger und Angreifer.“ (Ebd.).

„Man könnte so weit gehen zu sagen, daß die Menschen vom Werfen abstammen und daß sich in dieser raumschaffenden Urhandlung das Geheimnis der spezifisch menschlichen Umweltbeziehungen verbirgt. Im Homo sapiens verbirgt sich noch immer der Homo iactans - der Werfer-Mensch. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Faszination der Schußwaffen, die in der modernen Menschenkultur kultisch gefeiert werden, auf Reste alter stammesgeschichtlicher Prägungen zurückverweist. Die Verben des Werfens klingen bis in Grundwörter der philosophischen Terminologie nach, vor allem in den lateinischen Ausdrücken Subjekt, Objekt, Projekt - das Nach-unten-Geworfene, das Entgegengeworfene, das Nach-vorn-Geworfene - und in den griechischen Wörtern »symbolisch« und »diabolisch«, die auf die Gesten des Zusammenwerfens bzw. Durcheinanderwerfens deuten. Der Verzicht auf Würfe überhaupt wiederum erzeugt die Möglichkeit von Gelassenheit.“ (Ebd.).

„Distanzierungsmittel - Wurfmittel, Schlagmittel, Berührungsmittel - sind also die ersten Medien des Menschen. Mit deren Gebrauch beginnt zugleich die Selbsterzeugungsgeschichte der Gattung. Sobald das Prinzip Abstand zu wirken beginnt, tritt der Vorgang der gruppeninternen Evolutionsfaktoren vor den Umwelt»einflüssen« in Kraft.“ (Ebd.).

In engem Zusammenhang mit dem Alsberg-Theorem steht auch der kollektive „Selbstschutz-Effekt, der den in Horden lebenden Hominiden einen evolutionären nachhaltigen internen »Klima«vorteil verschaffte. Der permanente Gruppenschutz verbindet seine Wirkungen mit den archaischen Distanzmechanismen (Werfen, Schlagen, Laufen) zu einem hominisierenden auf humanisierenden Treibhauseffekt. Durch ihn werden die Prähominiden reif für die Insel des Menschseins. Hier werden erstmals kognitive und affektive Ruhezonen und Spielräume ausgebaut, hier wird Abstand zu Instinktprogrammen eingeschliffen, hier haben Probehandlungen und symbolische Ausdrucksgebärden erstmals Raum, hier vollzieht sich der Übergang von einfacher Lautproduktion zu Sprache, hier werden die weiblichen Funktionen und Formen in bio-ästhetische Luxusevolutionen emporgetrieben, hier vollzieht sich der Übergang von den biologischen Statusbeziehungen zu den symbolisch codierten Strukturen der Verwandtschaft.“ (Ebd.).

„Ohne die ... »Insulation« gäbe es den spezifischen Sapiens-Raum nicht, in dessen Inneren das menschentypische Luxurieren von Sprache, Sexualität und Emotionalität freigesetzt worden ist. Allein in solchen Insulationsräumen wurde das biologische Wagnis möglich, Menschengeburten sozusagen »vorzuverlegen« und unvergleichlich unfertige, nachreifungsbdürftige Säuglinge an ein verfrühtes Licht der Welt zu bringen - ein Sachverhalt, den die Experten mit dem Ausdruck Neotenie umschreiben und der auf eine biologische Bedingung menschlicher Weltoffenheit hinweist.“ (Ebd.).

„Es wird den Menschen zu allen Zeiten schwerfallen, völlig zu ermessen, in welchem Ausmaß ihre Kultur, ihre Solidarität und ihre Verwundbarkeit aus den Abenteuern der Frühgeburtlichkeit entspringen - und auch Anthropologen neigen dazu, die Bedeutung dieses Dramas zu unterschätzen, zummal es ein Verhältnis darstellt, das sich in fossilen Funden in keinerlei Weise materialisiert. Und schließlich hat sich in den Freiräumen und Emtlastungsinseln, die aus der Körpererausschaltung entsprungen sind, auch die Luxusevolution des Menschengehirns vollzogen, die den Homo sapiens als das »nicht festgestellte Tier« erscheinen läßt.“ (Ebd.).

