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<= [1141][1142][1143][1144][1145][1146][1147][1148][1149][1150] =>

Jahr  S. E. 
 2001 *  1
 2002 *  1
 2003 *  1
 2004 *  3
 2005 *  2
 2006 *  2
2007 2
2008 2
2009 0  
2010 56
2011 80
2012 150
2013 80
2014 230
2015 239
2016 141
2017 150
 
S.
1
2
3
6
8
10
12
14
14
70
150
300
380
610
849
990
1140
 
P. Z.
 
100%
50%
100%
33,33%
25%
20%
16,67%
 
400%
114,29%
100%
26,67%
60,53%
39,18%
16,61%
15,15%
 
S.E. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
0,0048
0,0049
0,0050
0,0044
0,0198
0,0384
0,0702
0,0819
0,1219
0,1581
0,1726
0,1869
 
K.  
1
1
1
3
2
2
2
4
0  
158
97
246
169
1614
1580
1949
1101
 
S.
1
2
3
6
8
10
12
16
16
174
271
517
686
2300
3880
5829
6930
 
P. Z.
 
100%
50%
100%
33,33%
25%
20%
33,33%
 
987,50%
55,75%
90,77%
32,69%
235,28%
60,70%
50,23%
18,89%
 
  K.  
S. E.
1
1
1
1
1
1
1
2
0
2,82
1,21
1,64
2,11
7,02
6,61
13,82
7,34
 
  K.  
T.
0,0039
0,0027
0,0027
0,0082
0,0055
0,0055
0,0055
0,0109
0
0,4328
0,2658
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0,4630
4,4219
4,3288
5,3251
3,0164
 
 K. (S.) 
S.E. (S.)
1
1
1
1
1
1
1
1,143
1,143
2,486
1,807
1,723
1,805
3,770
4,570
5,888
6,079
 
K. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
0,0048
0,0049
0,0057
0,0050
0,0491
0,0693
0,1210
0,1479
0,4596
0,7227
1,0116
1,1361
* Von 2001 bis 2006 nur Gästebuch, erst ab 2007 auch Webforen und Weblogs.

NACH OBEN 1141) Hubert Brune, 25.05.2018 (6932)

6932

Wieder ein neues Gästebuch.

The Rapeut, ich bitte um Entschuldigung dafür, daß Sie Ihren Eintrag nicht schon früher hinterlassen konnten.

„Auf den Konstruktivismus folgt der Dekonstruktivismus“ (**), haben Sie geschreiben; ich würde eher sagen: Der Konstruktivismus wird vom Dekonstruktivismus verfolgt. Der Dekonstruktivismus verfolgt den Konstruktivismus, um ihn zu beherrschen. Er will ihn nicht zerstören, tut dies aber. Dem konstruktivistischen Schlachtruf „form follows function“ (**) folgte der dekonstruktivistische Schlachtruf „form follows fantasy“ (**). Und mit Phantasie wollen die Dekonstruktivisten „helfen“? Wem? Geht es hierbei nicht eher darum, den Dekonstruktivisten zu helfen, ihnen Anerkennung zu verschaffen, sie zur Macht zu verhelfen?

Militärhistorisches Museum in Dresden
Militärhistorisches Museum als Neoklassizismus-Bau (1874-1875) und als Dekonstruktivismus-Bau (2004-2011).

„Dekonstruktivistische Architektur“ oder einfach nur: Zerstörerische Gewalt (**|**|**|**)? Das geistig-seelische Projekt der abendländischen Moderne ist die Zerstörung der abendländischen Tradition. Es ist ein absolut antigenealogisches Projekt. Jede abendländische Herkunft wird rigoros abgelehnt und mit allen Mitteln bekämpft. Die abendländische Moderne oder Zivilisation ist der abendländische Nihilismus, der abendländische Untergang. Da dies ohnehin schon seit langem geschieht, ist es völlig unnötig, auf diesen Prozeß mit architektonischer Gewalt hinweisen zu wollen. „Probleme der Gebäude“ (**), „Patienten“ (**), „Symptome einer verdrängten Unreinheit“ (**) - da weiß man doch gleich, von wem diese dekonstriktivistische Phantasie kommt. Hierbei geht es einfach um Machtdemonstration, indem auf das gezeigt wird, was ganz ausdrücklich dieser Macht unterlegen sein soll. Es sei Ihnen ja überlassen, das „Therapie“ zu nennen. Therapien gehören ebenfalls zur abendländischen Tradition, und die soll ja bekanntlich zerstört werden.

Dekonstruktivismus hat eben doch nur mit Abbau, meistens sogar mit gewaltigem Abbau zu tun. Dekonstruktivistische Architektur ist Zerstörung. Sie gehört eindeutig zu den anderen zerstörerischen Phänomenen (einige davon habe ich oben schon erwähnt), die den Untergang, die Moderne bzw. Zivilisation der abendländischen Kultur begleiten.

Freundliche Grüße.

 

 

NACH OBEN 1142) Hubert Brune, 27.05.2018 (6933-6934)

6933

Danke für den Eintrag, Angsthase.

