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Drittes Gästebuch
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EINTRAGEN

Einträge 1 bis 22 (im dritten Gästebuch) von 154 (in allen drei Gästebüchern)

Was Wäre Wenn

Eingetragen am Sonntag, 11.09.2022 um 11:09 Uhr 

Ja, was wäre, wenn ...? Ich habe Ihre Ausführungen in diesem Gästebuch zu diesem Thema gelesen, Herr Brune, und halte sie für sehr interessant. Danke dafür.

Weil heute der 11. September ist, der an die Anschläge auf New York und Washington zum 21. Mal erinnert, frage ich: Was wäre, wenn diese Anschläge New York und Washington beispielsweise auf atomare Weise völlig zerstört hätten?

Freundliche Grüße.

W.W.W.

Kommentar von Hubert Brune:


Danke für Ihren Gästebucheintrag, Herr Wenn.

Ich nehme an, Sie meinen mit den „Auführungen in diesem Gästebuch zu diesem Thema“ (**) meinen Text zum Thema Antike und Abendland bezüglich der Frage, was wäre oder nicht wäre, wenn Arminius keinen Erfolg gehabt hätte und über die linksrheinischen Gebiete Germaniens hinaus auch die rechtsrheinischen bis zur Elbe römische Provinz geblieben oder sogar auch noch die rechtselbischen bis zur Weichsel oder ncoh weiter eine solche geworden wären. (Vgl. meine Kommentare vom 28.07.2020 [**] und vom 30.07.2020 [**].
Arminius (etwa 17. v. Chr. - etwa 21 n. Chr.)Arminius (etwa 17. v. Chr. - etwa 21 n. Chr.)Germanicus (15. v. Chr. - 19 n. Chr.)
Hätte Arminius mit seiner Gefolgschaft aus verschiedenen germanischen Stämmen nicht über Rom gesiegt, wäre, wenn nicht weiterer Widerstand erfolgt wäre, vielleicht nach und nach ganz Germanien römisch geworden und keine faustisch-abendländische Kultur entstanden. Das ist die für alle weiteren Entwicklungen bis heute wichtigste Erkenntnis derjenigen Geschichte, in der es zwischen den Germanen und den Römern unvermeidlich zu immer größeren und sich zudem immer mehr zugunsten der Germanen auswirkenden Konflikten kam, d.h.: in der Zeit von 113 v.C., als bei Noreia (im heutigen Kärnten) die Kimbern und Teutonen die Römer besiegten, bis 476 n.C., als der Rom und ganz Italien erobert habende Ostgote Odowaker den letzten römischen Kaiser (er hieß Romulus Augustulus) absetzte, was das Ende Roms, das zuvor schon von anderen Germanen erobert worden war, endgültig besiegelte.

Am 17.11.2018 schrieb ich:

„Rom war einfach nicht fähig, ganz Germanien zu erobern, sondern konnte nur die linksrheinischen Gebiete Germaniens als Provinzen (Nieder- und Obergermanien [**|**|**|**]) bis zuletzt halten; zeitweise, nämlich von 12 v. Chr. bis 9 n. Chr., waren auch die germanischen Gebiete bis zur Elbe römische Provinz (**|**), jedenfalls offiziell, praktisch vielleicht eher nur die Gebiete bis zur Weser oder Oker oder Aller, später, seit 74, auch wieder das in diesem Gebiet zwischen Rhein und Elbe befindliche Dekumatland bis zum Limes (**|**), der 254 aufgegeben werden mußte (**). Germanien reichte aber in Richtung Osten sogar noch über die Weichsel hinaus (**|**) und in Richtung Norden bis Nordskandinavien, wo auch heute noch die germanische Nordgrenze ist. Die Römer hielten das Kaspische Meer für eine Bucht des nordischen Ozeans () und waren und blieben schon deshalb an einer Eroberung des ganzen Germaniens interessiert, denn für sie hätte diese Eroberung bedeutet, daß ihr Weltreich nur noch natürliche Grenzen gehabt hätte: den Ozean im Westen, Norden und Osten und die Wüsten im Süden (einschließlich Südosten und Südwesten). Wie gesagt: Schon Cäsar erstrebte diese natürlichen Grenzen für Rom, und die Umsetzung seiner diesbezüglichen Pläne begannen schon, bevor er ermordet wurde (**).

Die Behauptung bestimmter spätmoderner Geschichtswissenschaftler, daß Rom - 9 n. Chr. (Varus’ Niederlage) oder 15/16 n. Chr. (Germanicus’ Scheitern) oder später die Eroberung Germaniens „aus Kostengründen“ aufgegeben hätte, ist falsch. Rom wollte und versuchte immer wieder, in die Lage zu kommen, Germanien zu erobern, und erst als es bemerkte, daß es zu dieser Eroberung nicht fähig war, gab es diese wegen seiner Unfähigkeit dazu auf. Roms diesbezüglicher Fehler lag also in seiner Unfähigkeit, ganz Germanien oder auch nur halb Germanien zu erobern und danach auch dauerhaft unter Kontrolle zu halten. Rom mußte nicht »verzichten« und tat es auch nicht, jedenfalls nicht wirklich, sondern hätte in Form bleiben müssen, doch in Form war es zu der Zeit, als es um die Eroberung Germaniens ging, nicht mehr.“ (Hubert Brune, E-Brief, 17.11.2018, 22:18 **).

Der Fehler der Römer gegenüber den Germanen in der Zeit von 113 v.C. bis 476 n.C. - das sind summarisch immerhin 589 Jahre (!) - war also nicht so sehr diese oder jene Strategie, sondern hauptsächlich der, daß die Römer gegenüber den Germanen zu der Zeit mehr für Roms Zukunft hätten tun müssen, als sie noch in Form waren. Doch die Zeit der Bürgerkriege, die in etwa von 133 v. Chr. bis 31 n. Chr. dauerte, ließ außenpolitische Erfolge nur im linksrheinischen Germanien, aber nicht in dem riesigen rechtsrheinischen zu, weil Roms innenpolitische Krisen so extrem waren, daß es allein dadurch schon fast zum Ende gekommen wäre; und danach war es zwar innenpolitisch gefestigter als in der Zeit der Bürgerkriege, doch außenpolitisch zu schwach für eine Eroberung des gesamten Germaniens. Wer innenpolitisch nicht in Form ist, kann dieses innere Nicht-in-Form-Sein durch außenpolitische Erfolge noch etwas berichtigen; wer anschließend aber auch noch außenpolitisch nicht in Form ist, kann dieses äußere Nicht-in-Form-Sein kaum noch berichtigen, auch dann nicht, wenn die innere Form etwas besser geworden ist oder eben doch nur besser geworden zu sein scheint.

Sicher ist also auch nicht, ob Cäsar der richtige Mann für die Eroberung des gesamten Germaniens gewesen wäre, obwohl er die ja auch strategisch gut durchdacht und geplant hatte, ja sogar kurz vor seiner Ermordung schon dabei war, sie zunächst einmal, in der ersten Stufe sozusagen, durch Siege über die Parther und andere Völker vorzubereiten. Denn Cäsar wollte nach dem Sieg über die Parther u.a. vom Partherreich aus in Richtung Kaukasuspässe und Kaspisches Meer, das damals als eine Bucht des nordischen Ozeans galt (), also von Südosten und Osten her den Germanen in den Rücken fallen, sie von hinten überfallen (sozusagen), so daß Rom als Weltreich nur noch vom Ozean und von Wüsten umgeben wäre. (Vgl. Eduard Meyer, Caesars Monarchie und das Principat des Pompejus, 1918, S. 472-475, bes. 475). Dieser Krieg Cäsars war schon in Vorbereitung, bevor Cäsar ermordet wurde.

Vgl. in meinem E-Brief vom 18.11.2018 unter dem Titel: „Rom konnte gegen Germanien einfach nicht gewinnen“. **

Lug und Betrug
Zu den Anschlägen auf New York und Washington am 11.09.2001.

Wenn die Anschläge auf New York und Washington atomar erfolgt wären und dabei beide Städte völlig zerstört worden wären, dann wäre mit höherer Wahrscheinlichkeit viel mehr Panik ausgebrochen, auch bei den Politikerdarstellern, weil in dem Fall die Wahrscheinlichkeit für weniger Lüge und mehr Wahrheit ebenfalls höher gewesen wäre.

Wohl nicht zufällig reimt sich „Nine Eleven“ auf „Twelve Seven“ und auch auf Two Twenty Seven“. **

Mit freundlichen Grüßen.

Hubert Brune

Shirsh

Eingetragen am Samstag, 16.07.2022 um 16:25 Uhr 

Ich glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schliesst, wir in in einem Lichte stehen, von welchem unsere Sonnenlicht nur der Schatten ist.
Arthur SCHOPENHAUER.

Sehr geehrter Herr Brune

Bitte um Nachsicht mich nach Jahren wieder einmal mit einem Zitat in Ihrem jetzt bereits dritten Gästebuch einen Eintrag zu tätigen.
Mein letzter datiert von 2020.
Diesbezüglich kann ich mich nur wiederholen:
Phantastisch... da wurde ja seither viel geschrieben.
Einmal mehr hoch Interessantes.
Fast möchte ich gestehen, dass mich ihre Kommentare zu Gästebuch Einträgen mehr interessieren als Ihr eigentlicher Webauftritt, auch schon etwas abschätzig kultureller Viertakter genannt. Warum? Diese erlauben, mir jedenfalls, Ihre Theorie besser zu erfassen Theorie? Vielleicht nicht die richtige Bezeichnung. Bleiben wir bei Webangebot. Angesichts der Fülle von Wissen das Sie damit vermitteln, bleibe ich dabei es auch als ein Art Enzyklopädie zu erkennen. Wie immer auch, Enzyklopädisten verfolgen mit ihren Werken und Schriften nicht nur Vermittlung von Wissen in der Hoffnung, dass es an den Mann kommt, sondern haben Absichten, die zu Zeiten der so genannten Aufklärung zu Revolutionen geführt haben. REVOLUTIONEN???
Was ist das, was sind sie???
Meistens nichts anders als ein Wechsel der Machthaber... Niemals aber etwas zum WOHLE des Volkes. Tut mir Leid komme später darauf zurück.
Vorerst beste Grüsse.

Kommentar von Hubert Brune:


Danke für Ihren Gästebucheintrag, Herr Shirsh.

Mann, bin ich froh, daß Sie nicht einer der beiden Stalker sind, die hier in letzter Zeit umherirren, mein Gästebuch für ihren geistigen Müll mißbrauchen und ständig von mir verlangen, ich solle mich so, als wäre ich ihr Ersatz-Vater, um ihre Minderwertigkeit kümmern. Da Sie Arthur Schopenhauer erwähnt haben, sei noch einmal gesagt, daß auch er - genauso wie Richard Wagner - eine solche Ersatz-Vater-Rolle für Friedrich Nietzsche gespielt hat. Man muß nur, wenn man kann, die damaligen gegen die jetzigen Verhältnisse austauschen, um genauer zu verstehen, was mit diesem Vergleich zwischen den beiden Stalkern und Nietzsche gemeint ist, die außer dieser Suche nach einem Ersatz-Vater mit Nietzsche ja gar nicht zu vergleichen sind, es sei denn, daß man auch noch deren Lebensalter berücksichtigt, denn die beiden Stalker sind in ihren 40er Jahren so wie Nietzsche zu jener Zeit in den seinigen, in der sein Wunsch nach einem Ersatz-Vater bereits solche Dimensionen angenommen hatte, daß er bald darauf in geistige Umnachtung fiel, also verrückt wurde, in die Irrenanstalt eingewiesen werden mußte.

Ordner

Weil Sie dabei bleiben wollen, mein Webangebot „auch als eine Art Enzyklopädie zu erkennen“, so sprechen Sie damit die Gliederung meines Webangebots an. Diese Gliederung geht zurück auf die Anfänge der Geschichte meines Webangebots, die 1993 begann, also sogar noch acht Jahre vor dessen erster Veröffentlichung (20. April 2001 [**]), die ich bekanntlich als dessen „Geburt“ bezeichne. In der rechten Abbildung sehen Sie die Form, die mein Windows-Explorer für die Gliederung meines Webangebots anzeigt. Mein Webangebot besteht aus einer Enzyklopädie und einem Rest; zu dieser Enzyklopädie gehört ein Hauptthema und ein Rest; das Haupttheman wiederum umfaßt eine Gesamttheorie (Philosophie) und einen Rest; und diese Gesamttheorie (Philosophie) besteht aus vier Einzeltheorien und einem Rest. - „Es gibt in meinem Webangebot also auch Seiten, die nicht zur Enzyklopädie, nicht zum Hauptthema, nicht zur Gesamttheorie, nicht zu den vier Einzeltheorien, aber trotzdem zum Webangebot gehören; alles andere gehört ebenfalls zum Webangebot, aber eben auch zur Enzyklopädie. Nicht alles Enzyklopädische deckt sich mit dem Hauptthema, der Gesamttheorie und den vier Einzeltheorien; aber alles Hauptthematische, Gesamttheoretische und Einzeltheoretische gehört zur Enzyklopädie. Das Hauptthema deckt sich nicht in Gänze mit der Gesamttheorie und den vier Einzeltheorien; aber alles Gesamttheoretische und Einzeltheoretische gehört zum Hauptthema und also auch zur Enzyklopädie. Nicht alles Gesamttheoretische deckt sich mit den vier Einzeltheorien; aber alles Einzeltheoretische gehört zur Gesamttheorie, also auch zum Hauptthema und zur Enzyklopädie. Miteinander haben die vier Einzeltheorien lediglich Schnittmengen; und das bedeutet eben auch, daß keine dieser vier in irgendeiner anderen dieser vier vollständig enthalten, daß also keine dieser vier eine Teilmenge irgendeiner anderen dieser vier ist.“ **

Wie Sie schon sagten, zeugt die Aussage, daß mein „eigentlicher Webauftritt auch schon etwas abschätzig kultureller Viertakter genannt“ (**) worden ist (ist er das wirklich?), von typisch menschlicher Auslese beim Lesen; wer nämlich so etwas sagt, hat nicht alles, sondern nur das, was selektiert werden soll, gelesen - ausgelesen. Ich gebe aber zu, daß mein „kultureller Viertakter“ (**) einen bedeutenden Platz einnimmt innerhalb meines Eigenwebs (Heimwebs, Webangebots). Aber ohne die anderen „Takter“ (**|**|**) wäre mein „Gesamt-Viertakter“ - d.i. mein gesamttheoretischer (philosophischer) „Viertakter“ - um drei Takte „ärmer“.

Genetische Geilheit (früher: Gen-Abfall)

Eingetragen am Freitag, 25.03.2022 um 13:56 Uhr 

Bin ich froh, wenn ich tot bin, und diese verkommene, degenerierte, sexbesessene Welt verlassen kann. Durch die Ausscheidungsorgane in die Welt! _Das_ ist das Ärgernis! Von einem Stück Dreck in der Geilheit gezeugt, der Brunst, keine Logik, nichts, nur Trieb! Und dann muß man Jahrzehnte auf diese Kotkugel leben! Hätte mich längst erhängt, glaubte ich ans Gericht nicht! Mist!

Nietzscheaner

Eingetragen am Samstag, 17.01.2022 um 22:31 Uhr 

Nur um etwas klarzustellen ....