„Mit ihrem »vorauseilenden Gehirn« haben die Sapientes aus ihrer Frühzeit eine evolutionäre Reserve geerbt, bei deren Entfaltung sie ohne Zweifel erst am Anfang stehen. Die historische und ökologische Chance der Menscheit besteht darin, daß sie sich eines Tages auf die Höhe ihrer evolutionären Ausstattungen heben könnte. Die Menschen der künftigen technologischen Kulturen sind herausgefordert, eine neuronale Ethik zu schaffen, die von dem Axiom ausgeht, daß der Besitz eines Gehirns verpflichtet, sobald man zu ahnen beginnt, was es zu leisten vermöchte.“ (Ebd.).

„Vielleicht kann sich bei der überfälligen Hebung des menschlichen Entwicklungsniveaus auch die philosophische Anthropologie nützlich machen. Sie fördert das exakte Staunen über das Tier, das nicht nur nach seiner Herkunft, sondern mehr noch nach seiner Zukunft fragt.“ (Ebd.).

 

NACH OBEN 297) Yours, 11.02.2013 (20:30) ** (524)

524

@ Reini68

„Volkmar Weiss war Mitglied der Deutschen Sozialen Union und ein Autor des Parteiprogramms. Wenngleich er dort auch keine Heimat gefunden hat, so blieb er seiner rechtsgerichteten politischen Gesinnung treu. In die gleiche Kerbe schlägt wohl die unsinnige Verdeutschung der Worte »Code« und »Scanner« als »Kode« und »Skanner«, noch schlimmer allerdings fand ich den Begriff »Innenkantenskaten«.“

  1. Nicht „Worte“, sondern Wörter heißen solche grammatischen Logeme, weil sie ja in obigem Text auf sprachwissenschaftliche Formen bezogen sind. Wenn Sie also ohne jede Ahnung eine Sprachwissenschaft bzw. Sprachanalyse betreiben oder gar eine sprachdidaktische Empfehlung abgeben wollen, dann empfehle ich Ihnen: Sparen Sie sich Ihre Urteile über Sprachformen lieber! Wenn Sie wüßten, wie peinlich das sein kann! Aber da Sie davon nichts verstehen, kann und wird Ihnen das auch nicht peinlich sein können!
  2. Müssen Deutsche sich jetzt auch schon dafür schämen, Deutsch zu schreiben? Ist es schon so weit? Gilt schon jetzt als Nazi, wer Deutsch spricht? Ist es wirklich schon so weit? Daß hier jemand die deutschen an Stelle der englischen Wörter benutzt, hat überhaupt keinen politischen, sondern einen linguistischen Grund. Nennen Sie sich etwa „Räini„ (ich habe leider keine Tastatur für das phonetisch-phonologische Alphabet), nur um schön mitläuferisch als politisch korrekt gelten zu können oder um bei Ihren angli(zi)sierten „Austrians“ pseudohaft Eindruck zu schinden? Sind Sie auch schon tätowiert?
  3. Es kann bei Weiss’ Wortwahl auch deswegen gar keine von Ihnen fahrlässig unterstellte „Verdeutschung“ vorliegen, weil die bevorzugte Schreibfom „C“ statt „K“ bzw. „c“ statt „k“ ja selbst die alte deutsche Schreibform ist, also selbst deutsch, ja sogar urdeutsch ist. Was Sie vor lauter politischer Korrektheit nicht wissen können: Erst die vorletzte Rechtschreibreform - zu Zeiten des Deutschen Kaisers Wilhelm II. - vollzog die „C“-zu-„K“-Umstellung in vielen deutschen Wörtern.
  4. Und selbst dann, wenn Ihr Unsinnsvorwurf auch nur ein Fünkchen Berechtigung hätte - hat er nämlich nicht (!) -, könnte es Ihnen doch egal sein (als Egalitarist macht Ihnen das doch bestimmt nichts aus, oder?), ob Herr Weiss z.B. „Kode“ statt „Code“ schreibt, zumal er ja damit nichts anderes tut, als gemäß der Orthographie richtig zu schreiben. Was also stört sie daran? Ist Ihre eigene Schulausbildung so miserabel gewesen? Wahrscheinlich sind Sie als Schüler durch die„68er“ oder - noch schlimmer (!) - deren Nachfolger so sehr zum „Bildungsmessie“ gemacht worden und mußten schon damals alle Schulfächer (also auch Physik und Mathematik!) ideologisch deuten - ganz im Sinne der „Politkorrektheit“, die mittlerweile totalitär herrscht,

Eine Gesinnung kann sich auch gegen das Selbst richten, und das ist in nihlistischen Zeiten viel häufiger der Fall, als daß sie sich gegen das Fremde richtet.