Moderne Moderne Moderne
** ** **

Was die Vertreibung aus einem der letzten Urwälder Europas (**) und einer eventuellen Hilfe meinerseits angeht, so verweise ich auf die Möglichkeit, einer Organisation beizutreten, mit deren Hilfe die Vertreibung aus einem der letzten Urwälder Europas vielleicht verhindert werden könnte. Luhmann zufolge „haben Organisationen zusätzlich die Möglichkeit, mit Systemen in ihrer Umwelt zu kommunizieren. Sie sind der einzige Typ sozialer Systeme, der diese Möglichkeit hat, und wenn man dies erreichen will, muß man organisieren. Dies Nach-außen-Kommunizieren setzt Autopoiesis auf der Basis von Entscheidungen voraus. Denn die Kommunikation kann intern nur im rekursiven Netzwerk der eigenen Entscheidungstätigkeit, also nur als Entscheidung angefertigt werden; sie wäre anderenfalls nicht als eigene Kommunikation erkennbar.“ (**). „Um die Funktion von Organisationen im Aufbau einer funktional differenzierten Gesellschaft erkennen zu können, muß man sich daran erinnern, daß Organisationen die einzigen Sozialsysteme sind, die mit Systemen ihrer Umwelt kommunizieren können. Die Funktionssysteme können das nicht. Weder die Wissenschaft, noch die Wirtschaft, aber auch nicht die Politik und auch nicht die Familie kann als Einheit nach außen in Kommunikation treten. Um Funktionssysteme mit externer Kommunikationsfähigkeit auszustatten (die als Kommunikation natürlich immer Vollzug der Autopiesis von Gesellschaft ist), müssen in den Funktionssystemen Organisationen gebildet werden - sei es mit angemaßten Sprecherrollen, so wie die Arbeitgeber- und Arbeitnehmer angeblich für »die Wirtschaft« sprechen, sei es mit Großzentren komplex verschachtelter Organisationseinheiten, den Regierungen, den internationalen Korporationen, der Militärführung.“ (**). „Die wachsende Bedeutung von Organisationen in Funktionssystemen geht aber einher mit, ja wird ausgelöst durch die Unmöglichkeit, die Funktionssysteme selbst zu organisieren. Man sieht damit auch, wie sehr Organisationen auf einen laufend neu entscheidenden Synchronisationsbedarf hin gebildet sind und genau damit auf die Künstlichkeit einer Differenzierung des Gesellschaftssystems nach Funktionen reagieren.“ (**). „Funktionssysteme behandeln Inklusion, also Zugang für alle, als den Normalfall. Für Organisationen gilt das Gegenteil: sie schließen alle aus mit Ausnahme der hochselektiv ausgewählten Mitglieder. Dieser Unterschied ist als solcher funktionswichtig. Denn nur mit Hilfe der intern gebildeten Organisationen können Funktionssysteme ihre eigene Offenheit für alle regulieren und Personen unterschiedlich behandeln, obwohl alle gleichen Zugang haben. Die Differenz der Systembildungsweisen ermöglicht es also, beides zugleich zu praktizieren: Inklusion und Exklusion. Und sie ermöglicht es auch, diese Differenz selbst bei hoher Systemkomplexität durchzuhalten und gerade mit Hilfe der Komplexität den Widerspruch Inklusion/Exklusion aufzulösen.“ (**). „Jedenfalls verdeutlicht eine so entschieden auf operative Geschlossenheit und Autopoiesis abstellende Theorie, wie sehr das Entstehen von Organisationen einerseits nur in Gesellschaften möglich ist, dann aber auf eigenständige Weise zur gesellschaftlichen Differenzierung beiträgt, und dies in einem doppelten Sinne: zur Differenzierung des Gesellschaftssystems und seiner Funktionssysteme gegen die Autopoiesis der Organisationen und, mit Hilfe dieser Autopoiesis, zur Differenzierung der Funktionssysteme gegeneinander und gegen ihre jeweilge Umwelt. Auf diese Weise kann eine augenfällige strukturelle Diskrepanz verdeutlicht werden, daß die moderne Gesellschaft mehr als ihre Vorgängerinnen auf Organisation angewiesen ist (ja erstmals einen Begriff dafür geschaffen hat); daß sie aber andererseits weniger als jede Gesellschaft zuvor in ihrer Einheit oder in ihren Teilsystemen als Organisation begriffen werden kann.“ (**). Demnach, lieber Angsthase, kann meine erste Hilfe nur der Rat sein, daß Sie Mitglied der Organisation „Greenpeace“ werden.

In einem Bericht des 1961 gegründeten WWF hieß es 2014:

„Die Biodiversität nimmt ab, während die Nachfrage an natürlichen Ressourcen weiter wächst. Die Tierpopulationen haben sich seit 1970 um bis zu 52 Prozent verkleinert. 1,5 Erden sind derzeit nötig, um den aktuellen Ressourcenverbrauch zu decken. Mehr und mehr zehren wir Naturkapital auf, das zukünftigen Generationen fehlen wird. Die wachsende Erdbevölkerung und der hohe Ökologische Fußabdruck vervielfachen den Druck auf unsere Ressourcen. .... Heute sind wir an dem Punkt angelangt, daß wir umgerechnet 1,5 Erden brauchen, um die Ökosystemleistungen bereitzustellen, die wir Jahr für Jahr aufzehren. Diese Überbeanspruchung ... kommt zustande, wenn die natürlichen Ressourcen über das verfügbare Angebot oder die Regenerationsfähigkeit der Erde hinaus nachgefragt werden. .... Hätte beispielsweise jeder Mensch den gleichen Fußabdruck wie ein Bewohner von Katar, dann würden wir 4,8 Erden benötigen. Pflegten alle Menschen den Lebensstil eines Bewohners der USA, bräuchten wir 3,9 Erden, im Fall Belgiens 4,2. Für die Slowakei und Südkorea liegt diese Zahl bei 2 bzw. 2,5. Südafrika und Argentinien hingegen haben 1,4 und 1,5 Erden nötig.“ **

Diesem Bericht zufolge war im Jahre 1970 der sogenannte „Ökologische Fußabdruck“ (Anzahl der benötigten Erden) erstmals größer als 1.

Ich weiß nicht, ob Sie zusätzlich ein Mitglied in der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF werden müssen, aber ohne Mitgliedschaft in einer Organisation werden sie erfolglos bleiben (vgl. oben). Versuchen Sie es erst einmal mit der Mitgliedschaft in der Organisation „Greenpeace“. Schon vorher können Sie mit Transparenten und Aktionen dieser Organisation auf Ihr Problem aufmerksam machen. Aber tun Sie dies nicht in Ihrem Urwald, sondern in einer Stadt, möglichst in einer Großstadt oder gar Weltstadt, und tragen Sie Ihr Transparent so, daß es selbst und dessen Mitteilung auch wirklich gesehen und gelesen werden können.

Eigentlich halte ich gar nichts von Organisationen, aber in modernen Zeiten ist ein Unorganisierter praktisch „vogelfrei“. Zwar ist mir nicht bekannt, wie ernst es Ihnen mit Ihrem Anliegen ist, aber das, was ich hier geschrieben habe, ist trotz der Satire und Ironie (Selbstironie eingeschlossen), die in diesem Kommentar auch enthalten sind, schon ernst gemeint, denn ich bin ein Freund der Natur.

Erlauben Sie mir eine Letztbemerkung: Der sogenannte „Ökologische Fußabdruck“ (Anzahl der benötigten Erden) wird erst dann wieder auf „1“ sinken, wenn anderes gleichzeitig sinken wird, wozu auch die menschliche Reproduktionsrate gehört, die ebenfalls auf „1“ wird sinken müssen. Wer von Lösungen der Bevölkerungsprobleme nichts wissen will, soll von Lösungen der Umwelprobleme schweigen. **

Freundliche Grüße.

6934


The Rapeut. Warum ist eigentlich noch keiner auf die Idee gekommen, die Treppen so zu bauen, daß man sie gar nicht benutzen kann, weil sie einfach zu verbaut sind oder zu hoch in der Luft hängen? Ich habe hier in der Nähe schon „Vorstufen“ zu solchen „Treppen“ gesehen.

