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<= [1591][1592][1593][1594][1595][1596][1597][1598][1599][1600] =>

Jahr  S. E. 
 2001 *  1
 2002 *  1
 2003 *  1
 2004 *  3
 2005 *  2
 2006 *  2
2007 2
2008 2
2009 0  
2010 56
2011 80
2012 150
2013 80
2014 230
2015 239
2016 141
2017 160
2018 30
2019 18
2020 202
2021 210
 
S.
1
2
3
6
8
10
12
14
14
70
150
300
380
610
849
990
1150
1180
1198
1400
1610
 
P. Z.
 
100%
50%
100%
33,33%
25%
20%
16,67%
 
400%
114,29%
100%
26,67%
60,53%
39,18%
16,61%
16,16%
2,61%
1,53%
16,86%
15,00%
 
S.E. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
0,0048
0,0049
0,0050
0,0044
0,0198
0,0384
0,0702
0,0819
0,1219
0,1581
0,1726
0,1885
0,1813
0,1754
0,1946
0,2129
 
K.  
1
1
1
3
2
2
2
4
0  
158
97
246
169
1614
1579
1950
1102
79
26
671
883
 
S.
1
2
3
6
8
10
12
16
16
174
271
517
686
2300
3879
5829
6931
7010
7036
7707
8590
 
P. Z.
 
100%
50%
100%
33,33%
25%
20%
33,33%
 
987,50%
55,75%
90,77%
32,69%
235,28%
68,65%
50,27%
18,91%
1,14%
0,37%
9,54%
11,46%
 
  K.  
S. E.
1
1
1
1
1
1
1
2
0
2,82
1,21
1,64
2,11
7,02
6,61
13,83
6,89
2,63
1,44
3,32
4,20
 
  K.  
T.
0,0039
0,0027
0,0027
0,0082
0,0055
0,0055
0,0055
0,0109
0
0,4328
0,2658
0,6721
0,4630
4,4219
4,3260
5,3279
3,0192
0,2164
0,0712
1,8333
2,4192
 
 K. (S.) 
S.E. (S.)
1
1
1
1
1
1
1
1,143
1,143
2,486
1,807
1,723
1,805
3,770
4,569
5,888
6,027
5,941
5,873
5,505
5,335
 
K. (S.)
T. (S.)
0,0039
0,0032
0,0030
0,0044
0,0047
0,0048
0,0049
0,0057
0,0050
0,0491
0,0693
0,1210
0,1479
0,4596
0,7225
1,0164
1,1362
1,0843
1,0302
1,0710
1,1360
* Von 2001 bis 2006 nur Gästebuch, erst ab 2007 auch Webforen und Weblogs.

NACH OBEN 1591) Kultur, 01.11.2021, 11:52, 11:59, 12:15 (8570-8572)

8570

Further examples of destruction (often called „de[con]struction“):

Le Corbusier: Sainte-Marie de la Tourette near Lyon:

Le Corbusier

Moshe Safdie: Habitat 67 in Montreal:

Moshe Safdie

8571

Further examples of destruction (often called „de[con]struction“):

Daniel Libeskind: Imperial War Museum North in Manchester:

Daniel Libeskind

Militärhistorisches Museum in Dresden:

Militärhistorisches Museum in Dresden

** **

8572

I think that among the pictures I posted, one in particular shows a lot of ugliness, of hatred and fomenting fear, feelings of defeat, powerlessness, being at the mercy etc., in short: of destruction: it is the picture of the „Habitat 67“ in Montreal, „built“ by „Moshe Safdie“.

Moshe Safdie

 

NACH OBEN 1592) Kultur, 02.11.2021, 00:00 (8573)

8573

Can the following painting be a favorite?

Was ist das ?

 

NACH OBEN 1593) Sleyor Wellhuxwell, 10.11.2021, 00:01, 01:02, 22:01 (8574-8576)

8574

Thank you for your self-description (**|**). It shows very clearly that and how much you are brainwashed.

8575

High finance cannot be reprimanded by anyone (except itself) because it has ensured by legal means that no one but itself can prohibit it from doing anything. For example, hedge funds used to be banned, but today the most influential banks are hedge funds themselves. The gigantic bubbles of high finance have no future anymore. They are threatening to burst. Some of them already burst not long ago. So high finance has long since found other ways to expand its power.

8576

As I said before, you only ever describe yourself (**).

Who among the many, many more powerful people than you told you to do that?

Your „big brother“ of high finance?

 

NACH OBEN 1594) Kathrina, 20.11.2021, 17:35 (8577)

8577

Alf wrote:

„Alf wrote:

»I mean, if you look at the following two pictures again and think about art history:

Alf wrote:

›The earliest human cave painting is about 40000 years old. And the human internet picture I posted above is about 4 days old.

== 40000 years ==> Art today

** **

You will probably find very artful times and nearly artless times between them, won’t you?« ** **

** **

The „painter“ or „painters“ of the first „painting“ probably did not know anything about art. The (de)constructor(s) of what you can see in the second picture know only destruction, know nothing more of art. We live in decadent times.

 

NACH OBEN 1595) Great Again, 02.12.2021, 17:35 (8578)

8578

Meno wrote:

„There is really no end to the Malthusuan problem, a previously mysterious , underdeveloped, problem that since exploded into the exterior, that can not be ignored , since it challenges world peace.“ **

Whoever speaks of a Malthusian problem always presupposes that it exists.

Malthus has not only miscalculated, but he has also - out of fear of the proletariat (today: precariat) - relied on his likewise wrong conclusions.

Meno wrote:

„The humongous problem with explosive Chinese population control was previously solved by a simple but useful method:

Little boy babies were spared and prayed for , cause of their work-ability, whereas tiny little girls were drawned in the river.“ **

And once, the „nice guy“ Mao went to the „nice guy“ Stalin and asked him to take military action together with him against the „capitalist world“, i.e. to start a world war, because he could calmly sacrifice half a billion Chinese.

 

NACH OBEN 1596) Otto, 04.12.2021, 14:32 (8579)

8579

„Godwannabes have always failed“ (**|**) - at least in the long run.