.... Sie müssen aufpassen wenn Sie über mich schreiben, und ganz genau abschneiden wie viel vom echten Nietzsche in mir ist (Zirkeldiagramm) so wie Sie das für sich selbst getan haben. ....

.... Kein Wunder dass Sie .. bei dem Wangenheim viel mehr Verständnis haben. ....

Kommentar von Hubert Brune:


Der gelöschte Rest Ihres Textes zeugt nur wiederum von Ihrer Sprachunbegabtheit und - ebenfalls wiederum - von Ihrer Religion, über die Sie sich hier schon zu Genüge ausgelassen haben (mir reicht das allmählich!).

Warum drohen Sie mir schon wieder? Ich habe Ihnen schon oft genug gesagt, daß ich nicht Ihr Ersatz-Vater bin. Ich kann nichts dafür, daß mit Ihnen niemand etwas zu tun haben und keiner Ihr Ersatz-Vater sein will. Auch könnten Sie endlich einmal lernen, all das, was Sie selbst betrifft, nicht immer wieder nur auf Nietzsche und andere - d.h.: Nichtnietzsches - zu übertragen. Nietzsche suchte zeitlebens einen Ersatz-Vater, zunächst fand er ihn in Schopenhauer, dann in Wagner, und als seine geistige Krankheit dann völlig zum Ausbruch kam, mußte er doch wieder zurück zu Mama und Schwesterchen.

„Nietzsche wollte, daß der Mensch sich zu sich selbst ermutige, sich aufrichte. Heidegger sagt: Daraus ist nicht nur ein Aufrichten, sondern ein Aufstand geworden; ein Aufstand der Technik und der Massen, die nun durch die technische Beherrschung vollends zu den von Nietzsche so genannten »letzten Menschen« werden, die »blinzelnd« sich in ihren Behausungen und ihrem kleinen Glück einrichten und sich mit äußerlicher Brutalität gegen jede Beeinträchtigung ihrer Sicherheit und Besitzstände wehren. Der Mensch tritt in den Aufstand, sagt Heidegger ..., die Welt wird zum Gegenstand. .... Die Erde selbst kann sich nur noch als der Gegenstand des Angriffes zeigen .... Die Natur erscheint überall ... als der Gegenstand der Technik. Heidegger zufolge ist das alles schon bei Nietzsche angelegt, da bei ihm das Sein nur aus der Perspektive der ästhetischen, theoretischen, ethischen und praktischen Wertsetzung gesehen und deshalb verfehlt wird. Für den Willen zur Macht ist die Welt nur noch der Inbegriff von »Erhaltung-Steigerungsbedingungen«.  –  Doch kann, fragt Heidegger, das Sein höher geschätzt werden als so, daß es eigens zum Wert erhoben wird? Und er gibt die Antwort: Allein, indem das Sein als ein Wert gewürdigt wird, ist es schon zu einer vom Willen zur Macht selbst gesetzten Bedingung herabgesetzt, und damit sei jeder Weg zur Erfahrung des Seins selbst ausgelöscht.“ (Rüdiger Safranski, Ein Meister aus Deutschland - Heidegger und seine Zeit, 1994, S. 340 **).
Nietzsche konnte den Nihilismus nicht überwinden. Seine Metaphysik des Willens zur Macht in Verbindung mit der ewigen Wiederkehr des Gleichen, des Übermenschen, der Umwertung aller Werte usw. bleibt dem Nihilismus verhaftet. Es kann auch gar nicht anders sein.

Der Nietzscheanismus ist ein umgekehrter Platonismus und kann deshalb dem Platonimsus nur verhaftet bleiben. Die Religion, die Sie, Herr P., vertreten, heißt Nietzscheanismus fürs Volk, der ein umgekehrter Platonismus fürs Volk ist und deshalb dem Platonimsus fürs Volk nur verhaftet bleiben kann. Denn: Aus dem Platonismus ist ein Platonismus fürs Volk, aus dem Platonismus fürs Volk ein umgekehrter Platonismus und aus dem umgekehrten Platonismus ein umgekehrter Platonismus fürs Volk hervogegangen. Letzteren vertreten Sie. Sie stehen also mitten in einer Metaphysik fürs Volk - wenn auch umgekehrt: auf dem Kopf - und mitten in einer Religion fürs Volk, moderner gesagt: in einem biologistischen Sozialismus fürs Volk.

Ihr Hinweis auf Ihre „Persönlichkeit“ ist überflüssig (außerdem - wie Sie vielleicht sehen können - gelöscht), denn Sie haben mir schon 2011 während unseres Emailkontaktes (alle Ihre Emails sind übrigens noch gespeichert) genug über Ihre persönliche Leidensgeschichte und darüber, daß sie deswegen in psychiatrischer Behandlung sind, mitgeteilt. Diese Leidensgeschichte und psychiatrische Behandlung sind offenbar Ihre einzige Ähnlichkeit mit Nietzsche.

Seine Minderwertigkeitskomplexe, seinen Selbsthaß hat Nietzsche auf andere übertragen. Spätestens ab 1880 war er geistig schon so verwirrt, daß es nur noch eine konsequente Folge war, daß sein Geist ab 1889 „so gut wie tot“ blieb.

Nietzsche ist dem Nihilismus verhaftet geblieben. Er hat den Nihilismus nicht überwunden. Immerhin hat er es versucht und dabei den Nihilismus noch mehr zur Vollendung gebracht als vor ihm schon Hegel, der diesbezüglich ebenfalls Beachtliches und ansonsten sogar bei weitem mehr als Nietzsche geleistet hat.

Nietzsche hat den Nihilismus nicht überwunden, Nietzsche hat die Metaphysik nicht überwunden, Nietzsche hat den Platonismus nicht überwunden, Nietzsche hat Schopenhauer nicht überwunden, Nietzsche hat Wagner nicht überwunden, Nietzsche hat seine Minderwertigkeitskomplexe, seinen Selbsthaß nicht überwunden.

Daß Sie am Schluß Ihrer Heulerei auch noch Ihre Eifersucht auf Wangenheim zum Thema machen müssen, wundert mich überhaupt nicht, weil es ebenfalls davon zeugt, daß Sie einen Ersatz-Vater suchen, denn nun soll dieser Sie auch noch gegen Ihre „bösen“ Konkurrenten verteidigen, und wenn er das nicht tut, dann werden Sie mit Ihrem Trotzen weitermachen. Ich habe für Wangenheim nicht „viel mehr Verständnis“, wie Sie behaupten, sondern ihn sogar sehr kritisiert (**|**|**). Zum x-ten Male: Ich bin nicht Ihr Ersatz-Vater.

Übrigens: Das Schreiben von an mich gerichteten Emails können Sie sich sparen, denn sie werden alle - ungelesen - gelöscht werden, so wie auch die zuletzt von Ihnen mir geschickte Email - ungelesen - gelöscht worden ist.

Versuchen Sie doch erst einmal, jeden Augenblick so zu leben, daß Sie wünschen können, daß er Ihnen ohne Grauen wiederkehrt.

Nietzscheaner

Eingetragen am Samstag, 28.12.2021 um 20:39 Uhr 

Bei den Griechen nur Frauen religiös und der Pöbel? Bedeutet es dann das Europäer nicht-Griechen sind oder sie seien Frauen?

Kommentar von Hubert Brune:


Es bedeutet, daß Nietzsche und seine Glaubensanhänger (zumeist aus dem Lager des Pöbels) auch nur Platonisten sind - wenn auch umgekehrte.

Hubert Brune

Wilhelm Heermann

Eingetragen am Montag, 06.12.2021 um 23:07 Uhr 

Danke für Ihre Ausführungen, Herr Brune.

Die von Ihnen mir angebotenen Nikoläuse sind mir ein wenig zu theoretisch, zu philosophisch, zu vergeistigt.

Ist das Individuelle wirklich von Anfang an existent?

Kommentar von Hubert Brune:


Nun, Herr Heermann, wenn wir davon ausgehen wollen, daß etwas und nicht etwa nichts (vgl. Leibniz) ist, und gleichzeitig wissen wollen, was dieses ist, dann sind wir schon mitten in der Ontologie, einer philosophischen Disziplin; denn die nichtphilosophischen Wissenschaften ignorieren sowohl das Dasein (Daß-Sein, Existenz) als auch das Sosein (Was-Sein, Wesen, Essenz), obwohl sie beides ständig stillschweigend oder unwissend voraussetzen. Eine philosophische Wissenschaft wie die Ontologie ist also eine durchaus sinnvolle Angelegenheit.

Das Unteilbare als das Individuelle gilt als die Einzigkeit bzw. Einzigartigkeit und bildet mit dem Allgemeinen zusammen einen Elementargegensatz, nämlich einen der Gegensatzpaare der Qualitität, die mit der Quantitat zusammen ebenfalls ein Gegensatzpaar bildet, welches Nicolai Hartmann zufolge zu einer der drei Gruppen der Fundamentalkatgeorien gehört (**).

Früher galt das Allgemeine mehr als das Individuelle. Mit dem Universalienstreit begann diese Geltung zu bröckeln - führend hierbei war zunächst der in Köln lehrende Duns Scotus und nach ihm der in München lehrende Wilhelm von Ockham, letzterer mit Argumenten, die die Universalien als die Allgemeinbegriffe theoretisch vom Thron stießen und auch praktisch vom Thron gestoßen hätten, wenn nicht die päpstliche Macht es vorerst verhindert hätte, daß der Ockhamismus, auch „Nominalismus“ genannt, sich dennoch behaupten konnte. So ging die Zeit der Vorherrschaft des Allgemeinen über das Individuelle zu Ende; und dieses Ende war eine Voraussetzung dafür, daß die Individualität sich gegenüber dem Allgemeinen emanzipieren und bald auch so durchsetzen konnte, wie es bei Emanzipationsbewegungen, abgesehen von Ausnahmen, die Regel ist: Übernahme der Vorherrschaft. Seitdem gilt die Vorherrschaft der Individualität gegenüber dem Allgemeinen. Daher die berechtigte Frage: Ist das in Ordnung? Nein! Denn das Individuelle herrscht nicht vor, sondern enthält das Allgemeine in sich, mit dem es gemeinsam - bei voller Gleichstellung - herrscht:

„Der Alleinherrschaft des Allgemeinen im idealen Sein entspricht demnach keineswegs eine Alleinherrschaft des Individuellen im realen. Hier haben wir vielmehr die volle Gleichstellung: alles Reale ist zwar individuell, aber das Allgemeine ist im Individuellen selbst mit real. Der Unterschied in der Stellung beider ist zwar greifbar, aber er ist nicht ein solcher des Vorranges. Die oft proklamierte Priorität des Allgemeinen, bei der das Einzelne als kombinatorisches Resultat dasteht, hat sich als irrig erwiesen: alles Vorherrschen des Allgemeinen vor den Fällen ist bloß ein solches in der idealen Sphäre, ideales Sein aber ist selbst nur unvollständiges Sein. Eine Priorität des Individuellen aber ist erst recht nicht haltbar, weil stets schon gemeinsame Züge das Einzelne verbinden. Leibniz, der in der Monadenmetaphysik hiermit Ernst machen wollte, konnte es auch nicht vermeiden, die Mannigfaltigkeit der Einzelsubstanzen durch eine Fülle gemeinsamer Wesenszüge zu bestimmen. Er setzte also gleichfalls das Allgemeine schon voraus.“ **
Zwar finden Sie auf meinen Internetseiten nur wenige Argumente für, aber viele Argumente gegen das Individuelle, aber der Grund dafür ist die quantitative Übermacht des Themas „Kultur“ gegenüber dem Thema „Natur“ (**|**) und die Tatsache, daß im kulturellen Bereich und besonders in der abendländischen Kultur die Individualität wie eine Gottheit angebetet wird, wogegen ich mich wehre. Mein Eintreten für die Individualität ist dennoch nicht unerheblich, und auch jetzt möchte ich eine Lanze für das Individuelle brechen.
„An keinem der Elementargegensätze tritt der Unterschied der Seinssphären so greifbar zutage wie an dem von Allgemeinheit und Individualität. Das Allgemeine ist beiden Sphären gemeinsam, das Individuelle scheidet sie radikal. Im idealen Sein gibt es nur Allgemeines. Es stuft sich dort zwar mannigfach ab, es reicht herab bis zur »Wesenheit eines Individuellen«; aber auch von dieser hat sich gezeigt, daß sie keineswegs »individuelle Wesenheit« ist. Die ideale Seinssphäre kennt kein Individuelles. Alle wirkliche Einzigkeit gehört dem Realen an.“ **
Vielleicht waren Sie, Herr Heermann, mit Ihrer Frage, ob „das Individuelle wirklich von Anfang an existent“ sei, von dem Gedanken beherrscht, die anorganische Natur sei vom Individuellen vielleicht gar nicht betroffen; doch da muß ich besonders stark widersprechen, denn die Tatsache, daß das Individuelle in der anorganischen Natur kaum bemerkt wird, ist kein Beweis für die Nichtexistenz des Individuellen in der anorganischen Natur; es ist sogar so, daß man sagen muß, daß wir ohne das Individuelle in der anorganischen Natur gar keine Unterschiede in ihr feststellen könnten, weil alles gleich aussähe, weil alles allgemein wäre, so wie im idealen Sein, wo es zwar Abstufungen geben mag, die man auch als „Unterschiede“ bezeichnen mag, die uns aber nichts über das reale Sein vermitteln können. Da wir aber Unterschiede in der anorganischen Natur feststellen können, können wir wissen, daß das Individuelle genauso alt sein muß wie die Natur selbst. Denn wir können in unserer realen Welt immer nur die Natur erkennen, die das Individuelle enthält. Andererseits können wir uns auch mit der Frage beschäftigen, ob diese „reale Welt“ überhaupt existiert - bei einer Verneinung dieser Frage wären wir dann im Bereich des Solipsismus als des extremen Subjektivismus -, oder zwar akzeptieren, daß sie existiert, aber der Frage nach ihrem vielleicht doch existenten Sinn nachgehen, obwohl ich in meiner letzten Antwort gesagt habe, daß es einen Sinn der Natur nicht gibt (**|**). Ich habe nichts gegen solche Fragen.

Mit freundlichen Grüßen.

Hubert Brune

Wilhelm Heermann

Eingetragen am Montag, 06.12.2021 um 18:00 Uhr 

Jeder Mensch beginnt ohne jedes Wissen und ohne jede Kenntnis und stirbt mit angesammeltem Wissen und angesammelter Kenntnis.

Böse Zungen behaupten, dies sei eine Vergeudung.

Kommentar von Hubert Brune:


Danke für Ihren Eintrag, Herr Heermann.

Aus der „Sicht“ der Natur mag es eine Vergeudung sein, wenn die Ansammlung von Wissen und Kenntnis sich nur auf jeweils einen Menschen bezieht; nur kann die Natur nicht sehen, hat also keine „Sicht“ und kann weder verstehen noch deuten. Sie müßte schon selbst ein Mensch sein, um über die Ansammlung von Wissen und Kenntnis in einem Einzelnen wirklich urteilen zu können.