An den von Ihnen angepriesenen Gebäuden ist nicht viel Ästhetisches, aber dafür um so gewaltigere Bausünde zu erkennen. Das folgende Bild zeigt ein Beispiel unter vielen:

Dekonstruktivismus

Der gewaltige Wahnsinn des Denkonstruktivismus im Vordergrund verdeckt größtenteils den ähnlich gewaltigen Wahnsinn des Konstruktivismus im Hintergrund. Es tut mir leid, aber so sehr viel Ästhetisches ist an all den Gebäuden nicht zu erkennen. Die vorne rechts zu sehende Treppe sollte man nach oben versetzen, so daß sie niemand benutzen kann - und natürlich auch nicht soll, weil ja darauf aufmerksam gemacht werden soll, daß alle „Formen der architektonischen Tradition“ (**), also auch die traditionellen Treppen, „Symptome einer verdrängten Unreinheit“ (**) sind, die der Dekonstuktivist „wie ein Psychiater ... an die Oberfläche“ (**) bringt.

Freundliche Grüße.

 

NACH OBEN 1143) Hubert Brune, 12.07.2018 (6935)

6935

Wenn Sie die von Herwig Birg vorgestellte biographische Fertilitätstheorie meinen (**), Herr Schulte, dann kann man schon sagen, daß die biographische Fertilitätstheorie die demographische Entsprechung der Individualisierungsthese ist.

Die Individualisierungsthese besagt u.a., daß Kollektivaufgaben immer mehr verdrängt und aufgegeben werden zugunsten des Individualismus; und geanu das geschieht auf der demographischen Ebene auch, z.B. dann, wenn das Kinderkriegen immer mehr verdrängt und aufgegeben wird zugunsten des Individualismus, der das Kinderlosbleiben impliziert.

** ** ** ** ** ** ** ** **
** ** ** ** ** ** ** **
 ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** ** 
** ** ** **

Freundliche Grüße.

 

NACH OBEN 1144) Hubert Brune, 04.08.2018 (6936)

6936

Hallo, Zweitakter.

Ich nehme an, daß Sie sich auf bestimmte Aussagen in meinem Kommentar vom 23.09.2010 (**) beziehen, können in ihm aber etwas über „beispielsweise die vier Takte eines Hubkolbenmotors - Ansaugen (Takt 1), Verdichten und Zünden (Takt 2), Arbeiten (Takt 3), Ausstoßen (Takt 4) - nicht finden“ (**). Das ist auch kein Wunder, denn in dem besagten Kommentar bezog ich mich auf einen Gästebucheintrag von Shonen, der meine Kulturtheorie einen „kulturellen Viertakter“ (**) genannt hatte. Er hatte also etwas Kulturelles gemeint. In meinem Webangebot geht es aber aus gesamttheoretischer Sicht sogar um zwei verschiedene „Viertakter“ und um zwei verschiedene „Dreitakter“.

Der erste „Viertakter“ hat mit meiner quadrialistischen Erkenntnistheorie (**) zu tun und geht zurück auf einen „Zweitakter“; der zweite „Viertakter“ hat mit meiner Kulturtheorie (**) zu tun und geht ebenfalls zurück auf einen „Zweitakter“; der erste „Dreitakter“ hat mit meiner allgemeinen Entwicklungstheorie (**) zu tun; der zweite „Dreitakter“ hat mit der Hegelschen Dialektik (**) zu tun. Ich stelle Ihnen die vier Theorien, so als bildeten auch sie zusammen einen „Viertakter“, im Rahmen dessen, inwiefern „Viertakter“ oder/und „Dreitakter“ in ihnen stecken, kurz vor: ** ** ** **

Vier Kategorien gemäß der quadrialistischen Erkenntnistheorie. **

Was die Bewegungsrichtungen angeht, so spreche ich einerseits von „Genese“ (Verlauf gegen den Uhrzeigersinn, d.h. im Urzeigersinn) und anderseits von „Metagenese“ (Verlauf im Uhrzeigersinn, d.h. gegen den Urzeigersinn]).

Mit meiner quadrialistischen Erkenntnistheorie gehe ich von vier Kategorien aus, die auf eine Binarität (einen „Zweitakter“) zurückgehen, nämlich die zwei Kategorien Natur (Körper) und Kultur (Seele), zwischen die ich zwei Kategorien für die zwei Übergänge geschoben habe: Natur-Kultur (Leben) und Kultur-Natur (Geist). Also geht es hier um einen „Viertakter“, der aus einem „Zweitakter“ hervorgegangen ist. Daß hierbei auch ein „Dreitakter“ eine wichtige Rolle spielt, nämlich die drei Kategorien meiner allgemeinen Entwicklungstheorie (dazu mehr weiter unten [**]), ergibt sich aus dem Phänomen Zeit, deretwegen sich konsequenterweise Veränderungen zeigen. Die Abbildungen mögen verdeutlichen, inwiefern es Bewegungen in zwei entgegengesetzte Richtungen sowie einerseits Dominanzverhältnisse und andererseits relative Freiheitsgrade zwischen Natur, Natur-Kultur, Kultur und Kultur-Natur gibt.

(4) Kultur-Natur
(3) Kultur
(2) Natur-Kultur
(1) Natur

Als Seinsschichten sind die vier Phänomene Natur, Natur-Kultur, Kultur, Kultur-Natur dadurch charakterisiert, daß die jeweils höhere (und leichtere) Schicht von der/den niederen (und stärkeren) getragen wird, der/den niederen gegenüber aber relativ „frei“ ist (soweit die „Freiheit“ nicht durch das Getragenwerden beschränkt ist [**|**]), und zwar besonders deshalb, weil sie im Vergleich zu dieser/diesen neue Eigenschaften aufweist.

Die „Genese“ verläuft so, wie es auch die Schichten anzeigen: (1) Natur => (2) Natur-Kultur => (3) Kultur => (4) Kultur-Natur. Doch die „Metagenese“ verläuft in exakt entgegengesetzter Richtung: (4) Kultur-Natur (die jetzt eben wegen der Richtung „Natur-Kultur“ heißen müßte) => (3) Kultur > (2) Natur-Kultur (die jetzt eben wegen der Richtung „Kultur-Natur“ heißen müßte) => (1) Natur. Also startet die Genese in der Natur als der niedrigsten Schicht mit der meisten Schwere und gar keiner Relativfreiheit und endet in der Kultur-Natur als der höchsten Schicht mit der meisten Leichtigkeit und der größten Relativfreiheit, bei der in umgekehrter Richtung die Metagenese beginnt.