 

NACH OBEN 1597) Hubert Brune, 06.12.2021 (8580-8581)

8580

Danke für Ihren Eintrag, Herr Heermann (**).

Aus der „Sicht“ der Natur mag es eine Vergeudung sein, wenn die Ansammlung von Wissen und Kenntnis sich nur auf jeweils einen Menschen bezieht; nur kann die Natur nicht sehen, hat also keine „Sicht“ und kann weder verstehen noch deuten. Sie müßte schon selbst ein Mensch sein, um über die Ansammlung von Wissen und Kenntnis in einem Einzelnen wirklich urteilen zu können.

Weil heute Nikolaustag (6. Dezember) ist, seien zwei Namen erwähnt: Nicolai Hartmann (1882-1950) und Niklas Luhmann (1927-1998), denn die Vornamen dieser beiden Herren mögen an den heiligen Nikolaus erinnern. Sie seien aber auch erwähnt, weil ich auf den Sinn des Sinns, die Bedeutung des Sinns und das Vorkommen von Sinn zu sprechen kommen möchte, denn auch Nicolai Hartmann und Niklas Luhmann haben sich damit ziemlich eingehend beschäftigt.

Reale Sphäre und ideale Sphäre (vgl. Nicolai Hartmann, „Der Aufbau der realen Welt“, 1940)
Hartmanns Schichten innerhalb
der realen Sphäre (1, 2, 3, 4)
und der idealen Sphäre (0)
(4) Geistiges
(3) Seelisches
(2) Organisches
(1) Anorganisches
(0) Ideale Sphäre (**)
Hartmanns Schichtenlehre zufolge gibt es Sinn nur oberhalb der organischen Schicht (**); Luhmanns Systemtheorie zufolge gibt es Sinn nur in den Sinnsystemen (**), was der Aussage Hartmanns im Grunde gleichkommt. „Organisch“ ist jedes Lebewesen, und „Lebewesen“ ist hier so gemeint, wie es die Biologen verstehen. Das Anorganische, das Seelische und das Geistige sind hier also nicht gemeint. So jedenfalls hätte Hartmann das jetzt - sinngemäß (!) - gesagt. Und auch die seelische Schicht reicht nicht aus, um an sich selbst oder anderen (geschweige denn der Natur) „Vergeudung“ festzustellen. Man braucht dazu schon die geistige Schicht, und zwar innerhalb ihrer nicht eine der niederen Stufen (die auch „höhere Tiere“ schon erreichen), sondern schon eine oberhalb dieser. Denn eine Voraussetzung für das Urteil „Vergeudung“ ist ja das Wissen um Rationalität, um Mathematik, um Ökonomie, um so etwas wie „Oikos“ (Haushalt[ung]). Eine Ahnung darüber reicht nicht aus. Davon „‘mal gehört“ zu haben, aber dennoch dessen Bedeutung, dessen Sinn, nicht zu kennen, bedeutet eben auch nur, daß das nötige Wissen fehlt. Wer meint, dieses Wissen nicht zu benötigen, da eine Meinung, noch dazu eine gelenkte, ausreiche, läßt es ebenfall an diesem Wissen fehlen, hat aber den „Vorteil“ (sofern es einer ist), eine Vergeudung bei sich selbst nicht feststellen zu können.

Und Luhmann hätte das jetzt - sinngemäß (!) - ebenfalls gesagt. Auch er sah die Grenze zwischen den Nichtsinnsystemen und den Sinnsystemen dort, wo die Grenze zwischen dem Organischen und dem Seelischen zu finden ist. Nur nannte er das Organische nicht „das Organische“, sondern „lebende Systeme“, und das Seelische nicht „das Seelische“, sondern „psychische Systeme“. Und das Geistige, um das es uns hier geht, nannte er nicht „das Geistige“, sondern „kommunikative Systeme“, „soziale Systeme“ bzw. „kommunikative Wirklichkeiten“, „Gesellschaft“, womit aber auch nur Teile des Geistigen gemeint sind. Das Geistige: die höchste bzw. komplexeste Schicht unter den realen Schichten, wie sie Hartmann verstand; die komplexesten Systeme unter allen Systemen, wie sie Luhmann verstand.

Luhmanns Systeme Meine Systeme
Luhmanns Systeme Meine Systeme

Luhmann zufolge ist das Wirtschaftssystem das komplexeste, aber dieses komplexeste System befindet sich bei ihm ja innerhalb des Gesellschaftssystems (bestehend aus „kommunikativen Systemen“, „sozialen Systemen“ bzw. „kommunikativen Wirklichkeiten“), was nahezu identisch ist mit der geistigen Schicht als der komplexesten und höchsten Schicht bei Hartmann. Luhmanns Begriff der „Gesellschaft“ und Hartmanns Begriff des „Geistigen“ sind in meinem Begriff der „Sprache“ enthalten. Und das, was bei Hartmann als das „Seelische“ und bei Luhmann als die „psychsischen Systeme“ gilt, das verteilt sich bei mir zum einen auf die „ökonomischen Systeme“ und zum anderen auf die „semiotisch-linguistischen Systeme“. Da Sie das Ökonomische angesprochen haben, Herr Heermann, sei hier besonders darauf eingegangen. Unter „Ökonomie“ verstehe ich hier nicht ein hochentwickeltes System, wie es der menschliche Geist nur erschaffen kann und deshalb bei mir auch unter dem firmiert, was Hartmanns Ontologie zufolge das Geistige, Luhmanns Systemtheorie zufolge der höchste bzw. komplexeste Bereich der Gesellschaft bzw. Kommunikation und meiner Gesamttheorie (Philosophie - also einschließlich Ontologie) zufolge der logisch-mathemantische als der höchste höchste bzw. komplexeste Bereich der Sprache ist. Ich verstehe hier ein ökonomisches Seinsverhältnis im ureigentlichsten Sinne, in dem nicht nur das Ökologische berücksichtigt ist, sondern auch die Haushaltung (altgriechisch: „Oikos“), zu der Be-, Ver- und Fürsorgen, kurz die Sorge (im Sinne Heideggers verstanden) gehört: ein Lebewesen braucht eine Umwelt oder ist der Welt ausgeliefert, wie es der Mensch ist (vgl. das „In-der-Welt-Sein“ [Heidegger]); es muß sich Nahrung beschaffen, Nachkommen haben, mit den topographischen Verhältnissen in seiner Umwelt vertraut sein u.s.w. - kurz: sein Organisches (Biologisches), auf dem es ja ruht (vgl. Hartmann), muß mit dem, was es umgibt, in Beziehung gesetzt sein, aus dem Organischen muß eine Organisation geworden sein, und zwar eine, die sich mit der Natur noch verträgt, aber dennoch schon zur Kultur gehört, genauer gesagt: zur Kultur im Sinne der Natur-Kultur.