Ihr Kommentar zu Weiss’ Buch zeugt von einer typisch neubundesrepublikanischen Kleinkariertheit. Stellen Sie sich einmal vor, in unseren nicht-deutschsprachigen Nachbarländern wäre auch eine solche Kleinkariertheit an der Tagesordnung und man würde auch dort jeden als Hexe, d.h. „Nazi“ (wissen Sie überhaupt, wer oder was das ist?) verdächtigen, der die Muttersprache der Fremdsprache vorzieht.

In Frankreich oder Italien z.B. lacht man über eine solche Kleinkariertheit. Aber diese Kleinkariertheit ist nicht typisch deutsch, sondern typisch neubundesrepublikanisch - also: politisch! Nicht zufällig sind alle deutschprachigen Staaten heute Bundesrepubliken - und eine von ihnen ist seit 1990 eine „neue“.

Für Sie machen sich z.B. Italiener oder Franzosen, die ganz selbstverständlich Anglizismen meiden oder zumindest „veritalienisieren“ bzw. „verfranzösisieren“ (um in Ihrer dummen Denkschablone zu bleiben), erstaunlicherweise nicht „strafbar“, aber ein Herr Weiss, weil er ja Deutscher ist (man setze für das Wort „Deutscher“ nur einmal probeweise das Wort „Jude“ oder das Wort „Neger“ ein, um zu bemerken, was gemeint ist), macht sich für Sie gleich verdächtig, wenn er Anglizismen vermeiden will. Wer hat Ihnen Ihren Wahnsinn eingetrichtert?

Herr Weiss ist in der DDR aufgewachsen, und die DDR vermied bekanntlich ebenfalls Anglizismen und verstand sich als „kommunistisch“ bzw. „sozialistisch“ bzw. „links“. Niemand im NATO-Block störte sich daran, daß die Herrscher der DDR Anglizismen verfluchten, doch gemäß Ihrer dummen Denkschablone, Mr. Räine, hätten damals alle NATO-Medien sofort zum „Kampf gegen Rechts“ aufrufen müssen. Das wäre ihnen aber sehr wahrscheinlich ziemlich paradox vorgekommen, weil sie sich im „Kampf gegen Links“ wähnten, solange die Berliner Mauer noch stand und die „kommunistischen“ bzw. „sozialistischen“ bzw. „linken“ Staaten noch Feindesland waren. Komisch, nicht wahr? Wie blöd viele Menschen doch sind ...!

Die Intelligenz- oder Denkkraftforschung (die deutschen Wörter sind eben doch besser!) hat ja auch herausgefunden, daß die Linken dümmer sind als die Rechten. Es gibt mehrere Untersuchungen, die eindeutig belegen, „daß die Wähler der großen Volksparteien, die links wählen, einen im Durchschnitt 5 bis 10 Punkte niedrigeren mittleren IQ haben als Wähler, die rechts wählen.“ (Volkmar Weiss, Die Intelliugenz und ihre Feinde, 2012, S. 366 **). An Ihrem Kommentar kann man ebenfalls erkennen, daß das stimmt.

So wie Weiss’ Wortwahl nicht ernsthaft kritisierbar ist, so ist Ihre Kritik nicht ernsthaft lesbar, denn Sie sollten erst einmal lernen, Ihre vielen Vorurteile abzubauen statt immer nur zu schreiben, was die heutige menschenverachtende Zenzur vorgibt!

So long!

Yours

 

NACH OBEN 298) Hubert Brune, 24.02.2013 ** (525)

525

@ Nick Nedzynski

Vielen Dank für Ihren Eintrag sowie Ihre darin enthaltenen Komplimente! **

Sind Sie aus München? Ich bin hin und wieder dort, um Freunde zu besuchen oder um die Stadt selbst und ihr Umland (vor allem die Alpen) zu genießen, weil ich sie schon seit meiner Jugend sehr ins Herz geschlossen habe. Beim Lesen Ihres Gästebuch-Eintrags hatte ich deshalb auch die Idee, daß der Autor des Textes vielleicht ein Freund aus meiner Studienzeit, der heute bei Siemens in München arbeitet, sein könnte.