Weil heute Nikolaustag (6. Dezember) ist, seien zwei Namen erwähnt: Nicolai Hartmann (1882-1950) und Niklas Luhmann (1927-1998), denn die Vornamen dieser beiden Herren mögen an den heiligen Nikolaus erinnern. Sie seien aber auch erwähnt, weil ich auf den Sinn des Sinns, die Bedeutung des Sinns und das Vorkommen von Sinn zu sprechen kommen möchte, denn auch Nicolai Hartmann und Niklas Luhmann haben sich damit ziemlich eingehend beschäftigt.

Reale Sphäre und ideale Sphäre (vgl. Nicolai Hartmann, „Der Aufbau der realen Welt“, 1940)
Hartmanns Schichten innerhalb
der realen Sphäre (1, 2, 3, 4)
und der idealen Sphäre (0)
(4) Geistiges
(3) Seelisches
(2) Organisches
(1) Anorganisches
(0) Ideale Sphäre (**)
Hartmanns Schichtenlehre zufolge gibt es Sinn nur oberhalb der organischen Schicht (**); Luhmanns Systemtheorie zufolge gibt es Sinn nur in den Sinnsystemen (**), was der Aussage Hartmanns im Grunde gleichkommt. „Organisch“ ist jedes Lebewesen, und „Lebewesen“ ist hier so gemeint, wie es die Biologen verstehen. Das Anorganische, das Seelische und das Geistige sind hier also nicht gemeint. So jedenfalls hätte Hartmann das jetzt - sinngemäß (!) - gesagt. Und auch die seelische Schicht reicht nicht aus, um an sich selbst oder anderen (geschweige denn der Natur) „Vergeudung“ festzustellen. Man braucht dazu schon die geistige Schicht, und zwar innerhalb ihrer nicht eine der niederen Stufen (die auch „höhere Tiere“ schon erreichen), sondern schon eine oberhalb dieser. Denn eine Voraussetzung für das Urteil „Vergeudung“ ist ja das Wissen um Rationalität, um Mathematik, um Ökonomie, um so etwas wie „Oikos“ (Haushalt[ung]). Eine Ahnung darüber reicht nicht aus. Davon „‘mal gehört“ zu haben, aber dennoch dessen Bedeutung, dessen Sinn, nicht zu kennen, bedeutet eben auch nur, daß das nötige Wissen fehlt. Wer meint, dieses Wissen nicht zu benötigen, da eine Meinung, noch dazu eine gelenkte, ausreiche, läßt es ebenfall an diesem Wissen fehlen, hat aber den „Vorteil“ (sofern es einer ist), eine Vergeudung bei sich selbst nicht feststellen zu können.

Und Luhmann hätte das jetzt - sinngemäß (!) - ebenfalls gesagt. Auch er sah die Grenze zwischen den Nichtsinnsystemen und den Sinnsystemen dort, wo die Grenze zwischen dem Organischen und dem Seelischen zu finden ist. Nur nannte er das Organische nicht „das Organische“, sondern „lebende Systeme“, und das Seelische nicht „das Seelische“, sondern „psychische Systeme“. Und das Geistige, um das es uns hier geht, nannte er nicht „das Geistige“, sondern „kommunikative Systeme“, „soziale Systeme“ bzw. „kommunikative Wirklichkeiten“, „Gesellschaft“, womit aber auch nur Teile des Geistigen gemeint sind. Das Geistige: die höchste bzw. komplexeste Schicht unter den realen Schichten, wie sie Hartmann verstand; die komplexesten Systeme unter allen Systemen, wie sie Luhmann verstand.

Luhmanns Systeme Meine Systeme
Luhmanns Systeme Meine Systeme

Luhmann zufolge ist das Wirtschaftssystem das komplexeste, aber dieses komplexeste System befindet sich bei ihm ja innerhalb des Gesellschaftssystems (bestehend aus „kommunikativen Systemen“, „sozialen Systemen“ bzw. „kommunikativen Wirklichkeiten“), was nahezu identisch ist mit der geistigen Schicht als der komplexesten und höchsten Schicht bei Hartmann. Luhmanns Begriff der „Gesellschaft“ und Hartmanns Begriff des „Geistigen“ sind in meinem Begriff der „Sprache“ enthalten. Und das, was bei Hartmann als das „Seelische“ und bei Luhmann als die „psychsischen Systeme“ gilt, das verteilt sich bei mir zum einen auf die „ökonomischen Systeme“ und zum anderen auf die „semiotisch-linguistischen Systeme“. Da Sie das Ökonomische angesprochen haben, Herr Heermann, sei hier besonders darauf eingegangen. Unter „Ökonomie“ verstehe ich hier nicht ein hochentwickeltes System, wie es der menschliche Geist nur erschaffen kann und deshalb bei mir auch unter dem firmiert, was Hartmanns Ontologie zufolge das Geistige, Luhmanns Systemtheorie zufolge der höchste bzw. komplexeste Bereich der Gesellschaft bzw. Kommunikation und meiner Gesamttheorie (Philosophie - also einschließlich Ontologie) zufolge der logisch-mathemantische als der höchste bzw. komplexeste Bereich der Sprache ist. Ich verstehe hier ein ökonomisches Seinsverhältnis im ureigentlichsten Sinne, in dem nicht nur das Ökologische berücksichtigt ist, sondern auch die Haushaltung (altgriechisch: „Oikos“), zu der das Be-, Ver- und Fürsorgen, kurz die Sorge (im Sinne Heideggers verstanden) gehört: ein Lebewesen braucht eine Umwelt oder ist der Welt ausgeliefert, wie es der Mensch ist (vgl. das „In-der-Welt-Sein“ [Heidegger]); es muß sich Nahrung beschaffen, Nachkommen haben, mit den topographischen Verhältnissen in seiner Umwelt vertraut sein u.s.w. - kurz: sein Organisches (Biologisches), auf dem es ja ruht (vgl. Hartmann), muß mit dem, was es umgibt, in Beziehung gesetzt sein, aus dem Organischen muß eine Organisation geworden sein, und zwar eine, die sich mit der Natur noch verträgt, aber dennoch schon zur Kultur gehört, genauer gesagt: zur Kultur im Sinne der Natur-Kultur.

Natur und Kultur
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Natur und Kultur
——› Genese und Metagenese ‹——
Natur und Kultur
Auf zwei „Welten“ (Natur [Körper] und Kultur [Geist]) mit zwei Übergängen basierende acht kleinere „Welten“ mit acht Übergängen,
wobei man sich das Ganze (die „eine Welt“) auch als Spiralbewegung in zwei Richtungen (siehe Abbildungen) vorstellen sollte.

Diejenige Ökonomie, wie sie heute vornehmlich gelehrt und präsentiert wird, ist „nur“ ein Teil der Ökonomie, die ich oben beschrieben habe (die bei allen Lebewesen auf die Umwelt, bei Menschen zusätzlich auf das In-der-Welt-Sein zurückgehende fundamentale Organisation [Sorge {bei Heidegger}] ihres Daseins), d.h. sie gehört dieser als Teil der Sinnsysteme (**) und damit der Kultur an, nur eben als ein späterer, andersgerichteter Teil, weil nun der Geist als die „höheren“ sprachlichen Schichten bzw. Systeme (**) im obigen Sinne sich einmischt, die Ökonomie beeinflußt, d.h. geistig überformt, indem er eine oder mehrere Zweckursachen setzt (vgl. Finalität, Finalnexus) und es danach aus Sicht eines naiven Beobachters so aussieht, als liefe die Ökonomie rein „kausal“ ab, was aber nicht stimmt, denn die von ihm beobachtete „Kausalität“ ist keine natürliche, sondern eine geistige, also eine Finalität.

Dies gilt, sobald der Geist erschienen ist, für die gesamte reale Welt und also auch für alle ihr untergeordneten acht „Welten“. Auf der einen Seite, die ich in Anlehnung an Walter A. Koch „Genese“ genannt habe (**|**|**|**), zeigt sich die reale Welt ohne geistigen Einfluß, und auf der anderen Seite, die ich in Anlehnung an Walter A. Koch „Metagenese“ genannt habe (**|**|**|**), zeigt sich die reale Welt mit geistigem Einfluß. Betont sei hier, daß zum Geist auch z.B. Wissenschaft, Kunst und Technik gehören, daß er alle Bereiche, also auch sich selbst beeinflußt. Die Natur „kennt“ nicht Physik, Chemie, Biologie und die anderen Bereiche, schon gar nicht so, wie der komplexe Geist sie kennt. So weit wir wissen, gibt es den komplexen Geist nur als menschlichen Geist, und nur er beeinflußt die Natur in dem oben genannten Sinne: Zweckursache (vgl. Finalität, Finalnexus). Alle anderen Lebewesen beeinflussen die Natur entweder lediglich auf eine nicht sinnhafte, d.h. natürliche Weise oder auf eine zwar schon sinnhafte, aber noch planlos ökohafte Weise, wie oben beschrieben.

Wie gesagt: Von der Natur her ist Ökonomie Fundamentalökonomie, d.h. Organisation im Sinne der Art und Weise des Besorgens (z.B. der Nahrung für den Stoffwechsel und damit Selbsterhalt) und Versorgens (z.B. der Nachkommenschaft), bei höheren Lebewesen auch der Fürsorge (Aufzucht, Pflege u.s.w.), und zwar entweder nur innerhalb einer Umwelt, an die sich angepaßt werden muß, oder aber sowohl innerhalb einer Umwelt, an die sich nur zum Teil angepaßt werden muß, nämlich auf jene natürliche Weise, als auch innerhalb der Welt, an die sich auf nur kulturelle Weise angepaßt werden muß, was eine Distanzierung von der natürlichen Umwelt so weit wie möglich bedeutet, wie es bei den Menschen, den Luxus-Lebewesen, üblich ist - dank ihrer geistigen Fähigkeiten.

Von „Vergeudung“ kann man also im Zusammenhang mit der Natur (dem Anorganischen und dem Organischen) nur dann sprechen, wenn man die Natur, die an sich sinnlos ist, versinnlicht. Didaktisch ist das sinnvoll, die Natur selbst aber ist sinnlos. (Wer kennt den Sinn der Natur? Finger hoch!)
Kultur
Natur
Es bleibt im Spekulativen, wer z.B. die Sterne versinnlicht, vergeistigt, vermenschlicht, vergöttlicht, im Sinne der Teleologie, Finalität bzw. Determiniertheit deutet, etwa nach dem Wahlspruch: „Sterne haben den Sinn, uns Menschen hervorzubringen“. Nur unter der Voraussetzung, daß bekannt ist, was erkannt ist, d.h. nur von einer hochgeistigen Perspektive aus ist die Aussage sinnvoll, die Natur sei „vergeuderisch“, „verschwenderisch“, „großzügig“, „gönnerhaft“, „spendabel“, „sponsorenhaft“, Sie kann dann auch durchaus wissenschaftlich gemeint sein, obwohl sie mit wissenschaftlichen Methoden nicht bewiesen werden kann. Sie kann zu weiterer Forschung anregen. Schelling sagte einmal: „Die Natur schlägt im Menschen ihre Augen auf und bemerkt, daß sie da ist“ (**). Und Peter Sloterdijk sagte einmal: „Die Sonne ist der absolute Sponsor“ (**). Dieser Satz war nicht ontologisch oder systemtheoretisch, sondern poetisch gemeint.  –  Die Natur kennt keinen Sinn, hat keinen Sinn; die Kultur jedoch kann ohne Sinn gar nicht sein. Es gibt eine Abhängigkeit der Kultur von der Natur „nur“ zu dem Teil, von dem die Unabhängigkeit der Kultur von der Natur nicht betroffen ist. Also gibt es eine Independenz in der Dependenz (**|**).

Man darf nicht vergessen, daß eine „Subjekt-Objekt“-Beziehung der Wirklichkeit widerspricht, ja widersprechen muß, um der Vorstellung des sich gewiß werden wollenden „Subjekts“, dann der von diesem gesetzten Zweckursache (Finalität), also der technischen „Machenschaft“ (Heidegger) zu genügen. „Subjekt“ und „Objekt“ gibt es lediglich im geistigen Bereich. In der praktischen Wirklichkeit, in der Existenz, im Leben, d.h. aus rein praktischer Perspekive betrachtet, gibt es nur eine aus Einzelwesen und ihrer Umgebung bestehende Einzig(artig)keit, sei es die Welt, wie bei den Menschen, oder die Umwelt, wie bei den restlichen Lebewesen, oder gar das Proton, wie bei den Quarks, wobei jede dieser Umgebungen ihrerseits wieder einer Individualität angehört, deren größte, allumfassendste wir nicht zufällig „Universum“ nennen und damit „Natur“ oder eben „Welt“ meinen. Auch eine Kultur kann nur rein theoretisch die Rolle des „Subjekts“ spielen, weil sie stets der Natur verhaftet bleibt. Trotzdem hat sie diese Möglichkeit zur Theoriebildung und kann mit Hilfe der Theorie sogar auch sehr stark auf die Natur einwirken, so sehr stark sogar, daß man bereits im Weltall die Verschmutzung der Natur sehen kann. Die durch das Subjekt begründete, auf Subjektivität und zuletzt auf Subjektivismus gegründete Subjekt-Objekt-Relation ist also eine rein theoretische (erkenntnistheoretische) Angelegenheit, hat also zunächst nur auf den Geist selbst, doch bei Umsetzung seiner Theorie in die Praxis auch solche Folgen, die gar keine Alternative mehr zulassen können zu der Steigerung ins Riesenhafte (vgl. Heidegger). Hier zeigt sich, wie stark die Theorie gegenüber der Praxis werden kann, wie sehr der Geist die Natur vergewaltigen kann, auch wenn wir wissen, daß die Natur nicht völlig zerstört werden kann, sondern letztlich Sieger bleiben wird im Krieg des mit Hilfe der durch seine Zweckursache (Finalität) herbeigeführten Technik des Geistes gegen die durch ihre Kausalität herbeigeführte Technik der Natur, die zwar relativ leicht (für einen intelligenten Menschen allerdings nur) zu durchschauen, aber dennoch nicht zu besiegen ist. Nach meinem Dafürhalten sind Sie entweder ein Hochgeistiger oder ein Hochgeistlicher, Herr Heermann.

Gönnerhafte Grüße.