Natur und Kultur
Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung Abbildung
Natur und Kultur
——› Genese und Metagenese ‹——
Natur und Kultur
Auf zwei „Welten“ (Natur [Körper] und Kultur [Geist]) mit zwei Übergängen basierende acht kleinere „Welten“ mit acht Übergängen,
wobei man sich das Ganze (die „eine Welt“) auch als Spiralbewegung in zwei Richtungen (siehe Abbildungen) vorstellen sollte.

Diejenige Ökonomie, wie sie heute vornehmlich gelehrt und präsentiert wird, ist „nur“ ein Teil der Ökonomie, die ich oben beschrieben habe (die bei allen Lebewesen auf die Umwelt, bei Menschen zusätzlich auf das In-der-Welt-Sein zurückgehende fundamentale Organisation [Sorge {bei Heidegger}] ihres Daseins), d.h. sie gehört dieser als Teil der Sinnsysteme (**) und damit der Kultur an, nur eben als ein späterer, andersgerichteter Teil, weil nun der Geist als die „höheren“ sprachlichen Schichten bzw. Systeme (**) im obigen Sinne sich einmischt, die Ökonomie beeinflußt, d.h. geistig überformt, indem er eine oder mehrere Zweckursachen setzt (vgl. Finalität, Finalnexus) und es danach aus Sicht eines naiven Beobachters so aussieht, als liefe die Ökonomie rein „kausal“ ab, was aber nicht stimmt, denn die von ihm beobachtete „Kausalität“ ist keine natürliche, sondern eine geistige, also eine Finalität.

Dies gilt, sobald der Geist erschienen ist, für die gesamte reale Welt und also auch für alle acht Teilwelten. Auf der einen Seite, die ich in Anlehnung an Walter A. Koch „Genese“ genannt habe (**|**|**|**), zeigt sich die reale Welt ohne geistigen Einfluß, und auf der anderen Seite, die ich in Anlehnung an Walter A. Koch „Metagenese“ genannt habe (**|**|**|**), zeigt sich die reale Welt mit geistigem Einfluß. Betont sei hier, daß zum Geist auch z.B. Wissenschaft, Kunst und Technik gehören, daß er alle Bereiche, also auch sich selbst beeinflußt. Die Natur „kennt“ nicht Physik, Chemie, Biologie und die anderen Bereiche, schon gar nicht so, wie der komplexe Geist sie kennt. So weit wir wissen, gibt es den komplexen Geist nur als menschlichen Geist, und nur er beeinflußt die Natur in dem oben genannten Sinne: Zweckursache (vgl. Finalität, Finalnexus). Alle anderen Lebewesen beeinflussen die Natur entweder lediglich auf eine nicht sinnhafte, d.h. natürliche Weise oder auf eine zwar schon sinnhafte, aber noch planlos ökohafte Weise, wie oben beschrieben.

Wie gesagt: Von der Natur her ist Ökonomie Fundamentalökonomie, d.h. Organisation im Sinne der Art und Weise des Besorgens (z.B. der Nahrung für den Stoffwechsel und damit Selbsterhalt) und Versorgens (z.B. der Nachkommenschaft), bei höheren Lebewesen auch der Fürsorge (Aufzucht, Pflege u.s.w.), und zwar entweder nur innerhalb einer Umwelt, an die sich angepaßt werden muß, oder aber sowohl innerhalb einer Umwelt, an die sich nur zum Teil angepaßt werden muß, nämlich auf jene natürliche Weise, als auch innerhalb der Welt, an die sich auf nur kulturelle Weise angepaßt werden muß, was eine Distanzierung von der natürlichen Umwelt so weit wie möglich bedeutet, wie es bei den Menschen, den Luxus-Lebewesen, üblich ist - dank ihrer geistigen Fähigkeiten.

Von „Vergeudung“ kann man also im Zusammenhang mit der Natur (dem Anorganischen und dem Organischen) nur dann sprechen, wenn man die Natur, die an sich sinnlos ist, versinnlicht. Didaktisch ist das sinnvoll, die Natur selbst aber ist sinnlos. (Wer kennt den Sinn der Natur? Finger hoch!)
Kultur
Natur
Es bleibt im Spekulativen, wer z.B. die Sterne versinnlicht, vergeistigt, vermenschlicht, vergöttlicht, im Sinne der Teleologie, Finalität bzw. Determiniertheit deutet, etwa nach dem Wahlspruch: „Sterne haben den Sinn, uns Menschen hervorzubringen“. Nur unter der Voraussetzung, daß bekannt ist, was erkannt ist, d.h. nur von einer hochgeistigen Perspektive aus ist die Aussage sinnvoll, die Natur sei „vergeuderisch“, „verschwenderisch“, „großzügig“, „gönnerhaft“, „spendabel“, „sponsorenhaft“. Sie kann dann auch durchaus wissenschaftlich gemeint sein, obwohl sie mit wissenschaftlichen Methoden nicht bewiesen werden kann. Sie kann zu weiterer Forschung anregen. Schelling sagte einmal: „Die Natur schlägt im Menschen ihre Augen auf und bemerkt, daß sie da ist“ (**). Und Peter Sloterdijk sagte einmal: „Die Sonne ist der absolute Sponsor“ (**). Dieser Satz war nicht ontologisch oder systemtheoretisch, sondern poetisch gemeint.  –  Die Natur kennt keinen Sinn, hat keinen Sinn; die Kultur jedoch kann ohne Sinn gar nicht sein. Es gibt eine Abhängigkeit der Kultur von der Natur „nur“ zu dem Teil, von dem die Unabhängigkeit der Kultur von der Natur nicht betroffen ist. Also gibt es eine Independenz in der Dependenz (**|**).