Vier Quartale der Kulturtheorie. **

In meiner Kulturtheorie geht es um vier Quartale der Kulturentwicklung, die beispielsweise mit den vier Jahreszeiten vergleichbar sind. Die Seele einer Kultur hat sich nach dem Durchlauf dieser vier Quartale, die wiederum aus jeweils drei Phasen bestehen, verwirklicht. Auch dieser „Viertakter“ läßt sich auf einen „Zweitakter“, die vier Quartale auf zwei Hälften zurückführen, wie man ja auch in den Tropen statt der vier Jahreszeiten nur zwei Jahreszeiten - Regen- und Trockenzeit - kennt, so als gäbe es nur Winter und Sommer, nur Nacht und Tag, nur Uterus und Jugend, nur Ur-/Vorform und Hochform.

Bei den vier Quartalen der Kulturentwicklung könnte man statt „Winter, Frühling, Sommer, Herbst“ auch „Nacht, Morgen, Nachmittag, Abend“ oder „Im-Uterus-Sein, Kindheit, Jugend, Erwachsen-Sein“ sagen. Vgl. hiezu auch die entsprechenden Ausführungen in meinem Kommentar vom 16.06.2013 (**). Es geht dabei immer um so etwas wie „Ur-/Vorformen, Frühformen, Hochformen, Spätformen“. Die jeweilgen Übergänge zu diesen vier Quartalen werden markiert durch besonders bedeutsame Ereignisse: (1) „Urgeburt“ („Schlüpfung aus dem befruchteten Ei“) als Start, (2) „Geburt“, (3) „Hochblüte“ (Höchstpunkt der Kultur), (4) „Ehe“, (5 bzw. 1) „Rente“ als Ziel (Tiefstpunkt der Kultur und Höchstpunkt der Zivilisation der Kultur).

Die vier Kulturquartale folgen nacheinander ohne Richtungswechsel, es gibt bei ihnen also keine Rückwärtsbewegung wie bei den vier Kategorien gemäß der quadrialistischen Erkenntnistheorie (**). Erkenntnisprozesse sind hohe Geistesprozesse, die zur Kategorie Kultur-Natur gehören, also wegen ihres höheren Freiheitsgrades zur Rückwärtsbewegung, nämlich zur Metagenese, fähig sind (**). Zwar sind Erkenntnisprozesse überall da vollziehbar, wo es um Kultur geht, also innerhalb der Natur-Kultur (wegen Kultur), innerhalb der Kultur und innerhalb der Kultur-Natur (wegen Kultur), aber den höchsten Freiheitsgrad hat die Kultur-Natur, denn sie ist die höchste und leichteste der vier Schichten (**). Wir sollten also die vier Kulturqartale meiner Kulturtheorie niemals mit den vier Katagorien meiner quadrialistischen Erkenntnistheorie verwechseln, obwohl beide Theorien miteinander zu tun haben, sich gegenseitig enthalten. Sie enthalten sich gegenseitig, weil (a) gemäß dem quadrialistischen Weltbild mit seinem Kategorien- bzw. Schichtenmodell die Natur die Kultur trägt, determiniert, folglich ihr übergeordnet ist und sie deshalb enthält (denn trotz der mit der Metagenese erreichten relativen Freiheit der Kultur gegenüber der sie tragenden Natur bleibt die Kultur eine Subordination der Natur), nämlich wegen der Genese (**); und weil (b) gemäß der Kulturtheorie der Übergang von der Natur zur Kultur (vgl. Natur-Kultur) das Kulturelle hervorbringt, das dann bis zur höchsten relativen Freiheit (vgl. Kultur-Natur) aufsteigt und den Weg eben jener Metagenese eröffnet. Das hat u.a. zur Folge, daß die Kultur die Natur in die Kultur so wiedereintreten lassen kann, wie es auch gemäß Luhmanns Systemtheorie die Systeme mit der Umwelt tun können (**), so daß gemäß meiner Kulturtheorie die Natur quasi zweimal vorkommt, zum einen als Natur selbst und zum anderen als ein kopiertes Enthaltensein in der Kultur, also „Natur-in-der-Kultur“, und das obwohl die Kultur eine „Kultur-in-der-Natur“ ist.

Kultur ist zwar ohne Natur gar nicht möglich (Natur ohne Kultur jedoch sehr wohl), doch dank der im letzten Absatz beschriebenen Entwicklung hat sie die Möglichkeit und Fähigkeit, wie ein autopoietisches System Selbsterhalt und Reproduktion zumindest vörübergehend erfolgreich zu praktizieren und darum die Natur und die Kosmogenese als die primäre der drei Kategorien gemäß meiner allgemeinen Entwicklungstheorie (**) so außer acht zu lassen, wie es Luhmanns Systeme mit der Umwelt und deren Entwicklung tun (**). Alle Kulturen haben an sich (an sich!) Anteil entweder sowohl an der Evolution als auch an der Geschichte oder an nur eine der beiden, nicht aber an der Kosmogenese (Entwicklung des Anorganischen), auf die sie aber natürlich trotzdem angewiesen sind, denn die Kosmogenese ermöglicht alle anderen Entwicklungsarten (-kategorien, - dimensionen). Diejenigen Kulturen, um die es mir hauptsächlich geht, sind die Historienkulturen, also die, die an sich (an sich!) Anteil nur an der Geschichte haben, nicht aber an Evolution und Kosmogenese, obwohl sie natürlich auf beide angewiesen bleiben.

Drei Kategorien gemäß der allgemeinen Entwicklungstheorie. **

Für meine allgemeine Entwicklungstheorie sind drei Entwicklungskategorien unentbehrlich: Kosmogenese, Evolution, Geschichte.