Hubert Brune

P.S.) Da Sie sagten, daß „jeder Mensch ... ohne jedes Wissen und ohne jede Kenntnis“ beginne „und ... mit angesammeltem Wissen und angesammelter Kenntnis“ sterbe, lassen Sie mich bitte die These vertreten, daß die Individualität von Anfang an in der Welt ist, also nicht entsteht, etwa durch Individuation, die es gar nicht gibt. Dazu noch einmal Nicolai Hartmann: „Man darf ... sagen, es gibt kein principium individuationis, und es bedarf auch eines solchen nicht. Ja, es gibt auch im strengen Sinne keine »Individuation«, sondern nur Individualität. .... Individualität ist nicht Individuation. Sie bedarf keines Prinzips neben dem sonst alles beherrschenden Prinzipien. Dort, wo sie wirklich zuhause ist, in der Realsphäre (**), entsteht sie nicht nachträglich - hinter dem Allgemeinen her, das da unfähig ist, sie zu bestreiten -, sondern ist von vornherein und mit dem Allgemeinen zugleich da.“ (**).
Reale Sphäre und ideale Sphäre (vgl. Nicolai Hartmann, „Der Aufbau der realen Welt“, 1940)
Was aber bedeutet „Individualität“? Sie bedeutet Einzigkeit (Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit), ist aber dennoch zweifach zu verstehen: als quantitative Einzigkeit und als qualitative Einzigkeit (Einzigartigkeit). „Individualität gibt es nur in der realen Sphäre, denn nur das real Seiende ist ein vollständig Bestimmtes: ideales Sein ist unvollständiges Sein, Wesenheiten stufen sich zwar nach genus und species ab, bleiben aber stets allgemein. Das Sosein einer Sache aber, wenn man es in der Betrachtung von ihrem Dasein abtrennt, ist »neutral« gegen Idealität und Realität; denn der Unterschied der Seinsweisen hängt nicht an ihm, sondern am Dasein. .... - Am Sosein als solchem also kann das »Nur-einmal-Dasein« nicht liegen, denn es ist Sache des Daseins, und zwar ausschließlich des realen Daseins. Es gibt natürlich sehr wohl die Wesenheit eines Individuellen - die quidditas des einmaligen Realen in seiner Einmaligkeit -, aber sie ist keine individuelle Wesenheit. Sie bleibt allgemein in dem Sinne, daß die Einzigkeit des Realfalles (sein Nicht-Wiederkehren) nicht an ihr liegt, sondern an der Artung der realen Welt. Die Einzigkeit hängt am Gefüge des Realzusammenhanges, sofern dieser eben strukturell (relational und determinativ) so geartet ist, daß er das in allen Stücken Identische nicht zum zweiten Mal hervorbringen kann: dieselbe Sache würde zum zweiten Mal in anderen Seinsverhältnissen und anderen Determinationsverkettungen stehen und, da diese ihr nicht äußerlich sind, sondern ihre Beschaffenheit mit bestimmen, schon dadurch allein eine andere sein. Der Realzusammenhang der Welt ist aber selbst einzig. Darum allein ist alles das, was in ihm steht, auch einzig.“ (
**). Der Realzusammenhang der Welt also selbst ist einzig und kann nichts zum zweiten Mal hervorbringen. Einzigkeit gibt es nicht einem Prinzip, auch nicht dem Sosein, sondern einzig dem Dasein nach.

Francesca

Eingetragen am Samstag, 30.10.2021 um 03:29 Uhr 

Danke!! Einfach genial! Es gibt so viel Dinge, die man nicht weiss und kennt!

H. Müller

Eingetragen am Donnerstag, 05.08.2021 um 19:42 Uhr 

Danke, Herr Brune.

Ich denke, ich komme auch ohne die Navigationsleisten gut zurecht.

Eine Frage habe ich noch: Wie sehr unterscheidet sich Ihre Geschichts-/Kulturphilosophie oder -theorie von der Spenglerschen?

Viele Grüße.

Kommentar von Hubert Brune:


Wie sehr sich meine „Geschichts-/Kulturphilosophie oder -theorie von der Spenglerschen“ unterscheidet?

Ich habe auf diese Frage schon oft geantwortet und verweise entsprechend: ** **

Hubert Brune

H. Müller

Eingetragen am Sonntag, 01.08.2021 um 20:17 Uhr 

Sehr geehrter Herr Brune,

Ihre Website gefällt mir sehr gut. Ich finde immer wieder interessante Texte. Leider fehlen seit einiger Zeit die Navigationsleisten.

Kommentar von Hubert Brune:


Vielen Dank für Ihren Eintrag, H. Müller.

Ja, die Navigationsleisten fehlen. Das gefällt auch mir nicht. Die neuen Browser dulden keine Frames mehr, und da meine Navigationsleisten an Frames gekoppelt sind, sind sie jetzt nicht mehr zu sehen.

Wenn Sie eine tabellenartige Navigationsleiste wünschen, teilen Sie mir dies bitte per Email mit.

Danke.

Hubert Brune

Römer

Eingetragen am Freitag, 09.07.2021 um 12:01 Uhr 

Nur so eine Idee:

Vielleicht wäre es für die Römer nach dem Ende des 2. Punischen Krieges besser gewesen, wenn sie alles Nichtrömische, mit dem sie seitdem immer mehr konfrontiert wurden, verbannt hätten.

Kommentar von Hubert Brune:


Vielen Dank für Ihren Eintrag, Herr Römer.

Wenn der demographische Druck von außen immer größer und der demographische Bestand im Inneren immer weiter abnimmt, zudem die Korruption immer mehr um sich greift, die Ausdehnung sich nicht mehr vermeiden läßt, ohne die eigene Macht aufzugeben, die Kräfte gegen das Innere, also die gegen das eigene gemeinschaftliche Immunsystem immer mehr zunehmen, sich mit dem Außen verbünden und jedenfalls immer stärker, mächtiger werden, dann bleibt bezüglich der Demographie eigentlich nur noch das zu tun, was in Rom auch geschehen ist: man hat versucht, den Zustrom zu kontrollieren und die eigene Bevölkerung zum Kinderkriegen zu animieren, die aus immer willkürlicheren Gründen erfolgenden Scheidungen verboten, den Prostituierten hohe Steuern auferlegt - doch das alles hat nur für sehr kurze Zeit zu Erfolgen geführt.

Hubert Brune

Kontinent Großadria

Eingetragen am Sonntag, 27.12.2020 um 19:59 Uhr 

Hallo.

Ich bin vor geologisch sehr kurzer Zeit von Forschern entdeckt worden. Da Sie sich für dei Erdgeschichte zu interessieren scheinen, frage ich Sie: Wissen Sie etwas über mich?

Kommentar von Hubert Brune:


Hallo, Kontinent Großadria.

Ja, ich habe etwas über Sie erfahren. Sie sollen ein untergegangener Kontinent sein. Ihre Überreste sollen verstreut unter Südeuropa liegen. Forschungen an einer Reihe von Gebirgszügen im Mittelmeerraum sollen zu Ihrer Entdeckung geführt haben. Sie sollen durch plattentektonische Verschiebungen entstanden sein. Wie auch sonst? (). Vor etwa 200 Millionen Jahren sollen Sie sich von Nordafrika gelöst und fortan einen eigenen Kontinent zwischen Afrika und Eurasien gebildet, jedoch größtenteils unter Wasser gelegen haben. Als Afrika immer weiter nach Norden wanderte, sollen auch Sie näher an Eurasien geschoben worden sein. Vor etwa 140 Millionen Jahren soll es schließlich zur Kollision gekommen sein. Dabei soll die Platte, auf der Sie sich befunden haben sollen, deformiert worden sein. Deren Überreste sollen größtenteils unter Europa in den Erdmantel gesunken sein. Die abgeschabte, gebrochene und gefaltete Kontinentalkruste soll an der Oberfläche zurückgeblieben sein: Gebirgszüge wie der Apennin, die Dinariden, das albanische und griechische Bergland sowie weite Teile der Türkei sollen das sein. Sie sollen also eine interessante Geschichte (zu erzählen) haben. Für die Wissenschaft sollen Sie von großer Bedeutung sein, obwohl ich das für leicht übertrieben halte, zumal es in der heutigen Wissenschaft fast nur noch um Geld für die Forschung geht.

Großadria

Tektonisch freundliche Grüße.

Hubert Brune

Elisabeth Becker-Schmollmann

Eingetragen am Freitag, 13.11.2020 um 13:34 Uhr 

Guten Tag Herr Brune, Ihre Seiten sind beeindruckend. Ich bitte Sie um Entschuldigung dafür, dass ich auf Ihre vielen Beschreibungen und Stellungnahmen, sowie Erklärungen nicht wirklich reagiert hatte. Ich weiß auch nicht mehr, aus welchem Grund nicht. Vor kurzem gab ich meinen Namen in Google ein, um zu sehen, in welchen Zusammenhängen dann Seiten aufgehen und kam dadurch zu Ihrer Seite, wo Sie mir sehr sehr viel antworten und erklären oder teils zustimmen. Dafür recht herzlichen Dank noch einmal, auch für Ihre Hinweise darauf, wo ich mich widersprochen haben dürfte. Demnächst gehe ich die Inhalte noch einmal durch und denke, dann neu zu antworten auf das Eine oder Andere.

LG
Elisabeth

Shirsh

Eingetragen am Donnerstag, 01.10.2020 um 10:58 Uhr 

Ich zitiere J. W. Goethe:
VERSCHIEBE NIE AUF MORGEN, WAS DU HEUTE KANNST BESORGEN.

M.F.G.

Wagner

Eingetragen am Mittwoch, 30.09.2020 um 21:37 Uhr 

Wieder einmal mich mit Kopfstand ?!? M. a. W. Shirsh.
Frage: Auf der Site Http://www.Hubert-Brune.de/G1_a_a_Geschichte_meines_Webangebots.html lese ich: „den quantitativ größten Teil meines Webangebots bildet die Enzyklopädie, neben der ein Rest besteht.“ **

Beste Grüsse und nochmals Dank für Ihr WEBANGEBOT.

Netter Prüfer

Eingetragen am Freitag, 18.09.2020 um 10:43 Uhr 

Ihre Website ist eine Goldgrube, Herr Brune!

Facebook und Twitter wachsen. Machen da Gästebücher überhaupt noch einen Sinn?

Kommentar von Hubert Brune:


Gästebücher haben noch nie einen Sinn „gemacht“, sondern immer nur einen Sinn gehabt, Herr Prüfer.

Die Frage ist eher, ob Anglizismen überhaupt einen Sinn haben - abgesehen von dem Sinn, die beste Sprache der Welt - Deutsch - herabzusetzen, so wie es mit dem Englischen vor Jahrhunderten schon passierte, als sie noch die zweitbeste Sprache - nach Deutsch (wohlgemerkt!) - war und danach immer weiter abrutschte.

Freundliche Grüße.

Hubert Brune

Brauche Information

Eingetragen am Donnerstag, 30.07.2020 um 14:58 Uhr 

Hallo. Ich grüße den Autor der informativsten und zugleich ungewöhnlichsten Privatwebsite.

Hat das, was Spengler zufolge in Form ist, wirklich mit Sport zu tun?

Gruß.

Kommentar von Hubert Brune:


Danke für Ihren Gästebucheintrag.

Ja, das, was Spengler zufolge „in Form“ ist, hat wirklich auch mit Sport zu tun. Folgendes Beispiel:

„Es sind Daseinsströme »in Form«, um einen Sportausdruck zu gebrauchen, der in die Tiefe dringt. In Form ist ein Feld von Rennpferden, das sicher in den Gelenken mit feinem Schwung über die Hürde geht und sich dann wieder im gleichen Takt der Hufe über die Ebene bewegt. In Form sind Ringer, Fechter und Ballspieler, denen das Gewagteste leicht und selbstverständlich von der Hand geht. In Form ist eine Kunstepoche, für welche die Tradition Natur ist wie der Kontrapunkt für Bach. In Form ist eine Armee, wie sie Napoleon bei Austerlitz und Moltke bei Sedan hatten. So gut wie alles, was in der Weltgeschichte geleistet worden ist, im Krieg und in jener Fortsetzung des Krieges durch geistige Mittel, die wir Politik nennen, alle erfolgreiche Diplomatie, Taktik, Strategie, sei es die von Staaten, Ständen oder Parteien, rührt von lebendigen Einheiten her, die sich in Form befanden.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1918-1922, S. 965-966). **

Herrscher und Ball
Das, was „in Form ist“, „hat Rasse“ oder „ist von Rasse“. Es zeugt von Übung, Training, Zucht, Aufopferung, Tiefe, Konzentrationsfähigkeit, etwas, das es heute immer seltener, dafür aber immer öfter in fälschlicher Weise gibt. Wer durch Sport krank wird, macht etwas falsch. Wer sich entspannt und in das Entspannungsprogramm auch Spannungen eingebaut hat, entspannt nicht, sondern verspannt (wieder). Manche können gar nicht anders, als beim Entspannen wieder genau das zu tun, wovon die Entspannung lösen oder gar erlösen soll. Dieses Phänomen gibt es in allen Bereichen. Unsere abendländische Moderne symbolisiert eine Mobilmachung in jeder Hinsicht und zugleich die ständige Suche nach Entspannung. Kein Wunder, daß die Suche nicht selten efolglos bleibt, denn die ständig geforderte Mobilität beansprucht die Modernen auch in ihrer Freizeit. Die Moderne verlangt den Menschen immer mehr ab, weshalb es zwar auch immer mehr Menschen gibt, die meinen, in Form zu sein, aber immer weniger Menschen gibt, die wirklich in Form sind.

Lassen wir Spengler selbst wieder zu Wort kommen:

„Die Schicksalsfrage für wirklich vorhandene und nicht in den Köpfen entworfene Staaten ist aber nicht die ihrer idealen Aufgabe und Gliederung, sondern die ihrer innern Autorität, die auf die Dauer nicht durch materielle Mittel aufrechterhalten wird, sondern durch das Vertrauen selbst der Gegner auf ihre Leistungsfähigkeit. Die entscheidenden Probleme liegen nicht in der Ausarbeitung von Verfassungen, sondern in der Organisation einer gut arbeitenden Regierung; nicht in der Verteilung politischer Rechte nach »gerechten« Grundsätzen, die in der Regel nichts sind als die Vorstellung, welche ein Stand sich von seinen berechtigten Ansprüchen macht, sondern im arbeitenden Takt des Ganzen – arbeiten wieder im Sportsinne verstanden: die Arbeit der Muskeln und Sehnen im gestreckten Galopp eines Pferdes, das sich dem Ziel nähert – in jenem Takt, der starke Begabungen von selbst in seinen Bann zieht; und endlich nicht in einer weltfremden Moral, sondern in der Beständigkeit, Sicherheit und Überlegenheit der politischen Führung. Je selbstverständlicher das alles ist, je weniger man darüber redet oder gar streitet, desto vollkommener ist ein Staat, desto höher ist der Rang, die geschichtliche Leistungsfähigkeit und damit das Schicksal einer Nation. Staatshoheit, Souveränität ist ein Lebenssymbol erster Ordnung. Sie unterscheidet Subjekte und Objekte der politischen Ereignisse nicht nur in der innern, sondern, was sehr viel wichtiger ist, in der äußeren Geschichte. Die Stärke der Führung, die in der klaren Scheidung beider Faktoren zum Ausdruck kommt, ist das unzweideutige Kennzeichen der Lebenskraft einer politischen Einheit, und zwar bis zu dem Grade, daß die Erschütterung der bestehenden Autorität etwa durch die Anhänger eines entgegengesetzten Verfassungsideals so gut wie immer nicht etwa diese Anhängerschaft zum Subjekt der innern, sondern die ganze Nation zum Objekt einer fremden Politik macht, und zwar sehr oft für immer.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1918-1922, S. 1015-1016). **

„Aus diesem Grunde ist in jedem gesunden Staat der Buchstabe der geschriebenen Verfassung von geringer Bedeutung gegenüber dem Brauch der lebendigen »Verfassung« im Sportsinne, die sich aus Erfahrungen der Zeit, der Lage und vor allem aus den Rasseeigenschaften der Nation ganz von selbst und unbemerkt entwickelt hat. Je kräftiger diese natürliche Form des Staatskörpers herausgebildet ist, desto sicherer arbeitet er in jeder unvorhergesehenen Lage, wobei es zuletzt ganz gleichgültig wird, ob der tatsächliche Führer den Titel König, Minister, Parteiführer oder überhaupt kein bestimmbares Verhältnis zum Staate besitzt, wie Cecil Rhodes in Südafrika. Die römische Nobilität, welche die Politik im Zeitalter der drei Punischen Kriege beherrscht hat, war staatsrechtlich gar nicht vorhanden. In jedem Falle aber ist der Staat auf eine Minderheit von staatsmännischem Instinkt angewiesen, welche den Rest der Nation im Kampf der Geschichte repräsentiert.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1918-1922, S. 1016). **