Man darf nicht vergessen, daß eine „Subjekt-Objekt“-Beziehung der Wirklichkeit widerspricht, ja widersprechen muß, um der Vorstellung des sich gewiß werden wollenden „Subjekts“, dann der von diesem gesetzten Zweckursache (Finalität), also der technischen „Machenschaft“ (Heidegger) zu genügen. „Subjekt“ und „Objekt“ gibt es lediglich im geistigen Bereich. In der praktischen Wirklichkeit, in der Existenz, im Leben, d.h. aus rein praktischer Perspekive betrachtet, gibt es nur eine aus Einzelwesen und ihrer Umgebung bestehende Einzig(artig)keit, sei es die Welt, wie bei den Menschen, oder die Umwelt, wie bei den restlichen Lebewesen, oder gar das Proton, wie bei den Quarks, wobei jede dieser Umgebungen ihrerseits wieder einer Individualität angehört, deren größte, allumfassendste wir nicht zufällig „Universum“ nennen und damit „Natur“ oder eben „Welt“ meinen. Auch eine Kultur kann nur rein theoretisch die Rolle des „Subjekts“ spielen, weil sie stets der Natur verhaftet bleibt. Trotzdem hat sie diese Möglichkeit zur Theoriebildung und kann mit Hilfe der Theorie sogar auch sehr stark auf die Natur einwirken, so sehr stark sogar, daß man bereits im Weltall die Verschmutzung der Natur sehen kann. Die durch das Subjekt begründete, auf Subjektivität und zuletzt auf Subjektivismus gegründete Subjekt-Objekt-Relation ist also eine rein theoretische (erkenntnistheoretische) Angelegenheit, hat also zunächst nur auf den Geist selbst, doch bei Umsetzung seiner Theorie in die Praxis auch solche Folgen, die gar keine Alternative mehr zulassen können zu der Steigerung ins Riesenhafte (vgl. Heidegger). Hier zeigt sich, wie stark die Theorie gegenüber der Praxis werden kann, wie sehr der Geist die Natur vergewaltigen kann, auch wenn wir wissen, daß die Natur nicht völlig zerstört werden kann, sondern letztlich Sieger bleiben wird im Krieg des mit Hilfe der durch seine Zweckursache (Finalität) herbeigeführten Technik des Geistes gegen die durch ihre Kausalität herbeigeführte Technik der Natur, die zwar relativ leicht (für einen intelligenten Menschen allerdings nur) zu durchschauen, aber dennoch nicht zu besiegen ist.

Nach meinem Dafürhalten sind Sie entweder ein Hochgeistiger oder ein Hochgeistlicher, Herr Heermann.

Gönnerhafte Grüße.

Hubert Brune

P.S.) Da Sie sagten, daß „jeder Mensch ... ohne jedes Wissen und ohne jede Kenntnis“ beginne „und ... mit angesammeltem Wissen und angesammelter Kenntnis“ sterbe (**), lassen Sie mich bitte die These vertreten, daß die Individualität von Anfang an in der Welt ist, also nicht entsteht, etwa durch Individuation, die es gar nicht gibt. Dazu noch einmal Nicolai Hartmann: „Man darf ... sagen, es gibt kein principium individuationis, und es bedarf auch eines solchen nicht. Ja, es gibt auch im strengen Sinne keine »Individuation«, sondern nur Individualität. .... Individualität ist nicht Individuation. Sie bedarf keines Prinzips neben dem sonst alles beherrschenden Prinzipien.
Reale Sphäre und ideale Sphäre (vgl. Nicolai Hartmann, „Der Aufbau der realen Welt“, 1940)
Dort, wo sie wirklich zuhause ist, in der Realsphäre (**), entsteht sie nicht nachträglich - hinter dem Allgemeinen her, das da unfähig ist, sie zu bestreiten -, sondern ist von vornherein und mit dem Allgemeinen zugleich da.“ (**). Was aber bedeutet „Individualität“? Sie bedeutet Einzigkeit (Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit), ist aber dennoch zweifach zu verstehen: als quantitative Einzigkeit und als qualitative Einzigkeit (Einzigartigkeit). „Individualität gibt es nur in der realen Sphäre, denn nur das real Seiende ist ein vollständig Bestimmtes: ideales Sein ist unvollständiges Sein, Wesenheiten stufen sich zwar nach genus und species ab, bleiben aber stets allgemein. Das Sosein einer Sache aber, wenn man es in der Betrachtung von ihrem Dasein abtrennt, ist »neutral« gegen Idealität und Realität; denn der Unterschied der Seinsweisen hängt nicht an ihm, sondern am Dasein. .... - Am Sosein als solchem also kann das »Nur-einmal-Dasein« nicht liegen, denn es ist Sache des Daseins, und zwar ausschließlich des realen Daseins. Es gibt natürlich sehr wohl die Wesenheit eines Individuellen - die quidditas des einmaligen Realen in seiner Einmaligkeit -, aber sie ist keine individuelle Wesenheit. Sie bleibt allgemein in dem Sinne, daß die Einzigkeit des Realfalles (sein Nicht-Wiederkehren) nicht an ihr liegt, sondern an der Artung der realen Welt. Die Einzigkeit hängt am Gefüge des Realzusammenhanges, sofern dieser eben strukturell (relational und determinativ) so geartet ist, daß er das in allen Stücken Identische nicht zum zweiten Mal hervorbringen kann: dieselbe Sache würde zum zweiten Mal in anderen Seinsverhältnissen und anderen Determinationsverkettungen stehen und, da diese ihr nicht äußerlich sind, sondern ihre Beschaffenheit mit bestimmen, schon dadurch allein eine andere sein. Der Realzusammenhang der Welt ist aber selbst einzig. Darum allein ist alles das, was in ihm steht, auch einzig.“ (**). Der Realzusammenhang der Welt also selbst ist einzig und kann nichts zum zweiten Mal hervorbringen. Einzigkeit gibt es nicht einem Prinzip, auch nicht dem Sosein, sondern einzig dem Dasein nach.