(1) Kosmogenese. - Sie geht von der Physik aus (vgl. das Seinsschichtenmodell [**] und die Abbildung [**]) und umfaßt alles andere, wobei sie zwei Unterarten einschließt, die jeweils wiederum zwei Unterunterarten einschließen:
(1.1) Kosmogenese i.w.S.:
(1.1.1) Kosmogenese im weitesten Sinne (bezogen auf das Weltall selbst, die vier Natur- bzw. Grundkräfte [**], Energieerhaltungssatz, Entropie u.s.w.);
(1.1.2) Kosmogenese im weiteren Sinne (bezogen auf die weiteren Prozesse im Weltall, Übergang zu 1.2.1);
(1.2) Kosmogenese i.e.S.:
(1.2.1) Kosmogenese im engeren Sinne (bezogen auf den Mesokosmos, z.B. ein Sonnensystem, einen Planeten, seine Geologie);
(1.2.2) Kosmogenese im engsten Sinne (bezogen auf die molekularen Voraussetzungen für Leben, Übergang zu 2.1.1).
(2) Evolution. - Sie geht von der Biologie aus (vgl. das Seinsschichtenmodell [**] und die Abbildung [**]) und umfaßt alles von ihr Abhängige, wobei sie zwei Unterarten einschließt, die jeweils wiederum zwei Unterunterarten einschließen:
(2.1) Evolution i.w.S.:
(2.1.1) Evolution im weitesten Sinne (1. Fähigkeit zur Speicherung von Information: Gene [**]);
(2.1.2) Evolution im weiteren Sinne (Variation [Mutation], Reproduktionswille [-interesse], Reproduktion, Übergang zu 2.2.1);
(2.2) Evolution i.e.S.:
(2.2.1) Evolution im engeren Sinne (2. Fähigkeit zur Speicherung von Information: Gehirne [**|**|**]);
(2.2.2) Evolution im engsten Sinne (Kultur des Lebens, Höheres Leben, Übergang zu 3.1.1).
(3) Geschichte. - Sie geht von der Semiotik aus (vgl. das Seinsschichtenmodell [**] und die Abbildung [**]) und umfaßt alles von ihr Abhängige, wobei sie zwei Unterarten einschließt, die jeweils wiederum zwei Unterunterarten einschließen:
(3.1) Geschichte i.w.S.:
(3.1.1) Geschichte im weitesten Sinne (Kultur des Höheren Lebens, besonders des Menschen [ohne Schrift, aber mit Vorstufen dazu [**|**]);
(3.1.2) Geschichte im weiteren Sinne (3. Fähigkeit zur Speicherung von Information: Schrift [**|**], Übergang zu 3.2.1);
(3.2) Geschichte i.e.S.:
(3.2.1) Geschichte im engeren Sinne (Historiographie [**|**], Historienkultur[en] [**|**|**|**], weitere Fähigkeiten zur Speicherung von Information);
(3.2.2) Geschichte im engsten Sinne (noch größtenteils unbekannt, vielleicht Übergang zu dem, was nach der Geschichte kommt [**|**|**|**]).
Kosmogenese > Evolution > Geschichte
Ursprungsbeziehungen zwischen Natur (N),
Natur-Kultur (NK), Kultur (K) Kultur-Natur
(KN), Kosmogenese, Evolution, Geschichte.
Kosmogenese > Evolution > Geschichte
1) Kriterien der Kosmogenese: u.a. Entropie/Zerfall.
2) Kriterien der Evolution: u.a. Kampf gegen 1).
3) Kriterien der Geschichte: siehe 1) und 2).
(4.)  . . . ?
(3.) Geschichte
(2.) Evolution
(1.) Kosmogenese
VON UNTEN NACH OBEN     VON UNTEN NACH OBEN     VON UNTEN NACH OBEN     VON UNTEN NACH OBEN
Also: Kosmogenese > Evolution > Geschichte, wobei das Zeichen > „ist größer als“, „ist mehr als“ oder „ist vor- und übergeordnet“ bedeutet. Das Kürzel i.w.S. kann sowohl im weitesten Sinne als auch im weiteren Sinne bedeuten, während das Kürzel i.e.S. sowohl im engeren Sinne als auch im engsten Sinne bedeuten kann. Das demographisch-ökonomische Paradoxon kann frühestens beginnen mit der Kultur des Höheren Lebens (vgl. in der Tabelle: 3.1.1 oder in der Abbildung: Bereich Ökonomie im „Grauoliven“ [Evolutiven]) und Bereich Semiotik im „Gelben“ [Geschichtlichen]), spätestens aber mit der Historienkultur (Historiographiekultur mit unterschiedlichen Historienkulturen; vgl. in der Tabelle: 3.2.1 oder in der Abbildung: Bereiche Semiotik und Linguistik im „Gelben“ [Geschichtlichen]). „Alles fließt“, sagte Heraklit, „und zwar spiralartig“, füge ich unter Bezugnahme auf den Kosmos hinzu (**). Entwicklung als Kosmogenese findet in unserem Universum immer, Evolution schon etwas seltener und Geschichte noch seltener statt. In der Abbildung ist dies zwar nur sehr vereinfacht dargestellt, doch sie verdeutlicht das, was in ähnlicher Weise aus meinem Seinsschichtenmodell (**) hervorgeht: Die Abhängigkeit der Leichteren von den Schwereren trotz der Einwirkungsmöglichkeiten in umgekehrter Richtung und beschränktem Maße, also durch die Leichteren mit ihrer Relativfreiheit (**|**|**|**) auf die Schwereren. So kann es passieren, daß die Macht der Kosmogenese als die der Entropie bzw. des Zerfalls durch die Evolution vorübergehend erfolgreich und diese ebenfalls vorübergehend erfolgreich durch die Geschichte bekämpft wird (vgl. auch die Anmerkung unter der Abbildung und die Anmerkung unter der folgenden Tabelle). ** **

1. Grad 2. Grad 3. Grad
(1.) Kosmogenese Selbstbezug     
(2.) Evolution Selbstbezug* Abhängigkeit von der Kosmogenese  
(3.) Geschichte Selbstbezug* Abhängigkeit von der Kosmogenese Abhängigkeit von der Kosmogenese und der Evolution
* Evolution und Geschichte können ihren Selbstbezug, ihre Relativfreiheit und also sich selbst nur dann erhalten, wenn sie.ihre Abhängigkeit(en), die Überordnung(en) bekämpfen. ** ** **

Unter der Voraussetzung der allgemeinen Akzeptanz meiner Definitionen für „Kosmogenese“, „Evolution“ und „Geschichte“ gilt: Wer eine fundierte Kosmogenesetheorie begründen will, muß nur die Kosmogenese, aber weder die Evolution noch die Geschichte berücksichtigen; wer eine fundierte Evolutionstheorie begründen will, muß die Kosmogenese und die Evolution, aber nicht die Geschichte berücksichtigen; und wer eine fundierte Geschichtstheorie begründen will, muß die Kosmogenese, die Evolution und die Geschichte berücksichtigen.

Wenn Evolution als ein Kampf gegen die Entropie, die gemäß dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik in geschlossenen Systemen niemals abnehmen kann, verstanden werden kann, dann kann es auch z.B. einen Kampf gegen die Evolution geben. Ich meine damit nicht, daß die Natur oder die Entropie kämpft, sondern daß es eine Entwicklung geben kann, die der Evolution bewußt zuwiderläuft und somit der Natur oder der Entropie, dem Zerfall, der Unordnung entgegenkommt. Für dieses Phänomen gibt es bisher keine andere Beschreibung als die Geschichte selbst - jedenfalls ist das eine meiner Hypothesen -, wobei die Geschichte sowohl wie oder ähnlich wie die Evolution daherkommen als auch gegen sie gerichtet sein kann (daher: Evolution i.w.S., Evolution i.e.S., Geschichte i.w.S., Geschichte i..e.S.). Diese Möglichkeit steckt in der Evolution wie die Evolution im Universum.