Anteile an meiner
quad. Erkenntnistheorie:
Anteile an meiner
Kulturtheorie:
Anteile an meiner
allg. Entwicklungstheorie:
Anteile an meiner quadrialistischen Evolutiunsheorie Anteile an meiner Kulturtheorie Anteile an meiner Kulturtheorie
Der blaue Anteil zeigt den Einfuß Spenglers. Mein Eigenanteil an den drei Theorien ist in den Abbildungen schwarz gefärbt. **
Spenglers und meine Philosophie stimmen übrigens nicht völlig überein, auch sind sein und mein „Sosein“ und „Dasein“ bzw. „In-der-Welt-Sein“ unterschiedlich. Trotzdem hat seine Philosophie meine beeinflußt, und zwar seit 2000, denn erst 2000 las ich zum ersten Mal ein Buch von ihm, nämlich sein Hauptwerk (**). Zwar kannte ich auch zuvor schon einige seiner Thesen, doch ich meinte, daß seine von den meisten Wissenschaftlern als „zu unwissenschaftlich“ beurteilte Philosophie oder Weltanschauung für mich nicht in Frage kam, und wußte, daß ich selbst zu sehr der Wissenschaft verpflichtet war. Das änderte sich allmählich, auch und nicht zuletzt durch den Einfluß meiner Ehefrau. Ich hatte mich auch schon vor 2000 innerlich immer weiter von der Wissenschaft getrennt und der Philosophie wieder mehr gewidmet, gewissermaßen an der Prioritätenschraube wieder gedreht, weil ich zu der Erkenntnis gekommen war, daß die Wissenschaft sich immer mehr der Korruption und also dem Geld ausgeliefert hatte. Die Zweifel an der Wissenschaft waren mir sogar schon während meines Studiums an der Universität gekommen, doch sogleich immer wieder von mir beiseite geschoben worden, was sich erst während der letzten Semester meines Studiums änderte und wofür auch und nicht zuletzt private Gründe von entscheidender Bedeutung waren.  –  Zur Geschichte meines Webangebots (**) - so heißt eine meiner Webseiten, die ich nach langem Warten erst 2017 veröffentlichte, denn schließlich braucht Geschichte ja Zeit, und die dieser Geschichte entsprechende Zeit begann im Jahre 1993, als für mich längst klar war, daß dem von mir immer schon anvisierten Thema - ALLES () - mit der Wissenschaft allein nicht beizukommen war, weshalb ich mich seitdem zum einen fachübergreifenden Wissenschaftsdisziplinen und zum anderen philosophischen Themen noch mehr anvertraute als vorher schon, denn eigentlich war das nur während der frühen und mittleren Semester meines Studiums anders, doch diese Zeit war jetzt bereits seit einer gefühlten Ewigkeit vorbei. Die Schlußfolgerung, zu der ich kam, sobald ich Spenglers Hauptwerk gelesen hatte, läßt aufmerken: Spenglers Philosophie, Weltanschauung oder Theorie ist eine Bereicherung auch, ja sogar ganz besonders für die Wissenschaft. Wer Spenglers Hauptwerk gelesen hat, aber nicht zu dieser Schlußfolgerung gekommen ist, der kann Spengler nicht verstanden haben und sei hiermit aufgefordert, es noch ein- bis viermal zu lesen.

Freundliche Grüße.

Hubert Brune

Simon Käßheimer


www.simon.kaessheimer.de.vu

Eingetragen am Mittwoch, 29.07.2020 um 03:05 Uhr 

Gerne mit Gegeneintrag kurz hier gewesen. Dank für ihren bzw. den Eintrag von Alf.

War gerne zum Gegeneintrag wieder hier!

Kommentar von Hubert Brune:


Danke, lieber Simon, für Deinen erneuten Gästebucheintrag.

Verzeihung dafür, daß ich mich nicht schon zum von mir zugesagten Termin gemeldet habe (**|**). Der Grund lag in der von der „Corona“-Hysterie ausgelösten Verschiebung meines Urlaubs. Zwar habe ich den Urlaub, aber nicht meinen Eintrag in Dein Gästebuch nachgeholt. Diesen Eintrag hat dann Alf für mich nachgeholt (**|**), weil ich am Boden zerstört war ob des versäumten Termins. Gut, das ist jetzt mit etwas Übertreibung gesagt, aber Du sollst schon wissen, daß ich Deine wunderbaren Webseiten mit Interesse gelesen habe, weshalb es um so unverzeihlicher ist, den zugesagten Termin für den Gästebucheintrag versäumt zu haben; doch wie gesagt: Schuld daran hatte die „Corona“-Hysterie.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Freundliche Grüße.

Hubert Brune

Gen-Abfall

Eingetragen am Dienstag, 28.07.2020 um 17:11 Uhr 

ZITAT
„Was Vox Day dazu sagt, ist nicht wichtig.“ ** **
ZITAT-ENDE

Doch, ist es. Denn es geht mir hier um Rasse und Abstammung. Germanen waren nie Römer; sie konnten bloß Römer werden, wie heute ein Türke Deutscher werden kann. Also Staatsbürger werden und die gleichen -- bei den Ausländern eigentlich sogar mehr -- Rechte wie die ethnisch Deutschen haben. Vox Day bzw. mir geht es um die einfache Erkenntnis: nation is people, nation is DNA. Verschwindet das Trägervolk -- und das waren in den USA eben die Angelsachsen, denn die gründeten es schließlich -- dann verschwindet auch die Kultur, die von diesem Volk erschaffen wurde. Spengler hat das auch nicht verstanden, er nahm den Begriff Rasse metaphysisch. Ein großer Irrtum. Das hat auch Wilmot Robertson in „The Dispossessed Majority“ bemängelt, öfter auch in seiner leider antichristlichen Zeitschrift „Instauration“. Dennoch enthält sein Buch wertvolle Tabellen zur ethnischen Zusammensetzung und Ausführungen darüber, daß das US-Staatsvolk nordisch (nordid) ist. Er sagt hier nicht mehr, als Carleton Coon, der die USA als größtes Reservoir an nordischen Genen bezeichnete; vorher haben bereits Madison Grant und Lothrop Stoddard darauf hingewiesen.

Vox Days Persönlichkeit muß einem nicht gefallen: es ist eben die Konsequenz eines IQs um die 150, der natürlich oft zur Arroganz führen kann. Vox Day -- Theodore Beale --: er ist mit dem führenden Militärhistoriker Martin van Creveld befreundet, der in seinem Essay „War and Migration“ (in: „There Will Be War“; Volume X) darauf hinwies, daß Einwanderung und Krieg immer zwei Seiten der selben Medaille waren.

Zur Dichte: ich meinte es wie Sie: die Bevölkerungsdichte war nie so hoch wie heute -- zum Glück. D.h. leider leben wir heute zu einer Zeit, da sich alles ballt und viel zu voll ist. Besonders Deutschland ist hier eines der vollsten Länder, und das wirkt sich negativ auf mein Gemüt aus (ich bin Bodensatz und Unterschicht und kann eben _nicht_ in den Bayerischen Wald o. ä. ziehen).

Birg ist irrelevant -- wie für Sie ja auch Vox Day irrelevant ist. Malthus ist auch nicht widerlegt, denn der technische Vorsprung war das einzige, das uns vor einem Massensterben rettet -- noch. Wenn die Ressourcen verknappen, der mittlere IQ der Welt -- bes. des Westens -- weiter sinkt und damit auch die Fähigkeit, kluge Lösungen zu finden, ja überhaupt die Infrastruktur weiterpflegen zu können, dann wird die Bevölkerung stark dezimiert werden. Das ist im Grunde logisch, sieht auch V. Weiss in „Die Intelligenz und Ihre Feinde“ so. Weiss ist mir ansonsten eigentlich zu beschränkt in seinen Schlußfolgerungen, sieht aber auch ein „Großes Chaos“ um 2030 auf uns zukommen, wie Vox Day ab 2033 den Zusammenbruch der USA vorhersagt.

Zu den „Briten“ aus John R. Bakers „Race“:

„It has been stated that the English were a truly multiracial society because there were Angles, Saxons, Jutes, Normans, Belgics, and flamboyant Celts among their ancestors. The reader should note that all these peoples were not only of one race (Europid) but of one subrace (Nordid). Incidentally it is doubtful whether the Angles and Saxons were different peoples in any sense.

It follows from what has been said that the English are far from being one of the most mongrel strains of the human race. The facts can perhaps be best represented by use of a rough analogy. Let us suppose that a dog-breeder has been specializing in harriers (hounds for hare-hunting, an ancient breed). Let us suppose further that it occurs to him to mate some of his harriers with bloodhounds. He keeps his stock of harriers and makes a new hybrid breed of bloodhound-harriers. He gives some of each stock to a master of foxhounds. The master incorporates them in the breeding stock of his pack, and later introduces some otterhounds as well. Interbreeding for several generations eventually produces a varied but roughly homogeneous pack, all the ancestors of which were hounds of the long-eared group that hunts by scent.

No one, on seeing the pack, would say that these hounds were one of the most mongrel of all the strains of dogs. The man-in-the-street would simply say that they looked rather like foxhounds, while a huntsman would remark on the differences from typical members of the breed. The inexpert and the expert would agree, rightly, in describing a cross between a bull-dog and a greyhound, or between a Pekinese and a beagle, as a genuine specimen of one of the most mongrel of all the strains. Comparable examples could be quoted from mankind, but since the word mongrel is disparaging when applied to man, it is far better to avoid it.

In the analogy just related, the Neolithic (Mediterranid) people are represented by the harriers; the Beaker Folk by the bloodhounds; the Iron Age invaders (Celtae and Belgae) by the foxhounds; and the Anglo-Saxons and other northerners by the otterhounds. Only the Beaker Folk were markedly different from the rest (though of the same race), just as the bloodhounds were among the dogs (though of the same group of breeds).

The people of a large part of Wales would be represented, in an analogy of this sort, by a pack of foxhounds to which the breeder of harriers had made a much bigger contribution of his unhybridized stock to the master of foxhounds than he did in the case just considered.“

Nach Ihrer Antwort gibt es z. B. keine Sklaven: sehr pfiffig. Ob man nun als Bodensatz lebt wie ich -- den nur der christliche Glaube am Leben hält, sonst hätte ich mich schon längst erhängt -- oder ob man durch Erbe o. ä. ruhig und sicher leben kann, soll keinen Unterschied darstellen? Ist es auch egal, ob man bucklig und häßlich und psychisch krank ist oder nicht? Nein, natürlich ist es das nicht.

Die Natur wird eines Tages sowieso nicht mehr existieren. Wieder Gomez Davila:

Unsere Seele hat eine Zukunft. Die Menschheit hat keine.

Der einzige Grund, dieses Leben zu ertragen, ist der Glaube an Jesus Christus, am schönsten ausgedrückt in Reinhold Schneiders „Verhüllter Tag“, auch in seinem Essay „Über den Selbstmord“. Ich war selbst über ein Jahrzehnt Atheist und zog daraus die Konsequenz: Antinatalismus und schließlich Selbstmordversuch. Es ist hier sowieso Hopfen und Malz verloren, wenn man glaubt, Moral müßte nicht objektiv sein. Sie muß. Sie muß entdeckt werden, braucht einen objektiven Gesetzgeber, ansonsten gilt, wie Vox Day schreibt (er ist nicht irrelevant): „Do what thou wilt with due regard for the policeman around the corner.“

Kommentar von Hubert Brune:


Sehr geehrter Herr Gen-Abfall.

Sie werfen in Ihrem Text vieles durcheinander und gehen mit fremden Text um wie die längst zur Mehrheit gewordenen Oberflächlichen (je jünger, desto oberflächlichler).

Unser Gästebuchgespräch begann damit, daß Sie sich mit Ihrem am 26.11.2019 erfolgten Gästebucheintrag (**) auf einen von Ihnen zitierten, also ganz bestimmten Text bezogen (**), noch einmal: auf einen ganz bestimmten Text! In diesem Text geht es um ein rein kulturelles Thema, ich wiederhole: um ein rein kulturelles Thema! Wenn Völker die Staatsangehörigkeit oder, wie in Rom, das Bürgerrecht bekommen, um das es in dem Text ja ganz besonders geht, dann ist das eben nur auf die Kultur bezogen gemeint, also nicht auf die Biologie, z.B. auf die biologische Rasse, wie Sie es falsch verstanden haben. Außerdem gehören Germanen und Römer biologisch sowieso derselben Rasse an. Auch das wissen sie offensichtlich gar nicht!

Augustus_Varus_Thusnelda_Arminius, Thumelicus
Arminius, Karl Martell, Karl der Große
„Die Germanen waren die Gründer der abendländischen Kultur. Ohne die Germanen hätte es die faustische Kultur nie gegeben. Und damit meine ich eben auch schon die Germanen aus der Zeit des Arminius. Warum? Hätte Arminius die Römer nicht besiegt, wäre auch der von ihm befreite Teil Germaniens römisch geworden. Ohne den freien Teil Germaniens hätte es aber eine Alternative zur apollinischen Kultur gar nicht mehr geben können - jedenfalls nicht in Europa und nicht zu der Zeit, in der es notwendig war -, weil mit Germanien ja fast ganz Europa römisch geworden wäre, was auch bedeutet, daß die Anzahl der römischen Germanen mit der Zeit aufgrund der römischen Dekadenz stark gesunken wäre. (Demographie beachten!).“ (Hubert Brune, 17.11.2018, 22:18 [**]). Darum geht es in dem Text. Dieser Text ist auf staatsrechtliche Belange, also auf etwas rein Kulturelles bezogen. Wer der Kulturträger ist, ist eine andere Frage. Darauf bezieht sich mein Text überhaupt nicht, auf den wiederum Sie sich zwar beziehen, allerdings mit einem rassischen bzw. rassistischen, also - allgemeiner gesagt - biologischen bzw. biologistischen Argument, das folglich völlig ins Leere geht, ja gehen muß, denn (noch einmal): Mein Text, auf den Ihr erster Gästebucheintrag sich bezieht, bezieht sich auf die Kultur allein, Ihr Thema aber ist die biologische Rasse. Es sind zwei verschiedene Themen. Mein Thema ist X, Ihr Thema ist Y, mit dem Sie sich zwar auf mein Thema X beziehen, aber damit nur deutlich zeigen, daß Sie es nicht verstanden haben. In der Schule hätte es zu Ihrem „Aufsatz“ jetzt geheißen: „Thema verfehlt!“ Sie sind zu oberflächlich. Ihre Oberflächlichkeit ist auch der Grund für Ihre Voreiligkeit bei der Beurteilung fremder Texte. Es gibt nicht nur Ihren Text! Warum verstehen Sie das nicht?