8581

Nun, Herr Heermann (**), wenn wir davon ausgehen wollen, daß etwas und nicht etwa nichts (vgl. Leibniz) ist, und gleichzeitig wissen wollen, was dieses ist, dann sind wir schon mitten in der Ontologie, einer philosophischen Disziplin; denn die nichtphilosophischen Wissenschaften ignorieren sowohl das Dasein (Daß-Sein, Existenz) als auch das Sosein (Was-Sein, Wesen, Essenz), obwohl sie beides ständig stillschweigend oder unwissend voraussetzen. Eine philosophische Wissenschaft wie die Ontologie ist also eine durchaus sinnvolle Angelegenheit.

Das Unteilbare als das Individuelle gilt als die Einzigkeit bzw. Einzigartigkeit und bildet mit dem Allgemeinen zusammen einen Elementargegensatz, nämlich einen der Gegensatzpaare der Qualitität, die mit der Quantitat zusammen ebenfalls ein Gegensatzpaar bildet, welches Nicolai Hartmann zufolge zu einer der drei Gruppen der Fundamentalkatgeorien gehört (**).

Früher galt das Allgemeine mehr als das Individuelle. Mit dem Universalienstreit begann diese Geltung zu bröckeln - führend hierbei war zunächst der in Köln lehrende Duns Scotus und nach ihm der in München lehrende Wilhelm von Ockham, letzterer mit Argumenten, die die Universalien als die Allgemeinbegriffe theoretisch vom Thron stießen und auch praktisch vom Thron gestoßen hätten, wenn nicht die päpstliche Macht es vorerst verhindert hätte, daß der Ockhamismus, auch „Nominalismus“ genannt, sich dennoch behaupten konnte. So ging die Zeit der Vorherrschaft des Allgemeinen über das Individuelle zu Ende; und dieses Ende war eine Voraussetzung dafür, daß die Individualität sich gegenüber dem Allgemeinen emanzipieren und bald auch so durchsetzen konnte, wie es bei Emanzipationsbewegungen, abgesehen von Ausnahmen, die Regel ist: Übernahme der Vorherrschaft. Seitdem gilt die Vorherrschaft der Individualität gegenüber der Allgemeinheit. Daher die berechtigte Frage: Ist das in Ordnung? Nein! Denn das Individuelle herrscht nicht vor, sondern enthält das Allgemeine in sich, mit dem es gemeinsam - bei voller Gleichstellung - herrscht:

„Der Alleinherrschaft des Allgemeinen im idealen Sein entspricht demnach keineswegs eine Alleinherrschaft des Individuellen im realen. Hier haben wir vielmehr die volle Gleichstellung: alles Reale ist zwar individuell, aber das Allgemeine ist im Individuellen selbst mit real. Der Unterschied in der Stellung beider ist zwar greifbar, aber er ist nicht ein solcher des Vorranges. Die oft proklamierte Priorität des Allgemeinen, bei der das Einzelne als kombinatorisches Resultat dasteht, hat sich als irrig erwiesen: alles Vorherrschen des Allgemeinen vor den Fällen ist bloß ein solches in der idealen Sphäre, ideales Sein aber ist selbst nur unvollständiges Sein. Eine Priorität des Individuellen aber ist erst recht nicht haltbar, weil stets schon gemeinsame Züge das Einzelne verbinden. Leibniz, der in der Monadenmetaphysik hiermit Ernst machen wollte, konnte es auch nicht vermeiden, die Mannigfaltigkeit der Einzelsubstanzen durch eine Fülle gemeinsamer Wesenszüge zu bestimmen. Er setzte also gleichfalls das Allgemeine schon voraus.“ **

Zwar finden Sie auf meinen Internetseiten nur wenige Argumente für, aber viele Argumente gegen das Individuelle, aber der Grund dafür ist die quantitative Übermacht des Themas „Kultur“ gegenüber dem Thema „Natur“ (**|**) und die Tatsache, daß im kulturellen Bereich und besonders in der abendländischen Kultur die Individualität wie eine Gottheit angebetet wird, wogegen ich mich wehre. Mein Eintreten für die Individualität ist dennoch nicht unerheblich, und auch jetzt möchte ich eine Lanze für das Individuelle brechen.

„An keinem der Elementargegensätze tritt der Unterschied der Seinssphären so greifbar zutage wie an dem von Allgemeinheit und Individualität. Das Allgemeine ist beiden Sphären gemeinsam, das Individuelle scheidet sie radikal. Im idealen Sein gibt es nur Allgemeines. Es stuft sich dort zwar mannigfach ab, es reicht herab bis zur »Wesenheit eines Individuellen«; aber auch von dieser hat sich gezeigt, daß sie keineswegs »individuelle Wesenheit« ist. Die ideale Seinssphäre kennt kein Individuelles. Alle wirkliche Einzigkeit gehört dem Realen an.“ **

Vielleicht waren Sie, Herr Heermann, mit Ihrer Frage, ob „das Individuelle wirklich von Anfang an existent“ (**) sei, von dem Gedanken beherrscht, die anorganische Natur sei vom Individuellen vielleicht gar nicht betroffen; doch da muß ich besonders stark widersprechen, denn die Tatsache, daß das Individuelle in der anorganischen Natur kaum bemerkt wird, ist kein Beweis für die Nichtexistenz des Individuellen in der anorganischen Natur; es ist sogar so, daß man sagen muß, daß wir ohne das Individuelle in der anorganischen Natur gar keine Unterschiede in ihr feststellen könnten, weil alles gleich aussähe, weil alles allgemein wäre, so wie im idealen Sein, wo es zwar Abstufungen geben mag, die man auch als „Unterschiede“ bezeichnen mag, die uns aber nichts über das reale Sein vermitteln können. Da wir aber Unterschiede in der anorganischen Natur feststellen können, können wir wissen, daß das Individuelle genauso alt sein muß wie die Natur selbst. Denn wir können in unserer realen Welt immer nur die Natur erkennen, die das Individuelle enthält.