Geschichte ist zwar abhängig von Kosmogenese und Evolution, und Evolution ist zwar abhängig von der Kosmogenese (**), aber Evolution ist gegenüber der Kosmogenese freier als diese, und Geschichte ist gegenüber Evolution und Kosmogenese freier als diese beiden. Deswegen ist Geschichte aber nicht absolut frei (das geht ja auch schon aus dem letzten Satz hervor). Absolute Freiheit gibt es ohnehin nicht. Aber Geschichte kann etwas, was die anderen beiden Entwicklungsdimensionen nicht können: sie kann mit ihnen im Rahmen der eben erwähnten zusätzlichen relativen Freiheit „spielen“ und deren Synthese bilden - trotz der Tatsache, daß sie von beiden abhängig ist. Abgesehen von z.B. Gravierungen, Ritzzeichnungen und Höhlenmalereien (**|**), die ebenfalls schon der „Historisierung“ (**|**) zuzuordnen sind, konnte Geschichte ja erst dank der Seßhaftigkeit (**), der Landwirtschaft (Stichwort: „Neolithische Revolution“ {**}) und ganz besonders eben der Schrift(lichkeit) entstehen. ** ** ** **

Drei Teile gemäß der Hegelschen Dialektik.

Bekannt sein dürfte, daß Hegels Dialektik aus drei Teilen besteht: These, Antithese, Synthese. Sie kommen in meiner Philosophie ebenfalls vor. Die im vorherigen Abschnitt erwähnten drei Entwicklungskategorien gemäß meiner allgemeinen Entwicklungstheorie (**) können nämlich als Dreierschritt aufgefaßt werden. Das bedeutet eine Analogisierung zwischen z.B. dem Dreierschritt Kosmogenese => Evolution => Geschichte und Hegels Dreierschritt These => Antithese => Synthese. Ich habe ja eben erwähnt, daß „Geschichte im Rahmen der erwähnten zusätzlichen relativen Freiheit“ die „Synthese“ von Kosmogenese und Evolution bilden kann (**). Demzugfolge ist Kosmogenese als These, Evolution als Antithese und Geschichte als Synthese zu verstehen.

Dieser Hegelsche „Dreitakter“ (Dreierschritt) und der „Dreitakter“ (Dreierschritt) meiner allgemeinen Entwicklungstheorie (**) verstärken sich gegenseitig und finden auch Verwendung auf dem Feld der beiden „Viertakter“ (**|**).


  Anteile an meiner
quad. Erkenntnistheorie:
Anteile an meiner
Kulturtheorie:
Anteile an meiner
allg. Entwicklungstheorie:
Anteile an meiner quadrialistischen Evolutiunsheorie Anteile an meiner Kulturtheorie Anteile an meiner Kulturtheorie
Hubert Brune
N. Hartmann
L. Kleine-Horst
W. A. Koch
Hubert Brune
O. A. G. Spengler
J. W. v. Goethe
F. W. Nietzsche
G. W. F. Hegel
A. J. Toynbee
Hubert Brune
G. W. F. Hegel
N. Hartmann
Auch an meiner Gesamttheorie (Philosophie) habe also ich den weitaus größten Anteil,
Hegel hat den zweitgrößten Anteil, dicht gefolgt von Hartmann, der den den dritttgößten
Anteil hat, dann Spengler, der den viertgrößten Anteil hat, von dem jedoch nicht wenige
Leser meiner Webseiten annehmen, daß er viel größer wäre, doch das ist nicht richtig.

Vielleicht suchen Sie eher einen mit dem Viertakter des Hubkolbenmotors auf angemessenere Weise zu vergleichenden Gesamttheorie-„Viertakter“. Demnach wäre der 1. Takt (beim Hubkolbenmotor: das Ansaugen) meine quadrialistische Erkenntnistheorie (**), der 2. Takt (beim Hubkolbenmotor: das Verdichten und Zünden bzw. Voreinspritzen) meine Kulturtheorie (**), der 3. Takt (beim Hubkolbenmotor: das Arbeiten) meine allgemeine Entwicklungstheorie (**) und der 4. Takt (beim Hubkolbenmotor: das Ausstoßen) die Hegelsche Dialektik (**). Eine jede Erkenntnistheorie sollte das Interesse „ansaugen“. Eine weitere Theorie, die im Hauptinteresse des Anbieters ist (bei mir: Kulturtheorie), muß mit der Erkenntnistheorie vereinbar sein, damit auf das „Ansaugen“ das „Verdichten und Zünden“ folgen kann. Dem folgt als Dynamik eine Entwicklungstheorie, weil sich (scheinbar) alles verändert, also gewissermaßen „arbeitet“. Komplett wird die Gesamttheorie durch ein Prinzip (z.B. die Hegelsche Dialektik), das auf diese Veränderung bzw. „Arbeit“ angemessen folgen, also das „Ausstoßen“ vollziehen kann, was im wiederum übertragenen Sinne ungefähr bedeutet, daß nach dem „Ausstoßen“ als dem vollendeten Vorgang eines Durchgangs der Zyklus wieder von vorne anfangen kann.

Für den angemessensten Vergleich mit dem Viertakter des Hubkolbenmotors ist aber z.B. der Kultur-„Viertakter“ - also der, den Shonen als den „kulturellen Viertakter“ (**) bezeichnet hatte - wahrscheinlich besser geeignet als der Gesamttheorie-„Viertakter“. Oder? Was meinen Sie dazu?

Schreiben Sie mir ruhig erneut (**).

Freundliche Grüße.

Hubert Brune

 

NACH OBEN 1145) Hubert Brune, 08.08.2018 (6937)

6937

Lieber Zweitakter, bei dem Vergleich von mechanischen Viertaktern und meinen Theorien geht es zunächst einmal um ein Bild, um eine Metapher. Ich habe in meinem letzten Kommentar versucht, einen solchen Vergleich am Beispiel meiner Gesamttheorie zu plausibilisieren (**). Danach habe ich auch darauf aufmerksam gemacht, daß für „den angemessensten Vergleich mit dem Viertakter des Hubkolbenmotors ... aber z.B. der Kultur-»Viertakter« - also der, den Shonen als den „kulturellen Viertakter“ (**) bezeichnet hatte - wahrscheinlich besser geeignet als der Gesamttheorie-„Viertakter“ (**) ist. Erinnern Sie sich daran?