Mittlerweile weiß ich, daß ich Sie eigentlich mit „Herr Doktor“ ansprechen müßte - Ihr Doktortitel ist im Verzeichnis des Fachbereichs Wirtschaftsenglisch an der Universität Bamberg aufgeführt. Dank Ihrer hier angegebenen Webadresse weiß ich mittlerweile aber auch, daß Sie außerdem noch Musiker sind und eine Art Musik produzieren, die mir gut gefällt, besonders deshalb, weil darin Textabschnitte aus dem literarischen Hauptwerk des deutschen Philosophen Oswald Spengler, der Geschiche fast ausschließlich als zyklische Kulturgeschichte und Kultur wiederum mit der Methode der Morphologie (vgl. Johann Wolfgang von Goethe) erklärte und verstehbar machte, enthalten sind.

Spengler wurde 1880 in Blankenburg (Harz) geboren, mußte es aber schon 1887 verlassen, weil sein Vater als Beamter nach Soest versetzt worden war und die Familie nach Soest umziehen mußte. 1891 zog die Familie nach Halle (Saale), und 1899 begann Spengler mit seinem Studium der Mathematik und Naturwissenschaften an der Vereinigten Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg (heute: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).

Sein Studium der Mathematik und Naturwissenschaften setzte Spengler ab 1901 in München - in der Kaulbachstraße wohnend -, ab 1902 in Berlin (hier belegte er zusätzlich auch das Studium der Volkswirtschaft) und ab 1903 wieder in Halle (Saale) fort. Seine Dissertation verfaßte Spengler 1903 in seinem Geburtshaus in der Herzogstraße 18 in Blankenburg (Harz), wo seine Mutter bereits seit 1902 wieder wohnte. Am 6. April 1904 promovierte Spengler an der Universität Halle bei dem Neukantianer Alois Riehl; außerdem bestand er das Staatsexamen für das Höhere Lehramt in den Fächern Zoologie, Botanik, Physik, Chemie und Mathematik.

Danach arbeitete Spengler als Lehrer, und zwar in Lüneburg, in Blankenburg (Harz), in Saarbrücken, in Hamburg, in Düsseldorf und wieder in Hamburg, wo er eine Festanstellung als Gymnasiallehrer am Gymnasium am Holstentor bekam und vor allem Naturwissenschaft und Mathematik, aber auch Deutsch und Geschichte lehrte. Nach dem Tod seiner Mutter am 07.02.1910 erhielt Spengler eine Erbschaft und quittierte den Schuldienst, um künftig als freier Schriftsteller zu leben.

1911 siedelte Spengler von Hamburg nach München: Arcisstraße 38. Am 31. März 1912 schied Spengler endgültig aus dem Schuldienst und arbeitete für verschiedene Zeitungen als Kulturreferent, z.B. für: Hamburger Nachrichten, Der Tag, Vossische Zeitung, Berliner Tageblatt  u.a.. Und: 1912 war Spenglers Hauptwerk im wesentlichen bereits vorliegend und auch der Titel - „Der Untergang des Abendlandes“ - schon feststehend!

Spenglers Grab

In München lebte Spengler also 26 Jahre lang, und zwar erstmalig von 1901 bis 1902 und zweit- und letztmalig von 1911 bis zu seinem Tod 1936. Seine Wohnugen befinden sich alle im Stadtteil Schwabing: Kaulbachstraße (1901-1902), Arcisstraße 38 (1911-1914), Agnesstraße 54 (1914-1925; innerhalb des Hauses 1920 Umzug in eine größere Wohnung im dritten Stock), Widenmayerstraße 26 (1925-1936). Spengler wirkte also sehr lange in München; in München feierte er seine größten Erfolge; und in München starb er auch, nämlich am 8. Mai 1936 an Herzschwäche! Er wurde am 10. Mai 1936 unter Beigabe von Goethes „Faust“ und Nietzsches „Zarathustra“ auf dem Nordfriedhof in München (Stadtteil Schwabing) beigesetzt. Auch wenn die Ursache seines Todes nicht direkt damit zu tun hatte: Spengler hatte auch ein Herz für München.