Andererseits können wir uns auch mit der Frage beschäftigen, ob diese „reale Welt“ überhaupt existiert - bei einer Verneinung dieser Frage wären wir dann im Bereich des Solipsismus als des extremen Subjektivismus -, oder zwar akzeptieren, daß sie existiert, aber der Frage nach ihrem vielleicht doch existenten Sinn nachgehen, obwohl ich in meiner letzten Antwort gesagt habe, daß es einen Sinn der Natur nicht gibt (**|**). Ich habe nichts gegen solche Fragen.

Mit freundlichen Grüßen.

Hubert Brune

 

NACH OBEN 1598) Kathrina, 08.12.2021, 00:04; Kultur, 08.12.2021, 22:22, 23:32; Otto, 08.12.2021, 23:37 (8582-8585)

8582

Wendy Darling wrote:

It is against your freedom

**

It is a weapon against 99% of all humans; it is a chemical and biological weapon, and as such it is against the health and against the freedom of those 99% of all humans, and that ultimately means: against the lives of those 99% of all humans.

The reasons for vaccination have nothing to do with any disease. Behind it there is another cause of purpose (finality - as the philosopher knows), set by an evil human mind. Where? Supposedly in China. Really? Maybe.

So all those who did not get vaccinated against influenza in the past - before „Corona“ („Covid-19“) - are guilty that many people had to die miserably of influenza?

My brother and my nephew got - supposedly proven - „Corona“ („Covid-19“). Both almost never noticed the „disease“, had hardly any symptoms, were only a little listless (tired). They continued to work as if nothing had happened.

It is against your freedom and your health and your life

Did 99% of all humans used to get vaccinated when there was a flu epidemic before „Corona“ („Covid-19“)? Any previous flu was worse, more evil, more dangerous than „Corona“ („Covid-19“) is.

The more and the longer vaccinations will be given, the worse, more evil, more dangerous „Corona“ („Covid-19“) will become.

Or are we not allowed to say all that anymore either?

8583

Interesting. Thank you for the film (**).

Especially the young Heidegger fought very strongly against psychologism and historicism. Already his dissertation was directed against psychologism (**). And also in his main work psychologism together with historicism is the object of Heidegger's criticism. This attitude towards psychologism and historicism is typical for the time. Already Nietzsche had turned against historicism in his book „Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben“ in 1874. Spengler, however, did not do so, although the hostility against historicism was even stronger at the very time when Spengler wrote the first volume of his major work (1911-1918) than it had been in 1874. Heidegger, however, kept his reservations about psychologism and historicism until the end of his life. If one comes across the noun „Historie“ or the adjective „historisch“ in his books, one can be prepared for a negative judgment; but if one reads the noun „Geschichte“ or the adjective „geschichtlich“, the judgment is positive. Heidegger was himself very much historically (thus: geschichtlich) oriented. So his critique was directed at historicism; and historicism „produces“ history (Historie), but not history (Geschichte).

There is again a translation problem here. The German nouns „Geschichte“ and „Historie“ always have only one equivalent in English: „History“. The same applies to the German adjectives „geschichtlich“ and „historisch“: „historical“. There is no equivalent in English for the noun „Geschichte“ nor for the adjective „geschichtlich“.

Geschichte, Historie, History

Heidegger, at any rate, wanted to make clear by the use of the different words that he was, on the one hand, a very historically (geschichtlich) thinking person, but on the other hand, not a historistically (historisch), namely not a historistically (historistisch) thinking person. From his point of view, the latter was the case with Spengler.

(I did not understand everything the man said in the film, since he speaks heavily with an accent and does not pronounce the German names in German. In the flow of speech something gets lost. Well, I should have listened to it another time.)

But it seems that in Heidegger's critique of Spengler, historicism plays a big role. Right? And that Spengler did not think like Heidegger is clear anyway. Besides, Spengler didn't take philosophy very seriously. Heidegger could have learned from him, too. Because Heidegger had to separate himself with increasing age more and more from philosophy, because he noticed that his „thinking“ („Denken“) can not be covered by philosophy. Therefore, from a certain point on, he spoke only of the „Denken“ („thinking“) instead of „Philosophie“ („philosophy“).

Spengler was primarily oriented to Goethe; and Goethe may have been a philosopher too; but he would not have attached much importance to being called a „philosopher“; and so was Spengler.

8584

I was reading on ILP yesterday, and I have to say that at least 80% of the members (posters) there are just spreading stupidities. Their texts often do not even reach the level of an uneducated.

8585

Self-isolation is meant mainly in the sense of the group. So, in this sense, the group is the self. The individual selves within the group only participate to 80-99% as one group anyway.

 

 

NACH OBEN 1599) Kultur, 21.12.2021, 00:17, 22:08 (8586-8587)

8586

Everything is „Geschichte“.

(Geschichte) „Geschichte“ comes from „Geschehnis“ („happening“), from what „ist geschehen“ („has happened“) and „geschieht “ („happens“) - including what „geschah“ („happened“) and „geschieht “(„happens“) to you and others. Another word for „Geschehnis“ („happening“) is „Ereignis“ („event“). So „Geschichte“ also means „event“, especially „sequence(s) of event(s)“. (Geschichte) Moreover, „Geschichte “ means „Wissen“ („knowledge“), „Tun“ („doing“) and „Erzählung “ („telling“) of what „happened“ and „happens“.