Falsch ist auch Ihre Auffassung von „Nationen“. Diejenigen Nationen, die Sie meinen, deren Entstehung Sie aber falsch begründen, gibt es erst seit Beginn der abendländischen Moderne i.e.S. (seit etwa Ende des 18. Jahrhunderts). Das Wort „Nation“ ist zwar sogar älter als die abendländische Moderne i.w.S., bezog sich aber urprünglich und bis zum Ende des 18. Jahrhunderts nicht auf den Staat und die Staatsbürgerschaft.
Nationales
Wäre es anders gewesen, dann hätte z.B. Ludwig XIV. nicht „der Staat bin ich“ („l’etat, c’est moi“), sondern „die Nation bin ich“ („la nation, c’est moi“) gesagt. Zu seiner Zeit bedeutete „Nation“ eben etwas anderes, z.B. das, was es in dem Namen „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ auch bedeutete. Stellen Sie sich einmal vor, das Heilige Römische Reich Deutscher Nation hätte damals „Heiliges Römisches Reich Deutschen Staates“ geheißen. Der Staat, wie wir ihn heute verstehen, ist eben ein Nationalstaat, d.h.: wie die nationalistisch gemeinte Nation ist auch der nationalistisch gemeinte Nationalstaat ein Phänomen des abendländischen Bürgerzeitalters, sprich der abendländischen Moderne i.e.S.. Darum ist Ihre bzw. Days Gleichung „nation is people, nation is DNA“ (**) kurzsichtig, auch typisch angelsächsisch (englisch). Sie sind nicht der erste Deutsche, der „englisch“ denkt; außerdem gehe ich davon aus, daß Sie zu den heute Unter-50-Jährigen gehören, also ohnehin mit Anglizismen vollgestopft sind. Zu den Anglizismen zähle ich nicht nur die mittlerweile unerträglich gewordenen verbalen, sondern auch die mittlerweile ebenso unerträglich gewordenen nonverbalen Sprachformen wie die unbeschreiblich häßlichen Tätowierungen, die übertriebene Nutzung von Computern, Handys, Smartphones, Fast Food, Fettleibigkeit, Heucheleien („cant“), „Gutmenschelei“, „Political Correctness“, Genderismus, Männerfeindlichkeit, Rassismus gegen Weiße (getarnt als „Antirassismus“), Antinationalismus, Internationalismus, Globalismus, Antihumanismus (getarnt als „Philanthropie“), Transhumanismus, Science Fiction, Matrixbezogenheit und überhaupt jede Hingezogenheit zu extremer Weltflucht und extremer Weltsucht.

„Staaten sind rein politische Einheiten, Einheiten der nach außen wirkenden Macht. Sie sind nicht an Einheiten der Rasse, Sprache oder Religion gebunden, sondern sie stehen darüber. Wenn sie sich mit solchen Einheiten decken oder kreuzen, so wird ihre Kraft infolge des inneren Widerspruches in der Regel geringer, nie größer. Die innere Politik ist nur dazu da, um die Kraft und Einheit der äußeren zu sichern. Wo sie andere, eigene Ziele verfolgt, beginnt der Verfall, das Außer-Form-Geraten des Staates.“ (Oswald Spengler, Jahre der Entscheidung, 1933, S. 24). **
Spengler ... nahm den Begriff Rasse metaphysisch“ (**), sagen Sie, doch Sie scheinen Spenglers Bücher gar nicht gelesen zu haben. Spengler verstand unter „Rasse“ etwas Kulturelles, kannte aber selbstverständlich auch die biologische Bedeutung des Wortes / Begriffes „Rasse“. Wenn jemand, z.B. eine Frau, „Rasse hat“, dann ist mit dem Ausdruck nichts Metaphysisches gemeint, sondern etwas, was biologisch begründet sein mag, oft auch ist, aber nicht sein muß, jedenfalls aber in unserer abendländischen Kultur positiv bewertet wird, also ein Werturteil darstellt, das kultureller Herkunft ist.
„Ein Staat ist das »In Form sein« (im Sinne des modernen Sports: Untergang des Abendlandes, S. 1004 ff. **) einer durch ihn gebildeten und dargestellten völkischen Einheit für wirkliche und mögliche Kriege.“ (Oswald Spengler, Jahre der Entscheidung, 1933, S. 24). **
Wenn eine Kultur, eine Nation und ein Mensch in Spenglers Sinne „Rasse haben“, dann sind sie „»in Form«, um einen Sportausdruck zu gebrauchen, der in die Tiefe dringt“ (**), ein Ausdruck, der in Spenglers Hauptwerk eine bedeutende Rolle spielt. Aber davon verstehen Sie ja nichts. Für Sie und Day ist eine Nation nur „people“ und „DNA“ (DNS). Herr Gen-Abfall, Sie sind nicht in Form, haben keine Rasse, dringen leider nicht in die Tiefe. Thema verfehlt (siehe oben).

Wenn Sie mehr als nur einige meiner vielen Texte gelesen hätten, wüßten Sie vielleicht, daß ich auch bezüglich der Kulturen selbstverständlich die biologischen Grundlagen berücksichtige. Ich berücksichtige vieles dabei, zu allererst eben die Natur, und zwar in der Reihenfolge (1.) Landschaft als geologische Bedingung, (2.) Genetik als biologische Bedingung. Erst danach kommen andere Aspekte zum Tragen. Aber in dem Text, auf den Sie sich mit Ihrem ersten Gästebucheintrag (**) bezogen, geht es nur um die Kultur allein (**). Und es ist mein gutes Recht, ein Thema um die Kultur allein kreisen zu lassen. Darauf sind Sie mit Ihren Bemerkungen in keinerlei Weise eingegangen, sondern haben es schlichtweg ignoriert, das Thema verfehlt (siehe oben). Wenn AX aus Rasse A und Kultur X das Bürgerrecht der Kultur Y von Rasse B bekommt, dann darf AX sich immer noch AX, aber eben auch AY oder auch AXY, in völlig abgedrehten Zeiten sogar auch AXBY nennen. Wenn AX dann als AY oder AXY sogar noch eine andere Kultur begründet und diese z.B. Z genannt wird, obwohl AXY rassisch immer noch zu A und kulturell immer noch zu X und Y gehört, kann er sich AXYZ nennen. Das ist möglich, kann aber nicht natürlich-evolutiv erklärt, sondern nur kulturell-geschichtlich verstanden werden.

Höchstwahrscheinlich sind Sie, Herr Gen-Abfall, Thomas Wangenheim - doch das ist nicht wichtig.

Thomas Wangenheim geht in seinem Büchlein „Migration und die Kultur Europas“ (2019) von einer „Ausdehnung des Bürgertums auf die Gesamtheit der Europäer“ (S. 33) aus, „die nun in Opposition zu den ... ärmeren Fremden stehen“ (S. 33), so daß sich das „Klassenphänomen in ein ethnisches“ (S.34), d.h. Rassenphänomen wandelt, sich also die Europäer als „Weltmittelschicht“ (S. 34) und der Rest bzw. „das importierte Prekariat“ (S. 34) als die untere „Weltmasse“ (S. 34) treffen, „Klassimsus und Rassismus“ (S. 34) zusammenfallen.
Abendland und Europa
Die „Elite“ schaffe „sich ein neues Volk“ (S. 38), betreibe „im Grunde die Simulation eines gesunden Bevölkerungswachstums“ (S. 38), wobei es die Aufgabe des Europäers sei, „diese Simulation überflüssig zu machen“ (S. 38), d.h. wieder mehr, nämlich genügend oder sogar mehr als genügend Kinder zu produzieren. Wangenheim sieht „in der Jugend Europas beides, unbedarfte Traumtänzer und eine weniger sichtbare, stetig wachsende wache Jugend, die den Verlust der Kultur verspürt und sie neu sich zu erbauen sehnt. Daß sie noch in der Minderheit ist, tut nichts zur Sache. Es waren immer wenige, die zur Kultur gedrängt haben. Diese Wenigen besitzen wir. Nur müssen sie auch leisten, was sie können, mit Körper und Geist.“ (S. 39-40). Es gehe um „Lebenstüchtigkeit, ... Verdrängungswettbewerb der Zahl. So als müßten Söhne für die Front gezeugt werden“ (S. 41), es gehe darum, einem „Können ein gleichwertiges Müssen entgegenzusetzen“ (S. 42), es müsse „wegen dieser Weltnot ... eine neue europäische Not entstehen“ (S. 42), es gehe um „Untergang der abendländischen Kultur oder Wiederaufrichtung derselben“ (S. 43), um den „Kampf um das Pomerium Europas“ (S. 44), nur „die Rückkehr, die Neuschöpfung“ könne „noch Bedeutung haben“ (S. 45) - Rückkehr als Neuschöpfung -, ihm scheine „in unserer jüngsten Generation, die nun das alte Erbe abtreten soll, dieser manchmal künstlerische, dann denkerische, manchmal rein lebendige, manchmal unternehmerische Geist ein Stück mehr wiederzuerwachen“ (S. 45-46).

Obwohl Wangenheim in seinem 2019 veröffentlichten Buch die Abendländer zu Unrecht schon fast ganz „abgeschrieben“ zu haben scheint und im Abendland ein nichtabendländisches Weltprekariat Fuß gefaßt hat, sehr wahrscheinlich bald den Krieg gegen die Abendländer beginnen, ihn mit einer Lüge begründen, d.h. den Abendländern die Schuld für ihn in die Schuhe schieben wird, glaubt er dennoch, daß es den Abendländern möglich sein wird, ihre Kultur zu erneuern, weil sie sonst untergehen. Seiner bzw. Ihrer Aussage zufolge ist ja für diese Neuschöpfung nur eine kleine Minderheit notwendig, aber ich sage Ihnen, daß ein möglichst homogenes Volk dafür ebenfalls wichtig ist, schon aus dem einfachen Grunde, daß das Weltprekariat fast überall in der nichtabendländischen Welt seine Herkunft hat und sich deshalb jederzeit der Hilfe der Menschen seiner Herkunftsländer sicher sein kann. (Hier sehen Sie übrigens ganz deutlich einen ganz besonderen Widerspruch in Ihrem Text: einerseits sagen Sie, das Abendland könne sich nur durch Reinhaltung von „Rasse und Abstammung“ [**] erhalten, aber andererseits sagen Sie, es brauche zur „Wiederaufrichtung“ [S. 43] bzw. „Neuschöpfung“ [S. 45] nur eine kleine Minderheit, was bedeutet, daß für Sie die Mehrheit, also die sogenannte „Masse“ unbedeutend ist und folglich auch nicht reinrassig sein muß - das ist ein krasser Widerspruch!) Die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Neuschöpfung ist noch geringer dann, wenn die von Wangenheim über alles geliebten „Eliten“ etwas ganz anderes vorhaben (z.B. die Weltbevölkerung ins Chaos stürzen, die Zahl der Weltbevölkerung auf unter 500 Millionen, den durchschnittlichen IQ der Weltbevölkerung auf unter 70 senken ) und der nichtabendländische Teil der Welt sowieso das Abendland haßt sowie über militärische Mittel verfügt oder zur Verfügung gestellt bekommt, die ebenfalls diese Neuschöpfung unmöglich machen können. ** **

Es tut mir leid, daß Sie für „ über ein Jahrzehnt Atheist“ sein und „daraus die Konsequenz“ ziehen mußten: „Antinatalismus und schließlich Selbstmordversuch“ (**). Aber warum hatte das denn sein müssen? Es gibt doch schließlich noch viele andere Möglichkeiten, um ein Problem wenigstens im Sinne des eigenen Lebens zu lösen. Gibt es für Sie keinen Sinn im Leben? Hat das Leben für Sie keinen Sinn?

Ich werde mit dem folgenden Text auf einige Ihrer Aussagen (in grau) etwas näher eingehen:

Denn es geht mir hier um Rasse und Abstammung.(Gen-Abfall).

Ihnen! Ja. Mir aber nicht! Jedenfalls nicht in dem Text (**), auf den Sie sich mit Ihrem am 26.11.2019 erfolgten Gästebucheintrag (**) bezogen haben! Mir ging es in dem besagten Text nicht um „Rasse und Abstammung“.
Arminius (Hermann)
Arminius (Hermann)
Arminius (Hermann)
Arminius (Hermann)
Es ging in meinem Text nicht darum, ob es eine Rolle spielte für Arminius (Hermann den Cherusker), als er römischer Bürger wurde, welcher Rasse und Abstammung er war. Denn in meinem Text ging es um die Antwort auf die Frage, welche Folgen es gehabt hätte, wenn nicht nur die linksrheinischen und bestimmte andere Germanen, sondern alle Germanen römisch geworden wären, wobei „römisch geworden“ „römische Einwohner, römische Bürger geworden“ bedeutet. Es wurde dadurch - und nur dadurch -, daß nicht alle Germanen römische Staatsbürger wurden, möglich, daß die freien Germanen die abendländische Kultur begründeten, daß also die Entstehung der abendländischen Kultur sich dieser historischen Tatsache verdankt. Es ging in dem Text ausschließlich um die Entstehung der abendländischen Kultur aus Sicht der Geschichte, speziell der Kulturgeschichte und gerade nicht aus Sicht der Biologie, des Biologismus, speziell des Rassismus.

Trotzdem läßt sich sagen, daß das römische Reich sich z.B. auch mit Arminius als Kaiser hätte erhalten können - es gab ja später auch römische Kaiser germanischer Herkunft -, wie es sich mit bestimmten anderen Führern erhalten konnte, vielleicht sogar noch besser, denn immerhin war Arminius ein Germane, also biogenetisch sehr nah verwandt mit den Römern, während z.B. der Sohn eines arabischen Scheichs, Philippus Arabs, der von 244-249 und damit rund 250 Jahre nach Arminius regierte, mit den Römern biogenetisch nicht verwandt war, aber trotzdem das römische Reich nicht grundsätzlich anders regierte als die anderen Soldatenkaiser. „Ja“, könnte Sie jetzt sagen, „die Soldatenkaiser waren ja bereits die Totengräber des römischen Reiches“. Das Interessante daran ist aber, daß gerade eher die von der Herkunft her sogar noch als echte Römer zu bezeichnenden oder doch den Römern nah verwandten Soldatenkaiser dem römischen Reich mehr geschadet haben als die den Römern nicht verwandten Soldatenkaiser.

Auch weise ich noch einmal auf einen ganz besonderen Widerspruch in Ihrem Text hin: einerseits sagen Sie, das Abendland könne sich nur durch Reinhaltung vonRasse und Abstammung erhalten, aber andererseits sagen Sie, es brauche zur „Wiederaufrichtung“ [S. 43] bzw. „Neuschöpfung“ [S. 45] nur eine kleine Minderheit, was bedeutet, daß für Sie die Mehrheit, also die sogenannte „Masse“ unbedeutend ist und folglich auch nicht reinrassig sein muß. Also sagen Sie einerseits, Rasse und Abstammung“ seien für den Erhalt notwendig, aber andererseits, Rasse und Abstammung“ seien für den Erhalt nicht notwendig. Das ist ein krasser Widerspruch!