Haben Sie Spenglers Grab schon besucht?

Hubert Brune

 

NACH OBEN 299) Hubert Brune, 26.02.2013 (00:56) ** (526)

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Die „Italo-Piraten“ werden genauso ohne jede Chance bleiben wie alle anderen angeblichen „Protestler“. Früher nannten sie sich „Revolutionäre“, und daß sie sich heute nicht mehr so nennen, untermauert meine Aussage nur noch mehr. Was haben sie denn bewegt oder verändert? Rein gar nichts - außer der Tatsache, daß wir mit ihnen noch mehr Chaos ins ohnehin schon übermächtig gewordene Chaos bekommen haben.

Italien und alle anderen europäischen „Waggon-Staaten“ spielen in diesem Spiel eine eher unbedeutende, jedenfalls eine sehr viel unbedeutendere Rolle als Deutschland. Deshalb läßt man in den „Waggon-Staaten“ - zum Schein - eine „Opposition“ zu: sie ist ja eh keine. Wenn dagegen in Deutschland eine solche oder ähnliche Opposition zugelassen werden würde, dann würde sogar auch die unbegründete Angst ins Spiel kommen, dann würde der Unsicherheitsfaktor für alle weiteren finanziellen „Spielchen“, die vor allem die Wirtschaft betreffen, so sehr steigen, daß die Katastrophe sich eventuell zu früh, weil früher als geplant ereignen würde. Die Katastrophe reift noch, d.h.: sie ist noch nicht ganz reif. Erst wenn die Zeit zur Katastrophe reif sein wird, wird man auch in Deutschland - und dann wahrscheinlich sogar nur hier - eine „Protest-Blase“ hochgehen oder eine „Protest-Bombe“ niedergehen lassen, damit die Katastrophe sich auch tatsächlich ereignen kann. Deutschland spielt hier einfach die Hauptrolle, weil es die Lokomotive Europas ist. Alle anderen europäischen Staaten sind nur Waggons, die von der Lokomotive Deutschland gezogen werden. Wenn die Lokomotive Deutschland nicht mehr funktionieren würde, dann würde der gesamte Zug „Europa“ zum Stehen kommen.

Der Zug „Europa“ soll aber erst dann funktionsuntüchig werden, wenn er beispielsweise kurz vor einer Bergkuppe steht (wofür z.B. die bis dahin zugelassene Oppposition sorgen soll), damit beim Versagen der Lokomotive und der nur von ihr aus betätigbaren Bremsen (wofür z.B. die bis dahin zugelassene Oppposition ebenfalls sorgen soll), die Katastrophe auch soviel Gewinn abwerfen kann, wie zuvor kalkuliert worden ist.

Machbar ist vieles, aber derjenige, der sich mit Kalkulation gut auskennt, weiß sehr genau, daß man beide Seiten in die Kalkulation einfließen lassen muß. Auf diesen Fall hier angesprochen heißt das: Die OpPosition - sowohl jede unechte als auch jede echte - ist Teil des Spiels, ja sogar ein nicht unbedeutender, weil auch er die Gewinne erhöht und in Zukunft noch viel enormer erhöhen wird.

 

NACH OBEN 300) Mansterüner, 27.02.2013 (22:49) ** (527)

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Niemand der Herrschenden wird den Russen ihren Wodka mit XYqcVvyxqPRKLMY wegnehmen wollen, weil es für sie viel billiger ist, sie mit ihm zusammen sterben zu lassen. Den Herrschenden dort und auch in vielen anderen Gegenden der Welt sind ihre Untertanen schlichtweg egal - das ist auch der tiefere Sinn des Egalitarismus! Darin liegt doch das ganze Elend.

Italiens politisches System ist eben doch marode - sehr sogar! Die hier angesprochenen Vorlieben haben damit nur wenig zu tun, aber die immer mehr der Dummheit zum Opfer fallenden Menschen sollen glauben, daß es damit - und am besten nur damit - zu tun hätte. Italiens politisches System ist also nicht deswegen marode, weil es in Italien bestimmte Vorlieben gibt, sondern weil es - wie fast jedes Land heutzutage - Opfer einer eiskalten Berechnung geworden ist.

 

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