Trotzdem ist auch der Vergleich eines mechanischen Viertakters mit meiner Gesamttheorie (Philosophie) möglich. Die Technik, nach der Maschinen funktionieren, nennen wir „Mechanik“, und diese Mechanik ist eine „Allotechnik“ (**). Wenn sie eine „Homöotechnik“ (**) sein soll, müssen wir einige Veränderungen vornehmen. Dennoch ist ein „Motor“ mit einem „Herzen“ vergeichbar, auch die Takte sind vergleichbar, sie sind es sogar auch im Bezug auf einen ganzen Organismus, weil (1) das „Ansaugen“ mit dem „Einatmen“, (2) das „Verdichten und Zünden bzw. Voreinspritzen“ mit den „Lungen- und Herztätigkeiten (einschließlich Pumpen der Blutes)“, (3) das „Arbeiten“ mit dem „auf die Beförderung in den Blutbahnen angewiesenen Arbeiten in den anderen Organen“ und (4) das „Ausstoßen“ mit dem „Ausatmen“ vergleichbar sind. Mit anderen Worten: Meine Gesamttheorie und meine Einzeltheorien „leben“!

Derjenige „Organismus“, der „Luft“ als Information oder Wissen oder Erkenntnis durch meine quadrialistische Erkenntnistheorie „einatmet“ (maschinell: „ansaugt“), muß damit rechnen, daß seine „Lungen- und Herztätigkeiten“ diese und meine Kulturtheorie „in einen Austausch bzw. Rhythmus bringt und in den Rest des Körpers pumpt“ (maschinell: „verdichtet und zündet bzw. voreinspritzt“), wodurch das Ergebnis in seinen „Blutbahnen“ mittels meiner allgemeinen Entwicklungstheorie „befördert“ wird, damit alle anderen „Organe“ auch weiterhin „funktionieren“ (maschinell: „arbeiten“), und der letzte Akt in diesem Zyklus besteht darin, daß dieser „Organismus“ durch Hegels Dialektik das „ausatmet“ (maschinell: „ausstößt“), was als Weitergabe meiner Gesamttheorie (Philosophie) fungiert, wie sie zu einem spiralzyklischen Zeitpunkt jeweils angezeigt ist.

Der jeweils neue Zyklus verläuft genauso, nämlich wie maschinell bzw. automatisch, und kann, muß aber nicht, auch gekennzeichnet sein durch Neuerungen, Störungen, die Krankheiten bewirken können, aber nicht müssen.

Man muß aber meine Geasamttheorie (Philosophie) und auch meine Einzeltheorien nicht unbedingt mit irgendetwas vergleichen, auch nicht mit Motoren, Organismen oder Organen. Ein Organ, z.B. ganz besonders das Herz, läßt sich mit jeder meiner Theorien ebenfalls gut vergleichen. Ich hätte also auch diesen Vergleich noch bringen können. In meinem obigen Beispiel ist das Herz lediglich ein Teil des „Motors“, den ich „Organismus“ genannt habe. Das Herz funktioniert aber selbst schon wie ein Motor.

Das Taktische an meiner Gesamttheorie (Philosophie) ist in erster Linie darin zu sehen, daß die Einzeltheorien zueinander passen, sich nicht widersprechen, ansonsten durchaus andere Grundlagen zum Thema haben und folglich unterdschiedliche Aussagen treffen können. Von daher sollte man den Vergleich mit den Motoren, auf die sich hier nun schon zum zweiten Mal bezogen haben, auch ein wenig mit Humor nehmen.

Freundliche Grüße.

 

NACH OBEN 1146) Hubert Brune, 09.08.2018 (6938)

6938

Gerne.

Humor ist ... (bitte hier etwas einsetzen) ....

Ein Redner stellt sein Publikum am besten schon zu Beginn seiner Rede mit dem folgenden Satz zufrieden: „Ich komme zum Schluß.“

 

NACH OBEN 1147) Teuro, 24.08.2018, 02:51, 03:28 (6939-6940)

6939

(1) EU-Gründung, (2) EU-Blüte (kurzzeitig), (3) EU-Zerfall, (4) EU-Ende.
(1) Euro-Gründung, (2) Euro-Blüte (kurzzeitig), (3) Euro-Zerfall, (4) Euro-Ende.

Das Ganze ist nie wirklich vom Deutschen Volk gewollt gewesen, hat aber von Anfang an nach jener künstlichen Konstruktion gerochen, die nur denjenigen zugute kommt, denen dadurch noch mehr Geld und also noch mehr Macht zuwächst.

6940

Richtig, Karl Napp, aber leider sitzen die Schwaller und Schwätzer immer noch an den Hebeln der politischen Macht in unserer Nation und wollen natürlich die AfD vernichten. Die Faulen und Dummen wollen nicht arbeiten oder lernen, sondern die Macht hier und jetzt und umsonst, während die, die sie bekämpfen und zu unterdrücken trachten, noch der Tradition unserer Nation treu bleiben, also auf Leistung und Wissen setzen.

 

NACH OBEN 1148) Teuro, 18.09.2018, 22:00, 22:27, 22:34 (6941-6943)

6941

Man sollte das Wort „Altparteien“ vermeiden. Die einzige Partei, die man eine „Altpartei“ nennen könnte, ist die SPD. Die anderen sind nicht alt, obwohl auch sie Vorläufer haben, allerdings mit anderen Namen. Außerdem haben diese Parteien, die nur noch dem Globalismus und der damit verbundenen Geldherrschaft hinterherlaufen, ihre eigene Tradition verraten, weshalb man sie „Globalismus-Parteien“ oder „Von-der-Plutokratie-abhängige-Parteien“ oder „Zensurparteien“ nennen sollte. Wer nicht mitmacht in diesem Spiel, fliegt ‘raus - und das hat weder etwas mit Demokratie noch mit Rechtsstaat zu tun.

6942

Alle Funktionssysteme (vgl. Niklas Luhmann) sind korrupt, d.h. abhängig von ihren Geldgebern. Also ist das auch der Fall im Funktionssystem Bildung. Wie man aus der Geschichte mit den sogenannten „68ern“ weiß, ist das Bildungssystem auch immer die erste Adresse, wenn es um Veränderungen im Sinne sogenannter „Revolutionen“, also um etwas „Linkes“ (= Falsches) geht.

Vielleicht sollen ja aus allen europäischen Schulen möglichst bald Koranschulen werden. Die linken Lehrer haben ja sowieso vor jedem Angst, auch vor jedem Schüler mit Eroberungswillen, „Migrationshintergrund“. Also ist ein fundamentalistischer Moslem am besten geeignet, um fundamentalistische Linke (Falsche) zu ersetzen.