„Ich sehe statt jenes öden Bildes einer linienförmigen Weltgeschichte, das man nur aufrecht erhält, wenn man vor der überwiegenden Menge der Tatsachen das Auge schließt, das Schauspiel einer Vielzahl mächtiger Kulturen, die mit urweltlicher Kraft aus dem Schoße einer mütterlichen Landschaft, an die jede von ihnen im ganzen Verlauf ihres Daseins streng gebunden bleibt, aufblühen, von denen jede ihrem Stoff, dem Menschentum, ihre eigne Form aufprägt, von denen jede ihre eigne Idee, ihre eignen Leidenschaften, ihr eignes Leben, Wollen, Fühlen, ihren eignen Tod hat.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1918, S. 29). **
In Ihrer rassistischen These sind Widersprüche enthalten, und an der Stelle, wo man sie Ihrer Meinung nach doch bitte ernst nehmen soll, ist sie auch noch völlig übertrieben. Die Rasse spielt eine Rolle, ja, und zwar sowohl biologisch als auch kulturell. Aber für den Erhalt einer Kultur ist die Reinrassigkeit, also das zu 100 Prozent anwesende „Biomaterial“ nicht unbedingt erforderlich, jedenfalls nicht so wichtig wie z.B. das In-Form-Sein (**). Und Ihr Argument, daß die USA „angelsächsich“ seien, ist ebenfalls eine vage Behauptung, wenn nicht gar ausgemachter Unsinn. Die Gründerväter der USA waren nicht alle Angelsachsen, und selbst dann, wenn man sie unbedingt so bezeichnen wollte, waren sie es spätestens zu dem Zeitpunkt, als sie die USA gründeten, nicht mehr. Natürlich würde auch ich nicht sagen, daß die USA eine „Indianer-“ oder „Negernation“ seien, obschon die Sklaverei auch bei der Gründung der USA eine maßgebliche, wenn nicht sogar die Hauptrolle gespielt hat. Eine Nation gehört nicht den Gründern allein, Herr Gen-Abfall. Ein Volk gehört auch zur Nation. Ein römischer Bürger gehört auch zu Rom, und Rom hat sogar auch unter rassisch fremden Herrschern und Bürgern fremder Herkunft seinen „Tod“ immerhin für eine gewisse Zeit aufschieben können.

In der Nachkommenschaft der Gründer können sich auch Verräter entwickeln, während im Volk, das Ihrer Meinung nach ja überhaupt nichts mit der Gründung zu tun hat, sich glühende Patrioten entwickeln oder schon von Anfang an sein können, auch dann, wenn diese Patrioten biogenetisch nicht sehr den Gründervätern entsprechen. Dafür liefert die Geschichte doch auch Beispiele. Sicherlich, das biogenetische „Material“ darf nicht zu sehr „gestreckt“ sein, doch eine „1-zu-1“-Übereinstimmung gibt es ohnehin nicht, weil jede DNS individuell ist, wie Sie vielleicht wissen. Ich bin dennoch vom Herzen her auf Ihrer Seite, kann aber vom Hirn her Ihnen überhaupt nicht zustimmen, weil Ihre Argumenation zu viele Fehler enthält, vieles nicht berücksichtigt und zu sehr von einem Wunschdenken geleitet ist.

Verschwindet das Trägervolk ..., dann verschwindet auch die Kultur, die von diesem Volk erschaffen wurde.(Gen-Abfall).

Das ist weder von mir noch von Herrn Spengler bestritten worden, auch nicht indirekt, nur muß das Trägervolk nicht notwendigerweise ganz genau dem Genpool entsprechen, dem die Kultur oder die Nation zur Zeit der Gründung hatte. Das ist doch völlig klar. Gerade Ihr geliebtes „vereinigtes“ Königreich, zu dem ja hauptsächlich England gehört, ist doch ein „gutes“ Beispiel dafür. Außerdem ist die Gründung oft ein Mythos, so daß die Völker häufig gar nicht genau wissen, auf wen sie sich da eigentlich beziehen, ob die Gründung wirklich so war, wie sie überliefert wird, und ob sie überhaupt eine Gründung war. Ich befürworte uneingeschränkt die Überlieferung, auch die mythische. Ich muß Sie aber schon wieder vorwarnen, da Sie auf ganz auffällige Weise dazu tendieren, einem die gesagten Texte aus dem Zusammenhang zu reißen oder sie gleich zu ignorieren. Wir Menschen brauchen ja gerade deswegen den Mythos, die Überlieferung, weil wir ein Trägervolk haben wollen. Doch dieses Trägervolk hat andererseits auch stets das Volk der jeweiligen Gegenwart zu sein, und wenn es diese Pflicht nicht mehr erfüllen kann, dann ist auch das bis dahin Getragene am Ende. Ob das Volk als Genpool zu 100 Prozent gleichbleibt oder nicht, ist eine Frage der Relativität. Ein Volk kann durchmischt werden, nur nicht zu sehr. Glauben Sie mir ruhig. Genaugenommen unterscheiden sich z.B. Schotten, die keltischen Ursprungs sind, und Engländer, die germanischen Ursprungs sind. Doch es kommt darauf an, wo genau man die Meßlatte anlegt. Schotten und Engländer haben eine lange gemeinsame Geschichte und sich erst 1707 vereint (siehe: „Act of Union“). Sie sind auch biogenetisch relativ nah verwandt (es kommt aber immer darauf an, woran man es mißt), trotzdem gibt es viele unter ihnen, die eine solche Einheit als Lüge bezeichnen. Und was ist z.B. mit Ägypten oder China? Eine lange Geschichte, unterschiedliche Völker, eine Kultur! Kann man da wirklich noch von einer „Träger-DNS“ sprechen? Wohl kaum. Wir Abendländer deuten deshalb immer einen Genpool in alle möglichen Völker hinein, weil unser Genpool tatsächlich einheitlich, nämlich hundertprozentig ist bzw. bis vor noch nicht langer Zeit war, und zwar seit sehr langer Zeit. Bei anderen Völkern ist das anders, teilweise sogar fast genau andersherum, bei den Schwarzafrikanern beispielsweise, deren biogenetische Vielfalt ins Unendliche zu reichen scheint, jedenfalls aus Sicht der Abendländer.

Spengler hat das auch nicht verstanden, er nahm den Begriff Rasse metaphysisch.(Gen-Abfall).

Spengler hat das verstanden und nahm den „Begriff Rassenichtmetaphysisch“, sondern kulturgeschichtlich, und zwar auf die Zucht, das In-Form-Sein bezogen. (Mehr dazu oben [**|**]). Sie zeigen mit Ihren Aussagen nur, daß Sie ihn nicht verstanden haben.

Außerdem bringen Sie Qualitatives und Quantitatives durcheinander. Da Sie meinen, daß mit einer kleinen, kontrollierten Gruppe von Fremden bereits etwas Qualitatives zerstört wird, müßten Sie eigentlich auch der Meining sein, daß - nur zum Beispiel - die „Vereinigten Staaten von Amerika“ gar nicht existieren, denn die sind seit ihrem Anfang ein Vielvölkergebilde (so wie alle anderen am neuzeitlichen Reißbrett entstandenen Vielvölkergebilde z.B. „Jugoslawien“, „Tschechoslowakei“, „UdSSR“ u.a.; ganz Nord-, Mittel- und Südamerika, ganz Afrika und auch der größte Teil West- und Zentralasiens sind Vielvölkergebilde). Wenn also ein Vielvölkergebilde untergeht, dann deutet das ein Mensch aus einem Nichtvielvölkergebilde zumeist als „selbstverständlich“, doch muß berücksichtigt werden, daß manche dieser Vielvölkergebilde mittlerweile schon einige Jahrhunderte alt sind. Es kommt mehr darauf an, ob und, wenn ja, wie sehr die Zerstörer dieser Gebilde mit der Zerstörung einen Machtzwachs erzielen. So wird höchstwahrscheinlich das Vielvölkergebilde „Vereinigte Staaten von Amerika“ aus denselben Gründen untergehen wie die Vielvölkergebilde „Jugoslawien“, „Tschechoslowakei“, „UdSSR“ untergegangen sind, wie vielleicht auch das Vielvölkergebilde „Rußland“ untergehen wird. Allerdings ist der Untergang der „Vereinigten Staaten von Amerika“ mehr hausgemacht als fremdbestimmt. Die Zerstörung der „Vereinigten Staaten von Amerika“ erfolgt primär von innen heraus. Die Quantität, d.h. in diesem Falle die Anzahl der Fremden in diesem Vielvölkergebilde ist nicht die Ursache, sondern eine der vielen Zweckursachen für den Zusammenbruch der USA. Er ist so gewollt, nämlich primär von Menschen, deren Vorfahren dieses Vielvölkergebilde einst be- und gegründet haben. Dieser Widerspruch ist keine Ausnahme, sondern die Regel. Das Ende kommt in der Regel - also fast immer - von innen heraus. Wer es zuläßt, zerstört zu werden, trägt einen Fehler in sich. Auch die Globalisten, die gerade dabei sind, unseren Globus zu zerstören, sind gleichzeitig dabei, sich selbst zu zerstören. Es ist in ihrem Wahn von Anfang an angelegt.

Militärhistoriker Martin van Creveld ..., der in seinem Essay „War and Migration“ (in: „There Will Be War“; Volume X) darauf hinwies, daß Einwanderung und Krieg immer zwei Seiten der selben Medaille waren.(Gen-Abfall).

Das ist eine Binsenweisheit! Vielleicht nicht mehr für Sie. Fragen Sie ältere Menschen danach, ob „Einwanderung und Krieg immer zwei Seiten der selben Medaille“ sind (und nicht nur „waren“, wie Sie wieder falsch formulieren), dann wird Ihnen jeder, der noch nicht gehirngewaschen ist, sagen, daß diese Aussage richtig ist, weil sie eine Tatsache zum Ausdruck bringt. Einwanderung und Krieg sind immer zwei Seiten derselben Medaille!

Sie sollten sich einmal mit der Tatsache beschäftigen, daß viele bestimmte Erscheinungen zusammengehören, z.B.: die Deregulierung und damit der Machtzuwachs der Hochfinanz in einem nie zuvor gekannten Ausmaß; die Kriege, ob lokaler, regionaler, globaler oder universaler Art; die Angstmache (z.B. vor Katastrophen, angeblich z.B. durch Klima oder/und Seuchen [zuletzt: „Covid-19“] ausgelöst); die Nichtregierungsorganisationen; die Unterstützung ausgesuchter Staaten (zuletzt dem chinesischen, dessen Aufstieg auch dadurch möglich geworden ist); die Schlüsselpositionen in den wichtigsten Staaten; die die Natur der Lebewesen bedrohende abendländische Technik (besonders z.B. Nano-, Gen-, Robotertechnik, KI); die Eugenik für 0,0001%, die Dysgenik für 99,9999% der Menschen; der Rassismus (z.B. der seit mittlerweile Jahrzehnten gegen die weiße Rasse geführte); die Massenmigration (Einwanderung ins Abendland: Abschaffung des Abendlandes); die Ausrottung der Mittelschicht, des Bürgertums (da ausschließlich die Abendländer betreffend: Ausrottung der Abendländer); die Abschaffung der abendländischen Nationalstaaten (zugunsten der Privatisierung); der abendländische Nihilismus (Vernichtung der abendländischen Werte) und Dekonstruktivismus überhaupt; die abendländische Mode als Ersatz für Herkunft, Genealogie, Überlieferung, Geschichte, Vergangenheit, Familie, Kinder (da ausschließlich die Abendländer betreffend: Ausrottung der Abendländer); der Feminismus (da ausschließlich die Abendländer betreffend: Ausrottung der Abendländer); der Genderismus, obwohl die Geschlechtszugehörigkeit an den Organen deutlich zu erkennen ist; die als Demokratie getarnte Plutokratie bzw. Kleptokratie; der oben praktizierte mafiotische Korporatismus und der nach unten diktierte Ökologismus und Kommunismus; die absichtliche Verwechslung von Wahrheit und Lüge; die wohl nicht zufällige Ähnlichkeit vieler Zustände mit denen, die z.B. Wells, Huxley, Orwell beschrieben haben. Die Umsetzung der Strategiepunkte bedeutet einen riesenhaften Gewinn, also einen riesenhaften Machtzuwachs für eine zwergenhafte Gruppe von Menschen.

Herbert George Wells (1866-1946) Aldous Huxley (1894-1963) George Orwell (1903-1950)

Zur Dichte: ... leider leben wir heute zu einer Zeit, da sich alles ballt und viel zu voll ist. Besonders Deutschland ist hier eines der vollsten Länder, und das wirkt sich negativ auf mein Gemüt aus (ich bin Bodensatz und Unterschicht und kann eben _nicht_ in den Bayerischen Wald o. ä. ziehen).(Gen-Abfall).

Können Sie denn dagegen, daß Sie „Bodensatz und Unterschicht“ sind, gar nichts unternehmen? Antworten Sie mir aber nicht wieder mit der „Konsequenz: Antinatalismus und schließlich Selbstmordversuch“.

Birg ist irrelevant -- wie für Sie ja auch Vox Day irrelevant ist. Malthus ist auch nicht widerlegt, denn der technische Vorsprung war das einzige, das uns vor einem Massensterben rettet....(Gen-Abfall).

Offensichtlich ist, daß Sie überhaupt nicht verstanden haben, warum ich Birg erwähnt habe. Ich habe auch nicht gesagt, daß Vox Day für mich „irrelevant“ sei, wie Sie frech und - wieder - falsch behaupten, sondern ich habe gesagt (es folgt ein Zitat): „Was Vox Day dazu sagt, ist nicht wichtig.“ (**). Ich muß wohl nicht auf Ihre ungenügende Sprachkompetenz näher eingehen. Auch habe ich nicht gesagt, daß Malthus widerlegt sei, sondern ich habe gesagt, daß (es folgt wieder ein Zitat) „wir nicht genau wissen, ob Malthus’ Theorie falsch oder richtig ist“ (**) und zuvor aus Birgs 1996 veröffentlichtem Buch „Die Weltbevölkerung“ zitiert:
Johann Peter Süßmilch (1707-1767)
„»Süßmilch (Johann Peter [1707-1767]; HB*) hatte durch empirische Tragfähigkeitsanalysen begründet, daß die Erde mehr als das Zehnfache der Menschenzahl ernähren könne, als zu seiner Zeit lebten. Malthus' Kernthese war, daß die Erde bereits mit der damaligen Bevölkerungszahl von rd. einer Milliarde übervölkert sei und daß ein weiterer Zuwachs die Gesellschaft in den politischen, ökonomischen und moralischen Ruin führen müsse. Heute (1996; HB*) lebt die sechsfache Zahl der Menschen als zu Malthus’ Zeit, wobei ein großer Teil von ihnen - mehr als die gesamte damalige Menschheit - einen unvergleichlich höheren Lebensstandard hat als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte, und dies bei mehr als der doppelten Lebenserwartung. Süßmilchs Ideen haben sich bestätigt, nicht die von Malthus, warum ist dann aber Süßmilch nahezu vergessen und nicht Malthus? Wahrscheinlich kann diese Frage in hundert Jahren genauso gestellt werden wie heute. Die Antwort darauf hat viel mit dem Problem zu tun, warum Menschen Hungers sterben müssen, obwohl das Ernährungspotential der Erde groß genug ist, um eine weitaus größere als die heute lebende Menschenzahl zu ernähren.« (**).“ **
Malthus Kernthese ist falsch, ob aber seine Theorie insgesamt falsch ist, ist nicht sicher. Es verhält sich mit Malthus genauso wie mit Darwin, dessen Kernthese ebenfalls falsch ist, obschon nicht sicher ist, ob deswegen auch seine Theorie insgesamt falsch ist. Das ist kein Wunder, denn Darwin bezog sich ja auf Malthus.