When did the „Historie“ begin? According to Heidegger (**), with the Church Fathers (they began in the 1st century), and that means for him: with the end of the Ancient Greekity. Others say that the „Historie“ began with the early, the high or the late Middle Ages. With a clear conscience one can say that the „Historie“ began in the 15th century. In any case, either still in the Middle Ages, but at the latest in the 15th century, the following meeting took place: (Geschichte) „Geschichte“ as „Geschehnis“ („happening“), „Begegnung“ („encountering“) and „Tun“ („doing“) came together with (Geschichte) „Geschichte“ as „Wissen“ („knowledge“), „Erzählung“ („telling“) of „Geschehnis“ („happening“), „Begegnung“ („encountering“) and „Tun“ („doing“). So „Geschichtswissenschaft “ („science of history“ [GeschichteGeschichte]) and „Historie“ (GeschichteGeschichte) emerged from „Geschichte“. But „Geschichte“ remained „Geschichte“, did not change its meaning. It was only added.  –  So much for the history of how „Historie“ emerged from „Geschichte“.

Geschichte, Historie, Historismus
According to the „Historie“, „Geschichte“ is the object of the „Historie“, but the „Historie“ is only a part of „Geschichte“. „Geschichte“ is not a part of anything, because everything is „geschichtlich“, thus: part of „Geschichte“. „Geschichte“ means the story without any analyzing and qualifying, classifying and objectifying or any other determination. It is something between „story“ and „history“ (in the case of being no „Historie“), but never like „Historie“. „Geschichte“ is as such free from historiography, so besides the oral tradition an independent phenomenon, not determined by anything, thus also not by science and technology. When it becomes „written history“, it is already almost „Historie“, but the systematization, the analysis, the qualification, the objectification, etc. - in short: the scientification and technization - are still missing then, and when they are not missing anymore, then this „written history“ has already become historiography, thus „Historie“. Because when something is put in writing, it is only a matter of time until it is systematically misused for power purposes.  –  For example: Despite his use of writing, Thucydides was not a historian of „Historie“, but a historian of „Geschichte“. This is what Heidegger also said (**).

„Historismus“ („historicism“), as part of „Historie“, which is part of „Geschichte“, is merely a „mental superstructure“ or a „subset“ of „Historie“; and „Historie“, as part of „Geschichte“, is merely a „mental superstructure“ or a „subset“ of „Geschichte“. „Geschichte“ is the base. Only it is something of its own. „Historismus“ is nothing without „Historie“ and nothing without „Geschichte“, „Historie“ is nothing without „Geschichte“.

„Historie“ is always already analyzed and qualified, classified, determined, established on the basis of „facts“ („historical facts“) in a scientific and technical manner (ready for the mass media). This means for the critics of historicism: determined by historicism. For the critics of historicism, the historicists were the ones who thought that they could determine everything by means of „Historie“ and therefore relativize everything (as the psychologists do by means of „Psyche“).

Like Heidegger - or even more than him - I criticize psychologism. And just like him - or a little less than him - I criticize historicism.

The following comparison: If the history (Geschichte) were the time and the history (Historie) were the physics, then the history (Historie) could not explain with historical means what the history (Geschichte) is, although it uses the history (Geschichte) constantly as means or category. Also physics is not able to say or to show with physical means or methods what the time is.

History (Geschichte) exists even without historiography; history (Historie) is almost synonymous with historiography.

History (Geschichte) can always be without history (Historie). History (Historie) can never be without history (Geschichte). History (Historie) is part of history (Geschichte), but history (Geschichte) is not part of history (Historie).

Therefore, Heidegger can say: „Alles Historische ist auf das Geschichtliche angewiesen. Dagegen bedarf die Geschichte nicht der Historie. Der Historiker ist stets nur ein Techniker der Publizistik. Vom Historiker unterschieden bleibt der Geschichtsdenker.“ (**). Usual English translation (here of a machine translator): „Everything historical is dependent on the historical. History, on the other hand, does not need history. The historian is always only a technician of journalism. The historical thinker remains distinguished from the historian.“ My translation: „Everything of Historisches is dependent on Geschichtliches. Geschichte, on the other hand, does not need Historisches. The Historiker is always only a technician of journalism. The thinker of Geschichte remains distinguished from the Historiker.

Martin Heidegger

According to Heidegger, „Geschichte“ is the change of the essence of truth. (**) It fundamentally transcends the realm of the historical. Therefore, „Geschichte“ is the „specific happening of the existing human being (Dasein), in such a way that the happening that is »past« in the togetherness and at the same time »handed down« and continuing to have an effect is considered as history in the accentuated sense“ (translated by me [**]). In Heidegger's case, therefore, „Geschichte“ is more distinguished from „Historie“ than in the case of word scientists, lexicologists, philologists and other linguists, even more than in the case of historians, historicists). Particularly memorable is Heidegger's statement in „Sein und Zeit“ („Being and Time“) that history is to be understood as „die Wiederkehr des Möglichen“ („the return of the possible“). Therefore, it also indicates how Dasein must be open and ready for such a return. Thereby, „Geschichte“ or „Geschichtlichkeit“ (often translated as „historicity“, but that - „Historizität“ is just what it is not ) is closely connected with the interweaving of the time ecstasies („Zeitextasen“ [Heidegger]): (1.) „Auf-sich-zu“ („towards-itself“): „Zukunft“ („future“), (2.) „Zurück-auf“ („back-to“): „Gewesenheit“ (mostly, but not exactly like „present perfect“ and in any case no real past, because past is over, but the human as Dasein is not over), (3.) „Begegnenlassen“ („letting-meet“): „Gegenwart“ („present“). It presupposes a truth event and the clearing of Sein (being).

So Heidegger’s understanding of „Geschichte“ is a fundamental ontological one. Against this background, the concept of „Geschichte“ as „Seinsgeschichte“ („Geschichte of being“) merely requires a deepening of this fundamental ontological understanding of „Geschichte“.

Not only „Geschichte“ and „Historie“, but also and even more „Geschichtlichkeit“ and „Historizität“ are clearly distinguished.

If a translator knew little of the German language and little of Heidegger's philosophy and translated into English, for example, he would always translate both „Geschichte“ and „Historie“ as „history“ and both „Geschichtlichkeit“ and „Historizität“ as „historicity“. And as I already said: each time each of these German words would be translated wrongly here.