6943

„Die Ideologie des radikalen Individualismus zerstört die Familie“ - mit diesem Satz sagt man überhaupt nichts Neues, denn man hat immer wieder, besonders in den dafür empfänglichen Zeiten, gewußt, daß er wahr ist.

 

NACH OBEN 1149) Teuro, 21.09.2018, 23:39 (6944)

6944

Ich glaube, der Herr Unmensch (**) meinte, daß die Urmenschen die Ursache sind dafür, daß die Menschen die Sache sind, nämlich die Sache im juristischen und ökonomischen Sinne.

Menschen werden nur noch als Sache gesehen, beurteilt und verschoben. Und Menschenschmuggler werden verharmlosend „Menschenschleuser“ genannt, damit sie für das Schmuggeln der Sache „Mensch“ nicht bestraft werden können.

 

NACH OBEN 1150) Teuro, 22.09.2018, 01:57, 02:44, 17:33, 22:08, 22:19 (6945-6949)

6945

„MS Deutschland“ sagen Sie (**)? Es ist in erster Linie eine globale und keine nationale Angelegenheit. Darum ist es um so merkwürdiger, daß Betreiber einer „Internet- und Blogzeitung“, die sie auch noch „DIE FREIE WELT“ nennen, nicht verstehen, daß die von Ihnen beschriebene Politik keine Nationalpolitik, sondern ausschließlich eine Weltpolitik ist. Auch die EU-Politik ist Weltpolitik. Die EU ist keine Nation. Europa ist erst recht keine Nation und auch sonst nichts, was mit Politik zu tun hat. Europa ist schlicht und einfach ein geographischer Begriff. Die Politiker unserer Nation hätten es nie gewagt, diese miese Art von Politik zu betreiben, wenn nicht andere Politiker anderer Nationen das ebenfalls getan hätten. Diese miesen Politiker verstecken sich doch hinter Worthülsen wie „Europa“, „Sachzwänge“ u.ä. und beschleunigen den schon seit längerem andauernden Untergang des Abendlandes. Wenn wir also schon von einem „untergehenden Schiff“ sprechen wollen, dann müssen wir es „MS Abendland“ nennen. Alle abendländsichen Nationen sind passiv betroffen und machen aktiv mit bei diesem Untergangsprozeß. Wäre es nur eine Nation, dann hätten die anderen diese Nation schon längst für ihr „abweichendes Verhalten“ gerügt oder vielleicht schon wieder einen Krieg erklärt, wie es früher üblich war, als die Uhren noch auf „Untereinander-Krieg-Führen“ standen und noch nicht so sehr wie heute auf „Opfer-der-von-fremden-Kulturangehörigen-geführten-Kriege-Werden“.

6946

Sonntagsumfrage, 21.09.2018
Quelle: Tagesschau.

Es besteht doch aber auch die Gefahr, daß nach der Inszenierung des Abrutschens der Blockparteien bis unter die 5-Prozent-Hürde der AfD die Schuld für das Desaster, das diese Blockparteien verursacht und darum auch zu verantworten haben, gegeben und dadurch der Bürgerkrieg auch öffentlich endlich eröffnet, also veröffentlicht wird. Die AfD müßte dann die Verantwortung für etwas übernehmen, gegen das sie selbst immer nur politisch gekämpft hat, und die Opposition, die wirklich die Verantwortung dafür hat, könnte diese Tatsache mit weiteren Lügen von sich weisen und endlich auch auf militärische Weise zeigen, daß sie und warum sie so richtig „gut“ ist.

6947

Es ist jedoch nicht damit zu rechnen, daß alle Blockparteien der Weltpolitik (UNO, IWF, Weltbank, EU usw.) bis unter die 5-Prozent-Hürde rutschen werden. Also besteht für Merkel, die 1954 in Hamburg geboren wurde (übrigens: wer nannte denn 1954 in Deutschland sein Kind „Angela“?) und nur wenig später mit ihren kommunistischen Eltern in die kommunistische DDR übersiedelte und dort eine „Superkarriere“ machte, keine echte Gefahr und kann weitermachen. Am liebsten würde sie doch sowieso gleich mit der SED-Nachfolgepartei und den Grünen weitermachen, die ja beide leider zuzulegen scheinen.

6948

Danke für den Text, Herr Krause (**). Er bezieht sich ja auf ein Buch von Menno Aden: Kulturgeschichte der deutschen Erfindungen und Entdeckungen von Albertus Magnus bis Konrad Zuse, 2017.

In einer Welt, die alles Deutsche, alles Abendländische, alles Europäische, alles Weiße abschaffen will, in einer Welt also, die so rassistisch ist, wie sie es zuvor noch nie gewesen ist, in einer solchen Welt ist es fast schon ein Wunder, wenn man noch auf einen Text wie diesen hier trifft.

Interessant finde ich auch, daß hier Oswald Spenglers geistige Leistung mit „Auf- und Abstieg von Hochkulturen als biologisch vorgezeichnetes Geschehen“ (**) wiedergegeben ist, zumal ja gerade die heutige Zeit viel mehr noch als die Zeit, in der Spengler lebte (1880-1936), zeigt, wie recht er hatte mit seinen Vorhersagen über den Untergang des faustischen Abendlandes. „Das Mittel, tote Formen zu erkennen, ist das mathematische Gesetz. Das Mittel, lebendige Formen zu verstehen, ist die Analogie. Auf diese Weise unterscheiden sich Polarität und Periodizität der Welt.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1917, S. 4 **). Aufgrund der Analogie, vor allem der zwischen dem Untergang der apollinischen Antike und dem Untergang des Abendlandes, gelang es Spengler, den Untergang des Abendlandes genauer zu bestimmen, und zwar sowohl hinsichtlich seines zu Beginn des 20. Jahrhunderts schon vergangenen als auch hinsichtlich seines noch zukünftigen Prozesses, der frühestens in, spätestens nach „den ersten Jahrhunderten des nächsten Jahrtausends“ (ebd., S. 140 **), wahrscheinlich 2200 beendet sein wird, denn „nach 2200“ (ebd., S. 70 **) wird Spengler zufolge bereits die nachgeschichtliche Zeit, also die Zeit der Erstarrtheit, Vergreistheit des Abendlandes sein. Ich hoffe, daß auch diese Vorhersage richtig ist - wegen der Generationengerechtigkeit, denn unsere Nachkommen, die an Anzahl zwar abnehmen, sollen möglichst alle mindestens so glücklich leben können, wie wir es heute tun. Ich fordere mehr Generationengerechtkeit!

6949

Kopie.

 

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