Jetzt, in diesem Moment, leben
auf unserem Planeten Erde.
Der abendländische Technikerfolg nie zuvor gekannten Ausmaßes sowie die strenge Einhaltung der Hygienemaßnahmen im Abendland brachten zunächst nur im Abendland, später in der ganzen Welt, weil wir Abendländer unsere Technik verraten haben, eine solche Bevölkerungsvermehrung, daß seit der Zeit, seit der die durchschnittliche Intelligenz der Weltbevölkerung abnimmt, weil die Zahl der Nichtabendlandbevölkerung zunimmt und die der Abendlandbevölkerung abnimmt, die Gefahr immer größer wird, daß unsere Technik verlorengehen wird, was Spengler übrigens auch vorhergesagt hat (im Hauptwerk [**|**] und im Werk „Der Mensch und die Technik“ [**]). Der „technische Vorsprungist - und nichtwar“, wie Sie geschrieben haben - „das einzige, das uns vor einem Massensterben rettet“. Denn damals verhinderte er nicht ein Massensterben, sondern verursachte immer mehr Massenleben. Diesen Unterschied zu verstehen, ist außerordentlich wichtig, Herr Gen-Abfall. Die Massen müssen ja erst gebildet sein, bevor sie „sterben“. Hätten die faustischen Abendländer ihre Technik nicht ins Leben gebracht, gäbe es heute wahrscheinlich nur 500 Millionen statt tatsächlich 7,7 Milliarden Menschen.

Weiss ist mir ansonsten eigentlich zu beschränkt in seinen Schlußfolgerungen, sieht aber auch ein »Großes Chaos« um 2030 auf uns zukommen, wie Vox Day ab 2033 den Zusammenbruch der USA vorhersagt.(Gen-Abfall).

Weiss ist nichtbeschränkt in seinen Schlußfolgerungen“. Wenn Sie meine Texte zu Weiss gelesen hätten, dann wüßten Sie, daß Weiss - abgesehen von seiner manchmal zu starken Fachbezogenheit - ähnlich wie ich über die Zukunft urteilt. Auch könnten Sie dann vielleicht selbst schlußfolgern, daß Ihre Behauptung, für mich sei „Vox Day irrelevant“, gar nicht richtig sein kann. Außerdem habe ich ja nicht gesagt, daß Vox Day für mich „irrelevant“ sei, wie Sie frech und - wieder - falsch behaupten, sondern ich habe gesagt (es folgt ein Zitat): „Was Vox Day dazu sagt, ist nicht wichtig.“ (**). Ich muß wohl nicht auf Ihre ungenügende Sprachkompetenz näher eingehen.

Zu den „Briten“ aus John R. Bakers »Race« ....(Gen-Abfall).
Es gibt keine „Briten“, auch keine „Britten“. Es gab einmal Britannier, die nach der Kunde über das Eintreffen der Angeln, Sachsen, Friesen und Jüten (ob Jüten, ist wissenschaftlich jedoch nicht bestätigt) die Insel verlassen haben. „Briten“ und „Britten“ jedoch gab und gibt es nicht. Herr Baker plappert hier nur einem typisch „modernen Mythologiesierungsversuch“ nach. Außerdem enthält sein Text noch andere Fehler. Es gibt Angelsachsen, Engländer, zusammengesetzt aus Angeln, Sachsen, Friesen, Jüten (Jüten sind hierfür wissenschaftlich jedoch nicht bestätigt), zu denen sich später auch noch Normannen gesellten, und die Reste verschiedener Keltenvölker wie Waliser, Schotten und Iren (diese wiederum nur auf der Insel Irland). Die Geschichte dieser Völker ist wissenschaftlich eindeutig festgestellt. Also lassen Sie bitte Ihre „Nachmythologisierungsversuche“ sein. Das ist nur peinlich - jedenfalls für einen Geschichtswissenschaftler!

Nach Ihrer Antwort gibt es z. B. keine Sklaven ....(Gen-Abfall).

Das ist falsch. Außerdem habe ich sowieso nie gesagt, daß es „keine Sklaven“ gibt, wohl aber schon sehr oft, daß man sich nicht zum Sklaven machen soll.

Ob man nun als Bodensatz lebt wie ich -- den nur der christliche Glaube am Leben hält, sonst hätte ich mich schon längst erhängt -- oder ob man durch Erbe o. ä. ruhig und sicher leben kann, soll keinen Unterschied darstellen? Ist es auch egal, ob man bucklig und häßlich und psychisch krank ist oder nicht?(Gen-Abfall).
Ihr Selbstmitleid in Ehren, aber daß Sie dann unmittelbar auf „Erbe“ und darauf, daß man „ruhig und sicher leben kann“, zu sprechen kommen, beides mit der Frage nach dem „Unterschied“ zusammenbringen und natürlich zum Abschluß - wie selbstverständlich - mit der Moralkeule dem auch noch das Adjektiv „egal“ unterschieben müssen, deute ich vorerst als Spott. Und mit Konvertiten habe ich leider immer wieder nur eine Erfahrung gemacht: Kovertiten sind im Umgang mit Menschen schlimmer als Nichtkonvertiten, und am schlimmsten sind diejenigen Konvertiten, die als junge Erwachsene zum Atheismus und später vom Atheismus wieder zurück zum usrprünglichen Glauben(ssystem) wechselten.
Der einzige Grund, dieses Leben zu ertragen, ist der Glaube an Jesus Christus, am schönsten ausgedrückt in Reinhold Schneiders „Verhüllter Tag“, auch in seinem Essay „Über den Selbstmord“. Ich war selbst über ein Jahrzehnt Atheist und zog daraus die Konsequenz: Antinatalismus und schließlich Selbstmordversuch. Es ist hier sowieso Hopfen und Malz verloren, wenn man glaubt, Moral müßte nicht objektiv sein. Sie muß. Sie muß entdeckt werden, braucht einen objektiven Gesetzgeber ....(Gen-Abfall).

Zweite Religiosität“ hat Spengler das Phönomen genannt, das Sie ereilt zu haben scheint. Vorher waren Sie ein Pseudoreligiöser (Sie sagen „Atheist“). Wenn ich Ihre „wiedergewonnene Religisosität“, Ihre „Moral“ als unbedingten „Du-sollst“-Imperativ und Ihre Forderung nach einem „objektiven Gesetzgeber“ aufeinander abzustimmen versuche, dann bin ich geneigt, Ihnen zu sagen, daß Sie eine Religionsgemeinschaft als Moralgemeinschaft haben wollen, wie es sie schon oft gegeben hat. Obendrein haben wir die sowieso schon, nur eben pseudomäßig: eine Pseudoreligion als Pseudomoral (Heuchelei ohne Ende), eine Pseudoobjektivität und einen Pseudogesetzgeber, ... alles in Pseudoform, nichts in echter Form. Und Sie sind nicht in Form, wie Sie hier wieder offen zeigen.

Weil Sie jetzt schon zweimal Ihren Selbstmordversuch angesprochen haben, erlaube ich mir die Frage angesichts der Tatsache, daß es doch technisch überhaupt kein Problem ist, sich zu ermorden: Warum haben Sie es nicht geschafft, sich selbst zu ermorden? In der Wortkomposition „Selbstmordversuch“ steckt das Wort „Versuch“, und im semantischen Feld des Wortes „Versuch“ befindet sich auch das Wort „Absicht“. Es ist überhaupt kein Problem, einen Selbstmordversuch erfolgreich zu beenden. Warum haben Sie es trotz Absicht und Versuch nicht geschafft, sich selbst zu ermorden?

Selbstmordversucher sind durchweg solche Menschen, die anderen Menschen ein Verhalten, also Zeichen aberpressen wollen. Ich hoffe, ich konnte Ihren Erpressungsversuchen widerstehen. Denn wenn ja, dann habe ich Ihnen geholfen.

Freundliche Grüße.

Hubert Brune

Privatschüler

Eingetragen am Sonntag, 02.06.2020 um 18:58 Uhr 

Guten Abend, Herr Brune.

Geben Sie Nachhilfe-/Intensivunterricht in den Fächern Mathematik und Physik?
Auch für Privatschüler mit dem Leistungsniveau der gymnasialen 13. Klasse?

Wie kann ich Sie am sichersten erreichen?

Mit freundlichen Grüßen

Kommentar von Hubert Brune:

Unterricht
Danke für den Eintrag.

Ja, ich gebe auch und sogar größtenteils (neben den Sprach- und Wirtschaftsfächern) Nachhilfe-/Intensivunterricht in den Fächern Mathematik und Physik, und zwar auch für Privatschüler und grundsätzlich für alle Jahrgangsstufen des Gymansium, also auch, ja sogar erst recht, weil ebenfalls gößtenteils, für Schüler mit dem Leistungsniveau der gymnasialen 13. Klasse.

Sie können mich am sichersten erreichen per Email: Hubert-Brune@web.de. Den Rest können wir dann auch per Telefon besprechen.

Freundliche Grüße.

Hubert Brune

Grenzmarker

Eingetragen am Sonntag, 20.03.2020 um 04:04 Uhr 

Würden Sie sich für einen Berufspolitiker hergeben, Herr Brune?

Probleme, die dringend gelöst werden müssen, gibt es ja genug.

Ich denke aber, Sie würden sich die Berufspolitik nie antun, oder?

Weiterhin frohes Schaffen.

Kommentar von Hubert Brune:

Regierung der Fähigen und Unbestechlichen:
Ein Kaiser als Letztentscheider, ein Kanzler,
zehn berufliche oder nichtberufliche Minister.
Regierung der Fähigen und Unbestechlichen
Mit Ihrer Vermutung liegen Sie gar nicht so verkehrt, Herr Grenzmarker, denn wenn ich Berufspolitiker wäre, dann wären die meisten Berufspolitiker und Lobbyisten meine Gegner. Mein Gewissen und meine Wählerschaft verlangten ständig und mit vollem Recht von mir, zuerst einmal den Schutz unseres Lebensraumes, unseres Kulturraumes, unserer Überlieferung, unserer Geschichte, ja des gesamten Erbes unserer Vorfahren zu berücksichtigen und in die Politik einzubringen. Ich hätte also eine riesige Aufgabe zu bewältigen. Den Lesern meiner Webseiten dürften meine obersten Werte bekannt sein: Herkunft, Überlieferung, Geschichte, Familie, Heimat, Zukunft (besonders die der Nachkommen), Kultur, Natur, die Umwelt, der Planet als unser und aller Lebewesen Daseinsort. „Mit anderen Worten könnte ich auch sagen, daß genau diejenigen Werte, die derzeit global, aber besonders in unserem Kulturkreis, dem Abendland, mit Füßen getreten oder auf jede andere Art bekämpft, verneint, umgewertet, vernichtet werden, meine obersten Werte sind.“ (Hubert Brune, „ÜBER MICH“, 2001 ff. [**]). Würden meine Werte, würde ich politisch aus einem solchen Kampf in naher Zukunft siegreich hervorgehen können? Oder könnte ich ihn noch nicht einmal biologisch überstehen? Erinnern Sie sich nur z.B. an das, was Jürgen Möllemann 2003 und Jörg Haider 2008 passierte. „Laß es wie ein Unfall aussehen.“ (Der Pate [Marlon Brando]). Unter diesen Umständen werde ich es weiterhin vorziehen, mich für die Berufspolitik nicht herzugeben, um Ihre Frage ganz direkt zu beantworten. Ich werde die Berufspolitik weiterhin beobachten und beurteilen, ja, aber ich werde mich mit Sicherheit auch weiterhin dagegen wehren, ein Teil von ihr zu werden. Ich bin sowieso ein Gegner der Berufspolitik, weil ich mich dafür ausspreche, in der Politik auf einen Monarchen als einen nicht nur mit repräsentativen Aufgaben, sondern vor allem mit „der letzten Entscheidung“ betrauten Präsidenten zu setzen, der nicht aus beruflichen, sondern aus erbschaftsabhängigen Gründen Politik betreibt, während der Kanzler und seine Minister zwar Berufspolitiker sein dürfen, aber strikten Regeln unterworfen sein müssen und auch sein wollen, um Bestechung auszuschließen. Ich gebe zu, daß das eine Idealvorstellung ist, verweise aber sogleich darauf, daß mittlerweile sogar jede Idealvorstellung besser ist als das, was uns heute als Politik präsentiert wird. Eine Regierung muß aus Fähigen und Unbestechlichen bestehen. Ich habe mit den abgebildeten Personen eine solche Regierung darzustellen versucht. Auch ich bin in dieser Regierung vertreten, und zwar als Minister für Forschung, Wissenschaft und Technik (**). Diese Regierung ist eine Idealvorstellung bzw. ein Idealtypus. Unter bestimmten Bedingungen aber - und diese werden kommen - kann diese von mir entworfene Regierung Wirklichkeit werden, und zwar trotz der Tatsache, daß neun der zwölf abgebildeten Personen bereits tot sind, denn alle hier abgebildeten Personen sind ja „nur“ als „Muster“ zu verstehen. Ich gehe von nur zehn Ministerien aus, was auf einen „schlanken“ Staat hindeutet. Mehr Ministerien braucht eine Regierung nicht. Der Monarch ist der Präsident bzw. Letztentscheider, der Kanzler ist der Leiter der Ministerien und alle Richtlinien der Politik Bestimmende, die zehn Minister sorgen für eine möglichst reibungslose Arbeit in ihren Ministerien und können jederzeit abberufen oder auch abgewählt werden, falls sie sich nicht bewähren, wobei für die Bewährung die Fähigkeit und die Unbestechlichkeit als Bemessungsgrundlage dienen. Die Kontrollfunktion dafür liegt bei drei Instanzen: Kanzler, Wähler, Kaiser (Letztentscheider). Der Kanzler kann abberufen, aber nicht abgewählt werden; der Kaiser und die Wähler können weder abberufen noch abgewählt oder sonstwie von der Machtbeteilgung entfernt werden. Für die Zukunft läßt sich vorhersagen, daß entweder eine diesem Modell entsprechende Regierung kommen oder unsere Politik im Sumpf von Inkompetenz und Korruption versinken, nur noch Chaos übrigbleiben wird. Gegenwärtig sind es 100 bis höchstens 100000 Menschen, die auch und besonders durch Chaos reicher und damit mächtiger werden - auf Kosten aller anderen Menschen, die darum immer ärmer und ohmächtiger werden. Die Regierung der Fähigen und Unbestechlichen will Chaos vermeiden.

Freundliche Grüße.

Hubert Brune

Einguterfreund

Eingetragen am Sonntag,01.01.2020 um 13:07 Uhr 
Sehr geehrter Herr Brune,
ich möchte mich bei Ihnen bedanken für die einzigartige Leistung, die Sie Ihren Lesern zur Verfügung stellen. Ich habe dank Ihrer Texte viel gelernt.


- Bisherige Einträge -
Erstes Gästebuch (20.04.2001 bis 11.09.2009)
Zweites Gästebuch (17.01.2010 bis 22.12.2019)
Drittes Gästebuch (01.01.2020 bis ...?...)



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