Martin Heidegger (translated by me): „The apologetic business of cultural Christianity, practiced for a long time (since Irenaeus) in the Occident, is the preform of modern (neuzeitliche) history (Historie). This may never get together with Thucydides, but with Augustine and the civitas dei, from which then finally the very most Christian modern (neuzeitliche) empire of the highest cultural values has become, which once again confirms what it only wants to »revalue«. Therefore - because history (Historie) comes from it - the cultural Christianity can also make use of history (Historie) with a special virtuosity; this Christian way of »rewriting« history (Geschichte) necessarily makes school within the modern (neuzeitlich) age, the more modern (neuzeitlicher) it becomes.“ **

Martin Heidegger (translated by me): „In the hidden rest of this change rests and swings, hangs and sways, freezes and staggers that which one establishes from the »history« (»Historie«), i.e. from the spying out and investigation of the objectified »history« (»Geschichte«), as the events and achievements, i.e. the things and deeds, in short as the facts. These determinations then appear with the gigantic effort of the technical apparatus of modern research and give the appearance that the technique of history is history (Geschichte) itself. One therefore equates »the historical« with the historical (»Geschichtlichen«). From this »historical« one then draws the »balances«, one gives the »valuations« and calculates the »quotas« of the »costs« which »man« has to spend in history (Geschichte). It is probably no coincidence that also a historical (geschichtlicher) thinker of the rank of Jacob Burckhardt, and especially he, moves in the field of view of »balances«, »taxations«, »quotas« and »costs« and calculates history (Geschichte) according to the scheme »culture and barbarism«. Nietzsche, too, makes the »estimating in values«, i.e. the calculating, the final form of the occidental metaphysical thinking.“ **

Martin Heidegger (translated by me): „The history (Geschichte) becomes never accessible to the historical (historischen) research, because this would like to confirm every time already the opinion about the history (Geschichte), namely an unthought, a so-called self-evident, with unthought and by the research and so only consolidates the unthought self-evident.“ **

Martin Heidegger (translated by me): „Because history (Historie) as a »science« arises from a certain form of Occidental history (Geschichte) - its modern (neuzeitlichen) essence - history (Historie) is not only an indifferent superstructure of a knowledge of history (Geschichte) above history (Geschichte), but one of the essential ways in which history is »made«. This historical role of history has not yet been recognized, let alone its significance for the decisive period of modern times (Neuzeit) has not yet been assessed.“ **

Sources:
Martin Heidegger, „Sein und Zeit“, 1927, S. 379.
Martin Heidegger, „Überlegungen“, VII-XI, 1938/’39, in: Gesamtausgabe, Band 95, S. 47.
Martin Heidegger, „Parmenides“, 1942/’43, in: Gesamtausgabe, Band 54, S. 1, 4-5, 80, 81-82, 94-95, 142.

Note:
I myself divide all development roughly into „cosmogenesis“, „evolution“ and „Geschichte“ (**). The physical-chemical (cosmogenetic) includes the biological (evolutionary) as well as the cultural („geschichtlich“) development, but nevertheless all development stages are „geschichtlich“, because the human spirit, which has conceived and just spiritually developed all these development stages, is a part of the „Geschichte“, and this means that „cosmogenesis“ and „evolution“ are parts of the „Geschichte“ too. „Being“ (Heidegger: „Sein“) becomes recognizable only through man (Heidegger: „Dasein“, „Da-Sein“) resp. his „Geschichte“. Without man there would be nothing that could know or experience the menanig of being –  Everything is „Geschichte“.Man’s Thoughts, that is needed for the recognition, is part of the Geschichte. –  Everything is „Geschichte“.

8587

The main point in all this is the distinction between (1) what „happened“ or „has happened“ („happening“ = „Geschehnis“ => „Geschichte“) and (2) what is made out of it („Historie“), how it is influenced, e.g. for the propaganda of the power or also „only“ for the science, but which itself is meanwhile also dependent on the power.

According to Heidegger, „Geschichte“ has always to do with „Sein“ or „Seyn“ (ontolgical difference means the difference between „Sein“ and „Seiendem“), while „Historie“ has much to do with technics, the machination, which relies on calculation and threatens earth and world, i.e.: it basically threatens „Sein“ or „Seyn“.

Historicism is a high modern (civilizational) phenomenon, i.e.: it is very susceptible to nihilism, if not part of nihilism itself.


Martin Heidegger

 

NACH OBEN 1600) Kultur, 28.12.2021, 06:16, 06:41; Hubert Brune, 28.12.2021 (8588-8590)

8588

Just two examples, representative of others: Iambiguous and Peter Kropotkin - these two posters are just brimming with stupidity.

And you yourself (**) have written (as Lorikeet at ILP):

Lorikeet wrote:

„Iambiguous wrote:

»And, in regard to these lies, situated out in sets of circumstances, what specifically makes the masses mediocre?« **

IQ moron...on your level.
100 and lower.
This trash heap wants to be taken seriously an d responded to.

How many have made the mistake and waste weeks, months....years on a pile of genetic trash? ....“ **

You see, you said it yourself: Iambigous has too low an IQ. And this is also true for Peter Kropotkin and others at ILP.

Others again, e.g. Ecmandu, WW_III_ANGRY, Sculptor, are simply mentally ill. But mental illness is just somehow also stupidity.

8589

Satyr wrote:

„Like how they reinvented history to accord with their ideals after the wars.“ **

Yes.

When it is said, for example, that history is „made“, this is true on two levels: (1.) on the level of „history“ („Geschichte“) and (2.) on the level of „history“ („Historie“). The distinction in German between „Geschichte“ and „Historie“ is very meaningful.

And for Heidegger such a distinction is even more very meaningful.

8590

Es bedeutet (**), daß Nietzsche und seine Glaubensanhänger (zumeist aus dem Lager des Pöbels) auch nur Platonisten sind - wenn auch umgekehrte.

 

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